Mein SuB kommt zu Wort, 20.04.26

Alle Informationen zur Aktion findet ihr bei Melli
Hallo ihr Lieben

Ich habe mir wirklich überlegt, SuBrina - wie im März schon - wieder nicht an die Tastatur zu lassen, weil der Tag ziemlich intensiv war, aber nein, so grausam bin ich dann doch nicht ;-)
Meine Vorrede bleibt kurz, hier kommt SuBrina, viel Spass beim Lesen.

1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Hallo liebe SuBs und SuB-Menschen, das wäre ja noch schöner gewesen, wenn mein Frauchen mich wieder übergangen hätte...Aber nein, ich konnte sie trotzdem noch zur Teilnahme überreden und tatsächlich haben wir wieder einen kleinen Abbau zu verkünden. Ich wiege aktuell 36 Bücher und Frauen hofft, spätestens Ende Mai unter 30 Bücher zu kommen. Mal sehen, ob ich da mitmachen möchte :-D

Die SuB-Entwicklung in der Übersicht:
20.05.2016: 222 Bücher (allererste Teilnahme bei dieser Aktion)
20.02.2017: 243 Bücher (absoluter SuB-Höchststand war im Januar 2017 mit 247 Büchern)
20.05.2017: 184 Bücher (nach der grossen Entrümpelung)
20.08.2022: 96 Bücher (definitiv im uHu-Bereich angekommen)
20.12.2022: 77 Bücher
20.12.2023: 61 Bücher
20.02.2024: 58 Bücher und 2 Bibliotheksbücher
20.10.2024: 70 Bücher
20.11.2024: 89 Bücher
01.01.2025: 90 Bücher
20.01.2025: 86 Bücher
20.02.2025: 82 Bücher
20.05.2025: 77 Bücher
30.06.2025: 69 Bücher
31.07.2025: 68 Bücher
20.08.2025: 67 Bücher
30.09.2025: 64 Bücher
20.10.2025: 66 Bücher
20.11.2025: 58 Bücher
20.12.2025: 61 Bücher...ups!!!
01.01.2026: 57 Bücher

20.01.2026: 46 Bücher
20.02.2026: 41 Bücher
30.04.2026: 36 Bücher

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!Gerade heute ist "Maikäferjahre" von Sarah Höflich hier eingezogen. Und dann hat Frauchen noch im Brocki zugegriffen und ein Buch von Irene erhalten. Im April hatten wir also bereits sechs Neuzugänge...

  • Die leeren Schränke - Annie Ernaux   (gebraucht gekauft, bereits gelesen, ZUR REZENSION)
  • Barbara stirbt nicht - Alina Bronsky   (gebraucht gekauft)
  • Rückkehr nach Crow Lake - Mary Lawson   (gebraucht gekauft)
  • Feuerprobe - Donna Leon   (gebraucht gekauft)
  • Kleine Monster - Jessica Lind   (von Irene bekommen)
  • Maikäferjahre - Sarah Höflich   (neu gekauft)
3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deiner Besitzerin gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Livia hat gestern "Griechischstunden" von Han Kang rezensiert. Gelesen hat sie es auf der Heimreise aus ihrem Verona-Urlaub am 18.04. innerhalb von wenigen Stunden. Wenn sie nur immer so konzentriert am Ball bleiben würde beim Lesen...
Das Buch ist im Januar hier eingezogen, lag also nicht lange auf meinem Stapel und es hat Frauchen sehr gut gefallen, wenn auch sie am Anfang ein wenig Zeit brauchte, um wirklich in der Geschichte anzukommen. 
Zur Rezension geht es HIER.


4. 
Liebe:r SuB, zeig uns Bücher weiblicher Autorinnen, deren Werke Dein:e Besitzer:in bislang gerne gelesen hat! 
Für Mai liegen gleich drei Bücher von Autorinnen hier, die Frauchen gerne gelesen hat. Das wären:

Und nun wünschen wir euch ganz eine gute Zeit und ein frohes Stöbern. Hinterlasst doch gerne den Link zu eurem Beitrag in den Kommentaren, dann kommen wir auf einen Gegenbesuch vorbei.

Alles Liebe
SuBrina (und Livia)

Rezension: Griechischstunden

Griechischstunden - Han Kang

Beschreibung des Verlages:
»Griechischstunden« erzählt die Geschichte zweier gewöhnlicher Menschen, die sich in einem Moment privater Angst begegnen. Han Kang hat einen schillernden Roman über die rettende Gnade der Sprache geschrieben.  
In einem Klassenzimmer in Seoul beobachtet eine junge Frau ihren Griechischlehrer. Sie versucht, zu sprechen, aber sie hat ihre Stimme verloren. Ihr Lehrer fühlt sich zu der stummen Frau hingezogen, denn er verliert von Tag zu Tag mehr von seinem Augenlicht. Bald entdecken die beiden, dass ein tiefer Schmerz sie verbindet. Sie hat in nur wenigen Monaten sowohl ihre Mutter als auch den Kampf um das Sorgerecht für ihren neunjährigen Sohn verloren. Für ihn ist es der Schmerz, zwischen Korea und Deutschland aufzuwachsen, zwischen zwei Kulturen und Sprachen hin- und hergerissen zu sein. Langsam entdecken die beiden ein tiefes Gefühl der Einheit, und ihre Stimmen überschneiden sich mit verblüffender Schönheit.

Inhalt:
Einer namenlosen Frau wird das Sorgerecht für ihren Sohn entzogen. Nur eine weitere Tragödie in ihrem erst so jungen Leben. Sie verstummt von einem Tag auf den anderen und beginnt, Altgriechisch zu lernen. Über das Erlernen dieser toten Sprache erobert sie sich den Zugang zu ihrer ganz persönlichen Sprache und Kommunikation zurück.
Ihr - ebenfalls namenloser - Griechischlehrer ist in Deutschland und Korea aufgewachsen, trägt zwei Identitäten und ein Geheimnis mit sich herum; er ist nämlich dabei, zu erblinden und möchte dies vor seinen Arbeitgebern verbergen. Die griechische Schrift, das Entdecken neuer Formulierungen in einer Sprache, die für sie beide eine Fremdsprache ist und das Wissen um den verborgenen Schmerz des Gegenübers verbindet die beiden.

Meine Meinung:
"Griechischstunden" hat mich auf der Heimreise von Verona begleitet und es ist das erste Buch der Autorin, bei dem ich kleine Startschwierigkeiten hatte. Nach einigen Seiten konnte ich aber so richtig in die Geschichte eintauchen und wurde mit einem sehr feinen Humor und einer sich zart entwickelnden Freundschaft - in allen Beschreibungen wird von einer Liebesgeschichte gesprochen, aber das halte ich für ein wenig vorschnell, schliesslich kommen sich die Figuren nur sehr sanft und zaghaft näher - und vielen kunstvoll verbundenen Rückblenden belohnt.

Schreibstil und Aufbau:
In ihren Romanen springt Han Kang immer mitten ins Geschehen und begleitet eine oder mehrere Figuren durch den Alltag, ohne sich mit einer Rahmenhandlung oder langer Vorrede aufzuhalten. Die Details liefert sie im Verlauf der Geschichte nach und so setzt sich Stück für Stück ein Gesamtkunstwerk zusammen. So ähnlich geschieht dies auch in "Griechischtunden". Und obwohl mir dieser Aufbau normalerweise keine Schwierigkeiten bereitet, so hatte ich doch anfangs Mühe, dem schnellen Wechsel der erzählenden Figur und zwischen erster und dritter Person zu folgen. Dann aber habe ich die beiden Figuren so richtig ins Herz geschlossen und hätte sie gerne noch länger durch ihren Alltag und auf ihrem zuerst sehr düsteren und dann immer hoffnungsvolleren Weg begleitet.

Meine Empfehlung:
Dieser komplexe Roman der Autorin muss sehr aufmerksam gelesen werden und dann erschliesst sich eine sehr poetische, tragisch-schöne Geschichte, die Mut macht und mit einem zarten Humor erzählt wird.

Weitere Empfehlungen für Bücher der Autorin:
Die Vegetarierin
Menschenwerk
Deine kalten Hände

Zusätzliche Infos:
Titel:
Deine kalten Hände
Originaltitel: 희랍어 시간 Zeit für Griechisch, hy-rab-ǒ si-gan
Autorin: Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für »Die Vegetarierin« wurde sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet, für »Menschenwerk« mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. 
Sprache: Deutsch
Aus dem Koreanischen von: Ki-Hyang Lee
Hardcover: 204 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
Veröffentlichung: 13.01.2026
ISBN: 978-3-7466-4192-8

Rezension: Die leeren Schränke

Die leeren Schränke - Annie Ernaux

Beschreibung des Verlages:

An einem Sonntag im Jahr 1961 sitzt die zwanzigjährige Literaturstudentin Denise Lesur in ihrem Zimmer und wartet – dass ihr Körper die Abtreibung vollzieht, die eine Engelmacherin im Verborgenen eingeleitet hat. Der gebildete, bourgeoise, selbstgewisse Marc hat Denise auf die Nachricht der Schwangerschaft hin direkt verlassen. Und das Milieu, das er verkörpert, hätte sich auch nie ganz in ihrem Körper beheimaten können. Während sie also wartet, denkt sie über ihre Kindheit und Jugend nach: Zerrissen zwischen dem Elternhaus – obgleich stolze Épicerie-Besitzer sind ihre Eltern den bescheidenen, ländlichen Verhältnissen der Herkunft nie wirklich entronnen – und den Mitschülerinnen jener besseren Schulen, auf die ihre guten Leistungen sie befördert hatten, fühlt sich Denise von beiden Seiten stets abgestoßen.
Vulgär und wütend, voller Ablehnung gegen die bürgerlichen Angepasstheiten – Annie Ernaux umkreist in Die leeren Schränke ein frühes einschneidendes Ereignis, das ihr gesamtes Leben prägen wird. Und erfindet dafür eine völlig neuartige, aufwühlende literarische Form.

Inhalt:
Direkt am Anfang des Buches wird bei der zwanzigjährigen Denise Lesur eine Abtreibung eingeleitet und dann springt die Ich-Erzählerin zurück in ihrer Erinnerung in ihre Kindheit und das Milieu, in dem sie aufgewachsen ist und das sie - bewusst und unbewusst - tief geprägt hat.
Denise Lesur wächst als Tochter einer Krämerin und eines Kneipenbesitzers in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Eltern arbeiten hart und Denise erlebt ihre Kindheit inmitten von Trunkenbolden und über den Ladentisch hinweg gerauntem Tratsch. Obwohl sie sich nicht damit auskennen, ermöglichen ihre Eltern ihr den Zugang zu einer höheren Bildung. Und Denise Lesur trägt dennoch eine riesige Wut auf ihr Elternhaus und ihre Herkunft in sich.

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Annie Ernaux, schon lange auf der Wunschliste und zufällig im Brocki gefunden, ist auch ihr Debütroman und wird definitiv nicht mein letztes Buch von ihr bleiben. Der raue, vulgäre, wütende Schreibstil hat mir extrem gut gefallen und ich konnte beim Lesen kaum glauben, dass Ernaux ihren Erstling vor über 50 Jahren veröffentlicht hat, so modern und aktuell wirkt die Geschichte.

Schreibstil und Handlung:
Ernaux lässt ihre Protagonistin zu Wort kommen und mitten aus ihrem Leben und von ihren intimsten und düstersten Gedanken erzählen. Sie verschmilzt mit ihrer Figur und zeigt ohne Wertung auf, welche Schwierigkeiten, welche Glaubenssätze und Widersprüche ihre Kindheit und Jugend geprägt haben. Ihre Erinnerungen wirken wie aus der Zeit gefallen und aktueller denn je zugleich und thematisieren ungeschönt ihr Aufwachsen im Arbeitermilieu, die Abscheu und Liebe für ihre Eltern sowie den Zorn auf ihr Elternhaus und die katholische Schule, welche sie besuchen musste.

Meine Empfehlung:
Ich freue mich schon sehr darauf, das weitere Werk der französischen Literaturnobelpreisträgerin zu entdecken und bin gespannt auf weitere Texte von Ernaux.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Die leeren Schränke
Originaltitel: Les armoires vides
Autorin: Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.
Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 218 Seiten
Sprache: Deutsch
Aus dem Französischen von: Sonja Finck
Verlag: Bibliothek Suhrkamp 1549
Erscheinungstermin: 26.09.2023
ISBN: 
978-3-518-22549-3

Rezension: Die magische Bibliothek der Buks. Das verrückte Orakel

Die magische Bibliothek der Buks. Das verrückte Orakel - Nina George, Jens J. Kramer und Hauke Kock

Reihenfinfos - Die magische Bibliothek der Buks:
1. Das verrückte Orakel
2. Das verfluchte Medaillon
3. Der Phantánasische Schlüssel

Beschreibung des Verlages:

Die Buks, das sind Buchschutzgeister, die versteckt in einer alten Villa leben. Ihre Aufgabe ist es, die Bücher ihrer Bibliothek zu bewahren, die es in der normalen Welt nicht mehr gibt. Allerdings sind die verbliebenen Bücher in großer Gefahr, sie sind von einer scheinbar unheilbaren Krankheit befallen. Als das Verrückte Orakel prophezeit, dass Menschenkinder die Rettung bringen werden, staunen die Buks nicht schlecht. Und tatsächlich tauchen Finn, Nola, Mira und Thommy in der magischen Bibliothek auf und bringen das geordnete Leben der Buks ordentlich durcheinander.

Inhalt:
In einer dystopischen Zukunft sind Bücher, Träume und Wünsche verboten. Kinder lernen von Tablets, schlagen vorgezeichnete Laufbahnen ein und werden Tag und Nacht überwacht. Bei einem verbotenen Streifzug finden Finn, Mira, Nola und Thommy ein verlassenes Haus und eine geheime Bibliothek, die von Buks bewohnt wird. Buks sind Buchschutzgeister, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben, die verbliebenen Bücher vor den Menschen und einer immer stärker um sich greifenden Buchkrankheit zu bewahren. Ein Wettrennen gegen die Zeit und das Ministerium beginnt.

Meine Meinung:
Wenn mir die Reihe nicht empfohlen worden wäre, hätte ich mich nie in die wunderbare Welt der Buks begeben. Und was hätte ich verpasst! Im ersten Band der Reihe sind mir ganz viel Magie, Freundschaft, jugendlicher Mut und Gesellschaftskritik begegnet. Schliesslich leben auch wir in einer Welt, in der Bücher an Macht zu verlieren scheinen und in der es bereits jetzt Kinder gibt, die kein kritisches Denken mehr lernen. Das Buch ist aber alles andere als ein erhobener Zeigefinger. Vielmehr ist es eine Liebeserklärung an das Lesen.

Schreibstil und Aufbau:
Die magische Welt in der die vier Kinder leben, unterscheidet sich kaum von unserer. Nur liegt sie in einer Zukunft, in der es kein freies Denken und Träumen mehr gibt und in der ein Ministerium alle Menschen auf Schritt und Tritt überwacht. Diese düstere Ausgangslage wird aber stets mit vielen hoffnungsvollen Lichtblicken, mutigen Ideen und dem Zauber der Freundschaft durchbrochen.

Meine Empfehlung:
Ich habe diesen ersten Band der Reihe mit grossem Vergnügen gelesen und bin tief in die extrem spannende und wunderschön erzählte und illustrierte Geschichte eingetaucht. Die weiteren Bände werde ich mir auf jeden Fall auch kaufen.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Die magische Bibliothek der Buks. Das verrückte Orakel
Autorin: Die mehrfach ausgezeichnete internationale Bestsellerautorin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld, schreibt seit 1992 Romane, Sachbücher, Essays, Reportagen, Kurzgeschichten, Blogs und Kolumnen. Ihr Roman Das Lavendelzimmer wurde in 36 Sprachen übersetzt und eroberte weltweit die Charts, so etwa die New York Times-Bestsellerliste in den USA. Sie lebt in Berlin und in der Bretagne. Seit Juni 2019 ist Nina George Präsidentin des European Writers’ Council, dem Dachverband von 46 europäischen Schriftstellerinnen- und Schriftstellerverbänden.
Autor: Jens J. Kramer, Jahrgang 1957, studierte in Berlin Ethnologie und Publizistik. 1999 debütierte er mit einem historischen Roman über das koloniale Afrika (Die Stadt unter den Steinen), dem zwei weitere folgten (Das Delta, Der zerrissene Schleier). Als Jo Kramer schrieb er romantische Komödien, als Mike Schulz Krimikomödien und zusammen mit seiner Ehefrau, der Bestsellerautorin Nina George, ist er Jean Bagnol, der Erfinder des provenzalischen Ermittlers „Commissaire Mazan“. Zuletzt erschien von ihm Johannas Rache, Droemer, 2020. Kramer ist seit 2017 Vorsitzender des SYNDIKAT e.V.
Illustrator: Hauke Kock ist als Kind in ein Fass voller Tusche gefallen und kann seitdem nicht mehr aufhören zu zeichnen. Folgerichtig macht er aus der Not eine Tugend und wird Illustrator und Autor. Neben unzählig bebilderten Büchern für Klein und Groß, Spielen und allerlei anderen Projekten mit Illustrationsbedarf, traut sich der gebürtige Schleswig-Holsteiner ab und zu aus der Komfortzone und versucht sich an einem Marathonlauf.  Weitere Kalamitäten unter: www.haukekock.de www.haukekock-fantasyart.com
Hardcover: 384 Seiten
Verlag: Thienemann 
Erschienen am: 27.07.2024 
ISBN: 978-3-522-50822-3

Rezension: Die Liebhaber

Die Liebhaber - Anne B. Ragde

Reiheninfos:
1. Das Lügenhaus
2. Einsiedlerkrebse
3. Hitzewelle
4. Sonntags in Trondheim
5. Die Liebhaber

6. Rückkehr

Beschreibung des Verlages:
Die 40-jährige Torunn Neshov hatte bisher wenig Glück in der Liebe, und auch beruflich lief es nicht wirklich rund. Doch als die ehemalige Tierpflegerin sich entscheidet, den langsam verfallenden Bauernhof ihrer Familie zu übernehmen und in das dümpelnde Bestattungsunternehmen ihres Onkels einzusteigen, nimmt ihr Leben Fahrt auf. Sie mistet gründlich aus und zwar in jeder Hinsicht. Das gefällt nicht jedem. Aber Torunn ist hartnäckig und hat ein Händchen für schwierige Fälle, auch wenn es um die Liebe geht ...

Inhalt:
Torunn nimmt sich als Anerbin des alten Neshov-Hofs an und findet ihre Berufung als Lernende im Bestattungsunternehmen ihres Onkels Margido. Gleichzeitig richtet Erlend die neue Familienvilla in Dänemark ein und kämpft mit den Launen seines Diät haltenden Mannes. 
Im Altersheim lebt sich Tormod so langsam in seinem Zimmer ein und freut sich über die häufigen Besuche von Torunn und erinnert sich dabei an eine verbotene Liebe aus seiner Jugend.

Meine Meinung:
Zuerst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass der Klappentext auch bei diesem Band auf eine sehr unpassende und komplett verfälschende Art zu suggerieren versucht, dass es bei der Reihe vor allem um Torunns Liebesleben gehen soll. Dies ist aber überhaupt nicht der Fall, vielmehr werden die verschiedenen Mitglieder der Neshov-Familie durch ihren oft ein wenig düsteren, von Lügen und Schuld geprägten und dadurch einfach irgendwie trostlosen Alltag begleitet. Die Reihe ist spannend, berührend und lebt von einem feinen Humor und Figuren, die versuchen, immer wieder das beste aus herausfordernden Situationen zu machen. In diesem Band gelingt es Torunn sogar zum ersten Mal, ein wenig Farbe in ihr Leben zu bringen und zwar wortwörtlich; sie beginnt nämlich, die Gästezimmer des Neshov-Hofes zu renovieren und in verschiedenen Farben einzurichten.

Meine Empfehlung:
Das Buch hat mich begeistert und berührt und vor allem das Ende hielt wieder einige Überraschungen für mich bereit, die mich auch ziemlich mitgenommen haben. Der sechste und letzte Band der Reihe liegt schon bereit und ich werde ihn wahrscheinlich im Mai lesen. Natürlich möchte ich gerne erfahren, wie alles ausgeht, aber gleichzeitig habe ich die Familie Neshov - mit all ihren Unzulänglichkeiten - so richtig ins Herz geschlossen und möchte eigentlich nicht, dass die Geschichte endet.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Liebhaber
Originaltitel: 
Liebhaberne
Autorin: Anne B. Ragde wurde 1957 im westnorwegischen Hardanger geboren. Sie ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Autorinnen Norwegens und wurde mehrfach ausgezeichnet. Mit ihren Romanen »Das Lügenhaus«, »Einsiedlerkrebse« und »Hitzewelle« gelang ihr einer der größten norwegischen Bucherfolge aller Zeiten. Nachdem Anne B. Ragde zunächst angekündigt hatte, die Lügenhaus-Serie nicht weiterzuschreiben, erscheint nach »Sonntags in Trondheim« und »Die Liebhaber« mit »Rückkehr« das große Finale der auch in Deutschland gefeierten Buchserie.
Hardcover mit Schutzumschlag: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Aus dem Norwegischen von: Gabriele Haefs
Verlag: btb Verlag
Erscheinungsjahr der Erstausgabe: 2017
ISBN: 978-3-442-75786-2

Rezension: Krawall und Kekse

Krawall und Kekse - Shirley Jackson

Beschreibung des Verlages:

Neben ihrem Talent für das Schaurige war die große amerikanische Autorin Shirley Jackson bekannt für die absurdkomische Betrachtung ihres Lebens als Ehefrau und Mutter von vier Kindern in einem baufälligen Herrenhaus in Vermont. In Krawall und Kekse, das erstmals 1953 erschien, hadert sie mit liegen gebliebenen Autos, Haushaltshilfen, die nicht wiederkommen, und einem selbstvergessenen Ehemann, der mit seinen Nachkommen erst etwas zu tun haben will, wenn sie lesen und schreiben können. Auch die altklugen Kinder tanzen ihr auf der Nase herum: Sohn Laurie erfindet einen aufmüpfigen Klassenkameraden, dem er seine eigenen Streiche anhängt. Tochter Jannie geht nirgends hin ohne ihre Puppen-Entourage, Baby Sally isst eine Spinne und grinst triumphierend. Dieses Buch ist ein zeitloses Lesevergnügen, das unterschwellig damalige wie gegenwärtige Rollenverhältnisse aufs Korn nimmt.

Inhalt:
Die Protagonistin dieses Buches ist Mutter und Autorin, manchmal hat sie die Kontrolle über ihren Alltag und manchmal entgleitet ihr jegliche Ordnung. Eines ihrer Kinder hat selber mehrere imaginäre Kinder, ein anderes macht einen erfunden Klassenkameraden für seine eigenen Streiche verantwortlich, eines lernt gerade laufen und weitere Kinder werden im Verlauf der Geschichte geboren und in das Alltagschaos integriert.
Eine Nebenfigur in der Erzählung ist das Haus, in der die Familie wohnt. Dem Nachwort habe ich entnehmen können, dass in den Schaureromanen der Autorin ebenfalls Häuser zum Schauplatz und sogar fast zur Hauptfigur stilisiert werden, eine spannende Parallele zum anderen Genre der Autorin.

Meine Meinung:
Das Buch habe ich in einer Adventsverlosung gewonnen und darüber habe ich mich riesig gefreut, weil ich schon lange einmal ein Buch von Jackson lesen wollte. Von der ersten Seite an war ich mitten im Familienchaos angekommen und habe der Protagonistin, die - wohl absichtlich - eher eindimensional blieb gerne über die Schulter geschaut. Besonders gut gefallen hat mir, dass sehr viele äusserst turbulente Familienszenen im Buch zusammengefunden haben. Die einzelnen Kapitel wirken lose zusammenhängend und beim Lesen des Nachwortes habe ich erfahren, dass viele der Texte einzeln in Magazinen erschienen sind und dann für dieses Buch als quasi zusammenhängende Geschichte bearbeitet worden sind.
Jackson, die vor allem für ihre Schauerromane bekannt ist, hat mit ihren humorvoll-kritischen Büchern rund um Familienthemen ebenfalls einen Nerv der damaligen Zeit getroffen und tief in Themen blicken lassen, die andere Menschen nur hinter verschlossenen Türen erlebt haben. 

Schreibstil und Aufbau:
Die Familienszenen haben mich in ein anderes Jahrhundert versetzt und die Rollenbilder der 1950-er ziehen sich durch das ganze Buch hindurch. Der Mann unterstützt seine - für die Zeit eher moderne und selbstständig als Schriftstellerin arbeitende - Frau zwar, zieht sich aber oft aus dem Alltagschaos zurück und bleibt während der ganzen Erzählung eher im Hintergrund. Die Protagonistin erzählt aus der Ich-Perspektive und blickt eher neutral auf ihre Kinder und ihre Rolle als Hausfrau und selbstständige Schriftstellerin, die extrem schrägen und humorvollen Szenen sowie die eher kurz gehaltenen Abschnitte haben mich aber wunderbar unterhalten.

Meine Empfehlung:
Nach den sehr unterhaltsamen und auch atmosphärischen Texten hat das Nachwort der Übersetzerin Nicole Seifert mir noch einmal eine ganz andere Perspektive auf das Buch geschenkt und dieses Gesamtkonzept hat mich begeistert und überzeugt und vor allem auf weitere Werke der Autorin neugierig gemacht.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Krawall und Kekse
Originaltitel: Life Among the Savages
Autorin: Shirley Jackson, 1916 in San Francisco geboren, arbeitete nach dem Studium für den ›New Yorker‹. Die 1948 dort erschienene Kurzgeschichte ›The Lottery‹ machte sie schlagartig berühmt, ihr erster Roman ›The Road Through the Wall‹ erschien im selben Jahr. Jacksons Werk wird vor allem dem Horrorgenre zugerechnet, zu den bekanntesten Büchern zählen die mehrfach verfilmten Romane ›Spuk in Hill House‹ und ›Wir haben schon immer im Schloss gelebt‹. Zu Lebzeiten war Shirley Jackson auch als Chronistin ihres Familienlebens bekannt. ›Krawall und Kekse‹ erschien 1953 in den USA und wurde ein landesweiter Bestseller. Die deutsche Ausgabe offenbart nicht nur Jacksons großes Erzähltalent, sie rückt nun auch hierzulande die beeindruckende Person Shirley Jackson in den Fokus – eine Frau, die entgegen den Widerständen ihrer Zeit in den Rollen als Mutter von vier Kindern, Ehefrau und zugleich als Autorin von 17 Büchern brillierte. Auf die Frage, wie sie das geschafft habe, sagte sie in einem Interview einmal: »Das frage ich mich auch.« Shirley Jackson starb 1965 im Alter von 48 Jahren.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von: Nicole Seifert
Hardcover mit Schutzumschlag: 256
Verlag: 
Arche Literatur Verlag AG
Ersterscheinung: 21.09.2022
ISBN: 978-3-7160-2816-2

Challenge: Autorinnen - Nobelpreis für Literatur und Deutscher Buchpreis

Hallo ihr Lieben

Vielleicht kommt euch der Titel dieses Posts bekannt vor, weil ihr schon bei Melli darüber gestolpert seid :-D Melli hat sich nämlich vorgenommen, Bücher aller Autorinnen und nonbinären Personen zu lesen, die den Literaturnobelpreis gewonnen haben sowie die Titel, welche den Deutschen Buchpreis gewonnen haben oder beim Deutschen Buchpreis auf der Long- oder Shortlist standen. Ich finde die Idee so gut, dass ich mich Melli anschliessen möchte. Daraus mache ich für mich eine zeitlich unbegrenzte Challenge.

Untenstehend findet ihr alle Namen und Titel und ich habe mir eine Challenge-Liste gebastelt, in der ihr alle meine Fortschritte sehen könnt. Schaut doch direkt einmal HIER vorbei, ich habe nämlich die bereits gelesen Bücher schon erfasst und auch einige Rezensionen verlinkt.

Nobelpreis für Literatur 

1909 Selma Lagerlöf
1926 Grazia Deledda
1928 Sigrid Undset
1938 Pearl S. Buck 
1945 Gabriela Mistral
1966 Nelly Sachs
1991 Nadine Gordimer
1993 Toni Morrison 
1996 Wisława Szymborska 
2004 Elfriede Jelinek
2007 Doris Lessing
2009 Herta Müller
2013 Alice Munro
2015 Swetlana Alexijewitsch
2018 Olga Tokarczuk
2020 Louise Glück
2022 Annie Ernaux
2024 Han Kang 

 

Deutscher Buchpreis

2005

Shortlist
Gila Lustiger: So sind wir
Friederike Mayröcker: Und ich schüttelte einen Liebling

Longlist
Ulrike Draesner: Spiele
Evelyn Grill: Vanitas oder Hofstätters Begierden
Marion Poschmann: Schwarzweißroman
 
 

2006

Gewinnerin
Katharina Hacker: Die Habenichtse

Longlist
Felicitas Hoppe: Johanna
Judith Kuckart: Kaiserstraße
Sibylle Lewitscharoff: Consummatus
 

2007

Gewinnerin
Julia Franck: Die Mittagsfrau
 

Shortlist
Katja Lange-Müller: Böse Schafe
 

Longlist
Larissa Boehning: Lichte Stoffe
Lena Gorelik: Hochzeit in Jerusalem
Sabine Gruber: Über Nacht

2008

Shortlist
Iris Hanika: Treffen sich zwei 

Longlist
Karen Duve: Taxi
Olga Flor: Kollateralschaden
Judith Kuckart: Die Verdächtige

2009

Gewinnerin
Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht

Shortlist
Herta Müller: Atemschaukel

Longlist
Sibylle Berg: Der Mann schläft
Anna Katharina Hahn
: Kürzere Tage
Brigitte Kronauer: Zwei schwarze Jäger
Terézia Mora: Der einzige Mann auf dem Kontinent
Angelika Overath: Flughafenfische

2010

Gewinnerin
Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf

Shortlist
Judith Zander: Dinge, die wir heute sagten

Longlist
Alina Bronsky: Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche
Nino Haratischwili: Juja
Mariana Leky: Die Herrenausstatterin
Olga Martynova: Sogar Papageien überleben uns

2011

Shortlist
Angelika Klüssendorf: Das Mädchen
Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg
Marlene Streeruwitz
: Die Schmerzmacherin

Longlist
Esther Kinsky: Banatsko
Doris Knecht: Gruber geht
Astrid Rosenfeld: Adams Erbe
Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe
Antje Rávic Strubel
: Sturz der Tage in die Nacht
 

2012

Gewinnerin
Ursula Krechel: Landgericht

Longlist
Jenny Erpenbeck: Aller Tage Abend
Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte
Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt
Dea Loher
: Bugatti taucht auf
Angelika Meier: Heimlich, heimlich mich vergiss
 

2013

Gewinnerin
Terézia Mora – Das Ungeheuer

Shortlist
Marion Poschmann: Die Sonnenposition
Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como

Longlist
Judith Kuckart: Wünsche
Dagmar Leupold: Unter der Hand
Nellja Veremej: Berlin liegt im Osten

2014

Shortlist
Angelika Klüssendorf: April
Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling

Longlist
Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt
Esther Kinsky: Am Fluss
Marlene Streeruwitz: Nachkommen

2015

Shortlist
Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen
Inger-Maria Mahlke
: Wie Ihr wollt
Monique Schwitter: Eins im Andern

Longlist
Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe
Valerie Fritsch: Winters Garten
Gertraud Klemm: Aberland
Anke Stelling: Bodentiefe Fenster
Christine Wunnicke: Der Fuchs und Dr. Shimamura

2016

Shortlist
Eva Schmidt: Ein langes Jahr

Longlist
Katja Lange-Müller: Drehtür
Dagmar Leupold: Die Witwen
Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder
Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch
Anna Weidenholzer: Weshalb die Herren Seesterne tragen

2017

Shortlist
Marion Poschmann: Die Kieferninseln
Sasha Marianna Salzmann
: Außer sich

Longlist
Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede!
Birgit Müller-Wieland: Flugschnee
Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo
Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen
Christine Wunnicke: Katie

2018

Gewinnerin
Inger-Maria Mahlke: Archipel

Shortlist
María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten
Nino Haratischwili: Die Katze und der General
Susanne Röckel: Der Vogelgott

Longlist
Carmen-Francesca Banciu: Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!
Susanne Fritz: Wie kommt der Krieg ins Kind
Franziska Hauser: Die Gewitterschwimmerin
Helene Hegemann: Bungalow
Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen
Angelika Klüssendorf: Jahre später
Gianna Molinari: Hier ist noch alles möglich
Christina Viragh
: Eine dieser Nächte

2019

Shortlist
Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land
Miku Sophie Kühmel
: Kintsugi
Jackie Thomae: Brüder

Longlist
Nora Bossong
: Schutzzone
Andrea Grill: Cherubino
Karen Köhler: Miroloi
Angela Lehner: Vater unser
Katerina Poladjan
: Hier sind Löwen
Lola Randl: Der Große Garten
Eva Schmidt: Die untalentierte Lügnerin
Marlene Streeruwitz: Flammenwand
 

2020

Gewinnerin
Anne Weber: Annette, ein Heldinnenepos

Shortlist
Dorothee Elmiger: Aus der Zuckerfabrik
Deniz Ohde: Streulicht
Christine Wunnicke: Die Dame mit der bemalten Hand

Longlist
Helena Adler: Die Infantin trägt den Scheitel links
Birgit Birnbacher: Ich an meiner Seite
Valerie Fritsch
: Herzklappen von Johnson & Johnson
Eva Sichelschmidt: Bis wieder einer weint
Olivia Wenzel: 1000 Serpentinen Angst
Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt
 

2021

Gewinnerin
Antje Rávik Strubel: Blaue Frau

Shortlist
Monika Helfer: Vati
Mithu Sanyal: Identitti

Longlist
Shida Bazyar: Drei Kameradinnen
Dana Grigorcea: Die nicht sterben
Dilek Güngör: Vater und ich
Felicitas Hoppe: Die Nibelungen
Yulia Marfutova: Der Himmel vor hundert Jahren
Sasha Marianna Salzmann: Im Menschen muss alles herrlich sein

2022

Gewinner:in
Kim de l’Horizon: Blutbuch  

Shortlist
Fatma Aydemir: Dschinns
Kristine Bilkau
: Nebenan
Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter  

Longlist
Theresia Enzensberger: Auf See
Marie Gamillscheg: Aufruhr der Meerestiere
Yael Inokai: Ein simpler Eingriff
Anna Kim
: Geschichte eines Kindes
Esther Kinsky: Rombo
Dagmar Leupold: Dagegen die Elefanten!
Gabriele Riedle: In Dschungeln. In Wüsten. Im Krieg.
Anna Yeliz Schentke: Kangal

2023

Shortlist
Terézia Mora: Muna oder Die Hälfte des Lebens
Necati Öziri: Vatermal
Anne Rabe: Die Möglichkeit von Glück
Sylvie Schenk: Maman
Ulrike Sterblich: Drifter

Longlist
Raphaela Edelbauer: Die Inkommensurablen
Elena Fischer: Paradise Garden
Charlotte Gneuß
: Gittersee
Angelika Klüssendorf: Risse
Angelika Overath: Unschärfen der Liebe
Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert
Kathrin Röggla
: Laufendes Verfahren

2024

Gewinnerin
Martina Hefter: Hey guten Morgen, wie geht es dir? 

Shortlist
Maren Kames: Hasenprosa
Ronya Othmann: Vierundsiebzig
Iris Wolff: Lichtungen

Longlist
Nora Bossong: Reichskanzlerplatz
Zora del Buono: Seinetwegen
Daniela Krien: Mein drittes Leben
Ulla Lenze: Das Wohlbefinden
Mithu Sanyal: Antichristie
Stefanie Sargnagel: Iowa
Dana von Suffrin: Nochmal von vorne
Ruth-Maria Thomas: Die schönste Version
Doris Wirth: Findet mich

2025

Gewinnerin
Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen 

Shortlist
Jehona Kicaj: ë
Fiona Sironic: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft
Christine Wunnicke: Wachs
 

Longlist
Kathrin Bach: Lebensversicherung
Nava Ebrahimi: Und Federn überall
Annett Gröschner: Schwebende Lasten
Jina Khayyer: Im Herzen der Katze
Jacinta Nandi
: Single Mom Supper Club
Gesa Olkusz: Die Sprache meines Bruders
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters
Lina Schwenk: Blinde Geister

Lese-Statistik März 2026

Hallo zusammen

Hinter mir liegt ein sehr voller und auch anstrengender März. Ich hatte viele Proben und Konzerte, Termine an der Musikschule und war generell fast immer unterwegs. Obwohl ich die vielen Auftritte geniessen konnte und zudem noch eine wundervolle Trauerfeier an einem ganz besonderen Ort umrahmen durfte, was mich immer sehr berührt und ehrt und obwohl ich sogar selber auch noch einige Konzerte besuchen und viele schöne Stunden mit lieben Menschen verbringen konnte, war dieser Monat auch für meine Verhältnisse wirklich zu voll. Deshalb habe ich mich auch nicht ganz so ausführlich auf euren Blogs umgesehen, wie ich das gerne getan hätte. Aber das hole ich in den kommenden Tagen nach.
Ich freue mich jetzt nämlich schon sehr darauf, dass es ab Montag ein wenig ruhiger wird und dass ich mich aufgrund der unterrichtsfreien Zeit komplett auf die Vorbereitung für ein grosses Orchesterprojekt konzentrieren und Mitte April sogar noch ein paar Tage Urlaub geniessen kann.
Ich hatte das Gefühl, kaum eine Seite gelesen zu haben, aber im März ist trotzdem ein schöner Stapel zusammengekommen. Vor allem Unterhaltung und Romantik haben mich auf meinen vielen Zugreisen begleitet. Und wer weiss, vielleicht kann ich im April sogar noch die eine oder andere Seite mehr lesen. 
Im März sind übrigens auch einige Bücher hier eingezogen, geliehen Bücher, ein Geschenk, neu gekaufte Bücher und Bücherschrankfunde...da war irgendwie alles dabei. Aber ich freue mich schon darauf, diese neuen Schätze bald für mich zu entdecken und bin schon ganz gespannt darauf, was mich zwischen den vielen Buchdeckeln erwartet.
Zuerst aber blicke ich noch einmal zurück auf meinen buchigen März.

Gelesen und rezensiert im März:

Wichtiges und intensives Buch, das Rassismus und auch den Mut, für sich einzustehen, thematisiert


Wunderschöne Landschaften, grandioser Beginn, tolle Idee, aber zu viel Hin und Her und Missverständnisse


Intensive Themen (TW in der Rezension beachten), Aufwachsen in den 90ern als Frau, wichtig und bewegend


Poetisch und voller Sprachkunst erzählt, ein Gedicht in Buchform, eine Liebeserklärung an die Musik


Auch der 8. Band der Reihe hat mich begeistert und mit liebevoll erzählten Figuren und tollem Plot überzeugt


Leichte Lektüre, süsses Handlung rund um einen Keksladen, eher platte Figuren und vorhersehbar


Schräge konstruierte aber sehr lustige Geschichte, dafür nicht so berührend wie "Der Sommer der Blaubeeren"


Berührender und sehr tragisch-komischer zweiter Teil der Reihe "Alle Toten fliegen hoch"


Alle Rezensionen und Seitenzahlen:

I Capture The Castle - Dodie Smith   (abgebrochen nach 40 Seiten)
Zusammenkunft - Natasha Brown   (113 Seiten)
21 Tage zum Verlieben - Lia Louis   (432 Seiten)
Die schönste Version - Ruth-Maria Thomas   (272 Seiten)
Walzer für Niemand - Sophie Hunger   (192 Seiten)
Der geheimnisvolle Fall der Braut - Oliver Schlick   (304 Seiten)
A Year at Castle Court - Holly Hepburn   (496 Seiten)
Mein Glück in deinen Händen - Mary Simses   (400 Seiten)
Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war - Joachim Meyerhoff   (352 Seiten)

Neuzugänge:

Wut und Liebe - Martin Suter   (hat mir eine Freundin geliehen)
Insomnia. Nachtgedanken - Ivo Andrić   (Rezensionsexemplar aus dem btb-Verlag)
Die Liebhaber - Anne B. Ragde   (neu gekauft)
Die magische Bibliothek der Buks - Nina George und Jens J. Kramer   (neu gekauft)
Mini Horror - Barbi Marković   (neu gekauft)
Zwei Leben - Ewald Arenz   (Bücherschrankfund)
Der geheimnisvolle Fall der Braut - Oliver Schlick   (neu gekauft)
Sternflüstern - Paula Carlin   (Geschenk von Andrea)

Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 8
Abgebrochene Bücher: 1
Ungelesen aussortierte Bücher: -
Gelesene Seiten:  Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: Seiten
Bücher von Autorinnen: 
Bücher von Autoren: 
Autor*innenduos (oder Gruppen): 
Geschenkt bekommene Bücher: 1
Ausgeliehen: 1
Buchgewinn: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: 1
Neu gekaufte Bücher: 4
Gebraucht gekaufte Bücher: 
Eingesammelte Bücher: 1
Bibliotheksbücher: -
Gesamte Neuzugänge: 8
SuB am Monatsbeginn: 38
Aktueller SuB: 36
Differenz: - 2

Rezension: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war - Joachim Meyerhoff

Reiheninfos "Alle Toten fliegen hoch":
1. Amerika
2. Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
3. Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
4. Die Zweisamkeit der Einzelgänger
5. Hamster im hinteren Stromgebiet
6. Man kann auch in die Höhe fallen 

Beschreibung des Verlages:
Ist das normal? Zwischen Hunderten von körperlich und geistig Behinderten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzuwachsen? Der junge Held in Joachim Meyerhoffs zweitem Roman kennt es nicht anders – und mag es sogar sehr. Sein Vater leitet eine Anstalt mit über 1.200 Patienten, verschwindet zu Hause aber in seinem Lesesessel. Seine Mutter organisiert den Alltag, hadert aber mit ihrer Rolle. Seine Brüder widmen sich hingebungsvoll ihren Hobbys, haben für ihn aber nur Häme übrig. Und er selbst tut sich schwer mit den Buchstaben und wird immer wieder von diesem großen Zorn gepackt. Glücklich ist er, wenn er auf den Schultern eines glockenschwingenden, riesenhaften Insassen übers Anstaltsgelände reitet.
Joachim Meyerhoff erzählt liebevoll und komisch von einer außergewöhnlichen Familie an einem außergewöhnlichen Ort, die aneinander hängt, aber auseinandergerissen wird. Und von einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz zum 40. Geburtstag, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?
Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten produziert.

Inhalt:

Joachim ist noch ein Kind, als er seinen ersten Toten sieht und dieses Erlebnis macht ihn kurzzeitig zum Helden seiner Schule. Er wächst inmitten des Geländes einer Kinder- und Jugendpsychiatrie als jüngster Sohn deren Direktors auf. Begegnungen mit Patientinnen und Patienten sind an der Tagesordnung und die Schreie, die er beim Einschlafen aus den Zimmern der Psychiatrie hört, gehören für ihn zur Normalität. Auch seine ihm ganz eigene Wut, die Liebe zum Familienhund und ausgeklügelte Pläne, um seinen Willen auch als jüngstes Kind durchzusetzen, prägen seinen Alltag.
Dieser zweite Band der Reihe erzählt eine Kindheit, die im ersten Band der Reihe bereits vorbei ist und steuert auf eine Tragödie zu, die wir ebenfalls aus dem ersten Band kennen. Es erstaunt also nicht, dass sich der Skurrilität sowie den freudigen, überschwänglichen Erinnerungen zum Trotz eine tiefe Traurigkeit und Melancholie durch den gesamten Roman ziehen.

Meine Meinung:
Eine Kindheit inmitten von körperlich und geistig behinderten Menschen, die sicher keine moderne Pflege erhalten und oft sediert, verwahrlost und vereinsamt in einer Ecke sitzen oder über das Gelände der Psychiatrie streunern, sind für ein mitten in diesem Chaos aufwachsendes Kind ganz sicher ein spannendes Umfeld. Gemeinsam mit unserem Ich-Erzähler erleben wir die komischsten Situationen aus seinem Alltag und seiner Schulzeit und kommen der Dynamik der Beziehung seiner Eltern sowie den aus heutiger Sicht menschenunwürdigen Zuständen der in der Psychiatrie lebenden Menschen auf die Schliche.
Was als eine bunt schillernde, aus dem vollen Leben gegriffene Erzählung beginnt, kippt mehr und mehr ins Melancholische. Verlust und Sehnsucht prägen die Jugend und das frühe Erwachsenenalter unseres Protagonisten und beim Lesen hat auch mich eine grosse Verlorenheit ergriffen. Irgendwie tröstet es mich, dass ich den letzten und versöhnlichen Abschlussband der Reihe bereits gelesen habe und nun freue ich mich um so mehr auf die weiteren Entwicklungen in den nächsten drei Bänden.

Meine Empfehlung:
Auch der zweite Band der Reihe ist ein berührendes, humorvolles und immer wieder überraschendes Meisterwerk der Autofiktion. Was am Ende alles der Wahrheit entspricht ist dabei komplett irrelevant, schliesslich resultiert dabei eine grossartige Geschichte, die mich neugierig gemacht hat auf die weiteren Bände.

Zusätzliche Infos:
Titel: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
Autor: Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, hat als Schauspieler an verschiedenen Theatern gespielt, unter anderem am Burgtheater in Wien, am Schauspielhaus in Hamburg, an der Berliner Schaubühne und den Münchner Kammerspielen. Dreimal wurde er für seine Arbeit zum Schauspieler des Jahres gewählt. 2011 begann er mit der Veröffentlichung seines mehrteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch«. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch
Erscheinungstermin:  08.01.2015   
ISBN: 978-3-462-04681-6

Rezension: Mein Glück in deinen Händen

Mein Glück in deinen Händen - Mary Simses

Beschreibung des Verlages:

Sara und ihre Schwester Mariel waren nie ein Herz und eine Seele. Doch als sich Mariel Hals über Kopf in Saras Freund Carter verliebt – und er sich in sie – herrscht endgültig schlechte Stimmung. Dass nun ihre Schwester ihre große Liebe heiraten wird, trifft die sonst so erfolgreiche Frau schwer. Aus verletztem Stolz kommt ihr nur eine Idee: Den schönsten Tag der beiden etwas sabotieren und ganz nebenbei Carters Herz zurückerobern. Aber ein gebrochenes Herz ist kein guter Ratgeber, und manchmal ist es vielleicht gut, nicht zu bekommen, was man will, denn eventuell wartet schon etwas viel Besseres an der nächsten Ecke …

Inhalt:
Vor achtzehn Monaten hat sich Saras Freund Carter in Saras Schwester Mariel verliebt und seit dann spricht Sara nicht mehr mit ihrer Schwester. Nun wollen Mariel und Carter sogar heiraten und Saras Mutter lockt ihre Töchter unter einem Vorwand in die alte Heimat, in der Hoffenung, dass sich die beiden Frauen miteinander versöhnen. Doch Sara hat ganz andere Dinge im Sinn. Sie will die Hochzeit ruinieren und Carter erneut von sich überzeugen.

Meine Meinung:
Vor einigen Jahren habe ich "Der Sommer der Blaubeeren" und "Der Sommer der Sternschnuppen" von Mary Simses gelesen. "Der Sommer der Blaubeeren" hat mir sogar so gut gefallen, dass ich es ein wenig bereue, dass ich dieses Buch irgendwann einmal weiterverschenkt habe. Seit Ewigkeiten stand "Mein Glück in deinen Händen" auf meiner Wunschliste und deshalb musste es unbedingt mit, als es mir in einem Bücherschrank aufgefallen ist. 
Die Sprache ist leicht und unterhaltsam, der Plot erinnert an eine Hollywood-Komödie aus den 1990ern - zum Beispiel "Die Hochzeit meines besten Freundes" - und wer eine sehr realitätsnahe Handlung erwartet, ist mit dem Buch definitiv falsch beraten. Es ist allerdings äusserst unterhaltsam erzählt und ein abenteuerliches Ereignis jagt das nächste. Die Figuren haben mich zwar nicht komplett für sich eingenommen und auch die Gefühle blieben ein wenig auf der Strecke, dafür punktet das Buch mit einer äusserst kreativen Verkettung absolut skurriler Szenen.

Schreibstil und Aufbau:
Die Schwestern Sara und Mariel wirkten leider wie zwei dreissigjährige Teenager, zu ihrer Verteidigung muss ich aber sagen, dass ihr kindisches Verhalten leider keine Überraschung ist, wenn man sich ansieht, wie ignorant und bevormundend sich ihre Mutter ihnen gegenüber verhält.
Bestens unterhalten hat mich aber die Nebenhandlung, in dem Sara gemeinsam mit einem schönen Fremden ein Kunstwerk aus Pappmaché retten will und dabei sogar ins Visier von polizeilichen Ermittlungen gerät. Dieser Handlungsstrang hätte für mein Empfinden sogar noch viel mehr Raum einnehmen dürfen, weil er die absolut unnötigen Streitereien zumindest ein wenig wettgemacht hat.

Meine Empfehlung:
Mein drittes Buch von Mary Simses hat mich leider nicht so berührt und überzeugt wie ihre anderen Romane. Unterhaltsam war es aber allemal. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Mein Glück in deinen Händen
Originaltitel: The Wedding Thief
Autorin: Mary Simses studierte Journalismus und Jura. Sie arbeitete zunächst als Anwältin und gab sich nur nach Feierabend ihrer Leidenschaft für das Schreiben hin. Bevor sie mit "Der Sommer der Blaubeeren" ihren ersten Roman schrieb, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wird, veröffentlichte sie bereits einige Kurzgeschichten. Gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Mann, mit dem sie auch eine Anwaltskanzlei betreibt, lebt Mary Simses im Süden Floridas.
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen: von Carolin Müller 
Taschenbuch mit Farbschnitt: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 2020 (Taschenbucherstausgabe)
ISBN: 978-3-7341-0854-9

Kurzrezension: A Year at Castle Court

A Year at Castle Court - Holly Hepburn

Beschreibung des Verlages:
Sadie is a single mum, nursing a broken heart. Her best friend from childhood, Cat, is burned out from working long hours as a chef in Paris. In need of a change, they decide to invest in their dream – running their own handmade biscuit shop in gorgeous Castle Court, a three-storey food court tucked away behind Chester's bustling streets.
They soon discover that Castle Court has its own community – a little haven of delight against the stresses of the outside world. But not everyone welcomes the new business; the patisserie owner is less than pleased by what she sees as direct competition and Greg, who runs the fancy bistro that dominates one end of the courtyard, doesn't think Sadie and Cat have the talent or business acumen to succeed. Luckily, there's support in the form of the delectable Jaren, who owns the Dutch waffle house opposite Smart Cookies, and Swiss chocolate-shop owner, Elin. And if all else fails, the friends can drown their sorrows in Seb's cocktail bar on the third floor!

Inhalt:
Die Freundinnen Sadie und Cat haben bereits einige Herausforderungen gemeistert. Sadie ist nach der Trennung von ihrem untreuen Ehemann alleinerziehend und Cat hat das mit zwei Michelinsternen gekürte Restaurant in Paris verlassen, in dem sie als Köchin gearbeitet hat, um sich ein neues Leben als Geschäftsinhaberin aufzubauen. Gemeinsam stürzen sich die Frauen in dieses neue Projekt und eröffnen das Geschäft „Smart Cookies“. Schon in ihrem ersten Jahr als Unternehmerinnen werden ihnen aber zahlreiche Steine menschlicher, romantischer und geschäftlicher Natur in den Weg gelegt. Ihre Freundschaft überdauert aber auch das stärkste Unwetter.

Meine Meinung:
Holly Hepburn Bücher sind stets ein wunderbares Lesevergnügen für mich. Vier ihrer neueren Romane habe ich - in der übersetzen Version - innerhalb von kürzester Zeit gelesen. Dabei haben mich vor allem ihre Figuren, deren mitten aus dem Leben gegriffenen alltäglichen Herausforderungen und Freuden sowie die wunderschön beschriebenen Szenen der Handlung. Ob traumhafte Landschaften auf den Orkney Islands oder geschäftige Strassen in einer gemütlichen Altstadt, Hepburn holt mich einfach immer ab. Und auch das Schicksal des edlen Geschäfts „Smart Cookies“ sowie die wunderbaren und sehr modernen Nebenfiguren in „A Year at Castle Court“ haben mich überzeugt. Allen voran haben vor allem die dinosaurierliebende vierjährige Tochter von Sadie sowie der Imker Adam mein Herz im Sturm erobert.
Allerdings muss ich leider sagen, dass mir dieser Roman trotzdem nicht ganz so gut gefallen hat, wie die anderen Bücher. Das kann daran liegen, dass er ein wenig älter ist, als die anderen Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, oder dass man ihm deutlich angemerkt hat, dass er zuerst in vier Teilen als eBook und dann erst als ganzer Roman erschienen ist. Dies ist zwar bei allen ihren Romanen der Fall, bei den anderen Bücher empfand ich aber die Übergänge und Zusammenhänge der einzelnen Teile als sehr viel stimmiger. Zudem beinhaltet die Handlung für meinen Geschmack zu viele romantische Irrwege und die Hauptfiguren waren mir leider nicht so sympathisch, wie die Nebenfiguren.

Meine Empfehlung:
Das Buch ist in meinen Augen der bisher schwächste Roman der Autorin, er enthält aber dennoch sehr gut, liest sich leicht und stimmig, beinhaltet viele kulinarische Details und Bienenliebe und tolle Nebenfiguren.

Weitere Bücher der Autorin:
Heute Abend in der Eisdiele am Meer   (2021)
Süße Träume im Cottage am Strand   (2022)
Große Liebe im kleinen Trödelladen   (2023)
Bei Sonnenaufgang in Darling Cove   (2025)

Zusätzliche Infos: 
Titel:
A Year at Castle Court
Autorin: Holly Hepburn is the author of several novels including, Escape to Darling Cove, Return to Half Moon Farm and Healing Hearts on Thistledown Lane. Follow her on Instagram at @HollyH_Author. 
Sprache: Englisch
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Simon & Schuster UK
Erschienen: 27.12. 2018
ISBN: 9781471170294