Rezension: No More Bullshit!

 
No More Bullshit! - Sonority

Beschreibung des Verlages:
Der Pay Gap ist ein Mythos!“, „Biologisch gesehen haben Frauen und Männer eben unterschiedliche Kompetenzen!“ oder „Verstehst du keinen Spaß?“ Wenn diese Sätze bei Ihnen Augenrollen auslösen, dann brauchen Sie dieses Buch. Wenn Sie Stammtischweisheiten, Weiblichkeitsmythen und tradierte Vorurteile hinterfragen wollen, dann brauchen Sie dieses Buch. Und wenn Sie sich einfach nur denken: Bullshit!, dann brauchen Sie dieses Buch sogar unbedingt. Das Frauennetzwerk Sorority hat es sich mit der Veranstaltungsreihe „No More Bullshit!“ zur Aufgabe gemacht, altbekannten Killerphrasen etwas entgegenzusetzen: Fakten. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen*, Expertinnen* aus unterschiedlichen Branchen und Künstlerinnen* schult die Schwesternschaft nun unerbittlich den Blick für Stehsätze und liefert schlagkräftige Argumente für die nächste Stammtischrunde.

Mit Texten von u.a.:
Stefanie Sargnagel (Autorin/Künstlerin)
Romeo Bissuti (Klinischer Therapeut)
Tuulia Ortner (Psychologin)
Bettina Zehetner (Philosophin)
Laura Wiesböck (Soziologin) u.v.m.

Inhalt:
Wer von uns kennt sie nicht, die Sprüche, die scheinbar witzig und beiläufig daherkommen und oft so unter aller Kanone sind und meistens auch noch so unerwartet in den Raum gestellt werden, dass für eine sinnvolle Reaktion keine Zeit und keine Energie da ist?
Immer noch werden Fakten kathegorisch geleugnet und ignoriert um vor allem Frauen* klein zu halten, ihnen über den Mund zu fahren, ihre Thesen nicht ernst zu nehmen oder auch einfach vor versammelter Belegschaft eine Präsentation, einen wichtigen Arbeitsschritt oder eine krankheitsbedingte Abwesenheit ins Lächerliche zu ziehen. Dies geschieht in der Regel mit aus der Luft gegriffenen "Totschlagargumenten", Stammtischparolen und primitiven Äusserungen, die gängiges Recht verletzen, eine bestehende Faktenlage ignorieren und vor allem die Würde der damit bedachten Personen mit Füssen tritt.
Um dagegen eben nicht auch niveaulos, mit einem müden Lächeln oder gar schweigend anzugehen, hat das Netzwerk Sonority mit Wissenschaftler*innen zusammengearbeitet und in prägnanten, gründlich recherchierten Texten und mit stimmungsvollen, provokativen aber auch einfach humorvollen Illustrationen Antworten und Entgegnungen auf solche - oft komplett unbedachten - Äusserungen gesammelt.

Meine Meinung:
Über dieses Buch bin ich bei Instagram gestolpert und weil es mir von @readpackblog so dringend empfohlen worden ist, habe ich es mir vor knapp zwei Wochen gekauft. In meinem Urlaub habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, es auch kontrovers diskutiert und mir einzelne Abschnitte äusserst kritisch angesehen und kann sagen: ja, dieses Buch ist wichtig. Es ist gut recherchiert, es provoziert und regt zur Diskussion an. Es besteht mehrheitlich aus der Beschreibung von Situationen, die wir alle kennen und die sehr analytisch beleuchtet und mit einer passenden Antwort oder diversen Reaktionsmöglichkeiten versehen werden. Denn Schweigen ist oft Zustimmung und auch wenn man manchmal wirklich nur mit "Bullshit" antworten kann, so ist es doch ab und zu einfach total notwendig, sich überhaupt zu äussern, seinen Unmut kundzutun und bei Menschen, mit denen sich eine Diskussion lohnt, auch einmal nachzuhaken und mit einigen Gegenargumenten zu punkten. Einzelne Meinungen waren mir persönlich ein wenig zu überspitzt und extrem, das ist aber auch ein Stilmittel, das provokant auf sich aufmerksam macht und durchaus seine Berechtigung hat. Nicht nur - eben genau nicht nur - für Frauen* ist dieses Buch ein willkommenes Nachschlagewerk, von dem man sich verstanden fühlt und das ausserdem mit zusätzlichen Informationen Reaktionsmöglichkeiten für schwierige Situationen und Diskussionen aufzeigt.

Meine Empfehlung:
Kurzweilig und unterhaltsam, nachdenklich stimmend und insgesamt sehr fundiert recherchiert kommt dieses Nachschlagewerk für alle Lebenslagen und Leser*innen daher und punktet zusätzlich mit kritischen und sehr humorvollen Zeichnungen, Diagrammen, vielen, vielen Fakten und weiterführender Literatur.

Zusätzliche Infos:
Titel: No More Bullshit!
Autori*innen: Sonority 
Sprache: Deutsch
Klappenbroschur: 176 Seiten
Erscheinungstermin: Oktober 2018
ISBN: 978-3-218-01146-4

Rezension: Drei Männer im Schnee

 
Drei Männer im Schnee - Erich Kästner

Beschreibung via Lovelybooks:
Daß ein Unternehmer bei einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma einen der Hauptpreise gewinnt, kommt nicht alle Tage vor. Ob es aber eine gute Idee ist, den gewonnenen Winterurlaub inkognito und als armer Schlucker getarnt anzutreten? Geheimrat Toblers Tochter jedenfalls ist gar nicht entzückt von dem Plan ihres Vaters und beschließt, das Grandhotel in Bruckbeuren vor dem verkappten Millionär zu warnen. Allerdings ahnt sie nicht, daß ein arbeitsloser junger Mann als Gewinner des ersten Preises ebenfalls dort erwartet wird.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich mir schon länger von einem sehr guten Freund ausgeliehen. Er war überzeugt davon, dass es mir gefallen würde und er hatte absolut recht. Diese zuweilen schräge und stets äusserst kluge Verwechslungskomödie über eine klassenübergreifende Freundschaft, reiche und arme Menschen, Frauen und Männer und einen abgelegenen, eingeschneiten Ort im Winter, hat mich begeistert.
Kästners pointierte Gesellschaftskritik, welche vor allem die gehobener Gesellschaftsschichten und ihre vermeintliche Überhabenheit aufs Korn nimmt und zugleich aufzeigt, dass auch weniger vermögende Menschen nicht vor argen Vorurteilen gefeit sind - weil Menschen nun mal einfach Menschen sind und zu Vorurteilen neigen - trifft gezielt ins Schwarze was allerdings alles mit einem liebenswert beobachtenden und wohlwollenden Auge geschieht.

Erzählsprache:
Nach wenigen Sätzen sind wir mitten im Geschehen, erfahren von den Ränken, die Geheimrat Tobler nach dem Gewinn eines Preisausschreibens schmiedet und vom Chaos, das er damit ziemlich umgehend auslöst. Im tiefen Winter begleiten wir die Protagonisten auf die Eisbahn, die Piste, einen Kostümball und an zahllose elegante Dinner und erfahren bald, wie es Geheimrat Tobler und seinem mitgereisten Kammerdiener Johann, der sich als Besitzer einer Reederei ausgibt, ergeht. Nur schon die Grundidee dieser Geschichte ist ein ziemlich ungewöhnlicher Einfall und dass es Kästner auch noch gelingt, stets kurzweilig zu erzählen, die Figuren in ihren Verkleidungen unentdeckt zu lassen und vor allem natürlich auch noch ein wenig Chaos, Romantik und Drama in die sonst schon spannende Atmosphäre, in der wohlhabende Menschen literarisch auf den Arm genommen werden, einfliessen zu lassen, ist ein wahres Meisterstück.

Meine Empfehlung:
Ich staune immer wieder, wie sehr wir Buchliebhaber*innen uns vom schönen, neuen Schein blenden lassen, weil da leider sehr oft wundervolle Literatur, die halt schon ein wenig älter ist, ausser Acht gelassen wird und vielleicht sogar in Vergessenheit gerät. "Drei Männer im Schnee" ist mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, ist aber das beste Beispiel dafür, dass Klassiker weder angestaubt noch antiquiert daherkommen müssen, sondern dass sie genau so aktuell, kurzweilig und lehrreich sein können, wie alle Neuerscheinungen, die wir sonst in den Regalen der Buchhandlungen antreffen. Für dieses zeitlose und äusserst unterhaltsame Stück Literatur gibt es von mir eine überzeugte Empfehlung.

Zusätzliche Infos: 
Titel: Drei Männer im Schnee
Autor: Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und nicht zuletzt Autor der berühmten Kinderklassiker ›Das doppelte Lottchen‹, ›Das fliegende Klassenzimmer‹, ›Pünktchen und Anton‹, ›Emil und die Detektive‹ und ›Die Konferenz der Tiere‹ wurde mit zahlreichen Preisen bedacht (u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian Andersen-Medaille).
»Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug.« Marcel Reich-Ranicki
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 240 Seiten
Erstveröffentlichung: Rascher Verlag, Zürich 1934
Vorliegende Ausgabe dtv: 27. Auflage, 2015
ISBN: 978-3-423-11008-2

Rezension: Die Zeit der Weihnachtsschwestern

 
Beschreibung des Verlages:
Suzanne McBride hat nur einen Weihnachtswunsch: ihre drei Töchter in ihrem Haus in den schottischen Highlands bei sich zu haben. Und tatsächlich: Posy, Hannah und Beth - so unterschiedlich wie die Plätzchen in der Keksdose - wollen sich wieder unter einer Tanne treffen. Suzanne ist entschlossen, ihnen das perfekte Weihnachtsfest zu bescheren … bis eine Grippe sie ans Bett kettet. Jetzt müssen die Schwestern einspringen. Während die eine oder andere dabei das Fest der Liebe sogar von seiner romantischen Seite kennenlernt, treten bei allen verborgene Geheimnisse und Konflikte ans Tageslicht. Bald wird ihnen klar: Wenn Weihnachten gelingen soll, müssen die McBride-Frauen erst das verlorene Band ihrer Familie wiederfinden … 

Inhalt:
Einmal mehr erwacht unsere Protagonistin Suzanne schweissgebadet aus einem Alptraum. Die mütterliche, fürsorgliche und vor allem äusserst kreative Protagonistin des vorliegenden Buches hat eine schwere Bürde zu tragen, die sie auch Jahre später noch bis in ihre Träume verfolgt. Gemeinsam mit ihrem Mann Stewart hat sie es zwar geschafft, den drei Schwestern Posy, Hannah und Beth ein Zuhause voller Liebe zu schaffen, aber die drei jungen Frauen gehen alle ganz unterschiedlich mit der Katastrophe um, die damals ihr Leben und ihre Familie in den Grundfesten erschüttert hat. So erstaunt es nicht, dass gerade die Weihnachtszeit eine Zeit voller trauriger Erinnerungen, unausgesprochener Erwartungen und gesagten oder gedachten Vorwürfen ist. Können die einzelnen Familienmitglieder endlich aufeinander zugehen und sich ihrer Vergangenheit stellen?

Meine Meinung:
Sarah Morgan kenne ich bereits von der Snow Crystal-Reihe (wenn ich auch davon lediglich die Winterbände gelesen habe, die Rezensionen findet ihr HIER und HIER) und vom Buch "Für immer und einen Weihnachtsmorgen, das ebenfalls der Abschloss einer Reihe ist.
Von "Die Zeit der Weihnachtsschwestern" habe ich deshalb eine eher leichte, romantische Komödie mit ein wenig Tiefgang und vor allem dem einen oder anderen ganz grossen Liebesgeständnis erwartet. Dem war zwar schon so, wenn auch Sarah Morgan sich hier ein Thema ausgewählt hat, das niemanden kalt lässt, eine Tragödie, welche das Leben einer ganzen Familie von einer Minute auf die andere nicht nur auf den Kopf gestellt, sondern auch kurzfristig komplett aus der Bahn geworfen, ewnn nicht sogar ein wenig zerstört hat. Es scheint, als wäre Sarah Morgans Stil erwachsener geworden. Gerade was den Tiefgang anbelangt, liest sich ihr Buch nämlich nicht nur leicht und flüssig, sondern es berührt und fesselt mit seiner dramatischen Geschichte. Aber natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz, wenn auch Morgan hier einige wesentlich realistischere Beziehungsentwürfe gelungen sind, wie in den Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe. Mir hat dieses Buch deshalb ausserordentlich gut gefallen. Es hat mich begeistert, positiv überrascht, berührt und zum Lachen und Weinen gebracht.

Schreibstil:
Diese grosse Palette an Gefühlen gelingt Morgan sicherlich durch ihren einzigartigen Schreibstil, mit dem sie es nicht nur schafft, die wunderschön festlich dekorierten Räume im Hause McBride, sondern auch die einzigartigen Gerüche in der Luft, die eisigen Temperaturen und vor allem auch das Innenleben der Figuren äusserst detailliert und authentisch zu beschreiben. Das ist ihr im Buch "Die Zeit der Weihnachtsschwestern" sehr gut gelungen und zudem liest sich das Buch immer noch sehr flüssig und vor allem auch total humorvoll, auch wenn die einzelnen Themen deutlich genauer vertieft und eingebunden werden, was das Buch zu einer romantischen und sehr authentischen Komödie macht.

Meine Empfehlung:
Von mir gibt es für dieses berührende Buch, das dennoch ganz viel Weihnachtsstimmung aufkommen lässt und das eigentlich nach einer Fortsetzung schreit, weil ich unbedingt erfahren möchte, wie es mit den Weihnahtsschwestern weitergeht, eine sehr herzliche Leseempfehlung für ein paar entspannte Lesestunden bei kaltem Winterwetter.

Zusätzliche Infos: 
Titel: Die Zeit der Weihnachtsschwestern
Originaltitel: The Christmas Sisters
Autorin: Sarah Morgan steht regelmäßig auf den Bestseller-Listen der USA Today. Ihre Romances wurden weltweit über 11 Millionen mal verkauft. Drei Jahre in Folge wurde sie für den RITA Award nominiert, den sie in den Jahren 2012 und 2013 erhielt. Außerdem gewann sie 2012 den “RT Reviewers’ Choice Award”. Bereits als Kind träumte Sarah Morgan von einer Karriere als Schriftstellerin, damals verfasste sie die Autobiografie eines Hamsters. Nach der Geburt ihres ersten Kindes begann sie erneut zu schreiben, ihr erstes Manuskript wurde von Mills & Boon abgelehnt, das dritte Manuskript wurde ohne jegliche Änderung schließlich angenommen. Zu den glücklichsten Momenten ihres Lebens zählte der Augenblick, als sie die Zusage erhielt. Sarah Morgan schreibt gern zeitgenössische Romanzen, die durch den persönlichen Humor der Autorin sowie viel Sinnlichkeit geprägt sind. Weltweit hat sie viele Fans.
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen von: Judith Heisig 
Broschiert: 412 Seiten
Verlag: Harper Collins (MIRA Taschenbuch)
Erscheinungstag: 16.09.2019
ISBN: 9783745700350

Lese-Statistik Oktober 2019


Hallo ihr Lieben

Nun schaffe ich es sogar, auch noch meine Lese-Statistik aus dem vergangenen Monat zu posten und freue mich, morgen wieder in eine neue Woche zu starten, in der ich mir ein wenig mehr Zeit für meine Bücher und mich nehmen will, damit die letzten Wochen bis Weihnachten nicht allzu belastend werden.

Und das sind meine gelesenen Bücher aus dem Oktober:


Dieses bezaubernde Buch wurde in @mariaslesekreis besprochen (HIER kann immer noch diskutiert werden)
https://www.piper.de/buecher/der-garten-ueber-dem-meer-isbn-978-3-8333-1054-6

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Verlag Schöffling & Co. überzeugt mit Intellekt und Humor
https://www.schoeffling.de/buecher/miljenko-jergovi%C4%87/ruth-tannenbaum

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Blanvaletverlag hat mich mit Charme und Wärme für sich eingenommen
 https://www.randomhouse.de/Verlag/Blanvalet/1000.rhd

Ein kleines, sprachgewandtes und wortgewaltiges Buch mit einem liebenswerten Protagonisten
https://www.suhrkamp.de/melinda-nadj-abonji/schildkroetensoldat_1467.html

Nicht nur ein tolles Geschenk, sondern auch eine wundervolle Bereicherung für das eigene Bücherregal
https://www.diogenes.ch/leser/titel/donna-leon-michael-sowa/tiere-und-toene-illustriert-von-michael-sowa-9783257067637.html

Grandioser Auftakt einer Reihe von historischen Romanen, in einer Leserunde der Leserjury gelesen
https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/saga/der-duft-der-weiten-welt/id_7437220?etcc_med=B%C3%BChne&ver=BL&etcc_cu=onsite&etcc_cmp=Der%20Duft%20der%20weiten%20Welt&etcc_var=Bastei%20L%C3%BCbbe%20Startseite%2F31102019&etcc_plc=Startseite&ir_name=Bastei%20L%C3%BCbbe%2FStartseite

Meine Rezensionen im Überblick:

Und ein wenig Zahlenspielerei:
Gelesene Bücher: 6
Somit in die Leseeule: 6 Franken (Reread zählt nicht)
Gelesene Seiten: 1756
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 56.64 Seiten
Neuzugänge: 3
SuB am Monatsbeginn: 134
Aktueller SuB: 131
Differenz: -3

Neuzugänge Oktober 2019

Hallo ihr Lieben

Ich hinke wieder hinterher, aber die letzten Wochen waren unglaublich gut gefüllt. Notiz an mich selber: wenn der Neuzugängepost auf den letzten oder gar zweitletzten Tag des Monats und die Lese-Statistik auf den ersten Tag des neuen Monats fallen (so wie das nämlich eigentlich immer mein Plan ist), stimmt die Work-Life-Balance. Es erstaunt nicht, erschreckt aber dennoch, dass dies im Jahr 2019 lediglich im Juli der Fall war. Aber ich werde mich bessern und vor allem besser auf mich achten.

Auf meinen SuB habe ich besser aufgepasst, als auf mich, er ist nämlich wieder ein wenig geschrumpft, was mich sehr freut. Zwar hat der November bereits mit einem - wenn auch erwarteten - Neuzugang gestartet und wird sicher noch einen weiteren Neuzugang mit sich bringen, wenn ich aber so schnell weiterlese, wie ich es gerade mache, kann ich am Ende des Jahres wohl eine positive Bilanz (also eine negative SuB-Bilanz) ziehen. Toll, nicht wahr?

Genug geplaudert, ich zeige euch meine Neuzugänge aus dem Oktober im Detail:

Beschreibung des Verlages:
Es ist Winter in Cornwall, und das »Wild-at-Heart«-Hotel steht Kopf! Ein Filmteam hat sich angekündigt, um auf der kleinen Gezeiteninsel eine Serie zu drehen, und plötzlich sieht sich die Familie Wilde im Mittelpunkt von Schauspielern, Crew, Fans und jeder Menge Komplikationen. Doch die kleine Finanzspritze kann die Familie nach dem turbulenten Sommer gut gebrauchen. Und Mutter Gretchen ist ohnehin so verliebt, dass der Stress ihr nichts anhaben kann. Ihre Tochter Nettie dagegen sucht noch nach einem Weg, mit den Herausforderungen der ersten Liebe umzugehen und entscheidet sich dabei ausgerechnet für das Unromantischste, das das Romantikhotel je gesehen hat, und das kurz vor Weihnachten! Doch das Glück liegt in Cornwall bekanntlich nie weit entfernt ...
Dieser Neuzugang hat mich sofort für sich eingenommen und wirkt wesentlich erwachsener und organisierter als der erste Band dieser Reihe. Meine begeisterte Rezension findet ihr HIER. Das Buch ist übrigens ein Rezensionsexemplar aus dem Blanvaletverlag und hat mich via Bloggerportal erreicht. Herzlichen Dank!

 
Beschreibung des Verlages:
Vom Aufwachsen in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas.
Klug, rasant und herzzerreißend: Stefanie de Velascos aufrüttelnder Roman gibt Einblick in eine verborgene Welt und erzählt von einem Emanzipationsprozess, der sämtliche Fundamente zum Einstürzen bringt.
Ein ostdeutsches Dorf kurz nach der Wende. Die junge Esther wurde über Nacht aus ihrem bisherigen Leben gerissen, um hier, am anderen Ende der Republik, in der alten Heimat ihres Vaters, mit der Gemeinschaft einen neuen Königreichssaal zu bauen. Während die Eltern als Sonderpioniere der Wachtturmgesellschaft von Haus zu Haus ziehen, um im vom Mauerfall geprägten Osten zu missionieren, vermisst Esther ihre Freundin Sulamith schmerzlich.
Mit Sulamith hat sie seit der Kindheit in der Siedlung am Rhein alles geteilt: die Fresspakete bei den Sommerkongressen, die Predigtdienstschule, erste große Gefühle und Geheimnisse. Doch Sulamith zweifelt zunehmend an dem Glaubenssystem, in dem die beiden Freundinnen aufgewachsen sind, was in den Tagen vor Esthers Umzug zu verhängnisvollen Entwicklungen führt. Während Esther noch herauszufinden versucht, was mit Sulamith geschehen ist, stößt sie auf einen Teil ihrer Familiengeschichte, der bislang stets vor ihr geheim gehalten wurde.
Poetisch, wortgewandt und mit unwiderstehlicher Kraft führt uns dieser Roman in eine Welt, die mitten in der unsrigen existiert und dennoch kein Teil von ihr ist. Und stellt eine unvergessliche junge Frau ins Zentrum, die alles daran setzt, selbst darüber zu bestimmen, welche Erzählungen ihr Halt geben.
Dieses Buch hat mich ganz überraschend als Rezensionsexemplar aus dem KiWi-Verlag erreicht und ich denke, dass ich spätestens im Dezember ein wenig Zeit dafür finden werde. Hat es denn schon jemand von euch gelesen?

 
Beschreibung des Verlages:
Suzanne McBride hat nur einen Weihnachtswunsch: ihre drei Töchter in ihrem Haus in den schottischen Highlands bei sich zu haben. Und tatsächlich: Posy, Hannah und Beth - so unterschiedlich wie die Plätzchen in der Keksdose - wollen sich wieder unter einer Tanne treffen. Suzanne ist entschlossen, ihnen das perfekte Weihnachtsfest zu bescheren … bis eine Grippe sie ans Bett kettet. Jetzt müssen die Schwestern einspringen. Während die eine oder andere dabei das Fest der Liebe sogar von seiner romantischen Seite kennenlernt, treten bei allen verborgene Geheimnisse und Konflikte ans Tageslicht. Bald wird ihnen klar: Wenn Weihnachten gelingen soll, müssen die McBride-Frauen erst das verlorene Band ihrer Familie wiederfinden …  
"Die Zeit der Weihnachtsschwestern" lese ich gerade und bin bisher total begeistert. Es ist tiefgründig, fesselnd und die Figuren wirken lebensecht und haben Ecken und Kanten. Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus der Verlagsgruppe Harper Collins, erschienen beim MIRA-Verlag.

Und, wer kennt meine neuen Bücher schon? Habt ihr sie bereits gelesen oder liegen sie noch ungelesen in euren Regalen herum?

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare:3
Gekaufte Bücher:-
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 2
SuB am Monatsbeginn: 134
Aktueller SuB: 131

Tiere und Töne

 
Tiere und Töne - Donna Leon

Beschreibung des Verlages:
Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Mit Bildern von Michael Sowa sowie einer CD des ›Il Complesso Barocco‹, dirigiert von Alan Curtis und einem Vorwort von Donna Leon
Tiere und Töne – das gibt es in der Oper, in Händels Arien. Wenn Donna Leon sich weder bekochen lässt noch Krimis schreibt, dann hört sie Musik. Im vorliegenden Buch sind ihre Lieblingsarien versammelt, begleitet von 12 fabelhaften Texten über Löwe, Nachtigall, Frosch, Elefant und viele mehr. Illustriert von Michael Sowa. Mit einer CD: 12 Händel-Arien, ›Il Complesso Barocco‹, dirigiert von Alan Curtis.

Inhalt:
Was gibt es - für mich als Musikerin so oder so - Schöneres, als wenn sich eine Autorin die Zeit nimmt, sich sehr konkret mit Musik - in diesem Falle Händels Arien - auseinanderzusetzen und sich mit einem humorvollen Blick und zugleich solide recherchiertem Hintergrund auf die darin beschriebenen Tiercharaktere zu konzentrieren? Donna Leon ist dies meisterhaft gelungen und die wundervollen Illustrationen von Michael Sowa tragen viel zum Charme dieses Buches bei.

Meine Meinung:
Von der Aufmachung her ist dieses Buch genau so gelungen, wie inhaltlich. Jedes Kapitel bezieht sich auf ein einzelnes Tier, auf der Folgeseite wird eine liebevolle Illustration abgebildet und dann folgt der sich auf das Tier beziehende Text aus der Arie in der Originalsprache und in der Übersetzung. Als nächstes geht Leon auf Texte aus dieser Zeit (wir befinden uns bei Händel im 17./18. Jahrhundert) ein. Dies wären dann vor allem die mittelalterlichen Bestiarien Philippe de Thaons, Guillaume le Clercs und Gervaise de Fontenays, in denen teilweise amüsante, schauerliche, mystische und sehr konstruierte, aber manchmal auch überraschend genaue Beschreibungen des Aussehens und der Charaktereigenschaften der vorgestellten Tiere festgehalten sind. Dabei wird mit Humor, Feingefühl und vor allem viel Sachverstand erklärt und zusammengestellt, was damals zu den jeweiligen Tieren passte und wie diese Andeutungen und musikalischen Bilder in den Arien damals und heute zu verstehen sind, was nicht nur viel Lesevergnügen bereitet, sondern vor allem auch äusserst lehrreich ist.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch ist nicht nur ein wundervolles Geschenk, es macht sich auch gut im eigenen Bücherregal und kommt mit einer CD mit Tonbeispielen daher, ist also nicht nur etwas fürs Auge und für entspannte Lesestunden, sondern auch fürs Ohr. Von mir gibt es deshalb eine Leseempfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Tiere und Töne
Autorin: Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, arbeitete als Reiseleiterin in Rom und als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Die ›Brunetti‹-Romane machten sie weltberühmt. Donna Leon lebte viele Jahre in Italien und wohnt heute in der Schweiz. In Venedig ist sie nach wie vor häufig zu Gast.
Illustrarionen: Michael Sowa wurde 1945 in Berlin geboren und studierte von 1965 bis 1972 an der dortigen Hochschule für bildende Künste. Er schuf Illustrationen für ›Titanic‹, ›Die Zeit‹, den ›New Yorker‹ und für zahlreiche Bücher. 1995 wurde er mit dem Olaf-Gulbransson-Preis ausgezeichnet. 2004 erhielt er für das Buch ›Prinz Tamino‹ den Berliner Buchpreis in der Kategorie Kinderbuch.
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen von: Werner Schmitz
Hardcover, gebunden: 144 Seiten
Mit einer CD des ›Il Complesso Barocco‹, dirigiert von Alan Curtis und einem Vorwort von Donna Leon
Verlag: Diogenes
Erschienen am: 23. November 2010
ISBN: 978-3-257-06763-7