Ihr Lieben
Ich bin ganz und gesund, voller Eindrücke und mit viiiielen Fotos wieder zu Hause angekommen und bereits wieder ein wenig am organisieren, planen, ordnen...
Meine Prüfungen habe ich alle bestanden und ich bin super erholt und wieder motiviert für meine weiteren Ferien, welche sehr musikalisch geprägt sein werden.
Am Samstag bin ich in Interlaken in einem Musiklager und werde dann am
Freitag, Samstag und Sonntag in einer Woche Konzerte in verschiedenen
Teilen der Schweiz geben dürfen. Im August bin ich dann noch eine Woche in Deutschland um einen Meisterkurs zu besuchen. Und dazwischen bin ich immer ein wenig unterwegs, zu Hause und in Bern.
Ich werde morgen wohl meine Challengeseiten ein wenig aktualisieren müssen und vielleicht schaffe ich es auch schon bald, die einen oder anderen Ferienfotos, Empfehlunge und Rezensionen der gelesenen Bücher zu posten. Ich mag es nämlich ganz und gar nicht, wenn ich irgendwie nicht alles schön geordnet habe (wie ihr sicher schon gemerkt habt...).
Nun aber bin ich müde und erschöpft und werde mich ein wenig hin legen.
Bis ganz bald
Eponine
Schokolade für dich
Schokolade für dich - Sheila Roberts
Dieses romantische Leseexemplar wurde mir von blogg dein Buch zugesandt. Ich danke auch ganz herzlich dem Mira Taschenbuch Verlag, welcher dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.
Bestellen könnt ihr das Buch übrigens hier.
Beschreibung:
Mit einem spektakulären Schokoladen-Festival will Samantha ihre Firma vor der Pleite retten und entdeckt, dass Liebe viel süßer verführt als Schokolade!
Aus der Traum! Samantha`s "Sweet Dreams Chocolates" steht vor der Pleite. Weder mit geballtem Charme noch mit ihren süßen Kreationen kann sie den Bankdirektor Blake Preston verführen. Jedenfalls nicht zu einem Kredit. Trotzdem gibt sie nicht auf. Ein großes Schokoladen-Festival soll Geld in die leeren Kassen bringen. Erstaunlicherweise wird sie bei der Planung von Blake tatkräftig unterstützt. Logisch, dass man sich dadurch näherkommt. Aber niemals würde Sam sich in einen Banker verlieben auch wenn er noch so sexy ist...
Inhalt:
Samantha hat ihren Stiefvater Waldo als Person eigentlich gemocht. Als Geschäftsmann aber hasste sie ihn aus tiefstem Herzen. Schliesslich hat er die familieneigene Firma "Sweet Dreams Chocolates" in grosse finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Dies ist auch der Grund, weshalb sie ihn am liebsten erwürgen würde, wenn er nicht gerade eben erst gestorben wäre.
Die Bank fordert nun gnadenlos den Kredit zurück und kann Samantha keinen Aufschub gewähren. In ihrer Wut macht sie den schönen Bankdirektor Blake Preston dafür verantwortlich. Ganz Geschäftsfrau wie sie ist, lässt sie sich aber nicht so einfach vernichten und stellt mit ihren Schwestern Bailey und Cecily und ihrer trauernden Mutter ein Schokoladenfestival auf die Beine, welches die Firma retten soll.
Dabei treten aber einige Schwierigkeiten auf, ihre Mutter Muriel kann sich nämlich anfänglich überhaupt für gar nichts motivieren und versinkt in der grossen Trauer um Waldo. Die drei Schwestern müssen einiges an Kreativität und Zeit aufwenden, um ihre Mutter zu trösten. Ausserdem läuft Cecilys eigene Firma schlecht, weshalb sie nun bei ihrer Mutter wohnt und einige sture Dorfbewohner stellen sich gegen das Festival quer.
Als wäre dies alles nicht genug, trifft Samantha immer häufiger auf Blake Preston und obwohl sie es sich verbietet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn.
Meine Meinung:
Die Handlung dieses Buches finde ich gut durchdacht. Die vielen Fäden, welche in der Geschichte zusammen laufen sorgen für eine komplexe und nicht oberflächliche Erzählung.
Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgearbeitet und haben alle eine eigene Persönlichkeit. Sofort wird Sympathie und Antipathie geweckt und ich habe mich sehr schnell mit den Figuren und ihren Geschichten angefreundet. Ausserdem wird fast jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person erzählt, was für viel Einblick in die Gedankengänge der Protagonisten sorgt. Diese Dichte und diese sehr unterschiedlichen Aspekte des Buches haben mir sehr gefallen.
Trotzdem erscheint mir der ganze Plot ein wenig zu seicht. Alle Voraussetzungen sind da: tolle Figuren, eine super konstruierte Handlung und ein flüssiger Erzählstil. Aber leider ist so ziemlich alles vorhersehbar und zu durchsichtig. Auch das Handeln der einzelnen Figuren lässt sich ziemlich genau vorhersagen. Natürlich ist dieses Buch ein normaler romantischer Roman und diese sind bekanntlich häufig ähnlich gestrickt und dies gehört sich auch immer ein wenig so. Nur ist es mir bei diesem Roman besonders aufgefallen, dass alles einfach zu sehr den Klischees entspricht. Eine starke Frau verliebt sich in den Mann, den sie eigentlich als ihren Feind betrachtet, jemand anderes hat Liebeskummer und schlussendlich müssen alle dafür kämpfen, dass die starke Frau und ihre Firma nicht untergehen.
Diese kleine Schwäche macht die Autorin mit ihrem Schreibstil aber wieder wett. Der ist sehr erfrischend und nicht zu oberflächlich gehalten und unterhält mit viel Witz und Charme.
Ausserdem ist das Cover für mich als Schokoladenliebhaberin ein wahrer Augenschmaus.
Fazit:
Eine romantische Liebeskomöde, die alles beinhaltet, was das Frauenherz begehrt: Viel Schokolade und gute Unterhaltung.
Zusätzliche Infos:
Autorin: Sheila Roberts
Taschenbuch: 396 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Gabriele Ramm
ISBN 978-3-86278-509-4
Dieses romantische Leseexemplar wurde mir von blogg dein Buch zugesandt. Ich danke auch ganz herzlich dem Mira Taschenbuch Verlag, welcher dieses Buch zur Verfügung gestellt hat.
Bestellen könnt ihr das Buch übrigens hier.
Beschreibung:
Mit einem spektakulären Schokoladen-Festival will Samantha ihre Firma vor der Pleite retten und entdeckt, dass Liebe viel süßer verführt als Schokolade!
Aus der Traum! Samantha`s "Sweet Dreams Chocolates" steht vor der Pleite. Weder mit geballtem Charme noch mit ihren süßen Kreationen kann sie den Bankdirektor Blake Preston verführen. Jedenfalls nicht zu einem Kredit. Trotzdem gibt sie nicht auf. Ein großes Schokoladen-Festival soll Geld in die leeren Kassen bringen. Erstaunlicherweise wird sie bei der Planung von Blake tatkräftig unterstützt. Logisch, dass man sich dadurch näherkommt. Aber niemals würde Sam sich in einen Banker verlieben auch wenn er noch so sexy ist...
Inhalt:
Samantha hat ihren Stiefvater Waldo als Person eigentlich gemocht. Als Geschäftsmann aber hasste sie ihn aus tiefstem Herzen. Schliesslich hat er die familieneigene Firma "Sweet Dreams Chocolates" in grosse finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Dies ist auch der Grund, weshalb sie ihn am liebsten erwürgen würde, wenn er nicht gerade eben erst gestorben wäre.
Die Bank fordert nun gnadenlos den Kredit zurück und kann Samantha keinen Aufschub gewähren. In ihrer Wut macht sie den schönen Bankdirektor Blake Preston dafür verantwortlich. Ganz Geschäftsfrau wie sie ist, lässt sie sich aber nicht so einfach vernichten und stellt mit ihren Schwestern Bailey und Cecily und ihrer trauernden Mutter ein Schokoladenfestival auf die Beine, welches die Firma retten soll.
Dabei treten aber einige Schwierigkeiten auf, ihre Mutter Muriel kann sich nämlich anfänglich überhaupt für gar nichts motivieren und versinkt in der grossen Trauer um Waldo. Die drei Schwestern müssen einiges an Kreativität und Zeit aufwenden, um ihre Mutter zu trösten. Ausserdem läuft Cecilys eigene Firma schlecht, weshalb sie nun bei ihrer Mutter wohnt und einige sture Dorfbewohner stellen sich gegen das Festival quer.
Als wäre dies alles nicht genug, trifft Samantha immer häufiger auf Blake Preston und obwohl sie es sich verbietet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn.
Meine Meinung:
Die Handlung dieses Buches finde ich gut durchdacht. Die vielen Fäden, welche in der Geschichte zusammen laufen sorgen für eine komplexe und nicht oberflächliche Erzählung.
Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgearbeitet und haben alle eine eigene Persönlichkeit. Sofort wird Sympathie und Antipathie geweckt und ich habe mich sehr schnell mit den Figuren und ihren Geschichten angefreundet. Ausserdem wird fast jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person erzählt, was für viel Einblick in die Gedankengänge der Protagonisten sorgt. Diese Dichte und diese sehr unterschiedlichen Aspekte des Buches haben mir sehr gefallen.
Trotzdem erscheint mir der ganze Plot ein wenig zu seicht. Alle Voraussetzungen sind da: tolle Figuren, eine super konstruierte Handlung und ein flüssiger Erzählstil. Aber leider ist so ziemlich alles vorhersehbar und zu durchsichtig. Auch das Handeln der einzelnen Figuren lässt sich ziemlich genau vorhersagen. Natürlich ist dieses Buch ein normaler romantischer Roman und diese sind bekanntlich häufig ähnlich gestrickt und dies gehört sich auch immer ein wenig so. Nur ist es mir bei diesem Roman besonders aufgefallen, dass alles einfach zu sehr den Klischees entspricht. Eine starke Frau verliebt sich in den Mann, den sie eigentlich als ihren Feind betrachtet, jemand anderes hat Liebeskummer und schlussendlich müssen alle dafür kämpfen, dass die starke Frau und ihre Firma nicht untergehen.
Diese kleine Schwäche macht die Autorin mit ihrem Schreibstil aber wieder wett. Der ist sehr erfrischend und nicht zu oberflächlich gehalten und unterhält mit viel Witz und Charme.
Ausserdem ist das Cover für mich als Schokoladenliebhaberin ein wahrer Augenschmaus.
Fazit:
Eine romantische Liebeskomöde, die alles beinhaltet, was das Frauenherz begehrt: Viel Schokolade und gute Unterhaltung.
Zusätzliche Infos:
Autorin: Sheila Roberts
Taschenbuch: 396 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Gabriele Ramm
ISBN 978-3-86278-509-4
Zwischenbericht
Erledigt:
Ihr Lieben
Am Mittwochmorgen ziemlich früh geht es mit dem Liebsten in die Ferien. Endlich, endlich, endlich kann ich mir eine kleine Auszeit nehmen und mich ein wenig erholen. Ich freue mich so unglaublich darauf und bin schon ganz gespannt auf alles, was wir erleben werden.
Vielleicht melde ich mich morgen noch einmal kurz, dann aber werdet ihr wahrscheinlich nicht mehr so viel von mir lesen.
Ich wünsche euch allen auf jeden Fall jetzt schon eine gute Zeit und viel Sonne und Freude.
Herzliche Grüsse
Eponine
- Kühlschrank und Badezimmer geputzt
- Koffer gepackt
- Ausstehende Rezensionen geschrieben und veröffentlicht
- Rechnungen bezahlt
- Wohnung aufgeräumt
- Bis jetzt alle Prüfungen bestanden :-)
- Morgen 14.30 Flötenprüfung (drückt mir die Daumen)
- Staubsagen
- Zwei Bücher beenden und rezensieren
- Küche putzen
Ihr Lieben
Am Mittwochmorgen ziemlich früh geht es mit dem Liebsten in die Ferien. Endlich, endlich, endlich kann ich mir eine kleine Auszeit nehmen und mich ein wenig erholen. Ich freue mich so unglaublich darauf und bin schon ganz gespannt auf alles, was wir erleben werden.
Vielleicht melde ich mich morgen noch einmal kurz, dann aber werdet ihr wahrscheinlich nicht mehr so viel von mir lesen.
Ich wünsche euch allen auf jeden Fall jetzt schon eine gute Zeit und viel Sonne und Freude.
Herzliche Grüsse
Eponine
Goethe schtirbt
Goethe schtirbt - Thomas Bernhard
Beschreibung:
Der ganze Bernhard-Kosmos in vier Erzählungen.
Zu Lebzeiten von Thomas Bernhard kam die Buchpublikation dieser Erzählungen nicht mehr zustande: zu sehr war er mit dem Romanopus "Auslöschung" und mit dem Theaterstück "Heldenplatz" sowie dem dadurch entfachten Skandal befaßt. In "Goethe schtirbt" werden die vier Erzählungen zum ersten Mal, dem Wunsch ihres Verfassers entsprechend, in einem Band zusammengefügt: Sie zeigen den abgeklärten Meister der tragischen Momente und komischen Situationen, der auf der Höhe seiner Kunst Motive und Strukturen seines Gesamtwerks entfaltet und übertreibend ironisiert.
Inhalt:
Goethe liegt im Sterben und verlangt noch einmal nach Wittgenstein. Dieser weilt aber in weiter Ferne und soll so schnell wie möglich an sein Krankenbett gebracht werden. Dass aber Kräuter, Riemer und der Ich-Erzähler eigentlich verhindern wollten, dass Wittgenstein den sterbenden Goethe besucht, lässt diesen kalt. Warum sie dies verhindern wollen, erfährt der Leser im Verlauf dieser ersten Kurzgeschichte.
Montaigne ist es, welcher den Ich-Erzähler in der nächsten Geschichte nachhaltig beeinflusst. Dieser flüchtet in seiner Einsamkeit und Unverstandenheit in die Literatur und fühlt sich mit dem Philosophen auf geistiger Ebene seltsam verwandt. Diese Zweisamkeit wird aber von der Realität zerstört.
Um rote und grüne Wanderbekleidung und zwei miteinander bekannte Familien geht es in der Erzählung "Wiedersehen". Worin dieses Wiedersehen besteht, was dieses Wiedersehen auslöst und vor allem, wofür dieses Wiedersehen eigentlich steht, erfährt der Leser auch hier erst gegen Ende der Erzählung.
Um Flucht, Philosophie und eine seltsame Freundschaft geht es auch in der kürzesten und letzten der vier Erzählungen.
Meine Meinung:
Ich habe vorher noch nie etwas von Thomas Bernhard gelesen, wollte dies aber schon immer einmal tun. Der Schreibstil stellt einen unglaublich hohen Anspruch an den Leser und setzt viel Wissen und Verständnis voraus. Dies ist auch der Grund, weshalb ich nicht auf Anhieb allen Gedankengängen und Gesprächen folgen konnte und einige Recherchen zum Buch unternehmen musste.
Dass die vier Texte aber in erster Linie als nicht ganz ernst gemeint zu verstehen sind und dass sie sich durch Übertreibungen Richtung Aberwitz bewegen, ist nicht von der Hand zu weisen und sollte bei der Lektüre dieser Geschichten auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden.
Ich werde wohl weiter eLiteratur des Autors lesen und mich so mehr und mehr mit seinem Stil und seinen Geschichten vertraut machen.
Fazit:
Nur wer Gedankenakrobatik und Irrwitz nicht scheut, sollte sich ohne Hintergrundwissen an diese Erzählungen wagen.
Zusätzliche Infos:
Autor: Thomas Bernhard
Taschenbuch: 97 Seiten
Verlag: Suhrkamp
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-518-46278-2
Beschreibung:
Der ganze Bernhard-Kosmos in vier Erzählungen.
Zu Lebzeiten von Thomas Bernhard kam die Buchpublikation dieser Erzählungen nicht mehr zustande: zu sehr war er mit dem Romanopus "Auslöschung" und mit dem Theaterstück "Heldenplatz" sowie dem dadurch entfachten Skandal befaßt. In "Goethe schtirbt" werden die vier Erzählungen zum ersten Mal, dem Wunsch ihres Verfassers entsprechend, in einem Band zusammengefügt: Sie zeigen den abgeklärten Meister der tragischen Momente und komischen Situationen, der auf der Höhe seiner Kunst Motive und Strukturen seines Gesamtwerks entfaltet und übertreibend ironisiert.
Inhalt:
Goethe liegt im Sterben und verlangt noch einmal nach Wittgenstein. Dieser weilt aber in weiter Ferne und soll so schnell wie möglich an sein Krankenbett gebracht werden. Dass aber Kräuter, Riemer und der Ich-Erzähler eigentlich verhindern wollten, dass Wittgenstein den sterbenden Goethe besucht, lässt diesen kalt. Warum sie dies verhindern wollen, erfährt der Leser im Verlauf dieser ersten Kurzgeschichte.
Montaigne ist es, welcher den Ich-Erzähler in der nächsten Geschichte nachhaltig beeinflusst. Dieser flüchtet in seiner Einsamkeit und Unverstandenheit in die Literatur und fühlt sich mit dem Philosophen auf geistiger Ebene seltsam verwandt. Diese Zweisamkeit wird aber von der Realität zerstört.
Um rote und grüne Wanderbekleidung und zwei miteinander bekannte Familien geht es in der Erzählung "Wiedersehen". Worin dieses Wiedersehen besteht, was dieses Wiedersehen auslöst und vor allem, wofür dieses Wiedersehen eigentlich steht, erfährt der Leser auch hier erst gegen Ende der Erzählung.
Um Flucht, Philosophie und eine seltsame Freundschaft geht es auch in der kürzesten und letzten der vier Erzählungen.
Meine Meinung:
Ich habe vorher noch nie etwas von Thomas Bernhard gelesen, wollte dies aber schon immer einmal tun. Der Schreibstil stellt einen unglaublich hohen Anspruch an den Leser und setzt viel Wissen und Verständnis voraus. Dies ist auch der Grund, weshalb ich nicht auf Anhieb allen Gedankengängen und Gesprächen folgen konnte und einige Recherchen zum Buch unternehmen musste.
Dass die vier Texte aber in erster Linie als nicht ganz ernst gemeint zu verstehen sind und dass sie sich durch Übertreibungen Richtung Aberwitz bewegen, ist nicht von der Hand zu weisen und sollte bei der Lektüre dieser Geschichten auf jeden Fall im Hinterkopf behalten werden.
Ich werde wohl weiter eLiteratur des Autors lesen und mich so mehr und mehr mit seinem Stil und seinen Geschichten vertraut machen.
Fazit:
Nur wer Gedankenakrobatik und Irrwitz nicht scheut, sollte sich ohne Hintergrundwissen an diese Erzählungen wagen.
Zusätzliche Infos:
Autor: Thomas Bernhard
Taschenbuch: 97 Seiten
Verlag: Suhrkamp
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-518-46278-2
Die Stimmen meiner Eltern hörte ich nie
Die Stimmen meiner Eltern hörte ich nie - Erwin Hauser
Mein herzlicher Dank für dieses eindrückliche Rezensionsexemplar geht an die CMS Verlagsgesellschaft .
Beschreibung:
Ist es möglich, dass wir Menschen die Angewohnheit besitzen, uns nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen, um einem eventuellen Ärgernis zu entgehen? Verschließen wir bewusst die Augen? Lähmt uns die Angst, etwas Falsches auszulösen? Was es auch immer sein mag, vielleicht gehört es zu unserem natürlichen Selbstschutz. Der Autor wäre froh gewesen, wenn die Menschen, denen er begegnet ist, genauer hingeschaut hätten, denn dann wäre einiges zu verhindern gewesen.
Inhalt:
Erwin Hauser wächst mit seiner Schwester in einem Kinderheim auf. Dies ist an sich keine seltene Situation. Dass die beiden Kinder jedoch weder etwas über ihre Herkunft, noch über den Grund, warum sie im Heim sind, erfahren, macht durchaus stutzig. Und dass die beiden Kinder fast täglich schikaniert, beleidigt und sogar geschlagen werden, ist nicht nur eine klare Missachtung von Grenzen, sondern kann sehr wohl als Kindesmisshandlung bezeichnet werden.
Erwir darf nicht in den Kindergarten und auch für die Schule ist er zu dumm. Dies sagen zumindest die Betreuerinnen im Kinderheim. Von den spielenden Kindern auf dem benachbarten Spielplatz erfährt er jedoch, dass jedes Kind früher oder später zur Schule gehen muss. Es vergeht einige Zeit, doch dann kann Erwin tatsächlich zum ersten Mal in seinem Leben das Heim verlassen und zur Schule gehen. Auch zum ersten Mal in seinem Leben sieht er einen richtigen Bahnhof und ganz viele andere Kinder, die - im Gegensatz zu ihm - Eltern haben. Wer nun aber denkt, dass sein Leben eine Wende nimmt, der irrt gewaltig. In der Schule wird er nämlich von seinen Lehrern gnadenlos blossgestellt und kriegt immer wieder Strafaufgaben aufgebrummt. Seiner Schwester ergeht es einige Jahre später in der Schule und ihrer Klasse nicht besser. Aber die beiden Kinder lernen schon sehr früh, wie sie sich gegen die Angriffe der Heimleitung und ihres Vormundes wehren und wie sie einander in ihren schwersten Minuten beistehen können. Sie legen sich Strategien zurecht, um sich kleine Freiheiten zu erlauben und versuchen, ihre Kindheit trotz allem zu geniessen.
Doch ihre Welt wird immer wieder aufs Neue erschüttert.
Meine Meinung:
Leider konnte ich mit dem Schreibstil dieses Buches nicht sehr viel anfangen. Er war mir zu simpel und kindlich gehalten und wirkte deshalb wohl nicht ganz so dramatisch, wie es eigentlich hätte wirken sollen und können. Dies ist aber so oder so Geschmacksache. Es kann natürlich auch sein, dass der Autor bewusst bei dieser einfachen und zum Teil nüchternen Sprache blieb, um sich ein wenig von seiner eigenen Geschichte zu distanzieren.
Die Tatsache, dass diese Geschichte wahr ist, macht das Buch nämlich zu einem erschütternden Zeugnis. Die Erlebnisse, welche Erwin Hauser in "Die Stimmen meiner Eltern hörte ich nie" verarbeitet, sind an Grausamkeit und Trostlosigkeit kaum zu überbieten. Und immer dann, wenn man denkt, dass sich die Situation ein wenig beruhigt hat und dass es nur noch besser kommen kann, geschieht wieder etwas, was das Leben dieser unschuldigen Kinder über den Haufen wirft. Es scheint tatsächlich manchmal so, als würde sich das Schicksal einige böse Streiche erlauben.
Ich bewundere den Mut des Autors, seine Geschichte zu erzählen und sie so noch einmal Minute für Minute erleben zu müssen. Ausserdem beeindruckt mich sein grosses Herz. Er klagt nämlich nicht über sein Schicksal und prangert niemanden an. Er schildert nur und versucht, für sich selber eine Erklärung zu finden und seine eigenen Fragen zu beantworten, ohne jemanden zu verurteilen.
Fazit:
Ein fesselndes und erschütterndes Buch, welches mit seiner Geschichte und seinem Mut, nicht unbedingt aber mit seinem Schreibstil überzeugt.
Zusätzliche Infos:
Autor: Erwin Hauser
Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: CMS Verlagsgesellschaft
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-905968-03-3
Mein herzlicher Dank für dieses eindrückliche Rezensionsexemplar geht an die CMS Verlagsgesellschaft .
Beschreibung:
Ist es möglich, dass wir Menschen die Angewohnheit besitzen, uns nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen, um einem eventuellen Ärgernis zu entgehen? Verschließen wir bewusst die Augen? Lähmt uns die Angst, etwas Falsches auszulösen? Was es auch immer sein mag, vielleicht gehört es zu unserem natürlichen Selbstschutz. Der Autor wäre froh gewesen, wenn die Menschen, denen er begegnet ist, genauer hingeschaut hätten, denn dann wäre einiges zu verhindern gewesen.
Inhalt:
Erwin Hauser wächst mit seiner Schwester in einem Kinderheim auf. Dies ist an sich keine seltene Situation. Dass die beiden Kinder jedoch weder etwas über ihre Herkunft, noch über den Grund, warum sie im Heim sind, erfahren, macht durchaus stutzig. Und dass die beiden Kinder fast täglich schikaniert, beleidigt und sogar geschlagen werden, ist nicht nur eine klare Missachtung von Grenzen, sondern kann sehr wohl als Kindesmisshandlung bezeichnet werden.
Erwir darf nicht in den Kindergarten und auch für die Schule ist er zu dumm. Dies sagen zumindest die Betreuerinnen im Kinderheim. Von den spielenden Kindern auf dem benachbarten Spielplatz erfährt er jedoch, dass jedes Kind früher oder später zur Schule gehen muss. Es vergeht einige Zeit, doch dann kann Erwin tatsächlich zum ersten Mal in seinem Leben das Heim verlassen und zur Schule gehen. Auch zum ersten Mal in seinem Leben sieht er einen richtigen Bahnhof und ganz viele andere Kinder, die - im Gegensatz zu ihm - Eltern haben. Wer nun aber denkt, dass sein Leben eine Wende nimmt, der irrt gewaltig. In der Schule wird er nämlich von seinen Lehrern gnadenlos blossgestellt und kriegt immer wieder Strafaufgaben aufgebrummt. Seiner Schwester ergeht es einige Jahre später in der Schule und ihrer Klasse nicht besser. Aber die beiden Kinder lernen schon sehr früh, wie sie sich gegen die Angriffe der Heimleitung und ihres Vormundes wehren und wie sie einander in ihren schwersten Minuten beistehen können. Sie legen sich Strategien zurecht, um sich kleine Freiheiten zu erlauben und versuchen, ihre Kindheit trotz allem zu geniessen.
Doch ihre Welt wird immer wieder aufs Neue erschüttert.
Meine Meinung:
Leider konnte ich mit dem Schreibstil dieses Buches nicht sehr viel anfangen. Er war mir zu simpel und kindlich gehalten und wirkte deshalb wohl nicht ganz so dramatisch, wie es eigentlich hätte wirken sollen und können. Dies ist aber so oder so Geschmacksache. Es kann natürlich auch sein, dass der Autor bewusst bei dieser einfachen und zum Teil nüchternen Sprache blieb, um sich ein wenig von seiner eigenen Geschichte zu distanzieren.
Die Tatsache, dass diese Geschichte wahr ist, macht das Buch nämlich zu einem erschütternden Zeugnis. Die Erlebnisse, welche Erwin Hauser in "Die Stimmen meiner Eltern hörte ich nie" verarbeitet, sind an Grausamkeit und Trostlosigkeit kaum zu überbieten. Und immer dann, wenn man denkt, dass sich die Situation ein wenig beruhigt hat und dass es nur noch besser kommen kann, geschieht wieder etwas, was das Leben dieser unschuldigen Kinder über den Haufen wirft. Es scheint tatsächlich manchmal so, als würde sich das Schicksal einige böse Streiche erlauben.
Ich bewundere den Mut des Autors, seine Geschichte zu erzählen und sie so noch einmal Minute für Minute erleben zu müssen. Ausserdem beeindruckt mich sein grosses Herz. Er klagt nämlich nicht über sein Schicksal und prangert niemanden an. Er schildert nur und versucht, für sich selber eine Erklärung zu finden und seine eigenen Fragen zu beantworten, ohne jemanden zu verurteilen.
Fazit:
Ein fesselndes und erschütterndes Buch, welches mit seiner Geschichte und seinem Mut, nicht unbedingt aber mit seinem Schreibstil überzeugt.
Zusätzliche Infos:
Autor: Erwin Hauser
Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: CMS Verlagsgesellschaft
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-905968-03-3

