Leseliste März

Da ich im Februar in Prag war und auch sonst ein wenig Ferien hatte und mich deswegen an keine Liste gehalten und dementsprechend auch fast gar nichts gelesen habe, möchte ich im März wieder mit einer Liste arbeiten. So gelingt es mir einfach viel besser, meine Challenges unter einen Hut zu bringen. Ich habe zehn Bücher ausgewählt und werde einfach einmal sehen, wie weit ich komme.

  1. Isa & May - Margaret Forster
  2. Winterbirnen - Rolf Ersfeld
  3. Die Brücke über die Drina - Ivo Andrić
  4. Zwei Sonnen am Himmel - Federica de Cesco
  5. Philadelphia - Christopher Davis
  6. Blaubart - Max Frisch
  7. Der Papagai, Die Reden des Südsee-Häuptlings Tuiavii aus Tiavea
  8. Frühlingsträume - Nora Roberts
  9. Sommersehnsucht - Nora Roberts
  10. Bevor ich sterbe - Jenny Downham 

Was lest ihr im März? Ich darf ja dann auch endlich wieder Bücher kaufen und bin gerade dabei, eine Liste zu erstellen, welche Bücher ich unbedingt kaufen will.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.

Liebe Grüsse
Eponine  

Wege


Sicherheiten

Es gibt Situationen im Leben,
Schmerzvolle und traurige,
Aber auch fröhliche und beglückende,
Wo man sich nicht sicher ist, welchen Weg man einschlagen,
Welcher Spur man folgen will.
Und vor allem:
Welche Gefährten man auf seine Wanderungen mitnehmen kann.

Und es gibt Situationen im Leben,
Welche schmerzvoll und traurig und verletzend sind
Und in denen man trotzdem genau weiss,
Wie und mit wem man welchen Weg gehen will.
Auch wenn es nicht leicht wird,
Auch wenn es noch einige Erschütterungen geben wird.
Auch wenn niemand sonst daran glaubt.

Genau diese Situationen,
Welche eine bewusste persönliche Entscheidung verlangen und beinhalten,
Welche kränken und zugleich stark machen,
Welche Versöhnungen und Glück nach sich ziehen,
Diese Situationen verlangen Mut
Und machen stark und sicher miteinander,
Stark und sicher für Grosses, Zukünftiges.

Diese zugleich entscheidenden und gewissen Sicherheiten,
Diese Stärke und diesen Mut, sich selber treu zu bleiben,
Genau dies alles trage ich in mir.
Immer schon und immer wieder neu.
Unerschütterlich und von meinem Herzen gut beschützt.
Für dich und für mich.
Für uns.

Der Richter

Der Richter, John Grisham

Klappentext:
Der alte Richter ist tot. Erschüttert steht sein Sohn Ray im Abeitszimmer, wo er den Verstorbenen gefunden hat, da fällt sein Blick auf einige Kartons. Was er darin findet, hätte er im Haus seines strengen, stets korrekten Vaters nie erwartet. Hatte der Richter ein düsteres Geheimnis? Ray beschliesst zu schweigen und auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Doch es gibt jemanden, der weiss, was Ray versteckt - und der es unbedingt haben will. Um jeden Preis.

Inhalt:
Ray und Forrest, die beiden Söhne des schwer kranken Richters Atlee, werden von ihm zu sich nach Hause eingeladen, um gemeinsam das Testament zu besprechen. Beide haben sich vor langer Zeit mit ihrem Vater zerstritten. Ray, weil er sich nicht an die Pläne des Richters gehalten und nicht in dessen Kanzlei zu arbeiten begonnen hat und Forrest, weil er mit seiner langjährigen Alkohol- und Drogensucht den Ruf des Richters fast zerstört und dessen ganzes Geld verbraucht hat. Beiden Söhnen hat Richter Atlee nie verziehen und weil beide wissen, dass es mit ihrem Vater wohl bald zu Ende gehen wird, machen sie sich auf den Weg zu ihm. Ray betritt das Haus zuerst und findet seinen Vater tot auf der Couch liegend. Er liest das Testament durch und schaut sich dann ein wenig im Haus um. Zu seinem Entsetzen und seiner Überraschung findet er Geld, sehr viel Geld. Und da er genau weiss, dass sein Vater fast das ganze Vermögen gespendet und für Forrests Entzugskliniken ausgegeben hat, gibt es keine Erklärung für dieses Geld, zumal es auch nicht im Testament erwähnt ist. Er sagt seinem Bruder vorerst nichts davon und tritt seinen Posten als Nachlassverwalter an. Doch so sehr er auch sucht, nichts weist auf diese grosse Summe hin und auch als er sich mit einigen Nachbarn und Freunden über seinen Vater unterhält findet er keine Möglichkeit, wie sein Vater zu so viel Geld hat kommen können. Nur merkt er schon bald, dass er nicht der einzige ist, der von dem Geld weiss. Jemand versucht, ins Haus einzubrechen, jemand scheint ihn zu verfolgen und Ray bekommt Drohbriefe. Und bevor er noch Zeit hat, einen Entschluss zu fassen, befindet er sich bereits auf der Flucht. Auf der Flucht vor jemandem, den er nicht kennt, der ihn aber ganz genau zu kennen scheint.

Meine Meinung:
Die Süddeutsche Zeitung sagt über John Grisham: "Warum er so viel besser ist als die Anderen, bleibt sein Geheimnis."
Ich habe eine mögliche Erklärung gefunden, warum er so viel besser ist:
John Grishams Bücher heben sich stark vom teilweise sehr blutig und brutal gehaltenen Mainstream ab. Anstelle von Brutalität treten psychologisches Geschick, genau recherchierte Hintergründe und eine präzise Sprache. Dazu gehört sicher auch, dass er aus mehr als zehnjähriger Erfahrung als Anwalt berichtet. Er beschreibt in erster Linie nicht irgendwelche Gräueltaten, sondern erstellt Psachogramme von Tätern, Opfern und vor allem von Verfolgten und dies alles in einem ausserordentlich durchdachten und sinnvollen Kontext, der sich dem Leser erst am Ende der jeweiligen Geschichte erschliesst. Dies alles macht John Grisham zu einem Autor, welcher sehr zeitnah und zugleich zeitlos schreibt und ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von ihm kaufen und lesen.

Zusätzliche Infos:
Autor: John Grisham
Taschenbuch: 415 Seiten
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
ISBN 3-453-86980-X

Heinz Holliger

Der heutige Meisterkurs mit Heinz Holliger war ein wahrer Erfolg. Es ist unglaublich zu sehen, wie energiegeladen dieser Mann ist und wie sehr er im Dienst der Sache/der Musik steht. Obwohl ich selber nicht vorgespielt habe, konnte ich sehr viele nützliche Informationen und Inspirationen mitnehmen und da ich mir viele Notizen gemacht habe, verstehe ich seine Werke nun auch viel besser. Hintergrundinformationen helfen mir beim Einstudieren immer sehr und wenn die dann auch noch vom Komponisten selber stammen, sind sie natürlich wasserdicht.
Nun kann ich mich aber nicht ausruhen, im April steht schon der Meisterkurs mit Mario Caroli an und ich habe die Noten für mein Stück zwar bestellt aber noch nicht gekriegt. Dies wird wohl erst Mitte nächster Woche der Fall sein. Aber eigentlich kommt mir das gelegen, da ich morgen das Probespiel für ein Orchesterlager im Sommer habe und deshalb dieses Wochenende noch keine Zeit haben würde, mich um ein neues Sück zu kümmern (zumal im März ein Probespieltraining ansteht, für das ich eines der zwei Flötenkonzerte von Mozart und einige Orchesterstellen einstudieren muss). Ihr seht also, dass es mir auf keinen Fall langweilig wird und das ist auch gut so.

Dann habe ich heute Morgen noch das Buch "Der Richter" von John Grisham zu Ende gelesen und war wieder einmal total begeistert. Die Rezi folgt spätestens nächste Woche, da ich dieses Wochenende noch einige Dinge fürs Studium ordnen und organisieren muss. Unter anderem muss ich Material für eine Präsentation zum Finale des ersten Aktes von Don Giovanni sammeln. Den muss ich in zwei Wochen mit einer Freundin im Seminar "Mozarts Opern" präsentieren (ja, ich weiss, dass das Semester erst am Montag begonnen hat, aber was vorbei ist, ist vorbei).

Ich wünsche euch also auf jeden Fall noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende
Eponine

Lesefaul?

Diesen Monat scheint es so, als wäre ich lesefaul geworden. Dies stimmt überhaupt nicht, aber leider komme ich fast gar nicht zum Lesen. Während den Ferien habe ich sehr viel gearbeitet, geübt und gelernt und als wir dann in Prag waren, kam ich auch nicht zum Lesen. Die Tage dort waren sehr lang. Wir waren meistens zehn bis zwölf Stunden unterwegs und dies immer zu Fuss (nur einmal mit der Standseilbahn). Die kalte Luft und die langen Märsche sowie die vielen Erlebnisse in Prag, haben mich am Abend jeweils todmüde ins Bett fallen und sofort einschlafen lassen. So kam ich auch dort nicht zum Lesen. Nun muss ich aber schon sagen, dass mir meine Bücher und die Geschichten darin so richtig fehlen und darum freue ich mich besonders, dass mein Buchkaufverbot bald ausläuft und ich mir endlich wieder neue Bücher kaufen darf. Es werden aber maximal halb so viele sein, wie ich bis Ende Februar von meinem SuB weggelesen haben. Also werde ich mich nun mit einer Tasse Tee und einem Buch ins Bett kuscheln und wünsche euch allen einen schönen