Rezension: Leonard und Paul

Leonard und Paul - Rónán Hession

Beschreibung des Verlages:

Leonard und Paul sind allerbeste Freunde. Während Leonard als Ghostwriter Kinderenzyklopädien verfasst, arbeitet Paul als Aushilfspostbote. Das Leben der beiden verläuft in ruhigen, wohlgeordneten Bahnen – bis jedem von ihnen etwas widerfährt, das eine ganze Reihe von Veränderungen in Gang setzt.
Dieser hochgelobte Debütroman rückt jene Menschen in den Mittelpunkt der Erzählung, die im Alltag oftmals übersehen werden. Leonard und Paul beteiligen sich nicht am Lärmen der Welt, sondern zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die immer seltener anzutreffen sind: Freundlichkeit, Sanftmut und Bescheidenheit. Eine hinreißend charmante Lektüre voller Humor, die nachdrücklich vor Augen führt, wie bereichernd es sein kann, sich auf den Nebenstraßen des Lebens zu bewegen.
»Wenn Sie in diesem Jahr nur ein einziges Buch lesen, dann bitte dieses. Und wenn Sie fertig sind, dann gehen Sie in Ihre Buchhandlung und kaufen noch ein Exemplar für einen lieben Menschen. Denn jeder sollte einen Leonard oder einen Paul haben – und wenn nur in Buchform.« WDR 5 SCALA

Inhalt:
Paul lebt bei seinen Eltern, arbeitet wenige Tage im Monat als Postbote und hat eine Schwester, die bald heiratet. Sein bester Freund Leonard hat gerade seine Mutter verloren und verfasst als Ghostwriter Kinderenzyklopädien. Die beiden Einzelgänger verbringen ihre Abende mit Gesellschaftsspielen und langen Gesprächen. Ihr geregelter Alltag verändert sich aber von einem Tag auf den anderen, als Paul an einem Wettbewerb teilnimmt und Leonard Gefühle für eine Mitarbeiterin entwickelt.

Meine Meinung:
Das Buch hat mir Jamie im vergangenen Sommer aus ihren Regalen "vererbt" und ich bin so froh, dass ich durch sie diese wunderbare Geschichte entdeckt habe. Die Freundschaft von Leonard und Paul und die Liebe, welche sie beide für Pauls Eltern und seine Schwester Grace empfinden, ist absolut bedingungslos und auch wenn es einmal Unstimmigkeiten gibt, sind sie doch immer füreinander da. Das Buch ist extrem warmherzig und sorgt auch immer wieder für sehr humorvolle Szenen, die durch Missverständnisse oder in der Hektik rund um die Hochzeitsvorbereitungen entstehen. Das Buch zeigt aber auch auf, wie Familienbeziehungen und Freundschaften sich im Laufe eines Lebens verändern und welch ein Geschenk es ist, wenn erwachsene Geschwister einander unterstützen und immer noch gerne und oft in ihr Elternhaus zurückkehren.


Schreibstil und Aufbau:
Die Geschichte ist sehr unaufgeregt erzählt und überzeugt mit liebenswerten und mitten aus dem Leben gegriffenen Figuren und einer leise und zart beschreibenden Sprache. Besonders berührt haben mich die Gespräche zwischen Pauls Eltern und ihren Kindern und immer wieder hätte ich mich sehr gerne einem Spieleabend der bunt gemischten Gruppe angeschlossen.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch ist ein kleiner Schatz, der mit Gefühl, Humor und unglaublich charmanten Figuren überzeugt. Ich werde Hession auf jeden Fall im Auge behalten.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Leonard und Paul
Originaltitel: Leonard and Hungry Paul
Autor: RÓNÁN HESSION ist ein irischer Schriftsteller und Musiker, der in Dublin lebt. ›Leonard und Paul‹ ist sein hochgelobter Debütroman, der u. a. auf der Shortlist der Irish Book Awards rangierte und für die British Book Awards nominiert war. In Deutschland stand er 2023 auf der Shortlist ›Lieblingsbuch der Unabhängigen‹.
Sprache: Deutsch
Aus dem irischen Englisch von: Andrea O'Brien
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Dumont
Erscheinungstag: 15.07.2024
ISBN: 978-3-7558-0500-7

Rezension: Aufrappeln

Aufrappeln - Judith Poznan

Hinweis:
lose Fortsetzung von "Prima Aussicht"

Beschreibung des Verlages:
Als Judith am Morgen des Karfreitags ihr Bad betritt, ereignet sich etwas Unerwartetes: Aus dem Klo heraus schaut ihr eine Ratte entgegen. Die nächsten Tage werden auch nicht besser, denn aus heiterem Himmel trennt ihr Freund sich von ihr. Jetzt also alleinstehend mit Kind. Die nächsten Monate werden nicht einfach. Die Welt geht unter, mehrmals. Und dann wieder doch nicht. Die Seelenlage gerät durcheinander. Niemand muss den anderen nach einer Trennung am nächsten Tag noch mal wiedersehen – es sei denn, man hat ein gemeinsames Kind. Als Paar scheitern, aber zusammen Eltern bleiben ist das erklärte Ziel. Ein neuer Lebensplan muss also her, für sie drei als Patchworkfamilie, aber auch für Judith als Mutter und Single-Frau. Wie all dies gelingen kann, erzählt Judith Poznan in ›Aufrappeln‹. Sie erzählt von traurigen und ernsten, aber auch von absurden und heiteren Momenten nach einer Zäsur im Leben – aufrichtig, warmherzig und unheimlich witzig.

Inhalt:
Judith wird von ihrem Freund verlassen und muss sich als nun getrennt vom Vater ihres Kindes lebende Mutter nicht nur mit einer Rattenplage, sondern auch mit dieser für sie ganz neuen Form der Elternschaft auseinandersetzen. Wie bringt man das Hin und Her dieser Situation mit Flirtereien im Ausgang, dem alltäglichen Geldverdienen und dem Umzug in ein neues Zuhause unter einen Hut? Den Figuren gelingt dies manchmal ganz und manchmal gar nicht und dies alleine sorgt schon für wundervollste, herzerwärmendste Unterhaltung.

Meine Meinung:
Wie schon mit ihrem ersten Roman "Prima Aussicht" hat mich Judith Poznan mit "Aufrappeln" komplett für sich eingenommen. Und obwohl die - autofiktiv erzählte - Protagonistin Judith und ich nicht wirklich viel gemeinsam haben, fühlte ich mich ihr beim Lesen sehr verbunden. Die tragisch-komischen Szenen, der aus Traurigkeit und Verzweiflung entstehende Humor, die Erinnerungen an alte Schulschwärmereien und die Verknüpfung der Handlung mit aktuellem und vergangenem Zeitgeschehen machen diesen kurzen Roman zu einer sehr unterhaltsamen und zugleich auch nachdenklich und hoffnungsvoll stimmenden Lektüre.

Schreibstil und Aufbau:
Poznan gelingt es wie keiner zweiten, aus den einfachsten Alltagssituationen eine Nostalgie und Sehnsucht entstehen zu lassen, die ihresgleichen sucht. Und dennoch sind diese teilweise tieftraurigen Szenen alles andere als zermürbend oder entmutigend. Vielmehr gelingt es der Autorin, ihre Figuren nach jedem Fall wieder aufstehen und neuen Mut schöpfen zu lassen. Poznan zu lesen ist, wie einer ein wenig chaotischen und unendlich liebenswerten Freundin beim Erzählen zuzuhören und dieser Stil macht einfach Lust auf mehr.

Meine Empfehlung:
Natürlich empfehle ich auch auch "Aufrappeln" von Judith Poznan und möchte euch aber zuerst "Prima Aussicht" ans Herz legen. Ich freue mich schon sehr auf weitere Texte der Autorin.

Zusätzliche Infos:
Titel:
 Aufrappeln
Autorin: JUDITH POZNAN wurde 1986 in Berlin-Lichtenberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie an der Freien Universität Berlin Literaturwissenschaften und Publizistik. Sie schreibt regelmäßig für ZEIT ONLINE, die BERLINER ZEITUNG und SPIEGEL ONLINE. Mit ihrem Instagram-Account (@judith_poznan) erreicht sie täglich Tausende Follower. Bei DuMont erschien 2021 ihr Debüt ›Prima Aussicht‹.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Dumont
Erscheinungstag: 15.05.2024
ISBN: 978-3-8321-6729-5

Rezension: Das Land der Anderen

Das Land der Anderen - Leïla Slimani

Reiheninfos:
1. Das Land der Anderen
2. Schaut, wie wir tanzen
3. Trag des Feuer weiter

Beschreibung des Verlages:
Mathilde, eine junge Elsässerin, verliebt sich am Ende des Zweiten Weltkriegs in Amine Belhaj, einen marokkanischen Offizier im Dienst der französischen Armee. Die beiden heiraten und lassen sich in der Nähe von Meknès nieder, am Fuß des Atlas-Gebirges, auf einem abgelegenen Hof, den Amine von seinem Vater geerbt hat. Während er versucht, dem steinigen Boden einen kargen Ertrag abzutrotzen, zieht Mathilde die beiden Kinder groß. Voller Freiheitsdrang hatte sie den Aufbruch in ein neues, unbekanntes Leben gewagt und muss doch bald ernüchternde Erfahrungen machen: den alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft, in der eine Ehe zwischen einem Araber und einer Französin nicht vorgesehen ist, die patriarchalischen Traditionen der Einheimischen, das Unverständnis des eigenen Mannes. Aber Mathilde gibt nicht auf. Sie kämpft um Anerkennung und ihr Leben im Land der Anderen.

Inhalt:
Marokko in den 1950er Jahren; Mathilde, eine junge Französin, Amine, ein marokkanischer Offizier, eine unmögliche Liebe und Unruhen, die ihre gemeinsame Heimat zu einem Pulverfass machen. "Das Land der Anderen" erzählt davon, stets fremd zu sein, für die eigenen Überzeugungen, die Liebe und die Familie zu kämpfen und dabei von Leid, Armut, Rassismus und religiösem Fanatismus umgeben zu sein.

Meine Meinung:
Von der ersten Sekunde an hatte mich Slimani mit ihrer Geschichte für sich eingenommen. Zwar hatte ich manchmal meine liebe Mühe, für Mathilde und die Zeit, in der sie leben musste, Verständnis aufzubringen. Schliesslich lebt sie in einem sehr patriarchalischen System und ihr wird auch durch ihren eigenen Mann häusliche Gewalt angetan, sie erlebt Verbote und Sanktionen gegen sie und ihre Kinder. Und trotzdem ist sie ihrer Zeit voraus und eine Frau, die zumindest für sich selber einsteht, den Menschen in ihrem Dorf unter die Arme greift und sich sogar versucht, medizinisch weiterzubilden.
Leider wurde aber meine anfängliche Begeisterung irgendwann ein wenig gedämpft. Die Geschichte wurde für mein Empfinden in der zweiten Hälfte sehr zäh und ich musste mir das Buch leider ein wenig erkämpfen. Es hat mir allerdings gefallen, wie Mathildes Tochter Aïcha, welche im zweiten Band der Trilogie immer wichtiger wird, gegen Ende des ersten Bandes ins Zentrum des Geschehens rückt. Ausserdem werden der Rassismus und die Aufstände sowie die generell sehr vertrackte Situation, in der sich Mathilde und Amines Familie befindet, sehr eindringlich geschildert. Genau durch solche Kniffe zeigt Slimani einfach auf, wie grossartig sie ihr Handwerk versteht.

Meine Empfehlung:
Das Buch hat mich lange beschäftigt und es mir nicht ganz leicht gemacht, mich aber auch sehr fasziniert. Die weiteren Bände werde ich mir sicher nicht neu kaufen, aber ich ich kann mir sehr gut vorstellen, sie mir gebraucht zu holen. Wer aber ein wenig Ausdauer hat und sich für die Geschichte und Politik Marokkos und eine Familienchronik interessiert, ist mit der Reihe sicher bestens beraten.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Das Land der Anderen
Originaltitel: Le Pays des Autres
Autorin: Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. Zuletzt erschien im Luchterhand Literaturverlag die Romane »Das Land der Anderen«, »Schaut, wie wir tanzen« sowie »Trag das Feuer weiter«. Sie sind Teil einer Trilogie, die auf der Geschichte von Leïla Slimanis eigener Familie beruht. »Leïla Slimani hat auf traumhaft schöne, lebendige, mitreißende Weise Weltgeschichte in Literatur verwandelt, die uns über drei Generationen trägt.« (Volker Weidermann, DIE ZEIT)
Sprache: Deutsch
Aus dem Französischen von: Amelie Thoma
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: btb Verlag
Erschienen am: 14.12.2022
ISBN: 978-3-442-77261-2

Lese-Statistik Januar 2026

Hallo ihr Lieben

Obwohl ich eigentlich gut und ziemlich erholt ins Neue Jahr gestartet bin, hat sich der Januar ein wenig wie ein Taumeln zwischen verschiedenen Welten angefühlt. Einerseits bin ich mit enorm viel Energie in diesen ersten Monat des Jahres gestartet, andererseits hat mich eine fiese Magen-Darm-Infektion kurzzeitig aber vollständig ausgeknockt. Einerseits hatte ich mit zwei Konzerten und einer Trauerfeier eher wenig zu spielen, andererseits habe ich so viele Projekte für die kommenden Monate gleichzeitig vorbereitet, dass ich mich konzentrieren musste, um den Überblick zu behalten. Und einerseits habe ich viel und rastlos (an-)gelesen und andererseits habe ich kaum ein Buch beendet.
Insgesamt war der Januar aber ein guter Monat, in dem ich viele Dinge in meinem Tempo erledigen konnte und der Februar wird noch einmal ähnlich sein. In der einen unterrichtsfreien Woche, die ich haben werde, sind zwar viele andere Dinge geplant, aber immerhin kann ich diese alle in meinem Tempo und ganz nach Lust und Laune abarbeiten und darauf freue ich mich sehr. Schliesslich muss ich schon dafür sorgen, dass ich im Februar noch einmal ein wenig Energie tanken kann. Erst gerade hat mir mein Kalender nämlich gesagt, dass ich im ganzen Monat März nur genau zwei freie Tage haben werde...
Mein Leseverhalten im Januar war übrigens geprägt von SuB-Leichen und Abbrüchen und auch wenn das in der Bilanz gar nicht nach einem guten Monat aussieht, war das in der Praxis trotzdem ein sehr guter Monat. Dazu möchte ich direkt noch ein paar Worte verlieren und werde ein wenig ausholen, wer sich also nur für Zahlen und meine gelesenen Bücher interessiert, darf den nächsten Abschnitt getrost überspringen :-D

Und zwar wissen mittlerweile die meisten von euch, dass ich meine Bücher seit bald zwei Jahren nach Coverfarben lese. Ein schöner Nebeneffekt davon ist mein immer schön farblich sortierter Instagram-Feed. Der Haupteffekt ist aber, dass ich so auch zu Büchern greife, die sich in den tiefen meines SuBs verstecken und die vor allem deshalb schon so lange hier liegen, weil ich sie - bewusst oder unbewusst - ein wenig vor mir hergeschoben habe. So habe ich es in den letzten Monaten geschafft, meinen SuB permanent zu verjüngen. Ich habe unerwartet viele SuB-Leichen gelesen und positive Überraschungen erleben dürfen, manchmal habe ich Bücher aber auch nur angelesen und dann guten Gewissens (ich hatte es ja schliesslich immerhin probiert) aussortiert.
Der Januar stand ganz im Zeichen der schwarzen Cover und da waren zwei Bücher dabei, die ich aus Bücherschränken mitgenommen hatte und einfach einmal anlesen wollte. Das waren "Der Trost des Nachthimmels" von Dževad Karahasan" und "Die Witwen von Eastwick" von John Updike. Weiter stand die Harry Hole-Reihe von Jo Nesbø schon länger bei mir auf der "Abschussliste" und ich wollte einfach noch einmal testen, ob ich die Reihe weiterverfolgen oder weggeben möchte. Wie ich mich bei all diesen Büchern entschieden habe, seht ihr untenstehend :-D
Zusätzlich habe ich mit "Der blaue Vogel" und "Anton Bruckner. Ein Leben mit Musik" zwei Bücher gelesen, die mich beruflich interessiert haben, respektive habe ich "Der blaue Vogel" zur Konzeptionierung eines Projektes benötigt. Diese beiden Bücher habe ich gelesen, aber einfach nicht rezensiert.
Und dann gab es mit "Kleine Probleme" von Nele Pollatschek noch einen ganz überraschenden Abbruch. Auf dieses Buch hatte ich mich seit Wochen gefreut und es wäre direkt als erste Lektüre im Neuen Jahr gedacht gewesen und dann war es so langweilig und der Protagonist hat mich so sehr genervt, dass das Buch direkt weiterziehen durfte.

Da bei mir der SuB-Abbau im Zentrum steht und da sich bei meinem Sammelverhalten Abbrüche nicht vermeiden lassen, ja sogar einkalkuliert sind - ich nehme nämlich oft Bücher aus Bücherschränken mit, weil ich sie einfach einmal "ausprobieren" möchte, im vollen Wissen, dass ich sie wahrscheinlich abbreche - bin ich sehr fein mit dem Lesemonat Januar. Auch wenn es hier keine Rezensionen geregnet hat, so habe ich meinen SuB deutlich verkleinert und verjüngt und vier Neuzugänge lassen sich da definitiv auch noch verkraften.

Gelesen und rezensiert im Januar:

Anfangs eher langsamer, dann packenderer Spannnungsroman mit nicht ganz überzeugender Protagonistin


Grandiose Protagonistin, überzeugender Fall, kleine Längen in der Mitte, viel London-Liebe


Atmosphärischer, bestürzender Spannungsroman des Grossmeisters Mankell, heftige Kost, wichtiges Buch


Äusserst unterhaltsamer, spannender Allgäu-Krimi, 9. Band der Kluftinger-Reihe


Alle Seitenzahlen und Rezensionslinks:

Kleine Probleme - Nele Pollatschek   (abgebrochen nach 46 Seiten)
Die Witwen von Eastwick - John Updike   (abgebrochen nach 18 Seiten)
Rotkehlchen (Harry Hole 3)- Jo Nes
bø   (abgebrochen nach 127 Seiten)
Der Trost des Nachthimmels - Dževad Karahasan   (abgebrochen nach 24 Seiten)

Der blaue Vogel - Maurice Maeterlinck   (172 Seiten, keine Rezension)
Anton Bruckner. Ein Leben mit Musik - Felix Diergarten   (240 Seiten, keine Rezension)
Rauhnächte - Ellen Sandberg   (352 Seiten)
Schwarzer Mittwoch - Nicci French   (528 Seiten)
Kennedys Hirn - Henning Mankell   (400 Seiten)
Himmelhorn - Volker Klüpfel und Michael Kobr   (496 Seiten)

Neuzugänge: 

Krawall und Kekse - Shirley Jackson   (Buchgewinn aus einem Adventsgewinnspiel)
Griechischstunden - Han Kang   (neu gekauft)
Der Markt der Weihnachtswunder - Felicitas Kind   (Bücherschrankfund)
Meistens kommt es anders, wenn man denkt - Petra Hülsmann   (Bücherschrankfund)

Abgebrochen:

Kleine Probleme - Nele Pollatschek: das Buch hat mich gelangweilt, der Protagonist hat mich genervt
Die Witwen von Eastwick - John Updike: vielleicht hätte ich den Vorgänger "Die Hexen von Eastwick" lesen müssen, aber der Schreibstil sagte mir so oder so nicht zu und ich denke, das Buch ist in anderen Händen besser aufgehoben :-D
Rotkehlchen (Harry Hole 3)- Jo Nesbø: nach langem Hin und Her habe ich dieses Buch abgebrochen und den Rest der Reihe aussortiert. "Schneemann" war damals ein Highlight, aber ausgerechnet an diesen Band ist kein weiterer herangekommen. Auch nach über 100 Seiten hat sich in "Rotkehlchen" noch nichts getan und ich wollte mich einfach nicht länger mit diesem zähen Stil abgeben.
Der Trost des Nachthimmels - Dževad Karahasan: Pathos, Pathos, Pathos und doch irgendwie bisher kaum Inhalt. Klar, 700 Seiten fehlen noch (aber eben, 700 Seiten!!!) und die Geschichte spielt vor mehr als 1000 Jahren, darauf hatte ich dann doch irgendwie keine Lust...

Ungelesen aussortiert:

Jo Nesbø - Die Larve (Harry Hole 9)
Jo Nesbø -
Leopard (Harry Hole 8)
Jo Nesbø - Koma (Harry Hole 10)
Jo Nesbø - messer (Harry Hole 12)
Die Fährte - Jo Nesbø (Harry Hole 4)
Durst - Jo Nesbø
 (Harry Hole 11) 
Der Erlöser - Jo Nesbø (Harry Hole 6)

Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 6
Abgebrochene Bücher: 4
Ungelesen aussortierte Bücher: 7
Gelesene Seiten: 2'403 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 77.52 Seiten
Bücher von Autorinnen: 1
Bücher von Autoren: 3
Autor*innenduos (oder Gruppen): 2
Geschenkt bekommene Bücher: -
Ausgeliehen: -
Buchgewinn: 1
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: -
Neu gekaufte Bücher: 1
Gebraucht gekaufte Bücher: 
Eingesammelte Bücher: 2
Bibliotheksbücher: -
Gesamte Neuzugänge: 4
SuB am Monatsbeginn: 57
Aktueller SuB: 44
Differenz: -13

Rezension: Himmelhorn

Himmelhorn - Volker Klüpfel und Michael Kobr

Reiheninfos:

  1. Milchgeld
  2. Erntedank
  3. Seegrund
  4. Laienspiel
  5. Rauhnacht
  6. Schutzpatron
  7. Herzblut
  8. Grimmbart
  9. Himmelhorn
  10. Kluftinger
  11. Funkenmord
  12. Affenhitze
  13. Lückenbüßer

Beschreibung des Verlages:
Der neunte Fall der Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr führt den Kult-Kommissar Kluftinger in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt auf das Himmelhorn, einen der gefährlichsten Berge des Allgäus. Natürlich liebt Klufti die Berge – wenn sie kässpatzenförmig auf seinem Teller aufragen. Doch der neueste Streich von Gesundheitsfetischist Langhammer befördert den Kommissar samt E-Bike tief in die Allgäuer Alpen, wo die beiden prompt auf drei Leichen stoßen: ein bekannter Dokumentarfilmer und zwei einheimische Bergführer, die einen Film über die Erstbesteigung des Himmelhorns drehen wollten. Wie es scheint, waren sie dem als äußerst gefährlich geltenden Gipfel nicht gewachsen. Die Ermittlungen im Umfeld der Toten führt Klufti in sehr abgelegene Alpentäler und zu deren starrköpfigen Bewohnern, die noch wortkarger sind als er.

Inhalt:
In seinem neunten Fall wird Klufti nicht nur zum Gipfelstürmer, sondern auch zum Börsenspekulanten, Paarberater und E-Biker. Im Hause Kluftinger geht es aber trotzdem nicht immer sehr harmonisch zu, Kluftis Sohn Markus kümmert sich nämlich mehr um seine Prüfungen und Beizentouren als um seine schwangere Frau Yumiko. Unterdessen sorgen rätselhafte Todesfälle am Himmelhorn und eine verstrickte Familienfehde für zusätzliche Ermittlungsarbeit und auch Doktor Langhammer gerät auf Abwege, allerdings Abwege amouröser Natur.
Einmal mehr ist es Kluftingers untrüglicher Instinkt, der hilft, auch noch den verschwiegensten Berglern unangenehme Wahrheiten zu entlocken und sein Team auf die richtigen Fährten zu führen.

Meine Meinung:
Kluftinger wächst wieder einmal über sich selber hinaus und nimmt sich mit viel Durchhaltevermögen einem Verbrechen an, das ohne seine Aufmerksamkeit als Unfall ad acta gelegt worden wäre. Dafür muss er einiges an Überzeugungsarbeit leisten und hat es in seinem neunten Fall besonders schwer, sein Team zum Arbeiten zu bringen. Schliesslich sind alle seine Mitarbeitenden mit privaten Ablenkungen beschäftigt. Dies sorgt für diverse absurd komische Situationen und beste Unterhaltung und auch die Entwicklung dieses durchaus vertrackten Falles hat mich begeistert. Dabei wird auch eindrücklich aufgezeigt, was Hass und Verzweiflung mit Menschen anstellen kann.
Ausserdem hat mich die Aufmachung des Krimis für sich eingenommen. Jedem Kapitel ist nämlich ein Eintrag aus einem Gipfelbuch der Region vorangestellt und zeigt einmal mehr, wie viel Wert die Autoren Klüpfel und Kobr auf die Details und Gründlichkeit ihrer Recherchen zu ihren Kriminalromanen legen.

Meine Empfehlung:
Ich wiederhole mich, aber die Reihe gefällt mir nach wie vor sehr gut. Das Autorenduo ist mittlerweile zu einer Einheit zusammengewachsen, die es immer besser versteht, spannend, unterhaltsam und mit Fingerspitzengefühl zu erzählen und dabei liebenswerte und charmante Figuren mit Ecken und Kanten zu schaffen. Leseempfehlung!

Zusätzliche Infos:
Titel:
 Himmelhorn
Autoren: Volker Klüpfel teilt mit Kluftinger den Heimatort Altusried. Doch den ehemaligen Journalisten hat es beruflich nach Augsburg verschlagen. Dort lebt er nach wie vor mit seiner Familie, auch wenn ihn sein Beruf nun nicht mehr in die Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen, sondern an seinen Autoren-Schreibtisch führt. Studiert hat Klüpfel, Jahrgang 1971, Politik und Geschichte in Bamberg, arbeitete dann bei einer Zeitung in den USA und vertreibt sich seine Zeit mit Sport und Theater – entweder als Zuschauer oder als Mitspieler bei den Freilichtspielen in Altusried. Wie Kommissar Kluftinger. Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte Germanistik und Romanistik in Erlangen. Er arbeitete nach dem Staatsexamen an verschiedenen Realschulen in Bayern, momentan aber ist er beurlaubt – um sich dem Schreiben der Romane, den Shows und der Familie widmen zu können. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Allgäu.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungstermin: 02.10.2017
ISBN: 978-3-426-51185-5  

Rezension: Kennedys Hirn

Kennedys Hirn - Henning Mankell

TW: 
Experimente an Menschen und Tieren, Tod, Schmerz, HIV/Aids, Prostitution

Beschreibung des Verlages:
»Die Katastrophe kam im Herbst und brach ohne Vorwarnung über sie herein. Sie warf keine Schatten, sie bewegte sich vollkommen lautlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte sie eine Vorstellung davon, was geschah.«
Als die Archäologin Louise Cantor von ihrer Ausgrabung in Griechenland zu einem Vortrag nach Schweden reist, will sie auch ihren 25-jährigen Sohn wiedersehen. Doch als sie die Wohnung in Stockholm betritt, liegt Henrik tot in seinem Bett. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber daran kann Louise nicht glauben. In dem Kleiderschrank ihres Sohnes findet sie eine Menge Material zu der Frage, warum das Hirn von John F. Kennedy nach der Obduktion spurlos verschwand. War Henrik einem kriminellen Geheimnis auf der Spur? Je mehr sie über sein Leben erfährt, umso klarer wird ihr, wie wenig sie ihren Sohn eigentlich gekannt hat. Auf der Suche nach Hinweisen, die seinen Tod erklären könnten, reist sie nach Australien zu ihrem verschwundenen Exmann und folgt Henriks Spuren über Barcelona nach Mosambik. Dort stößt sie auf ein Asyl für mittellose Aidskranke, in dem auch ihr Sohn gearbeitet hat und das von einem reichen weißen Mann aus scheinbar selbstlosen Gründen ins Leben gerufen wurde. Doch Louise ahnt bald, dass sich dahinter ein ungeheurer humanitärer Skandal verbirgt …

Inhalt:
Die angesehene Archäologin Louise Cantor erlebt, was keine Mutter erleben sollte: ihr Sohn verstirbt plötzlich. Beim Sichten seiner wenigen persönlichen Dinge realisiert sie, dass sie ihn eigentlich kaum gekannt hat und dass er vor allem einer brisanten Sache auf der Spur war. Der Verdacht, dass er vielleicht ermordet worden ist, wächst in ihr und sie stürzt sich in eigene Ermittlungen.
Dabei entdeckt sie mehr und mehr menschliche Abgründe und bringt sich selber in grosse Gefahr.

Meine Meinung:
Henning Mankell gehört seit jeher zu meinen liebsten Autoren. Viele kennen ihn für seine schwedischen Krimis mit Tiefgang, viel Gesellschaftskritik und einer schweren, aber wunderschönen Melancholie im Schreibstil und natürlich ist er bekannt für seinen Kommissar Wallander. Er hat aber auch berührende und bestürzende Romane geschrieben, die in Afrika spielen. In "Kennedys Hirn" vereint er Spannung, Afrika, den Schmerz einer trauernden Mutter und menschliche Bösartigkeit auf grandiose Weise. Der Inhalt dieses Buches ist heftig und hat mich einige Male leer schlucken lassen. Wegschauen ist aber keine Option und Mankell führt uns mit seiner mutigen Protagonistin sanft durch seine packende und bewegende Geschichte.

Schreibstil und Aufbau:
Auf Mankells Schreibstil muss man sich einlassen, ich geniesse dieses Eintauchen aber immer sehr. Bei anderen Autor*innen stört es mich oft, wenn sehr langsam erzählt wird. Mankell schafft es aber, seine Geschichten mit viel Atmosphäre, starken Emotionen und vor allem nahbaren Figuren mit Ecken und Kanten auszustatten. Seinen Schreibstil würde ich wohl mittlerweile an nur wenigen Sätzen erkennen und bei diesem Spannungsroman/Krimi hat mir besonders gut gefallen, dass die Erzählsprache von Unverständnis und Zorn getrieben ist. Vom Zorn eines schreibenden Menschen, der in die tiefsten und dunkelsten Ecken des Menschseins geblickt hat und immer noch nicht fassen kann, was er dabei erkennen musste.

Meine Empfehlung:
Ich fürchte mich schon vor dem Tag, an dem ich alle noch verbleibenden Bücher von Henning Mankell gelesen habe und mich auf keine weiteren Werke von ihm freuen kann. Er war einfach ein einzigartiger Erzähler und sogar seine älteren Krimis sind nach wie vor hochaktuell und brisant. Auch diesen sehr gesellschaftskritischen Krimi (oder vielleicht eher Spannungsroman) möchte ich euch sehr gerne weiterempfehlen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Kennedys Hirn
Originaltitel: Kennedys Hjärna
Autor: Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, war einer der großen schwedischen Gegenwartsautoren, von Lesern rund um die Welt geschätzt. Sein Werk wurde in über vierzig Sprachen übersetzt, es umfasst etwa vierzig Romane und zahlreiche Theaterstücke. Nicht nur sein Werk, sondern auch sein persönliches Engagement stand im Zeichen der Solidarität. Henning Mankell lebte abwechselnd in Schweden und Mosambik, wo er künstlerischer Leiter des Teatro Avenida in Maputo war. Er starb am 5. Oktober 2015 in Göteborg. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv.
Sprache: Deutsch
Aus dem Schwedischen von: Wolfgang Butt
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum meiner Ausgabe: 4. Auflage, Juni 2008
ISBN meiner Ausgabe: 978-3-423-21025-6

Mein SuB kommt zu Wort, 20.01.26

Alle Informationen zur Aktion findet ihr bei Melli
Hallo ihr Lieben

Ich hoffe, dass ihr gut im Neuen Jahr angekommen seid und bisher einen angenehmen, lesereichen und vor allem gesunden Januar hattet. Im Januar standen einige SuB-Leichen bei mir auf dem Programm, die ich angelesen und auch ziemlich konsequent abgebrochen und aussortiert habe. SuBrina ist ein wenig zusammengeschrumpft und hat nun um so mehr Platz in ihren Regalen und sie sagt zwar, dass sie mir nicht übel nimmt, dass ich sie so reduziert habe, aber so gaaaaanz sicher bin ich mir da nicht. Vielleicht erzählt sie euch ein wenig mehr ;-)

1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ein grosses Hallo!!! auch noch von mir und wir kommen sofort zum Punkt: ihr werdet jetzt sicher grosse Augen machen, das haben wir nämlich bei der Zählung auch gerade...Frauchen hat Ende Dezember noch sehr viele Bücher beendet und am vergangenen Sonntag dann auch noch einige Bücher angelesen und aussortiert und es durfte dann schliesslich eine fast komplette Reihe weichen und ja...ich wiege gerade noch - für meine Verhältnisse - sagenhaft leichte 46 Bücher und das hätte ich mir vor zwei bis drei Monaten nie träumen lassen. Ein wenig.....irritiert bin ich zwar schon, dass es meinen Schätzen nun so an den Kragen gegangen ist, aber ich bin auch froh, dass hier jetzt wirklich nur noch Bücher aus den letzten paar Jahren liegen, die hoffentlich für viel Lesefreude sorgen werden.

Die SuB-Entwicklung in der Übersicht:
20.05.2016: 222 Bücher (allererste Teilnahme bei dieser Aktion)
20.02.2017: 243 Bücher (absoluter SuB-Höchststand war im Januar 2017 mit 247 Büchern)
20.05.2017: 184 Bücher (nach der grossen Entrümpelung)
20.01.2018: 166 Bücher
20.12.2018: 145 Bücher (es geht voran)
20.01.2020: 132 Bücher (laaaaangsam, aber stetig)
20.01.2021: 116 Bücher
20.01.2022: 101 Bücher (uHu-Bereich in greifbarer Nähe...)
20.08.2022: 96 Bücher (definitiv im uHu-Bereich angekommen)
20.12.2022: 77 Bücher
20.12.2023: 61 Bücher
20.02.2024: 58 Bücher und 2 Bibliotheksbücher
20.10.2024: 70 Bücher
20.11.2024: 89 Bücher
01.01.2025: 90 Bücher
20.01.2025: 86 Bücher
20.02.2025: 82 Bücher
20.05.2025: 77 Bücher
30.06.2025: 69 Bücher
31.07.2025: 68 Bücher
20.08.2025: 67 Bücher
30.09.2025: 64 Bücher
20.10.2025: 66 Bücher
20.11.2025: 58 Bücher
20.12.2025: 61 Bücher...ups!!!
01.01.2026: 57 Bücher

20.01.2026: 46 Bücher

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!Hier sind seit dem 01.01.26 zwei Bücher eingezogen und wir hoffen sehr, dass es bei diesen zwei Büchern bleibt. Einerseits hat Frauchen mit "Krawall und Kekse" von Shirley Jackson einen Gewinn aus einem Adventsgewinnspiel erhalten, andererseits ist "Griechischstunden" von Han Kang hier eingetroffen, das Frauchen vor mehreren Monaten als Taschenbuchausgabe vorbestellt und in der Zwischenzeit ein wenig vergessen hatte...

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deiner Besitzerin gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt gelesen und rezensiert hat Frauchen "Schwarzer Mittwoch" von Nicci French. Der Krimi ist der dritte Teil der Frieda Klein-Reihe. Das Buch lag seit 2025 in meinen Regalen, wurde also nach weniger als einem Jahr Aufenthalt in meinen Regalen gelesen. Mein Frauchen hat sich davon gut unterhalten gefühlt, wenn auch der Anfang sich ein wenig langsam entwickelt hat. Dafür hat ihr die Protagonistin um so besser gefallen. Zur Rezension geht es HIER.


4. Liebe:r SuB, zeig uns Bücher ohne Artikel im Titel von Deinen Stapeln!
Oh je, gerade am Sonntag hat Frauchen einige Bücher ohne Artikel im Titel aussortiert... Aber gerade liest sie "Kennedys Hirn" und bald liest sie auch noch "Himmelhorn", die sollten bei der nächsten Aktion definitiv weggelesen sein ;-)

Und nun möchten wir euch noch alles Liebe und Gute für den Rest des Januars wünschen und hoffen, dass ihr im 2026 gesund und munter bleiben und ganz viele tolle Geschichten für euch entdecken dürft. Verlinkt doch gerne eure Posts in den Kommentaren, damit wir vorbeischauen können. Darauf freuen wir uns schon sehr.

Alles Liebe
SuBrina (und Livia)

Rezension: Schwarzer Mittwoch

Schwarzer Mittwoch - Nicci French

Frieda Klein-Reihe:

1. Blauer Montag (2011)
2. Eisiger Dienstag (2012)
3. Schwarzer Mittwoch (2013)
4. Dunkler Donnerstag (2014)
5. Mörderischer Freitag (2015)
6. Böser Samstag (2016)
7. Blutroter Sonntag (2017)
8. Der achte Tag (2018)

Beschreibung des Verlages (via Penguin):
Ruth Lennox, Mutter von drei Kindern und glücklich verheiratet, wird ermordet aufgefunden. Doch warum musste die allseits beliebte und sozial engagierte Frau sterben? Inspektor Karlsson ruft Psychotherapeutin Frieda Klein zu Hilfe – obwohl diese seit ihrem gemeinsamen letzten Fall strikte Anweisung hat, sich aus jeglichen Ermittlungen rauszuhalten. Frieda hat bald ihre Zweifel am Idyll: Das Leben der Familie Lennox scheint einfach zu perfekt, um wahr zu sein. Und je tiefer sie hinter die Fassaden blickt, desto größer wird die Zahl der Tatverdächtigen ...

Inhalt:
Während Frieda sich noch von den schweren Verletzungen erholt, die sie sich bei ihren vergangenen Ermittlungen zugezogen hat, wird eine Leiche gefunden. Eine scheinbar perfekte und überall beliebte Frau und Mutter ist brutal ermordet worden. Zuerst tappt die Polizei komplett im Dunkeln und plötzlich wird die Liste der Verdächtigen zwar lang und länger, es passt aber trotzdem nichts zusammen. Gleichzeitig ermittelt ein Journalist in einem eigenen Fall und untersucht das Verschwinden junger Frauen. Mittendrin steht Frieda, die sich eigentlich Ruhe gönnen soll und will und die trotzdem am Puls der Ermittlungen entscheidende Hinweise liefert.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist der erste Band dieser Reihe, der sich am Anfang ein wenig gezogen hat. Sehr, sehr deutlich wurde dabei aufgezeigt, wie sehr die Polizei im Dunkeln tappt und wie langweilig das Leben der ermordeten Frau gewesen sein soll. Und doch entwickelt sich dann natürlich alles anders und in dem Moment, in dem Frieda ihrem Instinkt zu folgen beginnt, wird die Geschichte so richtig spannend. Tatsächlich hatte ich die ganze Sache (kurz) vor Frieda durchschaut, aber trotzdem hat mich auch das Ende überzeugt.
Auch Friedas Privatleben fährt wieder Achterbahn und es hat mir gefallen, wie realistisch ihre eigene Verletzlichkeit dargestellt wird. Ausserdem mag ich einfach, wie sehr ihr Haus und ihre Gesellschaft jeweils zu physischen und emotionalen Schutzräumen für diverse gestrandete Personen werden. Diese Menschen in ihrem Umfeld werden dabei zugleich zur Belastung als auch zum Dorf von Frieda. Sie alle sind Freundinnen und Freunde dieser sonst eher einzelgängerischen Hauptfigur und diese menschliche und sogar herzliche Komponente der sonst oft ziemlich brutalen Reihe gefällt mir sehr gut.

Meine Empfehlung:
Kleinen Startschwierigkeiten zum Trotz hat mich auch der dritte Band der Reihe überzeugt und ich möchte ihn euch unbedingt ans Herz legen, empfehle euch aber auf jeden Fall, die Reihe chronologisch zu lesen.

Zusätzliche Infos:
Titel:
 Schwarzer Mittwoch
Originaltitel: Waiting for Wednesday
Autoren: Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben im Süden Englands.
Taschenbuch, Paperback: 528 Seiten
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Birgit Moosmüller
Verlag meiner Ausgabe: C.Bertelsmann
Erscheinungstermin dieser Ausgabe: 2013
ISBN: 978-3-570-10164-3

Rezension: Rauhnächte

Rezensionsexemplar aus dem Penguinverlag (via Bloggerportal), vielen Dank

Rauhnächte - Ellen Sandberg

Beschreibung des Verlages (Achtung, der Klappentext verrät viel vom Inhalt, lesen auf eigene Gefahr!):

„Sie darf das nie erfahren. Du hast es mir versprochen!“ Wie ein Faustschlag trifft dieser Satz die 22-jährige Pia an Heiligabend, als sie ein Streitgespräch ihrer Eltern belauscht. Als sie kurz darauf herausfindet, dass sie mit vier Jahren adoptiert wurde, bricht ihre bis dahin gekannte Welt vollends zusammen. Schon ihr Leben lang fühlte sie sich anders, seltsam fremd, als ob ein Tabu sie umgibt. Nun scheint all das bestätigt. Auf der Suche nach Antworten fährt Pia nach Wasserburg am Inn, dem Heimatort ihrer leiblichen Mutter. Der Raureif hängt tief in den winterlichen Inn Auen und durch das mittelalterliche Städtchen tanzen schauerliche Gestalten, die nach altem Brauch die Geister vertreiben sollen. In den Rauhnächten, so sagt man, drängen alte, gut gehütete Geheimnisse wieder an die Oberfläche. Und je näher Pia der Wahrheit über ihre Mutter kommt, desto enger ziehen die Geister der Vergangenheit ihre Kreise um sie. Bis Pia in tödlicher Gefahr schwebt ...

Inhalt:
Von einer Sekunde auf die andere ist in Pias Leben nichts mehr, wie es vorher war. Ausgerechnet am 24. Dezember erfährt sie eine unbequeme Wahrheit über ihre Familie, die alles in ganz anderem Licht dastehen lässt. In der mystischen Zeit der Raunächte macht sie sich auf die Suche nach Spuren, die tief in die Vergangenheit ihrer Familie führen und bringt sich dabei in grosse Gefahr.

Meine Meinung:
Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch die Rezensionen von Martina und Irene vor allem die von ihnen gelobte Spannung und die mystische Stimmung hat mich neugierig gemacht. Tatsächlich empfand ich die Geschichte aber zumindest am Anfang als eher langatmig erzählt. Düster und mystisch war die Geschichte aber und das hat mir sehr gut gefallen. Gegen Ende wurde es aber immer spannender und obwohl ich ein paar Ideen hatte, wie alles zusammenhängen könnte, habe ich doch nicht ganz ins Schwarze getroffen. Leider hat mich - wie auch andere Rezensent*innen - die Hauptfigur Pia, respektive vor allem ihre anfänglich extrem kindliche und naive Art gestört. Die Figur macht zwar im Laufe des Romans eine grosse und dadurch fast unglaubwürdige Entwicklung durch, ich finde aber, dass man dem Roman auch nach dessen gründlicher Überarbeitung immer noch anmerkt, dass er von der Autorin zuerst als Jugendbuch konzipiert worden ist.

Schreibstil und Aufbau:
Die Handlung beginnt übrigens am 24. Dezember und ich habe die Kapitel immer am entsprechenden Datum respektive der entsprechenden Raunacht gelesen und so war das Buch eine Art Kalender zwischen den Jahren, was für mich sehr gut gepasst hat. So kommt die mystische Atmosphäre um so besser zum Zug und an verschneiten, kalten Winterabenden liest sich dieses Buch besonders gut.
Die Figuren bleiben leider ein wenig blass und wie erwähnt hatte ich meine liebe Mühe mit der Protagonistin, da hätte sicher einiges noch besser ausgearbeitet werden können. Leider hat nämlich der Schreibstil nicht ganz mit der wirklich tollen Grundidee mithalten können.
Eine Notiz noch am Rande, die mich eventuell als Nerd enttarnt...: es hat mich gestört und es wundert mich auch, dass sowohl im Titel als auch im Fliesstext die alte Rechtschreibung "Rauhnacht/Rauhnächte" verwendet wird. Mir ist bewusst, dass diese Schreibweise immer noch rege genutzt wird und ich hatte auch schon einige Male den Eindruck, als würden vor allem eher esoterisch angehauchte Kreise daran festhalten, aber irgendwie finde ich, dass in einem so druckfrischen Buch eigentlich die Schreibweise verwendet werden sollte, die auch im Duden zu finden ist (die alte Schreibweise findet sich nicht einmal mehr im Duden). Zuerst habe ich erwartet, dass sich die Entscheidung für diese Schreibweise aus dem Inhalt des Buches erschliesst, aber tatsächlich wurde da im Lektorat wohl einfach falsch entschieden.

Meine Empfehlung:
Wer atemlose Spannung sucht, ist mit diesem Roman sicher falsch beraten, die besondere Mystik der Raunächte und ein gefährliches Geheimnis machen dieses Buch aber zu einem lesenswerten Kalender für die Zeit zwischen den Jahren.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Rauhnächte
Autorin: Ellen Sandberg arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete – mit riesigem Erfolg: Ihre psychologischen Spannungs- und Familienromane, die immer monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stehen und denen immer ein wichtiges Thema unserer deutschen Vergangenheit zugrunde liegt, bewegen und begeistern zahllose Leserinnen und Leser – wie zuletzt »Das Geheimnis«, »Das Unrecht« und »Keine Reue«. 2022 wurde ihr der Verfassungsorden des Freistaats Bayern verliehen. Unter ihrem bürgerlichen Namen Inge Löhnig veröffentlicht sie erfolgreiche Kriminalromane.
Sprache: Deutsch
Hardcover mit Schutzumschlag: 352 Seiten
Verlag: Penguin
Erschienen am: 12.11.2025
ISBN: 978-3-328-60437-2

Buchige Jahresstatistik 2025

Hallo ihr Lieben

Bevor ich hoffentlich schon ganz bald die ersten 2026-Rezensionen tippe (die neue Jahreszahl fühlt sich noch komisch an...), möchte ich ein letztes Mal auf 2025 zurückblicken und euch meine buchige Jahresstatistik präsentieren.

Schnappt euch also einen Snack und ein Getränk eurer Wahl und taucht mit mir ein in meine Statistiken aus 2025. Ich weiss jetzt schon, dass der SuB grandios gesunken ist, so darf es 2026 weitergehen, aber alle weiteren Zahlen werte ich jetzt erst aus und bin schon seeeehr gespannt auf die Zahlen und die Schlüsse, die ich daraus ziehen werde. Macht es euch gemütlich, holt euch Verpflegung und dann geht es los :-D

Meine liebsten Bücher im Jahr 2025

Gerade bin ich meine letzten zwölf Lesemonate durchgegangen und ich hatte nicht in jedem Monat ein Highlight zu verbuchen, aber dennoch habe ich einige Bücher gelesen, die mich besonders beschäftigt und berührt oder einfach ganz ausserordentlich gut unterhalten haben und diese möchte ich hier noch einmal erwähnen. "Goldene Zeiten im Gepäck" habe ich bereits weitergegeben, deshalb fehlt es auf dem Foto. Es soll nämlich ein Wanderbuch werden und ich hoffe, dass es noch ganz viele Menschen berühren darf.

Hier noch einmal die Rezensionen zu meinen Lieblingen aus 2025:
Hitzewelle (Das Lügenhaus 3) - Anne B. Ragde
Prima Aussicht - Judith Poznan
Der verratene Ganove (Rory Shy 7) - Oliver Schlick
Das Glück riecht nach Sommer - Meike Werkmeister
Ich, Eleanor Oliphant
Goldene Zeiten im Gepäck - Adriana Popescu
Tauben fliegen auf - Melinda Nadj Abonji
Die Rettung - Charlotte McConaghy
Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird - Saša Stanišić
A Mouse Called Miika - Matt Haig


Gelesen im Jahr 2025

Sicher könnt ihr euch vorstellen, dass diese Zahl mich brennend interessiert hat und weil mein SuB so stark geschrumpft ist, ging ich schwer davon aus, dass es mehr Bücher waren, als in den letzten Jahren. Ausserdem habe ich 2025 bewusst mehr gelesen, weniger Serien geschaut, mehr Wartezeiten mit einem Buch gefüllt, mehr gearbeitet und im Zug gesessen und gleichzeitig auch immer bewusst Pausen in meinem hektischen Arbeitsalltag gemacht. Ausserdem lese ich meine Bücher nun seit bald zwei Jahren nach Coverfarben sortiert und das hat mein Leseverhalten komplett verändert. Es sind soooo viele SuB-Leichen vom SuB verschwunden, wie noch nie und ich greife nach den Büchern, weil sie gerade farblich passen, unabhängig davon, wie dringend ich sie lesen möchte (Ausnahmen bestätigen die Regel) und so entdecke ich stets fast vergessene Schätze oder es kommt schneller zu einem Abbruch und somit auch zu einem Buch weniger auf dem SuB.
Aber jetzt endlich her mit den nackten Zahlen: mein Verdacht hat sich tatsächlich bewahrheitet: 2025 habe ich 84 Bücher gelesen, das sind mehr Bücher als in den elf Jahren davor. Nur 2013 war mit 101 Bücher erfolgreicher. 2024 waren es übrigens nur 63 Bücher, 2023 waren es immerhin 72 Bücher. Von meinen 2025 gelesenen Büchern waren 60 von Autorinnen, 22 von Autoren und 2 von Autor*innenduos.
Das Jahr 2025 war das Jahr der Abbrüche und das Jahr der aussortierten Bücher und darauf bin ich richtig stolz, das war nämlich mein buchiger Vorsatz für 2025: schneller und konsequenter abbrechen und ausmisten. Besonders gut daran: der SuB beinhaltet jetzt nur noch einigermassen aktuellen Lesestoff und Bücher, auf die ich mich wirklich freue. 2025 habe ich 18 Bücher abgebrochen und 9 Bücher ungelesen aussortiert.


 

Gelesene Seiten im Jahr 2025

In den letzten Jahren habe ich an dieser Stelle immer verglichen, ob die gelesenen Seiten mit den gelesenen Bücher übereinstimmen, oder nicht. Das ergibt aber generell keinen Sinn und für 2025 schon gar nicht, weil ich so viele unterschiedliche dicke Bücher gelesen habe. Eigentlich sind also fast nur die gelesenen Seiten aussagekräftig, um ein wenig einzuordnen, welche Monate am stärksten waren. 25'508 Seiten habe ich 2023 gelesen, das waren sehr viel mehr Seiten, als die meisten Jahre davor. 2024 waren es dann nur 22'085 Seiten und 2025 waren es ganze 30'771 Seiten und somit mehr Seiten als die letzten zehn Jahre davor.
Tatsächlich waren der Februar und der Oktober die seitenstärksten Monate und das ergibt Sinn. Sowohl im Februar als auch im Oktober sass ich aufgrund von Projekten sehr viel im Zug und hatte zudem noch eine Woche Ferien. Wieder einmal zeigt sich, dass ich mehr lese, wenn ich mehr arbeite, weil ich dann häufiger unterwegs bin und auch dann, wenn ich bewusst Pausen mache. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: der Mai war sowohl an der Musikschule als auch mit vielen grossen Konzertprojekten so intensiv, dass ich irgendwann keinen Kopf mehr hatte für meine Bücher und ausserdem verbrachte ich viele Zugfahrten im Gespräch mit Orchesterkolleg*innen. Es wundert also nicht, dass dieser Monat der mit Abstand schwächste war.



Neuzugänge 2025

Hach, es ist jedes Jahr das gleiche... Der Januar beginnt immer super, weil die Vorsätze noch frisch und die Motivation hoch sind und gegen Ende des Jahres werden es dann mehr und mehr Neuzugänge. Im Jahr 2025 hatte ich aber in fast jedem Monat viele Neuzugänge. Es waren zwar oft Reihenfortsetzungen, aber halt schon auch sehr viele Bücher, die irgendwie einfach so zu mir gefunden haben. Dies werde ich in einem nächsten Schritt noch ein wenig analysieren. Zuerst einmal folgen hier die nackten Zahlen.
2025 sind 78 Bücher bei mir eingezogen. Das waren zwar deutlich weniger als im Rekordjahr 2024 (106 Neuzugänge), aber immer noch mehr als 2023 (73 Neuzugänge) und vor allem 2022 (nur 39 Neuzugänge).
Spannend ist die Verteilung der Neuzugänge. Ich war mir wirklich absolut sicher, kaum neue Bücher gekauft und vor allem in Bücherschränken und bei gebrauchten Büchern zugegriffen zu haben. Die Zahlen sprechen aber eine ganz andere Sprache, was mich wirklich überrascht hat. Ich habe sehr viel mehr Bücher neu gekauft, als ich das Gefühlt hatte (und auch mehr als vor einem Jahr, 2024 waren es nur 11 neu gekaufte Bücher). Das erkläre ich mir damit, dass ich gezielt an meinen Reihen weiterlesen wollte und dadurch immer mal wieder einen Band zukaufen musste, den ich gebraucht nicht gefunden hatte. Ausserdem wollte ich bestimmte Coverfarben in bestimmten Monaten lesen und da habe ich dann immer mal wieder grosszügig einige Bücher von der Wunschliste befreit.
Vornehm zurückgehalten habe ich mich hingegen bei den Rezensionsexemplaren, das hoffe ich im 2026 beizubehalten und Bücher wirklich nur dann anzufragen, wenn ich sie unbedingt lesen will.



SuB-Entwicklung 2025

Und jetzt kommen wir zum - für einmal - beeindruckendsten Kapitel des vergangenen Jahres. Sicher habt ihr es mitbekommen, der SuB ist konstant geschrumpft. Einen minimalen Aufbau gab es zu verzeichnen, aber ansonsten ging es abwärts und genau so darf es auch 2026 weitergehen.




Dazu muss ich ehrlich gar nicht so viel sagen. Die Zahlen sprechen eine sehr deutliche Sprache und ich hoffe einfach, dass ich weiter am Ball bleiben, meinen SuB verjüngen und verkleinern und trotzdem so viel wie möglich nach Lust und Laune lesen kann.
2026 möchte ich meinen SuB auf 30 Bücher reduzieren. Längerfristig soll er sich in einem Bereich von 5-10 Büchern einpendeln. Ich möchte nämlich irgendwann einmal in Bücherschränken immer sofort zugreifen können, ohne den SuB im Hinterkopf zu haben und ich möchte wieder mehr Bücher - vor allem Aktualitäten, aktuell lese ich ja fast nur Backlisttitel - in der Bibliothek holen, ohne dann in einen Lesestress zu verfallen. Mal sehen, wie gut das klappen wird, ich halte euch natürlich wie immer hier auf dem Laufenden :-D

Sooooooo, das war er auch schon wieder, mein buchiger Rückblick auf das vergangene Jahr, herzliche Gratulation an alle, die bis hierher durchgehalten haben. Ich freue mich riesig, wenn ihr mir die Links zu euren Statistiken in den Kommentaren hinterlasst und ich komme auf jeden Fall auf einen Gegenbesuch vorbei.
Und nun wünsche ich euch einfach noch einmal das Beste für 2026 und bin so gespannt auf dieses Bücherjahr, eure Buchtipps, Leseaktionen und unseren Austausch.

Alles Liebe
Livia

Mein Jahr 2025 in einigen Worten

Hallo und happy New Year ihr Lieben

Ich hoffe, dass ihr gut im 2026 angekommen seid und mit neuer Energie in dieses Jahr starten könnt. Ich wünsche euch von Herzen, dass es ein gutes Jahr wird und freue mich darauf, mich auch 2026 wieder mit euch auszutauschen.

Vor einigen Jahren bin ich bei Cara auf untenstehende Jahresrückblick-Fragen aufmerksam geworden und nehme mir seither jeden Januar Zeit, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen und dann meistens sehr versöhnt und dankbar abzuschliessen.

Gestartet hat 2025 direkt mit einem Highlight, einem Kurzurlaub in Venedig mit meiner besten Freundin und dann folgten wilde, gut gefüllte Wochen voller Proben, grandiosen Konzertprojekten, langen Planungssitzungen, vielen Nächten ausser Hause und Zugreisen durch die ganze Schweiz zu den verschiedensten Spielstätten. Ich habe diese Zeit so richtig genossen und ausgekostet, allerdings wusste ich erst wieder Mitte Mai, wo mir der Kopf steht ;-)
Der Sommer war zwar viel zu heiss, aber dafür um so ruhiger. Eine Woche habe ich in Deutschland bei lieben Freundinnen (unter anderem bei Jamie) und eine Woche in Bosnien bei der Schwiegerfamilie verbracht und ansonsten habe ich mir Zeit für die Vorbereitungen für das neue Schuljahr genommen.
Nach den Sommerferien kam ich allerdings nicht so gut an im neuen Schuljahr, weil vieles nicht nach Plan lief. Nach einigen tollen Konzerten und der unterrichtsfreien Zeit im Herbst ging es dann aber wieder um so besser los und obwohl bis Ende Jahr noch viele Projekte anstanden, war unser Zuhause eine Ruheoase für mich. Ich habe von Oktober bis Dezember so viele Bücher gelesen, wie schon lange nicht mehr und mir neben dem beruflichen Trubel um so mehr Zeit für mich und meine Liebsten genommen. So konnte ich den Advent und die Weihnachtszeit wirklich geniessen und starte mit viel Vorfreude auf all die grandiosen Projekte und Pläne ins 2026.

Vorherrschende Gefühle für 2026
unfassbare Vorfreude
Abenteuerlust


2025 zum ersten Mal getan
Beisitzerin in verschiedenen Bewerbungsverfahren gewesen
direkt am 2.1. für einen Städtetrip verreist


2025 (nach langer Zeit) wieder getan
eine Komposition in Auftrag geben
einen eher ruhigen Advent verbracht (inklusive Plätzchenbacken!!!)
zu gleich zwei Hochzeiten im 2026 eingeladen worden (zuletzt durfte ich 2024 Gästin bei einer Hochzeit sein)
fast einen ganzen Tag lesend auf dem Sofa verbracht


2025 leider gar nicht getan
länger verreist


2025 glücklicherweise gar nicht getan
lange krank gewesen


Wort des Jahres
Vertrauen


Zugenommen oder abgenommen?
abgenommen (ist diese Rubrik noch zeitgemäss? vielleicht streiche ich sie für 2026)


Stadt des Jahres?
Venedig


Alkoholexzesse?
nein


Haare länger oder kürzer?
länger und somit endlich wieder in einer Länge, mit der ich mich wohlfühle


Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
weitsichtiger


Mehr ausgegeben oder weniger?
weniger


Verliebt?
oh ja


Getränk des Jahres?
Kaffee


Essen des Jahres?
Grillplausch im August über den Dächern von Luzern in wunderbarer Gesellschaft
mein Geburtstags-Raclette


Am häufigsten angerufen?
bemerkt, dass ich kaum noch telefoniere....
sicher den Liebsten und die beste Freundin
aber wahrscheinlich sind die meisten Telefonate mittlerweile beruflicher Natur :-D


Die schönste Zeit verbracht mit?
dem Liebsten
meiner besten Freundin
meiner Familie
allen, die mit mir meinen Geburtstag gefeiert haben


Song des Jahres?
Prophets


Alben des Jahres?
einmal mehr bemerke ich, dass ich eigentlich keine Alben höre...


Buch des Jahres?
einige Bücher des Jahres stelle ich euch in den nächsten Tagen vor


Konzert(e) des Jahres?
"The Sound of Hans Zimmer & John Williams"; fünf ausverkaufte Konzerte in Lausanne und Luzern


Serie des Jahres?
leider nicht "Stranger Things"...
"From"
"Hjem til jul" 3. Staffel


Film des Jahres?
"Bridget Jones. Verrückt nach ihm" mit meiner besten Freundin im Kino, durchgehend geheult


Erkenntnis des Jahres?
ich darf darauf vertrauen, dass es für alles eine Lösung gibt und dass alles immer irgendwie gut kommt


Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
ein hartnäckiger Husten mitten in der intensivsten Konzertsaison im Herbst und Winter
den chaotischen, anstrengenden Schulstart nach den Sommerferien im viel zu heissen August
generell Hitzetage...


Schönstes Ereignis?
Treffen mit Jamie vom Blog Librovore (@librovore)
die Verkündung einer sehr schönen Nachricht im Freundeskreis


2025 mit einem Wort?
grossartig