Süsse Träume im Cottage am Strand

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Penguin Verlag hat mich via Bloggerportal erreicht, vielen Dank.

Süsse Träume im Cottage am Strand - Holly Hepburn

Beschreibung des Verlages:

Ein kleines Cottage in Schottland, ein großer Traum und eine neue Chance auf die Liebe
Schriftstellerin Merry liebt ihr Leben im glitzernden London: Ihre romantischen Liebesgeschichten stehen bei den Leserinnen hoch im Kurs, eine glamouröse Buchparty folgt auf die nächste. Doch als ihr Verlobter sich aus heiterem Himmel von ihr trennt und obendrein eine gemeine Schreibblockade ihren neuen Roman gefährdet, muss ein Neuanfang her. Merry zieht in ein entzückendes kleines Cottage auf den wunderschönen Orkney-Inseln vor der Küste Schottlands, um bei langen Strandspaziergängen wieder zu sich selbst zu finden. Doch die naseweisen Inselbewohner denken gar nicht daran, den Neuzugang in Ruhe zu lassen. Und dann gibt es da noch Niall, den charmanten Leiter der örtlichen Bücherei, und den unverschämt attraktiven Bootsbauer Magnus, dessen Vorfahren von den Wikingern abstammen ...

Inhalt:
Die Autorin Merry Wilde befindet sich mitten in einer Schreibblockade und als sich auch noch ihr Verlobter von ihr trennt, hält sie nichts mehr in London. Sie gewinnt ein Schreibstipendium, welches sie in ein kleines Cottage auf den Orkney-Inseln führt. Während es ihr anfangs noch schwer fällt, wieder mit dem Schreiben zu beginnen, regen sie die traumhaften Landschaften sowie die Erzählungen ihrer neuen und sehr hilfsbereiten Nachbarinnen und Nachbarn an, sich erneut einer Geschichte zu widmen. Einige romantische Verwirrungen, eine achtzigjährige Nachbarin, die sie zum regelmässigen Laufen animiert und ihre beste Freundin Jess, welche ihr aus der Ferne mit Rat und Tat zur Seite steht, sorgen für zusätzliche Aufregung.

Meine Meinung:
Vor ein wenig mehr als einem Jahr habe ich "Heute Abend in der Eisdiele am Meer" von Holly Hepburn gelesen und mir sehr kurzweilige Lesestunden besorgt, weshalb ich mich - und auch aufgrund des tollen Covers - dazu verleiten lassen habe, "Süsse Träume im Cottage am Strand" beim Bloggerportal anzufragen.
Zuerst einmal war ich sehr überrascht von der Jahreszeit, in der diese Geschichte spielt. Während das Cover eher auf eine sommerliche Lektüre schliessen lässt, befinden wir uns am Anfang der Geschichte mitten im Winter, was aber sehr gut zu den aktuellen Temperaturen gepasst hat. Ausserdem führt dies dazu, dass sich die Geschichte, in der sich Merry nicht selten bei einem Tee in ihrem Cottag einmummelt, einfach noch gemütlicher wirkt.
Die verschiedenen Bewohnerinnen und Bewohner der Insel sind es, welche Merry ein wenig aus ihrem Trott herauslocken und diese Nebenfiguren haben für sehr gute Unterhaltung und genussvolle Lesestunden gesorgt. Auch eine Prise Romantik kommt auf. Nur gegen Ende der Geschichte werden ein paar zu offensichtliche Missverständnisse ein wenig zu kindisch ausgeschlachtet, was gar nicht hätte sein müssen und zum Glück mit einem berührenden Schluss wieder wettgemacht worden ist, aber ansonsten hat mir das Buch wirklich sehr viele schöne Lesestunden geschenkt.
Mein Interesse rund um die Siedlungsgeschichte und die Ausgrabungsstätte Skara Brae hat Hepburn übrigens ebenfalls wecken können und ich kann gut verstehen, dass Merry sich von diesen Landschaften und Geschichten hat inspirieren lassen können.

Schreibstil und Aufbau:
Bei Merrys Ankunft auf den Orkney-Inseln hat Holly Hepburn mich mit ihren wunderschönen Beschreibungen in ihren Bann ziehen können. Nicht nur die traumhaft schöne Natur der Orkney Inseln (schaut euch da sonst gerne ein paar Bilder an) integriert sie so in den Text, dass man sich immer mal wieder direkt vor Ort wähnt, auch die dort lebenden Tiere und die Geschichte der Inseln werden in den schillerndsten Farben in die Geschichte verwoben. Zudem sind die verschiedenen Figuren so beschrieben, dass ich sie am liebsten alle kennenlernen wollte und die süssen Leckereien, welche immer wieder gebacken und zum Tee mitgebracht oder direkt in der regionalen Bäckerei Rossi gekauft und verspeist werden, haben mich so einige Male hungrig werden lassen.

Meine Empfehlung:
Diese gemütliche, romantische und toll recherchierte Geschichte geht ans Herz und weckt ganz viel Fernweh nach den Orkney-Inseln. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und denke, dass es euch auch gefallen könnte.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Süsse Träume im Cottage am Strand
Originaltitel: Coming Home to Brightwater Bay
Autorin: Holly Hepburn liebt es, Menschen zum Lächeln zu bringen – und sie liebt ihre Katze Portia. Sie hat in der Marktforschung und als Model gearbeitet, ihr großer Traum war aber schon immer das Schreiben. Nach »Um fünf unter den Sternen«, »Herzklopfen in der kleinen Keksbäckerei« und »Heute Abend in der Eisdiele am Meer« entführt sie ihre Leserinnen mit ihrem neuen Buch an die wildromantische schottische Küste.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Melike Karamustafa
Taschenbuch, Klappenbroschur: 512 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erschienen am: 11. April 2022
ISBN: 978-3-328-10854-2

Lese-Statistik September 2022

Hallo ihr Lieben

Es ist endlich herbstlich geworden und ich geniesse die vielen Regentage und kühleren Temperaturen sehr. Ausserdem habe ich im September viele Stunden in Meetings, in diversen Probesälen und am Schreibtisch verbracht, in den kommenden Wochen und Monaten stehen nämlich viele Projekte mit einigen Konzerten in ganz verschiedenen Formationen an.
Aktuell sind an der Musikschule Herbstferien, weshalb ich mehr Zeit in diese Projekte investieren und in einer Woche drei freie Tage mit meiner Familie geniessen darf und dann stürze ich mich hoffentlich sehr erholt in die instensivsten Wochen des Jahres, bis im Januar wieder drei freie Tage folgen.

Wie wohl euch alle, haben mich die Nachrichten der letzten Tage und Wochen sehr beschäftigt und ich muss ehrlich sagen, dass ich gerade wirklich das Gefühl habe, dass die Berichte aus aller Welt seit zwei Jahren nur schlimm und schlimmer werden. In meiner kleinen Bubble bin ich aktivistischer denn je. Im festen Glauben daran, dass wir alle in unserem Umfeld am meisten erreichen können, indem wir uns informieren, anderen beistehen und uns um unsere Nächsten kümmern. Wenn dies alle in ihrem Umfeld machen, können wir ganz viel bewegen. So idealistisch diese Sicht vielleicht ist, so sehr brauche ich sie, um mich am Laufen zu halten. Im Unterrichtszimmer und auch sonst in der Jugendarbeit aber natürlich auch in der Familie und im Freundeskreis sehe ich eine neue Generation heranwachsen und nur schon diesen jungen Menschen gegenüber empfinde ich es als Pflicht, diese Welt - wenn auch nur im kleinsten Rahmen - ein wenig besser zu machen.

Es überrascht aus all diesen Gründen sicher nicht, dass ich einmal mehr zu eher leichteren Lektüren gegriffen habe und ich bin ehrlich stolz über meinen grossen SuB-Abbau der letzten Wochen und sehr dankbar für den regen buchigen Austausch online und offline.

Gelesene Bücher im September 2022:

Durch den ganzen Monat begleitet hat mich "Rebecca" von Daphne du Maurier (übersetzt von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen), das ich gemeinsam mit Melli von Mellis Buchleben und Ina von @literaturina_reads gelesen habe. Diese Leserunde war wirklich sehr angenehm und unterhaltsam, der Austausch hat mich dieses Buch ganz anders lesen lassen und abgesehen davon, dass "Rebecca" wirklich ein Highlight ist, empfehle ich es euch sehr für Buchzirkel und Leserunden, es beinhaltet einiges an Diskussionsstoff.

Unterhaltsame, aus dem Leben gegriffene Erzählungen, die sich lose zu einer Geschichte zusammenfügen

Leider plump erzählter zweiter Teil der Snow-Crystal-Trilogie, enthält trotzdem schöne Beschreibungen

Atmosphärische Kleinstadterzählung welche zahlreiche wichtige gesellschaftliche Themen in sich vereint

Ans Herz gehender Reihenauftakt zum Wohlfühlen und Geniessen mit sehr hohem Unterhaltungswert

Der zweite Teil der Salzgarten-Saga entführt wieder nach La Palma und bietet viele Einblicke ins Gastgewerbe

Intelligent erzählter und bis zum Ende spannender Teil der österreichischen Lemming-Reihe

Alle Rezensionen und Seitenzahlen:


Abgebrochen:

Omama - Lisa Eckhart
Dazu möchte ich eigentlich gar nichts sagen. Die ersten paar Seiten schon haben mir gezeigt, wie sehr von oben herab und pseudointellektuell Eckhart erzählt und das hat gereicht, um dieses Buch abzubrechen.

Neuzugang:

Im September hat mich nur ein Buch erreicht und zwar habe ich "Süsse Träume im Cottage am Strand" von Holly Hepburn (übersetzt von Melike Karamustafa) beim Bloggerportal angefragt. Vor ein wenig mehr als einem Jahr habe ich "Heute Abend in der Eisdiele am Meer" von Holly Hepburn gelesen und das hat mich bestens unterhalten, weshalb ich unbedingt ein weiteres Buch der Autorin lesen wollte. Bisher gefällt es mir sehr gut und passt zum gemütlichen Herbstwetter.

Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 7
Abgebrochene Bücher: 1
Aussortierte Bücher: -
Somit in die Leseeule: 8 Franken
Gelesene Seiten: 2'218 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 73.93 Seiten
Bücher von Autorinnen: 5
Bücher von Autoren: 1
Gemischte Autor*innenduos (oder mehr): 1
Geschenkt bekommene Bücher: -
Ausgeliehen: -
Buchgewinn: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: 1
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 1
SuB am Monatsbeginn: 88
Aktueller SuB: 81
Differenz: -7

Rezension: Rebecca

Rebecca - Daphne du Maurier

Beschreibung des Verlages:
Enthält Spoiler (geschwärzt)!!!

In einem Hotel an der Côte d’Azur lernt Maxim de Winter eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen kennen. Die beiden verlieben sich, und schon nach kurzer Zeit nimmt sie seinen Heiratsantrag an und folgt dem Witwer nach Cornwall auf seinen prachtvollen Landsitz Manderley. Doch das Glück der Frischvermählten währt nicht lange: Der Geist von Maxims toter Ehefrau Rebecca ist allgegenwärtig, und die ihr ergebene Haushälterin macht der neuen Herrin das Leben zur Hölle, sie droht nicht nur die Liebe des Paares zu zerstören. Spoiler: Als ein Jahr später plötzlich doch noch Rebeccas Leiche gefunden wird, gerät Maxim de Winter unter Mordverdacht …
"Rebecca", Daphne du Mauriers berühmtester Roman, war bereits bei seinem Erscheinen 1938 ein Bestseller. Er wurde mehrfach verfilmt: 1940 entstand unter der Regie von Alfred Hitchcock die bekannteste Adaption, die mit zwei Oscars prämiert wurde.

Inhalt:
Die junge, namenlose Protagonistin heiratet den verwitweten und fast doppelt so alten Maxim de Winter und bewohnt mit ihm sein Landgut Manderley. Die Erinnerung an Rebecca de Winter, Maxims verstorbene Frau, überschattet mehr und mehr den Alltag und die Gedanken der Protagonistin. Ausserdem legt ihr die Haushälterin, welche Rebecca glühend verehrt hat, permanent Steine in den Weg und es fällt der Protagonistin immer schwerer, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.

Meine Meinung:
Gemeinsam mit Melli von Mellis Buchleben und Ina von literaturina_reads habe ich dieses Buch gelesen und mich mit ihnen intensiv über das Gelesene ausgetauscht. Diesen Austausch habe ich sehr geschätzt und dadurch, dass "Rebecca" viele Leerstellen enthält, bietet es sich wirklich an, das Buch in einer Leserunde/einem Buchkreis zu lesen.
Es hat mich erstaunt, wie aktuell, spannend, düster und auch humorvoll dieser Klassiker erzählt ist und ich habe mich beim Lesen immer wieder darüber gewundert, wie unbekannt dieses Buch doch leider ist. Mir persönlich hat die Geschichte sehr gut gefallen, sie hat mich in eine ganz andere Welt entführt, mir das Leben in einer Villa um 1930 herum nähergebracht und mich mit einer sehr vielschichtigen Protagonistin und einer packende Handlung mit sehr unerwartetem Ausgang überzeugt.

Schreibstil und Aufbau:
Unsere Protagonistin bleibt während der ganzen Geschichte namenlos, sie wird erst nach ihrer Hochzeit überhaupt und dann nur mit "Mrs. de Winter" angesprochen. Das Buch beginnt sehr düster und mit einem Rückblick auf die vergangenen und sehr schillernden Tage auf Gut Manderley. Dann springt es zurück zur ersten Begegnung der Protagonistin mit Mr. de Winter und wird fortan chronologisch erzählt. Detaillierte Beschreibungen sorgen für ein atmospährisches Leseerlebnis und obwohl eigentlich nicht so viel geschieht, wird das Buch nie langweilig. Es ist du Maurier gelungen, Elemente des Krimis und des Schauerromans mit Elementen des Liebesromans und des Gesellschaftsromans zu verbinden und so für viele Überraschungen, Spannung und auch einige sehr humorvolle Szenen zu sorgen.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch lohnt sich wirklich und es lohnt sich vor allem auch, sich über dieses Buch zu unterhalten. "Rebecca" verdient so viel mehr Aufmerksamkeit und ich empfehle es euch sehr herzlich.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Rebecca
Originaltitel: Rebecca
Autorin: Daphne du Maurier wurde 1907 in London geboren und entschied sich im Alter von 19 Jahren nach einer Ferienreise an die cornische Küste, diesen Ort fortan nicht mehr zu verlassen. Alle ihre Romane lässt sie in Cornwall spielen: Jamaica Inn, Das Wirtshaus im Bodmin Moor, Meine Cousine Rachel und natürlich Rebecca, 1938 erschienen und von Hitchcock verfilmt. Daphne du Maurier starb im Alter von zweiundachtzig Jahren in Kilmarth.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Brigitte Heinrich und Christel Dormagen
Taschenbuch: 524 Seiten
Verlag: Insel Taschenbuch (Suhrkamp)
Ersterscheinungstermin: 07.03.2016
ISBN: 978-3-458-36134-3

Rezension: Lemmings Himmelfahrt

Der Fall des Lemming - Stefan Slupetzky

Reihe: Privatdetektiv Lemming ermittelt
2. Lemmings Himmelfahrt
3. Das Schweigen des Lemming
4. Lemmings Zorn
5. Die Rückkehr des Lemming
6. Im Netz des Lemming 

Beschreibung des Verlages:
Grausig-komisch, witzig, skurril, melancholisch – ein Krimi, wie ihn nur ein Österreicher schreiben kann
Der Lemming ist wieder in Schwierigkeiten. Gerade hat ihn seine Freundin hinausgeworfen, und kurz danach schießt ein Verrückter auf ihn. Zum Glück trifft es zwar einen anderen, der tot zusammenbricht, doch jetzt sucht die Polizei den Lemming als Mörder. Da hilft es nur, den wirklichen Täter zu finden - und der Lemming ist mal wieder in einen Fall verwickelt, der ihn völlig überfordert ….

Inhalt:
Lemming steht auf der Strasse und ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Er erlebt sturzbetrunken eine Schiesserei und wird versehentlich für einen Mörder gehalten. Um dieses Missverständnis aufzuklären gibt es nur einen Weg: zuerst einmal muss Lemming nüchtern werden und dann muss er sich in die Psychiatrie einschleusen, aus dieser der wahre Täter wohl entflohen ist. Ausserdem trachtet ihm auch noch sein ehemaliger Kollege und Erzrivale Krotznig nach dem Leben und Lemming sitzt einmal mehr komplett in der Tinte.

Meine Meinung:
Bereits der erste Fall rund um den österreichischen Ermittler Leopold Wallisch, genannt Lemming, hat mich überzeugt (HIER meine Rezension) und nun hat mich auch dieser zweite Band der Reihe hervorragend unterhalten. Der Aufbau ist nicht neu: ein ziemlich versoffener ehemaliger Polizist - stets ein wenig am Rande der Gesellschaft und von aller Welt und sämtlichen Geistern verlassen - ermittelt auf eigene Faust und tief im Herzen überzeugt von der Mission, dem Bösen ein Ende zu bereiten, in gefährlichen Gefilden. Der Anfang hat mich eher langsam in die Geschichte finden lassen, aber nach einigen Kapiteln war ich gefangen, überzeugt und bestens unterhalten vom düsteren Humor und ausgeklügelten Plot dieses intelligenten Krimis.

Aufbau:
Selten habe ich einen Krimi gelesen, der mir fortwährend so viel über den Täter preisgegeben hat und mich gleichzeitig fast bis zum Ende komplett im Dunkeln tappen liess. Diese Meisterleistung ist Slupetzky hervorragend gelungen und ausserdem hat er mich wunderbar unterhalten. Sein Ermittler Lemming überzeugt mit Mut und Eigenwille sowie lebensrettenden Reflexen und einem guten Herzen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen.

Meine Empfehlung:
Mit steigender Begeisterung habe ich diesen ansprechenden und anspruchsvollen Krimi gelesen und empfehle euch euch diese vor schwarzem Humor triefende Fortsetzung sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Lemmings Himmelfahrt
Autor: Stefan Slupetzky, 1962 in Wien geboren, schrieb und illustrierte mehr als ein Dutzend Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt. Seit einiger Zeit widmet er sich vorwiegend der Literatur für Erwachsene und verfasst Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Romane. Für den ersten Krimi um seinen Antihelden Leopold Wallisch, "Der Fall des Lemming", erhielt Stefan Slupetzky 2005 den Glauser-Preis, für "Lemmings Himmelfahrt" den Burgdorfer Krimipreis. "Lemmings Zorn" wurde 2010 mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet.
Im selben Jahr gründete Slupetzky ein Wienerliedtrio, das Trio Lepschi, mit dem er seither als Texter und Sänger durch die Lande tourt. Stefan Slupetzky lebt mit seiner Familie in Wien.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 05.10.2009
ISBN: 978-3-644-40551-6

Rezension: Himmel über dem Salzgarten

Himmel über dem Salzgarten - Tabea Bach

Reihenübersicht Salgarten-Saga:
1. Sonne über dem Salzgarten
2. Himmel über dem Salzgarten
Weihnachtsband: Weihnachtszauber im Salzgarten (erscheint 30.9.22)
3. Sterne über dem Salzgarten (erscheint am 24.2.23)


Beschreibung des Verlages:
Julia und Álvaro sind glücklich miteinander. Der traditionelle Salzgarten mit seinem erlesenen Meersalz ist erfolgreich. Julias kleines Restaurant wird immer beliebter. Alles könnte so schön sein, wenn nicht ausgerechnet Jens, Julias Bruder und Vater ihres Patensohns Emil, ganz in der Nähe eine Tauchstation für Touristen eröffnen wollte. Denn zu Jens' Plan gehört, dass einige Unterwasserfelsen gesprengt werden, damit er Zugang zu weiteren Tauchgründen bekommt. Doch diese Sprengungen würden das gesamte Ökosystem an diesem Küstenabschnitt gefährden – und natürlich auch den Salzgarten.
Kann Julia den Salzgarten und die einzigartige Unterwasserwelt retten? Muss sie sich entscheiden zwischen ihrer Familie und dem Mann, den sie liebt?


Inhalt:
Julia hat ihr Meson "Flor de Sal" renoviert und darin ein edles Restaurant eröffnet. Mit der grossen Unterstützung ihres Freundes Álvaro fasst sie langsam Fuss in der Dorfgemeinschaft auf der Insel La Palma. Ihr Bruder Jens schafft es aber einmal mehr, ihr das Leben schwer zu machen und diesmal verbündet er sich sogar mit lokalen Politikern, um in Küstennähe eine Tauchschule eröffnen zu können. Julia versucht, dies um jeden Preis zu verhindern, den überraschend vielen Gästen im Restaurant gerecht zu werden und ihren Neffen Emil bei Laune zu halten. Wenn das nur gut geht.

Meine Meinung:
Es war mir eine Freude, wieder nach La Palma zurückzukehren und Julias kulinarische Künste sowie ihre herzliche Art zu geniessen. Es gefällt mir sehr, wie sie versucht, sich mehr und mehr in die Gemeinschaft zu integrieren und mit regionalen Lebensmittelproduzent*innen zusammenzuarbeiten. Die Beschreibungen der Arbeit in der edlen Restaurantküche aber auch der privaten Entwicklungen in Julias Leben haben mich gut unterhalten und waren spannend sowie faszinierend erzählt. Weiterhin hat mir sehr gut gefallen, wie Julia versucht, den Kontakt zu ihrem Neffen Emil allen Widrigkeiten zum Trotz zu pflegen. Weniger gut gefallen hat mir, wie aufbrausend Álvaro manchmal ist und wie sehr er sich als Besitzer des "Flor de Sal" aufspielt und Julia dabei übergeht. Sie weiss sich zum Glück nicht nur ihm, sondern auch ihren Neidern gegenüber immer entschiedener zu wehren und gewinnt mehr und mehr Sicherheit im Umgang mit den kleinen und grösseren Zankereien und Intrigen im Dorf.

Aufbau:
Den Aufbau der Geschichte mochte ich sehr gerne. Immer mal wieder wird der Alltag im Edelrestaurant gezeigt und dabei erfahren wir vor allem, dass Julia ein herzensguter Mensch ist. Sie hat für alle Gäste und die Menschen im Dorf ein offenes Ohr und behält stets einen kühlen Kopf. Ihre Entscheidungen trifft sie mit Herz und voller persönlicher Überzeugung und alle Erzählstränge, Geschichten und Schicksale laufen bei ihr im Meson "Flor de Sal" zusammen. Auch der Naturschutz und die Arterhaltung sind wichtige Themen, Flora und Fauna der Insel werden immer wieder wunderschön beschrieben und neben der Liebe spielt vor allem die Freundschaft eine grosse Rolle in dieser Geschichte.

Meine Empfehlung:
Bereits der erste Band der Salzgarten-Saga "Sonne über dem Salzgarten" hat mir ziemlich gut gefallen, wenn auch ich einige kleine Punkte zu bemängeln hatte. Dieser zweite Teil der Salzgarten-Saga ist viel runder erzählt, als der erste Teil, die Handlung verläuft nicht ganz so 08/15 und Tabea Bach hat vom Aufbau und der Ausgestaltung der Figuren her definitiv bewiesen, dass sie wundervoll erzählen kann. Ich werde die weiteren Bände der Reihe auf jeden Fall lesen und empfehle die Reihe sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Himmel über dem Salzgarten
Autorin: Tabea Bach war Operndramaturgin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie wurde in der Hölderlin-Stadt Tübingen geboren und wuchs in Süddeutschland sowie in Frankreich auf. Ihr Studium führte sie nach München und Florenz. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem idyllischen Dorf im Schwarzwald, Ausgangspunkt zahlreicher Reisen in die ganze Welt. Die herrlichen Landschaften, die sie dabei kennenlernt, finden sich als atmosphärische Kulisse in ihren Romanen wieder. Tabea Bachs Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Mit ihrer Kamelien-Insel-Saga gelangte sie sofort auf die Bestsellerliste. In den erfolgreichen Seidenvilla-Romanen wechselte der Schauplatz zu einer Seidenweberei in Venetien. Mit ihrer Salzgarten-Reihe führt uns Tabea Bach auf die Kanarischen Inseln.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 350 Seiten
Ersterscheinung: 24.06.2022
ISBN: 978-3-404-18568-9