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| Rezensionsexemplar aus dem btb Verlag (via Bloggerportal von Randomhouse) |
Das kleine Filmtheater in Brooklyn Heights - Juliane Collins
Beschreibung des Verlages:
Eigentlich hatte sich Alice auf eine ruhige Adventszeit gefreut. Doch dann wird sie nicht nur von ihrem Freund verlassen, sie verliert auch noch ihren Job in einer großen Marketingagentur. Als überraschend ein Brief ins Haus flattert, in dem der jungen Frau ein Erbe in New York in Aussicht gestellt wird, tritt sie kurzerhand die Flucht nach vorne an und bucht einen Flug von Hannover nach New York. Und siehe da: Jemand hat ihr tatsächlich ein halb verfallenes Filmtheater in Brooklyn Heights, dem quirligen Viertel am Hudson River unweit der Brooklyn Bridge, vermacht. Doch wer war der letzte Besitzer des Kinos und in welchem Verhältnis stand der zu Alice? In den folgenden Tagen vertieft sie sich in die erstaunliche Geschichte des Kinos und kommt einem gut gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur. Doch es gibt jemanden, der ihrem neu gefundenen Glück im Wege steht: Hunter, der junge Immobilienmakler, der scheinbar alles daran setzt, mit Alice möglichst schnell einen lukrativen Deal abzuschließen ...
Inhalt:
Nachdem sie ihren Job verloren hat und von ihrem Freund verlassen worden ist, ist Alice bereit für einen Neuanfang. Dass der in New York sein würde, hätte sie sich allerdings nicht träumen lassen. Doch ein Traum wird wahr: sie erbt ein altes Filmtheater mitten in Brooklyn Heights. Vor Ort bemerkt sie, dass auch noch andere Menschen sich für das in Mitleidenschaft gezogene Gebäude interessieren und beginnt sich, Gedanken über einen Verkauf zu machen. Sie freundet sich aber auch schnell mit hilfsbereiten Menschen in ihrer Nachbarschaft an und findet spannende Informationen im Archiv, welche ihre Familie betreffen und ihre Entscheidungen ins Wanken bringen.
Meine Meinung:
Juliane Collins Liebe zum Kino und vor allem zur Filmgeschichte hat diesen Roman zu einer ganz besonderen Lektüre gemacht. Die wunderschöne Herbst- und Winterstimmung in Brooklyn Heights hat mich dann noch einmal zusätzlich für den Roman eingenommen. Zwei Dinge haben mir aber leider gar nicht gefallen: dass Alice als absolut hilflose und ängstliche Person dargestellt wird. Ratten? Spinnen? Tauben? Panik. Ein Wasserschaden? Briefe von einer Behörde? Keine Ahnung, wie man damit umgehen soll... Schade, dass heutzutage immer noch solche Protagonistinnen gebaut werden.
Zweitens hat mich die absolut überflüssige und sehr simpel erzählte Romanze gestört. Ohne den Immobilienhai Hunter (oder ohne Gefühle für den Immobilienhai Hunter) wäre dieses Buch eine gemütliche, berührende Geschichte voller Liebe zum Film, Freundschaft, Nachbarschaft und Zusammenhalt sowie einer geschäftstüchtigen Protagonistin gewesen und sowohl am Verlauf der Handlung als auch am Ende hätte sich überhaupt nichts geändert. Mit Hunter war dieser Roman eine berührende Geschichte voller Liebe zum Film, Freundschaft, Nachbarschaft und Zusammenhalt mit einer ein wenig ungeschickten Hauptfigur und einer absolut unpassenden Romanze...
Dafür hat mich Collins immer wieder tief bewegt mit all den schönen Beschreibungen, der kurzweiligen Erzählsprache, den Verbindungen zwischen dem Filmtheater und der Familiengeschichte von Alice, den liebenswerten Nebenfiguren und den wunderschönen Beschreibungen des Filmtheaters. Die Gefühle und die Spannung, die in einem Kinosaal entstehen können, waren mit den Händen greifbar und die winterliche Stimmung in New York hat mich natürlich ebenfalls abgeholt.
Meine Empfehlung:
Meiner Kritik zum Trotz empfehle ich euch das Buch sehr gerne weiter und hoffe auf weitere Romane der Autorin, die vielleicht ganz ohne Romanze oder mit einer ein wenig stimmiger konstruierten Liebesgeschichte daherkommen.
Zusätzliche Infos:
Titel: Das kleine Filmtheater in Brooklyn Heights
Autorin: Juliane Collins, geboren 1991 in Hameln, entdeckte ihre Leidenschaft für Filmgeschichte während ihres Public-Relations-Studiums an der Northern Kentucky University, wo sie sich in Filmwissenschaftskursen besonders mit den Marx Brothers und deutschen Stummfilmen beschäftigte. »Das kleine Filmtheater in Brooklyn Heights« ist ihr erster Roman.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Broschur: 352 Seiten
Verlag: btb
Erschienen am: 23.09.2026
ISBN: 978-3-442-77654-2





