Rezension: Zusammenkunft

Zusammenkunft - Natasha Brown

TW:
Rassismus, Krebs, Sexismus, sexuelle Belästigung

Beschreibung des Verlages:
Nach oben kommen. Das war immer der Plan. Seit Jahrhunderten. Dafür hat sie, dafür haben alle vor ihr gekämpft. Und als Schwarze Frau stand ihr letztlich nur ein Weg offen: Völlige Verausgabung, Oxbridge, Londoner Hochfinanz, ein Freund mit Geld so alt und dreckig wie das Empire. Doch als sie endlich eingeladen wird, Mitglied einer Familie, Angehörige einer Klasse, Teil eines Landes zu werden, muss sie am eigenen Körper erfahren, dass die erlittenen Ungerechtigkeiten tiefere Wurzeln geschlagen haben. Wie kann sie sich retten? Wie mit dem Erbe der Geschichte leben?

Inhalt:
Fragmentarisch setzen sich in diesem dünnen Buch Szenen aus dem Leben der namenlosen Schwarzen Ich-Erzählerin zu einem nachhallende Einblick in ihren Alltag zusammen. In Grossbritannien erlebt sie alltäglichen Rassismus und Sexismus, muss einen enormen Mehraufwand leisten, um ernst genommen zu werden und voranzukommen, muss einstecken, sich zusammenreissen und wird dabei immer wieder mit eigenen (körperlichen) Grenzen konfrontiert.

Meine Meinung:

Das Buch ist mir schon oft begegnet und empfohlen worden, entsprechend wollte ich mir selber ein Bild machen. Und obwohl es nur wenige Seiten hat, liest es sich nicht so schnell, wie erwartet. Die Themen sind intensiv, lassen Raum zum Nachdenken und Leerstellen, die man selber füllen kann, aber nicht muss. Die einzelnen Textfragmente, Listen und Gedanken springen zwischen verschiedenen Szenen hin und her. Mal befinden wir uns in einem Büro im beruflichen Kontext, mal im hart erarbeiteten Townhouse der Protagonistin, mal auf einer Gartenparty und mal im Krankenhaus.
Natasha Brown benennt Missstände, das immer noch kolonialistische Gedankengut und das kaum überwindbare Klassensystem, in dem ihre unbenannt bleibende Protagonistin agiert und ohne Namen steht sie um so mehr für so viele Frauen, welche ähnliche Abwertungen, Hürden und Übergriffe erfahren.

Meine Empfehlung:
Das Buch ist eine sprichwörtliche Zusammenkunft von schlechten Erfahrungen aber auch von Mut und Kraft, welche sich diesen entgegenstellen. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Geschichte zu lesen, sich den teilweise äusserst unangenehmen Szenen zu stellen und sich und das eigene (rassistische) Handeln zu hinterfragen.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Zusammenkunft
Autorin: Natasha Brown arbeitete nach ihrem Mathematikstudium an der Universität Cambridge zehn Jahrelang im Londoner Finanzsektor. Mit ihrem Roman Zusammenkunft gelang ihr eines der erfolgreichsten literarischen Debüts Englands der letzten Jahre. Er stand auf der Shortlist des Folio Prize, des Goldsmiths Prize und des Orwell Prize und wurde in 17 Sprachen übersetzt. Natasha Brown gehört zu den alle zehn Jahre ernannten Grantaʼs Best of Young British Novelists.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Jackie Thomae
Hardcover mit Schutzumschlag: 113 Seiten
Verlag: Suhrkamp
Erscheinungstermin: 17.05.2023
ISBN: 
978-3-518-47322-1

Lese-Statistik Februar 2026

Hallo ihr Lieben

Der Februar hat ein wenig Frühling und ein wenig Winter, viele Sonnenstunden, Lesestunden auf Balkonien und die ersten Gartenarbeiten mit sich gebracht und so angesichts der täglich immer schlimmen Nachrichten für ein wenig Zerstreuung gesorgt.
Leider war ich wieder nicht ganz fit (ich denke, die Magen-Darm-Erkrankung im Januar hat mein Immunsystem nachhaltig ein wenig lahmgelegt) und ich hatte am Monatsanfang zwar nur eine leichte Erkältung und schon genug Kraft für meine Arbeit und meinen Alltag, hatte aber nicht wirklich die Energie und den Kopf, um zu lesen oder mich auf meinem Blog zu betätigen. Das konnte ich in der fast ganz schulfreien zweiten Februarwoche dann endlich nachholen und wieder ausgiebig schmökern und auf euren Blogs stöbern. Und auch wenn wieder sehr viel Schreibtischarbeit anstand (Stichworte Steuern und Konzertplanung), so liebe ich es immer sehr, in der unterrichtsfreien Zeit ganz in meinem Tempo zu arbeiten und meinen Tagesablauf zu gestalten. Zwei Konzerte, viele hoffnungsvoll grüne Bücher und noch mehr Schneeglöckchensichtungen haben den Monat komplett gemacht und nun hoffe ich, dass ich genug Energie und Motivation für den sehr arbeitsintensiven März gesammelt habe, freue mich aber auch auf diesen mit tollen Projekten gefüllten Monat, der heute bereits mit einem Konzert gestartet hat.

Gelesen im Februar

Erster Band einer Familienchronik (Trilogie), anfänglich packend, dann eher zäh, trotzdem lesenswert


Berührende, zart melancholische und gleichzeitig hoffnungsvolle lose Fortsetzung zu "Prima Aussicht"


Zwei Freunde, die einander durch dick und dünn begleiten, Freundschaft, Familie und ein Gewinnspiel


Ein kleiner Schatz in Buchform, das perfekte Geschenk und ganz viel Liebe für ein kleines Lebewesen


Mein bisher liebster Teil der Reihe, sehr viel Humor, Kulinarik, grandiose Protagonistin und Hamburgliebe

Kinderbuchklassiker und einfach immer absolut lesenswert!


Packend und eindringlich erzählte Geschichte, keine leichte Kost, heftig, tragisch, verstörend, grandios




Alle Seitenzahlen und Rezensionslinks:

Die Glücksformel - Stefan Klein   (quergelesen/einzelne Kapitel gelesen, 120 Seiten ganz gelesen)
Der Geschmack von Apfelkernen - Katharina Hagen   (abgebrochen nach 22 Seiten)
Für immer, oder was? - Ellen Berg   (abgebrochen nach 29 Seiten)
Das Land der Anderen - Leïla Slimani   (384 Seiten)
Leonard und Paul - Rónán Hession   (320 Seiten)
aufrappeln - Judith Poznan   (160 Seiten)
Das Geräusch einer Schnecke beim Essen - Elisabeth Tova Bailey   (176 Seiten)
Glück ist, wenn man trotzdem liebt - Petra Hülsmann   (416 Seiten)
Ronja Räubertochter - Astrid Lindgren   (ReRead, 240 Seiten)
Deine kalten Hände - Han Kang   (312 Seiten)
Revolution der Verbundenheit - Franziska Schutzbach   (320 Seiten)

Neuzugänge: 

Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien   (Bücherschrankfund)
21 Tage zum Verlieben - Lia Louigs   (Rezensionsexemplar)
Sternflüstern, die Geschichte eines Neuanfangs - Paula Carlin   (Geschenk von Andrea)

Abgebrochen:

Die Glücksformel - Stefan Klein: Das Buch habe ich grosszügig quergelesen, weil mich nicht alle Kapitel interessiert haben. Mindestens 120 Seiten habe ich aber ganz gelesen, weshalb ich einfach nur 120 Seiten zu meinen gelesenen Seiten zählen werde.
Der Geschmack von Apfelkernen - Katharina Hagen   (abgebrochen nach 22 Seiten, Stil passte nicht)
Für immer, oder was? - Ellen Berg   (abgebrochen nach 29 Seiten, Klischees und anstrengende Protagonistin)

Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 8
Abgebrochene Bücher: 3
Ungelesen aussortierte Bücher: -
Gelesene Seiten: 2'499 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 89.25 Seiten
Bücher von Autorinnen: 7
Bücher von Autoren: 1
Autor*innenduos (oder Gruppen): 
Geschenkt bekommene Bücher: 1
Ausgeliehen: -
Buchgewinn: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: 1
Neu gekaufte Bücher: 
Gebraucht gekaufte Bücher: 
Eingesammelte Bücher: 1
Bibliotheksbücher: -
Gesamte Neuzugänge: 3
SuB am Monatsbeginn: 44
Aktueller SuB: 38
Differenz: - 6

Rezension: Revolution der Verbundenheit

Revolution der Verbundenheit, wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert - Franziska Schutzbach

(Extrem ausführliche) Beschreibung des Verlages:
Inmitten einer scheinbar tief zerrütteten und krisengeschüttelten Gesellschaft fragt Franziska Schutzbach nach Perspektiven der Verbundenheit.
«Wir müssen noch miteinander eine große Freiheit erringen.»
Das schrieb Bettina von Arnim an ihre Freundin Karoline von Günderode. Seither sind viele Jahre vergangen, die Emanzipation der Frauen ist vorangeschritten – vor allem dann, wenn sich Frauen aufeinander bezogen. Dieses Buch macht sich auf die  Suche nach starken und nährenden Frauenbeziehungen , nach Liebe und Freundschaft unter Frauen, nach politischer Schwesternschaft und Solidarität, nach emanzipatorischen Mutter-Tochter-Beziehungen und weiblichen Familiengenealogien.
Die Soziologin und Sachbuchautorin Franziska Schutzbach zeigt anhand zahlreicher fesselnder Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart, wie Frauen trotz Spaltung und Differenz durch ihre Beziehungen Revolutionen ermöglicht haben. Wie sie patriarchale Strukturen in Alltag und Politik lockerten, weil sie sich verbündeten und befreundeten. Sie beschreibt, was möglich ist, wenn Frauen sich an anderen Frauen orientieren.
Wider die Spaltung der Frauen
Sie zeigt aber auch, wie schwer das ist. Denn  die Spaltung der Frauen ist eine der Grundlagen patriarchaler Macht . Frauen sollen sich an Männern orientieren, nicht aneinander. Sie sollen sich an sexistischen Maßstäben und an der männlichen Gunst ausrichten. Sie sollen mit unterdrückerischen Systemen kooperieren, anstatt sich gemeinsam dagegen aufzulehnen.
Einigkeit und Harmonie sind keine Selbstverständlichkeit unter Frauen, es gibt Risse und Differenzen, wir finden Zerwürfnisse, Entsolidarisierung und Machtausübung. Und einen großen Mangel an Zeit. Auch diesen Herausforderungen geht das Buch auf den Grund.
»Frauen können hier und heute damit beginnen, ihre Orientierung an der Männerwelt zu lösen und überkommenen Mustern wie Hierarchie und Konkurrenz ihre Sehnsucht nach Kooperation und Freundschaft entgegensetzen.« Franziska Schutzbach
Anhand von Essays und Briefen lässt Franziska Schutzbach in diesem Buch eine Revolution der Verbundenheit als eine konkrete und persönliche Praxis spürbar werden.
Ein leidenschaftliches Plädoyer für stärkende, ermutigende weibliche Beziehungen.

Inhalt:
Auf eine ausführliche Einleitung folgen die fünf Kapitel "Freundschaft", "Frauenbeziehungen in Familien", "Revolution der Liebe", "Sisterhood" und "Weibliche Verweigerung: Separatismus, Autonomie und Ausstieg", welche Schutzbach mit einem Brief an eine Frau in ihrem Leben eröffnet und dann mit vielen Gedanken, Zitaten, Theorien aus verschiedenen Jahrhunderten und eigenen Zusammenfassungen ergänzt.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich schon riesig gefreut und die Briefe, welche die einzelnen Abschnitte einleiten, haben mich sehr berührt und gut unterhalten. Gestört hat mich allerdings, dass Schutzbach zu vielen Wiederholungen neigt. Nicht nur werden in mehreren Kapiteln immer wieder die gleichen Gedanken repetiert, auch formuliert sie manchmal seitenweise einen einzigen Gedanken immer wieder neu oder manchmal leider sogar mit nahezu identischen Worten. Die fünf doch eher ausführlichen Abschnitte hätten in meinen Augen fünf sehr viel kürzere und dadurch auch kurzweiligere Essays sein können.
Ausserdem verstehe ich zwar, dass Schutzbach immer wieder in die Vergangenheit reist. Sie begründet dies folgendermassen: "Für mich ist der Blick in die Vergangenheit wichtig, weil sich damit ausgelöschte Erzählungen rekonstruieren lassen (...). Es ermutigt mich, wenn ich weiss, (...) dass die patriarchale Macht eben nie total war, dass es immer auch Eigensinn und Widerstand gab." Dazu muss ich aber sagen, dass ich sehr viel lieber zeitgenössischere Beispiele oder auch noch mehr Anregungen und praktische Alltagsübungen für weiblichen Zusammenhalt, als beispielsweise wiederholte Schilderungen über die unterwürfige, dienende, mütterliche Rolle Marias in der Bibel gelesen hätte...
Trotzdem haben mich sehr viele Gedanken im Buch berührt, wütend gemacht, inspiriert und zum Weiterdenken angeregt. Wahrscheinlich habe ich einfach schon so viel zum Thema gelesen, dass für mich vieles nicht mehr komplett neu war. Das sehr ausführliche Quellenverzeichnis im Anhang beinhaltet allerdings sehr viele weiterführende Literaturtipps und macht neugierig auf mehr. 

Meine Empfehlung:
Ein wenig Kritik zum Trotz empfehle ich das Buch sehr gerne weiter und denke, dass es vor allem für Menschen, welche sich zum ersten Mal mit weiblicher Solidarität auseinandersetzen und entsprechend auch noch viele Ausführungen zum Thema benötigen, ein idealer Einstieg ins Thema ist.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Revolution der Verbundenheit, wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert
Autorin: Franziska Schutzbach, geboren 1978, ist promovierte Geschlechterforscherin und Soziologin, Publizistin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Im Jahr 2017 initiierte sie den #SchweizerAufschrei, seither ist sie eine bekannte und gefragte feministische Stimme auch über die Schweiz hinaus. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterthemen wie Misogynie und Sexismus, darüber hinaus befasst sie sich mit den Kommunikationsstrategien von Rechtspopulisten. Franziska Schutzbach lebt in Basel.
Sprache: Deutsch
Hardcover: 320 Seiten
Verlag: Droemer HC
Erscheinungstermin: 01.10.2024
ISBN: 978-3-426-27904-5

Rezension: Deine kalten Hände


Deine kalten Hände - Han Kang

TW: sexualisierte Gewalt, Essstörung, Bulimie, Erbrechen

Beschreibung des Verlages:
Nobelpreis für Literatur 2024
Von der Autorin des internationalen Bestsellers »Die Vegetarierin«
Ein großer Roman über die Einsamkeit der menschlichen Existenz. Eines Tages verschwindet der Bildhauer Jang Unhyong beinahe spurlos. Er hinterlässt seine faszinierenden Gipsabdrücke von Händen und Körpern – und ein bewegendes Tagebuch, das seine lebenslange Suche nach Nähe und Wahrhaftigkeit in einer Welt voller Masken schildert.
»Han Kang erzählt zugleich mit großer Brutalität und großer Poesie – eine Mischung, die nur wenigen Schriftstellern gelingt.« stern
 »Man kann sich dieser Stimme nicht entziehen.« Independent

Inhalt:
Die Ich-Erzählerin H. entdeckt mehrere der beeindruckenden Skulpturen des Künstlers Jang Unhyong. Er stellt diese her, indem er Gipsabdrücke von Körpern nimmt und die Abdrücke anschliessend ausgiesst. Weil die Technik sehr anspruchsvoll und für das Modell mit grossen Unannehmlichkeiten und Schmerzen verbunden ist, hat er Mühe, geeignete Freiwillige zu finden. Er kommt mit H. in Kontakt und verschwindet dann plötzlich. Jang Unhyongs Schwester sucht H. auf und überreicht ihr ein intimes Tagebuch des Künstlers, indem er seine Herangehensweise schildert, von den Frauen erzählt, die für ihn als Modell gearbeitet haben und von den Frauen, die er geliebt hat.

Meine Meinung:
Auch dieser Roman entführt in Han Kangs Heimatstadt Gwangju und begleitet einen Künstler durch seinen Alltag, der an einen Fiebertraum erinnert. Immer wieder schwankt er zwischen Wahn und Apathie und die Menschen, denen er begegnet - meistens seine Modelle - betrüben ihn zusätzlich, weil er stets nach Modellen sucht, die eine Geschichte, eine bestimmte Traurigkeit oder Düsternis mit sich herumtragen, welche ihn bei der gemeinsamen Arbeit natürlich auch mehr und mehr umgibt.
Entsprechend atemlos erzählt ist dieses Buch. Es lässt an grossem Leid teilhaben und zeigt doch immer wieder, dass es manchmal auch Wege gibt, sich von seiner schwierigen Geschichte zu lösen.
Das Buch hat mich tief beeindruckt, mich immer wieder auch verstört und zugleich enorm fasziniert.

Schreibstil und Aufbau:
"Deine kalten Hände" ist wohl das älteste der bisher aus dem Koreanischen übersetzten Bücher von Han Kang. Und es es wurde auch von einer anderen Übersetzerin übersetzt, als "Die Vegetarierin" und "Menschenwerk" und dennoch ist Han Kangs absolut grandiose, nüchtern beschreibende und zugleich eine extreme Nähe zu ihren Figuren aufbauende Sprache auch hier klar erkennbar.
Die Geschichte ist in drei ungleich lange Teile gegliedert und beginnt mit einem Prolog, der damit endet, dass H. das Tagebuch von Jang Unhyong liest. Ab dann erzählt Jang Unhyong durch sein Tagebuch in der Ich-Perspektive aus seinem Leben und somit erfahren wir, was ihn zu dem gemacht hat, der er heute ist.

Meine Empfehlung:
Das Buch ist keine leichte Kost und thematisiert - wie ich nun schon von Han Kang kenne - sehr heftige, tragische, verstörende Themen. Die Schilderungen sind sehr detailliert und dadurch um so packender. Mich hat das Buch begeistert und ich empfehle es euch sehr gerne weiter und freue mich schon auf "Griechischstunden" das bereits hier liegt.

Weitere Empfehlungen für Bücher der Autorin:
Die Vegetarierin
Menschenwerk

Zusätzliche Infos:
Titel:
Deine kalten Hände
Originaltitel: 그대의 차가운 손 Deine kalte Hand, Munhak-kwa chisŏngsa
Autorin: Han Kang wurde 1970 in Gwangju, Südkorea, geboren und ist die wichtigste literarische Stimme Koreas. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für »Die Vegetarierin« wurde sie gemeinsam mit ihrer Übersetzerin 2016 mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet, für »Menschenwerk« mit dem renommierten italienischen Malaparte-Preis. »Weiß« war ebenfalls für den Booker Prize nominiert. 2024 erhielt Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Sie lebt in Seoul. 
Sprache: Deutsch
Aus dem Koreanischen von: Kyong-Hae Flügel
Hardcover: 312 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
Veröffentlichung: 22.09.2020
ISBN: 978-3-7466-3731-0

Kurzrezension: Ronja Räubertochter

Ronja Räubertochter - Astrid Lindgren

Beschreibung des Verlages:

"In der Nacht, als Ronja geboren wurde, rollte der Donner über die Berge. Ja, es war eine Gewitternacht, dass sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald hausten, erschrocken verkrochen…"
Mitten im Wald, zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden, wächst Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, auf. Eines Tages trifft sie auf ihren Streifzügen Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka. Und als die Eltern den beiden verbieten, Freunde zu sein, fliehen Ronja und Birk in die Wälder.

Meine Meinung:
Wie so viele von euch bin ich mit den Geschichten von Astrid Lindgren aufgewachsen und es freut mich immer sehr, dass ich als Erwachsene noch einmal einen ganz anderen Zugang zu ihren Geschichten finden darf. Mein liebstes Buch von Lindgren ist "Die Brüder Löwenherz", allerdings muss ich sagen, dass ich noch längst nicht alle ihre Bücher gelesen habe.
Mein erneutes Eintauchen in "Ronja Räubertochter" hat mir wunderbare Lesestunden beschert, in mir die Vorfreude auf den Frühling geweckt und mich einmal mehr entdecken lassen, wie fortschrittlich Lindgren ihre Kinderbücher konzipiert hat. Freundschaft und Familie spielen eine grosse Rolle, das Erwachsenwerden und das Einstehen für die eigenen Werte und die Menschen, die man liebt. Die mutige Ronja behauptet sich gegen ihren Vater und seine Räuberbande und setzt sich ein für ihre Unabhängigkeit und ihren Freund Birk ein, der seinerseits ebenfalls gegen veraltete Vorstellungen seiner Familie ankämpfen muss.
Zahlreiche fantasievoll beschriebene Fabelwesen, Wildpferde und Erlebnisse im Wald und auf der Räuberburg machen das Buch zu einem spannenden, unterhaltsamen Leseerlebnis und die liebevollen und auch sehr bekannten Illustrationen von Ilon Wikland komplettieren das Werk.

Meine Empfehlung:
Lindgrens Bücher eignen sich vom Vorlesen, zum Erstlesen und zum erneuten Lesen als erwachsene Person und die wunderschöne Ausgabe von "Ronja Räubertochter" kann ich euch dafür nur sehr herzlich empfehlen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Ronja Räubertochter
Originaltitel: Ronja rövardotter
Autorin: Astrid Lindgren
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Schwedisch
Übersetzt von: Anna-Liese Kornitzky
Einband und Illustrationen: Ilon Wikland, 1930 in Estland geboren, studierte Kunst in Stockholm und London und arbeitet als freie Illustratorin. 1954 begann ihre Zusammenarbeit mit Astrid Lindgren, aus der mehr als dreißig Bücher hervorgegangen sind. Sie prägte über Generationen das Bild von Astrid Lindgrens Kindern aus Bullerbü, Karlsson vom Dach oder Ronja Räubertochter. Ilon Wikland wurde für ihr Gesamtwerk mit dem Elsa-Beskow-Preis ausgezeichnet und bereits mehrfach für den international bedeutenden »Astrid Lindgren-Gedächtnispreis« nominiert.
Fester Einband: 240 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.02.1982
ISBN: 978-3-7891-2940-7