Lese-Statistik Januar 2026

Hallo ihr Lieben

Obwohl ich eigentlich gut und ziemlich erholt ins Neue Jahr gestartet bin, hat sich der Januar ein wenig wie ein Taumeln zwischen verschiedenen Welten angefühlt. Einerseits bin ich mit enorm viel Energie in diesen ersten Monat des Jahres gestartet, andererseits hat mich eine fiese Magen-Darm-Infektion kurzzeitig aber vollständig ausgeknockt. Einerseits hatte ich mit zwei Konzerten und einer Trauerfeier eher wenig zu spielen, andererseits habe ich so viele Projekte für die kommenden Monate gleichzeitig vorbereitet, dass ich mich konzentrieren musste, um den Überblick zu behalten. Und einerseits habe ich viel und rastlos (an-)gelesen und andererseits habe ich kaum ein Buch beendet.
Insgesamt war der Januar aber ein guter Monat, in dem ich viele Dinge in meinem Tempo erledigen konnte und der Februar wird noch einmal ähnlich sein. In der einen unterrichtsfreien Woche, die ich haben werde, sind zwar viele andere Dinge geplant, aber immerhin kann ich diese alle in meinem Tempo und ganz nach Lust und Laune abarbeiten und darauf freue ich mich sehr. Schliesslich muss ich schon dafür sorgen, dass ich im Februar noch einmal ein wenig Energie tanken kann. Erst gerade hat mir mein Kalender nämlich gesagt, dass ich im ganzen Monat März nur genau zwei freie Tage haben werde...
Mein Leseverhalten im Januar war übrigens geprägt von SuB-Leichen und Abbrüchen und auch wenn das in der Bilanz gar nicht nach einem guten Monat aussieht, war das in der Praxis trotzdem ein sehr guter Monat. Dazu möchte ich direkt noch ein paar Worte verlieren und werde ein wenig ausholen, wer sich also nur für Zahlen und meine gelesenen Bücher interessiert, darf den nächsten Abschnitt getrost überspringen :-D

Und zwar wissen mittlerweile die meisten von euch, dass ich meine Bücher seit bald zwei Jahren nach Coverfarben lese. Ein schöner Nebeneffekt davon ist mein immer schön farblich sortierter Instagram-Feed. Der Haupteffekt ist aber, dass ich so auch zu Büchern greife, die sich in den tiefen meines SuBs verstecken und die vor allem deshalb schon so lange hier liegen, weil ich sie - bewusst oder unbewusst - ein wenig vor mir hergeschoben habe. So habe ich es in den letzten Monaten geschafft, meinen SuB permanent zu verjüngen. Ich habe unerwartet viele SuB-Leichen gelesen und positive Überraschungen erleben dürfen, manchmal habe ich Bücher aber auch nur angelesen und dann guten Gewissens (ich hatte es ja schliesslich immerhin probiert) aussortiert.
Der Januar stand ganz im Zeichen der schwarzen Cover und da waren zwei Bücher dabei, die ich aus Bücherschränken mitgenommen hatte und einfach einmal anlesen wollte. Das waren "Der Trost des Nachthimmels" von Dževad Karahasan" und "Die Witwen von Eastwick" von John Updike. Weiter stand die Harry Hole-Reihe von Jo Nesbø schon länger bei mir auf der "Abschussliste" und ich wollte einfach noch einmal testen, ob ich die Reihe weiterverfolgen oder weggeben möchte. Wie ich mich bei all diesen Büchern entschieden habe, seht ihr untenstehend :-D
Zusätzlich habe ich mit "Der blaue Vogel" und "Anton Bruckner. Ein Leben mit Musik" zwei Bücher gelesen, die mich beruflich interessiert haben, respektive habe ich "Der blaue Vogel" zur Konzeptionierung eines Projektes benötigt. Diese beiden Bücher habe ich gelesen, aber einfach nicht rezensiert.
Und dann gab es mit "Kleine Probleme" von Nele Pollatschek noch einen ganz überraschenden Abbruch. Auf dieses Buch hatte ich mich seit Wochen gefreut und es wäre direkt als erste Lektüre im Neuen Jahr gedacht gewesen und dann war es so langweilig und der Protagonist hat mich so sehr genervt, dass das Buch direkt weiterziehen durfte.

Da bei mir der SuB-Abbau im Zentrum steht und da sich bei meinem Sammelverhalten Abbrüche nicht vermeiden lassen, ja sogar einkalkuliert sind - ich nehme nämlich oft Bücher aus Bücherschränken mit, weil ich sie einfach einmal "ausprobieren" möchte, im vollen Wissen, dass ich sie wahrscheinlich abbreche - bin ich sehr fein mit dem Lesemonat Januar. Auch wenn es hier keine Rezensionen geregnet hat, so habe ich meinen SuB deutlich verkleinert und verjüngt und vier Neuzugänge lassen sich da definitiv auch noch verkraften.

Gelesen und rezensiert im Januar:

Anfangs eher langsamer, dann packenderer Spannnungsroman mit nicht ganz überzeugender Protagonistin


Grandiose Protagonistin, überzeugender Fall, kleine Längen in der Mitte, viel London-Liebe


Atmosphärischer, bestürzender Spannungsroman des Grossmeisters Mankell, heftige Kost, wichtiges Buch


Äusserst unterhaltsamer, spannender Allgäu-Krimi, 9. Band der Kluftinger-Reihe


Alle Seitenzahlen und Rezensionslinks:

Kleine Probleme - Nele Pollatschek   (abgebrochen nach 46 Seiten)
Die Witwen von Eastwick - John Updike   (abgebrochen nach 18 Seiten)
Rotkehlchen (Harry Hole 3)- Jo Nes
bø   (abgebrochen nach 127 Seiten)
Der Trost des Nachthimmels - Dževad Karahasan   (abgebrochen nach 24 Seiten)

Der blaue Vogel - Maurice Maeterlinck   (172 Seiten, keine Rezension)
Anton Bruckner. Ein Leben mit Musik - Felix Diergarten   (240 Seiten, keine Rezension)
Rauhnächte - Ellen Sandberg   (352 Seiten)
Schwarzer Mittwoch - Nicci French   (528 Seiten)
Kennedys Hirn - Henning Mankell   (400 Seiten)
Himmelhorn - Volker Klüpfel und Michael Kobr   (496 Seiten)

Neuzugänge: 

Krawall und Kekse - Shirley Jackson   (Buchgewinn aus einem Adventsgewinnspiel)
Griechischstunden - Han Kang   (neu gekauft)
Der Markt der Weihnachtswunder - Felicitas Kind   (Bücherschrankfund)
Meistens kommt es anders, wenn man denkt - Petra Hülsmann

Abgebrochen:

Kleine Probleme - Nele Pollatschek: das Buch hat mich gelangweilt, der Protagonist hat mich genervt
Die Witwen von Eastwick - John Updike: vielleicht hätte ich den Vorgänger "Die Hexen von Eastwick" lesen müssen, aber der Schreibstil sagte mir so oder so nicht zu und ich denke, das Buch ist in anderen Händen besser aufgehoben :-D
Rotkehlchen (Harry Hole 3)- Jo Nesbø: nach langem Hin und Her habe ich dieses Buch abgebrochen und den Rest der Reihe aussortiert. "Schneemann" war damals ein Highlight, aber ausgerechnet an diesen Band ist kein weiterer herangekommen. Auch nach über 100 Seiten hat sich in "Rotkehlchen" noch nichts getan und ich wollte mich einfach nicht länger mit diesem zähen Stil abgeben.
Der Trost des Nachthimmels - Dževad Karahasan: Pathos, Pathos, Pathos und doch irgendwie bisher kaum Inhalt. Klar, 700 Seiten fehlen noch (aber eben, 700 Seiten!!!) und die Geschichte spielt vor mehr als 1000 Jahren, darauf hatte ich dann doch irgendwie keine Lust...

Ungelesen aussortiert:

Jo Nesbø - Die Larve (Harry Hole 9)
Jo Nesbø -
Leopard (Harry Hole 8)
Jo Nesbø - Koma (Harry Hole 10)
Jo Nesbø - messer (Harry Hole 12)
Die Fährte - Jo Nesbø (Harry Hole 4)
Durst - Jo Nesbø
 (Harry Hole 11) 
Der Erlöser - Jo Nesbø (Harry Hole 6)

Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 6
Abgebrochene Bücher: 4
Ungelesen aussortierte Bücher: 7
Gelesene Seiten: 2'403 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 77.52 Seiten
Bücher von Autorinnen: 1
Bücher von Autoren: 3
Autor*innenduos (oder Gruppen): 2
Geschenkt bekommene Bücher: -
Ausgeliehen: -
Buchgewinn: 1
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: -
Neu gekaufte Bücher: 1
Gebraucht gekaufte Bücher: 
Eingesammelte Bücher: 2
Bibliotheksbücher: -
Gesamte Neuzugänge: 4
SuB am Monatsbeginn: 57
Aktueller SuB: 44
Differenz: -13

Rezension: Himmelhorn

Himmelhorn - Volker Klüpfel und Michael Kobr

Reiheninfos:

  1. Milchgeld
  2. Erntedank
  3. Seegrund
  4. Laienspiel
  5. Rauhnacht
  6. Schutzpatron
  7. Herzblut
  8. Grimmbart
  9. Himmelhorn
  10. Kluftinger
  11. Funkenmord
  12. Affenhitze
  13. Lückenbüßer

Beschreibung des Verlages:
Der neunte Fall der Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr führt den Kult-Kommissar Kluftinger in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt auf das Himmelhorn, einen der gefährlichsten Berge des Allgäus. Natürlich liebt Klufti die Berge – wenn sie kässpatzenförmig auf seinem Teller aufragen. Doch der neueste Streich von Gesundheitsfetischist Langhammer befördert den Kommissar samt E-Bike tief in die Allgäuer Alpen, wo die beiden prompt auf drei Leichen stoßen: ein bekannter Dokumentarfilmer und zwei einheimische Bergführer, die einen Film über die Erstbesteigung des Himmelhorns drehen wollten. Wie es scheint, waren sie dem als äußerst gefährlich geltenden Gipfel nicht gewachsen. Die Ermittlungen im Umfeld der Toten führt Klufti in sehr abgelegene Alpentäler und zu deren starrköpfigen Bewohnern, die noch wortkarger sind als er.

Inhalt:
In seinem neunten Fall wird Klufti nicht nur zum Gipfelstürmer, sondern auch zum Börsenspekulanten, Paarberater und E-Biker. Im Hause Kluftinger geht es aber trotzdem nicht immer sehr harmonisch zu, Kluftis Sohn Markus kümmert sich nämlich mehr um seine Prüfungen und Beizentouren als um seine schwangere Frau Yumiko. Unterdessen sorgen rätselhafte Todesfälle am Himmelhorn und eine verstrickte Familienfehde für zusätzliche Ermittlungsarbeit und auch Doktor Langhammer gerät auf Abwege, allerdings Abwege amouröser Natur.
Einmal mehr ist es Kluftingers untrüglicher Instinkt, der hilft, auch noch den verschwiegensten Berglern unangenehme Wahrheiten zu entlocken und sein Team auf die richtigen Fährten zu führen.

Meine Meinung:
Kluftinger wächst wieder einmal über sich selber hinaus und nimmt sich mit viel Durchhaltevermögen einem Verbrechen an, das ohne seine Aufmerksamkeit als Unfall ad acta gelegt worden wäre. Dafür muss er einiges an Überzeugungsarbeit leisten und hat es in seinem neunten Fall besonders schwer, sein Team zum Arbeiten zu bringen. Schliesslich sind alle seine Mitarbeitenden mit privaten Ablenkungen beschäftigt. Dies sorgt für diverse absurd komische Situationen und beste Unterhaltung und auch die Entwicklung dieses durchaus vertrackten Falles hat mich begeistert. Dabei wird auch eindrücklich aufgezeigt, was Hass und Verzweiflung mit Menschen anstellen kann.
Ausserdem hat mich die Aufmachung des Krimis für sich eingenommen. Jedem Kapitel ist nämlich ein Eintrag aus einem Gipfelbuch der Region vorangestellt und zeigt einmal mehr, wie viel Wert die Autoren Klüpfel und Kobr auf die Details und Gründlichkeit ihrer Recherchen zu ihren Kriminalromanen legen.

Meine Empfehlung:
Ich wiederhole mich, aber die Reihe gefällt mir nach wie vor sehr gut. Das Autorenduo ist mittlerweile zu einer Einheit zusammengewachsen, die es immer besser versteht, spannend, unterhaltsam und mit Fingerspitzengefühl zu erzählen und dabei liebenswerte und charmante Figuren mit Ecken und Kanten zu schaffen. Leseempfehlung!

Zusätzliche Infos:
Titel:
 Himmelhorn
Autoren: Volker Klüpfel teilt mit Kluftinger den Heimatort Altusried. Doch den ehemaligen Journalisten hat es beruflich nach Augsburg verschlagen. Dort lebt er nach wie vor mit seiner Familie, auch wenn ihn sein Beruf nun nicht mehr in die Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen, sondern an seinen Autoren-Schreibtisch führt. Studiert hat Klüpfel, Jahrgang 1971, Politik und Geschichte in Bamberg, arbeitete dann bei einer Zeitung in den USA und vertreibt sich seine Zeit mit Sport und Theater – entweder als Zuschauer oder als Mitspieler bei den Freilichtspielen in Altusried. Wie Kommissar Kluftinger. Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte Germanistik und Romanistik in Erlangen. Er arbeitete nach dem Staatsexamen an verschiedenen Realschulen in Bayern, momentan aber ist er beurlaubt – um sich dem Schreiben der Romane, den Shows und der Familie widmen zu können. Kobr wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern im Allgäu.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungstermin: 02.10.2017
ISBN: 978-3-426-51185-5  

Rezension: Kennedys Hirn

Kennedys Hirn - Henning Mankell

TW: 
Experimente an Menschen und Tieren, Tod, Schmerz, HIV/Aids, Prostitution

Beschreibung des Verlages:
»Die Katastrophe kam im Herbst und brach ohne Vorwarnung über sie herein. Sie warf keine Schatten, sie bewegte sich vollkommen lautlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte sie eine Vorstellung davon, was geschah.«
Als die Archäologin Louise Cantor von ihrer Ausgrabung in Griechenland zu einem Vortrag nach Schweden reist, will sie auch ihren 25-jährigen Sohn wiedersehen. Doch als sie die Wohnung in Stockholm betritt, liegt Henrik tot in seinem Bett. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber daran kann Louise nicht glauben. In dem Kleiderschrank ihres Sohnes findet sie eine Menge Material zu der Frage, warum das Hirn von John F. Kennedy nach der Obduktion spurlos verschwand. War Henrik einem kriminellen Geheimnis auf der Spur? Je mehr sie über sein Leben erfährt, umso klarer wird ihr, wie wenig sie ihren Sohn eigentlich gekannt hat. Auf der Suche nach Hinweisen, die seinen Tod erklären könnten, reist sie nach Australien zu ihrem verschwundenen Exmann und folgt Henriks Spuren über Barcelona nach Mosambik. Dort stößt sie auf ein Asyl für mittellose Aidskranke, in dem auch ihr Sohn gearbeitet hat und das von einem reichen weißen Mann aus scheinbar selbstlosen Gründen ins Leben gerufen wurde. Doch Louise ahnt bald, dass sich dahinter ein ungeheurer humanitärer Skandal verbirgt …

Inhalt:
Die angesehene Archäologin Louise Cantor erlebt, was keine Mutter erleben sollte: ihr Sohn verstirbt plötzlich. Beim Sichten seiner wenigen persönlichen Dinge realisiert sie, dass sie ihn eigentlich kaum gekannt hat und dass er vor allem einer brisanten Sache auf der Spur war. Der Verdacht, dass er vielleicht ermordet worden ist, wächst in ihr und sie stürzt sich in eigene Ermittlungen.
Dabei entdeckt sie mehr und mehr menschliche Abgründe und bringt sich selber in grosse Gefahr.

Meine Meinung:
Henning Mankell gehört seit jeher zu meinen liebsten Autoren. Viele kennen ihn für seine schwedischen Krimis mit Tiefgang, viel Gesellschaftskritik und einer schweren, aber wunderschönen Melancholie im Schreibstil und natürlich ist er bekannt für seinen Kommissar Wallander. Er hat aber auch berührende und bestürzende Romane geschrieben, die in Afrika spielen. In "Kennedys Hirn" vereint er Spannung, Afrika, den Schmerz einer trauernden Mutter und menschliche Bösartigkeit auf grandiose Weise. Der Inhalt dieses Buches ist heftig und hat mich einige Male leer schlucken lassen. Wegschauen ist aber keine Option und Mankell führt uns mit seiner mutigen Protagonistin sanft durch seine packende und bewegende Geschichte.

Schreibstil und Aufbau:
Auf Mankells Schreibstil muss man sich einlassen, ich geniesse dieses Eintauchen aber immer sehr. Bei anderen Autor*innen stört es mich oft, wenn sehr langsam erzählt wird. Mankell schafft es aber, seine Geschichten mit viel Atmosphäre, starken Emotionen und vor allem nahbaren Figuren mit Ecken und Kanten auszustatten. Seinen Schreibstil würde ich wohl mittlerweile an nur wenigen Sätzen erkennen und bei diesem Spannungsroman/Krimi hat mir besonders gut gefallen, dass die Erzählsprache von Unverständnis und Zorn getrieben ist. Vom Zorn eines schreibenden Menschen, der in die tiefsten und dunkelsten Ecken des Menschseins geblickt hat und immer noch nicht fassen kann, was er dabei erkennen musste.

Meine Empfehlung:
Ich fürchte mich schon vor dem Tag, an dem ich alle noch verbleibenden Bücher von Henning Mankell gelesen habe und mich auf keine weiteren Werke von ihm freuen kann. Er war einfach ein einzigartiger Erzähler und sogar seine älteren Krimis sind nach wie vor hochaktuell und brisant. Auch diesen sehr gesellschaftskritischen Krimi (oder vielleicht eher Spannungsroman) möchte ich euch sehr gerne weiterempfehlen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Kennedys Hirn
Originaltitel: Kennedys Hjärna
Autor: Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, war einer der großen schwedischen Gegenwartsautoren, von Lesern rund um die Welt geschätzt. Sein Werk wurde in über vierzig Sprachen übersetzt, es umfasst etwa vierzig Romane und zahlreiche Theaterstücke. Nicht nur sein Werk, sondern auch sein persönliches Engagement stand im Zeichen der Solidarität. Henning Mankell lebte abwechselnd in Schweden und Mosambik, wo er künstlerischer Leiter des Teatro Avenida in Maputo war. Er starb am 5. Oktober 2015 in Göteborg. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv.
Sprache: Deutsch
Aus dem Schwedischen von: Wolfgang Butt
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum meiner Ausgabe: 4. Auflage, Juni 2008
ISBN meiner Ausgabe: 978-3-423-21025-6

Mein SuB kommt zu Wort, 20.01.26

Alle Informationen zur Aktion findet ihr bei Melli
Hallo ihr Lieben

Ich hoffe, dass ihr gut im Neuen Jahr angekommen seid und bisher einen angenehmen, lesereichen und vor allem gesunden Januar hattet. Im Januar standen einige SuB-Leichen bei mir auf dem Programm, die ich angelesen und auch ziemlich konsequent abgebrochen und aussortiert habe. SuBrina ist ein wenig zusammengeschrumpft und hat nun um so mehr Platz in ihren Regalen und sie sagt zwar, dass sie mir nicht übel nimmt, dass ich sie so reduziert habe, aber so gaaaaanz sicher bin ich mir da nicht. Vielleicht erzählt sie euch ein wenig mehr ;-)

1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ein grosses Hallo!!! auch noch von mir und wir kommen sofort zum Punkt: ihr werdet jetzt sicher grosse Augen machen, das haben wir nämlich bei der Zählung auch gerade...Frauchen hat Ende Dezember noch sehr viele Bücher beendet und am vergangenen Sonntag dann auch noch einige Bücher angelesen und aussortiert und es durfte dann schliesslich eine fast komplette Reihe weichen und ja...ich wiege gerade noch - für meine Verhältnisse - sagenhaft leichte 46 Bücher und das hätte ich mir vor zwei bis drei Monaten nie träumen lassen. Ein wenig.....irritiert bin ich zwar schon, dass es meinen Schätzen nun so an den Kragen gegangen ist, aber ich bin auch froh, dass hier jetzt wirklich nur noch Bücher aus den letzten paar Jahren liegen, die hoffentlich für viel Lesefreude sorgen werden.

Die SuB-Entwicklung in der Übersicht:
20.05.2016: 222 Bücher (allererste Teilnahme bei dieser Aktion)
20.02.2017: 243 Bücher (absoluter SuB-Höchststand war im Januar 2017 mit 247 Büchern)
20.05.2017: 184 Bücher (nach der grossen Entrümpelung)
20.01.2018: 166 Bücher
20.12.2018: 145 Bücher (es geht voran)
20.01.2020: 132 Bücher (laaaaangsam, aber stetig)
20.01.2021: 116 Bücher
20.01.2022: 101 Bücher (uHu-Bereich in greifbarer Nähe...)
20.08.2022: 96 Bücher (definitiv im uHu-Bereich angekommen)
20.12.2022: 77 Bücher
20.12.2023: 61 Bücher
20.02.2024: 58 Bücher und 2 Bibliotheksbücher
20.10.2024: 70 Bücher
20.11.2024: 89 Bücher
01.01.2025: 90 Bücher
20.01.2025: 86 Bücher
20.02.2025: 82 Bücher
20.05.2025: 77 Bücher
30.06.2025: 69 Bücher
31.07.2025: 68 Bücher
20.08.2025: 67 Bücher
30.09.2025: 64 Bücher
20.10.2025: 66 Bücher
20.11.2025: 58 Bücher
20.12.2025: 61 Bücher...ups!!!
01.01.2026: 57 Bücher

20.01.2026: 46 Bücher

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!Hier sind seit dem 01.01.26 zwei Bücher eingezogen und wir hoffen sehr, dass es bei diesen zwei Büchern bleibt. Einerseits hat Frauchen mit "Krawall und Kekse" von Shirley Jackson einen Gewinn aus einem Adventsgewinnspiel erhalten, andererseits ist "Griechischstunden" von Han Kang hier eingetroffen, das Frauchen vor mehreren Monaten als Taschenbuchausgabe vorbestellt und in der Zwischenzeit ein wenig vergessen hatte...

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deiner Besitzerin gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt gelesen und rezensiert hat Frauchen "Schwarzer Mittwoch" von Nicci French. Der Krimi ist der dritte Teil der Frieda Klein-Reihe. Das Buch lag seit 2025 in meinen Regalen, wurde also nach weniger als einem Jahr Aufenthalt in meinen Regalen gelesen. Mein Frauchen hat sich davon gut unterhalten gefühlt, wenn auch der Anfang sich ein wenig langsam entwickelt hat. Dafür hat ihr die Protagonistin um so besser gefallen. Zur Rezension geht es HIER.


4. Liebe:r SuB, zeig uns Bücher ohne Artikel im Titel von Deinen Stapeln!
Oh je, gerade am Sonntag hat Frauchen einige Bücher ohne Artikel im Titel aussortiert... Aber gerade liest sie "Kennedys Hirn" und bald liest sie auch noch "Himmelhorn", die sollten bei der nächsten Aktion definitiv weggelesen sein ;-)

Und nun möchten wir euch noch alles Liebe und Gute für den Rest des Januars wünschen und hoffen, dass ihr im 2026 gesund und munter bleiben und ganz viele tolle Geschichten für euch entdecken dürft. Verlinkt doch gerne eure Posts in den Kommentaren, damit wir vorbeischauen können. Darauf freuen wir uns schon sehr.

Alles Liebe
SuBrina (und Livia)

Rezension: Schwarzer Mittwoch

Schwarzer Mittwoch - Nicci French

Frieda Klein-Reihe:

1. Blauer Montag (2011)
2. Eisiger Dienstag (2012)
3. Schwarzer Mittwoch (2013)
4. Dunkler Donnerstag (2014)
5. Mörderischer Freitag (2015)
6. Böser Samstag (2016)
7. Blutroter Sonntag (2017)
8. Der achte Tag (2018)

Beschreibung des Verlages (via Penguin):
Ruth Lennox, Mutter von drei Kindern und glücklich verheiratet, wird ermordet aufgefunden. Doch warum musste die allseits beliebte und sozial engagierte Frau sterben? Inspektor Karlsson ruft Psychotherapeutin Frieda Klein zu Hilfe – obwohl diese seit ihrem gemeinsamen letzten Fall strikte Anweisung hat, sich aus jeglichen Ermittlungen rauszuhalten. Frieda hat bald ihre Zweifel am Idyll: Das Leben der Familie Lennox scheint einfach zu perfekt, um wahr zu sein. Und je tiefer sie hinter die Fassaden blickt, desto größer wird die Zahl der Tatverdächtigen ...

Inhalt:
Während Frieda sich noch von den schweren Verletzungen erholt, die sie sich bei ihren vergangenen Ermittlungen zugezogen hat, wird eine Leiche gefunden. Eine scheinbar perfekte und überall beliebte Frau und Mutter ist brutal ermordet worden. Zuerst tappt die Polizei komplett im Dunkeln und plötzlich wird die Liste der Verdächtigen zwar lang und länger, es passt aber trotzdem nichts zusammen. Gleichzeitig ermittelt ein Journalist in einem eigenen Fall und untersucht das Verschwinden junger Frauen. Mittendrin steht Frieda, die sich eigentlich Ruhe gönnen soll und will und die trotzdem am Puls der Ermittlungen entscheidende Hinweise liefert.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist der erste Band dieser Reihe, der sich am Anfang ein wenig gezogen hat. Sehr, sehr deutlich wurde dabei aufgezeigt, wie sehr die Polizei im Dunkeln tappt und wie langweilig das Leben der ermordeten Frau gewesen sein soll. Und doch entwickelt sich dann natürlich alles anders und in dem Moment, in dem Frieda ihrem Instinkt zu folgen beginnt, wird die Geschichte so richtig spannend. Tatsächlich hatte ich die ganze Sache (kurz) vor Frieda durchschaut, aber trotzdem hat mich auch das Ende überzeugt.
Auch Friedas Privatleben fährt wieder Achterbahn und es hat mir gefallen, wie realistisch ihre eigene Verletzlichkeit dargestellt wird. Ausserdem mag ich einfach, wie sehr ihr Haus und ihre Gesellschaft jeweils zu physischen und emotionalen Schutzräumen für diverse gestrandete Personen werden. Diese Menschen in ihrem Umfeld werden dabei zugleich zur Belastung als auch zum Dorf von Frieda. Sie alle sind Freundinnen und Freunde dieser sonst eher einzelgängerischen Hauptfigur und diese menschliche und sogar herzliche Komponente der sonst oft ziemlich brutalen Reihe gefällt mir sehr gut.

Meine Empfehlung:
Kleinen Startschwierigkeiten zum Trotz hat mich auch der dritte Band der Reihe überzeugt und ich möchte ihn euch unbedingt ans Herz legen, empfehle euch aber auf jeden Fall, die Reihe chronologisch zu lesen.

Zusätzliche Infos:
Titel:
 Schwarzer Mittwoch
Originaltitel: Waiting for Wednesday
Autoren: Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben im Süden Englands.
Taschenbuch, Paperback: 528 Seiten
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Birgit Moosmüller
Verlag meiner Ausgabe: C.Bertelsmann
Erscheinungstermin dieser Ausgabe: 2013
ISBN: 978-3-570-10164-3