Rezension: Das Versprechen, dich zu finden

https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/das-versprechen-dich-zu-finden
Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus dem Verlagshaus HarperCollins, vielen Dank!

Das Versprechen, dich zu finden - Anne Youngson

Beschreibung des Verlages:
Tina und Anders hatten früher große Träume. Doch das Leben zog vorbei, und der eine Moment, sich diese zu erfüllen, kam nie. Jetzt haben beide jemanden verloren, der ihnen sehr nahesteht und der eine Lücke hinterlässt, die zu füllen ihnen unmöglich scheint.
Tina und Anders sind sich noch nie begegnet. Zufällig beginnen sie einen Briefwechsel und teilen ihre Trauer miteinander, aber auch ihre Lust am Leben. Durch ihre Freundschaft entwickeln sie einen Hunger nach Veränderung. Mit Anfang sechzig stehen sie beide vor einer Frage, die viele Menschen umtreibt: Haben wir das Leben geführt, das wir führen wollten?

Meine Meinung:
Was bleibt, wenn das Leben dem Ende zugeht? Welche Chancen haben wir vertan und welche haben wir genutzt? Was müssen wir tun, um am Schluss Erfüllung zu finden?
Tina und Anders stellen sich diese Fragen und erhalten spannende und weiterführende Antworten, die sie sich gegenseitig schenken und die sie aus ihren eigenen Erfahrungen bekommen. Zudem wird die Geschichte des Tollund-Mannes, einer berühmten und bestens erhaltenen Moorleiche erzählt. Wie hat er gelebt, wie und warum ist er gestorben? Weshalb ist er so gut konserviert und was sagt sein friedliches, im Tode erstarrtes Gesicht aus, was lehrt es uns, was können wir für uns aus seiner Geschichte mitnehmen?
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es hat mich in neue Welten entführt, mir eine sagenhafte Geschichte aus alter Zeit erzählt, zwei Menschen und ihre Leben auf zarte, einfühlsame Art beleuchtet und zudem einen Humor und eine Lebensfreude ausgestrahlt, die man so nur selten findet. Ein Leben im Einklang mit der Natur trifft auf ein Leben mit den Gedanken in der Vergangenheit... Was lernen wir für unser Leben davon?

Schreibstil und Handlung:
Nach dem Tod ihrer besten Freundin Bella schreibt Tina einen Brief, der ihr Leben verändert. Auf der Suche nach Antworten schreibt sie einem mittlerweile verstorbenen Archäologen, der ihr vor vielen Jahren einmal ein Buch gewidmet hat und bekommt trotzdem eine Antwort. Es schreibt der Kurator Anders, der sich Tinas Fragen annimmt, sie nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet und so aber auch neue Fragen aufwirft. Was Tina sich zuerst selber gefragt hat, nämlich, ob sie alles noch einmal gleich machen würde oder welche Chancen sie noch nicht genutzt hat, dies aber noch tun könnte, fragt sie nun Anders und erfährt bald, dass auch Anders mit einem schweren Verlust zu kämpfen hat.
Liebevoll beschreibt Anne Youngson ein Leben auf einem Hof, das Leben von Tina, das von der Wetterlage, der Ernte und den Stimmungen des Ehemannes abhängt und lässt die so lebenserfahrene Frau eintauchen in das Leben eines Kurators, dessen Leben vor kurzer Zeit aus den Fugen geraten ist, der stets mit den Gedanken in der Vergangenheit lebt und sich über jeden Besuch seiner erwachsenen Kinder freut. Dieses Buch ist ein langsam und liebevoll erzählter Schatz, eine Fundgrube der Gefühle und Weisheiten und es beinhaltet sehr viel Lebensfreude, bringt aber auch zum Nachdenken, Schmunzeln und Weinen. 

Meine Empfehlung:
Im empfehle euch "Das Versprechen, dich zu finden" von Herzen weiter und mir sicher, dass es das perfekte Weihnachtsgeschenk für eure Eltern und Grosseltern und für alle anderen Menschen ist, die ihr liebt und denen ihr ein wenig Weisheit, Spannung, Unterhaltung und Sprachschönheit weitergeben wollt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Das Versprechen, dich zu finden
Originaltitel: Meet me at the Museum
Autorin: Die Engländerin Anne Youngson ist verheiratet und hat mehrere Kinder und Enkelkinder. Sie war lange Jahre bei einem Motorenhersteller tätig. Nachdem sie in Frührente ging, begann sie, als Beraterin für Schulen zu arbeiten und war außerdem in mehreren Wohltätigkeitsorganisationen aktiv, studierte Kreatives Schreiben und verfasste einige Sachbücher. Momentan macht Anne Youngson ihren Doktor an der Oxford Brookes University. »Das Versprechen, dich zu finden« ist der Debütroman der 70-jährigen Autorin.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Wibke Kuhn
Fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 288 Seiten
Verlag: HarperCollins
Erscheinungstag: Mo, 05.11.2018
ISBN: 9783959677943

Rezension: Schlittschuhglück und Mandelduft

 Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus dem Heyne-Verlag, vielen Dank.

Comfort Food Café-Reihe:
3. Schlittschuhglück und Mandelduft
4. Veranda zum Meer (erscheint im April 2019) 

Schlittschuhglück und Mandelduft - Debbie Johnson

Beschreibung des Verlages:
Als Zoes beste Freundin Kate an Brustkrebs stirbt, stellt das ihre Welt auf den Kopf. In nur wenigen Stunden wird sie von der verrückten Nachbarin, die kaum eine Pflanze am Leben erhalten kann, zu einer Frau, die Verantwortung übernehmen muss. Denn sie ist nun die Erziehungsberechtigte für Kates sechzehnjährige Tochter Martha. Zoe zieht zusammen mit Martha in das kleine Dörfchen Budbury, in der Hoffnung, dass die frische Seeluft und das beschauliche Leben ihnen helfen, Kates Tod zu verarbeiten. Und die beiden haben Glück: Die Menschen dort sind sehr freundlich und haben stets ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen. Als plötzlich Marthas lange verschwundener Vater auftaucht, sind die beiden umso mehr auf die Liebe und Unterstützung ihrer neuen Freunde angewiesen …

Meine Meinung:
Zuerst einmal: mit Schlittschuhen und Mandeln hat dieses Buch wirklich gar nichts am Hut, abgesehen davon aber konnte es mich von sich überzeugen und hat mir einige tränenreiche Lesestunden beschert. Ich weiss nicht genau, was es ist und wie sie es macht, aber Debbie Johnson schafft es irgendwie immer wieder, eine sehr berührende Atmosphäre zu schaffen und mich damit zu überraschen. Klar, es geht hier um eine Sechzehnjährige, die ihre Mutter verloren hat, dies lässt niemanden kalt, aber es geht noch um so viel mehr, um Trauer, Verlust, um eine grosse Freundschaft um Hilfsbereitschaft und Trost und ich kann wirklich sagen, dass dieses Buch eigentlich ein sehr, sehr trauriges Buch ist und man schon ein wenig bereit sein muss, sich darauf einzulasssen, eben genau weil Johnson die sehr verschiedenen Gefühle und Empfindungen so fassbar schildern kann. Ausserdem ist dieses Buch der dritte Teil der Reihe um das Comfort Food Café und leider wird das vom Verlag nicht wirklich präsent deklariert. Wer sich nur das Buch und nicht die Verlagsseite dazu ansieht, wird lediglich am englischen Originaltitel erkennen, um was es sich bei diesem Buch handelt. Das ist total schade und wurde auch schon von einigen anderen Leserinnen und Lesern kritisiert. Abgesehen davon gibt es von mir aber für den Verlag nur Lob für die tolle Aufmachung, das schöne Cover und die angenehme Haptik der gerillten Klappenbroschur.

Schreibstil und Handlung:
Wie bereits angetönt ist dieses Buch gar kein leichtes und lockeres Weihnachtsbuch. Es ist ein Buch, das einen schweren Verlust und eine enorme, lähmende Trauer thematisiert und trotzdem auch zeigt, dass Neuanfänge möglich sind und dass Trost und Zeit viele Wunden heilen können, was es für mich dann sehr wohl zu einem Weihnachtsbuch macht, einfach zu einem wirklich traurigen Weihnachtsbuch.
Martha verliert ihre Mutter Kate viel zu früh und kommt in die Obhut von Zoe, die beste Freundin der Verstorbenen. Martha und Zoe können mit dem Schmerz und der enormen Lücke, die Kate hinterlassen hat, kaum umgehen. Dies wird meiner Meinung nach sehr authentisch und berührend dargestellt. Genau wie auch bei der Beziehung zwischen Martha und Zoe, die alles andere als immer unkompliziert ist, nimmt die Autorin sprachlich gesehen auch bei der Trauer und den hässlichen Seiten von Verlusten kein sprichwörtliches Blatt vor den Mund sondern zeigt auf, wie ein solcher Schmerz das ganz Leben verändern und beeinflussen kann.
Es geht aber nicht nur traurig zu und her und dies liegt vor allem an den Bewohnerinnen und Bewohnern von Budbury, die wir in den vorhergehenden Bänden der Reihe kennengelernt haben und die in diesem Band eher im Hintergrund agieren, deren tröstende Anwesenheit und konkrete Taten und Worte aber stets zu Martha und Zoe durchdringen und so langsam auch wieder Platz für Licht und Freude schaffen. Dies ist in diesem kalten Winter und dem ersten Weihnachtsfest ohne die geliebte Kate aber auch bitter nötig.

Meine Empfehlung:
Fans der Reihe empfehle ich diesen Band von Herzen, er ist der bisher tragischste Band und hat mich tief berührt. Allen anderen empfehle ich, die Reihe ganz vorne zu beginnen und so zuerst einen Sommer und dann bereits ein erstes Weihnachtsfest in Budbury zu verbringen, bevor sie sich auf "Schlittschuhglück und Mandelduft" einlassen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Schlittschuhglück und Mandelduft
Originaltitel: Coming Home to the Comfort Food Café
Autorin: Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.
Taschenbuch, Klappenbroschur: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Irene Eisenhut 
Verlag: Heyne
Erschienen am:  08. Oktober 2018
ISBN: 978-3-453-58073-2

Lese-Statistik November 2018

 
Hallo ihr Lieben

Schon ist der 4.12.18 und gerade gestern noch habe ich meiner Cousine, die sich für ein Jahr auf Weltreise befindet, erzählt, dass es scheinbar jedes Jahr schneller geht, bis dann "endlich" Weihnachten ist und ich gar nichts dagegen hätte, wenn ich eine Woche länger Advent hätte, um alle meine Angelegenheiten zu ordnen und dann die Zeit zwischen den Jahren ganz still und in Ruhe mit meinen liebsten Menschen zu verbringen. Wem geht es noch so?

Das sind meine November-Neuzugänge, zum Post
 gelangt ihr durch einen Klick aufs Bild

Zumindest der November war gefühlt nach einer Woche vorbei und deshalb (und obwohl ich so viel Zeit im Zug verbracht habe) sieht meine Lese-Statsitik aus diesem neuzugängereichen Monat eher mau aus. Und der SuB ist dementsprechend gewachsen, ihm geht es aber im Dezember an den Kragen, das ist so eingeplant. Schliesslich bin ich mit den Weihnachtsvorbereitungen schon ziemlich weit, viele Geschenke sind organisiert oder zumindest geplant, ein paar Plätzchen sind schon gebacken und es stehen auch beruflich nicht mehr sehr viele Projekte an, respektive kann ich mich vor allem auf die Planung meiner Projekte für 2019 konzentrieren und bin entsprechend flexibel, was natürlich hilfreich ist :-)


Nun aber zu meinen gelesenen Bücher im Monat November (für mehr Infos: klickt aufs Bild):


Poetisch, romantisch, ein perfektes Buch über Freundschaft, Liebe und Familie:
https://www.randomhouse.de/Buch/Wenn-der-Rest-der-Welt-schlaeft/Rhys-Thomas/Wunderraum/e541712.rhd#biblios

Eine kleine Heldin mit um so grösserem Verstand und Herz, viel Humor und Bühnenerfahrung:
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/short/978-3-446-26047-4/

Spannung, rätselhafte "Suizide" und eine patente Pathologin:

Das Leserundenbuch und Highlight des Monats, obwohl dieser Lesemonat insgesamt grandios war:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Mondschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507461.rhd


Meine Rezensionen in der Übersicht:
Wenn der Rest der Welt schläft - Rhys Thomas   (448 Seiten)
Short - Holly Goldberg Sloan    (256 Seiten)
Dreh dich nicht um - Karin Slaughter   (462 Seiten)
Die Mondschwester - Lucinda Riley   (672 Seiten)

Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 4
Somit in die Leseeule: 4 Franken
Gelesene Seiten: 1'838 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 61.27 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 145
Aktueller SuB: 148
Differenz: + 3 (ups...)

Neuzugänge November 2018

Guten Mittag ihr Lieben

Eigentlich sollte dieser Post schon gestern online gehen, aber es war dann einfach zu gemütlich und entspannt bei uns und ich habe bewusst darauf verzichtet, mich an den Computer zu setzen, weshalb ich mir nun heute Zeit dafür nehme.
Ich hoffe sehr, dass die Kerzen in euren Adventskränzen brennen und ihr eine sehr friedliche und leuchtende Zeit vor euch habt. Der Liebste und ich haben heute Morgen ein paar Weihnachtslieder gehört und sind dann plötzlich von einem lauten Knall zusammengezuckt. Eine Amsel ist in die Scheibe unseres Wohnzimmers geflogen und ich habe sie sofort in die Wärme geholt, beruhigt und in ein Handtuch gepackt. Leider ist sie in meinen Armen gestorben und das passiert mir sehr oft. Ich weiss nicht, ob ich einfach besonders aufmerksam bin, was verletzte Vögel (und generell Tiere) anbelangt, oder ob ich die sonst irgendwie anziehe, aber wenigstes konnte ich der Amsel noch ein wenig Wärme und Trost spenden und bin mir sicher, dass sie so friedlicher in die andere Welt wandern konnte, als wenn sie auf dem kalten Betonboden auf unserem Balkon ganz alleine und in Panik hätte sterben müssen. Nachher werde ich sie zum Bach hinter unserem Haus bringen und sie dem Wasser übergeben, eine sehr schöne letzte Reise, wie ich finde. Auch das ist wohl Advent, Nächstenliebe und Licht (auch wenn ich mir den heutigen Sonntagmorgen natürlich ein wenig anders gewünscht hätte)...    

Bevor es hier aber zu trübsinnig wird, möchte ich wieder zum eigentlichen Thema des heutigen Posts übergehen und euch meine Neuzugänge aus dem Monat November vorstellen. Wie ihr sehen könnt, habe ich alle meine Ziele in den Wind geschlagen, ganz viel Weihnachten hier einziehen und so meinen SuB ziemlich in die Höhe schnellen lassen. Aber das ist im November und Dezember ein wenig üblich bei mir, Geburtstag und Weihnachten fast direkt hintereinander sind halt schon ein guter Grund, um viele Bücher zu horten. Tatsächlich sieht es aktuell so aus, als würde mich im Dezember (abgesehen von eventuellen Weihnachtsgeschenken) aber nur noch ein Buch erreichen und das ist ja für den Anfang schon einmal sehr überschaubar :-)

Und hier endlich meine Neuzugänge aus dem Monat November (für Details, klickt aufs Bild):
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Mondschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507461.rhd
Dieses Buch passt sehr gut zu meinem heutigen Vogel-Zwischenfall... Tiggy ist nämlich die fünfte und sehr tierliebende Schwester in der Sieben-Schwestern-Reihe und ich habe dieses Buch in einer wirklich spannenden Leserunde bei Andrea von Leseblick gelesen und auch schon rezensiert. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und kann es nun schon kaum wieder erwarten, endlich zum sechsten Band der Reihe greifen zu dürfen, aber das geht ja leider noch ein Weilchen...
HIER findet ihr übrigens meine Rezension.

 
Dann hat mich mich ein Leserundenbuch aus dem Verlag Bastei-Lübbe erreicht, das ich im Rahmen einer Leserjury-Leserunde lesen darf (und heute werde ich mir dann endlich, endlich den ersten Teil gönnen, morgen beginnt nämlich schon die zweite Woche). Weihnachten zieht also definitiv schon jetzt bei mir ein :-)

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Schlittschuhglueck-und-Mandelduft/Debbie-Johnson/Heyne/e544701.rhd 
"Schlittschuhglück und Mandelduft" von Debbie Johnson, ein weiteres weihnachtliches Buch (und ebenfalls ein Rezensionsexemplar) hat mich aus dem Heyne-Verlag erreicht. Es ist der dritte Teil um das Comfort Food Café nach Frühstück mit Meerblick (Band 1) und Weihnachten mit dir (Band 2) und hat mir bereits einige sehr tränenreiche Lesestunden beschert und wenn alles klappt, werde ich heute noch die letzten 50 Seiten davon lesen.

Oh, ich schäme mich so, es geht nämlich mit Rezensionsexemplaren weiter. Gleich zwei Bücher habe ich aus dem Verlag Harper Collins angefragt und auch bekommen:
 
Noch einmal wird es sehr weihnachtlich und zwar darf ich "Der Winter der Wunder" von Debbie Macomber lesen. Ich freue mich sehr auf dieses Buch, weil ich die Autorin wirklich sehr gerne mag. Wer kennt es denn schon?
https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/das-versprechen-dich-zu-finden
"Das Versprechen, dich zu finden" von Anne Youngson stammt ebenfalls aus diesem Verlag und verspricht die Geschichte um eine grosse Freunschaft und einen Rückblick auf das Leben, sowie die Beschäftigung mit ganz grossen Fragen, die Menschen am Ende ihres Lebens beschäftigen. Klingt gut, oder?

Diese zwei Bücher (und der tolle Blumenstrauss, der mir vom Liebste übergeben wurde), habe ich zu meinem Geburtstag bekommen. "Der Christbaumdieb" ist ein Krimiadventskalender aus dem St. Benno-Verlag und ich habe dieses Buch von meinen Eltern erhalten und werde heute die ersten beiden Kapitel lesen, weil ich gestern gar nicht zum Lesen gekommen bin.
"Der Samichlaus und das verschwundene Christkindli" von Frank Baumann ist im Verlag Wörterseh erschienen und ist ebenfalls ein buchiger Adventskalender. Dieses Buch habe ich von meiner Schwester bekommen und war begeistert davon, weil mich diese fantastische Rezension bei Daniela schon neugierig gemacht hat.

Soooo, diesen Bücherstapel habe ich im November bekommen und ich werde alles daran setzen, meinen SuB im Dezember wieder ein wenig abzubauen. Auf die vielen sicher tollen Bücher freue ich mich aber schon sehr und bin ganz gespannt auf die Geschichten, die mich noch erwarten.

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: 2
Rezensionsexemplare: 5
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 7
SuB am Monatsbeginn: 145
Aktueller SuB: 148

Rezension: Die Mondschwester

Die Mondschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern
5. Die Mondschwester

Beschreibung des Verlages:
Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ... 

Meine Meinung:
Endlich, endlich wieder einmal durfte ich mit einer der sieben Schwestern um die halbe Welt reisen und dies sogar wieder in einer Leserunde, veranstaltet von Andrea auf ihrem Blog Leseblick. Die Leserunde läuft noch und auch wir, die das Buch bereits gelesen haben, schauen noch regelmässig vorbei, damit der Austausch weiterhin stattfinden kann, es lohnt sich also :-)
Nach der Enttäuschung, die ich mit CeCe, einer grässlich egoistischen und unglaubwürdigen Schwester, die weder vorher noch nachher in einem der Bände wieder so erscheint, wie sie in "ihrem" Band dargestellt wird, lagen meine ganzen Hoffnungen bei Tiggy. Diese wirkte auf mich in den vorherigen Bänden immer ein wenig klein und zierlich, schutzbedürftig und unsicher. Das liegt sicher auch an ihrem verniedlichenden Namen. Im Buch "Die Mondschwester" haben ich dann mehr über sie erfahren und ganz neue Seiten an ihr, wie ihre innere Stärke, ihren Willen, ihre grosse Verbundenheit mit der Natur und ihr liebenswürdiges Wesen kennengelernt. Tiggy war mir also wieder sehr sympathisch und ich habe voller Freude mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass die Suche nach ihrer Familie sie erfolgreich und vor allem mit neuem Selbstbewusstsein zurück in die Heimat und zu sich selber führen würde.
Und tatsächlich, kaum in Spanien angekommen, findet Tiggy, die schon immer ein besonderes Gespür für die Natur und die Menschen hatte, ihre Familie auf Anhieb. Dann erst reisen wir mit ihr in die Vergangenheit, in ein Spanien, das kurz vor dem Bürgerkrieg und dem zweiten Weltkrieg steht, und erleben die schillernde und tragische Geschichte ihrer Grossmutter Lucia, der berühmtesten Flamencotänzerin ihrer Zeit.

Schreibstil und Handlung:
Tiggy liebt die Tierwelt und Lucinda Riley macht bei den Szenen, die Tiggy in Spanien und in der Natur verbringt keinen Halt vor mystischen Beschreibungen. Für mich ist es selbstverständlich, dass ein fast schon spiritueller Bezug, wie ihn viele Naturvölker pflegen, zur Tierliebe dazugehört und deshalb waren diese Szenen meiner Meinung nach sehr, sehr stimmig gestaltet. In der Leserunde waren wir aber diesbezüglich ein wenig geteilter Meinung. Deshalb: wer sich darauf einlassen und diese Bezüge so hinnehmen kann, wird das Buch lieben. Ewige Skeptiker oder gar Menschen, welche mit der Natur nicht viel anfangen können (die soll es ja leider geben) sind mit dem Buch vielleicht nicht bestens beraten. Wer sich aber auf das Buch einlässt, wird mit Naturbezügen, Gitano-Temperament und vielen historischen Details, sowie liebevoll ausgearbeiteten Figuren belohnt.
Obwohl ich anfangs so meine Zweifel bezüglich sommerlichem Spanien und winterlichem Schottland in einem Buch hatte, kann ich nur sagen, dass dies wunderbar gepasst und vor allem der Vergangenheitsstrang einmal mehr Lucinda Rileys sprachliches Talent gezeigt hat. Besonders bewundernswert dabei: die Autorin hat aufgrund einer Krankheit lange im Krankenhaus gelegen und trotzdem mehrere Rechereisen angetreten und auch insgesamt wieder eine beeindruckende Recherchearbeit geleistet. Im Anhang finden sich weiterführende Buchtipps und Quellenangaben, welche mich auf die Spuren der legendären Flamencotänzerin Carmen Amaya gebracht haben, die Riley als Vorbild für die Figur der Lucia gedient hat.

Meine Empfehlung:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der erste Band dieser Reihe mir immer noch am besten gefällt, Tiggys Geschichte kommt ihr aber sehr nahe. Vor allem die Szenen im verschneiten Schottland sind eine Gedankenreise wert. Mit Ausnahme des vierten Bandes, der CeCe ins Zentrum rückt, garantieren aber auch die anderen Schwestern und ihre Geschichten, sowie natürlich die tollen Aufmachung der Bücher, wundervolle Lesestunden. Ally und Tiggy sind mir dabei die liebsten Schwestern, von Star würde ich mich gerne einmal bekochen lassen und Maia dürfte mir sehr gerne die Welt aus ihrer Sicht zeigen. Von mir also auch für diesen Band eine sehr herzliche Leseempfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Mondschwester
Originaltitel: The Moon Sister
Autorin: Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
Hardcover mit Schutzumschlag, 672 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 12. November 2018
ISBN: 978-3-442-31446-1