Rezension: Das Versprechen, dich zu finden

https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/das-versprechen-dich-zu-finden
Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus dem Verlagshaus HarperCollins, vielen Dank!

Das Versprechen, dich zu finden - Anne Youngson

Beschreibung des Verlages:
Tina und Anders hatten früher große Träume. Doch das Leben zog vorbei, und der eine Moment, sich diese zu erfüllen, kam nie. Jetzt haben beide jemanden verloren, der ihnen sehr nahesteht und der eine Lücke hinterlässt, die zu füllen ihnen unmöglich scheint.
Tina und Anders sind sich noch nie begegnet. Zufällig beginnen sie einen Briefwechsel und teilen ihre Trauer miteinander, aber auch ihre Lust am Leben. Durch ihre Freundschaft entwickeln sie einen Hunger nach Veränderung. Mit Anfang sechzig stehen sie beide vor einer Frage, die viele Menschen umtreibt: Haben wir das Leben geführt, das wir führen wollten?

Meine Meinung:
Was bleibt, wenn das Leben dem Ende zugeht? Welche Chancen haben wir vertan und welche haben wir genutzt? Was müssen wir tun, um am Schluss Erfüllung zu finden?
Tina und Anders stellen sich diese Fragen und erhalten spannende und weiterführende Antworten, die sie sich gegenseitig schenken und die sie aus ihren eigenen Erfahrungen bekommen. Zudem wird die Geschichte des Tollund-Mannes, einer berühmten und bestens erhaltenen Moorleiche erzählt. Wie hat er gelebt, wie und warum ist er gestorben? Weshalb ist er so gut konserviert und was sagt sein friedliches, im Tode erstarrtes Gesicht aus, was lehrt es uns, was können wir für uns aus seiner Geschichte mitnehmen?
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es hat mich in neue Welten entführt, mir eine sagenhafte Geschichte aus alter Zeit erzählt, zwei Menschen und ihre Leben auf zarte, einfühlsame Art beleuchtet und zudem einen Humor und eine Lebensfreude ausgestrahlt, die man so nur selten findet. Ein Leben im Einklang mit der Natur trifft auf ein Leben mit den Gedanken in der Vergangenheit... Was lernen wir für unser Leben davon?

Schreibstil und Handlung:
Nach dem Tod ihrer besten Freundin Bella schreibt Tina einen Brief, der ihr Leben verändert. Auf der Suche nach Antworten schreibt sie einem mittlerweile verstorbenen Archäologen, der ihr vor vielen Jahren einmal ein Buch gewidmet hat und bekommt trotzdem eine Antwort. Es schreibt der Kurator Anders, der sich Tinas Fragen annimmt, sie nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet und so aber auch neue Fragen aufwirft. Was Tina sich zuerst selber gefragt hat, nämlich, ob sie alles noch einmal gleich machen würde oder welche Chancen sie noch nicht genutzt hat, dies aber noch tun könnte, fragt sie nun Anders und erfährt bald, dass auch Anders mit einem schweren Verlust zu kämpfen hat.
Liebevoll beschreibt Anne Youngson ein Leben auf einem Hof, das Leben von Tina, das von der Wetterlage, der Ernte und den Stimmungen des Ehemannes abhängt und lässt die so lebenserfahrene Frau eintauchen in das Leben eines Kurators, dessen Leben vor kurzer Zeit aus den Fugen geraten ist, der stets mit den Gedanken in der Vergangenheit lebt und sich über jeden Besuch seiner erwachsenen Kinder freut. Dieses Buch ist ein langsam und liebevoll erzählter Schatz, eine Fundgrube der Gefühle und Weisheiten und es beinhaltet sehr viel Lebensfreude, bringt aber auch zum Nachdenken, Schmunzeln und Weinen. 

Meine Empfehlung:
Im empfehle euch "Das Versprechen, dich zu finden" von Herzen weiter und mir sicher, dass es das perfekte Weihnachtsgeschenk für eure Eltern und Grosseltern und für alle anderen Menschen ist, die ihr liebt und denen ihr ein wenig Weisheit, Spannung, Unterhaltung und Sprachschönheit weitergeben wollt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Das Versprechen, dich zu finden
Originaltitel: Meet me at the Museum
Autorin: Die Engländerin Anne Youngson ist verheiratet und hat mehrere Kinder und Enkelkinder. Sie war lange Jahre bei einem Motorenhersteller tätig. Nachdem sie in Frührente ging, begann sie, als Beraterin für Schulen zu arbeiten und war außerdem in mehreren Wohltätigkeitsorganisationen aktiv, studierte Kreatives Schreiben und verfasste einige Sachbücher. Momentan macht Anne Youngson ihren Doktor an der Oxford Brookes University. »Das Versprechen, dich zu finden« ist der Debütroman der 70-jährigen Autorin.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Wibke Kuhn
Fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 288 Seiten
Verlag: HarperCollins
Erscheinungstag: Mo, 05.11.2018
ISBN: 9783959677943

Rezension: Schlittschuhglück und Mandelduft

 Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus dem Heyne-Verlag, vielen Dank.

Comfort Food Café-Reihe:
3. Schlittschuhglück und Mandelduft
4. Veranda zum Meer (erscheint im April 2019) 

Schlittschuhglück und Mandelduft - Debbie Johnson

Beschreibung des Verlages:
Als Zoes beste Freundin Kate an Brustkrebs stirbt, stellt das ihre Welt auf den Kopf. In nur wenigen Stunden wird sie von der verrückten Nachbarin, die kaum eine Pflanze am Leben erhalten kann, zu einer Frau, die Verantwortung übernehmen muss. Denn sie ist nun die Erziehungsberechtigte für Kates sechzehnjährige Tochter Martha. Zoe zieht zusammen mit Martha in das kleine Dörfchen Budbury, in der Hoffnung, dass die frische Seeluft und das beschauliche Leben ihnen helfen, Kates Tod zu verarbeiten. Und die beiden haben Glück: Die Menschen dort sind sehr freundlich und haben stets ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen. Als plötzlich Marthas lange verschwundener Vater auftaucht, sind die beiden umso mehr auf die Liebe und Unterstützung ihrer neuen Freunde angewiesen …

Meine Meinung:
Zuerst einmal: mit Schlittschuhen und Mandeln hat dieses Buch wirklich gar nichts am Hut, abgesehen davon aber konnte es mich von sich überzeugen und hat mir einige tränenreiche Lesestunden beschert. Ich weiss nicht genau, was es ist und wie sie es macht, aber Debbie Johnson schafft es irgendwie immer wieder, eine sehr berührende Atmosphäre zu schaffen und mich damit zu überraschen. Klar, es geht hier um eine Sechzehnjährige, die ihre Mutter verloren hat, dies lässt niemanden kalt, aber es geht noch um so viel mehr, um Trauer, Verlust, um eine grosse Freundschaft um Hilfsbereitschaft und Trost und ich kann wirklich sagen, dass dieses Buch eigentlich ein sehr, sehr trauriges Buch ist und man schon ein wenig bereit sein muss, sich darauf einzulasssen, eben genau weil Johnson die sehr verschiedenen Gefühle und Empfindungen so fassbar schildern kann. Ausserdem ist dieses Buch der dritte Teil der Reihe um das Comfort Food Café und leider wird das vom Verlag nicht wirklich präsent deklariert. Wer sich nur das Buch und nicht die Verlagsseite dazu ansieht, wird lediglich am englischen Originaltitel erkennen, um was es sich bei diesem Buch handelt. Das ist total schade und wurde auch schon von einigen anderen Leserinnen und Lesern kritisiert. Abgesehen davon gibt es von mir aber für den Verlag nur Lob für die tolle Aufmachung, das schöne Cover und die angenehme Haptik der gerillten Klappenbroschur.

Schreibstil und Handlung:
Wie bereits angetönt ist dieses Buch gar kein leichtes und lockeres Weihnachtsbuch. Es ist ein Buch, das einen schweren Verlust und eine enorme, lähmende Trauer thematisiert und trotzdem auch zeigt, dass Neuanfänge möglich sind und dass Trost und Zeit viele Wunden heilen können, was es für mich dann sehr wohl zu einem Weihnachtsbuch macht, einfach zu einem wirklich traurigen Weihnachtsbuch.
Martha verliert ihre Mutter Kate viel zu früh und kommt in die Obhut von Zoe, die beste Freundin der Verstorbenen. Martha und Zoe können mit dem Schmerz und der enormen Lücke, die Kate hinterlassen hat, kaum umgehen. Dies wird meiner Meinung nach sehr authentisch und berührend dargestellt. Genau wie auch bei der Beziehung zwischen Martha und Zoe, die alles andere als immer unkompliziert ist, nimmt die Autorin sprachlich gesehen auch bei der Trauer und den hässlichen Seiten von Verlusten kein sprichwörtliches Blatt vor den Mund sondern zeigt auf, wie ein solcher Schmerz das ganz Leben verändern und beeinflussen kann.
Es geht aber nicht nur traurig zu und her und dies liegt vor allem an den Bewohnerinnen und Bewohnern von Budbury, die wir in den vorhergehenden Bänden der Reihe kennengelernt haben und die in diesem Band eher im Hintergrund agieren, deren tröstende Anwesenheit und konkrete Taten und Worte aber stets zu Martha und Zoe durchdringen und so langsam auch wieder Platz für Licht und Freude schaffen. Dies ist in diesem kalten Winter und dem ersten Weihnachtsfest ohne die geliebte Kate aber auch bitter nötig.

Meine Empfehlung:
Fans der Reihe empfehle ich diesen Band von Herzen, er ist der bisher tragischste Band und hat mich tief berührt. Allen anderen empfehle ich, die Reihe ganz vorne zu beginnen und so zuerst einen Sommer und dann bereits ein erstes Weihnachtsfest in Budbury zu verbringen, bevor sie sich auf "Schlittschuhglück und Mandelduft" einlassen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Schlittschuhglück und Mandelduft
Originaltitel: Coming Home to the Comfort Food Café
Autorin: Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.
Taschenbuch, Klappenbroschur: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Irene Eisenhut 
Verlag: Heyne
Erschienen am:  08. Oktober 2018
ISBN: 978-3-453-58073-2

Lese-Statistik November 2018

 
Hallo ihr Lieben

Schon ist der 4.12.18 und gerade gestern noch habe ich meiner Cousine, die sich für ein Jahr auf Weltreise befindet, erzählt, dass es scheinbar jedes Jahr schneller geht, bis dann "endlich" Weihnachten ist und ich gar nichts dagegen hätte, wenn ich eine Woche länger Advent hätte, um alle meine Angelegenheiten zu ordnen und dann die Zeit zwischen den Jahren ganz still und in Ruhe mit meinen liebsten Menschen zu verbringen. Wem geht es noch so?

Das sind meine November-Neuzugänge, zum Post
 gelangt ihr durch einen Klick aufs Bild

Zumindest der November war gefühlt nach einer Woche vorbei und deshalb (und obwohl ich so viel Zeit im Zug verbracht habe) sieht meine Lese-Statsitik aus diesem neuzugängereichen Monat eher mau aus. Und der SuB ist dementsprechend gewachsen, ihm geht es aber im Dezember an den Kragen, das ist so eingeplant. Schliesslich bin ich mit den Weihnachtsvorbereitungen schon ziemlich weit, viele Geschenke sind organisiert oder zumindest geplant, ein paar Plätzchen sind schon gebacken und es stehen auch beruflich nicht mehr sehr viele Projekte an, respektive kann ich mich vor allem auf die Planung meiner Projekte für 2019 konzentrieren und bin entsprechend flexibel, was natürlich hilfreich ist :-)


Nun aber zu meinen gelesenen Bücher im Monat November (für mehr Infos: klickt aufs Bild):


Poetisch, romantisch, ein perfektes Buch über Freundschaft, Liebe und Familie:
https://www.randomhouse.de/Buch/Wenn-der-Rest-der-Welt-schlaeft/Rhys-Thomas/Wunderraum/e541712.rhd#biblios

Eine kleine Heldin mit um so grösserem Verstand und Herz, viel Humor und Bühnenerfahrung:
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/short/978-3-446-26047-4/

Spannung, rätselhafte "Suizide" und eine patente Pathologin:

Das Leserundenbuch und Highlight des Monats, obwohl dieser Lesemonat insgesamt grandios war:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Mondschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507461.rhd


Meine Rezensionen in der Übersicht:
Wenn der Rest der Welt schläft - Rhys Thomas   (448 Seiten)
Short - Holly Goldberg Sloan    (256 Seiten)
Dreh dich nicht um - Karin Slaughter   (462 Seiten)
Die Mondschwester - Lucinda Riley   (672 Seiten)

Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 4
Somit in die Leseeule: 4 Franken
Gelesene Seiten: 1'838 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 61.27 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 145
Aktueller SuB: 148
Differenz: + 3 (ups...)

Neuzugänge November 2018

Guten Mittag ihr Lieben

Eigentlich sollte dieser Post schon gestern online gehen, aber es war dann einfach zu gemütlich und entspannt bei uns und ich habe bewusst darauf verzichtet, mich an den Computer zu setzen, weshalb ich mir nun heute Zeit dafür nehme.
Ich hoffe sehr, dass die Kerzen in euren Adventskränzen brennen und ihr eine sehr friedliche und leuchtende Zeit vor euch habt. Der Liebste und ich haben heute Morgen ein paar Weihnachtslieder gehört und sind dann plötzlich von einem lauten Knall zusammengezuckt. Eine Amsel ist in die Scheibe unseres Wohnzimmers geflogen und ich habe sie sofort in die Wärme geholt, beruhigt und in ein Handtuch gepackt. Leider ist sie in meinen Armen gestorben und das passiert mir sehr oft. Ich weiss nicht, ob ich einfach besonders aufmerksam bin, was verletzte Vögel (und generell Tiere) anbelangt, oder ob ich die sonst irgendwie anziehe, aber wenigstes konnte ich der Amsel noch ein wenig Wärme und Trost spenden und bin mir sicher, dass sie so friedlicher in die andere Welt wandern konnte, als wenn sie auf dem kalten Betonboden auf unserem Balkon ganz alleine und in Panik hätte sterben müssen. Nachher werde ich sie zum Bach hinter unserem Haus bringen und sie dem Wasser übergeben, eine sehr schöne letzte Reise, wie ich finde. Auch das ist wohl Advent, Nächstenliebe und Licht (auch wenn ich mir den heutigen Sonntagmorgen natürlich ein wenig anders gewünscht hätte)...    

Bevor es hier aber zu trübsinnig wird, möchte ich wieder zum eigentlichen Thema des heutigen Posts übergehen und euch meine Neuzugänge aus dem Monat November vorstellen. Wie ihr sehen könnt, habe ich alle meine Ziele in den Wind geschlagen, ganz viel Weihnachten hier einziehen und so meinen SuB ziemlich in die Höhe schnellen lassen. Aber das ist im November und Dezember ein wenig üblich bei mir, Geburtstag und Weihnachten fast direkt hintereinander sind halt schon ein guter Grund, um viele Bücher zu horten. Tatsächlich sieht es aktuell so aus, als würde mich im Dezember (abgesehen von eventuellen Weihnachtsgeschenken) aber nur noch ein Buch erreichen und das ist ja für den Anfang schon einmal sehr überschaubar :-)

Und hier endlich meine Neuzugänge aus dem Monat November (für Details, klickt aufs Bild):
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Mondschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507461.rhd
Dieses Buch passt sehr gut zu meinem heutigen Vogel-Zwischenfall... Tiggy ist nämlich die fünfte und sehr tierliebende Schwester in der Sieben-Schwestern-Reihe und ich habe dieses Buch in einer wirklich spannenden Leserunde bei Andrea von Leseblick gelesen und auch schon rezensiert. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und kann es nun schon kaum wieder erwarten, endlich zum sechsten Band der Reihe greifen zu dürfen, aber das geht ja leider noch ein Weilchen...
HIER findet ihr übrigens meine Rezension.

 
Dann hat mich mich ein Leserundenbuch aus dem Verlag Bastei-Lübbe erreicht, das ich im Rahmen einer Leserjury-Leserunde lesen darf (und heute werde ich mir dann endlich, endlich den ersten Teil gönnen, morgen beginnt nämlich schon die zweite Woche). Weihnachten zieht also definitiv schon jetzt bei mir ein :-)

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Schlittschuhglueck-und-Mandelduft/Debbie-Johnson/Heyne/e544701.rhd 
"Schlittschuhglück und Mandelduft" von Debbie Johnson, ein weiteres weihnachtliches Buch (und ebenfalls ein Rezensionsexemplar) hat mich aus dem Heyne-Verlag erreicht. Es ist der dritte Teil um das Comfort Food Café nach Frühstück mit Meerblick (Band 1) und Weihnachten mit dir (Band 2) und hat mir bereits einige sehr tränenreiche Lesestunden beschert und wenn alles klappt, werde ich heute noch die letzten 50 Seiten davon lesen.

Oh, ich schäme mich so, es geht nämlich mit Rezensionsexemplaren weiter. Gleich zwei Bücher habe ich aus dem Verlag Harper Collins angefragt und auch bekommen:
 
Noch einmal wird es sehr weihnachtlich und zwar darf ich "Der Winter der Wunder" von Debbie Macomber lesen. Ich freue mich sehr auf dieses Buch, weil ich die Autorin wirklich sehr gerne mag. Wer kennt es denn schon?
https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/das-versprechen-dich-zu-finden
"Das Versprechen, dich zu finden" von Anne Youngson stammt ebenfalls aus diesem Verlag und verspricht die Geschichte um eine grosse Freunschaft und einen Rückblick auf das Leben, sowie die Beschäftigung mit ganz grossen Fragen, die Menschen am Ende ihres Lebens beschäftigen. Klingt gut, oder?

Diese zwei Bücher (und der tolle Blumenstrauss, der mir vom Liebste übergeben wurde), habe ich zu meinem Geburtstag bekommen. "Der Christbaumdieb" ist ein Krimiadventskalender aus dem St. Benno-Verlag und ich habe dieses Buch von meinen Eltern erhalten und werde heute die ersten beiden Kapitel lesen, weil ich gestern gar nicht zum Lesen gekommen bin.
"Der Samichlaus und das verschwundene Christkindli" von Frank Baumann ist im Verlag Wörterseh erschienen und ist ebenfalls ein buchiger Adventskalender. Dieses Buch habe ich von meiner Schwester bekommen und war begeistert davon, weil mich diese fantastische Rezension bei Daniela schon neugierig gemacht hat.

Soooo, diesen Bücherstapel habe ich im November bekommen und ich werde alles daran setzen, meinen SuB im Dezember wieder ein wenig abzubauen. Auf die vielen sicher tollen Bücher freue ich mich aber schon sehr und bin ganz gespannt auf die Geschichten, die mich noch erwarten.

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: 2
Rezensionsexemplare: 5
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 7
SuB am Monatsbeginn: 145
Aktueller SuB: 148

Rezension: Die Mondschwester

Die Mondschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern
5. Die Mondschwester

Beschreibung des Verlages:
Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ... 

Meine Meinung:
Endlich, endlich wieder einmal durfte ich mit einer der sieben Schwestern um die halbe Welt reisen und dies sogar wieder in einer Leserunde, veranstaltet von Andrea auf ihrem Blog Leseblick. Die Leserunde läuft noch und auch wir, die das Buch bereits gelesen haben, schauen noch regelmässig vorbei, damit der Austausch weiterhin stattfinden kann, es lohnt sich also :-)
Nach der Enttäuschung, die ich mit CeCe, einer grässlich egoistischen und unglaubwürdigen Schwester, die weder vorher noch nachher in einem der Bände wieder so erscheint, wie sie in "ihrem" Band dargestellt wird, lagen meine ganzen Hoffnungen bei Tiggy. Diese wirkte auf mich in den vorherigen Bänden immer ein wenig klein und zierlich, schutzbedürftig und unsicher. Das liegt sicher auch an ihrem verniedlichenden Namen. Im Buch "Die Mondschwester" haben ich dann mehr über sie erfahren und ganz neue Seiten an ihr, wie ihre innere Stärke, ihren Willen, ihre grosse Verbundenheit mit der Natur und ihr liebenswürdiges Wesen kennengelernt. Tiggy war mir also wieder sehr sympathisch und ich habe voller Freude mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass die Suche nach ihrer Familie sie erfolgreich und vor allem mit neuem Selbstbewusstsein zurück in die Heimat und zu sich selber führen würde.
Und tatsächlich, kaum in Spanien angekommen, findet Tiggy, die schon immer ein besonderes Gespür für die Natur und die Menschen hatte, ihre Familie auf Anhieb. Dann erst reisen wir mit ihr in die Vergangenheit, in ein Spanien, das kurz vor dem Bürgerkrieg und dem zweiten Weltkrieg steht, und erleben die schillernde und tragische Geschichte ihrer Grossmutter Lucia, der berühmtesten Flamencotänzerin ihrer Zeit.

Schreibstil und Handlung:
Tiggy liebt die Tierwelt und Lucinda Riley macht bei den Szenen, die Tiggy in Spanien und in der Natur verbringt keinen Halt vor mystischen Beschreibungen. Für mich ist es selbstverständlich, dass ein fast schon spiritueller Bezug, wie ihn viele Naturvölker pflegen, zur Tierliebe dazugehört und deshalb waren diese Szenen meiner Meinung nach sehr, sehr stimmig gestaltet. In der Leserunde waren wir aber diesbezüglich ein wenig geteilter Meinung. Deshalb: wer sich darauf einlassen und diese Bezüge so hinnehmen kann, wird das Buch lieben. Ewige Skeptiker oder gar Menschen, welche mit der Natur nicht viel anfangen können (die soll es ja leider geben) sind mit dem Buch vielleicht nicht bestens beraten. Wer sich aber auf das Buch einlässt, wird mit Naturbezügen, Gitano-Temperament und vielen historischen Details, sowie liebevoll ausgearbeiteten Figuren belohnt.
Obwohl ich anfangs so meine Zweifel bezüglich sommerlichem Spanien und winterlichem Schottland in einem Buch hatte, kann ich nur sagen, dass dies wunderbar gepasst und vor allem der Vergangenheitsstrang einmal mehr Lucinda Rileys sprachliches Talent gezeigt hat. Besonders bewundernswert dabei: die Autorin hat aufgrund einer Krankheit lange im Krankenhaus gelegen und trotzdem mehrere Rechereisen angetreten und auch insgesamt wieder eine beeindruckende Recherchearbeit geleistet. Im Anhang finden sich weiterführende Buchtipps und Quellenangaben, welche mich auf die Spuren der legendären Flamencotänzerin Carmen Amaya gebracht haben, die Riley als Vorbild für die Figur der Lucia gedient hat.

Meine Empfehlung:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der erste Band dieser Reihe mir immer noch am besten gefällt, Tiggys Geschichte kommt ihr aber sehr nahe. Vor allem die Szenen im verschneiten Schottland sind eine Gedankenreise wert. Mit Ausnahme des vierten Bandes, der CeCe ins Zentrum rückt, garantieren aber auch die anderen Schwestern und ihre Geschichten, sowie natürlich die tollen Aufmachung der Bücher, wundervolle Lesestunden. Ally und Tiggy sind mir dabei die liebsten Schwestern, von Star würde ich mich gerne einmal bekochen lassen und Maia dürfte mir sehr gerne die Welt aus ihrer Sicht zeigen. Von mir also auch für diesen Band eine sehr herzliche Leseempfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Mondschwester
Originaltitel: The Moon Sister
Autorin: Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
Hardcover mit Schutzumschlag, 672 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 12. November 2018
ISBN: 978-3-442-31446-1

Rezension: Dreh dich nicht um

 
Dreh dich nicht um - Karin Slaughter

Grant-County-Serie:
1. Belladonna
2. Vergiss mein nicht
3. Dreh dich nicht um
4. Schattenblume
5. Gottlos
6. Zerstört 

Klappentext:
Es ist schon der dritte Tote in einer Woche. Am Grant College haben die Studenten offenbar ein makaberes neues Hobby: Sterben. Doch Polizeichef Jeffrey Tolliver und die Rechtsmedizinerin Sara Linton werden den Verdacht nicht los, dass mit diesen Selbstmorden irgendetwas nicht stimmt …

Meine Meinung:
"Dreh dich nicht um" war mein erstes Buch der bekannten Krimi- und Thrillerautorin Karin Slaughter und auch wenn dieses Buch der dritte Teil einer Reihe ist und viele Infos zum ersten Teil der Reihe "Belladonna" enthält, liest es sich auch ohne weiteren Bezug sehr flüssig.
Mit den Figuren bin ich sofort warmgeworden, auch wenn am Anfang wirklich viele Namen aufgetaucht sind, die ich erst einmal ordnen musste. Auch wird vor sehr intensiven Themen, wie häusliche Gewalt/Vergewaltigung und Suizid nicht Halt gemacht und wem dies zu sehr an die Substanz geht, sollte die Finger definitiv von diesem Buch lassen.
Was mir ein wenig zu dramatisch dargestellt war, war die vor sich hin plätschernde On-Off-Beziehung zwischen Sara Linton und Jeffrey Tolliver. Da gab es ein paar Wendungen und Situationen, die meiner Meinung nach ein wenig zu gekünstelt wirkten, aber das hat der Handlung keinen Abbruch getan. Diese schritt zügig voran und legte Hinweise in alle Richtungen. Die Auflösung, das Finale war dann sehr durchdacht, wenn auch nicht wirklich überraschend, aber insgesamt habe ich "Dreh dich nicht um" sehr gerne gelesen.
Was ich mich allerdings frage: ist dieses Buch wirklich ein Thriller? Ich habe viel Brutalität, forensische Details und eine aufregende Jagd nach einem oder mehreren Mördern erlebt. Aber von Cliffhangern, Schreckmomenten, fast atemlos packender Spannung und einer komplett überraschenden Wendung am Ende habe ich nicht wirklich etwas mitbekommen und dies würde meiner Meinung nach eigentlich einen Thriller ausmachen. 

Schreibstil und Handlung:
Besonders positiv überrascht hat mich der Schreibstil. Was sich zuerst ein wenig wie ein charmanter Krimi mit einer sympathischen Rechtsmedizinerin, über deren Familiensituation man einiges erfährt, liest, entwickelt sich innerhalb von kürzester Zeit zum Albtraum. Ist Sara Linton persönlich betroffen? Gegen wen richtet sich die brutale Gewalt? Scheinbar immer einen Schritt zu spät tauchen Jeffrey Tolliver und sein Team bei den Toten ein und erkennen schnell, dass sie es mit einer scheinbar arrangierten Mordserie zu tun haben, die aber auch in kein Schema zu passen scheint.
Diese plötzliche Steigerung von dem typischen prickelnden Gefühl am Anfang eines Krimis, über die entspannte Atmosphäre zwischen Sara Linton und ihrer Schwester bis hin zu einem dramatischen Sog hat mich fasziniert. Ich war begeistert vom Schreibstil, den anatomischen Details und der fundiert dargestellten Polizeiarbeit.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch "Dreh dich nicht um", den dritten Roman der mittlerweile weltberühmten Karin Slaughter sehr gerne weiter, wenn auch ich noch ein wenig Luft nach oben vermute. Deshalb werde ich bald zu "Tote Augen" greifen, dem ersten Band der Georgia-Serie, in der Sara Linton Seite an Seite mit Will Trent aus der Will-Trent-Serie ermittelt. Dieses Buch liegt nämlich auch noch auf meinem SuB und möchte sehr gerne von mir gelesen werden :-)

Zusätzliche Infos:
Titel: Dreh dich nicht um
Originaltitel: A Faint Cold Fear
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisches Englisch
Übersetzt von: Sophie Zeitz
Taschenbuch: 462 Seiten
Verlag: Rororo
Erschienen: 5. Auflage Juli 2006
ISBN: 978-3-499-23649-5

Rezension: Short

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/short/978-3-446-26047-4/
Short, manchmal wächst man über sich hinaus -Holly Goldberg Sloan

Beschreibung des Verlages:
Manchmal wächst man über sich hinaus – eine Liebeserklärung an das Theater von Holy Goldberg-Sloan, der Autorin von „Glück ist eine Gleichung mit 7“
Julia ist zu kurz geraten für ihr Alter. Sogar ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist größer als sie. Als ihre Mutter sie zu einem Casting für die Musical-Produktion von "Der Zauberer von Oz" anmeldet, fragt sie sich, wozu. Sie kann weder singen noch tanzen – und sie ist … nicht groß. Doch Julia ist schnell verzaubert von der aufregenden Theaterwelt. All die ungeahnten Möglichkeiten und Inspirationsquellen! Julias Selbstbild ändert sich von Grund auf: Spielt es wirklich eine so große Rolle, welche Körpergröße man hat? Kommt es nicht vielmehr darauf an, wer man ist und was einen als Künstler ausmacht? Julia wachsen buchstäblich Flügel, und das nicht nur in ihrer Rolle als Fliegender Affe.  

Meine Meinung: 
Dieses Buch hat auf einem ganz besonderen Weg zu mir gefunden: ich habe es nämlich von der lieben Damaris geschenkt bekommen. Bei ihrem Beitrag zu diesem Buch habe ich ihr einen Kommentar hinterlassen und dabei erwähnt, dass ich mich sehr für das Buch interessiere, woraufhin sie es mir geschickt hat, weil sie sich sicher war, dass sie es kein zweites Mal lesen würde. Wirklich eine tolle Bloggerfreunschafts-Geschichte, findet ihr nicht auch?
Die Protagonistin Julia habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre kluge (und manchmal auch neunmalkluge) Art hat mich sehr an mich selber erinnert, wie ich als Kind immer wieder versucht habe, die Welt zu verstehen und mir mein Leben und gewisse Besonderheiten darin zu erklären. Sehr liebevoll wird geschildert, wie die eher klein geratene Julia aus sich herauswachsen und ganz neue Facetten an ihrem Leben, ihrer Familie und den anderen Menschen in ihrem Umfeld entdecken kann. Wahre Grösse kommt halt eben doch von innen und wenn es auch natürlich manchmal sehr praktisch ist, auf die Menschen herabzublicken, so hat auch Julias Blickwinkel auf die Welt seinen Reiz. Dass dieses Buch nicht nur unterhält, sondern gleichzeitig auch auf einige grosse Ungerechtigkeiten und Vorurteile in unserem Leben hinweist, macht es zu einem wichtigen und liebenswerten Jugendbuch.

Schreibstil und Handlung:
Dieses Geschichte wird aus Julias Sicht erzählt und weil Julia ein junges Mädchen ist, musste ich immer mal wieder über ihre interessanten Ansätze, sich ihr Leben zu erklären, schmunzeln. Wir als Erwachsene mit entsprechender Lebenserfahrung erkennen natürlich, was sich hinter den Wörtern versteckt, die Julia nicht versteht oder wer diese Menschen sind, die Julia nicht kennt. Um so unterhaltsamer ist es dann, dass Julia sich plötzlich in einer Musicalproduktion wiederfindet, obwohl sie weder singen noch tanzen kann. Und plötzlich wird sie innerhalb dieser Produktion auch noch befördert, weil sie aufgrund ihrer kleinen Körpergrösse Kriterien erfüllt, die auf andere nicht zutreffen. Und was wir Leserinnen und Leser schnell verstehen, was Julia aber nur nach und nach auf herrlich unterhaltsame Art klar wird: das Musical, die Bretter, die die Welt bedeuten, das sind alles nur Metaphern für das Leben und die Menschen. Und gerade dann, wenn man mit sich und der Welt einmal unzufrieden ist, ist die Bühne der perfekte Ort, um alles zu vergessen, was man sonst die ganzen langen Sommerferien durch mit sich herumschleppt. Die Erinnerung an Ramon, ihren geliebten und mittlerweile verstorbenen Hund oder die schmerzhaften Hänseleien, die Julia in der Schule aufgrund ihrer Körpergrösse über sich ergehen hat lassen müssen, beispielsweise.
Dass dabei noch so einiges über die Arbeit mit Schauspielern, einem berühmten Regisseur, Kritikern, einer speziellen Kostümbildnerin und ganz vielen Kindern, die ebenfalls ihre ersten Musicalerfahrungen sammeln, verraten wird, hat für mich einen besonderen Reiz dieses Buches ausgemacht und mich ein wenig Bühnenluft schnuppern lassen.

Meine Empfehlung:
Dieses kluge und unterhaltsame Jugendbuch behandelt ein Thema, das sonst in der Jugendliteratur nicht sehr oft zum Tragen kommt und gerade weil Julia uns ihre Welt so charmant und berührend näher bringt, hat dieses Buch sich einen besonderen Platz in meinem Herzen erobert.

Zusätzliche Infos:
Titel: Short, manchmal wächst man über sich hinaus
Originaltitel: Short
Autorin: Holly Goldberg Sloan ist Regisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin. Als sie mit 24 Jahren ihr erstes Drehbuch verkaufte, war sie schon viel herumgekommen und hatte in den Niederlanden, in Istanbul, New York City, Washington D.C. und Oregon gelebt. Heute ist sie sesshaft geworden und lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Santa Monica, Kalifornien. 2015 erschien ihr erstes Jugendbuch Glück ist eine Gleichung mit 7 bei Hanser, im Herbst 2018 folgte ihr Kinderbuch Short
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Katharina von Savigny 
Fester Einband: 256 Seiten 
Verlag: Hanser Verlag
Erscheinungsdatum: 20.08.2018 
ISBN: 978-3-446-26047-4

LESERUNDE: "Die Mondschwester" bei Andrea

https://leseblick.blogspot.com/2018/11/leserunde-die-mondschwester-die-sieben.html

Hallo ihr Lieben

Wie ihr hier bereits gesehen habt, stekt meine Nase im fünften Band der Sieben-Schwestern-Reihe und ich wurde von Martina darauf aufmerksam gemacht, dass heute bei Andrea eine gemeinsame Leserunde startet. Da nehme ich doch gerne teil und möchte gleich ein wenig Werbung dafür machen. Je mehr von uns mitlesen, desto geselliger und spannender wird es sicher.

Wer ist noch mit dabei?


Die Infos zum Buch:


Die Mondschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern
5. Die Mondschwester
 
Beschreibung des Verlages:
Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ... 

Gemeinsam Lesen, 13.11.18

Gemeinsam Lesen ist eine von Asaviel ins Leben gerufene Aktion,
die nun von den Schlunzen fortgeführt wird.
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

4. Die Herbst/Winterzeit hat begonnen. Wie richtest du dich für einen gemütlichen Leseabend bei stürmischem Wetter ein?

Lang, lang ist's her...
Auf den Tag genau vor acht Monaten, am 13.3.18, habe ich zum letzten Mal bei der Aktion "Gemeinsam Lesen" teilgenommen und eine nächste Teilnahme immer wieder verschoben und/oder verpasst. Nun bin ich heute wieder mit dabei und hoffe, in den nächsten Wochen wieder ein wenig regelmässiger teilnehmen und mich mit euch austauschen zu können. Aber alles natürlich ganz etspannt und ohne Druck, das ist mir wichtig. Und nun stürze ich mich in die Fragen. Viel Spass beim Stöbern :-)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich habe gestern mit "Die Mondschwester" von Lucinda Riley begonnen, bin aber noch sehr, sehr, sehr am Anfang und zwar auf Seite 37.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Die folgenden Wochen vergingen wie im Flug; ein Monat schmerzlicher Abschied von unseren geliebten Tieren.

Die Mondschwester - Lucinda Riley
 
Reihe: Die sieben Schwestern
5. Die Mondschwester
 
Beschreibung des Verlages:
Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ... 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Wie ihr sehen könnt: ich bin immer noch auf den ersten paar Seiten. Heute Nachmittag und morgen Abend sitze ich allerdings insgesamt fünf Stunden im Zug und werde da sicher ein wenig lesen können, wenn die Arbeit erledigt ist.
Bis jetzt kann ich noch nicht viel sagen, nur, dass mir Tiggy schon sehr sympathisch ist und ich unbedingt ganz bald mehr über sie herausfinden möchte, ein gutes Zeichen also. Weiter bin ich total gespannt, wo Lucinda Riley mich hinführen wird und freue mich auf die weiteren mehr als 600 Seiten.

4. Die Herbst/Winterzeit hat begonnen. Wie richtest du dich für einen gemütlichen Leseabend bei stürmischem Wetter ein?
Eigentlich benötige ich dafür nicht mehr als ein Buch und Licht :-)
Aber klar, besonders gemütlich wird es mit der Kuscheldecke auf dem Sofa oder direkt im Bett. Wenn ein heisser Tee oder Kaffee und/oder ein Glas Wein griffbereit sind, sage ich definitiv nicht nein. Genascht wird bei mir abends eher nicht mehr, aber ab Dezember (sofern ich bis dann darauf verzichten kann, saisonal und so) dürfen es gerne ein paar Mandarinen sein, die ich mir beim Lesen gönne. Kerzen mag ich natürlich auch, die müssen aber nicht zwingend sein. Am liebsten ist es mir aber, wenn es regnet (oder dann natürlich schneit) und ich ein Fenster offen haben und kalte Winterluft ins Zimmer lassen kann, während ich es mir schön eingekuschelt gemütlich machen kann.

Und ihr so? Habt ihr zudem weihnachtliche Buchtipps für mich? Ich möchte meine Regale diesbezüglich noch ein wenig bestücken :-)

Alles Liebe euch und viel Spass beim Stöbern
Livia

Rezension: Wenn der Rest der Welt schläft

https://www.randomhouse.de/Buch/Wenn-der-Rest-der-Welt-schlaeft/Rhys-Thomas/Wunderraum/e541712.rhd#biblios
Dieses Rezensionsexemplar aus dem Wunderraum-Verlag hat mich via Bloggerportal erreicht.

Wenn der Rest der Welt schläft - Rhys Thomas

Beschreibung des Verlages:
Für alle, die daran glauben, dass in jedem von uns ein Held steckt.
Sam will die Welt retten. Oder die Nachbarschaft. Oder vielleicht sich selbst.
Der 26-jährige Sam ist gezeichnet von einem tragischen Verlust. Seinen Alltag gestaltet er so, dass kein Raum bleibt für Überraschungen oder Gefühle. Doch nachts ist alles anders. Denn wenn der Rest der Welt schläft, lässt Sam sein von tiefer Einsamkeit geprägtes Leben hinter sich – und verwandelt sich in den Superhelden »Phantasma«. In einem selbst gebastelten Kostüm unternimmt er Streifzüge durch die Nachbarschaft und versucht, seinen Mitmenschen zu helfen. Als aber eines Tages eine wunderschöne junge Frau in sein Leben tritt, wird seine Welt komplett auf den Kopf gestellt. Schafft er es, auch im Alltag den großen Mut aufzubringen, den er als »Phantasma« schon lange beweist?

Meine Meinug:
"Wenn der Rest der Welt schläft" ist mein erstes Buch aus dem Wunderraum-Verlag und ich bin begeistert von der Aufmachung mit dem wunderschönen Leinenrücken, dem traumhaften Cover und dem farblich passenden Lesebändchen.
Auch inhaltlich hat mich das Buch überzeugt, was vor allem am liebenswerten Protagonisten Sam liegt. Dieser nämlich führt sein unscheinbares und geordnetes Leben mit einem Job, den er gewissenhaft erfüllt, seinem Haus, das er pedantisch rein hält und seiner Freizeit, die bis ins kleinste Detail geplant abläuft. Seine beiden Freunde sorgen dafür, dass er das Haus manchmal verlässt, aber ansonsten gibt es keine Unregelmässigkeiten in seinem Leben. In der Nacht aber macht er das, was ihm vor einigen Jahren auf tragische Weise verwehrt worden ist: er rettet andere Menschen, riskiert Kopf und Kragen und sorgt mit seinem Alter Ego "Phantasma", einem modernen, städtischen Superhelden, für reichlich Furore.
Anfangs wusste ich zwar noch überhaupt nicht, wohin mich diese Geschichte führen wird, was ich aber überhaupt nicht als Kritik verstanden haben will, sondern eher als Beschreibung eines sehr eigenwilligen Erzählstils. Dieser liest sich nämlich leicht und sehr flüssig, erzählt aber zuerst einmal vor allem, wie Sams Alltag aussieht und arbeitet mit Leerstellen, die zwar bereits viel erahnen lassen, die aber noch sehr unterschiedlich gefüllt werden können (was später dann natürlich auch geschieht).

Schreibstil und Handlung:
Wie bereits erwähnt, ist der Schreibstil dieses Buches sehr flüssig gehalten und mit vielen beschreibenden Elementen vom Aussehen der Figuren und von Sams Gedankengängen und seiner ganzen Gefühlswelt gespickt. Besonders gut dargestellt waren meiner Meinung nach dabei die Verwandlungen in den Superhelden "Phantasma". Ist Sam nämlich das "Phantasma", wird er plötzlich gelöst, mutig und spontan und was ihm nicht klar ist, dem Leser aber sofort: das "Phantasma" dient ihm dazu, aus seinem Leben auszubrechen und kompensiert einen grossen Verlust und eine grosse Ohnmacht. Plötzlich hat er dann nämlich die Fäden nicht nur seines Lebens, sondern scheinbar der ganzen Welt in der Hand und kann etwas bewirken. Er benötigt das "Phantasma", weil er nicht zulassen will, was er eigentlich aussprechen und verarbeiten müsste. Klar aber, dass dies längerfristig nicht gutgehen kann.
Wie sich sein Alltag plötzlich verändert, als er Sarah trifft, kann er aber anfangs selber gar nicht fassen. Und dann muss er sich einige Fragen stellen. Kann er über seine Vergangenheit sprechen? Kann er sich verlieben und gleichzeitig das "Phantasma" sein? Oder ist es gar möglich, diese Seite abzulegen und andere, schwere Gefühle zuzulassen? Wen muss er schlussendlich wirklich retten und wie kann er selber Frieden finden?

Meine Empfehlung:
Dieses Buch handelt von einem dramatischen Verlust, von einem jungen Mann, der zwar eigentlich mitten im Leben steht, sich aber zeitgleich ein Paralleluniversum aufgebaut hat, bis auch dieses aus den Fugen gerät. "Wenn der Rest der Welt schläft" ist ein feinsinniges Buch, das Freundschaft, Liebe, Mut und persönliche Stärke thematisiert. Und es ist ein Buch, das berührt, das unterhält, zum Nachdenken und Schmunzeln bringt und das ich euch sehr, sehr gerne ans Herz lege.

Zusätzliche Infos:
Titel: Wenn der Rest der Welt schläft
Originaltitel: The Unlikely Heroics of Sam Holloway
Autor: Rhys Thomas lebt in Cardiff, Wales mit seiner Lebensgefährtin und drei Katzen. Wenn er nicht gerade schreibt, arbeitet er am Institut für Pharmazie an der Cardiff University.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Wibke Kuhn
Gebundenes Buch, Halbleinen: 448 Seiten
Verlag: Wunderraum
Erschienen: 01.10.2018 
ISBN: 978-3-336-54796-8

Lese-Statistik Oktober 2018 und ein wenig Geplauder

 
Hallo ihr Lieben :-)

Der Monat Oktober hatte es definitiv in sich. Eigentlich hatte ich direkt am Anfang des Monats zwei Wochen Ferien, habe in der ersten Woche aber durchgearbeitet und wurde dann in meiner zweiten Ferienwoche vom Liebsten nach Florenz entführt. HIER und HIER habe ich davon berichtet.
Direkt nach dieser sehr erholsamen Zeit bin ich voll durchgestartet und habe die ersten zwei Konzerte eines grossen Projekts spielen dürfen (das dritte Konzert steht noch aus) und die Schlussplanung eines anderen Projekts übernommen, da sind die Konzerte dann Ende November.
Gleichzeitig investiere ich sehr viel Zeit und Energie in meinen Unterricht, weil meine Schülerinnen und Schüler letztendlich auch eine Visitenkarte für mich und meine Arbeit sind und werde auch regelmässig für Konzerte, Stellvertretungen und die Leitung von Registerproben in der ganzen Schweiz gebucht, was mich natürlich sehr glücklich macht und dafür sorgt, dass die Rechnungen am Ende des Monats bezahlt werden können.

Was ich eigentlich sagen will: gelesen wird fast nur noch im Zug. Und gebloggt wird ab und zu abends vor dem Fernseher oder manchmal, ganz selten, in der Mittagspause. Dass mein langjähriger Begleiter, mein geliebter Laptop, Ende Oktober definitiv verstorben ist, machte dies alles und meine Arbeit, die aus sehr viel Zeit am Schreibtisch besteht, nicht einfacher und manchmal sogar unmöglich. Es hat aber auch Vorteile: mit meinem neuen wundervollen Luftie (wie ich mein MacBook Air sehr liebevoll nenne), arbeite ich schneller und effizienter als vorhin und musste mir (und muss immer noch, es ist ein Prozess) mir genau überlegen, welche Programme ich benötige, welche Dateien ich wo und wie speichere und wie ich insgesamt mit meinen Daten verfahre. Schliesslich durfte ich von neu auf beginnen und entscheide sehr vorsichtig, was ich auf meinen Luftie lasse und achte auf Ordnung und ein System, dass ich die nächsten paar Jahre durchziehen kann.

Das Bloggen fehlt mir aber. Ich will nicht einfach Rezensionen und Statistiken tippen und veröffentlichen und hoffen, dass ich im Monat wenigstens sieben bis acht Posts schaffe. Ich will mich wieder viel mehr austauschen, an Aktionen teilnehmen, Leseabende veranstalten und euch besser und persönlicher kennenlernen. Mir fehlt das, ich brauche diesen Austausch, ich möchte wissen, was bei euch ansteht, ich möchte sehen und lesen, welche Bücher ihr warum empfehlt und mich nicht einfach von Fazit zu Fazit, von Cover zu Cover klicken. Deshalb nehme ich mir wieder bewusst Zeit für dieses einzige Hobby, das nichts mit Musik zu tun hat (und für das Lesen an sich) und das mir so wichtig ist und starte einfach direkt sofort damit. Jeder neue Tag ist ein möglicher Neuanfang und auch wenn sich für euch vielleicht gar nichts ändern wird, so ist es mir zumindest wichtig, dies hier so festzuhalten und "in Stein zu meisseln", damit ich mich auch selber immer wieder daran erinnern kann. 

Nun aber genug Geplaudert, sicher wollt ihr schon wissen, welche Bücher mich durch den Oktober begleitet haben. Dies waren zwar nicht viele und leider war der Lesemonat insgesamt nicht sehr berauschend, aber trotzdem waren drei Highlights dabei.
Aber lest selber:

Meine gelesenen Bücher im Oktober (ein Klick aufs Bild führt zur Verlagsseite):

Brutal, derb, böse, fesselnd und sehr, sehr gut:
https://www.kiwi-verlag.de/buch/duve-regenroman/978-3-462-05243-5/

Leider der bisher schwächste Teil der Reihe, mit schöner Sprache aber frauenfeindlich:
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-wunderbare-Wollparadies/Manuela-Inusa/Blanvalet-Taschenbuch/e534712.rhd

Eine poetische Sprache, eine vielschichte Geschichte und spannende Protagonisten, mehr davon:
https://www.randomhouse.de/Buch/Und-die-Braut-schloss-die-Tuer/Ronit-Matalon/Luchterhand-Literaturverlag/e524483.rhd

Der Name der Autorin ist Programm: dieses Buch ist einfach nur platt:
https://www.rowohlt.de/taschenbuch/jo-platt-die-buecherfreundinnen.html

Mein Highlight aus dem Monat Oktober:
 https://www.diogenes.ch/leser/titel/patrick-sueskind/das-parfum-9783257228007.html

Meine Rezensionen im Überblick:
Regenroman - Karen Duve   (320 Seiten)
Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 5
Somit in die Leseeule: 5 Franken
Gelesene Seiten: 1'568 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 50.58 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 148
Aktueller SuB: 145
Differenz: - 3 (es geht wieder in die richtige Richtung)

Neuzugänge Oktober 2018

Hallo und guten Samstag ihr Lieben

Im Oktober hatte ich meine Neuzugänge endlich wieder ein wenig im Griff und habe auch dafür sorgen können, dass mein SuB weiter schrumpft. Mein Jahresziel bezüglich SuB-Abbau werde ich zwar mit ziemlich grosser Sicherheit nicht mehr erreichen (es sei denn, ich lese im Oktober und November je zwanzig Bücher oder miste richtig kräftig aus), aber das ist nun nicht mehr ganz so wichtig, weil ich auf dem richtigen Weg bin und meine Bücher wirklich geniessen kann und nicht mehr permanent vom ewig wachsenden SuB erdrückt werde. Der Abbau ist seit Mai 2017 konstant vorhanden (nur im letzten Monat hattte ich ein kleines Plus zu verbuchen, eine Ausnahme in mehr als einem Jahr kann ich verschmerzen) und auch wenn es langsam vorangeht, so geht es doch voran.

Und das sind meine beiden Neuzugänge aus dem Monat Oktober (ein Klick aufs Bild führt zur Verlagsseite):
https://www.randomhouse.de/Buch/Und-die-Braut-schloss-die-Tuer/Ronit-Matalon/Luchterhand-Literaturverlag/e524483.rhd 
"Und die Braut schloss die Tür" von Ronit Matalon hat mich via Bloggerportal von Randomhouse erreicht. Es ist im Verlag Luchterhand erschienen und überzeugt mit einer sehr poetischen Sprache und einer unterhaltsamen und vielschichtigen Handlung. Meine Rezension ist vor einigen Tagen erschienen.

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/short/978-3-446-26047-4/
"Short - Manchmal wächst man über sich hinaus" von Holly Goldberg Sloan habe ich von der lieben Damaris geschenkt bekommen. Ich habe ihr bei ihrem Beitrag zu diesem Buch einen Kommentar hinterlassen und dabei erwähnt, dass ich mich sehr für das Buch interessiere, woraufhin sie es mir geschickt hat, weil sie sich sicher war, dass sie es kein zweites Mal lesen würde. Wirklich eine tolle Geschichte, findet ihr nicht auch?
Ich werde "Short" voraussichtlich im November lesen.

Und nun seid ihr an der Reihe: kennt ihr eines meiner neuen Bücher schon? Wie hat es euch gefallen? Welcher Neuzugang hat es euch im Oktober besonders angetan?

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: 1
Rezensionsexemplare: 1
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 2
SuB am Monatsbeginn: 148
Aktueller SuB: 145

Kurzrezension: Das Parfum

 
Das Parfum - Patrick Süskind

Beschreibung:
»Von Jean-Baptiste Grenouille, dem finsteren Helden, sei nur verraten, daß er 1738 in Paris, in einer stinkigen Fischbude, geboren wird. Die Ammen, denen das Kerlchen an die Brust gelegt wird, halten es nur ein paar Tage mit ihm aus: Er sei zu gierig, außerdem vom Teufel besessen, wofür es untrügliche Indizien gebe: den fehlenden Duft, den unverwechselbaren Geruch, den Säuglinge auszuströmen pflegen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Meine Meinung:
"Das Parfum" ist ein Buchklassiker, den wohl einige von euch in der Schule gelesen haben. Bei mir war das leider nicht der Fall, vielmehr habe ich mir das Buch gebraucht gekauft (wie man ihm ansehen kann) und es dann auf meinem SuB gelagert. Zum Glück hatte ich im September/Oktober die Möglichkeit, es in einer Leserunde zu lesen und auch wenn ich mein Buch irgendwie in meinem Chaos auf dem Schreibtisch "verloren" und es deshalb erst vor einer Woche, also erst nach Ende der Leserunde, beendet habe, konnte ich den Austausch mit den anderen Leserinnen sehr geniessen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich habe den Schreibstil gemocht und mich sehr gerne auf die ungewöhnliche Geschichte mit einem der wohl unsympathischsten Protagonisten der Literaturgeschichte eingelassen.

Schreibstil und Handlung:
Zum Inhalt des Buches muss ich wohl nicht zu viel sagen, sicher kennt ihr das Buch oder den Film oder habt zumindest schon einmal von Grenouille, der ohne eigenen Körperduft unter widrigsten Umständen geboren worden ist, dessen Nase aber so fein ist, dass er selbst komplizierteste Duftkombinationen genau erkennen kann, gehört. Und wie es der Untertitel schon sagt, bewegt sich Grenouille in seiner ganz eigenen Welt, in der er keine Rücksicht auf geltende Gesetze nimmt und sich nur von seiner Nase zu den schönsten Frauen des Landes führen lässt, um ihren Duft zu gewinnen und diesen zu einem ganz eigenen, perfekten Parfum zu kombinieren.
Als Leserin habe ich über die präzissen Beschreibungen von Düften gestaunt, mich vor dem Protagonisten, seiner schnüffelnden Nase, seinen animalischen Bewegungen und dem Leben, das er führt, geekelt und mit der Bevölkerung, in der die Angst und Unsicherheit stetig wächst, mitgefühlt.
Die Sprache liest sich sehr flüssig und auch wenn sie sich bezüglich Ausruck und Wortwahl ein wenig an die Zeit anpasst, in der das Buch spielt (18. Jahrhundert), so wird doch die Sprache nie zum Hindernis, sondern führt bestens durch die Geschichte, stockt nicht, ist wunderschön beschreibend und sorgt für verschiedenste Emotionen und ganz viel Spannung.


Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch diesen Klassiker der deutschsprachigen Literatur sehr gerne weiter und freue mich sehr, wenn ihr eure Erfahrungen mit "Das Parfum" mit mir teilen möchtet, falls ihr es bereits gelesen habt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Das Parfum
Autor: Patrick Süskind, geboren 1949 in Ambach am Starnberger See, studierte in München und in Aix-en-Provence mittlere und neuere Geschichte und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Schreiben von Drehbüchern. 1984 erschien sein Ein-Personen-Stück ›Der Kontrabaß‹, 1985 sein Roman ›Das Parfum‹, der 2005 von Tom Tykwer verfilmt wurde. 1987 folgte die Erzählung ›Die Taube‹ und 1991 ›Die Geschichte von Herrn Sommer‹, mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé. Patrick Süskinds Werk ist in über fünfzig Sprachen übersetzt.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Diogenes
Erschienen am: 01. Februar 1994
ISBN: 978-3-257-22800-7

Rezension: Die Bücherfreundinnen

https://www.rowohlt.de/taschenbuch/jo-platt-die-buecherfreundinnen.html
Die Bücherfreundinnen - Jo Platt

Beschreibung des Verlages:
Alice, Miriam, Sophie, Connie und Abigail sind die besten Freundinnen. Sie lachen zusammen und sie lesen zusammen. Einmal im Monat trifft sich ihr Buchclub. Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann sollte in den Club aufgenommen werden, seitdem ist Jon bei jedem Treffen dabei. Die Freundschaft hat allen fünf geholfen, mit dem Verlust fertigzuwerden. Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating-Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin. Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will.
«Die Bücherfreundinnen», der neue Roman von Jo Platt nach dem Spiegel-Bestseller «Herz über Kopf», ist ein Plädoyer für die Freundschaft und dafür, zweite Chancen im Leben zu nutzen.

Meine Meinung:
Liebe Leserinnen und Leser, ich kann mir das Wortspiel nicht verkneifen: der Name der Autorin ist in diesem Buch Programm. Komplett "platt" kommen nämlich der Handlungsverlauf und die Figuren (allen voran die Protagonistin) daher und auch wenn sich dieses Buch flüssig lesen lässt, sogar einzelne berührende Passagen darin zu finden sind und der Schreibstil manchmal wirklich äusserst humorvoll ist, reicht das leider nicht aus.  

Grundidee und Handlung:
Die Grundidee für dieses Buch ist meiner Meinung nach genial. Ein paar Freundinnen schliessen sich in jungen Jahren zu einem Buchclub zusammen und während die Zeit nicht nur sie alle, sondern auch ihre Freundschaften verändern, bleibt der Buchclub in wechselnder Besetzung bestehen. Die Mitbegründerin Lydia ist im Laufe der Jahre an Krebs erkrankt und hat den Kampf gegen die schwere Krankheit verloren, aber ihr Mann Jon nimmt mitterlweile auf ihren Rat und Wunsch hin an den Buchclubtreffen teil. Nach und nach haben auch einige andere der Frauen geheiratet oder einen Partner gefunden und auch deren Männer sind regelmässig bei den Treffen dabei. Diese Treffen dienen aber nur selten dem Austausch über Bücher (der meiner Meinung nach so oder so im ganzen Buch ein wenig zu kurz kommt), sondern vielmehr dem privaten Geplänkel. Insbesondere das Liebesleben von Alice wird dabei immer wieder unter die Lupe genommen und es fehlt nicht an Angeboten ihrer Freundinnen, sie stets mit neuen Männern zu verkuppeln, was manchmal sogar zu ziemlich amüsanten Dates und schrägen Aufeinandertreffen führt.
Viel weiter in die Tiefe geht die ganze Geschichte jedoch nicht, lediglich einige Szenen in Alices Arbeitsleben mit ihrem Chef David und ihrer Mitarbeiterin Sophie, die einer eingebildeten Auftraggeberin trotzen, sind noch ziemlich unterhaltsam gestaltet. Einige Rückblenden zeigen zudem eine Zeit, in der Lydia noch gelebt hat, eine Zeit, in der sie langsam Abschied nehmen musste und da kamen mir einige Male die Tränen, weil ich bei diesem Thema sehr sensibel bin und vor allem die Szenen des Abschieds als sehr emotional empfunden habe. Ansonsten aber bleiben die Figuren (mit einer Ausnahme) sehr flach und auch nach knapp vierhundert Seiten kann ich sie mir optisch weder vorstellen, noch möchte ich weitere Zeit mit ihnen verbringen. Schade, weil einige humorvolle Szenen und die Grundidee wirklich sehr gelungen sind.

Die Ausnahme:
Wie bereits erwähnt, ist eine Person meiner Meinung nach sehr viel vielschichtiger dargestellt, als die anderen. Dies ist Alices Vater, der - vor einigen Jahren verwitwet - dabei ist, sich ein neues Leben aufzubauen. Ein festes Band verbindet Alice mit ihm und der erlittene Verlust ihrer Mutter, also seiner Ehefrau, hat die beiden noch stärker zusammengeschweisst. Sie kümmern sich rührend umeinander und bei einem wirklich bewegenden Gespräch bei einem gemeinsamen Essen der beiden, musste ich mir einige Tränchen aus den Augenwinkeln wischen.

Alice, ach Alice:
Gerade die Protagonistin dieses Buches, die ja eigentlich so eine wichtige Figur wäre/sein könnte, hat mich leider gar nicht überzeugen können. Sie ist mir viel zu naiv, manchmal fast ein wenig dämlich und steht permanent auf dem Schlauch. Es kommt vor, dass im Freundeskreis gewitzelt wird oder dass einzelne Situationen aufkommen, die missverstänlich sein könnten (wenn man sie denn falsch verstehen möchte), und es ist immer Alice, die erst als Letzte von allen versteht, was nun eigentlich Sache ist. Fast ein wenig dümmlich kommt sie mir dabei vor und zugleich komplett verloren, als auch eigentlich sehr selbstbewusst. Zum Handlungsverlauf lässt sich dabei nur sagen: nach wenigen Seiten ist allen klar, wie dieses Buch enden muss (und wird), nur Alice kapiert es erst auf den letzten paar Seiten und das ist wirklich lächerlich...

Mein Fazit:
Es scheint so, als würde Jo Platt eigentlich alle Aspekte des schriftstellerischen Handwerks beherrschen. Sie schreibt leicht und humorvoll, hat gute Ideen und kann verschiedene Emotionen hervorrufen. Nur leider gelingt es ihr nicht, ihre Figuren vielschichtig zu gestalten und beim Handlungsaufbau versagen ihre Qualitäten leider komplett, was wirklich sehr, sehr schade ist. Definitiv keine Leseempfehlung von mir.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Bücherfreundinnen
Originaltitel: It was you
Autorin: Jo Platt wurde in Liverpool geboren und studierte Literatur. Über das ländliche Wiltshire, London und Seattle, wo sie als Lehrerin arbeitete, verschlug es sie nach St Albans, wo ihr erster Roman «Herz über Kopf» spielt, der es auf Anhieb auf die deutsche Bestsellerliste schaffte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Bristol.
Taschenbuch: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Katharina Naumann
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 21.05.2016
h 978-3-499-26886-1

Rezension: Und die Braut schloss die Tür

Und die Braut schloss die Tür - Ronit Matalon

Beschreibung des Verlages:
Eine geistreiche, unterhaltsame Komödie über arabische Juden in Israel und zugleich eine subtile Auseinandersetzung mit der Selbstfindung der Frau.
Kurz vor ihrer Hochzeit schließt sich Margi in ihrem Zimmer ein und verkündet: „Ich heirate nicht.“ Aber warum? Die Braut bleibt stumm – was bei den anderen einen Tumult an schmerzlichen Erinnerungen und unterdrückten Konflikten hervorruft. Der Bräutigam Matti kann nicht anders, als an ihrer Liebe zu zweifeln; ihre Mutter Nadja muss daran denken, dass sie vor zehn Jahren ihre jüngere Tochter Natalie und vor fünf Jahren ihren Mann verloren hat; Mattis Eltern zerbrechen sich über die Kosten des Fests den Kopf; Margis Cousin Ilan, der Schmuck und Frauenklieder liebt und eine enge Beziehung zur schwerhörigen Großmutter Savtona hat, will unbedingt helfen und steht nur im Weg. Als alle Überredungskünste zu versagen drohen, scheint einzig die alte Savtona den Schlüssel zum Herzen der Braut zu finden ...

Meine Meinung:
Dieses Buch ist erst gerade im Oktober bei mir eingezogen und ich konnte es kaum erwarten, es endlich zu lesen. In den letzten Tagen hatte ich nämlich zum ersten Mal im Oktober wirklich Zeit, zu lesen, und leider haben mich gleich zwei Bücher nicht komplett überzeugen können, weshalb nun nach einigen leichteren Romanen endlich wieder einmal ein anderes Genre hermusste.
"Und die Braut schloss die Tür" hat mich direkt in ein chaotisches Geschehen hineinkatapultiert: Margi scheint ihre Hochzeit platzen lassen zu wollen, die Emotionen kochen hoch und plötzlich überschlagen sich Rettungsversuche, kleine Zwiste und persönliche Bedenken und fliessen zu einer amüsant dargestellten Geschichte zusammen, die auch mit leisen Tönen überzeugen kann. Diese bunte Mischung an sprachlicher Finesse, kulturellen Eigenheiten, Vorurteilen und ganz viel zartem bis bittersüssem Humor haben mich komplett überzeugt.  


Schreibstil und Handlung:
Bereits in der Beschreibung könnt ihr erkennen, dass wir es zwar mit ganz wenigen Buchseiten, aber sehr vielen Facetten zu tun haben. Unterschiedliche Figuren und ihre Persönlichkeiten, drei Generationen und Lebensansichten, ein Brautpaar, ein Elternpaar und ganz viele kleine und grössere Meinungsverschiedenheiten, zugleich aber auch die unterschiedlichsten Lösungsansätze für gefühlt alle Probleme der Menschheit.
Auch der Schreibstil macht keine Umschweife: sofort ist man als Leserin und Leser mitten im Buch, mitten im Geschehen, möchte eingreifen, möchte vermitteln und möchte verstehen. Und dann entwickelt sich eine Geschichte, die unendlich reich ist, die innerhalb von ganz wenigen Seiten von Verlust, Liebe, Enttäuschung, Schmerz und Emanzipation erzählt, die eine starke Braut und eine weise Grossmutter, aber auch eine trauernde Mutter und Ehefrau, einen respektvollen Bräutigam und dessen Eltern, sowie eine ganze  auf eine definitive Entscheidung wartende Hochzeitsgesellschaft beinhaltet.
Dies wird mit einer humorvollen und einfühlsamen Sprache erzählt, die manchmal sehr sanft und poetisch, manchmal aber auch kritisch und fast ein wenig bissig wirkt, die aber immer perfekt zur Situation und den Figuren passt.  

Meine Empfehlung:
Sehr gerne empfehle ich euch dieses poetische und von einer sanften Melancholie, aber auch einem manchmal fast schon bösen Humor durchzogene Buch weiter, das die Geschichte einer selbstbestimmten Braut und den starken Frauen in ihrem Leben beinhaltet. Wie viele Wege gibt es, eine Braut, die sich nicht trauen will, aus ihrer Kammer zu locken? Und welcher Weg führt direkt zu ihrem Herzen? Findet es heraus, lest dieses Buch.

Zusätzliche Infos:
Titel: Und die Braut schloss die Tür
Originaltitel: And the Bride Closed the Door (Wehakala sagra et hadelet)
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 160 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Hebräisch
Übersetzt von: Gundula Schiffer
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Erschienen: 20.08.2018
ISBN: 978-3-630-87564-4