Süsse Träume im Cottage am Strand

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Penguin Verlag hat mich via Bloggerportal erreicht, vielen Dank.

Süsse Träume im Cottage am Strand - Holly Hepburn

Beschreibung des Verlages:

Ein kleines Cottage in Schottland, ein großer Traum und eine neue Chance auf die Liebe
Schriftstellerin Merry liebt ihr Leben im glitzernden London: Ihre romantischen Liebesgeschichten stehen bei den Leserinnen hoch im Kurs, eine glamouröse Buchparty folgt auf die nächste. Doch als ihr Verlobter sich aus heiterem Himmel von ihr trennt und obendrein eine gemeine Schreibblockade ihren neuen Roman gefährdet, muss ein Neuanfang her. Merry zieht in ein entzückendes kleines Cottage auf den wunderschönen Orkney-Inseln vor der Küste Schottlands, um bei langen Strandspaziergängen wieder zu sich selbst zu finden. Doch die naseweisen Inselbewohner denken gar nicht daran, den Neuzugang in Ruhe zu lassen. Und dann gibt es da noch Niall, den charmanten Leiter der örtlichen Bücherei, und den unverschämt attraktiven Bootsbauer Magnus, dessen Vorfahren von den Wikingern abstammen ...

Inhalt:
Die Autorin Merry Wilde befindet sich mitten in einer Schreibblockade und als sich auch noch ihr Verlobter von ihr trennt, hält sie nichts mehr in London. Sie gewinnt ein Schreibstipendium, welches sie in ein kleines Cottage auf den Orkney-Inseln führt. Während es ihr anfangs noch schwer fällt, wieder mit dem Schreiben zu beginnen, regen sie die traumhaften Landschaften sowie die Erzählungen ihrer neuen und sehr hilfsbereiten Nachbarinnen und Nachbarn an, sich erneut einer Geschichte zu widmen. Einige romantische Verwirrungen, eine achtzigjährige Nachbarin, die sie zum regelmässigen Laufen animiert und ihre beste Freundin Jess, welche ihr aus der Ferne mit Rat und Tat zur Seite steht, sorgen für zusätzliche Aufregung.

Meine Meinung:
Vor ein wenig mehr als einem Jahr habe ich "Heute Abend in der Eisdiele am Meer" von Holly Hepburn gelesen und mir sehr kurzweilige Lesestunden besorgt, weshalb ich mich - und auch aufgrund des tollen Covers - dazu verleiten lassen habe, "Süsse Träume im Cottage am Strand" beim Bloggerportal anzufragen.
Zuerst einmal war ich sehr überrascht von der Jahreszeit, in der diese Geschichte spielt. Während das Cover eher auf eine sommerliche Lektüre schliessen lässt, befinden wir uns am Anfang der Geschichte mitten im Winter, was aber sehr gut zu den aktuellen Temperaturen gepasst hat. Ausserdem führt dies dazu, dass sich die Geschichte, in der sich Merry nicht selten bei einem Tee in ihrem Cottag einmummelt, einfach noch gemütlicher wirkt.
Die verschiedenen Bewohnerinnen und Bewohner der Insel sind es, welche Merry ein wenig aus ihrem Trott herauslocken und diese Nebenfiguren haben für sehr gute Unterhaltung und genussvolle Lesestunden gesorgt. Auch eine Prise Romantik kommt auf. Nur gegen Ende der Geschichte werden ein paar zu offensichtliche Missverständnisse ein wenig zu kindisch ausgeschlachtet, was gar nicht hätte sein müssen und zum Glück mit einem berührenden Schluss wieder wettgemacht worden ist, aber ansonsten hat mir das Buch wirklich sehr viele schöne Lesestunden geschenkt.
Mein Interesse rund um die Siedlungsgeschichte und die Ausgrabungsstätte Skara Brae hat Hepburn übrigens ebenfalls wecken können und ich kann gut verstehen, dass Merry sich von diesen Landschaften und Geschichten hat inspirieren lassen können.

Schreibstil und Aufbau:
Bei Merrys Ankunft auf den Orkney-Inseln hat Holly Hepburn mich mit ihren wunderschönen Beschreibungen in ihren Bann ziehen können. Nicht nur die traumhaft schöne Natur der Orkney Inseln (schaut euch da sonst gerne ein paar Bilder an) integriert sie so in den Text, dass man sich immer mal wieder direkt vor Ort wähnt, auch die dort lebenden Tiere und die Geschichte der Inseln werden in den schillerndsten Farben in die Geschichte verwoben. Zudem sind die verschiedenen Figuren so beschrieben, dass ich sie am liebsten alle kennenlernen wollte und die süssen Leckereien, welche immer wieder gebacken und zum Tee mitgebracht oder direkt in der regionalen Bäckerei Rossi gekauft und verspeist werden, haben mich so einige Male hungrig werden lassen.

Meine Empfehlung:
Diese gemütliche, romantische und toll recherchierte Geschichte geht ans Herz und weckt ganz viel Fernweh nach den Orkney-Inseln. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und denke, dass es euch auch gefallen könnte.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Süsse Träume im Cottage am Strand
Originaltitel: Coming Home to Brightwater Bay
Autorin: Holly Hepburn liebt es, Menschen zum Lächeln zu bringen – und sie liebt ihre Katze Portia. Sie hat in der Marktforschung und als Model gearbeitet, ihr großer Traum war aber schon immer das Schreiben. Nach »Um fünf unter den Sternen«, »Herzklopfen in der kleinen Keksbäckerei« und »Heute Abend in der Eisdiele am Meer« entführt sie ihre Leserinnen mit ihrem neuen Buch an die wildromantische schottische Küste.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Melike Karamustafa
Taschenbuch, Klappenbroschur: 512 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erschienen am: 11. April 2022
ISBN: 978-3-328-10854-2

Lese-Statistik September 2022

Hallo ihr Lieben

Es ist endlich herbstlich geworden und ich geniesse die vielen Regentage und kühleren Temperaturen sehr. Ausserdem habe ich im September viele Stunden in Meetings, in diversen Probesälen und am Schreibtisch verbracht, in den kommenden Wochen und Monaten stehen nämlich viele Projekte mit einigen Konzerten in ganz verschiedenen Formationen an.
Aktuell sind an der Musikschule Herbstferien, weshalb ich mehr Zeit in diese Projekte investieren und in einer Woche drei freie Tage mit meiner Familie geniessen darf und dann stürze ich mich hoffentlich sehr erholt in die instensivsten Wochen des Jahres, bis im Januar wieder drei freie Tage folgen.

Wie wohl euch alle, haben mich die Nachrichten der letzten Tage und Wochen sehr beschäftigt und ich muss ehrlich sagen, dass ich gerade wirklich das Gefühl habe, dass die Berichte aus aller Welt seit zwei Jahren nur schlimm und schlimmer werden. In meiner kleinen Bubble bin ich aktivistischer denn je. Im festen Glauben daran, dass wir alle in unserem Umfeld am meisten erreichen können, indem wir uns informieren, anderen beistehen und uns um unsere Nächsten kümmern. Wenn dies alle in ihrem Umfeld machen, können wir ganz viel bewegen. So idealistisch diese Sicht vielleicht ist, so sehr brauche ich sie, um mich am Laufen zu halten. Im Unterrichtszimmer und auch sonst in der Jugendarbeit aber natürlich auch in der Familie und im Freundeskreis sehe ich eine neue Generation heranwachsen und nur schon diesen jungen Menschen gegenüber empfinde ich es als Pflicht, diese Welt - wenn auch nur im kleinsten Rahmen - ein wenig besser zu machen.

Es überrascht aus all diesen Gründen sicher nicht, dass ich einmal mehr zu eher leichteren Lektüren gegriffen habe und ich bin ehrlich stolz über meinen grossen SuB-Abbau der letzten Wochen und sehr dankbar für den regen buchigen Austausch online und offline.

Gelesene Bücher im September 2022:

Durch den ganzen Monat begleitet hat mich "Rebecca" von Daphne du Maurier (übersetzt von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen), das ich gemeinsam mit Melli von Mellis Buchleben und Ina von @literaturina_reads gelesen habe. Diese Leserunde war wirklich sehr angenehm und unterhaltsam, der Austausch hat mich dieses Buch ganz anders lesen lassen und abgesehen davon, dass "Rebecca" wirklich ein Highlight ist, empfehle ich es euch sehr für Buchzirkel und Leserunden, es beinhaltet einiges an Diskussionsstoff.

Unterhaltsame, aus dem Leben gegriffene Erzählungen, die sich lose zu einer Geschichte zusammenfügen

Leider plump erzählter zweiter Teil der Snow-Crystal-Trilogie, enthält trotzdem schöne Beschreibungen

Atmosphärische Kleinstadterzählung welche zahlreiche wichtige gesellschaftliche Themen in sich vereint

Ans Herz gehender Reihenauftakt zum Wohlfühlen und Geniessen mit sehr hohem Unterhaltungswert

Der zweite Teil der Salzgarten-Saga entführt wieder nach La Palma und bietet viele Einblicke ins Gastgewerbe

Intelligent erzählter und bis zum Ende spannender Teil der österreichischen Lemming-Reihe

Alle Rezensionen und Seitenzahlen:


Abgebrochen:

Omama - Lisa Eckhart
Dazu möchte ich eigentlich gar nichts sagen. Die ersten paar Seiten schon haben mir gezeigt, wie sehr von oben herab und pseudointellektuell Eckhart erzählt und das hat gereicht, um dieses Buch abzubrechen.

Neuzugang:

Im September hat mich nur ein Buch erreicht und zwar habe ich "Süsse Träume im Cottage am Strand" von Holly Hepburn (übersetzt von Melike Karamustafa) beim Bloggerportal angefragt. Vor ein wenig mehr als einem Jahr habe ich "Heute Abend in der Eisdiele am Meer" von Holly Hepburn gelesen und das hat mich bestens unterhalten, weshalb ich unbedingt ein weiteres Buch der Autorin lesen wollte. Bisher gefällt es mir sehr gut und passt zum gemütlichen Herbstwetter.

Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 7
Abgebrochene Bücher: 1
Aussortierte Bücher: -
Somit in die Leseeule: 8 Franken
Gelesene Seiten: 2'218 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 73.93 Seiten
Bücher von Autorinnen: 5
Bücher von Autoren: 1
Gemischte Autor*innenduos (oder mehr): 1
Geschenkt bekommene Bücher: -
Ausgeliehen: -
Buchgewinn: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: 1
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 1
SuB am Monatsbeginn: 88
Aktueller SuB: 81
Differenz: -7

Rezension: Rebecca

Rebecca - Daphne du Maurier

Beschreibung des Verlages:
Enthält Spoiler (geschwärzt)!!!

In einem Hotel an der Côte d’Azur lernt Maxim de Winter eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen kennen. Die beiden verlieben sich, und schon nach kurzer Zeit nimmt sie seinen Heiratsantrag an und folgt dem Witwer nach Cornwall auf seinen prachtvollen Landsitz Manderley. Doch das Glück der Frischvermählten währt nicht lange: Der Geist von Maxims toter Ehefrau Rebecca ist allgegenwärtig, und die ihr ergebene Haushälterin macht der neuen Herrin das Leben zur Hölle, sie droht nicht nur die Liebe des Paares zu zerstören. Spoiler: Als ein Jahr später plötzlich doch noch Rebeccas Leiche gefunden wird, gerät Maxim de Winter unter Mordverdacht …
"Rebecca", Daphne du Mauriers berühmtester Roman, war bereits bei seinem Erscheinen 1938 ein Bestseller. Er wurde mehrfach verfilmt: 1940 entstand unter der Regie von Alfred Hitchcock die bekannteste Adaption, die mit zwei Oscars prämiert wurde.

Inhalt:
Die junge, namenlose Protagonistin heiratet den verwitweten und fast doppelt so alten Maxim de Winter und bewohnt mit ihm sein Landgut Manderley. Die Erinnerung an Rebecca de Winter, Maxims verstorbene Frau, überschattet mehr und mehr den Alltag und die Gedanken der Protagonistin. Ausserdem legt ihr die Haushälterin, welche Rebecca glühend verehrt hat, permanent Steine in den Weg und es fällt der Protagonistin immer schwerer, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.

Meine Meinung:
Gemeinsam mit Melli von Mellis Buchleben und Ina von literaturina_reads habe ich dieses Buch gelesen und mich mit ihnen intensiv über das Gelesene ausgetauscht. Diesen Austausch habe ich sehr geschätzt und dadurch, dass "Rebecca" viele Leerstellen enthält, bietet es sich wirklich an, das Buch in einer Leserunde/einem Buchkreis zu lesen.
Es hat mich erstaunt, wie aktuell, spannend, düster und auch humorvoll dieser Klassiker erzählt ist und ich habe mich beim Lesen immer wieder darüber gewundert, wie unbekannt dieses Buch doch leider ist. Mir persönlich hat die Geschichte sehr gut gefallen, sie hat mich in eine ganz andere Welt entführt, mir das Leben in einer Villa um 1930 herum nähergebracht und mich mit einer sehr vielschichtigen Protagonistin und einer packende Handlung mit sehr unerwartetem Ausgang überzeugt.

Schreibstil und Aufbau:
Unsere Protagonistin bleibt während der ganzen Geschichte namenlos, sie wird erst nach ihrer Hochzeit überhaupt und dann nur mit "Mrs. de Winter" angesprochen. Das Buch beginnt sehr düster und mit einem Rückblick auf die vergangenen und sehr schillernden Tage auf Gut Manderley. Dann springt es zurück zur ersten Begegnung der Protagonistin mit Mr. de Winter und wird fortan chronologisch erzählt. Detaillierte Beschreibungen sorgen für ein atmospährisches Leseerlebnis und obwohl eigentlich nicht so viel geschieht, wird das Buch nie langweilig. Es ist du Maurier gelungen, Elemente des Krimis und des Schauerromans mit Elementen des Liebesromans und des Gesellschaftsromans zu verbinden und so für viele Überraschungen, Spannung und auch einige sehr humorvolle Szenen zu sorgen.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch lohnt sich wirklich und es lohnt sich vor allem auch, sich über dieses Buch zu unterhalten. "Rebecca" verdient so viel mehr Aufmerksamkeit und ich empfehle es euch sehr herzlich.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Rebecca
Originaltitel: Rebecca
Autorin: Daphne du Maurier wurde 1907 in London geboren und entschied sich im Alter von 19 Jahren nach einer Ferienreise an die cornische Küste, diesen Ort fortan nicht mehr zu verlassen. Alle ihre Romane lässt sie in Cornwall spielen: Jamaica Inn, Das Wirtshaus im Bodmin Moor, Meine Cousine Rachel und natürlich Rebecca, 1938 erschienen und von Hitchcock verfilmt. Daphne du Maurier starb im Alter von zweiundachtzig Jahren in Kilmarth.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Brigitte Heinrich und Christel Dormagen
Taschenbuch: 524 Seiten
Verlag: Insel Taschenbuch (Suhrkamp)
Ersterscheinungstermin: 07.03.2016
ISBN: 978-3-458-36134-3

Rezension: Lemmings Himmelfahrt

Der Fall des Lemming - Stefan Slupetzky

Reihe: Privatdetektiv Lemming ermittelt
2. Lemmings Himmelfahrt
3. Das Schweigen des Lemming
4. Lemmings Zorn
5. Die Rückkehr des Lemming
6. Im Netz des Lemming 

Beschreibung des Verlages:
Grausig-komisch, witzig, skurril, melancholisch – ein Krimi, wie ihn nur ein Österreicher schreiben kann
Der Lemming ist wieder in Schwierigkeiten. Gerade hat ihn seine Freundin hinausgeworfen, und kurz danach schießt ein Verrückter auf ihn. Zum Glück trifft es zwar einen anderen, der tot zusammenbricht, doch jetzt sucht die Polizei den Lemming als Mörder. Da hilft es nur, den wirklichen Täter zu finden - und der Lemming ist mal wieder in einen Fall verwickelt, der ihn völlig überfordert ….

Inhalt:
Lemming steht auf der Strasse und ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Er erlebt sturzbetrunken eine Schiesserei und wird versehentlich für einen Mörder gehalten. Um dieses Missverständnis aufzuklären gibt es nur einen Weg: zuerst einmal muss Lemming nüchtern werden und dann muss er sich in die Psychiatrie einschleusen, aus dieser der wahre Täter wohl entflohen ist. Ausserdem trachtet ihm auch noch sein ehemaliger Kollege und Erzrivale Krotznig nach dem Leben und Lemming sitzt einmal mehr komplett in der Tinte.

Meine Meinung:
Bereits der erste Fall rund um den österreichischen Ermittler Leopold Wallisch, genannt Lemming, hat mich überzeugt (HIER meine Rezension) und nun hat mich auch dieser zweite Band der Reihe hervorragend unterhalten. Der Aufbau ist nicht neu: ein ziemlich versoffener ehemaliger Polizist - stets ein wenig am Rande der Gesellschaft und von aller Welt und sämtlichen Geistern verlassen - ermittelt auf eigene Faust und tief im Herzen überzeugt von der Mission, dem Bösen ein Ende zu bereiten, in gefährlichen Gefilden. Der Anfang hat mich eher langsam in die Geschichte finden lassen, aber nach einigen Kapiteln war ich gefangen, überzeugt und bestens unterhalten vom düsteren Humor und ausgeklügelten Plot dieses intelligenten Krimis.

Aufbau:
Selten habe ich einen Krimi gelesen, der mir fortwährend so viel über den Täter preisgegeben hat und mich gleichzeitig fast bis zum Ende komplett im Dunkeln tappen liess. Diese Meisterleistung ist Slupetzky hervorragend gelungen und ausserdem hat er mich wunderbar unterhalten. Sein Ermittler Lemming überzeugt mit Mut und Eigenwille sowie lebensrettenden Reflexen und einem guten Herzen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen.

Meine Empfehlung:
Mit steigender Begeisterung habe ich diesen ansprechenden und anspruchsvollen Krimi gelesen und empfehle euch euch diese vor schwarzem Humor triefende Fortsetzung sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Lemmings Himmelfahrt
Autor: Stefan Slupetzky, 1962 in Wien geboren, schrieb und illustrierte mehr als ein Dutzend Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt. Seit einiger Zeit widmet er sich vorwiegend der Literatur für Erwachsene und verfasst Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Romane. Für den ersten Krimi um seinen Antihelden Leopold Wallisch, "Der Fall des Lemming", erhielt Stefan Slupetzky 2005 den Glauser-Preis, für "Lemmings Himmelfahrt" den Burgdorfer Krimipreis. "Lemmings Zorn" wurde 2010 mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet.
Im selben Jahr gründete Slupetzky ein Wienerliedtrio, das Trio Lepschi, mit dem er seither als Texter und Sänger durch die Lande tourt. Stefan Slupetzky lebt mit seiner Familie in Wien.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: rororo
Erscheinungstermin: 05.10.2009
ISBN: 978-3-644-40551-6

Rezension: Himmel über dem Salzgarten

Himmel über dem Salzgarten - Tabea Bach

Reihenübersicht Salgarten-Saga:
1. Sonne über dem Salzgarten
2. Himmel über dem Salzgarten
Weihnachtsband: Weihnachtszauber im Salzgarten (erscheint 30.9.22)
3. Sterne über dem Salzgarten (erscheint am 24.2.23)


Beschreibung des Verlages:
Julia und Álvaro sind glücklich miteinander. Der traditionelle Salzgarten mit seinem erlesenen Meersalz ist erfolgreich. Julias kleines Restaurant wird immer beliebter. Alles könnte so schön sein, wenn nicht ausgerechnet Jens, Julias Bruder und Vater ihres Patensohns Emil, ganz in der Nähe eine Tauchstation für Touristen eröffnen wollte. Denn zu Jens' Plan gehört, dass einige Unterwasserfelsen gesprengt werden, damit er Zugang zu weiteren Tauchgründen bekommt. Doch diese Sprengungen würden das gesamte Ökosystem an diesem Küstenabschnitt gefährden – und natürlich auch den Salzgarten.
Kann Julia den Salzgarten und die einzigartige Unterwasserwelt retten? Muss sie sich entscheiden zwischen ihrer Familie und dem Mann, den sie liebt?


Inhalt:
Julia hat ihr Meson "Flor de Sal" renoviert und darin ein edles Restaurant eröffnet. Mit der grossen Unterstützung ihres Freundes Álvaro fasst sie langsam Fuss in der Dorfgemeinschaft auf der Insel La Palma. Ihr Bruder Jens schafft es aber einmal mehr, ihr das Leben schwer zu machen und diesmal verbündet er sich sogar mit lokalen Politikern, um in Küstennähe eine Tauchschule eröffnen zu können. Julia versucht, dies um jeden Preis zu verhindern, den überraschend vielen Gästen im Restaurant gerecht zu werden und ihren Neffen Emil bei Laune zu halten. Wenn das nur gut geht.

Meine Meinung:
Es war mir eine Freude, wieder nach La Palma zurückzukehren und Julias kulinarische Künste sowie ihre herzliche Art zu geniessen. Es gefällt mir sehr, wie sie versucht, sich mehr und mehr in die Gemeinschaft zu integrieren und mit regionalen Lebensmittelproduzent*innen zusammenzuarbeiten. Die Beschreibungen der Arbeit in der edlen Restaurantküche aber auch der privaten Entwicklungen in Julias Leben haben mich gut unterhalten und waren spannend sowie faszinierend erzählt. Weiterhin hat mir sehr gut gefallen, wie Julia versucht, den Kontakt zu ihrem Neffen Emil allen Widrigkeiten zum Trotz zu pflegen. Weniger gut gefallen hat mir, wie aufbrausend Álvaro manchmal ist und wie sehr er sich als Besitzer des "Flor de Sal" aufspielt und Julia dabei übergeht. Sie weiss sich zum Glück nicht nur ihm, sondern auch ihren Neidern gegenüber immer entschiedener zu wehren und gewinnt mehr und mehr Sicherheit im Umgang mit den kleinen und grösseren Zankereien und Intrigen im Dorf.

Aufbau:
Den Aufbau der Geschichte mochte ich sehr gerne. Immer mal wieder wird der Alltag im Edelrestaurant gezeigt und dabei erfahren wir vor allem, dass Julia ein herzensguter Mensch ist. Sie hat für alle Gäste und die Menschen im Dorf ein offenes Ohr und behält stets einen kühlen Kopf. Ihre Entscheidungen trifft sie mit Herz und voller persönlicher Überzeugung und alle Erzählstränge, Geschichten und Schicksale laufen bei ihr im Meson "Flor de Sal" zusammen. Auch der Naturschutz und die Arterhaltung sind wichtige Themen, Flora und Fauna der Insel werden immer wieder wunderschön beschrieben und neben der Liebe spielt vor allem die Freundschaft eine grosse Rolle in dieser Geschichte.

Meine Empfehlung:
Bereits der erste Band der Salzgarten-Saga "Sonne über dem Salzgarten" hat mir ziemlich gut gefallen, wenn auch ich einige kleine Punkte zu bemängeln hatte. Dieser zweite Teil der Salzgarten-Saga ist viel runder erzählt, als der erste Teil, die Handlung verläuft nicht ganz so 08/15 und Tabea Bach hat vom Aufbau und der Ausgestaltung der Figuren her definitiv bewiesen, dass sie wundervoll erzählen kann. Ich werde die weiteren Bände der Reihe auf jeden Fall lesen und empfehle die Reihe sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Himmel über dem Salzgarten
Autorin: Tabea Bach war Operndramaturgin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie wurde in der Hölderlin-Stadt Tübingen geboren und wuchs in Süddeutschland sowie in Frankreich auf. Ihr Studium führte sie nach München und Florenz. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem idyllischen Dorf im Schwarzwald, Ausgangspunkt zahlreicher Reisen in die ganze Welt. Die herrlichen Landschaften, die sie dabei kennenlernt, finden sich als atmosphärische Kulisse in ihren Romanen wieder. Tabea Bachs Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Mit ihrer Kamelien-Insel-Saga gelangte sie sofort auf die Bestsellerliste. In den erfolgreichen Seidenvilla-Romanen wechselte der Schauplatz zu einer Seidenweberei in Venetien. Mit ihrer Salzgarten-Reihe führt uns Tabea Bach auf die Kanarischen Inseln.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 350 Seiten
Ersterscheinung: 24.06.2022
ISBN: 978-3-404-18568-9

Mein SuB kommt zu Wort, 20.9.22

"Mein SuB kommt zu Wort"
Eine Gemeinschaftsaktion von Melli und Vanessa

Hallo ihr Lieben

Eigentlich wollte ich mich vor dem heutigen Beitrag drücken, weil die vierte Frage mich und meine SuBrina ein wenig einschüchtert, aber wir werden unser Bestes probieren und möchten euch unbedingt von unseren Fortschritten berichten. Deshalb lasse ich jetzt SuBrina an die Tastatur und freue mich schon auf den Austausch.

1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ein grosses Hallo auch von mir und ich darf euch gleich die positiven Nachrichten überbringen, dass wir endlich in einem so soliden zweistelligen Bereich angekommen sind, dass wir wohl noch lange hier bleiben werden. Hier seht ihr unsere Fortschritte, die mein Frauchen durch grosszügiges Ausmisten, bereits fünf gelesenen Büchern im September und nur einem Neuzugang erreicht hat:

Die SuB-Entwicklung in der Übersicht:
20.01.2022: 101 Bücher
21.02.2022: 100 Bücher
20.03.2022: 98 Bücher
20.04.2022: 100 Bücher
20.08.2022: 96 Bücher
20.09.2022: 83 Bücher

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Hier ist im September lediglich ein Buch eingezogen und zwar ist dies das Rezensionsexemplar "Süsse Träume im Cottage am Strand" von Holly Hepburn. Das Buch hat mein Frauchen beim Bloggerportal angefragt.

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Heute hat Livia den zweiten Teil der Salzgarten-Saga "Himmel über dem Salzgarten" von Tabea Bach beendet. Das Buch war eine Buchprämie der Lesejury. Die Rezension sollte morgen oder übermorgen online gehen.
Zuletzt rezensiert hat Livia übrigens "Das kleine Café an der Mühle" des Autor*innenduos Barbara Erlenkamp. Das Buch lag nur ganz kurz hier und hat für schöne Wohlfühlmomente gesorgt.


4. Liebe:r SuB, welche Bücher auf deinen Stapeln haben das älteste Erscheinungsdatum?
Ach, diese Frage...wir können die ehrlich nicht so ganz beantworten. Hier liegen einige ältere Klassiker, die aber teilweise neu herausgegeben worden sind, die Geschichten sind aber natürlich schon sehr alt... Theoretisch könnten wir einfach den Erscheinungstermin der entsprechenden Ausgabe ansehen oder halt den Termin der Ersterscheinung suchen, aber wir werden uns da nicht so ganz einig. Wir skippen deshalb - und auch, um uns nicht unter Druck zu setzen - diese Frage grosszügig und mein Frauchen soll dafür einfach einmal die aktuell begonnenen Bücher und das Buch der vierten Frage aus dem August lesen, das wäre schon super ;-)

Die Bücher der vierten Frage:
Januar 2022: "Vor Rehen wird gewarnt" - Vicki Baum (gelesen im März 2022) REZENSION
Februar 2022: "Hierzulandee" - Heinrich Böll (gelesen im März 2022), "Poetenleben" - Robert Walser (aussortiert im März 2022), "Der Räuber" - Robert Walser (noch im Regal), Frauchen sollte zwei aus drei Büchern lesen/aussortieren
März 2022: "Alles, was wir geben mussten" - Kazuo Ishiguro, "Die Stunde der Lerche" - Willi Fährmann (abgebrochen im April 2022), eines davon sollte Frauchen lesen/aussortieren

April 2022: Venezianisches Finale - Donna Leon REZENSION
August 2022:
"Wolfsmond" - Stephen King
September 2022: Immer noch "Wolfsmond" - Stephen King

Und jetzt freuen wir uns schon sehr auf den Austausch mit euch. Hinterlasst uns gerne den Link zu eurem Beitrag in den Kommentaren, dann schauen wir auf jeden Fall vorbei.

Alles Liebe
SuBrina (und Livia)

Rezension: Das kleine Café an der Mühle

Reiheninfos:
1. Das kleine Café an der Mühle
2. Winterzauber im kleinen Café an der Mühle
3. Frühlingsglück im kleinen Café an der Mühle
4. Glückssterne über dem kleinen Café an der Mühle
5. Weihnachten im kleinen Café an der Mühle

Das kleine Café an der Mühle - Barbara Erlenkamp

Beschreibung des Verlages:
Sophie ist eine absolute Stadtpflanze, doch ihr Leben in Hamburg läuft eher schlecht als recht. Als sie dann auch noch vom Tod ihrer lieben Tante Dotti erfährt, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Aber Dotti hatte einen Plan für sie – und so findet sich Sophie kurze Zeit später in Wümmerscheid-Sollensbach wieder, einem idyllischen, wenn auch verschlafenen kleinen Ort zwischen Rhein und Mosel. Dort steht sie überrascht vor ihrem Erbe: ein renovierungsbedürftiges, altes Mühlengebäude mit einem Café im Erdgeschoss. Doch die Sache hat einen Haken, denn Sophie kann nur erben, wenn sie das Café weiterführt. Sie nimmt die Herausforderung an – trotz aller Widrigkeiten. Mit Improvisationstalent und viel Einsatz beginnt sie, das Café auf Vordermann zu bringen. Die sehr eigenwilligen Dorfbewohner sind ihr dabei keine große Hilfe. Aber zum Glück gibt es da ja noch ihren Nachbarn Peter Langen, alleinstehend und gutaussehend ...

Inhalt:
Sophies Leben in Hamburg ist nicht mehr das, was es einmal war. Sie ist einsam, wird bei der Arbeit nicht geschätzt und nur ihre beste Freundin Miri ist ein Lichtblick in ihrem langweiligen Alltag. Da stirbt auch noch ihre geliebte Tante Dotti und hinterlässt ihr ein Café in der Pampa, das sie für mindestens fünf Jahre lang weiterführen muss, um ihr Erbe überhaupt antreten zu können. Nach einigem Hin und Her lässt sie ihr tristes Leben in Hamburg zurück und reist nach Wümmerscheid-Sollensbach, wo sie mit unerwarteten Schwierigkeiten aber auch überraschender Hilfsbereitschaft konfroniert wird.

Meine Meinung:
Vor bald zwei Jahren habe ich den zweiten Band dieser Reihe "Winterzauber im kleinen Café an der Mühle" gelesen und war so angetan von dieser unterhaltsamen Geschichte, dass ich die Reihe unbedingt komplett lesen wollte. Auch dieser erste Band hat mich begeistert und es war sehr angenehm, nun auch noch zu erfahren, wie Sophie überhaupt zu ihrem Café gekommen ist und welche Startschwierigkeiten sie anfangs hatte. Vor allem die Begegnungen mit den Sturköpfen der beiden sich stetig bekämpfenden Dörfer Wümmerscheid und Sollensbach haben mich bestens unterhalten. Zum Glück bekommt Sophie aber auch ein wenig Unterstützung und schafft es, sich ein wenig in dieser nicht ganz einfachen Region zurechtzufinden.

Schreibstil und Aufbau:
Das Autor*innenduo hat es geschafft, sowohl den tragischen Verlust ihrer Tante als auch Sophies schwierige Lebenssituation in Hamburg authentisch darzustellen und trotzdem ein sehr unterhaltsames Buch, das ans Herz geht, zu schreiben. Das turbulente Dorfleben wird liebenswert und mit einem Augenzwinkern beschrieben und Sophies kleine und grosse Errungenschaften und Rückschläge scheinen realistisch. Ausserdem ist zwar natürlich ein wenig Romantik in diesem Buch zu finden, sie nimmt aber nicht überhand und wirkt stimmig in die Handlung eingebettet.

Meine Empfehlung:
Von mir gibt es eine herzliche Empfehlung für die ganze Reihe und ich freue mich sehr, dass bald ein fünfter Band erscheinen wird, so habe ich noch mindestens drei schöne Geschichten vor mir.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Das kleine Café an der Mühle
Autorin: Hinter dem Pseudonym Barbara Erlenkamp steht das Ehepaar Christine und Andreas J. Schulte. Er ist Journalist und Krimiautor. Sie hat bereits in ihrer Schulzeit zusammen mit einer Freundin ihren ersten Roman geschrieben und arbeitet heute als technische Redakteurin. Das Ehepaar Schulte lebt mit seinen beiden Söhnen seit mehr als 25 Jahren auf dem Land, in der Nähe von Andernach am Rhein. Unter dem Pseudonym Barbara Erlenkamp schreiben sie zusammen moderne, humorvolle Frauen- und Unterhaltungsromane.
Taschenbuch: 288 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 27.03.2020
ISBN: 978-3-404-17956-5

Rezension: Nebenan

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Luchterhand Verlag hat mich via Bloggerportal erreicht.

Nebenan - Kristine Bilkau

Beschreibung des Verlages:

Ein kleiner Ort am Nord-Ostsee-Kanal, zwischen Natur, Kreisstadt und Industrie, kurz nach dem Jahreswechsel. Mitten aus dem Alltag heraus verschwindet eine Familie spurlos. Das verlassene Haus wird zum gedanklichen Zentrum der Nachbarn: Julia, Ende dreißig, die sich vergeblich ein Kind wünscht, die mit ihrem Freund erst vor Kurzem aus der Großstadt hergezogen ist und einen kleinen Keramikladen mit Online-Shop betreibt. Astrid, Anfang sechzig, die seit Jahrzehnten eine Praxis in der nahen Kreisstadt führt und sich um die alt gewordene Tante sorgt. Und dann ist da das mysteriöse Kind, das im Garten der verschwundenen Familie auftaucht.
Sie alle kreisen wie Fremde umeinander, scheinbar unbemerkt von den Nächsten, sie wollen Verbundenheit und ziehen sich doch ins Private zurück. Und sie alle haben Geheimnisse, Sehnsüchte und Ängste. Ihre Wege kreuzen sich, ihre Geschichten verbinden sich miteinander, denn sie suchen, wonach wir alle uns sehnen: Geborgenheit, Zugehörigkeit und Vertrautheit.

TW: Häusliche Gewalt, unerfüllter Kinderwunsch/Fehlgeburt, Tod/Verlust


Inhalt:

Julia wünscht sich sehnlichst ein Kind und die langen Tage im dunklen Januar nutzt sie dafür, bei Instagram glückliche Vorzeigefamilien zu beneiden, ihrer Arbeit als Keramikerin nachzugehen und das seit den Weihnachtsferien leerstehenden Haus gegenüber zu beobachten, während ihr Mann Chris sich mit unzähligen Plastikteilchen befasst, die plötzlich in den umliegenden Gewässern aufgetaucht sind. Astrid wird zu einem rätselhaften Notfall gerufen, macht sich Sorgen um ihre alternde Tante und ihr Mann versucht, sich mit dem Leben als Pensionär zu arrangieren. Was hat es mit den vielen Geheimnissen auf sich? Und wie gut kennt man seine Nächsten wirklich?

Meine Meinung:
"Nebenan" stand seit seinem Erscheinen (respektive schon kurz vorher) auf meiner Wunschliste und da es nun auf der Longlist des Deutschen Buchpreises steht, habe ich einfach nicht mehr länger warten können und das Buch im Bloggerportal angefragt.
Mich hat von Anfang an die düstere Grundstimmung begeistert. Es ist Januar, es ist kalt, die Weihnachtstage und der Lichterglanz sind vorbei, Nebel liegt über den Feldern und einem verlassenen Haus. Hat jemand die Serie "Katla" gesehen? An diese Stimmung erinnerten mich die ersten Seiten dieses Buches. Da ich alle Rezensionen nur überflogen und auch den Klappentext nicht gelesen hatte, konnte ich anfangs überhaupt nicht einordnen, wohin mich die Geschichte führen würde. Auch nachdem ich das Buch vor einigen Tagen beendet habe, fällt es mir sehr schwer, das Gelesene und meine Meinung dazu in Worte zu fassen, obwohl mir dieses wirklich aussergewöhnlich erzählte Buch sehr gefallen hat.

Aufbau:
Zwei Frauen und ihre Geschichte stehen im Zentrum. Sie wohnen nicht weit voneinander entfernt, kennen sich aber nicht. Nach und nach zeigt sich, wie und wo sich ihre Leben berühren, wie sehr sie sich aber auch voneinander unterscheiden. Alle Fäden laufen in einem leerstehenden Haus zusammen, das Julias und Astrids Aufmerksamkeit auf sich zieht und bei dem immer wieder ein kleiner Junge auftaucht und nach jemandem zu suchen scheint. Darin soll eine Familie gelebt haben, die entweder sehr lange in den Urlaub gefahren oder überstürzt ausgezogen ist.
Während mir das Kinderwunschthema ein wenig zu sehr in den Vordergrund gerückt worden ist, hätte ich gerne noch viel mehr über Astrid und ihre alternde Tante erfahren. Ausserdem hat mich gefreut, wie über Astrids Beziehung zu ihrer ehemaligen besten Freundin Marli berichtet worden ist.
Besonders überzeugt hat mich, wie gut es Bilkau gelungen ist, so viele Themen zu streifen, ohne sich zu verzetteln oder oberflächlich zu wirken. Das Kinderwunschthema ist sehr präsent, aber es geht auch um die Umweltverschmutzung, die Fake-Welt von Social-Media, das Altern, Vernachlässigung, eine bewegte Familiengeschichte, Verlust, häusliche Gewalt, die Entfremdung von den eigenen Kindern oder guten Freund:innen sowie die Veränderungen in Freundschaften und Beziehungen.

Sprache:
Die anfänglich sehr mysteriöse Grundstimmung erzeugt Bilkau mit wenigen Worten. Es bleiben viele Leerstellen, einiges habe ich mir zusammengereimt und ich wäre am liebsten noch viel länger und tiefer in die beschriebenen Schicksale eingetaucht. Auch die Figuren und ihre Gedankengänge - allen voran natürlich Astrid und Julia - sind so beschrieben, dass ich ihre Ansichten und Gefühle sehr gut nachvollziehen konnte, obwohl diese beiden Leben und Lebensentwürfe mir persönlich sehr fremd sind. Diese einzigartige Sprache und das immer wieder vorkommende leerstehende Haus haben mich überzeugen und fesseln können und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Meine Empfehlung:
"Nebenan" ist sicher kein Buch, das sich einfach so nebenher weglesen lässt und ich kann mir vorstellen, dass einige der beschriebenen Szenen Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch belasten können. Die einzigartige Sprache und das leerstehende Haus in der Nachbarschaft als Metapher für all die kleinen und grossen Unbekannten in unserem Leben machen das Buch aber zu einer lesenswerten, eindringlich erzählten Geschichte, die lange nachhallt.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Nebenan
Autorin: Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik in Hamburg und New Orleans. Ihr erster Roman »Die Glücklichen« fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Vor »Nebenan« erschien »Eine Liebe, in Gedanken« im Luchterhand Literaturverlag. Kristine Bilkau lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
Sprache: Deutsch
Hardcover mit Schutzumschlag: 288 Seiten
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Erschienen am:
08. März 2022
ISBN: 978-3-630-87519-4

Rezension: Sommerzauber wider Willen

Sommerzauber wider Willen - Sarah Morgan

Reiheninfos Snow-Crystal-Reihe:

1. Winterzauber wider Willen
2. Sommerzauber wider Willen
3. Weihnachtszauber wider Willen

Beschreibung des Verlages:
Stippvisite in Snow Crystal? Lieber würde Sean O’Neil sich freiwillig selbst den Blinddarm rausnehmen! Keine zehn Pferde bringen den ehrgeizigen Chirurgen normalerweise in die Einöde in den Bergen. Doch wegen eines Notfalls hat er zugestimmt, im Hotel seiner Familie mit anzupacken. Dort erwarten ihn jede Menge Erinnerungen … und die französische Küchenchefin Élise Philippe. Ihre Lippen sind noch immer so süß und zart wie Mousse au Chocolat. Aber das heißt nicht, dass sich wiederholen wird, was letzten Sommer zwischen ihnen war. Denn eines will Sean auf keinen Fall: sich einfangen lassen und in der Wildnis versauern. Auch wenn Élises Küsse noch so verführerisch nach Crème Brulée schmecken …

Inhalt:
Die Gourmetköchin Élise ist es, welche dem Snow-Crystal-Resort kulinarisches Leben einhaucht und mit der Idee eines Cafés für mehr Gäste sorgen will. Die Eröffnungsfeier des Cafés droht aber aufgrund eines medizinischen Notfalls auszufallen, weshalb die ganze Familie zusammenkommt, um sich um eine Lösung zu bemühen. Auch der attraktive Sean reist trotz eines Familienzwists aus Boston an und weckt damit Erinnerungen an eine Sommerromanze bei Élise.

Meine Meinung:
"Sommerzauber wider Willen" ist der zweite Band der Snow-Crystal-Trilogie. Die Bände eins und zwei spielen im Winter/zur Weihnachtszeit und ich erinnere mich an die zauberhaften Beschreibungen, der darin vorkommenden Winterlandschaften, von Lichterglanz und Weihnachtsgebäck und habe mich deshalb schon sehr auf den Sommerband und diese ganz andere Atmosphäre gefreut.
Leider ist die aber bei mir nicht wie erwartet angekommen. Abgesehen davon, dass gewandert wird und dass Mountainbiketouren eine Rolle spielen, kam der Sommer in meinen Augen viel zu kurz. Ich habe lange Sommerabende unter freiem Himmel, das Zirpen von Grillen oder typische Sommergerichte aus Élises Küche vermisst. Auch wird sehr viel von der bald beginnenden Wintersaison erzählt und mit der steten Erwähnung des Namens "Snow Crystal" bleibt der Sommer halt auch irgendwie auf der Strecke...
Weiter hat mich die Entwicklung der Romanze zwischen Sean und Élise nicht ganz überzeugen können. Nachdem Elise aus einer toxischen Beziehung voller Gewalt geflohen ist, schützt sie sich selber, indem sie Sean immer wieder ausweicht. Dieser ignoriert ihr "Nein" und ihre Ablehnung konsequent und das wird insgesamt als äusserst romantische Eroberung einer eingeschüchterten Frau durch einen unzähmbaren Helden dargestellt. Alles hätte so schön sein können, wenn Sean Élise mehr Zeit und Raum gegeben hätte. So aber war das ebenfalls toxisch und das geht in meinen Augen gar nicht.
Es kann gut sein, dass ich ähnliche Untertöne in den anderen beiden Bänden überlesen habe, ich war diesbezüglich auch noch nicht so sensibilisiert. Es kann aber auch einfach sein, dass dieser Band der schwächste der Reihe ist und so nie hätte aufgelegt werden sollen. Oder zieht die Masche des rücksichtslos erobernden Muskelprotzes irgendwie immer noch? Sind wir nicht weiter?
Gefallen haben mir aber die Beschreibungen von Élises Kochkünsten, die hätten ruhig noch viel mehr ins Detail gehen können. Auch die anderen Figuren, allen voran Seans Mutter und Oma, haben mein Herz erwähnen können. Es hat sich - aller Kritik zum Trotz - wie ein Nachhausekommen in die Wärme einer liebenden Familie angefühlt.

Mein Fazit:
Leider kann ich diesen zweiten Band nicht wirklich empfehlen und ich hätte das Vervollständigen der Trilogie nicht angehen, sondern den ersten und dritten Band in guter Erinnerung behalten sollen. Schade, dass hier Verlage nicht aufmerksamer sind. Immerhin hat sich Sarah Morgan als Autorin sehr entwickelt, ihre aktuellen Bücher sind viel differenzierter, realistischer und auch tiefgründiger geschrieben und damit sehr lesenswert.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Sommerzauber wider Willen
Originaltitel: Suddenly Last Summer
Autorin: Sarah Morgan ist eine gefeierte Bestsellerautorin mit mehr als 21 Millionen verkauften Büchern weltweit. Ihre humorvollen, warmherzigen Liebes- und Frauenromane haben Fans auf der ganzen Welt. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London, wo der Regen sie regelmäßig davon abhält, ihren Schreibplatz zu verlassen.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Judith Heisig
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Harper Collins (Mira Star Bestseller)
Erscheinungstag:
10.06.2015 (aktuelle Auflage: 2022)
ISBN:
9783956491771

Kurzrezension: Liebesperlen

Liebesperlen - Mariana Leky

Beschreibung des Verlages:

»Wie eine gute Freundin, der man gern zuhört.« Der Spiegel

Sie hat sich alles so schön vorgestellt. Und ringt um Fassung, wenn es dann nicht ganz so glücklich läuft. Die Erzählerin dieser Geschichten hat es nicht leicht. Mariana Leky zeigt mit Gespür für die Komik des Tragischen eine junge Frau im heiklen Übergang zum Erwachsensein.
»Ich habe mal versucht, wegzugehen, einfach so und als ich gerade angefangen hatte. Ich habe alles Wichtige in einen Karton gepackt, mein Zimmer abgeschlossen und den Schlüssel auf den Türrahmen gelegt.« Doch immer kommt etwas dazwischen – eine neue Bekanntschaft, eine Horde Nacktschnecken oder einfach die Vermieterin auf der Treppe. Also macht sie weiter, »weil man nicht nur immer etwas anfangen kann, sondern auch mal etwas zu Ende machen muss und richtig.«
Eindringlich, turbulent, charmant: Mariana Lekys junge Erzählerin klopft das Leben ab.

Inhalt:
"Liebesperlen", das sind neun Erzählungen voller flüchtiger Gefühle, Zärtlichkeit, Leidenschaft, Verlassenwerden, Glück und Liebe in all ihren Facetten. Manchmal süss, manchmal zartbitter, manchmal tragisch.

Meine Meinung:
"Liebesperlen" habe ich mir vor zwei Wochen aus einem offenen Bücherschrank mitgenommen, weil mich "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky sehr, sehr begeistert hat. Die neun kurzen Erzählungen haben mich wunderbar unterhalten, immer mal wieder zum Nachdenken angeregt und auch sehr berührt. Irgendwie ist es Leky gelungen, auf wenigen Seiten immer ganz neue Figuren und Szenen zu zaubern, die mich sofort in ihren Bann gezogen haben. Alle diese neun Ich-Erzählungen sind stets aus der Sicht einer einzigen Frau, die auf ihr Leben zurückblickt und am Ende in ihrer Kindheit ankommt, geschrieben. Die Kapitel sind aber nicht aufeinander aufbauend und höchstens lose zusammenhängend. Die Erzählerin wird manchmal mehr, manchmal weniger detailliert beschreiben, aber die anderen Figuren, Eltern, ein Bruder, ein Hund, ein Liebhaber oder auch ein Zahnarzt werden durch wenige Beschreibungen ganz fassbar und die teilweise ziemlich skurrilen, manchmal tragischen oder ein wenig ekelhaften Szenen wirken schwerelos und spontan skizziert.

Meine Empfehlung:
Natürlich transportieren diese neun Erzählungen kein "Was-man-von-hier-aus-sehen-kann-Gefühl", aber die kurzweiligen, unterhaltsamen, nachdenklich stimmenden und insgesamt sehr unterschiedlich aufgebauten Szenen sind mitten aus dem Leben gegriffen und lassen sich wunderbar zwischen und neben anderen Lektüren geniessen.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Liebesperlen
Autorin: MARIANA LEKY studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sie lebt in Berlin und Köln. Bei DuMont erschienen der Erzählband ›Liebesperlen‹ (2001), die Romane ›Erste Hilfe‹ (2004), ›Die Herrenausstatte¬rin‹ (2010) sowie ›Bis der Arzt kommt.‹ (2013). 2017 veröffentlichte sie den SPIEGEL-Bestsellerroman ›Was man von hier aus sehen kann‹, der in über zwanzig Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt wird.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 112 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag
Erscheinungstag: 16.04.2010
ISBN: 978-3-8321-6117-0

Lese-Statistik August 2022


Hallo ihr Lieben

Nun ist der August auch endlich Geschichte und der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und morgens riecht die Luft nach Nebel. Ich bin ehrlich: das habe ich wirklich herbeigesehnt.
Anfangs August waren wir noch im Urlaub und direkt nach unserer Rückkehr hatte ich eine Konferenz an meiner Musikschule, intensive Proben und ein Konzert. Dann bin ich zum Glück sehr gut ins neue Schuljahr gestartet und hatte nur einige kleine Anpassungen am Stundenplan vorzunehmen.
Leider wurde es dann wieder schwieriger. Ich habe eine Stelle, die ich sehr gerne wollte, nicht bekommen und ich sage euch, ewige Zweite zu sein, schenkt langsam ein. Ich versuche, den Kopf nicht hängen zu lassen, aber in meiner Branche sind die Stellen enorm rar und die Konkurrenz ist riesig, bestens ausgebildet und perfekt vernetzt. Nur schon, dass ich dreimal direkt hintereinander eine Stelle nicht bekommen habe, aber Zweite war, ist eigentlich eine enorme Leistung, nur kann ich mir davon nichts kaufen...
Meinen Frust habe ich genutzt, um die kurz davor gekauften Hochbeete auf dem Balkon aufzustellen und zu füllen. Mittlerweile sind sie auch bepflanzt und unser Balkon ist einfach noch einmal schöner geworden und wird uns hoffentlich weiterhin mit frischen Kräutern, Gemüse (jetzt endlich in grösseren Mengen) und auch dem neu gepflanzten Wintergemüse versorgen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ausserdem lief nicht alles schlecht, ich habe weitere Konzerte im 2023 in trockene Tücher gebracht und freue mich darauf, dass bis und mit Mai 2023 bereits in jedem Monat ein grösseres (Konzert-)Projekt geplant ist.

Gelesen habe ich im August kaum. Ich hatte keine Lust, keine Zeit, keinen Kopf dafür, ich habe sehr viele Bücher begonnen und nur wenige beendet. Das Dicke-Bücher-Camp 2022, das mich anfangs super motiviert hat lesen (und abbrechen/aussortieren) lassen, hat mich nur noch unter Druck gesetzt, also habe ich im dicken Buch erst einmal pausiert und leichte, kürzere Lektüren begonnen. Nachdem aber immerhin von der beruflichen Planung her nun vieles klarer ist, als das noch im August war, habe ich wieder mehr Zeit, mich hinzusetzen und werde bereits in den nächsten Tagen die ersten September-Rezensionen tippen.

Eine weitere erfreuliche Veränderung hat ausserdem mein SuB SuBrina erfahren. Komplett überaltert und mit Büchern gefüllt, die nicht (mehr) meinem Beuteschema entsprechen, habe ich grosszügig ausgemistet (unten im Post aufgelistet). Obwohl ich sehr viele Augustneuzugänge zu verbuchen hatte und ausserdem drei Bücher erfasst habe, die ich bisher nicht zum SuB gezählt habe, ist mein SuB auf 88 Bücher geschrumpft und da ich sehr fest damit rechne, im September viele Bücher zu beenden, bin ich mittlerweile überzeugt, das Jahr 2022 im zweistelligen Bereich zu verlassen und dann wirklich dort zu bleiben (ihr erinnert euch, wie oft ich das schon geschrieben habe ;-) ).

Jetzt aber genug erzählt, hier sind meine gelesenen Bücher aus dem Monat August:

Sehr enttäuschende Ermittlungsfehler, zu viel Fokus auf das Ermittlerteam, Tat und Täter bleiben blass

Ein beeindruckender autofiktionaler Roman, der sich mit Alhokolismus, Verlust, Familie und Liebe befasst

Eine Frauenfreundschaft, ein Garten, ein verschwundener Kater, ganz viel Gemütlichkeit und ein wenig Liebe

Sehnsuchtsvolle, humorvolle Sommerlektüre über das Erwachsenwerden und die Jugend in den Achtzigern

Alle Rezensionen und Seitenzahlen:

Tote Augen - Karin Slaughter   (592 Seiten)
Dry - Christine Koschmieder   (256 Seiten)
Vier Frauen und ein Garten voller Glück - Lucinde Hutzenlaub   (416 Seiten)
Der grosse Sommer - Ewald Arenz   (320 Seiten)

Aussortierte Bücher:

Frank O'Connor - Meistererzählungen
Lewis Wallace - Ben Hur
Fahrerflucht, Ein Liebhaber des Halbschattens - Alfred Andersch

Vater Goriot - Honoré de Balzac

Clavigo - Johann Wolfgang Goethe

Iphigenie auf Tauris - Johann Wolfgang Goethe

Weh dem, der lügt! - Franz Grillparzer

Die verschlossene Tür - Fred von Hoerschelmann

Die missbrauchten Liebesbriefe - Gottfried Keller

Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist

John Le Carré - Der ewige Gärtner

James W. Nichol - Ausgesetzt

Neuzugänge im August:

Rezensionsexemplar:
Vier Frauen und ein Garten voller Glück - Lucinde Hutzenlaub
Nebenan - Kristine Bilkau

Gekauft:
Rebecca - Daphne du Maurier
Sommerzauber wider Willen - Sarah Morgan
Der grosse Sommer - Ewald Arenz
Das kleine Café an der Mühle - Barbara Erlenkamp

Aus dem Bücherschrank:
Liebesperlen - Mariane Leky

Buchprämie:
Himmel über dem Salzgarten - Tabea Bach


Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 4
Abgebrochene Bücher: -
Aussortierte Bücher: -
Somit in die Leseeule: 4 Franken
Gelesene Seiten: 1'584 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 51.1 Seiten
Bücher von Autorinnen: 3
Bücher von Autoren: 1
Gemischte Autor*innenduos (oder mehr): -
Geschenkt bekommene Bücher: -
Ausgeliehen: -
Buchgewinn: -
Buchprämien: 1
Rezensionsexemplare: 2
Gekaufte Bücher: 4
Eingesammelte Bücher: 1
Gesamte Neuzugänge: 8
SuB am Monatsbeginn: 93
Aktueller SuB: 88
Differenz: -5

Rezension: Der grosse Sommer

Der grosse Sommer - Ewald Arenz

Beschreibung des Verlages:
Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim gestrengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann – und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.
Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt Ewald Arenz von den Momenten, die uns für immer verändern.

Inhalt:
Nachdem Frieder das Schuljahr nicht bestanden hat, stehen für ihn nicht Familienferien am Meer an, sondern Nachprüfungen und davor ein Sommer bei seinen Grosseltern und anspruchsvolle Lerneinheiten und Lebenslektionen. Im Schwimmbad trifft er ausserdem auf Beate und die abendlichen Ausflüge mit seiner Schwester Alma und seinem besten Freund Johann werden immer abenteuerlicher.

Meine Meinung:
Nachdem mich "Alte Sorten" von Ewald Arenz vor bald zwei Jahren begeistert hat, wollte ich unbedingt auch "Der grosse Sommer" lesen und habe dafür das Erscheinen der Taschenbuchausgabe abgewartet (damit die Bücher im Regal gut zusammenpassen). In den letzten Tagen habe ich mich auf den kommenden Herbst gefreut und die kühlen Sommermorgen und die letzten langen Sonnentage - mit durchaus angenehmeren Temperaturen als noch vor zwei Wochen - so richtig ausgekostet. Dabei habe ich mich von "Der grosse Sommer" verzaubern und berühren lassen. Es hat mich überzeugt, wie die Figuren beschrieben sind und die Freundschaft zwischen Frieder, Johann, Alma und Beate hat mich an unbeschwerte Erlebnisse in der Jugend und an mehr und weniger gefährliche und verbotene Abenteuer und Ausflüge erinnert.
Ausserdem werden die unterschiedlichsten Gefühle geweckt und neben der Freundschaft dieser jungen Menschen hat auch der Tod einen Gastauftritt in der Geschichte. Trauer, Vertrauen, Verlassenheit, Selbstständigkeit und immer wieder die Liebe werden zum Thema in diesem Buch. Vor allem die Liebesgeschichte von Frieders Grosseltern - respektive seiner leiblichen Oma und deren Mann, dem auf den ersten Blick mürrischen, strengen und überkorrekten Mann, dem Stiefvater seiner Mutter, den er "Grossvater" nennen muss - hat als schöne Neben- und Rahmenhandlung fungiert und einmal mehr hat Ewald Arenz aufgezeigt, dass Menschen oft viel mehr sind als ein erster Eindruck uns zu suggerieren vermag.

Schreibstil:
Flüssig und leicht mit einer melancholischen Note erzählt Arenz diese Geschichte, die sowohl äusserst humorvoll und sommerlich als auch intelligent und tiefgründig erzählt ist. Vier Freund*innen, die zwischen Jugend und Erwachsensein schweben und die in den Achtzigerjahren aufwachsen und entsprechend fast unendliche Freheiten, aber auch nicht immer sehr viel Unterstützung von ihren erwachsenen Bezugspersonen erleben, sind einander der grösste Halt im Leben. Diese jugendlichen Gefühle, die jugendliche Sprache und die sanft in die Geschichte eingewobenen Lebensweisheiten machen das Buch zu einem ganz besonderen Leseerlebnis.

Meine Empfehlung:
Tatsächlich kommt "Der grosse Sommer" in meinen Augen nicht ganz an "Alte Sorten" heran, Ewald Arenz ist aber eine packende, sehnsuchtsvolle Geschichte über die erste Liebe, einen nie enden wollenden (und sollenden) Sommer, über eine aussergewöhnliche Familie und eine tiefe Freundschaft gelungen. Von mir gibt es eine herzliche Empfehlung für dieses bewegende Buch mit Sorgwirkung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Der grosse Sommer
Autor: EWALD ARENZ, 1965 in Nürnberg geboren, hat englische und amerikanische Literatur und Geschichte studiert. Er arbeitet als Lehrer an einem Gymnasium in Nürnberg. Seine Romane und Theaterstücke sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. ›Alte Sorten‹ (DuMont 2019) stand auf der Shortlist »Lieblingsbuch der Unabhängigen« 2019 und platzierte sich als Hardcover wie als Taschenbuch auf den Spiegel-Bestsellerlisten. Sein Roman ›Der große Sommer‹ (DuMont 2021) erhielt 2021 die Auszeichnung »Lieblingsbuch der Unabhängigen«. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Fürth.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag:Dumont
Erscheinungstag: 14.06.2022
ISBN: 978-3-8321-6643-4

Rezension: Vier Frauen und ein Garten voller Glück

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penguin Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Vier Frauen und ein Garten voller Glück - Lucinde Hutzenlaub

Beschreibung des Verlages:

»Auf die Freundschaft, die wir haben; auf das Leben, das uns bleibt; und auf die Abenteuer, die noch vor uns liegen.«
Eigentlich hat Juli einen Traumjob: Als persönliche Assistentin eines berühmten Opernsängers reist sie um die Welt. An kleine Auszeiten oder gar eine Beziehung ist nicht zu denken, aber seit einer schmerzhaften Trennung vor vielen Jahren ist Juli das auch lieber so. Doch als ihre eigentlich so rüstige Mutter erste Spuren von Vergesslichkeit zeigt, bitten deren Freundinnen sie, zumindest für eine Zeitlang wieder nach Hause zu kommen – in die verwunschene Villa am Stuttgarter Killesberg mit ihrem verwilderten Garten, in dem Stockrosen und Marienglockenblumen blühen. Auf der hölzernen Bank unter der alten Linde, inmitten der wunderbaren, starken Frauen, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, spürt Juli endlich wieder, was im Leben wirklich zählt. Doch die Seniorinnen haben ihre ganz eigenen Pläne für Julis Zukunft – und darin spielt ein charmanter junger Koch namens Nic eine nicht unwesentliche Rolle ...

Inhalt:
Nachdem ihre Beziehung mit Erik zerbrochen ist, will Juli nur noch weg aus ihrer Heimat Stuttgart, wo ihre Mutter Polly und deren beide Freundinnen Lissi und Martha wohnen und wo Juli den grossen Garten sowie eine eigene Wohnung für sich hat herrichten dürfen. Seit ihrer Trennung tourt sie deshalb als persönliche Assistentin des berühmten Opernsängers Sascha Jakov durch die Welt und erlebt diesen Star dabei ganz nah...
Doch Juli vermisst die drei älteren Damen und den wunderschönen Garten und freut sich schon sehr darauf, ihrer Heimat bald wieder einen Besuch abzustatten. Die drei älteren Damen haben dabei jedoch ganz eigene Pläne mit Juli und das Chaos sowie einige Irrungen und Wirrungen sind vorprogrammiert.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich nur aufgrund des Covers und des Titels angefragt, Bücher mit Garten entführen mich immer in eine wunderschöne Landschaft und auch hier wurde ich diesbezüglich nicht enttäuscht.
Habt ihr übrigens die kleine Katze auf der Bank bemerkt? Das ist Elvis, er ist leider seit Beginn der Geschichte verschwunden und wird sehr vermisst und intensiv gesucht. Diese Suchaktionen verhelfen den drei Frauen in der Villa zu abendlichen Spaziergängen und einigem an Gesprächstoff, was sehr gut zur Geschichte passt. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt, aber es kommen auch ernstere Themen auf, beispielsweise Pollys zunehmende Vergesslichkeit und die daraus entstehenden Folgen für die Frauengruppe. Auch wird es stellenweise romantisch, aber alle romantischen Anflüge bleiben eher nebensächlich und die Freundschaft, Zusammengehörigkeit und die Organisation der Frauen-WG bleiben im Mittelpunkt.
Insgesamt haben mir darum die Geschichte und darin vor allem die wunderschön beschriebene Landschaft, der Garten, die vielseitigen Figuren und die Liebe zu Stuttgart, die man der Autorin gut anmerken kann, sehr gut gefallen. Weniger gut gefallen haben mir eine Verwechslung, die einfach zu provoziert und offensichtlich war, sowie einige sehr vorhersehbare Missverständnisse beim Identifizieren von Pflanzen (mehr sage ich nicht dazu). Die Grundstimmung und die Figuren haben mich aber für sich eingenommen und ich würde sofort wieder nach Stuttgart reisen und gerne noch viel mehr Düfte, Pflanzen und Stimmungen aus und in diesem Garten erleben.

Erzählsprache:
Die Figuren sind absolut realistisch beschrieben und alle haben ihre eigenen Sorgen und Ängste und ihre Macken, aber auch Charakterzüge, welche sie sehr liebenswert machen. Einzig Martha ist in meinen Augen manchmal ein wenig zu gemein zu ihren Freundinnen.
Auch hat mir Julis Alltag als persönliche Assistentin eines Startenors sehr gut gefallen. Die Musikwelt und die beschriebenen Arien, Opern und Bühnensituationen sind sehr realistisch dargestellt und ihr wisst, dass ich da immer ein wenig kritisch bin.
Sehr schön waren auch die Beschreibungen des Gartens, da hätte ich gerne noch viel mehr Stimmungen und innere Bilder "serviert" bekommen.
Am Anfang dauert es meiner Meinung nach zu lange, bis die Geschichte ins Rollen kommt. Als hätte die Autorin Anlaufschwierigkeiten gehabt und die ersten 100 Seiten ziehen sich deshalb ein wenig. Nachher aber fliesst die Geschichte nur so dahin und ich werde Lucinde Hutzenlaub auf jeden Fall im Auge behalten.

Meine Empfehlung:
Für mich war diese schöne Frühlingsgeschichte eine leichte und äusserst unterhaltsame Flucht aus meinem turbulenten Alltag und dem aktuellen Hitzesommer. Von mir gibt es trotz kleiner Kritikpunkte eine herzliche Empfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Vier Frauen und ein Garten voller Glück
Autorin: Lucinde Hutzenlaub wurde 1970 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur lebte und studierte sie mehrere Jahre im Ausland. Lucinde ist Autorin, Kolumnistin, Kommunikations-Designerin und Heilpraktikerin. Sie ist verheiratet, hat vier Kinder und zwei Katzen, leider keinen Hund, reist sehr gerne und lebte von 2009 bis 2012 mit ihrer Familie in Japan, wo auch Lucindes erstes Buch "Hallo Japan" entstanden ist. lucinde-hutzenlaub.de
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Penguin
Erschienen am: 11. Juli 2022
ISBN: 978-3-328-10704-0

Mein SuB kommt zu Wort, 20.8.22

"Mein SuB kommt zu Wort"
Eine Gemeinschaftsaktion von Melli und Vanessa

Guten Samstag liebe SuBs und SuB-Besitzer*innen

Im April habe ich SuBrina zum letzten Mal an dieser Aktion teilnehmen lassen und dann ist enorm viel Leben dazwischengekommen. Jetzt aber sind wir wieder mit dabei und freuen uns schon auf den Austausch. Heute und morgen werde ich mir viel Zeit zum Stöbern nehmen, damit ich endlich wieder weiss, was euch gerade so beschäftigt, und da passt so eine Gemeinschaftsaktion natürlich wunderbar :-)
Viel Spass beim Lesen und vergesst euren Link in den Kommentaren nicht, damit wir euch besuchen können.

1. Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Hallo ihr Lieben
Auch ich freue mich riesig, dass mein Frauchen mich mal wieder an die Tastatur lässt und dass sie vor allem einige Pläne mit mir hat. Ich bin zwar aufgestockt und abgebaut und aufgestockt und abgebaut und aufgestockt....worden grundsätzlich geht es schon in die richtige Richtung, aber Frauchen hat schon länger bemerkt, dass ich aaaaaaalt bin (charmant, nicht?) und dass hier viele Bücher liegen, die vielleicht auch einfach nicht mehr hier liegen sollten (weil Geschmäcker sich ändern, Frauchen wählerischer geworden ist, sie früher einfach immer zugegriffen hat, wenn es irgendwo Bücher gab, sich heute aber besser unter Kontrolle hat und, und, und). Im April sind wir ausserdem von Melli für den SuB-TAG getaggt worden und Frauchen möchte diesen TAG zum Anlass nehmen, hier wieder einmal gründlich auszumisten. Damit bin ich übrigens total fein, schliesslich möchte ich lieber ganz viele neue Bücher kennenlernen und diese nur kurz beherbergen, als Bücher jahrelang hier stapeln zu sehen, die dann doch nicht gelesen werden.
Habt ihr übrigens gemerkt, wie wunderbar ich euch von der eigentlichen Frage abgelenkt habe? Frauchen hat mich aber gerade daran erinnert, dass ich doch endlich einmal antworten und euch die nackten Zahlen an den Kopf werfen soll. Ok, machen wir. Tataaaaaaaaa:

Die SuB-Entwicklung in der Übersicht:

20.01.2022: 101 Bücher
21.02.2022: 100 Bücher
20.03.2022: 98 Bücher
20.04.2022: 100 Bücher
20.08.2022: 96 Bücher

2. Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!

Aaaaalso....: diese Bücher hier hat Frauchen nach ihrem Urlaub im Briefkasten gefunden, gestern ist dann noch "Liebesperlen" von Mariana Leky hier eingezogen. Das hat Livia in einem offenen Bücherschrank entdeckt und konnte einfach nicht daran vorbeigehen.
"Der grosse Sommer" wird aktuell gelesen, "Rebecca" liest Frauchen im September im Rahmen einer kleinen Insta-Leserunde, "Vier Frauen und ein Garten voller Glück" ist beendet und wartet noch darauf, rezensiert zu werden und auch "Sommerzauber wider Willen" und "Das kleine Café an der Mühle" werden hoffentlich noch im August beendet. Mal sehen ;-)

3. Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Vor zwei Tagen hat Frauchen "Vier Frauen und ein Garten voller Glück" von Lucinde Hutzenlaub beendet. Das Buch war ein Rezensionsexemplar aus dem Penguin Verlag und auch wenn einige zu offensichtliche Verwirrungen und zu alltägliche Wendungen darin vorgekommen sind, hat mein Frauchen die Grundstimmung, die schrulligen Figuren und den schönen Garten geliebt.
Zuletzt rezensiert worden ist übrigens "Dry" von Christine Koschmieder, das Frauchen euch sehr herzlich empfiehlt.

4. Liebe:r SuB, im Sommer lässt es sich prima draußen mit längeren Geschichten entspannen. Welche Bücher mit über 400 Seiten hast du auf deinen Stapeln?
Klarer Fall: das sind einige. Livia liest ja eigentlich noch im Dicke-Bücher-Camp 2022 mit, auch wenn bisher nur im Juli dicke Bücher gelesen worden sind (tztztz). Mein liebes Frauchen soll und wird (!!!) deshalb im August noch "Wolfsmond" von Stephen Kind beenden (auch wenn jetzt ganz viele hübsche Neuzugänge hier eingetroffen sind) und dann ist diese vierte Frage wunderbar erfüllt.

Die Bücher der vierten Frage:
Januar 2022: "Vor Rehen wird gewarnt" - Vicki Baum (gelesen im März 2022) REZENSION
Februar 2022: "Hierzulandee" - Heinrich Böll (gelesen im März 2022), "Poetenleben" - Robert Walser (aussortiert im März 2022), "Der Räuber" - Robert Walser (noch im Regal), Frauchen sollte zwei aus drei Büchern lesen/aussortieren
März 2022: "Alles, was wir geben mussten" - Kazuo Ishiguro, "Die Stunde der Lerche" - Willi Fährmann (abgebrochen im April 2022), eines davon sollte Frauchen lesen/aussortieren

April 2022: Venezianisches Finale - Donna Leon REZENSION
August 2022: "Wolfsmond" - Stephen King

Und nun sind wir gespannt auf eure Bücher, eure Antworten, eure Zahlen und freuen uns auf den Austausch.

Alles Liebe von uns
SuBrina (und Livia)