Kurzrezension: Der Stalker

 
Der Stalker - Tania Carver (Ein Marina-Esposito-Thriller 2)

Beschreibung des Verlages:
Suzanne Perry träumt, jemand ist in ihrem Schlafzimmer und berührt sie. Morgens findet sie ein Foto von sich, schlafend im Bett. Darunter die Worte: „Ich wache über Dich.“ Suzanne ist geschockt, doch die Polizei findet keine Spur von dem Stalker. Dann beginnt eine Mordserie an jungen Frauen. Polizei-Profilerin Marina ermittelt – und begegnet ihren schlimmsten Ängsten.

Leseerlebnis:
"Der Stalker" hat mir auf den ersten fünfzig Seiten Gänsehaut und Mühe beim Einschlafen beschert. Die Grundidee und die Figur des Stalkers sind ausgereift und beängstigend. Insgesamt war mir das Buch dann aber knapp zweihundert Seiten zu lang, weil eigentlich nach zwei Dritteln schon alles erledigt und aufgeklärt ist und nur noch einzelne Details mit wenigen Überraschungen hinzugefügt werden. Ausserdem strotzte das Buch nur so vor mangelhafter Polizeiarbeit und am Ende wurde definitiv zu sehr konstruiert und zu dick aufgetragen. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen, weshalb ich mich dann leider auch nicht mehr gruseln konnte und nicht mehr so gefesselt war von diesem Buch.

Schreibstil:
Trotzdem hat mir die Sprache grundsätzlich sehr gut gefallen, das Buch las sich sehr flüssig, einzelne der Figuren waren wirklich lebensecht dargestellt und die persönliche Geschichte inklusive Beziehungswirren zwischen der Profilerin Marina und ihrem Partner Phil hat mir sehr gut gefallen. Hätte ich den ersten Band lesen sollen? Ja, wenn ich noch ein wenig mehr über Marina hätte erfahren wollen. Der "Thriller" ist aber komplett in sich abgeschlossen und es sind - sofern ich das beurteilen kann - keine Spoiler zum ersten Band zu finden.

Fazit:
Schade, da wäre so viel mehr möglich gewesen, aber trotz einiger Kritikpunkte hat mir der Schreibstil gut gefallen und ich würde gerne mehr über Marina und ihre total spannende und so wichtige Arbeit erfahren. Vielleicht bei einem weiteren Band der Reihe?

Zusätzliche Infos:
Titel: Der Stalker
Originaltitel: The Creeper
Autorin: Tania Carver ist der Autorenname von Martyn und Linda Waites. Der preisgekrönte Krimiautor Martyn und die renommierte Kostümbildnerin Linda erfüllen sich mit dem gemeinsamen Schreiben einen Traum. Ihr Debüt „Entrissen“ mit der Profilerin Marina Esposito war wochenlang in der Sunday Times Top 10 und auf der Spiegel-Bestsellerliste. Danach begann der weltweite Erfolg der Thrillerserie.
Sprache: Deutsch
Übersetzt aus dem Englischen von: Sybille Uplegger
Taschenbuch, Broschur: 480 Seiten
Erschienen: 14.01.2013
ISBN: 13 9783548285030

Rezension: Die kleine Bäckerei am Strandweg

Die kleine Bäckerei am Strandweg - Jenny Colgan

Beschreibung des Verlages:
Es klingt fast zu gut um wahr zu sein - Polly wird ihr Hobby zum Beruf machen, und das in Cornwall, auf einer romantischen Insel mit Männerüberschuss. Genau die richtige Kur für ein leeres Konto und ein gebrochenes Herz. Aber die alte Bäckerei ist eine windschiefe Bruchbude, am Meer kann es sehr kühl sein, und der Empfang, den manche Insulaner ihr bereiten, ist noch viel kälter. Gut, dass Polly Neil hat, einen kleinen Papageientaucher mit gebrochenem Flügel. Doch bald kauft der halbe Ort heimlich ihr wunderbares selbstgebackenes Brot, und als sie Neil fliegen lassen soll, ist sie schon fast heimisch geworden. Nur das mit der Liebe gestaltet sich komplizierter als gedacht ...

Inhalt und Lesegefühl:
Zuerst einmal muss ich euch warnen: dieses Buch macht hungrig. Pollys Leidenschaft für frische Backwaren, das Kneten des Teigs und den Duft von Hefegebäck sorgen dafür, dass man selber auch immer mal wieder zu einem Stück Brot greifen oder es gleich selber backen will. Dabei helfen natürlich auch die zahlreichen im Anhang liebevoll erklärten Rezepte und ich freue mich schon, einige davon bald auszuprobieren, da ich ja in der Regel unser Brot selber backe.
Und weiter kann ich sagen, dass "Die kleine Bäckerei am Strandweg" ein wenig wie Urlaub für die Seele ist. Ein romantisches Fischerdorf, sture, ein wenig eigene, aber herzensgute Menschen, Sonnenuntergänge, frische Fische und eine Dorfgemeinschaft, die dann, wenn es hart auf hart kommt, zusammenhält.
Pollys anfängliche Konkurrentin, Mrs Manse, ist indirekt mitschuldig daran, dass Polly bald ihre eigene Bäckerei eröffnen und das ganze Dorf mit frischen Backwaren versorgen kann. Ihre Auszeit von ihrem alten Leben zeigt ihr immer mehr auf, was sie wirklich gesucht und gebraucht hat und als sich bei ihr plötzlich noch ungeplante Gefühle ankünden, wird die Lage, die sich eigentlich gerade beruhigt hat, erst so richtig kompliziert.

Schreibstil und Handlungsverlauf:
Von diesem Buch habe ich einen grossen Wohlfühlfaktor und einiges an Kitsch erwartet. Dies habe ich bekommen und habe sehr gerne gelesen, wie Polly sich in Cornwall eingerichtet hat und sogleich den kleinen Neil, einen eigentlich wilden Papageientaucher, bei sich aufgenommen hat. Die kleine, nicht auf den Mund gefallene, rothaarige Bäckerin mit Vogel ist nämlich definitiv eine spannende Alternative zur älteren, molligen und harmoniesüchtigen Katzenlady, wenn aber natürlich auch Polly ihr Herz am rechten Fleck hat. Besonders gut gefallen haben mir aber auch die liebevollen, aber leider ein wenig stereotypen Beschreibungen der Protagonisten und der einladenden Strandpromenade. Nicht Halt gemacht wurde ausserdem vor einigen dramatischen Ereignissen, einer grossen Hochachtung für den anstrengenden und gefährlichen Fischerberuf und Schilderungen von imposanten Unwettern, die nicht nur für angenehme Stunden am Kamin, sondern auch für Dramen auf offener See sorgen können.
Mit einer warmherzigen Sprache und einer grossen Prise Humor, sowie einigen ausgefallenen Ideen gespickt, erzählt Jenny Colgan diese Geschichte, die hungrig und ein wenig sehnsüchtig macht, die mich aber auch mit Dankbarkeit für mein Dach über dem Kopf und die Anbindung an Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung und meine einigermassen geregelten Arbeitszeiten gemacht hat.  

Meine Empfehlung:
Dieses kurzweilige und unterhaltsame Buch, das ans Herz geht und auch einiges an Tiefgang beinhaltet empfehle ich euch sehr gerne weiter. Schaut aber unbedingt, dass ihr beim Lesen einen Snack zur Hand habt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die kleine Bäckerei am Strandweg
Originaltitel: The Little Beach Street Backery
Autorin: Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem Marineingenieur Andrew hat sie drei Kinder, und die Familie lebt etwa die Hälfte des Jahres in Frankreich. Ihre Romane um »Die kleine Bäckerei am Strandweg« und »Die kleine Sommerküche am Meer« waren internationale Erfolge und standen wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Sonja Hagemann
Taschenbuch: 496 Seiten 
Verlag: Berlin Verlag
Erschienen am: 01.06.2016
ISBN: 978-3-8333-1053-9

Rezension: Zeilen ans Meer

Zeilen ans Meer - Sarah Fischer

Beschreibung des Verlages:
Der Australier Sam findet auf seiner Joggingrunde eine Flaschenpost. Die hat vor über fünfzehn Jahren die junge Deutsche Lena am Ende ihres Work & Travel-Jahres ins Meer geworfen, darin ein Brief mit ihren Wünschen und Träumen für die Zukunft. 
Er schreibt ihr, ohne mit einer Antwort zu rechnen. Doch Lena bedankt sich beim Finder, und es beginnt eine Freundschaft, die sich mit jedem Brief vertieft. Bis die Liebe ins Spiel kommt. Doch kann man sich in einen Menschen verlieben, den man noch nie gesehen oder gesprochen hat? Dem man sich nah fühlt, obwohl er so weit weg ist? 

Inhalt:
Ganz wichtig: dieses Buch ist ein Briefroman, es besteht ausschliesslich aus Briefen, E-Mails und einzelnen SMS-Nachrichten, darin findet sich allerdings keine erzählte Handlung, das muss man mögen, wenn man mit diesem Buch warm werden will. Genauer gesagt lesen wir den Briefwechsel zwischen Lena und Sam, der von Sam begonnen wird, nachdem er eine Flaschenpost gefunden hat, die Lena Jahrzente zuvor ins Meer geworfen hat. Nach und nach kommen sich die beiden näher und so etwas wie Liebe scheint sich zwischen ihnen anzubahnen. Das Leben spielt allerdings nicht mit und stellt ihnen immer wieder einmal ein Bein. Kann eine solche Liebe über die Distanz und ohne gemeinsamen Alltag überhaupt bestehen?

Meine Meinung:
Briefromane sind genau mein Ding. Ich liebe es, solche Briefwechsel (ob real oder fiktiv) zu lesen und mich so in ganz andere Welten entführen zu lassen. Die Leerstellen, die zwangsläufig entstehen, wenn die Protagonisten einander auch noch telefonisch kontaktieren oder wenn Briefe verlorengehen, sind meiner Meinung nach total spannend und ich reime mir gerne zusammen, was in eben genau diesen Momenten, die nicht schriftlich festgehalten werden, geschieht.
Auch "Zeilen ans Meer" hat einige dieser spannenden Lücken zu bieten, da die Protagonisten nicht nur schrifltich miteinander kommunizieren, wir aber nur die Briefe zu lesen bekommen und nicht immer ganz genau wissen, was sonst noch geschieht. Dies wurde meiner Meinung anch äusserst reizvoll eingebaut und auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob das Buch mich nun überzeugen konnte, oder eher doch auch genervt hat, so hat mir dies doch sehr gut gefallen.

Schreibstil und Handlungsaufbau:
Überzeugt haben mich die Grundidee und die Details, die wir nach und nach aus dem Leben der Figuren erfahren. Wie sie einander kennenlernen, lernen auch wir sie kennen und das ist wirklich sehr gelungen geschrieben.
Genervt hat mich Lena, die sich selber sehr gerne und sehr leidend als Opfer äusserer Umstände darstellt, wenn auch sie natürlich ein nicht ganz einfaches Leben hat. Es gelingt ihr kaum, Dinge positiv zu sehen und aus ihrem Trott auszubrechen und so bricht sie oft grundlos lächerliche Streiterein vom Zaun, die sich nur schwer lösen lassen, wenn man kein gemeinsames Leben lebt.
Dies allerdings ist gleichzeitig auch wieder ein grosser Pluspunkt des Buches, wird dabei doch deutlich aufgezeigt, wie missverständlich und manchmal halt eben auch unzureichend unsere Kommunikation sein kann, wenn wir lediglich schreiben oder telefonieren, aber kein Gegenüber direkt ansprechen können. Ausserdem lässt es auch die Sehnsucht spüren, die zwangsläufig entsteht, wenn sich eine unmöglich scheinende Beziehung über eine solch grosse Distanz anbahnt und beide Beteiligten in ihren jeweiligen Leben gefangen sind und nicht einfach alle Zelte abbrechen und auswandern können. 
Sprachlich ist dies - trotz ein wenig schmalzigem Kitsch, der aber gut in die Geschichte passt - wirklich schön und greifbar erzählt. Die Emotionen springen beim Lesen auf uns über und wir können erahnen, in welcher Achterbahnfahrt sich die Protagonisten befinden. Von dem her also doch eher ein überzeugendes, wenn auch nicht allzu tiefgründiges Buch, als eine seichte Selbstdarstellung unserer Protagonistin.

Meine Empfehlung:
Ich hatte ein paar Kritikpunkte, muss da Buch aber insgesamt für seine Idee und die oben genannten überwiegenden positiven Punkte loben. Einigen wirklich anstrengenden Szenen mit Lena zum Trotz habe ich "Zeilen ans Meer" sehr gerne gelesen und möchte euch das Buch empfehlen, da meine Kritik äusserst subjektiv ausfällt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Zeilen ans Meer
Autorin: Als Kind der 80er wurde Sarah Fischer schon früh mit dem Reisevirus infiziert. Immer mit dabei: ihr Reisetagebuch. Nach dem Abitur ging es für ein Jahr nach Australien, wo sie ihr Herz an Land und Leute verlor. 
Fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 272 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 29.03.2019
ISBN: 978-3-7857-2642-6

Rezension: Hibiskusblütenmeer

 
Hibiskusblütenmeer - Isabelle Broom

Beschreibung des Verlages:
Die 28-jährige Hannah ist bereit fürs große Abenteuer: Ein Traum wird war, als sie mit ihren Kollegen einen Dokumentarfilm in einem entzückenden spanischen Ort am Meer drehen darf. Das heißt auch, dass sie lange Sommertage mit Theo verbringen wird – ihrem Boss und heimlichen Schwarm. Hannah könnte wetten, unter der spanischen Sonne wird sie ihn endlich für sich gewinnen. Wenn nicht ihr bester Freund und Kameramann Tom sowie die Moderatorin Claudette ständig in die Quere kämen. Die Sache wird noch komplizierter, als Nancy, Hannahs nervige Halbschwester, anreist. Was um alles in der Welt will Nancy hier? Kann Hannah nicht ein Mal in ihrem Leben einen perfekten Sommer haben?  

Lesegefühl:
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wintersterne/Isabelle-Broom/Diana/e497069.rhdErinnert ihr euch an meine begeisterte Rezension zum Buch "Wintersterne" von Isabelle Broom? Mit "Hibiskusblütenmeer" hat die Autorin wieder voll ins Schwarze getroffen und ein kurzweiliges, humorvolles und in einem malerischen Dorf spielendes Buch geschrieben, das einige Emotionen wecken und mit einer sympathischen Protagonistin punkten kann.
Nach knapp fünf Seiten, in denen ich zuerst irritiert war vom Verhalten der Protagonistin, fand ich in die Geschichte hinein und erlag sofort dem Sog dieser Sprache, die Gerüche, Farben und Gefühle so beschreibt, dass man sich mitten im Geschehen wähnt. Das Buch konnte ich kaum mehr aus der Hand legen und hatte es viel zu schnell und mit einem warmen und wohligen Gefühl in der Herzgegend ausgelesen.

Inhalt:
Wenn man die ersten paar Seiten, auf denen Hannah sich wie ein peinlicher und komplett unselbstständiger Teenie benimmt, überstanden hat, wird man mit einer Geschichte belohnt, die nicht nur durch die grandiosen Beschreibungen einer traumhaft schönen Region und fast schon auf der Zunge spürbaren kulinarischen Genüssen, sondern auch mit Beschreibungen von Menschen, die zweifeln, lachen, weinen, lieben, auf der Suche sind und dabei immer wieder etwas über sich, aber auch über das Leben lernen punkten kann.
Mojácar ist das Ziel des Filmteams, das einen Dokumentarfilm über Land und Leute drehen will und die Protagonistin Hannah geniesst diesen ersten Auslanddreh sichtlich, der sie in einen Ort, an dem sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht hat, zurückführt.
Schnell wird es chaotisch und kompliziert. Längst vergessene (oder verdängte) Menschen tauchen auf und an diesem magischen Ort scheinen sich Vergangenheit und Gegenwart zu vereinen, Träume werden plötzlich zu Möglichkeiten und einige neue Ausgangslagen und Situationen, in denen Hannah wichtige Entscheidungen treffen und Verantwortung für sich und andere übernehmen muss, treten ein.

Schreibstil und Handlung:
Noch nie habe ich den Pflanzennamen "Bougainvillea" öfter in einem Buch gelesen, als in "Hibiskusblütenmeer". Gefühlt nach jeder zweiten Seite umranken die üppigen Blüten der Bougainvilleen irgendwelche Balkongeländer, Fensterrahmen und Dächer. Und bei einer kleinen Recherche bei Google zeigt sich schnell, dass die Autorin nicht übertreibt, der Duft der Blüten liegt beim Lesen schwer in der Luft, die Hitze lässt die Seiten flimmern und wenn man dann noch von den Oliven und den Salzmandeln liest, ist man definitiv gefangen in dieser Geschichte, in der Regenbögen und das Meeresrauschen unsere Figuren täglich begleiten. Aber wisst ihr, wie oft ich das Wort "Hibiskus" gelesen habe? Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann kam das Worte ganze....null Mal im Buch vor. Weil Hibiskus ja auch ursprünglich aus Asien stammt und nicht aus Spanien (obwohl er dort natürlich mittlerweile auch anzutreffen ist) und somit in diesem Buch - und schon gar nicht im Titel - nicht viel verloren hat. Dies aber nur als Amusement am Rande, kann doch die Autorin mit Sicherheit nichts für die unglückliche Titelwahl. "Bougainvilleenblütenmeer" wäre aber auch zu umständlich gewesen.
Viel passender dann waren die Personen gewählt, die Isabelle Broom Hannah an die Seite stellt und mit und dank denen die junge Frau eine riesige Entwicklung durchmacht und dabei eine neue Freundin gewinnt, ein Geheimnis lüftet, einige Küsse (davon ein ungeschickter Kuss) erlebt und stets ein wenig beschwipst von Sonne, Liebe und manchmal auch Sangria durchs Leben geht. Was uns aber, die wir gerade zuhause sitzen und uns in den Schlaf lesen, aber auch Hannah bald klar wird: wie in Spanien lässt es sich nicht ewig leben, Veränderungen müssen her, Entscheidungen gefällt und Herzen gebrochen und gekittet werden. Und wie Broom dies beschreibt, ist wundervoll einfühlsam, traurig, überraschend und immer wieder sehr humorvoll. 

Meine Empfehlung:
Für dieses sommerlich leichte, aber stellenweise auch sehr anrührende und traurige Buch, das uns in eine verzauberte Region in Spanien entführt, gibt es von mir eine herzliche Leseempfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Hbiskusblütenmeer
Originaltitel: Then. Now. Always
Autorin: Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Eine Europareise nach ihrem Studium führte sie auf die griechische Insel Zakynthos, wo sie unvergessliche Monate verbrachte. Olivensommer ist ihr Debütroman.
Sprache: Deutsch
Aus dem Englischen von: Uta Rupprecht
Taschenbuch, Klappenbroschur: 432 Seiten
Verlag: Diana
Erschienen am: 08. April 2019
ISBN: 978-3-453-36037-2

Rezension: Schriftsteller!

Schriftsteller! - Jessica Durlacher

Beschreibung des Verlages:
In dieser vergnüglichen, selbstironischen Erzählung schildert Jessica Durlacher die Nöte einer jungen Autorin, die sich nach ihrem gefeierten Debüt schwertut, etwas Neues zu Papier zu bringen. Sie zeigt, dass die Welt einer Frau im Rampenlicht auch ganz anders aussehen kann – vor allem, wenn ein junger Kollege meint, noch eine Rechnung mit ihr offen zu haben.

Inhalt:
"Schriftsteller!" habe ich aufgrund von Cover, Titel und natürlich Verlag aus dem offenen Bücherschrank mitgenommen. Wie sehr oft habe ich den Klappentext nicht gelesen und wusste deshalb nicht, was mich erwarten würde. Um so mehr hat mich dann das kleine Büchlein überrascht und begeistert. Jessica Durlacher gelingt es nämlich, mit viel Witz und Charme die Geschichte der Autorin Tirza Danz, die nach einem grossen Erfolg mit ihrem ersten Roman nun krampfhaft auf der Suche nach weiteren Inspirationen ist, zu erzählen. Dabei lässt Durlacher tief aber auch sehr selbstironisch in eine künstlerische Scheinwelt blicken und beginnt ihre Erzählung mitten im Leben, nach einer kläglich gescheiterten Dinnerparty. In den ersten Kapiteln erfahren wir zuerst schemenhaft und dann immer klarer, was sich an dieser Party zugetragen hat und weshalb die Protagonistin einen Groll auf gewisse Menschen und vor allem auch auf sich selber hegt. Nach und nach dröseln sich diese einzelnen Erinnerungsfäden auf und ein Gesamtbild, in dem die von Selbstzweifeln geplagte Tirza Danz sich mit einer skurrilen Interviewanfrage und einem störrischen Schüler konfrontiert sieht, während sie verzweifelt nach Worten für ihren nächsten Roman ringt, entsteht...

Lesegefühl:
Dieses Buch habe ich nur so inhaliert und auf einer Zugfahrt heute Vormittag gelesen. Die Unsicherheit der Autorin, aber auch die Absurdität der ganzen Handlung waren in jeder Zeile spürbar und obwohl teilweise sehr beklemmende Gefühle aufgekommen sind, hat mich dieses Buch in erster Linie unterhalten und immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Grandiose und sehr überzeugende Beschreibungen von Figuren, die wir alle so oder ähnlich zu kennen glauben, ein wenig überspitzte Charakterstudien der Protagonistin und ihren vermeintlichen Widersachern und vor allem auch ein paar Einblicke in die Welt der Schriftsteller machen dieses Buch zu einem mitreissenden, spannenden und kurzweiligen Lesevergnügen.

Meine Empfehlung:
Für den erfrischenden Stil, die authentische und zugleich verzweifelte als auch geniale Protagonistin und die humorvolle, mitreissende, beklemmende und irrwitzige Handlung gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung für "Schriftsteller!" von Jessica Durlacher.

Zusätzliche Infos:
Titel: Schriftsteller!
Originaltitel: Schrijvers!
Autorin: Jessica Durlacher, 1961 in Amsterdam geboren, ist mit ihren preisgekrönten Romanen ›Das Gewissen‹, ›Die Tochter‹ und ›Emoticon‹ in den Niederlanden eine Bestsellerautorin. Für ›Der Sohn‹ erhielt sie bereits den Opzij-Literaturpreis 2010 als bestes Buch des Jahres. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Bloemendaal und in Kalifornien.
Sprache: Deutsch
Übersetzt aus dem Niederländischen: Hanni Ehlers
Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: Diogenes
Erschienen am: 24. Februar 2009
ISBN: 978-3-257-23784-9

Lese-Statistik Mai 2019

 
Hallo liebe Mitsüchtigen :-)

Der Mai 2019 ist schon wieder Geschichte und abgesehen von sehr viel Arbeit und dem Entwickeln von neuen und spannenden Projekten, hat sich hier nicht sehr viel getan. Der SuB ist angestiegen, wenn auch das irgendwie nicht geplant war, war es zu erwarten. Zu verlockend ist einfach der offene Bücherschrank. Für den Juni habe ich aber ein sehr gutes Gefühl. Da nämlich wirklich viele Zugfahrten anstehen, sollte der SuB schrumpfen. Das zumindest ist der Plan. Ausserdem wollte ich heute Morgen gründlich ausmisten, nur habe ich e leider so gar nicht übers Herz gebracht... Also heisst es nun einfach lesen, lesen, lesen :-)

Diese Bücher habe ich im Mai gelesen (ein Klick aufs Bild führt zum Verlag):
 Eine bewegende und fesselnde Erzählung, welche die Beziehung zwischen Mensch und Hund thematisiert:
 https://www.piper.de/buecher/hundeherz-isbn-978-3-492-95082-4-ebook

Ein Rezensionsexemplar mit tollen Landschaften und Rezepten, Katzen und sympathischen Protagonisten:
https://www.suhrkamp.de/buecher/die_katze_im_lavendelfeld-hermien_stellmacher_36407.html

Ein märchenhaftes, skurriles und abenteuerliches Buch, das ich in einer Leserunde gelesen habe:
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Kafka-am-Strand/Haruki-Murakami/btb-Taschenbuch/e154023.rhd

Ein trotz einiger Mängel überraschend überzeugendes Jugendbuch aus dem Bereich Fantasy:
 https://www.randomhouse.de/Suche.rhd?searchText=Eragon+-+Das+Verm%C3%A4chtnis+der+Drachenreiter

Ein Klassiker, dessen Figuren flach bleiben, der aber einen interessanten Einblick in die Gesellschaft bietet:
https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/effi-briest-9783548234175.html
 
Alle Rezensionen im Überblick: 
Hundeherz - Kerstin Ekman   (128 Seiten)
Die Katze im Lavendelfeld - Hermien Stellmacher   (299 Seiten)
Kafka am Strand - Haruki Murakami   (640 Seiten)
Eragon, Das Vermächtnis der Drachenreiter - Christopher Paolini   (734 Seiten)
Effi Briest - Theodor Fontane   (368 Seiten)

Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 5
Somit in die Leseeule: 5 Franken
Gelesene Seiten: 2'169 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 69.97 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 137
Aktueller SuB: 140
Differenz: +3

Neuzugänge Mai 2019

Hallo ihr Lieben

Schon ist der Mai wieder vorbei und ich blicke zurück auf viele weitere Neuzugänge. Nach wie vor ist kein Ende in Sicht, heute schon hat mich der erste Juni-Neuzugang erreicht. Morgen Vormittag werde ich aber meinen SuB noch einmal sehr grosszügig entrümpeln, sofern ich es denn übers Herz bringe...
Ausserdem vermute ich, dass mir in den letzten Monaten auf meiner SuB-Seite irgendwann ein grösserer Fehler unterlaufen ist. Auch nachdem ich alles ausgemistet habe, trage ich nämlich immer wieder Bücher nach, die irgendwo verloren gegangen sind, weshalb auch jetzt wieder ein Anstieg zu vermelden ist... Aber auch dies wird morgen behoben, darauf freue ich mich schon :-)

Nun aber zu meinen Neuzugängen aus dem Mai (ein Klick aufs Bild führt zur Verlagsseite):
 
"Zeilen ans Meer" von Sarah Fischer ist meine erste Buchprämie, die ich mir mit meinen Prämienpunkten der Lesejury gegönnt habe. Auf den Briefroman freue ich mich schon sehr und hoffe darauf, mich in eine sommerliche Stimmung versetzen zu lassen.

 
"Ein Ja im Sommer" von Mary Kay Andrews stammt aus einem offenen Bücherschrank und musste natürlich mit, weil ich selber auf ein baldiges "Ja" (vielleicht sogar auch noch im Sommer, wenn es denn mit allen Formalitäten klappt) hoffe. So oder so bin ich aber ein riesiger Hochzeits-Junkie und liebe einfach alles, was sich um Hochzeiten, Kleider und Sommerfeste dreht. 

 
Es ist wirklich interessant, dass "Die kleine Sommerküche am Meer" von Jenny Colgan, also auch ein sommerliches Buch, ebenfalls aus dem offenen Bücherschrank kommt. Auch in den letzten Monaten hatte ich einige Bücher von da und es waren immer wieder total sommerliche Bücher dabei, was wirklich nicht an meinem Geschmack, sondern am Angebot liegt. Ob der Bücherschrank wohl diesbezüglich ein wenig thematisch eingeordnet wird? Schliesslich ist er sehr gut betreut...

https://www.piper.de/buecher/hundeherz-isbn-978-3-492-95082-4-ebook 
Weiter ist "Hundeherz" von Kerstin Ekman aus dem offenen Bücherschrank bei mir eingezogen. Diese kleine Erzählung, die ausnahmsweise mitten im Winter spielt, hat mich begeistert und berührt und meine Rezension könnt ihr HIER lesen.

https://www.suhrkamp.de/buecher/die_katze_im_lavendelfeld-hermien_stellmacher_36407.html
"Die Katze im Lavendelfeld" von Hermien Stellmacher habe ich in einer Leserunde von Lovelybooks gelesen und ist ein Rezensionsexemplar aus dem Insel-Taschenbuch-Verlag. Die wundervoll von der Autorin betreute Leserunde hat mir grosse Freude bereitet und das herrlich sommerliche Wohlfühlbuch hat von mir eine sehr positive REZENSION bekommen, schaut gerne vorbei.

Auf jeden Fall freue ich mich auf diese sehr sommerlichen Lektüren und einen sicherlich abwechslungsreichen Lesemonat Juni und hoffe nun nur noch auf die Zeit, diese Bücher (und alle weiteren, die bald hier eintreffen) auch alle zu lesen. Da aber im Juni noch einmal vier Wochen à drei bis vier Unterrichtstagen pro Woche anstehen (was elf bis fünfzehn Zugstunden entspricht) - von den weiteren Zugfahrten zu meinen Proben und Meetings will ich gar nicht erst beginnen - bin ich positiv gestimmt :-)
 
Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: -
Buchprämien: 1
Rezensionsexemplare: 1
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: 3
Gesamte Neuzugänge: 5
SuB am Monatsbeginn: 137
Aktueller SuB: 140

Kurzrezension: Effi Briest


Effi Briest - Theodor Fontane

Beschreibung des Verlages:
Die blutjunge Effi Briest heiratet den um fast zwanzig Jahre älteren Landrat Innstetten. Mit der Ehe verkehrt sich ihre sprühende Lebenslust in bittere Einsamkeit. Alleiniger Begleiter ihres tristen Daseins ist ein Spuk, der Geist eines Chinesen im Hause Innstettens. Isoliert und verängstigt stürzt sich Effi in eine Affäre. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Meine Meinung:
Gerade noch vor wenigen Minuten habe ich auch endlich diesen Roman geschafft und bin froh, fast alle meine Mai-Leseziele erreicht zu haben. "Emma" von Jane Austen hätte ich auch noch unbedingt beenden wollen, aber das stecke ich nun nicht in den Bücherschrank (wie ich mir selber androhte), sondern beende das Buch einfach am Wochenende :-)
"Effi Briest" habe ich eigentlich nur gekauft, weil ich es in einer Klassiker-Leserunde lesen wollte. Dann stiegen nach und nach alle aus und ich war alleine, weshalb das Buch dann lange vor sich hin schlummerte. Schon anfangs hat es mich nicht sonderlich gefesselt, weshalb ich es nicht sofort beendete, sondern eher mässig motiviert nebenher las. Nun aber wollte ich das Buch endlich beenden und sehen, welch übles Ende es mit Effi nehmen würde.
Zuerst einmal kann ich sagen, dass mir das Buch keine grosse Mühen bereitet hat, was sicher auch am Glossar im Anhang liegt, der durchaus hilfreich ist in dieser Ausgabe. Ausserdem habe ich schon einige Klassiker gelesen, deren Sprache wesentlich behäbiger war. Leider jedoch ist an Tiefgründigkeit nicht allzu viel zu erkennen, die Charakter sind insgesamt eher flach, Effi einfach nur kindlich und die Handlung ein wenig zu plakativ. Fontane versteht es definitiv nicht, sich in eine junge Frau hineinzuversetzen, ihre Gedanken und Gefühle wiederzugeben und sie als Figur fassbar zu machen. Vielmehr blickt er väterlich auf die Szenerie herab und beschreibt, was sonst im gesellschaftlichen Gefüge vor sich geht. Dies allerdings ist ziemlich spannend in einer Zeit, in der man nur mit Briefen und Telegrammen kommuniziert, in der man die Meinung der Nachbarn höher gewichtet als familiäre Banden und in der man einander gegenseitig zum Tee und zu Abendgesellschaften einlädt, um Beziehungen zu pflegen und Kontakte zu knüpfen. Interessanterweise treten dabei vor allem einige besonders pointiert dargestellte Nebenfiguren hervor, die für ein wenig Unterhaltung sorgen und die eigentliche Qualität des Schriftstellers zeigen.
Auf meinem SuB liegt noch "Der Stechlin" von Fontane, so schnell werde ich mir aber einen solchen Roman, der stets zwischen dröge, unterhaltsam und aufmerksam beobachtend schwankt, nicht mehr zumuten, wenn auch ich auf den letzten 70 - 80 Seiten noch einmal positiv überrascht worden bin, vom Tempo, das Fontane gegen Ende aufgenommen und auch gehalten hat.

Fazit:
Ob ihr dieses Buch lest oder nicht, wird eure Welt nicht verändern. Wenn ihr es aber lest, könnt ihr einiges darüber erfahren, wie man sich in der eher vornehmen Gesellschaft des 19. Jahrhunderst bewegt hat und welche Konsequenzen ein Seitensprung für eine verheiratete Frau hatte. Ausserdem werdet ihr vor allem von den Nebenfiguren positiv überrascht sein und immer wieder ein paar unterhalsame Lesemomente erleben.

Zusätzliche Infos:
Titel: Effi Briest
Autor: Theodor Fontane, geboren am 30. Dezember 1819 in Neuruppin (Brandenburg), kam 1833 nach Berlin. 1847 legte er sein Staatsexamen als Apotheker ab, arbeitete anschließend zwei Jahre in diesem Beruf, gab ihn dann aber auf, um als freier Schriftsteller tätig sein zu können. 1852 ging er als Korrespondent für die „Preußische Zeitung“ nach London. Nach seiner Rückkehr arbeitete er als Redakteur für die „Neue Preußische Zeitung“. Als Kriegsberichterstatter nahm er an drei Kriegen teil, danach war Fontane Theaterkritiker für die „Vossische Zeitung“. Er begann seine schriftstellerische Tätigkeit mit Gedichten und Balladen, dann folgten die fünf Bände umfassenden „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Theodor Fontane war fast 60 Jahre alt, als er anfing, Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane spielen in der Mark Brandenburg und in Berlin. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.
Heinrich Mann: „Als erster hier (in Deutschland) hat er wahrgemacht, daß ein Roman das gültige, bleibende Dokument einer Gesellschaft, eines Zeitalters sein kann; daß er soziale Erkenntnis gestalten und vermitteln, Leben und Gegenwart bewahren kann noch in einer sehr veränderten Zukunft.“
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Ullstein
Erschienen: 01.10.1997
ISBN-13: 9783548234175

Rezension: Kafka am Strand

Kafka am Strand - Haruki Murakami

Beschreibung des Verlages:
Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Er macht die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen alten Mann, der mit Katzen sprechen kann, und gleitet ab in eine fremde, seltsame Welt. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Wo endet diese Reise voller rätselhafter Begegnungen und labyrinthischer Wege?

Meine Meinung:
Wie ihr sicher gesehen habt, durfte ich "Kafka am Strand" in einer Blogleserunde lesen, die ich gemeinsam mit Janine vom Blog Meine Welt der Bücher veranstaltet habe. Mitgelesen haben noch Daniela und Melli und somit waren wir eine kunterbunte Truppe (und die Leserunde läuft noch, also schaut unbedingt vorbei).
Schon von Anfang an zeigte sich bei mir, dass ich dieses Buch, die Sprache, die Figuren und die ganze Atmosphäre sehr gerne mögen würde. Erinnert an die Leserunde zum Buch "Mister Aufziehvogel" von Murakami, startete nach wenigen Seiten das wilde Spekulieren und Abwägen und nach den einzelnen Abschnitten liess ich mich von meiner Fantasie zu den verrückstesten Ideen und Erklärungen hinreissen. Aber was war denn nun alles zu erlesen? Abschliessend kann man es vielleicht gar nicht so genau definieren. Aber ganz kurz gesagt geht es um den 15-jährigen Kafka Tamura, der sich aufmacht, um Antworten auf grosse Fragen in seinem Leben zu finden. Es geht um das Erwachsenwerden, das Entdecken von eigenen Grenzen und Möglichkeiten, um Menschen, die sich immer wieder neu erfinden, um das Sterben und den Tod, verschiedene Zugänge zur Sexualität und der Liebe und darum, wie und als was wir uns definieren. Ebenfalls spielen Katzen (leider tot und lebendig) eine grosse Rolle, sowie Mysterien, unsere Kommunikation, eine grosse Bibliothek, das Lesen an sich, Rätsel, Musik und die Welt, die wir betreten, wenn wir schlafen.
Beim Lesen flog ich nur so durch die Seiten, amüsierte mich köstlich, ekelte mich, litt und fieberte mit und staunte über so viel sprachliche Schönheit, die atmosphärischen Beschreibungen und diese ganz eigene Welt, in der Traum und Wirklichkeit mühelos verschmelzen.

Schreibstil und Handlung:
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefangen in einem Sog und einer Leichtigkeit, die ich von "Mister Aufziehvogel" nicht kannte. Was war anders? "Mister Aufziehvogel" habe ich nicht in einer Übersetzung von Ursula Gräfe, sondern in einer Übersetzung aus dem Amerikanischen gelesen. Also: wenn möglich, dann lest unbedingt eine Übersetzung der Grossmeisterin Ursula Gräfe, die Murakami direkt aus dem Japanischen ins Deutsche übersetzt hat. Was da nämlich an sprachlicher Möglichkeit entsteht und genutzt wird, kann man sonst gar nicht erfassen.
Schillernd, sehr leicht, wie ein Traumgebilde oder ein Märchen wird eine Geschichte aus verschiedenen Strängen gewoben. Die Geschichte um den klugen und trainierten Kafka Tamura, der sich aufmacht, um eine Prophezeiung zu erfüllen, aber auch die Geschichte um Nakata, der mit Katzen sprechen kann und sich selber als dumm bezeichnet. Es prallen Vergangenheiten und Gegenwarten aufeinander (zeitweilig fühlte ich mich an die Serie "Dark" erinnert) und immer mal wieder berühren die Fäden sich, laufen zusammen und entfernen sich wieder voneinander. In typischer Murakami-Manier werden alltägliche Handlungen bis ins kleinste Detail beschrieben und es werden Figuren immer wieder mit ganz neuen Versionen von aus den Fugen geratenen Welten konfrontiert. Dabei werden die schrägsten Metaphern konstruiert und nach und nach zeigt sich auf, wie alles zusammenhängt oder zusammenhängen könnte...
Zudem lässt sich in diesem skurrilen Roman auch einiges an Gesellschaftskritik finden. Da gibt es Passagen, in denen die Protagonisten (insbesondere Nakata, den ich sehr, sehr, sehr ins Herz geschlossen habe) über die Sinnlosigkeit des Kriegs, über die Liebe, Erinnerungen, das Verzeihen von Fehlern und das persönliche Glück philosophieren und ich habe oft einige Sätze mehrmals gelesen, weil sie einfach so schön waren.

Meine Empfehlung: 
"Kafka am Strand" hat mich berührt und begeistert und in eine ganz eigene Welt entführt, auf die man sich einlassen muss, die aber - sobald man die Logik unserer Welt gedanklich ausser Kraft setzt - mit ganz eigenen Regeln und sehr spannenden Ereignissen überzeugen kann. Neben den äusserst detaillierten und stimmungsvollen Beschreibungen von Orten und Gebäuden, sind es vor allem auch die kunstvoll kreierten Figuren, die dieses Buch so lesenswert machen. Von mir gibt es deshalb eine nach wie vor überwältigte Leseempfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Kafka am Strand
Originaltitel: Umibe no Kafuka
Autor: Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
Sprache: Deutsch
Aus dem Japanischen von: Ursula Gräfe
Taschenbuch, Broschur: 640 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
Verlag: btb 
Erschienen am:  06. März 2006
ISBN: 978-3-442-73323-1

Rezension: Die Katze im Lavendelfeld

Dieses Leseexemplar hat mich via Lovelybooks erreicht und ich bedanke mich sehr herzlich beim Insel-Taschenbuch-Verlag für die tollen Lesestunden.

Die Katze im Lavendelfeld - Hermien Stellmacher

Beschreibung des Verlages:
Die Foodbloggerin Alice ist von Paris in einen malerischen Ort mitten in der Provence gezogen. Dort hat sie in dem Restaurantbesitzer Georges und der 70-jährigen Nachbarin Jeanine gute Freunde gefunden. Fehlt nur noch ein gemütliches Haus mit Garten für sie und ihre beiden Katzen – dann wäre das Glück (fast) perfekt.
Doch ihr Leben scheint komplett aus den Fugen zu geraten, als eines Tages eine kleine Findelkatze auf gar nicht leisen Pfoten bei ihr einzieht: Alice‘ Katzen suchen das Weite; ihr wird überraschend die Wohnung gekündigt, und bei Jeanine zeigen sich erste Anzeichen von Demenz. Und zu allem Überfluss steht Alice plötzlich auch noch zwischen zwei Männern …
Ein wunderbarer Roman über einen Sommer, der alles verändert. Und über den Mut, loszulassen, um bereit zu sein, für das unverhoffte Glück.

Meine Meinung oder: Wie ich zu Hermien Stellmacher fand:
https://samtpfotenmitkrallen.blogspot.com/2015/07/rezension-cottage-mit-kater.htmlhttps://samtpfotenmitkrallen.blogspot.com/2017/05/rezension-katzengluck-und-dolce-vita.htmlVor fast auf den Tag genau zwei Jahren habe ich meine Rezension zu "Katzenglück und Dolce Vita" getippt und erst heute beim Einfügen der Bilder in diesen Post bemerkt, dass ich auch "Katzenglück und Dolce Vita" am genau gleichen Ort fotografiert habe, wie "Die Katze im Lavendelfeld", wenn auch aus einem ein wenig anderen Winkel und bei mehr Sonnenschein. Aber "Die Katze im Lavendelfeld" musste ich einfach in meine (wenn auch noch nicht blühende) Lavendelpflanze halten, passender geht ja kaum :-)
Vor ebenfalls ziemlich genau vier Jahren bin ich auf die Autorin Hermien Stellmacher aufmerksam geworden. Beim Durchstöbern von Lovelybooks habe ich nämlich damals die Leserunde zum Buch "Cottage mit Kater" entdeckt und mich aus reiner Katzenliebe und Coverliebe auf den ersten Blick dafür beworben und auch gewonnen. Seither erfreue ich mich an Hermiens Schreibstil, den lebensecht skizzierten Figuren, den in den Büchern erwähnten kulinarischen Genüssen und Urlaubsstimmung verbreitenden Beschreibungen der Landschaften und Orte und den Handlungen, die nicht einfach nur sonnige Stimmung verbreiten, sondern auch sehr ernste Themen vertiefen und dabei immer sehr positiv bleiben. So hat mich denn auch "Die Katze im Lavendelfeld" von Anfang an überzeugt und die sehr aufmerksam von der Autorin betreute Leserunde bei Lovelybooks hat dem Lesegenuss noch ein Krönchen aufgesetzt.

Schreibstil und Handlung:
Auf knapp dreihundert Seiten wird eine Geschichte erzählt, die uns direkt in die Provence katapultiert. Nicht nur lernen wir die leidenschafliche Foodbloggerin Alice kennen, die sich mit ihren "Genussberichten" bereits ins Herz zahlreicher Gourmets geschrieben hat, sondern wir erfahren auch einiges aus dem Leben ihrer Mitmenschen. Alice lebt nämlich eingebettet in einen kunterbunt durchmischten und hilfsbereiten Freundeskreis und ist gerade dabei, sich ein neues Zuhause zu suchen, als sich die Umstände plötzlich ändern. Plötzlich sind nicht nur zwei, sondern gleich drei Vierbeiner zu versorgen und Alice muss sich immer intensiver um ihre langsam dement werdende Freundin Jeanine kümmern und im Restaurant ihres guten Freundes Georges aushelfen.
Alle Figuren haben eine Vorgeschichte, die nach und nach in die Handlung einfliesst und Hermien Stellmacher schafft es dabei, sehr einfühlsam mit dem Thema Demenz umzugehen, immer wieder für viele humorvolle Situationen zu sorgen, ganz tiefe Gefühle entstehen zu lassen und immer auch noch das kulinarische Wohl ihrer Figuren im Auge zu behalten. Die Provence ist ausserdem in diesem Buch nicht nur eine (traumhaft schöne) Region und perfekte Kulisse für die Handlung, es ist auch eine Stimmung, eine Lebenseinstellung, die in der Gestalt von Marktbesuchen, Lavendelfeldern, Kräutergärten, gutem Wein und französischer Eleganz in die Geschichte einfliesst und bei mir einen Hauch von Sommer in die trüben Maitage gebracht hat. 

Meine Empfehlung:
Von mir gibt es eine sehr, sehr herzliche Leseempfehlung für dieses tiefgründige, berührende aber sehr positive Wohlfühlbuch, das euch in eine sommerliche Provence und mitten in einen liebenswerten Freundeskreis mit einem Herz für Katzen und alte Gebäuden entführt. Schaut, dass ihr für diese Reise unbedingt mit genügend Proviant und dem einen oder anderen Glas Wein ausgerüstet seid.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Katze im Lavendelfeld
Autorin: Hermien Stellmacher, geboren 1959, wuchs in Amsterdam auf. Im Alter von 15 Jahren zog sie nach Deutschland. Sie illustrierte zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Seit einigen Jahren schreibt sie hauptsächlich für Erwachsene, zum Teil unter dem Pseudonym Fanny Wagner. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katern in einem kleinen Dorf in der Fränkischen Schweiz.
Taschenbuch: 299 Seiten 
Sprache: Deutsch
Verlag: Insel Verlag
Erschienen: 13.05.2019
ISBN: 978-3-458-36407-8

Rezension: Eragon, das Vermächtnis der Drachenreiter

Eragon, das Vermächtnis der Drachenreiter - Christopher Paolini

Klappentext:
Als Eragon einen glänzenden blauen Stein findet, glaubt der arme Bauernsohn, er habe einfach nur Glück gehabt. Doch dann entschlüpft dem vermeintlichen Stein ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als das Imperium selbst. Er gerät in eine gefährliche Welt voller Schicksal, Magie und Macht. Mit nichts als einem altertümlichen Schwert bewaffnet und keiner Unterstützung ausser den Ratschlägen eines alten Geschichtenerzählers, müssen Eragon und das Drachenjunge sich grossen Bedrohungen und dunklen Feinden stellen - in einem Reich, regiert von einem Herrscher, dessen Grausamkeit keine Grenzen kennt. Wird Eragon das Erbe der legendären Drachenreicher antreten? Das Schicksal des Imperiums liegt in seiner Hand. 

Meine Meinung:
Ja, dass man bei mir Fantasy findet, ist wirklich eher ungewöhnlich, aber da "Eragon" mittlerweile fast schon als Klassiker angesehen wird und schon wirklich lange in meinem Regal steht, wollte ich das Buch unbedingt einmal lesen. Ich bin im Fantasybereich jeweils ein wenig skeptisch, weil es meiner Meinung nach schon ziemlich viele Hintergründe, also ein sehr starkes Fundament braucht, bis ich einer Schriftstellerin oder einem Schriftsteller eine ganz eigene Welt mit eigener Logik, speziellen Wesen, Sprachen und Fähigkeiten abnehme. Dies allerdings ist Christopher Paolini durchaus gelungen. Anfangs hat mich der sehr kindliche Schreibstil zwar stark irritiert, dann aber habe ich ein paar biografische Informationen zu Christopher Paolini gelesen und dann hat natürlich alles zusammengepasst. Hier war ein Jugendlicher - fast noch ein Kind - am Werk und hat mit "Eragon" eine eigene, stimmige Welt geschaffen und eine Geschichte in einer Sprache erzählt, die fesselt, eingängig ist und über einzelne eher irritierende Begebenheiten hinwegsehen lässt. Nämlich dass in einem mittelalterlich anmutenden Fantasy-Kontext der Metzger beispielsweise über eine Ladentheke verfügt oder ein Drache eine katzenhafte und sehr anschmiegsame Art an den Tag legt und fast schon romantische Gefühle zu seinem Drachenreiter hegt, aber auch, dass die einzelnen Konflikte sich jeweils ein wenig gar einfach auflösen.

Schreibstil und Handlung:
Der junge Eragon ist mutig, leichtsinnig und lebt in ärmlichen Verhältnissen auf dem Hof seines Onkels. Bei einem waghalsigen Ausflug findet er einen Stein, der sich bald als Drachenei entpuppt und so beginnt ein ganz besonderes Abenteuer. Gemeinsam mit dem Geschichtenerzähler Brom macht er sich auf in eine ungewisse Zukunft und lernt dabei immer mehr, sich auf seine Instinkte, seine Magie und seinen Drachen zu verlassen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass es Christopher Paolini gelungen ist, eine ganz eigene Welt zu erschaffen, in denen es gefährliche Aufgaben zu lösen, Leben zu retten und immer wieder Mut und Klugheit zu beweisen gilt. Flüssig und spannend erzählt Paolini die Geschichte des armen Bauernjungen, der als Drachenreiter das Schicksal vieler Menschen und Wesen beeinflussen soll und auch wenn einige Stellen auf mich ein wenig zu simpel und kindlich dargestellt wirkten, habe ich grosse Achtung vor diesem monumentalen Werk.

Meine Empfehlung:
Sehr positiv überrascht von diesem nicht ganz dünnen Buch möchte ich euch "Eragon" herzlich empfehlen. Es eignet sich wunderbar zum Vorlesen und zum ersten Entdecken des Genres für junge Leserinnen und Leser und kann auch Erwachsene noch verzaubern.

Zusätzliche Infos:
Titel: Eragon, das Vermächtnis der Drachenreiter (Buch zum Film)
Originaltitel: Inheritance Trilogy 1: Eragon
Autor: Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen – und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt: Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute ist Christopher Paolinis Drachenreitersaga ein echter Klassiker und begeistert immer wieder neue Leser. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana.
Taschenbuch: 734 Seiten
Sprache: Deutsch
Übersetzt aus dem Amerikanischen von: Joannis Stefanidis
Verlag: Blanvalet
ISBN-13: 978-3-442-36606-4

Rezension: Hundeherz

 
Hundeherz - Kerstin Ekman

Beschreibung des Verlages:
Die Luft ist schneidend, und die Fjällgipfel hüllen sich in Grau. In der einsamen Stille des nordschwedischen Winters verirrt sich ein junger Welpe und ist ohne seine Mutter und seine Menschen hilflos der Natur ausgeliefert. In seinem unterkühlten Körper flattert sein Herz gegen die Kälte und die Nässe wie ein Vogelflügel. Glück und Zufall verhindern, dass er schon in den ersten Tagen verhungert. Bald lernt er Gefahren besser einzuschätzen. Sein Jagdinstinkt erwacht, und es gelingt ihm, den Frühling und den Sommer zu überstehen. Bis er zu Beginn des nächsten Winters einem Menschen begegnet. Ist es vielleicht sein Mensch? »Hundeherz« ist eine mitreißende kurze Geschichte über die Natur, die Einsamkeit und das Leben.

Meine Meinung:
Der erste Satz, der erste Abschnitt, die erste Seite...ich war von Anfang an verliebt in dieses wunderbare Buch, das so direkt - manchmal brutal, manchmal wundervoll poetisch - vom Leben und Überleben, vom Jagen, vom Töten, von Blut und Kälte erzählt. Beim Lesen der Schilderungen der rauen Natur fühlte ich mich ab und an ein wenig an den "Regenroman" von Karen Duve erinnert, wenn auch "Hundeherz" sogar noch ein wenig poetischer ist.
Auf sehr wenigen Seiten ist mit einer enormen Wucht und sehr berührend die Geschichte eines harten Winters, der in einen warmen Frühling übergeht und dem Gefühl von Einsamkeit, Hunger und der Zugehörigkeit zu anderen Lebewesen erzählt. Innerhalb von kürzester Zeit bin ich durch die Seiten dieses dünnen Büchleins geflogen und habe dabei mitgelitten, gefroren und einfach nur diese bewegende Sprache genossen.

Schreibstil und Handlung:
Versehentlich wird ein Hundewelpe in der Wildnis zurückgelassen. Getrennt von seiner Mutter und den Menschen hat er kaum eine Chance, den harten Winter zu überstehen. Er schafft es allen Widrigkeiten zum Trotz, übersteht Kälte, Schmerz, Einsamkeit und Hunger und wird stärker und stärker, bis ein neuer Frühling kommt, der mit seinen warmen Sonnenstrahlen Hoffnung weckt. Der Welpe wächst zum Hund heran, muss einige bittere Erfahrungen machen, aus denen er das Jagen und Töten lernt und schon bald kommt er auch wieder in Kontakt mit einem Menschen.
Mit ans Herz gehenden Worten beschreibt Kerstin Ekman die Natur, das Rascheln von Ästen und Laub, das Flattern von Vogelflügeln und das Pochen kleiner Herzen, die auf dem Waldboden entlanghuschen. Jedes Leben, jede Bewegung wird mit passenden Worten beschrieben und so entsteht nach und nach ein grosses Ganzes, in das sich unser kleine Hund einfügt und in dem er bestehen und überleben lernt.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch dieses kleine Büchlein aufgrund der poetischen Sprache und der vielen authentischen Naturschilderungen von Herzen weiter. Ausserdem wird die Beziehung zwischen Mensch und Hund liebevoll und einfühlsam und vor allem sehr respektvoll beschrieben, was mich tief beeindruckt hat.

Zusätzliche Infos:
Titel: Hundeherz
Originaltitel: Hunden
Autorin: Kerstin Ekman, geboren 1933, gilt als die wichtigste skandinavische Gegenwartsautorin. Ihr umfangreiches literarisches Werk ist preisgekrönt, wurde vielfach verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Sprache: Deutsch
Aus dem Schwedischen von: Hedwig M. Binder 
Verlag: Piper
Fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 128 Seiten
ISBN: 978-3-492-05352-5

Drei Bücher und ein Ring oder: warum mein April trotz wenig Lesezeit grandios war

 
Das Wichtigste zuerst:
Ich wusste lange gar nicht, ob ich das hier überhaupt mitteile, aber weil es die nächsten eineinhalb Jahre so oder so permanent in meinen Gedanken sein wird: ich habe "ja" gesagt.
Nach mehr als acht Jahren hat der Liebste in der ersten Aprilwoche (endlich :-) ) um meine Hand angehalten und wir könnten nicht glücklicher sein. Er nimmt alles - gewohnt - entspannt, ich plane wie wild unsere Hochzeiten. Ja, Mehrzahl und nein, ich weiss noch nicht, wie viel ich davon berichten werde, aber sollte ich irgendwann einmal Ende Jahr nach Irland fliegen (ihr erinnert euch, da wollten wir so oder so schon lange einmal gemeinsam hin), dann wisst ihr, was Sache ist :-)
Entsprechend wenig Lesezeit hatte ich aufgrund von so vielen Träumen und Plänen, die schon soooo lange in meinem Kopf sind. Untensilien für die Deko sammle ich seit einigen Jahren und das Kleid? Zumindest eines ist schon lange gekauft (das kommt dann mit nach Irland). Den Song für den Hochzeitstanz und die Musikauswahl für die Trauung? Im Handy gespeichert. Was nämlich viele nicht wissen: In mir drin schlummert ein kleines Mädchen, das bei rosa Glitzerkleidern ausflippt und wässrige Augen bekommt, sobald es um Hochzeiten geht. Die Bridezilla wurde nun also freigelassen, wir werden sehen, wohin dies führt :-)

Und sonst so?
Dann waren da aber noch Ostern und Palmsonntag, ein Konzert und ein musikalisches Mitwirken in der Kirche, da waren die Schüler, die ich seit Weihnachten ohne Pause habe, weil die Ferien an "meiner" Musikschule und der Musikschule, an der ich eine Stellvertretung übernommen habe, immer schön aneinander vorbeigehen, weshalb es hier fast pausenlos weitergeht und ich in den ersten zwei Aprilwochen fast keine einzige Seite gelesen habe und mich mehr denn je auf die Sommerferien freue (und dass ich dies jedes Jahr sage, spricht nicht unbedingt für meine kluge Planung des zweiten Semesters, aber meistens muss man die Jobs einfach so nehmen, wie sie kommen).

Das war mein Büchermonat April:
Zuerst einmal habe ich wieder einmal an einer Leserjury-Leserunde teilnehmen dürfen und zwar zum Buch "Dunmor Castle 1: Das Licht im Dunkeln" von Kathryn Taylor. Ausserdem haben Janine vom Blog Meine Welt der Bücher und ich wieder eine Murakami-Leserunde am Laufen und zwar zum Buch "Kafka am Strand". Wer also gerne noch vorbeischauen und mitlesen will ist sehr herzlich dazu eingeladen, wir haben erst gerade mit dem Buch begonnen. 
Weiter habe ich sehr viele Bücher (teilweise schon vor einigen Wochen) begonnen, denen es im April an den Kragen gehen sollte, deren letztes Stündchen aber am 31. Mai schlagen wird. Was nämlich dann schon mehr als einen Monat vor sich hin dümpelt und bis dahin nicht beendet/abgebrochen wurde, kommt in den Bücherschrank...
Drei komplett gelesene Bücher sind es dann am Ende im April trotz wenig Lesezeit und Kleidern, Schuhen, Blumen, Bändern, Karten, Frisuren und Locations im Kopf doch noch geworden und die zeige ich euch jetzt.

Meine gelesenen Bücher im April:
Ein spannender und schön beschreibender Schreibstil, im Aufbau und der Logik gab es aber zu viele Mängel:
 

Der berührende und sehr unterhaltsame vierte Teil der Reihe um das Comfort Food-Café:

Der zweite und grandiose Teil des Epos um Roland und dessen Suche nach dem Dunklen Turm:

Alle Rezensionen im Überblick:
Drei - Stephen King   (608 Seiten)

Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 3 
Somit in die Leseeule: 3 Franken
Gelesene Seiten: 1'389 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 46.3 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 136
Aktueller SuB: 137
Differenz: +1

Ja, der SuB leidet...aber das wird im Mai besser, das weiss ich schon. Gestern und heute habe ich nämlich fleissig gelesen und nachdem die erste Euphorie abgeklungen ist, sollte es hier schon bald wieder in gewohnten Bahnen weitergehen.

Wie war euer April? Was hat euch bewegt? Welche Bücher haben euch begleitet? Heute Abend gönne ich mir eine ausgiebige Stöberrunde, ich freue mich sehr darauf. Jetzt wird aber noch ein wenig gearbeitet, damit ich dann später wohlverdient Feierabend machen kann :-)

Wir lesen uns
Livia

Neuzugänge April 2019

Hallo ihr Lieben

Gerade habe ich bemerkt, dass ich heute unbedingt noch einen Nuzugänge-Post tippen wollte und hole das nun nach, bevor der Tag auch schon wieder vorbei ist. Ausserdem habe ich ein kleines Geständnis zu machen...so wenig, wie ich im April gelesen habe, geht der SuB leider um ein Buch nach oben. Aufgrund einiger angefangener Bücher wird das dann sehr wahrscheinlich im Mai wieder besser, aber aktuell sieht die Statistik, die ich dann morgen zeigen will, nicht allzu rosig aus.

Nun aber zu meinen Neuzugängen im April:

Zuerst einmal hat mich ein sehnlichst erwartetes Rezensionsexemplar aus dem Heyne-Verlag erreicht. Nämlich der vierte Band der Reihe um das Comfort Food-Café, "Veranda zum Meer" von Debbie Johnson. Das Buch habe ich bereits gelesen und meine Rezension ist sehr positiv ausgefallen:

Weiter habe ich mich an einem offenen Bücherschrank, der in der Nähe unserer grössten Einkaufsmöglichkeit steht (also seeeehr gefährlich ist) bedient. Mitgenommen habe ich aber nur ein Buch, das schon länger auf meiner Wunschliste stand und zwar "Die Bäckerei am Strandweg" von Jenny Colgan.
 

Ein zweites Rezensionsexemplar, diesmal aus dem Verlag Bastei Lübbe, durfte ich in einer Leserunde der Lesejury lesen, was wirklich sehr spannend war. Dieser erste Band eines Zweiteilers, "Dunmor Castle, Das Licht im Dunkeln" von Kathryn Taylor hat mich allerdings nicht komplett überzeugen können. Zu meiner Rezension kommt ihr HIER.


Und dann habe ich tatsächlich gestern noch den Bücherschrank "konsultiert", der ganz in der Näher der Musikschule steht, an der ich seit November eine Stellvertretung übernommen habe, und dem ich seither fast jede Woche ein- bis zweimal einen Besuch abstatte. Mitgenommen habe ich ein Buch von Jo Nesbø, "Leopard", das die Reihe um den Ermittler Harry Hole ergänzt, die ich irgendwann einmal vollständig haben möchte.
 
Kennt ihr schon eines dieser Bücher? Wie steht es um euren SuB, sinkt oder steigt er aktuell?
 
Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: -
Rezensionsexemplare: 2
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: 2
Gesamte Neuzugänge: 7
SuB am Monatsbeginn: 136
Aktueller SuB: 137

Rezension: Dunmor Castle 1, Das Licht im Dunkeln

Dieses Rezensionsexemplar habe ich im Rahmen einer Leserunde bei der Lesejury gelesen.

Dunmor Castle 1, Das Licht im Dunkeln - Kathryn Taylor

Beschreibung des Verlages:
Kennt sie diesen Ort? Im Auftrag ihres Chefs fährt die junge Designerin Lexie in Irlands sturmumtosten Norden: Sie soll Dunmor Castle zum Renovieren vorbereiten. Das einst hochherrschaftliche Anwesen und seine Umgebung kommen ihr seltsam vertraut vor. War sie als kleines Kind bereits hier? Schon lange sucht Vollwaise Lexie nach Hinweisen auf ihre Vergangenheit. Als die Erinnerungen Stück für Stück zurückkehren, muss sie bald gegen quälende Albträume kämpfen. Trost und Hilfe findet sie ausgerechnet bei Grayson, Sohn des Hauses und ihr beruflicher Gegenspieler. Kann sie ihm wirklich trauen?

Darum geht es:
Lexie reist ins mystische Schloss Dunmor Castle um dort die Neugestaltung der Räume zu planen. Immer wieder aber tauchen zuerst nur Träume und Gefühle und später auch Menschen auf, an die sie sich zu erinnern scheint und die sie ebenfalls zu kennen meinen. Was ist wahr am Getuschel im Dorf? Weshalb kann ihre Gastgeberin sie nicht leiden? Und wie schafft sie es, ihre Arbeit, die Suche nach ihrer Herkunft und die Organisation ihrer Gefühle, die vom irischen Schönling Grayson in Aufruhr gebracht werden, unter einen Hut zu bringen?

Meine Meinung:
Was habe ich mich gefreut, ein Buch lesen zu dürfen, das in Irland spielt. Vor zwei Jahren habe ich mich in die gründe Insel verliebt und konnte es kaum noch erwarten, Lexies geheimnisvollen Gefühlen und Träumen ein wenig genauer auf die Spur zu kommen. Schnell wird klar, dass hier einige Genres zusammenkommen. Erst handelt es sich bei "Licht im Dunkeln" noch um eine Romanze und eine Familiengeschichte, dann überwiegen plötzlich die Krimielemente. Dies hat mir - zumindest von der Idee her - persönlich sehr gut gefallen. Auch sprachlich macht dieses Buch nämlich einiges her. Dass dann aber ein grosser Logikfehler auftaucht, hat mich sehr gestört.

Der Logikfehler:
Es ist nicht möglich, Krimielemente in einem Buch zu verwenden und dann eine schwerwiegende Straftat, die glücklicherweise sehr milde Folgen hat, nahezu vollständig unter den Tisch zu kehren. Würde ich in einer ähnlichen Situation sein, wie das beinahe-Opfer, würde ich alle Hebel in Bewegung setzen und die Kriminalpolizei inklusive Spurensicherung einschalten. Wäre dies allerdings im Buch geschehen, hätten wir viel schneller Antworten auf alle Fragen erhalten und somit würde sich das Buch erübrigen. Klar also, dass dieser Weg nicht gewählt wurde, das Buch so aber leider in diesem Bereich sehr unglaubwürdig wird. 

Schreibstil und Handlung:
Vom Schreibstil und der Sprache her ist "Das Licht im Dunkeln" äusserst packend erzählt und mit gekonnt platzierten Cliffhangern ausgestattet. Dass es allerdings mit einem besonders fiesen Cliffhanger endet, war mir dann doch ein wenig zuviel des Guten, zumal das Buch auch doppelt so dick hätte sein können und nicht in zwei Bänden hätte erscheinen müssen. Dies ist aber trotzdem nicht weiter tragisch, weil die Sprache sich sehr flüssig liest, die Figuren und der Ort selber sehr lebensecht beschrieben werden und ich Lexie als Protagonistin ins Herz geschlossen habe. Ein weiterer sprachlicher Punkt hat mich aber leider gestört: im Sinne einer spannenden Lektüre tauchen immer wieder Menschen auf, die mehr zu wissen scheinen, die aber mitten im Satz oder gerade dann, wenn sie zu einer Erklärung ansetzen wollen, unterbrochen werden. Dies ist anfangs packend, weil es mit der Neugier des Lesers spielt, irgendwann ist es aber leider nur noch ermüdend und auch ziemlich vorhersehbar. 

Mein Fazit:
Von mir gibt es nicht zwingend eine Empfehlung für dieses Buch. Wer sich aus Logik nicht zu viel macht und grosse Gefühle, Spannung, Familiendrama und vielschichtige Figuren über die inhaltliche Kohärenz einer Geschichte stellt, ist mit diesem wirklich schön erzählten Buch sicher bestens beraten. Mir persönlich war da - dem packenden Schreibstil zum Trotz - zu viel Konstruktion, zu viele Umwege. Das hätte man ein wenig stringenter, evtl. auch schlanker und somit in sich stimmiger erzählen können.  

Zusätzliche Infos:
Titel: Dunmor Castle 1, Das Licht im Dunkeln
Autorin: Kathryn Taylor begann schon als Kind zu schreiben – ihre erste Geschichte veröffentlichte sie bereits mit elf. Von da an wusste sie, dass sie irgendwann als Schriftstellerin ihr Geld verdienen wollte. Nach einigen beruflichen Umwegen und einem privaten Happy End ging ihr Traum in Erfüllung: Bereits mit ihrem zweiten Roman hatte sie nicht nur viele begeisterte Leser im In- und Ausland gewonnen, sie eroberte auch prompt Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste. Mit Daringham Hall – Das Erbe startet sie eine neue Trilogie über große Gefühle und lang verborgene Geheimnisse auf einem englischen Landgut.
Taschenbuch: 349 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 29.04.2019
ISBN: 978-3-404-17814-8 

Leserunde zu "Kafka am Strand" mit Janine

Endlich geht es los und wir lesen zusammen "Kafka am Strand" von Haruki Murakami. Janine vom Blog Meine Welt der Bücher und ich freuen uns auf einen regen und spannenden Austausch, mystische Lesestunden und schrullige Figuren. Zur Erinnerung: ihr könnt abwechslungsweise bei Janine und mir auf den Blogs unter den jeweiligen Kommentaren eure Eindrücke zu den einzelnen Abschnitten posten. Wir sammeln aber auch beeindruckende Zitate, Leseeindrücke und natürlich eure Fazits und Rezensionslinks, damit auch alle, die das Buch noch vor sich haben, ohne Spoiler zu euren Empfehlungen und Meinungen gelangen können. Wenn noch Fragen sind, dann wendet euch einfach an Janine oder mich.

Die Leserunde, Ablauf und Infos:

Wir starten heute, 29. April 2019, mit dem ersten Abschnitt und kommentieren unsere Leseabschnitte abwechselnd auf Janines und meinem Blog. Wir nehmen uns alle Zeit, die wir brauchen und möchten die Abschnitte deshalb nicht an bestimmte Daten binden. Die Einteilung ist folgendermassen:
  • Allgemeine Eindrücke, Zitate (keine Spoiler erlaubt) - bei mir 
  • 1. Abschnitt: Anfang bis und mit Seite 85 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  • 2. Abschnitt: Seite 76 bis und mit Seite 163 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  • 3. Abschnitt: Seite 165 bis und mit Seite 238 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  • 4. Abschnitt: Seite 239 bis und mit Seite 328 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  • 5. Abschnitt: Seite 329 bis und mit Seite 407 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  • 6. Abschnitt: Seite 408 bis und mit Seite 481 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  • 7. Abschnitt: Seite 482 bis und mit Seite 561 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  • 8. Abschnitt: Seite 562 bis Schluss (Spoiler erlaubt) - bei mir
  • Fazit, Rezensionen (keine Spoiler erlaubt) - bei Janine

Details zum Buch:

Titel: Kafka am Strand
Originaltitel: Umibe No Kafuka
Autor: Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
Aus dem Japanischen von: Ursula Gräfe
Taschenbuch, Broschur: 640 Seiten
Verlag: btb 
Erschienen am: 06. März 2006
ISBN: 978-3-442-73323-1
Beschreibung des Verlages:
Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Er macht die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen alten Mann, der mit Katzen sprechen kann, und gleitet ab in eine fremde, seltsame Welt. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Wo endet diese Reise voller rätselhafter Begegnungen und labyrinthischer Wege?

Noch Fragen?

Einsteigen kannst du jederzeit, wir tauschen uns selbstverständlich auch mit denen aus, die noch ein wenig später dazukommen :-) Lies einfach los, wir freuen uns auf dich.

Alles Liebe
Livia