Rezension: Der Turm

Der Turm - Stephen King
Reiheninfo:

Beschreibung des Verlages:
(die Metallic-Ausgaben sind nur noch antiquarisch zu erhalten, weshalb ich auf die verfügbare Ausgabe verlinke)
Mit „Der Turm“ liefert Stephen King das große Finale seines Romanzyklus „Der Dunkle Turm“, der schon jetzt als moderner Klassiker gilt und in einem Atemzug mit „Der Herr der Ringe“ genannt wird. Roland Deschain, der letzte Revolvermann, steht endlich vor dem Ziel seiner epischen Reise, dem Turm selbst, dem Zentrum aller Zeiten, der Mitte aller Welten.

Inhalt:
Im letzten Kapitel dieser epischen Geschichte befinden sich Roland Dechain und sein Ka-Tet an einem Wendepunkt und nur ein mutiger Angriff bringt sie dem dunklen Turm erneut ein wenig näher. Ausserdem müssen sie den Schriftsteller Stephen King retten, bevor die letzten Balken, die zum Turm führen, brechen. Doch Ka ist ein Rad und dreht sich unermüdlich weiter, während sie ihren Verfolgern und der Kälte trotzen und dem Tod mutig ins Auge blicken.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich mir hart erarbeitet. Die ersten 400 Seiten haben es mir unendlich schwer gemacht. Und ja, ich bin ein Fan der Reihe und halte sie insgesamt für grossartig geschrieben und trotzdem hätte ich den Abschlussband am liebsten abgebrochen. 400 Seiten lang nur unnötige Figuren, schon im ersten Drittel ein enormer Showdown (muss man auch erst mal machen) und kaum Handlung und dann plötzlich war es, als würde Stephen King auf einen Schlag bewusst werden, dass er gerade eine über Jahrzehnte hinweg entwickelte Geschichte abschliessen und irgendwie zu einem Ende bringen muss. Plötzlich war er sich seiner Figuren, Roland und dessen Ka-Tet wieder bewusst. Und plötzlich nimmt er die Lesenden an die Hand und weist sie sanft auf das nahende - und zu diesem Zeitpunkt immer noch ziemlich ungewisse - Ende hin. Von da an war ich gefesselt und begeistert, habe mitgefiebert, gelitten, geweint, gelacht und hätte nach dem stimmigen Ende am liebsten gleich noch einmal mit dem ersten Band begonnen.

Schreibstil und Aufbau:
In diesem Band - und in der ganzen Reihe - bekommt ihr (neben wohl einfach zu Kings Stil gehörenden und irgendwie unausweichlichen Längen) die letzten Revolvermänner, sehr viel Popkultur, Gesellschaftskritik, Western, Action, Gewalt, Spannung, ganz grosse Emotionen, Zeitreisen, Gestaltwandler, Vampire, Untote, diverse Monster und Wesen, die euch vorher noch nirgends in der Literatur begegnet sind, auf sich aufbauende und stets wiederkehrende Hinweise und Insiderwitze, eine eigene Sprache und eine eigene Welt mit ihren Unter- und Nebenwelten, Stephen King als Protagonist und als Retter und Zerstörer seiner eigenen Geschichte sowie Hauptfiguren, die euch ans Herz wachsen und von denen ihr unendlich viel über wahre Freundschaft, Liebe, Treue, Mut und ehrlichem Respekt lernen könnt.

Meine Empfehlung:
Natürlich empfehle ich euch auch diesen letzten Band der Reihe und die ganze Reihe weiter. Sie beinhaltet eine wirklich unglaubliche Geschichte, die lange nachhallen wird. Bringt Durchhaltevermögen mit. Und Sitzfleisch.

Zusätzliche Infos:
Titel: Der Turm
Originaltitel: The dark tower VII: The Dark Tower
Autor: Stephen King wurde am 21. September 1947 in Portland, Maine, geboren. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren des späten 20. Jahrhunderts. Insgesamt hat der vielfach ausgezeichnete Bestsellerautor über 40 Romane, über 100 Kurzgeschichten, Novellen, Drehbücher, Gedichte, Essays, Kolumnen und Sachbücher veröffentlicht. Ende 2003 erhält Stephen King den »National Book Award« für sein Lebenswerk. Weltweit hat er 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Mit seiner Frau Tabitha lebt er in Bangor, Maine. Stephen King hat eine Tochter und zwei Söhne.
Sprache: Deutsch
Aus dem Amerikanischen von: Wulf Bergner
Hardcover mit Schutzumschlag: 1'024 Seiten
Verlag: Heyne
Erschienen am: 2006
ISBN: 978-3-453-43161-4

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