Vielleicht habt ihr unsere Ankündigung bei Instagram bereits gesehen, vielleicht lest ihr es auch erst hier: ich darf gemeinsam mit Angelika und Kathi vom Blog Lesendes Federvieh und mit Nina von Book-addicted eine Blogtour zum Buch "Die Glücksschneiderin" von Ulrike Sosnitza veranstalten. Die wunderschönen Banner/Header und Storyhintergründe, die ihr auf unseren Blogs und bei Instagram finden könnt, sowie die Blogtourankündigung als Bewegtbild, hat übrigens Kathi erstellt. Traumhaft schön, findet ihr nicht auch? Ausserdem bedanken wir uns sehr herzlich bei der Autorin für dieses Rezensionsexemplar, das sie auch noch liebevoll signiert hat.
Ablauf der Blogtour:
21.6.21: Rezensionen zum Buch auf all unseren Blogs
22.6.21: Fast Fashion (bei Lesendes Federvieh)
23.6.21: Upcycling & nachhaltige Kleidung (bei mir :-) )
24.6.21: Interview (bei Book-addicted)
25.6.21: Rezepte auf all unseren Blogs und/oder bei uns auf Instagram, nach Lust und Laune ;-)
Heute also sind alle unsere Rezensionen online gegangen, respektive geht meine Rezension hiermit online und ich denke, ich kann für alle sprechen, wenn ich schreibe, dass uns dieses Buch wirklich sehr gut unterhalten hat, uns Wohlfühlmomente mit Kaffee und Kuchen geschenkt, aber auch zum Nachdenken und Mitfiebern gebracht hat. Und nun präsentiere ich euch feierlich meine Rezension zum Buch:
Beschreibung des Verlages:
Inhalt:
Die Leidenschaft zum Beruf machen und den ganzen Tag von Kaffee und Kuchen umgeben Kleider umnähen und massschneidern, sowie Nähkurse veranstalten? Clara hat sich dies gemeinsam mit ihrer Tante Sonja erfüllt und ein Nähcafé eröffnet. Während Sonja vor allem für das leibliche Wohl der Kundschaft verantwortlich ist, kümmert sich die gelernte Schneiderin Clara um die Änderungswünsche, die Nähkurse und das Schneidern von Kleidung. Ein traumhaft schönes Seidenkleid, das Clara als Rarität auf einem Flohmarkt aufgestöbert hat, und ihr Exfreund Finn, dessen Familie das Kleid gehört, lassen sie sich nicht nur auf eine historische Spurensuche rund um die Herkunft des Kleides begeben, sondern wecken in ihr auch alte Gefühle.
Meine Meinung:
Schon als Kind habe ich meinen Plüschtieren und auch mir selber Kleidung genäht/gehäkelt/gestrickt und obwohl sich in den letzten Jahren nur wenige Gelegenheiten ergeben haben, um wieder einmal länger und intensiver an der Nähmaschine zu sitzen, so geniesse ich es immer wieder, wenn Säume geflickt, oder Kleider und Hosen gekürzt oder umgenäht werden müssen, was sicher ein wenig in meinen Genen liegt. Schliesslich war eine meiner Omas Schneiderin.
Ausserdem liegt mir das Thema Nachhaltigkeit sehr, sehr am Herzen und zudem geniesse ich es, wenn ich mich in ein absolutes Wohlfühlbuch fallenlassen und dabei meine Seele ein wenig streicheln lassen kann. Alle diese Elemente hat Ulrike Sosnitza in "Die Glücksschneiderin" vereinen und mich damit auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen ansprechen können.
Schreibstil und Figuren:
Eingekuschelt in eine Decke bei einem intensiven Gewitter oder auch mit warmer Sommersonne im Gesicht lässt sich dieses Buch besonders gut lesen. Es lädt zum Stöbern in bunten Stoffbahnen ein und macht neugierig auf die Leckereien, die sich im Nähcafé entdecken lassen. Ausserdem werden zahlreiche wichtige Themen, wie der nachhaltige Konsum und der Klimawandel, aber auch die psychische Gesundheit oder die nicht immer ganz einfache Situation von Kindern getrennt lebender Eltern thematisiert. Somit wird das Buch - aller Romantik zum Trotz, die zuckersüss aber zugleich sehr realistisch daherkommt - sofort sehr tiefgründig und wirkt mitten aus dem Leben gegriffen, was mir persönlich immer sehr gut gefällt.
Clara hat mich begeistert, sind ihre Weltanschauungen doch wirklich deckungsgleich mit meinen. Und um ihren liebevollen Blick auf alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Form und Aussehen beneide ich sie sogar fast ein wenig, da kann ich mir definitiv noch eine Scheibe abschneiden. Claras fürsorgliche Tante Sonja, sowie Claras Mitbewohnerin Hella und die Mitbewohner Georg und Kilian habe ich ebenfalls in mein Herz geschlossen. Einzig Sonjas Tochter Merle hat es mir anfangs ein wenig schwerer gemacht, sie zu mögen, aber auch das hat sich im Verlauf der Geschichte gelegt.
Nachhaltigkeit:
Dieses Thema Nachhaltigkeit ist absolut omnipräsent, ohne belehrend zu werden. Vielmehr lebt Clara uns vor, was wir gerade im Bereich Bekleidung alles unternehmen können, um nachhaltiger zu leben. Der Vezicht auf Fast Fashion ist dabei ein wichtiger Part, aber es geht auch darum, Dinge zu reparieren und ändern, statt sie neu zu kaufen oder zu tauschen und verschenken, statt sie einfach zu entsorgen. Dazu habe ich mir in den letzten paar Jahren auch sehr viele Gedanken gemacht und ich freue mich darauf, diese in meinem Blogtour-Beitrag vom 23.6.21 mit euch zu teilen.
Was Clara aber sehr wichtig ist und was ich ebenfalls für wirklich wichtig halte: es geht nicht darum, komplett CO2-neutral zu leben und das ist natürlich auch gar nicht möglich. Es geht vielmehr darum, dass wir alle unser möglichstes tun, uns stets informieren und offen für Ideen sind sowie mit gutem Beispiel vorangehen, statt andere zu belehren und kritisieren.
Meine Empfehlung:
Zusätzliche Infos:
Titel: Die Glücksschneiderin
Autorin: Ulrike Sosnitza, 1965 in Darmstadt geboren, durchstreifte als junge Frau gerne den Wald, um alte Bäume zu fotografieren. Heute liebt sie ihren Garten, auch wenn die Blumen dort meist nicht so wachsen, wie sie sich das vorstellt. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg. »Sternenblütenträume« ist ihr vierter Roman bei Heyne. www.ulrike-sosnitza.de
Taschenbuch, Klappenbroschur: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-42489-0


















