Rezension: Novemberschokolade

Novemberschokolade - Ulrike Sosnitza

Beschreibung des Verlages:

Ein Roman, so bittersüß wie das Leben
Zimt, Koriander und natürlich Schokolade – in Würzburgs einzigartiger Chocolaterie liegen verheißungsvolle Düfte in der Luft. Hier zaubert Lea Winter die wunderbarsten Schokoladengenüsse. Doch Liebe und Begeisterung allein bezahlen keine Rechnungen. Lea steht kurz vor der Pleite, und der einzige Ausweg scheint die Teilnahme an einem Wettbewerb zu sein. Mitten in ihrer Recherche entdeckt sie ihre Mutter Anne, die vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand, in der Fachzeitschrift der Chocolatiers. Lea macht sich auf den Weg zu ihr und erfährt eine lang verdrängte, furchtbare Wahrheit.

TW: Suizid, Suizidversuch, Drogenmissbrauch, Alkoholmissbrauch

Inhalt:
Lea Winter steht kurz davor, ihre Chocolaterie aufgrund ihrer Schulden zu verlieren. Die Lieferanten liefern die für das Weihnachtsgeschäft dringenst benötigten Rohstoffe nicht mehr, der Restaurantbesitzer von nebenan hat es auf ihre Geschäftsräume abgesehen und zu aller Verwirrung entdeckt sie auch noch ihre lange verschollene Mutter in einem Zeitungsartikel. Zum Glück inspiriert sie der gutaussehende Alessandro zur Teilnahme an einem Wettbewerb, dessen Preisgeld einen grossen Teil ihrer Probleme lösen könnte.

Meine Meinung:
Im Juni 2021 habe ich "Die Glücksschneiderin" von Ulrike Sosnitza im Rahmen einer Blogtour gemeinsam mit Angelika und Kathi vom Blog Lesendes Ferdervieh und mit Nina von Book-addicted gelesen und habe nicht nur die sympathische Autorin sondern auch ihren Schreibstil ins Herz geschlossen. Ihre weiteren Bücher habe ich mir deshalb vorgemerkt und nun endlich "Novemberschokolade" gelesen.
Mit Lea Winter steht eine vom Leben ziemlich gebeutelte Frau im Zentrum, die allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Weg geht. Ihre beiden Mitarbeiterinnen Stella und Herlind sind sehr gute Freundinnen von ihr und versuchen tatkräftig, den bevorstehenden Konkurs abzuwenden.
Sofort habe ich mich im Schreibstil und in der warmen Chocolaterie wohlgefühlt und mich sehr gerne auf Lea Winters Geschichte eingelassen. Diese enthült einige tragische Wendungen in der Vergangenheit und ich kann mir vorstellen, dass - dem zuckersüss wirkenden Cover zum Trotz - eine Triggerwarnung nicht verkehrt gewesen wäre. Schon im Roman "Die Glücksschneiderin" habe ich nämlich bemerkt, dass Sosnitza sich oft auch Themen annimmt, die aufwühlen können. Das schätze ich sehr an ihr und es verleiht ihren Geschichten Tiefe, allerdings hätte es vielleicht am Anfang kurz angemerkt werden können.

Schreibstil und Aufbau:
Sosnitza schafft es, innige Freundschaft, die Suche nach den eigenen Wurzeln, ein wenig Romantik und ganz viel Wissen rund um die Herstellung köstlichster Pralinen und Desserts in diesem Buch zu vereinen. Ihre Worte beschreiben detailliert, lassen beim Lesen der Zubereitungsarten süsser Verführungen das Wasser im Munde zusammenlaufen und den Atem stocken, als Lea tief in die Geheimnisse ihrer Vergangenheit eintaucht. Einzig die Ausarbeitung der Figuren hätte noch ein wenig mehr von den Details und der Liebe erhalten können, welche die Naschwerke definitiv bekommen haben.
Ein grosser Unterhaltsungswert, ein wenig Witz und Spannung sorgen aber trotz der ein wenig naiven Protagonistin durchgehend dafür, dass diese Geschichte ans Herz geht und dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bücher der Autorin.

Meine Empfehlung:
Bittersüss, herzerwärmend, aufrüttelnd und packend erzählt Sosnitza die Geschichte von Lea Winter, die sich vom Leben im Stich gelassen fühlt und lernt, neuen Ideen und Menschen eine Chance zu geben. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mir schöne Lesestunden beschert. Ich empfehle es euch sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Novemberschokolade
Autorin: Ulrike Sosnitza, 1965 in Darmstadt geboren, durchstreifte als junge Frau gerne den Wald, um alte Bäume zu fotografieren. Heute liebt sie ihren Garten, auch wenn die Blumen dort meist nicht so wachsen, wie sie sich das vorstellt. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg. »Sternenblütenträume« ist ihr vierter Roman bei Heyne. www.ulrike-sosnitza.de
Taschenbuch, Klappenbroschur: 368 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Heyne
Erschienen am: 11. Oktober 2016
ISBN: 978-3-453-35906-2

Rezension: Mord im Herbst

Mord im Herbst - Henning Mankell

Reiheninfos zur Wallander-Reihe:
1. Mörder ohne Gesicht
2. Hunde von Riga
3. Die weisse Löwin
4. Der Mann, der lächelte
5. Die falsche Fährte
6. Die fünfte Frau
7. Mittsommermord
8. Die Brandmauer
9.Wallanders erster Fall und andere Erzählungn (vor dem ersten Wallander spielend aber erst später erschienen)
10. Vor dem Frost
11. Mord im Herbst (erst 2004 erschienen)
12. Der Feind im Schatten

Beschreibung des Verlages:
Kurt Wallander sehnt sich nach Ruhe und einem Haus auf dem Land. Vielleicht das alte Bauernhaus in Löderup, das er an einem trübkalten Herbsttag besichtigt? Doch mit dem Frieden ist es schnell vorbei, als er auf dem Weg durch den Garten stolpert: über eine Knochenhand – und mitten hinein in einen Mordfall, der eigentlich längst verjährt ist. Wallander stellt Recherchen an und lässt nicht locker. Bis er dem Mörder Auge in Auge gegenübersitzt.

Inhalt:
Ein Haus am Meer mit viel Garten könnte das neue Zuhause von Kurt Wallander werden. Ein Leichenfund in ebendiesem Garten lässt den Traum aber erst mal platzen und stellt den Ermittler vor einige Rätsel. Ausgerechnet im anbrechenden Winter und mit einigen anderen offenen Fällen auf dem Schreibtisch muss Wallander tief in der Vergangenheit graben und scheinbar ins Nichts laufende Ermittlungen anstellen.

Meine Meinung:
"Vor dem Frost" habe ich ja erst gerade beendet und erst beim Tippen der Rezension habe ich bemerkt, dass "Feind im Schatten" zwar bereits im Regal steht, dass "Mord im Herbst" aber vom Handlungszeitraum her noch vor diesem definitiv letzten Band der Wallander-Reihe anzusiedeln ist. Deshalb habe ich kurzentschlossen zugegriffen und das schmale Bändchen innerhalb einer einzigen Zugfahrt am 1.12. ausgelesen.
Für alle Wallander-Fans scheint die Geschichte auf den ersten Blick vielleicht ein wenig kurz, umfassen die anderen Fälle um den leicht kauzigen und desillusionierten Kommissar sonst doch stets um die 500 Seiten. Aber: Henning Mankell ist so ein grandioser Erzähler, dass er auch auf sehr viel weniger Seiten eine spannende, stimmungsvolle und überhaupt nicht zu kurz gefasste Erzählung zu konstruieren vermag. Dies hat er HIER ebenfalls gezeigt.
Einmal mehr überzeugt Mankell mit packenden, atmosphärischen Beschreibungen. Die Kälte und der nahende Winter sind beim Lesen stets spürbar. Auch die Stimmung auf dem Präsidium und zwischen Linda und Kurt Wallander lassen sich zwischen den Zeilen erahnen und sorgen für zusätzlichen Tiefgang.
Sicher sind der Fall, die Nebenfiguren und die Ermittlungsarbeit nicht ganz so vielschichtig aufgebaut, wie in den anderen Bänden der Reihe, trotzdem hat mir nichts gefehlt und ich habe diese kurze Erzählung sehr genossen.
Besonders gut gefallen hat mir das sehr persönliche Nachwort von Henning Mankell sowie die vom Verlag zusammengestellte Übersicht über alle Bände der Reihe inklusive deren Erscheinungsjahr und Handlungszeitpunkt.

Meine Empfehlung:
Der Band ist nicht nur für alle Fans der Reihe ein willkommener Lesesnack, sondern kann auch unabhängig von den restlichen Bänden gelesen werden, um sich ein Bild des Schreibstils zu machen. Von mir gibt es eine sehr herzliche Empfehlung für das Buch und ich freue mich schon auf mein letztes Abenteuer mit Kurt Wallander.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Mord im Herbst
Originaltitel: Handen
Autor: Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, war einer der großen schwedischen Gegenwartsautoren, von Lesern rund um die Welt geschätzt. Sein Werk wurde in über vierzig Sprachen übersetzt, es umfasst etwa vierzig Romane und zahlreiche Theaterstücke. Nicht nur sein Werk, sondern auch sein persönliches Engagement stand im Zeichen der Solidarität. Henning Mankell lebte abwechselnd in Schweden und Mosambik, wo er künstlerischer Leiter des Teatro Avenida in Maputo war. Er starb am 5. Oktober 2015 in Göteborg. Seine Taschenbücher erscheinen bei dtv. 
Sprache: Deutsch
Aus dem Schwedischen von: Wolfgang Butt
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 24.07.2015
ISBN:
978-3-423-21598-5

Leseliste Dezember 2022

Hallo ihr Lieben

Meine vielen Neuzugänge im November haben richtig viel Leselust bei mir geweckt und ich möchte meine neuen Bücher ganz bald lesen und mich im Dezember vor allem auch so richtig auf Weihnachten einstimmen. Trotzdem mache ich mir keinen Druck, schliesslich lassen sich die Weihnachtsbücher auch noch wunderbar in einem Jahr (oder zwei, oder drei) lesen :-D

Bereits und nur innerhalb einer einzigen Zugfahrt am 1.12. inhaliert habe ich "Mord im Herbst" von Henning Mankell. Eine Rezension sollte bereits morgen hier erscheinen.

Aktuell lese ich "Novemberschokolade" von Ulrike Sosnitza und habe die erste Erzählung in "Home for Christmas" gelesen. Dieser Band mit Erzählungen wird mich mindestens bis Weihnachten durch den Dezember begleiten und ich freue mich schon auf die weiteren Kapitel. Kurzgeschichten mag ich aktuell sehr gerne, sie lassen sich wunderbar in kurzen Pausen oder auf kurzen Zugfahrten lesen.

Sollten die sechs Bücher nicht reichen, so habe ich definitiv noch einige weitere Optionen, so schnell wird es mir mit meinem SuB nämlich nicht langweilig.

Welche Bücher habt ihr euch für den Dezember vorgenommen?
Ganz liebe Grüsse
Livia

Lese-Statistik November 2022

Bald ist 2022 auch schon wieder Geschichte und ich habe den letzten Herbstmonat mit einem grossen Konzertprojekt, meinem Geburtstag und vielen geselligen aber auch intensiven und sehr lehrreichen Momenten ordentlich geniessen können, wenn auch ich nicht so viel gelesen habe. Mein Lesemonat war eher durchwachsen, so richtig fesseln konnten mich nur der Anfang und der Schluss von "Seegrund" und ein richtiges Highlight kann ich leider nich benennen. Zum Glück hatte ich aber auch keinen Flop zu verbuchen.

Mein Lesemonat kurz und schmerzlos:

Viel Liebe zum Erzählen und packende Beschreibungen aber der Funke ist nicht ganz übergesprungen


Spannender Anfang und packender Schluss, viel Unterhaltung aber ein wenig ausschweifend in der Mitt


Unterhaltsame, manchmal ein wenig skurrile Geschichtensammlung, grandios erzählt, zu konstruiert


Zu ausschweifend erzählt, aber ansonsten gelungen, spannend, aktuell und intelligent aufgebaut


Alle Rezensionen und Seitenzahlen:

Wolfsmond - Stephen King   (960 Seiten)

Neuzugänge:

Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit habe ich wieder einmal einen Neuzugänge-Post für euch getippt. Schaut doch gerne vorbei.



Alle Zahlen in der Übersicht:

Gelesene Bücher: 4
Abgebrochene Bücher: -
Aussortierte Bücher: -
Somit in die Leseeule: 4 Franken
Gelesene Seiten: 1'808 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 60.27 Seiten
Bücher von Autorinnen: 1
Bücher von Autoren: 2
Gemischte Autor*innenduos (oder mehr): 1
Geschenkt bekommene Bücher: 2
Ausgeliehen: 1
Buchgewinn: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: -
Gekaufte Bücher: 7
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 10
SuB am Monatsbeginn: 76
Aktueller SuB: 83
Differenz: +7

Neuzugänge November 2022

Hallo ihr Lieben

Sehr lange gab es hier keinen Neuzugängepost. Aber weil der November voller schöner Neuzugänge war, möchte ich sie euch alle vorstellen. Ausserdem motiviert mich der Anblick dieser neuer Bücher gerade sehr und ich freue mich, dass mein SuB trotz dieser Neuzugänge im zweistelligen Bereich bleiben wird, sofern der Dezember nicht eskaliert. Ich habe mir ausserdem fest vorgenommen, alle Neuzugänge (mit Ausnahme natürlich der Reihenfortsetzungen) in den nächsten Wochen zu lesen.

Reihenfortsetzungen:
Und gerade in dem Moment, in dem ich "Reihenfortsetzungen" geschrieben habe, ist mir eingefallen, dass ich sogar noch ein Buch vergessen habe...es handelt sich dabei um "Nobiltà" von Donna Leon, dem siebten Band der Brunetti-Reihe. Wie auch "Rauhnacht" und "Schutzpatron" (Bände fünf und sechs der Kluftinger-Reihe), habe ich das Buch gebraucht im Bärner Brocki gekauft.
Weiter habe ich mir "Mord im Herbst" von Henning Mankell neu gekauft. Vielleicht erinnert ihr euch an "Vor dem Frost", das ich im Oktober gelesen habe. Beim Tippen der Rezension habe ich mir eine Übersicht aller Wallander-Krimis angesehen und dabei gemerkt, dass "Mord im Herbst" noch nicht in meinen/unseren Regalen steht (ich teile mir die Reihe mit meinem Vater). Da das Buch zwar später erschienen, aber vom Handlungszeitraum her zwischen "Vor dem Frost" und "Der Feind im Schatter" (der definitiv letzte Teil der Wallander-Reihe) einzuordnen ist, habe ich mir/uns das Buch kurzerhand gekauft.
Weiter habe ich mir "Eiskalte Provence" von Pierre Lagrange von einer Tante geliehen. Das Buch ist der sechste Band der Reihe um Commissaire Albin Leclerc. Bei Krimireihen lese ich ja oft erst einmal ein Buch mitten aus der Reihe, irgendwie stören mich da Spoiler so gar nicht und wenn mir ein Buch gefällt, kann ich die Reihe immer noch chronologisch lesen. Da der Band um Weihnachten herum spielt, konnte ich einfach nicht widerstehen und werde das Buch auch schon bald lesen.

Weihnachtsbücher:
Der Weihnachtsverkauf im Bärner Brocki ist am 4.11. eröffnet worden und gemeinsam mit einer Freundin habe ich mich in das Lichtermeer und die tollen Dekoartikel und Bücher gestürzt. Da ich weihnachtliche Romane zwar bereits viele Male aufgrund ihres wunderschönen Covers gekauft oder als Rezensionsexemplar angefragt, sie dann aber in der Regel sofort nach dem Lesen weiterverschenkt habe, habe ich den Sinn nicht mehr darin gesehen, mir diese Bücher neu zu kaufen und habe mir stattdessen erlaubt, sämtliche mir begegnenden Weihnachtsbücher gebraucht zu kaufen.
Es sind dann tatsächlich "nur" drei geworden:
"A Boy named Christmas" von Matt Haig, das wohl viele von euch bereits kennen, "Home for Christmas" erzählt von Levi Henriksen sowie "Zwei Katzen unterm Weihnachtsbaum" von Andrea Schacht. Alle diese Bücher möchte ich im Dezember lesen, mal sehen, ob mir das gelingt :-)

Geschenke:
Die liebe Anett vom Blog Anetts Bücherwelt hat mir "Verheizte Herzen" von Sarah Crossan geschenkt. Ich habe mich riesig darüber gefreut und bin schon ganz neugierig auf die in Versform erzählte Geschichte.
Vor ein wenig mehr als einem Jahr habe ich ausserdem "Die Glücksschneiderin" von Ulrike Sosnitza im Rahmen einer Blogtour gelesen. Der Schreibstil der Autorin hat mir so gut gefallen, dass ich mir ihre restlichen Bücher alle auf die Wunschliste gepackt habe. Von meinem Liebsten habe ich mir deshalb "Novemberschokolade" zum Geburtstag gewünscht (und auch bekommen) und ich freue mich schon sehr auf die Lektüre.

Sooooo, jetzt interessiert mich natürlich noch, welche meiner neuen Bücher ihr bereits kennt und wie sie euch gefallen haben. Über einen Austausch freue ich nich sehr.

Alles Liebe
Livia

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: 2
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: -
Gekaufte Bücher: 7
Eingesammelte Bücher: -
Ausgeliehene Bücher: 1
Gesamte Neuzugänge: 10
SuB am Monatsbeginn: 76
Aktueller SuB: 83