Lese-Statistik November 2018

 
Hallo ihr Lieben

Schon ist der 4.12.18 und gerade gestern noch habe ich meiner Cousine, die sich für ein Jahr auf Weltreise befindet, erzählt, dass es scheinbar jedes Jahr schneller geht, bis dann "endlich" Weihnachten ist und ich gar nichts dagegen hätte, wenn ich eine Woche länger Advent hätte, um alle meine Angelegenheiten zu ordnen und dann die Zeit zwischen den Jahren ganz still und in Ruhe mit meinen liebsten Menschen zu verbringen. Wem geht es noch so?

Das sind meine November-Neuzugänge, zum Post
 gelangt ihr durch einen Klick aufs Bild

Zumindest der November war gefühlt nach einer Woche vorbei und deshalb (und obwohl ich so viel Zeit im Zug verbracht habe) sieht meine Lese-Statsitik aus diesem neuzugängereichen Monat eher mau aus. Und der SuB ist dementsprechend gewachsen, ihm geht es aber im Dezember an den Kragen, das ist so eingeplant. Schliesslich bin ich mit den Weihnachtsvorbereitungen schon ziemlich weit, viele Geschenke sind organisiert oder zumindest geplant, ein paar Plätzchen sind schon gebacken und es stehen auch beruflich nicht mehr sehr viele Projekte an, respektive kann ich mich vor allem auf die Planung meiner Projekte für 2019 konzentrieren und bin entsprechend flexibel, was natürlich hilfreich ist :-)


Nun aber zu meinen gelesenen Bücher im Monat November (für mehr Infos: klickt aufs Bild):


Poetisch, romantisch, ein perfektes Buch über Freundschaft, Liebe und Familie:
https://www.randomhouse.de/Buch/Wenn-der-Rest-der-Welt-schlaeft/Rhys-Thomas/Wunderraum/e541712.rhd#biblios

Eine kleine Heldin mit um so grösserem Verstand und Herz, viel Humor und Bühnenerfahrung:
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/short/978-3-446-26047-4/

Spannung, rätselhafte "Suizide" und eine patente Pathologin:

Das Leserundenbuch und Highlight des Monats, obwohl dieser Lesemonat insgesamt grandios war:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Mondschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507461.rhd


Meine Rezensionen in der Übersicht:
Wenn der Rest der Welt schläft - Rhys Thomas   (448 Seiten)
Short - Holly Goldberg Sloan    (256 Seiten)
Dreh dich nicht um - Karin Slaughter   (462 Seiten)
Die Mondschwester - Lucinda Riley   (672 Seiten)

Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 4
Somit in die Leseeule: 4 Franken
Gelesene Seiten: 1'838 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 61.27 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 145
Aktueller SuB: 148
Differenz: + 3 (ups...)

Neuzugänge November 2018

Guten Mittag ihr Lieben

Eigentlich sollte dieser Post schon gestern online gehen, aber es war dann einfach zu gemütlich und entspannt bei uns und ich habe bewusst darauf verzichtet, mich an den Computer zu setzen, weshalb ich mir nun heute Zeit dafür nehme.
Ich hoffe sehr, dass die Kerzen in euren Adventskränzen brennen und ihr eine sehr friedliche und leuchtende Zeit vor euch habt. Der Liebste und ich haben heute Morgen ein paar Weihnachtslieder gehört und sind dann plötzlich von einem lauten Knall zusammengezuckt. Eine Amsel ist in die Scheibe unseres Wohnzimmers geflogen und ich habe sie sofort in die Wärme geholt, beruhigt und in ein Handtuch gepackt. Leider ist sie in meinen Armen gestorben und das passiert mir sehr oft. Ich weiss nicht, ob ich einfach besonders aufmerksam bin, was verletzte Vögel (und generell Tiere) anbelangt, oder ob ich die sonst irgendwie anziehe, aber wenigstes konnte ich der Amsel noch ein wenig Wärme und Trost spenden und bin mir sicher, dass sie so friedlicher in die andere Welt wandern konnte, als wenn sie auf dem kalten Betonboden auf unserem Balkon ganz alleine und in Panik hätte sterben müssen. Nachher werde ich sie zum Bach hinter unserem Haus bringen und sie dem Wasser übergeben, eine sehr schöne letzte Reise, wie ich finde. Auch das ist wohl Advent, Nächstenliebe und Licht (auch wenn ich mir den heutigen Sonntagmorgen natürlich ein wenig anders gewünscht hätte)...    

Bevor es hier aber zu trübsinnig wird, möchte ich wieder zum eigentlichen Thema des heutigen Posts übergehen und euch meine Neuzugänge aus dem Monat November vorstellen. Wie ihr sehen könnt, habe ich alle meine Ziele in den Wind geschlagen, ganz viel Weihnachten hier einziehen und so meinen SuB ziemlich in die Höhe schnellen lassen. Aber das ist im November und Dezember ein wenig üblich bei mir, Geburtstag und Weihnachten fast direkt hintereinander sind halt schon ein guter Grund, um viele Bücher zu horten. Tatsächlich sieht es aktuell so aus, als würde mich im Dezember (abgesehen von eventuellen Weihnachtsgeschenken) aber nur noch ein Buch erreichen und das ist ja für den Anfang schon einmal sehr überschaubar :-)

Und hier endlich meine Neuzugänge aus dem Monat November (für Details, klickt aufs Bild):
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Mondschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507461.rhd
Dieses Buch passt sehr gut zu meinem heutigen Vogel-Zwischenfall... Tiggy ist nämlich die fünfte und sehr tierliebende Schwester in der Sieben-Schwestern-Reihe und ich habe dieses Buch in einer wirklich spannenden Leserunde bei Andrea von Leseblick gelesen und auch schon rezensiert. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und kann es nun schon kaum wieder erwarten, endlich zum sechsten Band der Reihe greifen zu dürfen, aber das geht ja leider noch ein Weilchen...
HIER findet ihr übrigens meine Rezension.

 
Dann hat mich mich ein Leserundenbuch aus dem Verlag Bastei-Lübbe erreicht, das ich im Rahmen einer Leserjury-Leserunde lesen darf (und heute werde ich mir dann endlich, endlich den ersten Teil gönnen, morgen beginnt nämlich schon die zweite Woche). Weihnachten zieht also definitiv schon jetzt bei mir ein :-)

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Schlittschuhglueck-und-Mandelduft/Debbie-Johnson/Heyne/e544701.rhd 
"Schlittschuhglück und Mandelduft" von Debbie Johnson, ein weiteres weihnachtliches Buch (und ebenfalls ein Rezensionsexemplar) hat mich aus dem Heyne-Verlag erreicht. Es ist der dritte Teil um das Comfort Food Café nach Frühstück mit Meerblick (Band 1) und Weihnachten mit dir (Band 2) und hat mir bereits einige sehr tränenreiche Lesestunden beschert und wenn alles klappt, werde ich heute noch die letzten 50 Seiten davon lesen.

Oh, ich schäme mich so, es geht nämlich mit Rezensionsexemplaren weiter. Gleich zwei Bücher habe ich aus dem Verlag Harper Collins angefragt und auch bekommen:
 
Noch einmal wird es sehr weihnachtlich und zwar darf ich "Der Winter der Wunder" von Debbie Macomber lesen. Ich freue mich sehr auf dieses Buch, weil ich die Autorin wirklich sehr gerne mag. Wer kennt es denn schon?
https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/das-versprechen-dich-zu-finden
"Das Versprechen, dich zu finden" von Anne Youngson stammt ebenfalls aus diesem Verlag und verspricht die Geschichte um eine grosse Freunschaft und einen Rückblick auf das Leben, sowie die Beschäftigung mit ganz grossen Fragen, die Menschen am Ende ihres Lebens beschäftigen. Klingt gut, oder?

Diese zwei Bücher (und der tolle Blumenstrauss, der mir vom Liebste übergeben wurde), habe ich zu meinem Geburtstag bekommen. "Der Christbaumdieb" ist ein Krimiadventskalender aus dem St. Benno-Verlag und ich habe dieses Buch von meinen Eltern erhalten und werde heute die ersten beiden Kapitel lesen, weil ich gestern gar nicht zum Lesen gekommen bin.
"Der Samichlaus und das verschwundene Christkindli" von Frank Baumann ist im Verlag Wörterseh erschienen und ist ebenfalls ein buchiger Adventskalender. Dieses Buch habe ich von meiner Schwester bekommen und war begeistert davon, weil mich diese fantastische Rezension bei Daniela schon neugierig gemacht hat.

Soooo, diesen Bücherstapel habe ich im November bekommen und ich werde alles daran setzen, meinen SuB im Dezember wieder ein wenig abzubauen. Auf die vielen sicher tollen Bücher freue ich mich aber schon sehr und bin ganz gespannt auf die Geschichten, die mich noch erwarten.

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: 2
Rezensionsexemplare: 5
Gekaufte Bücher: -
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 7
SuB am Monatsbeginn: 145
Aktueller SuB: 148

Rezension: Die Mondschwester

Die Mondschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern
5. Die Mondschwester

Beschreibung des Verlages:
Tiggy d’Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ... 

Meine Meinung:
Endlich, endlich wieder einmal durfte ich mit einer der sieben Schwestern um die halbe Welt reisen und dies sogar wieder in einer Leserunde, veranstaltet von Andrea auf ihrem Blog Leseblick. Die Leserunde läuft noch und auch wir, die das Buch bereits gelesen haben, schauen noch regelmässig vorbei, damit der Austausch weiterhin stattfinden kann, es lohnt sich also :-)
Nach der Enttäuschung, die ich mit CeCe, einer grässlich egoistischen und unglaubwürdigen Schwester, die weder vorher noch nachher in einem der Bände wieder so erscheint, wie sie in "ihrem" Band dargestellt wird, lagen meine ganzen Hoffnungen bei Tiggy. Diese wirkte auf mich in den vorherigen Bänden immer ein wenig klein und zierlich, schutzbedürftig und unsicher. Das liegt sicher auch an ihrem verniedlichenden Namen. Im Buch "Die Mondschwester" haben ich dann mehr über sie erfahren und ganz neue Seiten an ihr, wie ihre innere Stärke, ihren Willen, ihre grosse Verbundenheit mit der Natur und ihr liebenswürdiges Wesen kennengelernt. Tiggy war mir also wieder sehr sympathisch und ich habe voller Freude mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass die Suche nach ihrer Familie sie erfolgreich und vor allem mit neuem Selbstbewusstsein zurück in die Heimat und zu sich selber führen würde.
Und tatsächlich, kaum in Spanien angekommen, findet Tiggy, die schon immer ein besonderes Gespür für die Natur und die Menschen hatte, ihre Familie auf Anhieb. Dann erst reisen wir mit ihr in die Vergangenheit, in ein Spanien, das kurz vor dem Bürgerkrieg und dem zweiten Weltkrieg steht, und erleben die schillernde und tragische Geschichte ihrer Grossmutter Lucia, der berühmtesten Flamencotänzerin ihrer Zeit.

Schreibstil und Handlung:
Tiggy liebt die Tierwelt und Lucinda Riley macht bei den Szenen, die Tiggy in Spanien und in der Natur verbringt keinen Halt vor mystischen Beschreibungen. Für mich ist es selbstverständlich, dass ein fast schon spiritueller Bezug, wie ihn viele Naturvölker pflegen, zur Tierliebe dazugehört und deshalb waren diese Szenen meiner Meinung nach sehr, sehr stimmig gestaltet. In der Leserunde waren wir aber diesbezüglich ein wenig geteilter Meinung. Deshalb: wer sich darauf einlassen und diese Bezüge so hinnehmen kann, wird das Buch lieben. Ewige Skeptiker oder gar Menschen, welche mit der Natur nicht viel anfangen können (die soll es ja leider geben) sind mit dem Buch vielleicht nicht bestens beraten. Wer sich aber auf das Buch einlässt, wird mit Naturbezügen, Gitano-Temperament und vielen historischen Details, sowie liebevoll ausgearbeiteten Figuren belohnt.
Obwohl ich anfangs so meine Zweifel bezüglich sommerlichem Spanien und winterlichem Schottland in einem Buch hatte, kann ich nur sagen, dass dies wunderbar gepasst und vor allem der Vergangenheitsstrang einmal mehr Lucinda Rileys sprachliches Talent gezeigt hat. Besonders bewundernswert dabei: die Autorin hat aufgrund einer Krankheit lange im Krankenhaus gelegen und trotzdem mehrere Rechereisen angetreten und auch insgesamt wieder eine beeindruckende Recherchearbeit geleistet. Im Anhang finden sich weiterführende Buchtipps und Quellenangaben, welche mich auf die Spuren der legendären Flamencotänzerin Carmen Amaya gebracht haben, die Riley als Vorbild für die Figur der Lucia gedient hat.

Meine Empfehlung:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der erste Band dieser Reihe mir immer noch am besten gefällt, Tiggys Geschichte kommt ihr aber sehr nahe. Vor allem die Szenen im verschneiten Schottland sind eine Gedankenreise wert. Mit Ausnahme des vierten Bandes, der CeCe ins Zentrum rückt, garantieren aber auch die anderen Schwestern und ihre Geschichten, sowie natürlich die tollen Aufmachung der Bücher, wundervolle Lesestunden. Ally und Tiggy sind mir dabei die liebsten Schwestern, von Star würde ich mich gerne einmal bekochen lassen und Maia dürfte mir sehr gerne die Welt aus ihrer Sicht zeigen. Von mir also auch für diesen Band eine sehr herzliche Leseempfehlung.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Mondschwester
Originaltitel: The Moon Sister
Autorin: Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
Hardcover mit Schutzumschlag, 672 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 12. November 2018
ISBN: 978-3-442-31446-1

Rezension: Dreh dich nicht um

 
Dreh dich nicht um - Karin Slaughter

Grant-County-Serie:
1. Belladonna
2. Vergiss mein nicht
3. Dreh dich nicht um
4. Schattenblume
5. Gottlos
6. Zerstört 

Klappentext:
Es ist schon der dritte Tote in einer Woche. Am Grant College haben die Studenten offenbar ein makaberes neues Hobby: Sterben. Doch Polizeichef Jeffrey Tolliver und die Rechtsmedizinerin Sara Linton werden den Verdacht nicht los, dass mit diesen Selbstmorden irgendetwas nicht stimmt …

Meine Meinung:
"Dreh dich nicht um" war mein erstes Buch der bekannten Krimi- und Thrillerautorin Karin Slaughter und auch wenn dieses Buch der dritte Teil einer Reihe ist und viele Infos zum ersten Teil der Reihe "Belladonna" enthält, liest es sich auch ohne weiteren Bezug sehr flüssig.
Mit den Figuren bin ich sofort warmgeworden, auch wenn am Anfang wirklich viele Namen aufgetaucht sind, die ich erst einmal ordnen musste. Auch wird vor sehr intensiven Themen, wie häusliche Gewalt/Vergewaltigung und Suizid nicht Halt gemacht und wem dies zu sehr an die Substanz geht, sollte die Finger definitiv von diesem Buch lassen.
Was mir ein wenig zu dramatisch dargestellt war, war die vor sich hin plätschernde On-Off-Beziehung zwischen Sara Linton und Jeffrey Tolliver. Da gab es ein paar Wendungen und Situationen, die meiner Meinung nach ein wenig zu gekünstelt wirkten, aber das hat der Handlung keinen Abbruch getan. Diese schritt zügig voran und legte Hinweise in alle Richtungen. Die Auflösung, das Finale war dann sehr durchdacht, wenn auch nicht wirklich überraschend, aber insgesamt habe ich "Dreh dich nicht um" sehr gerne gelesen.
Was ich mich allerdings frage: ist dieses Buch wirklich ein Thriller? Ich habe viel Brutalität, forensische Details und eine aufregende Jagd nach einem oder mehreren Mördern erlebt. Aber von Cliffhangern, Schreckmomenten, fast atemlos packender Spannung und einer komplett überraschenden Wendung am Ende habe ich nicht wirklich etwas mitbekommen und dies würde meiner Meinung nach eigentlich einen Thriller ausmachen. 

Schreibstil und Handlung:
Besonders positiv überrascht hat mich der Schreibstil. Was sich zuerst ein wenig wie ein charmanter Krimi mit einer sympathischen Rechtsmedizinerin, über deren Familiensituation man einiges erfährt, liest, entwickelt sich innerhalb von kürzester Zeit zum Albtraum. Ist Sara Linton persönlich betroffen? Gegen wen richtet sich die brutale Gewalt? Scheinbar immer einen Schritt zu spät tauchen Jeffrey Tolliver und sein Team bei den Toten ein und erkennen schnell, dass sie es mit einer scheinbar arrangierten Mordserie zu tun haben, die aber auch in kein Schema zu passen scheint.
Diese plötzliche Steigerung von dem typischen prickelnden Gefühl am Anfang eines Krimis, über die entspannte Atmosphäre zwischen Sara Linton und ihrer Schwester bis hin zu einem dramatischen Sog hat mich fasziniert. Ich war begeistert vom Schreibstil, den anatomischen Details und der fundiert dargestellten Polizeiarbeit.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch "Dreh dich nicht um", den dritten Roman der mittlerweile weltberühmten Karin Slaughter sehr gerne weiter, wenn auch ich noch ein wenig Luft nach oben vermute. Deshalb werde ich bald zu "Tote Augen" greifen, dem ersten Band der Georgia-Serie, in der Sara Linton Seite an Seite mit Will Trent aus der Will-Trent-Serie ermittelt. Dieses Buch liegt nämlich auch noch auf meinem SuB und möchte sehr gerne von mir gelesen werden :-)

Zusätzliche Infos:
Titel: Dreh dich nicht um
Originaltitel: A Faint Cold Fear
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisches Englisch
Übersetzt von: Sophie Zeitz
Taschenbuch: 462 Seiten
Verlag: Rororo
Erschienen: 5. Auflage Juli 2006
ISBN: 978-3-499-23649-5

Rezension: Short

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/short/978-3-446-26047-4/
Short, manchmal wächst man über sich hinaus -Holly Goldberg Sloan

Beschreibung des Verlages:
Manchmal wächst man über sich hinaus – eine Liebeserklärung an das Theater von Holy Goldberg-Sloan, der Autorin von „Glück ist eine Gleichung mit 7“
Julia ist zu kurz geraten für ihr Alter. Sogar ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist größer als sie. Als ihre Mutter sie zu einem Casting für die Musical-Produktion von "Der Zauberer von Oz" anmeldet, fragt sie sich, wozu. Sie kann weder singen noch tanzen – und sie ist … nicht groß. Doch Julia ist schnell verzaubert von der aufregenden Theaterwelt. All die ungeahnten Möglichkeiten und Inspirationsquellen! Julias Selbstbild ändert sich von Grund auf: Spielt es wirklich eine so große Rolle, welche Körpergröße man hat? Kommt es nicht vielmehr darauf an, wer man ist und was einen als Künstler ausmacht? Julia wachsen buchstäblich Flügel, und das nicht nur in ihrer Rolle als Fliegender Affe.  

Meine Meinung: 
Dieses Buch hat auf einem ganz besonderen Weg zu mir gefunden: ich habe es nämlich von der lieben Damaris geschenkt bekommen. Bei ihrem Beitrag zu diesem Buch habe ich ihr einen Kommentar hinterlassen und dabei erwähnt, dass ich mich sehr für das Buch interessiere, woraufhin sie es mir geschickt hat, weil sie sich sicher war, dass sie es kein zweites Mal lesen würde. Wirklich eine tolle Bloggerfreunschafts-Geschichte, findet ihr nicht auch?
Die Protagonistin Julia habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre kluge (und manchmal auch neunmalkluge) Art hat mich sehr an mich selber erinnert, wie ich als Kind immer wieder versucht habe, die Welt zu verstehen und mir mein Leben und gewisse Besonderheiten darin zu erklären. Sehr liebevoll wird geschildert, wie die eher klein geratene Julia aus sich herauswachsen und ganz neue Facetten an ihrem Leben, ihrer Familie und den anderen Menschen in ihrem Umfeld entdecken kann. Wahre Grösse kommt halt eben doch von innen und wenn es auch natürlich manchmal sehr praktisch ist, auf die Menschen herabzublicken, so hat auch Julias Blickwinkel auf die Welt seinen Reiz. Dass dieses Buch nicht nur unterhält, sondern gleichzeitig auch auf einige grosse Ungerechtigkeiten und Vorurteile in unserem Leben hinweist, macht es zu einem wichtigen und liebenswerten Jugendbuch.

Schreibstil und Handlung:
Dieses Geschichte wird aus Julias Sicht erzählt und weil Julia ein junges Mädchen ist, musste ich immer mal wieder über ihre interessanten Ansätze, sich ihr Leben zu erklären, schmunzeln. Wir als Erwachsene mit entsprechender Lebenserfahrung erkennen natürlich, was sich hinter den Wörtern versteckt, die Julia nicht versteht oder wer diese Menschen sind, die Julia nicht kennt. Um so unterhaltsamer ist es dann, dass Julia sich plötzlich in einer Musicalproduktion wiederfindet, obwohl sie weder singen noch tanzen kann. Und plötzlich wird sie innerhalb dieser Produktion auch noch befördert, weil sie aufgrund ihrer kleinen Körpergrösse Kriterien erfüllt, die auf andere nicht zutreffen. Und was wir Leserinnen und Leser schnell verstehen, was Julia aber nur nach und nach auf herrlich unterhaltsame Art klar wird: das Musical, die Bretter, die die Welt bedeuten, das sind alles nur Metaphern für das Leben und die Menschen. Und gerade dann, wenn man mit sich und der Welt einmal unzufrieden ist, ist die Bühne der perfekte Ort, um alles zu vergessen, was man sonst die ganzen langen Sommerferien durch mit sich herumschleppt. Die Erinnerung an Ramon, ihren geliebten und mittlerweile verstorbenen Hund oder die schmerzhaften Hänseleien, die Julia in der Schule aufgrund ihrer Körpergrösse über sich ergehen hat lassen müssen, beispielsweise.
Dass dabei noch so einiges über die Arbeit mit Schauspielern, einem berühmten Regisseur, Kritikern, einer speziellen Kostümbildnerin und ganz vielen Kindern, die ebenfalls ihre ersten Musicalerfahrungen sammeln, verraten wird, hat für mich einen besonderen Reiz dieses Buches ausgemacht und mich ein wenig Bühnenluft schnuppern lassen.

Meine Empfehlung:
Dieses kluge und unterhaltsame Jugendbuch behandelt ein Thema, das sonst in der Jugendliteratur nicht sehr oft zum Tragen kommt und gerade weil Julia uns ihre Welt so charmant und berührend näher bringt, hat dieses Buch sich einen besonderen Platz in meinem Herzen erobert.

Zusätzliche Infos:
Titel: Short, manchmal wächst man über sich hinaus
Originaltitel: Short
Autorin: Holly Goldberg Sloan ist Regisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin. Als sie mit 24 Jahren ihr erstes Drehbuch verkaufte, war sie schon viel herumgekommen und hatte in den Niederlanden, in Istanbul, New York City, Washington D.C. und Oregon gelebt. Heute ist sie sesshaft geworden und lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Santa Monica, Kalifornien. 2015 erschien ihr erstes Jugendbuch Glück ist eine Gleichung mit 7 bei Hanser, im Herbst 2018 folgte ihr Kinderbuch Short
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Katharina von Savigny 
Fester Einband: 256 Seiten 
Verlag: Hanser Verlag
Erscheinungsdatum: 20.08.2018 
ISBN: 978-3-446-26047-4