Lese-Statistik November 2019

Hallo ihr Lieben

Und endlich komme ich auch noch dazu, meine Lese-Statistik aus dem Monat November zu tippen. Es war ein turbulenter Monat, der für mich nicht nur beruflich, sondern vor allem auch privat einiges an Herausforderungen aber auch unvergesslich schönen Momenten bereithielt. Aber dazu unten im Post, zuerst einmal kommen wir zu den gelesenen Büchern im November. Wie ihr sehen könnt, sind das nur vier, aber knapp doppelt so viele Bücher liegen noch angelesen bei mir herum und deshalb sollte es hier - wenn es denn mal nach Plan läuft, was es aber selten tut - bald wieder Rezensionen regnen :-)

Diese Bücher habe ich im November gelesen:
Tiefgründiger Familienroman, der von den liebevoll ausgearbeiteten Beschreibungen und Figuren lebt
https://www.harpercollins.de/products/die-zeit-der-weihnachtsschwestern-9783745700350?_pos=2&_sid=31f1f5255&_ss=r

Humorvoller und gesellschaftskritischer Klassiker, der perfekt in den Winter passt
https://www.lovelybooks.de/autor/Erich-K%C3%A4stner/Drei-M%C3%A4nner-im-Schnee-48705525-w/

Feministische, provokative und informative Lektüre mit kritischen und humorvollen Texten und Skizzen
https://www.kremayr-scheriau.at/

Poetische, melancholische, intelligente und äusserst unterhaltsame Fortsetzung von Glennkill
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Garou/Leonie-Swann/Goldmann-TB/e346706.rhd

Alle meine Rezensionen:
Die Zeit der Weihnachtsschwestern - Sarah Morgan   (412 Seiten)
Drei Männer im Schnee - Erich Kästner   (240 Seiten)
No More Bullshit! - Sonority   (176 Seiten)
Garou - Leoni Swann   (416 Seiten)

Alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 4
Somit in die Leseeule: 4
Gelesene Seiten: 2284
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 76.13 Seiten
Neuzugänge: 6
SuB am Monatsbeginn: 131
Aktueller SuB: 134
Differenz: +3...ups....
 
Und privat...
Die Konzertsaison ist wieder voll im Gange, weshalb ich gerade sehr viel probe und auftrete und meine Schüler*innen wollen natürlich ebenfalls tolle Weihnachtskonzerte erleben, weshalb da auch einiges geplant und organisiert werden will, was spannend und aufregend, aber auch gerade sehr viel Arbeit ist. Gerade auch, weil wir eine ganze Woche weggefahren sind und dabei alles ein wenig aufgeschoben haben.
Ein besonderes Highlight, das sich immer noch wie ein Traum anfühlt, haben der Liebste und ich nämlich gemeinsam mit eingen lieben Menschen erfahren dürfen. Nach unserer standesamtlichen Hochzeit im September hat uns unser Weg nämlich nach Irland geführt, wo wir mit den Trauzeugen und ihren Partnern nicht nur eine wundervolle Woche voller Abenteuer, sondern auch eine freie Trauung auf der Halbinsel Howth nach keltischem Brauch (von unseren Trauzeugen liebevoll und heimlich für uns geplant) mit Blick auf die Insel Ireland's Eye erleben durften.
Zum Glück haben wir die wundervolle und einfühlsame Fotografin Tara Aherne für unseren grossen Tag buchen können und mussten uns nicht um die Fotos kümmern, sondern konnten einfach nur geniessen. Die Bilder werden wir in ca. vier Wochen erhalten. Eines hat sie uns aber bereits zukommen lassen:

Und nun wünsche ich euch einen wundervollen Lesemonat Dezember und ich freue mich sehr, wenn ihr mir in den Kommentaren den Link zu eurer Lesestatistik dalasst, damit ich euch einen Gegenbesuch abstatten kann. Viele Bücher, viele Blogbesuche und endlich wieder einmal ein paar Bloggeraktionen sind nämlich für die nächsten Tage und Wochen geplant. Ich werde mir sehr viel Zeit dafür nehmen und schätze jeden Austausch :-D

Neuzugänge November 2019

Hallo ihr Lieben

Mein November war ein enorm turbulenter Monat (mehr dazu morgen in der Monatsstatistik) und ich bin wirklich auch fast gar nicht zum Lesen, respektive Beenden von Büchern gekommen, weshalb sich meine Neuzugänge um so mehr auf meinen SuB auswirken. Im Dezember wird dann alles besser? Kaum. Aber wir werden sehen. Sollte ich all die begonnenen Bücher beenden, die hier sehr vernachlässigt herumliegen (der November war kein Monat, um sich lange auf ein Buch zu konzentrieren), kommt das gut. Ausserdem möchte ich noch einmal gründlich ausmisten, mal sehen, ob ich das dann schaffe :-)

Hier eingezogen sind diese zwei Rezensionsexemplare:
Im November haben mich zwei Rezensionsexemplare - eines davon heiss ersehnt - erreicht. Besonders gefreut habe ich mich auf "Die Sonnenschwester" von Lucinda Riley in der Übersetzung von Sonja Hauser, Sibylle Schmidt, Ursula Wulfekamp aus dem Goldmann-Verlag. Dieser sechste Teil der Reihe um die sieben Schwestern hat mich via Bloggerportal von Randomhouse erreicht und bin nun so froh, das Buch in einer Leserunde zu lesen. Organisiert wird diese Leserunde von Andrea auf ihrem Blog LeseBlick, schaut gerne dort vorbei und beteiligt euch. Jetzt schon kann ich aber sagen, dass ich total begeistert vom ersten Abschnitt war. Endlich wieder einmal reicht ein Band an den ersten Band heran und hat bisher keine Schwächen aufzuweisen.
Weiter hat "Wort für Wort zurück zu dir" von Melanie Hudson in der Übersetzung von Carina Obster aus dem Verlag Harper Collins zu mir gefunden. Auf diesen Briefroman freue ich mich auch schon sehr und bin mir sicher, dass ich viele vergnügliche und bewegte Stunden mit dem Buch erleben werde. Schliesslich geht es um zwei Frauen, die nach einem heftigen Streit über einen Briefwechsel wieder zueinanderfinden und da ich Briefromane so oder so sehr gerne mag, werde ich das Buch wohl schon im Dezember lesen.

Und selber gekauft habe ich mir:
"Verfasser unser, ein Lesebuch" von Gigi Margwelaschwili (herausgegeben von Kristina Wengorz und Jörg Sundermeier) aus dem Verbrecher-Verlag hat mich auf Instagram angelacht (respektive war das ein anderes Buch des Autors, aber das war bei meiner Buchhandlung gerade nicht vorrätig, also habe ich halt bei "Verfasser unser" zugegriffen) und deshalb musste es in meinen Warenkorb.
"Untenrum frei" von Margarete Stokowski aus dem Rowohlt-Verlag ist wohl einfach ein Muss. Das Buch war in den letzten Monaten in aller Munde und ich denke, dass ich mir da endlich ein eigenes Bild machen sollte. Deshalb wanderte auch das in meinen Warenkorb (Warenkorb zwar digital, aber im regionalen Fachhandel, soll auch mal noch gesagt sein).
Weiter habe ich mir "Lied über die geeignete Stelle für eine Notunterkunft" von Simone Hirth aus dem Verlag Kremayr&Scheriau gegönnt. Das Buch wurde von Jan gelobt und auch mir haben die ersten paar Kapitel schon sehr gut gefallen. Ich bin gespannt, was da noch auf mich zu kommt.
Zuletzt noch ist - ebenfall bei Kremayr&Scheriau erschienen - "No More Bullshit!" als eine Empfehlung von Alexandra bei mir eingezogen. Ich habe das Buch im November gelesen und sehr gerne gemocht, wenn mir auch ein paar Kapitel ein wenig zu überrissen waren. Zu meiner Rezension gelangt ihr HIER.

Und nun zu euch: welche meiner neuen Bücher kennt ihr schon? Wie haben sie euch gefallen? Wie viele Neuzugänge sind bei euch eingezogen?

Und nun noch ein wenig Statistik:
Geschenkt bekommene Bücher: -
Buchprämien: -
Rezensionsexemplare: 2
Gekaufte Bücher: 4
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 6
SuB am Monatsbeginn: 131
Aktueller SuB: 134

Leserunde bei LeseBlick: Die Sonnenschwester


Hallo ihr Lieben

Heute steige ich ebenfalls in die Leserunde zum Buch "Die Sonnenschwester" von Lucinda Riley in der Übersetzung von Sonja Hauser, Sibylle Schmidt und Ursula Wulfekamp ein. Die Leserunde wird von der lieben Andrea auf ihrem Blog LeseBlick veranstaltet und das Einsteigen ist jederzeit möglich.

Darum geht es im Buch (Achtung, 6. Band der Reihe):
Reich, berühmt und bildschön: das ist Elektra d’Aplièse, die als Model ein glamouröses Leben in New York führt. Doch der Schein trügt – in Wahrheit ist sie eine verzweifelte junge Frau, die im Begriff ist, ihr Leben zu ruinieren. Da taucht eines Tages ihre Großmutter Stella auf, von deren Existenz Elektra nichts wusste. Sie ist ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht. Als Stella ihr die berührende Lebensgeschichte der jungen Amerikanerin Cecily Huntley-Morgan erzählt, öffnet sich für Elektra die Tür zu einer neuen Welt. Denn Cecily lebte in den 1940er Jahren auf einer Farm in Afrika – wo einst Elektras Schicksal seinen Anfang nahm … Abschnitt 1 (Seite 1 - 130)


Das sind die Abschnitte:
Abschnitt 1 (Anfang bis Seite 130)
Abschnitt 2 (Seite 131 - 244)
Abschnitt 3 (Seite 245 - 376)
Abschnitt 4 (Seite 377 - 544)
Abschnitt 5 (Seite 545 - 696)
Abschnitt 6 (Seite 697 - Ende)

Diskutiert wird bei Andrea auf dem Blog in den Kommentaren.

Rezension: Garou

 
Garou - Leonie Swann

Beschreibung des Verlages:
Endlich ist es soweit. Die Schafe von Glennkill erkunden Europa. Gemeinsam mit ihrer neuen Schäferin Rebecca beziehen sie im Schatten eines französischen Schlosses ihr Winterquartier. Dann sterben plötzlich im Wald Rehe eines unnatürlichen Todes. Ein Werwolf, murmeln die Ziegen von der Nachbarweide. Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Doch spätestens, als ein Toter unter der alten Eiche liegt, ist klar, dass auch Hirngespinste tödlich sein können. Die Schafe heften sich auf die Spur des Garou und versuchen, mit Schafslogik, Mut und Kraftfutter sich selbst und ihre Schäferin zu retten.

Inhalt:
Es ist Winter geworden in Frankreich und gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca erleben die Schafe von Glennkill hautnah mit, dass scheinbar ein Werwolf sein Unwesen in den Wäldern nahe des geheimnisvollen Schlosses treibt. Die Schafe beginnen mit ihren Ermittlungen und bemerken bald, dass sie dieser Sache nur geschlossen als Herde und mit viel Köpfchen und Mut begegnen können. Einige Dinge scheinen nämlich wirklich sehr seltsam: Die sehr blutig im weissen Schnee drapierten Rehe, die geheimnisvoll vor sich hin quakenden Menschen - insbesondere der Schlossherr, der Gesichter macht - und die zerfetzten roten Kleidungsstücke ihrer Schäferin. Zum Glück verstehen die Ziegen auf der Nachbarweide das Quaken der Menschen und können auch sonst mit einigen Tipps und Tricks weiterhelfen, wo die Schafe im Dunkeln tappen.

Meine Meinung:
Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine begeisterte Rezension zu "Glennkill", das ich vor ein wenig mehr als drei Jahren gelesen habe. Deshalb habe ich sofort zugegriffen, als ich vor einigen Monaten dann auch noch "Garou" auf einem Büchertisch gratis zum Mitnehmen vorfand und ich kann euch jetzt schon verraten, dass ich hin und weg war von dieser Fortsetzung. Zuerst einmal hat mir das Setting sehr gut gefallen: ein einsam gelegenes Schloss in Frankreich, ein Wald und eine Schaf-, sowie eine Ziegenweide. Sonst gibt es nur ein paar Anwohner, aber ansonsten bleibt alles sehr einsam, still und auch ein wenig unheimlich. Die Ruhe währt aber - klar - nur kurz und ein paar richtiggehend zerfetzte Rehe liegen plötzlich im weissen Schnee. Weiter hat mich überzeugt, wie die Schafe wieder die Ermittlungen übernehmen und dies sogar mit der aussergewöhnlich originellen Hilfe einer Ziegenherde. Es herrscht zwar eine spezielle Hass-Liebe zwischen den beiden Herden, aber schnell merken die Schafe, was sie alles von den Ziegen lernen können und umgekehrt. Enorm witzig, klug, poetisch und sprachgewandt wird hier eine Geschichte erzählt, in der die Franzosen Menschen sind, die in den Ohren der die Englische Sprache gewohnten Schafe "quaken", in der es einen Schlossherr gibt, der Gesichter machen kann, in der aber auch Menschen auftauchen, die Rehe jagen und die einen Garou in sich tragen.

Schreibstil:
Man stelle sich vor, man sei ein Schaf...schwierig, oder nicht? Aber es gelingt Leonie Swann auch in diesem Buch, sich mit viel Feingefühl, äusserst humorvoll und ein wenig philosophisch in ein Schaf hineinzuversetzen. Dinge, die für uns Menschen selbstverständlich sind, würden Schafe also ganz anders "benennen". Dinge, die für Schafe selbstverständlich sind, nämlich, wie man grast oder auch, dass man Zigarettenstummel nicht essen sollte, erscheinen den Menschen im Buch nicht wirklich als logisch. Anders als im Erstling der Autorin kommt in Garou eine ganz andere Stimmung auf. Die ist nicht düster, sondern melancholisch. Der Winter ist da, der Tod greift um sich und so tragen die Schafe nicht nur Vorfreude auf den nahenden Frühling, sondern auch einige Gedanken um das eigene Sterben und Vergehen mit sich. Vor allem die inneren Monologe des Leitwidders, des Winterlamms oder auch des Garous haben wir diesbezüglich wirklich sehr gut gefallen. Schade, dass bisher kein weiterer Schafskrimi der Autorin erschienen ist, ich würde das Buch sofort verschlingen. Nun werde ich mir halt bald die anderen beiden Krimis gönnen, die Leonie Swann in der Zwischenzeit geschrieben hat.

Meine Empfehlung:
Sehr gerne empfehle ich euch auch den zweiten Schafskrimi von Leonie Swann weiter. Ich bin mir aber sicher, dass es sehr sinnvoll ist, zuerst "Glennkill" und dann erst "Garou" zu lesen. Schliesslich hat die Herde in der Zwischenzeit eine grosse Entwicklung durchgemacht.

Zusätzliche Infos:
Titel: Garou
Autorin: Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England und Berlin.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch, Klappenbroschur: 416 Seiten
Verlag: Goldmann
Erschienen am:  31. Oktober 2011
ISBN: 978-3-442-47359-5

Rezension: No More Bullshit!

 
No More Bullshit! - Sonority

Beschreibung des Verlages:
Der Pay Gap ist ein Mythos!“, „Biologisch gesehen haben Frauen und Männer eben unterschiedliche Kompetenzen!“ oder „Verstehst du keinen Spaß?“ Wenn diese Sätze bei Ihnen Augenrollen auslösen, dann brauchen Sie dieses Buch. Wenn Sie Stammtischweisheiten, Weiblichkeitsmythen und tradierte Vorurteile hinterfragen wollen, dann brauchen Sie dieses Buch. Und wenn Sie sich einfach nur denken: Bullshit!, dann brauchen Sie dieses Buch sogar unbedingt. Das Frauennetzwerk Sorority hat es sich mit der Veranstaltungsreihe „No More Bullshit!“ zur Aufgabe gemacht, altbekannten Killerphrasen etwas entgegenzusetzen: Fakten. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen*, Expertinnen* aus unterschiedlichen Branchen und Künstlerinnen* schult die Schwesternschaft nun unerbittlich den Blick für Stehsätze und liefert schlagkräftige Argumente für die nächste Stammtischrunde.

Mit Texten von u.a.:
Stefanie Sargnagel (Autorin/Künstlerin)
Romeo Bissuti (Klinischer Therapeut)
Tuulia Ortner (Psychologin)
Bettina Zehetner (Philosophin)
Laura Wiesböck (Soziologin) u.v.m.

Inhalt:
Wer von uns kennt sie nicht, die Sprüche, die scheinbar witzig und beiläufig daherkommen und oft so unter aller Kanone sind und meistens auch noch so unerwartet in den Raum gestellt werden, dass für eine sinnvolle Reaktion keine Zeit und keine Energie da ist?
Immer noch werden Fakten kathegorisch geleugnet und ignoriert um vor allem Frauen* klein zu halten, ihnen über den Mund zu fahren, ihre Thesen nicht ernst zu nehmen oder auch einfach vor versammelter Belegschaft eine Präsentation, einen wichtigen Arbeitsschritt oder eine krankheitsbedingte Abwesenheit ins Lächerliche zu ziehen. Dies geschieht in der Regel mit aus der Luft gegriffenen "Totschlagargumenten", Stammtischparolen und primitiven Äusserungen, die gängiges Recht verletzen, eine bestehende Faktenlage ignorieren und vor allem die Würde der damit bedachten Personen mit Füssen tritt.
Um dagegen eben nicht auch niveaulos, mit einem müden Lächeln oder gar schweigend anzugehen, hat das Netzwerk Sonority mit Wissenschaftler*innen zusammengearbeitet und in prägnanten, gründlich recherchierten Texten und mit stimmungsvollen, provokativen aber auch einfach humorvollen Illustrationen Antworten und Entgegnungen auf solche - oft komplett unbedachten - Äusserungen gesammelt.

Meine Meinung:
Über dieses Buch bin ich bei Instagram gestolpert und weil es mir von @readpackblog so dringend empfohlen worden ist, habe ich es mir vor knapp zwei Wochen gekauft. In meinem Urlaub habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, es auch kontrovers diskutiert und mir einzelne Abschnitte äusserst kritisch angesehen und kann sagen: ja, dieses Buch ist wichtig. Es ist gut recherchiert, es provoziert und regt zur Diskussion an. Es besteht mehrheitlich aus der Beschreibung von Situationen, die wir alle kennen und die sehr analytisch beleuchtet und mit einer passenden Antwort oder diversen Reaktionsmöglichkeiten versehen werden. Denn Schweigen ist oft Zustimmung und auch wenn man manchmal wirklich nur mit "Bullshit" antworten kann, so ist es doch ab und zu einfach total notwendig, sich überhaupt zu äussern, seinen Unmut kundzutun und bei Menschen, mit denen sich eine Diskussion lohnt, auch einmal nachzuhaken und mit einigen Gegenargumenten zu punkten. Einzelne Meinungen waren mir persönlich ein wenig zu überspitzt und extrem, das ist aber auch ein Stilmittel, das provokant auf sich aufmerksam macht und durchaus seine Berechtigung hat. Nicht nur - eben genau nicht nur - für Frauen* ist dieses Buch ein willkommenes Nachschlagewerk, von dem man sich verstanden fühlt und das ausserdem mit zusätzlichen Informationen Reaktionsmöglichkeiten für schwierige Situationen und Diskussionen aufzeigt.

Meine Empfehlung:
Kurzweilig und unterhaltsam, nachdenklich stimmend und insgesamt sehr fundiert recherchiert kommt dieses Nachschlagewerk für alle Lebenslagen und Leser*innen daher und punktet zusätzlich mit kritischen und sehr humorvollen Zeichnungen, Diagrammen, vielen, vielen Fakten und weiterführender Literatur.

Zusätzliche Infos:
Titel: No More Bullshit!
Autori*innen: Sonority 
Sprache: Deutsch
Klappenbroschur: 176 Seiten
Erscheinungstermin: Oktober 2018
ISBN: 978-3-218-01146-4