Wenn ich gross bin, flieg ich zu den Sternen - Kathrin Aehnlich
Klappentext:
Vom Kleinsein und vom Grösserwerden, von Christenlehre und Ernst Thälmann, von Gruppenratswahl und Schnäppchen im Gemüsekonsum: Kathrin Aehnlich erzählt von einer ostdeutschen Kindheit in den 60er Jahren, wie sie viele erlebt haben. In abgründig-ironischen Geschichten entlarvt sie Rollenklischees und Sprachhülsen und führt eine Welt vor, in der der Duft der grossen weiten Welt genauso verlockend scheint wie ein Pioniernachmittag im Kosmonautenzentrum.
Inhalt:
In der Ich-Form erzählt uns Kathrin Aehnlich einige wunderschön nostalgische und amüsante Geschichten, wie sie genau so hätten geschehen sein können. Geschichten aus einer ganz normalen Familie in Ostdeutschland. Von einem sparsamen, fast geizigen Vater, der Finanzprüfer war und auch privat immer mal wieder seine Ausgaben und die Ausgaben der Mutter verglich, das Haushaltsgeld kürzte und rationierte, aber eigentlich doch ein netter Kerl war. Von einer Mutter, welche sehr fürsorglich für ihre Familie sorgte, immer irgendwie versuchte, an ihrer "höheren Herzkunft" festzuhalten und ihrer Tochter deshalb teure Matrosenkleidchen zum Anziehen schicken liess und sich nur hinter dem Rücken des Vaters das neckische Kleid anzog und von einer Tochter, welche so gerne die Christenlehre mit der Kosmonautenlehre getauscht und Tante Elviras Frisur so gerichtet hätte, wie sie auf alten Fotografien aussah. Mit einem Augenzwinkern und sehr viel Liebe zum Detail und zur eigenen Geschichte beschreibt Kathrin Aehnlich Stereotypen und lässt doch ein wenig Heimat und Geborgenheit aufleben. Es steht nirgends so geschrieben, doch ich vermute stark, dass Kathrin Aehnlich auch aus ihrer eigenen Erinnerung schreibt und diese mit ihrer lebhaften Fantasie mischt.
Meine Meinung:
Ich liebe Kathrin Aehnlichs Schreibstil. Wenn ich ihre Worte lese, scheint es mir immer so, als würde sie diese einzeln und liebevoll aussuchen und so nach und nach ganze Sätze und Texte modellieren. Die Geschichten sind amüsant, manchmal ein wenig melancholisch, manchmal sehr, sehr lustig und vor allem toll ausgewählt und in einem sehr schönen Kontext. Dieses Buch hat definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.
Zusätzliche Infos:
Autorin: Kathrin Aehnlich
Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-492-25460-1
Neuzugang
Heute hat bereits das vierte Semester begonnen und heute bin ich auch wieder "nach Bern gezogen". Während den Semesterferien war ich ziemlich viel zu Hause und in den Ferien in Prag. Und als ich am Morgen den Briefkasten öffnete, fand ich dieses tolle Buch. Es beinhaltet eine ergreifende Geschichte über ein mutiges und starkes Mädchen und seine Familie und ich freue mich schon sehr auf die Lektüre.
Beschreibung des Verlages:
Zahra wurde im März 1986 geboren
Mit zwei Monaten erlitt sie bei einem Narkosezwischenfall eine schwere Hirnverletzung. Ihr ganzer Körper blieb gelähmt, und das Erlernen der gesprochenen Sprache war dem Kind nicht mehr möglich.Trotzdem besuchte Zahra die Grundschule und schaffte den Eintritt ins Gymnasium. Ihre mit Hilfe der gestützten Kommunikation überlieferten Texte bezeugen, dass sie trotz ihrer Hirnverletzung kein geistig behindertes, sondern ein intelligentes, denkendes und fühlendes Mädchen war. Mit 16 Jahren starb sie an einer Grippe.
Mein herzlicher Dank gilt dem elfundzehn Verlag.
Beschreibung des Verlages:
Zahra wurde im März 1986 geboren
Mit zwei Monaten erlitt sie bei einem Narkosezwischenfall eine schwere Hirnverletzung. Ihr ganzer Körper blieb gelähmt, und das Erlernen der gesprochenen Sprache war dem Kind nicht mehr möglich.Trotzdem besuchte Zahra die Grundschule und schaffte den Eintritt ins Gymnasium. Ihre mit Hilfe der gestützten Kommunikation überlieferten Texte bezeugen, dass sie trotz ihrer Hirnverletzung kein geistig behindertes, sondern ein intelligentes, denkendes und fühlendes Mädchen war. Mit 16 Jahren starb sie an einer Grippe.
Mein herzlicher Dank gilt dem elfundzehn Verlag.
Der Märchenerzähler
Der Märchenerzähler - Antonia Michaelis
Beschreibung:
Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte - lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis.
Inhalt:
Abel ist ganz anders als alle anderen Jungs in seinem Jahrgang. Er ist still, traurig und geheimnisvoll. Und er verkauft auf dem Schulhof Drogen. Aber das ist es nicht, was Anna so fasziniert. Vielmehr hat Abel eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die so gross und mächtig ist, dass sie über Leben und Tod entscheidet. Eine Geschichte, die zugleich Gefangenschaft und Erlösung bedeutet, Liebe und Hass. Und genau dieser Geschichte will Anna auf den Grund gehen und so kommt es, dass nicht nur Abels Schwester Micha sondern auch Anna dieser Geschichte folgen und in den Bann der märchenhaften Worte geraten. Anna lernt so Abel und dessen Schwester sowie deren gemeinsame Familiengeschichte besser kennen. Sie sieht, wie es ist, wenn man wirklich ganz alleine ist und sich nur noch an einer Geschichte festklammern kann. Sie sieht, wie sehr sich gewisse Menschen ihr Leben schön reden und in ein Märchen verpacken müssen. Dieses Leben ist ihr, welche in einem finanziell starken und gut behüteten Elternhaus aufgewachsen ist, eher fremd. Sie versucht, zu helfen und zu verstehen und verliert so immer mehr den Bezug zu ihrer eigenen Familie und ihren Freundinnen. Seltsame Zusammenhänge zu furchtbaren Ereignissen, ihre totale Verliebtheit und ein immer rasanteres Erzähltempo lassen Annas Gedanken Tag und Nacht um Abel kreisen. Aber erst als Anna schon zu viel weiss, als sie schon Gefühle für Abel entwickelt und dessen Schwester ins Herz geschlossen hat, realisiert sie, dass diese Erzählung mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat, als sie alle denken. Erst, als es kein Entkommen mehr gibt und die Geschichte zwangsläufig zu einem Ende geführt werden muss. Wird ihre Liebe genug stark sein, um das Ende der Geschichte zu überstehen?
Meine Meinung:
Am Anfang dachte ich, dass dieses Buch eine "ganz normale" und immer gleich ablaufende Geschichte über Teenager, das Erwachsenwerden und die erste grosse Liebe enthalten würde. Nach aber etwa fünfzig Zeiten hatte mich die Geschichte von Anna und Abel so sehr gefesselt, dass ich das Buch in einem Zug las. Auch wenn gewisse Dialoge manchmal etwas zu gestelzt oder frühreif daher kamen, so haben mich das Märchenhafte und die wunderschöne und sehr gut passende Wortwahl sowie der flüssige Schreibstil vollständig überzeugt. Ein sehr reifes und ehrliches Jugendbuch, welches verzaubert und fesselt.
Zusätzliche Infos:
Autorin: Antonia Michaelis
Fester Einband: 446 Seiten
Verlag: Oetinger
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-7891-4289-5
Beschreibung:
Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und ein zu Herzen gehende Liebesgeschichte - lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis.
Inhalt:
Abel ist ganz anders als alle anderen Jungs in seinem Jahrgang. Er ist still, traurig und geheimnisvoll. Und er verkauft auf dem Schulhof Drogen. Aber das ist es nicht, was Anna so fasziniert. Vielmehr hat Abel eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die so gross und mächtig ist, dass sie über Leben und Tod entscheidet. Eine Geschichte, die zugleich Gefangenschaft und Erlösung bedeutet, Liebe und Hass. Und genau dieser Geschichte will Anna auf den Grund gehen und so kommt es, dass nicht nur Abels Schwester Micha sondern auch Anna dieser Geschichte folgen und in den Bann der märchenhaften Worte geraten. Anna lernt so Abel und dessen Schwester sowie deren gemeinsame Familiengeschichte besser kennen. Sie sieht, wie es ist, wenn man wirklich ganz alleine ist und sich nur noch an einer Geschichte festklammern kann. Sie sieht, wie sehr sich gewisse Menschen ihr Leben schön reden und in ein Märchen verpacken müssen. Dieses Leben ist ihr, welche in einem finanziell starken und gut behüteten Elternhaus aufgewachsen ist, eher fremd. Sie versucht, zu helfen und zu verstehen und verliert so immer mehr den Bezug zu ihrer eigenen Familie und ihren Freundinnen. Seltsame Zusammenhänge zu furchtbaren Ereignissen, ihre totale Verliebtheit und ein immer rasanteres Erzähltempo lassen Annas Gedanken Tag und Nacht um Abel kreisen. Aber erst als Anna schon zu viel weiss, als sie schon Gefühle für Abel entwickelt und dessen Schwester ins Herz geschlossen hat, realisiert sie, dass diese Erzählung mehr mit der Wirklichkeit zu tun hat, als sie alle denken. Erst, als es kein Entkommen mehr gibt und die Geschichte zwangsläufig zu einem Ende geführt werden muss. Wird ihre Liebe genug stark sein, um das Ende der Geschichte zu überstehen?
Meine Meinung:
Am Anfang dachte ich, dass dieses Buch eine "ganz normale" und immer gleich ablaufende Geschichte über Teenager, das Erwachsenwerden und die erste grosse Liebe enthalten würde. Nach aber etwa fünfzig Zeiten hatte mich die Geschichte von Anna und Abel so sehr gefesselt, dass ich das Buch in einem Zug las. Auch wenn gewisse Dialoge manchmal etwas zu gestelzt oder frühreif daher kamen, so haben mich das Märchenhafte und die wunderschöne und sehr gut passende Wortwahl sowie der flüssige Schreibstil vollständig überzeugt. Ein sehr reifes und ehrliches Jugendbuch, welches verzaubert und fesselt.
Zusätzliche Infos:
Autorin: Antonia Michaelis
Fester Einband: 446 Seiten
Verlag: Oetinger
Sprache: Deutsch
ISBN 978-3-7891-4289-5
Prag
Nachdem wir die Nacht im Car verbracht hatten, kamen wir um 6.30 Uhr morgens in Prag an. Zu unserem Entsetzen, lag dort überhaupt kein Schnee, während die Schweiz und Deutschland im Schnee versanken. Aber zum Glück konnten wir das Hotelzimmer im wunderschönen, zentralen und extrem preiswerten Hotel Harmony sofort beziehen. Dort schliefen wir erst einmal ein paar Stunden nach und dann suchten wir auf der Karte nach allen Orten und Restaurants, die wir unbedingt besuchen wollten.
Wir beschlossen, am ersten Tag bei Švejk zu essen und bekamen so eine originalgetreue und gemütliche Restaurantatmosphäre vermittelt, die dem braven Soldaten Schwejk sicher gefallen hätte. Ein Slivovitz und ein grosses Bier pro Person
wurden dort sofort auf den Tisch gestellt, als wir die Speisekarten
studierten. Auf nüchternen Magen und ohne viel geschlafen zu haben,
wirkten diese Getränke Wunder und als wir wieder munter und um einige
tschechische Kronen ärmer waren, besichtigten wir Vyšehrad. Der
wunderschöne Friedhof auf diesem Hügel beherbergt die ganze tschechische
Prominenz und der Blick über die Moldau liess uns die kalten
Temperaturen vergessen.
Wir spazierten noch durch ganz Prag und am Sonntag konnten wir dann im Prager Nationaltheater die Oper Cert a Kaca besuchen. Die Vorstellung hat uns sehr gefallen und da es in Prag an diesem Tag auch nicht mehr so bevölkt war, machte uns die Stadt gleich noch viel mehr Spass.
In den folgenden Tagen besuchten wir eine Vorstellung in einem Schwarzen Theater, wir assen in einheimischen Restaurants und tranken Kaffee in den unterschiedlichsten Kaffeehäuser. Die Prager Burg und das Kloster, der Wenzelsplatz, einige tolle Blues Bars und natürlich die Karlsbrücke standen auch auf unserem Programm (und sogar ich würde mittlerweile ohne Probleme den Weg zum Hotel zurück finden) und am Dienstag begann es dann zu unserer grossen Freude endlich zu schneien.

Am Freitagabend um 23.00 Uhr reisten wir dann wieder ab und kamen (nachdem wir mehr als eine Stunde vor der Schweizer Grenze gewartet hatten) um 10.00 Uhr in Zürich beim Bahnhof an. Von dort reisten wir noch nach Hause und gönnten uns erst einmal ein üppiges Mittagessen und einen starken Kaffee.
In den folgenden Tagen besuchten wir eine Vorstellung in einem Schwarzen Theater, wir assen in einheimischen Restaurants und tranken Kaffee in den unterschiedlichsten Kaffeehäuser. Die Prager Burg und das Kloster, der Wenzelsplatz, einige tolle Blues Bars und natürlich die Karlsbrücke standen auch auf unserem Programm (und sogar ich würde mittlerweile ohne Probleme den Weg zum Hotel zurück finden) und am Dienstag begann es dann zu unserer grossen Freude endlich zu schneien.
![]() |
| Auf dem Dorfplatz |
| Sogar einen LUSH haben wir gefunden :-) |
![]() |
| Schnee... |
| Beim Prager Schloss |
| Die Klosterkirche |
| Und eine Gitarrenduo als Abschluss |
Zurück aus Prag
| Das Prager Schloss |
| Blick vom Schlosshügel aus über die winterliche Stadt |
Bis morgen also und noch einen schönen Nachmittag
Eponine




