Kurzrezension: Shining

Shining - Stephen King

Beschreibung des Verlages:

Ein Hotel in den Bergen von Colorado. Jack Torrance, ein verkrachter Intellektueller mit Psycho-Problemen, bekommt den Job als Hausmeister, um den er sich beworben hat. Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny reist er in den letzten Tagen des Herbstes an. Das Hotel "Overlook" ist ein verrufener Ort. Wer sich ihm ausliefert, verfällt ihm, wird zum ausführenden Organ aller bösen Träume und Wünsche, die sich in ihm manifestieren. Der Alptraum beginnt ...

Inhalt:
Das Hotel "Overlook" wird über den Winter in Tiefschlaf versetzt und nur der temporäre Hausmeister Jack Torrance und seine Familie sorgen vor Ort nach dem Rechten. Hätte man das Hotel wirklich eingewintert und abgeschlossen, wie man das mit Berghütten im Winter teilweise macht, wäre alles gut gegangen, aber natürlich kommt es anders und in der Einsamkeit des Eingeschneiten Ortes werden dunkle Gedanken und böse Träume plötzlich sehr laut.

Meine Meinung:
Stephen Kings Bücher habe ich vor allem als Kind gelesen und vor einem Jahr habe ich dann die Reihe um den dunklen Turm beendet. In Kings Romanen gefallen mir immer die aktuellen Bezüge, die popkulturellen Elemente, Querverweise auf andere Romane, die politischen Botschaften, die unglaublich kreative Gestaltung des Plots und die Tatsache, dass alle seine Helden irgendwie auch Antihelden sind und umgekehrt. Was mir nicht gefällt, sind die Längen, die ich bisher in fast jedem seiner Romane angetroffen habe (und lustigerweise streiten sich eingefleischte King-Fans darum, ob sich in seinen Romanen wirklich Längen finden...). So ist es mir auch mit "Shining" ergangen, das mich immer wieder überrascht und wunderbar unterhalten hat und das (abgesehen vom N-Wort) erstaunlich gut gealtert ist. Wichtige gesellschaftliche Themen wie Alkoholismus und häusliche Gewalt finden darin Einzug und bilden einen starken Kontrast zum sonst eher unterhaltsamen und spannenden Plot. Ausserdem hat mir gefallen, dass King auch in "Shining" einen kleinen Jungen mit einem mutigen Herz zum Helden macht. Aber auch in diesem Roman haben sich Passagen gefunden, die sich extrem gezogen haben und bei denen ich mich gefragt habe, warum ich mir schon wieder einen King-Roman antue... Natürlich hat sich die Anstrengung - wie bisher immer, wie ich finde - gelohnt und das Ende hat mich noch einmal so richtig mitgerissen. Auch habe ich dadurch Lust darauf bekommen, weitere Romane aus Kings Feder zu lesen, auch wenn ich genau weiss, dass ich mich beim Lesen wieder verfluchen werde für die Buchauswahl. Ein wenig gestört haben mich übrigens die vielen Tippfehler, die auf ein äusserst mangelhaftes Lektorat schliessen lassen, ich bin mir aber sicher, dass meine ziemlich alte Ausgabe, die mir übrigens ein guter Freund geliehen hat, mittlerweile schon einige Male überarbeitet worden ist. Vielleicht sogar in Bezug auf Political correctness...

Meine Empfehlung:

Dieser fünfzigjährige Klassiker hat nichts über die Jahre nichts an Spannung eingebüsst und kommt erfrischend kreativ konstruiert daher. Sicher ein Muss für Fans des Genres.

Zusätzliche Infos:
Titel:
Shining
Originaltitel: Shining
Autor: Stephen Edwin King wurde am 21.9.1947 in Portland, Maine, geboren. Nach dem Studium der englischen Literatur an der University of Maine (und seiner Heirat mit Tabitha Spruce) trat er 1971 eine Stelle als Lehrer an der Hampden Academy in Maine an. Nach ersten Veröffentlichungen von Kurzgeschichten kam 1974 sein erster Roman Carrie auf den Markt - der Beginn seiner Karriere als freier Schriftsteller. Bis heute lebt und arbeitet Stephen King in Maine.
Sprache: Deutsch
Aus dem amerikanischen Englisch von: Harro Christensen
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum dieser Ausgabe: 31.10.2019
ISBN: 978-3-404-13089-4

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