Unser erstes komplett eingerichtetes Zimmer

Grün, grün, grün, grün, grün... Es ist unschwer zu erkennen, welche Farbe unsere kleine aber feine Wohlfühloase dominiert. Grün war schon immer meine liebste Badezimmerfarbe. Nur konnte ich in meiner alten Wohnung das Bad nicht grün einrichten, weil die nicht weiss verputzten Wände in einem ziemlich hässlichen Gelbton daher kamen.
Als der Liebste und ich wussten, dass wir ein komplett weisses Badezimmer bekommen würden, kauften wir diese Einrichtung schon einmal ein. Weit vor der Schlüsselübergabe und grün dominiert. Am 3.7. war das Badezimmer bereits vollständig eingerichtet und nur der Duschvorhang fehlte noch. Den kauften wir aber beim nächsten Möbelhausbesuch doch noch ein (im Internet hatten wir zuvor den "perfekten" und nicht zu überteuerten Duschvorhang gesucht und dann nur noch am richtigen Ort eingekauft) und ein wenig putzen musste ich das Ganze dann auch noch. Auf dem weissen Boden sieht man ja nämlich jedes Stäubchen... Aber dies ist es wert. Wie gefällt euch unser grüner Schatz?





Kurzrezension: Sergej Sergejewitsch Prokofjew

Sergej Sergejewitsch Prokofjew - Nataja Pawlowna Sawkina

Sergej Prokofjew gilt als Klassiker des 20. Jahrhunderts; seine Musik ist auch ausserhalb der Greznen Russlands populär. Sie beeindruckt durch ihre gestalterische Ausdruckskraft und war zugleich eine Kamfansage gegen alles Spiessige und Oberflächliche. Prokofjew schöpft wie andere Repräsentanten russischer Kunst aus einer Quelle, die über Jahrhunderte hinweg kulturell bestimmend war: die Verbundenheit mit dem LEben des russischen Volkes und seiner Geschichte.
Mit zahlreichen Abbildungen, Werkverzeichnis und Register

Meine Meinung:
Vor allem der Anfang dieser Biografie hat mir sehr gut gefallen. Sehr viele Geschichten aus Prokofjews Jugend hatte ich so zuvor noch nie gehört. Ich erfuhr einiges über seine Familie und seine Ausbildung und dies in einem unterhaltsamen und flüssigen Schreibstil.
Dann aber begann das Buch ein wenig mühsamer zu werden. Die erhoffte kritische Betrachtung seines politischen Wirkens blieb gänzlich aus und die Autorin beschrieb in chronologischer Reihenfolge jedes seiner Werke, deren Aufbau und deren Rezension. Dies war durchaus interessant, liess sich aber nur noch etappenweise lesen. Ich wurde mit Informationen überhäuft und erfuhr leider nicht mehr so viel Privates sondern viel mehr Kompositorisches. Dies war natürlich auch sehr spannend, aber ich hätte mir noch mehr Details zu seinem Leben gewünscht.
Alles in allem hat mir die Biografie dieser faszinierenden Persönlichkeit aber sehr gut gefallen und ich empfehle sie gerne weiter, wenn man mehr über das Werk von Prokofjew erfahren will. Viele Bilder, ein umfassendes Werkverzeichnis und ein Personenregister erleichtern zudem das Blättern in dieser Ausgabe ungemein.

Zusätzliche Infos:
Titel: Sergej Sergejewitsch Prokofjew
Autorin: Nataja Pawlowna Sawka
Taschenbuch: 277 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Russich
Übersetzt von: Ernst Kuhn
Verlag: Piper-Schott
ISBN 3-7957-8281-3

Lese-Statistik Juni 2015

Sehr verspätet - der Umzug war wichtiger - nun auch endlich meine Lese-Statistik vom Juni 2015.  Und wie ich so meine Rezensionen zusammen suche, trifft mich fast der Schlag. Was? Wie war das mit dem Juni? Zehn Bücher lesen und ich war so gut dabei? Und was war mit "Ich habe nun viel Zeit"? Denkste... Mit dem Kopf in den (Umzugs-)wolken, den Kisten, der Planung, den Ferien, der Einrichtung, den Einkaufslisten liess es sich nicht gut lesen. Und zum ersten Mal bin ich gar nicht glücklich darüber, so eine fortgeschrittene Parallelleserin zu sein. Angefangene Bücher gibt es einige. In welche Statistik die dann hinein rutschen ist mir zwar ein Rätsel, aber nun ja... Und da der Juli irgendwie auch schon fast wieder halb um ist, mache ich mir dazu einfach keinen Kopf. Bis morgen will ich alles eingerichtet haben, da das Chaos langsam aber sicher nervt. Ein letztes Mal werden heute Abend noch Büro und Musikzimmer umgestellt (das Gästesofa, das ihr nun ja schon sehr gut von meinen vielen gemütlichen Lese-Miteinander-Abenden kennt, kommt nun definitiv ins Musikzimmer) und ganz viel Karton und Plastik muss in den Keller wandern, bis wir eine Alternative und sinnvolle Entsorgungsart gefunden haben.

Nun aber genug gelabbert und es geht zu meinen Büchern, die ich im Juni gelesen habe und die mich - mit Ausnahme der spannenden aber auch sehr gehaltvollen Biografie - allesamt eher enttäuscht haben:


Der Flug des Schillerfalters: RomanDer Flug des Schillerfalters - Jannis Becker


Dieses Buch sollte wohl gelesen werden, obwohl es für psychisch labile Menschen durchaus eine Tortur sein kann, sich mit den Themen Suizid und Verlust auseinander zu setzen. Ich denke, dass "Der Flug des Schillerfalters" viel Verständnis erwecken kann und sicher auch den Willen, nicht sofort zu urteilen, sondern vielleicht auch einmal genauer hinzuschauen. Deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter. Es ist jedoch wichtig, dass man sich bewusst Zeit dafür nimmt und dass man - wenn nötig - mit jemandem darüber sprechen kann.

Meine Rezension



George und Joshua: Der Weg der HoffnungGeorge und Joshua, der Weg der Hoffnung - Hannah Ben


Was geschieht, wenn du immer zu allen freundlich und nett bist, damit jeder dich mag - und plötzlich sagt dir jemand, dass er dich nicht leiden kann? Was passiert, wenn dieser Jemand anfängt, die schützende Barriere um dich herum einfach zu zerstören? Wenn er dich verabscheut - ohne Grund? 
Und was tust du, wenn du herausfindest, dass es ein Geheimnis gibt, dass dich mit demjenigen mehr verbindet, als du gedacht hast? Wie weit würdest du gehen, um dieses Geheimnis ans Licht zu bringen?


Meine Rezension 

Dem Glück so nah - Louise Walters

Roberta liebt Bücher. Sie liebt es, in alten Ausgaben zu stöbern und dabei unerwartete Entdeckungen zu machen: Briefe, Notizen oder Postkarten, die die Vorbesitzer zwischen den Seiten vergessen haben. Als sie in einem alten Koffer ihrer Grossmutter einen wahren Bücherschatz findet, stösst sie in einem der Exemplare auf einen Brief, der all ihre bisherigen Fundstücke in den Schatten stellt. Es ist ein Liebesbrief ihres im Krieg gefallenen Grossvaters – doch ist er datiert auf einen Zeitpunkt, als dieser schon längst hätte tot sein müssen...

Meine Rezension



Sergej Sergejewitsch Prokofjew - Natalja Pawlowna Sawkina

Sergej Prokofjew gilt als Klassiker des 20. Jahrhunderts; seine Musik ist auch ausserhalb der Grezen Russlands populär. Sie beeindruckt durch ihre gestalterische Ausdruckskraft und war zugleich eine Kampfansage gegen alles Spiessige und Oberflächliche. Prokofjew schöpft wie andere Repräsentanten russischer Kunst aus einer Quelle, die über Jahrhunderte hinweg kulturell bestimmend war: die Verbundenheit mit dem Leben des russischen Volkes und seiner Geschichte.
Rezension folgt.


Der Juni in Zahlen: 

Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 1379
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 45.97 Seiten
Neuzugänge: 9
Aktueller SuB-Stand: 202 (ich habe die Zweihundertermarke geknackt!!!!!)

Daheim

Am Freitagabend waren Küche und Bad komplett eingerichtet und alle anderen Dinge standen in Schachteln bereit in der neuen Wohnung. Nur einige nicht so dringend benötigte Möbel (Tisch, Sofa, Schränke) fehlten noch, die wurden gestern Abend transportiert (danke euch beiden Lieben). Fotos sind noch fast keine gemacht und eingeräumt wird bis spätestens Ende nächste Woche alles andere. Dann kann ich euch auch endlich ein paar Bilder zeigen.

Übers Wochenende und bis Mittwoch war ich bei meiner lieben Grossmutter und liess den ganzen Alltag hinter mir. Als ich am Mittwoch mit grossem Gepäck in Bern am Bahnhof ankam, standen dort eine junge Frau und ein junger Mann, die Free Hugs verteilten. Die junge Frau war so positioniert, dass ich sie nicht übersehen und schon gar nicht umgehen konnte, als ich von der Rolltreppe kam. Ich habe es mir schon so viele Male gewünscht, mich aber nie getraut, mir einen Free Hug verpassen zu lassen. Als sie mich aber so anlächelte, war es um mich geschehen und als sie bemerkte, dass ich zielstrebig auf sie zu und in ihre Arme marschierte, quietschte sie vergnügt los. Als sie mich umarmt hatte, fragte sie mich, ob ich auf dem Weg in die Ferien sei.
"Nein, ich bin gerade auf dem Heimweg", antwortete ich ihr gerührt über ihre offene Art.
"Na dann, willkommen Daheim", antwortete sie fröhlich und entliess mich in die Menge.

Daheim bin ich nun wirklich. Nach vier Jahren hin und her wohne ich nun definitiv und mit dem Liebsten zusammen im Kanton Bern in einer wunderschönen Gemeinde ein wenig ausserhalb der Stadt. Und Daheim fühlte ich mich zum ersten Mal am Mittwochnachmittag, als ich von einer Fremden willkommen geheissen und aufgenommen wurde.



Ich schulde euch:
- ganz viele Besuche auf euren Blogs
- eine Lese-Statistik vom Juni
- mindestens eine Rezension
- ein paar Bilder

Ich habe wahrscheinlich ab morgen Zeit und nehme mir diese auch. Seid aber nicht böse, wenn es hier ein wenig ruhig und entspannt zu und her geht.

Alles Liebe euch und sonnige Grüsse
Livia

Neuzugänge im Juni

Diesen Post tippe ich mit schmerzenden Fingern, Beinen und Armen. Ich wusste nicht, dass man an so vielen und komischen Stellen Muskelkater haben kann. Aber der Umzug läuft gut und wenn alles klappt wie geplant, sind wir morgen fertig damit. Da ich morgen Abend schon länger mit Freundinnen abgemacht habe, wird der Liebste Hilfe von seinem Bruder und seinem Vater bekommen und da es dann nur noch um die schweren Möbel geht, wäre ich wahrscheinlich so oder so fehl am Platz. Zwei Tage lang schon habe ich Kisten gepackt und wieder ausgepackt und wieder gepackt. Am Abend kam dann jeweils der Liebste dazu, wir haben das Auto gefüllt und sind los zu unserer neuen Wohnung und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich meine vielen Bücher verflucht. Ganz leise nur, aber doch. Und nach zwei Tagen schleppen sind nun (fast) alle Bücher, einen grossen Teil der Kleidung und ein wenig Küche schon an Ort und Stelle. Heute geht es dann um den ganzen Rest und morgen sind das Sofa, der Esstisch und die Schränke an der Reihe (und vielleicht schaffen wir einen Teil davon schon heute).

Um mir und uns den Umzug ein wenig zu verkomplizieren habe ich im Monat Juni einige Bücher mitgehen lassen, die ich in Treppenhäusern und Strassen gefunden habe. Die sind aber alle schon umgezogen und ich habe sie selber geschleppt. Kennt jemand eines der Bücher?