Blogleserunde mit Janine zu "Mister Aufziehvogel"
























Heute startet die Blogleserunde zu "Mister Aufziehvogel" von Hauki Murakami und ich freue mich schon sehr, sehr, sehr darauf, dieses bunte Buch zusammen mit der lieben Janine zu lesen. Die einzelnen Abschnitte findet ihr abwechslungsweise bei Janine und mir auf dem Blog und wir freuen uns natürlich sehr, wenn ihr ebenfalls mitlesen oder mitdiskutieren wollt. Ein Einstieg ist nämlich jederzeit möglich.

Und in diesen Abschnitten lesen wir:
Allgemeine Informationen/Eindrücke zum Buch/Cover/Titel (keine Spoiler erlaubt) - bei Janine
  1. Abschnitt: Start bis S. 73 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  2. Abschnitt: S.73 bis inkl. S. 146 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  3. Abschnitt: S. 147 bis inkl. S. 223 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  4. Abschnitt: S. 224 bis S. 296 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  5. Abschnitt: S. 296 bis inkl. S. 358 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  6. Abschnitt: S. 359 bis inkl. S. 431 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  7. Abschnitt: S. 434 bis inkl. S. 502 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  8. Abschnitt: S. 503 bis inkl. S. 577 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  9. Abschnitt: S. 578 bis S. 655 (Spoiler erlaubt) - bei mir
10. Abschnitt: S. 655 bis S. 712 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
11. Abschnitt: S. 712 bis Schluss (Spoiler erlaubt) - bei mir
Fazit/Rezension/Rezensionslink (keine Spoiler erlaubt) - bei Janine

Darum geht es im Buch (Beschreibung des Verlages):
In Japan nennen ihn konservative Kritiker und Schriftstellerkollegen "batakusai - nach Butter stinkender Wessi", die anderen halten ihn für den Literaturnobelpreisträger der Zukunft. Haruki Murakami polarisiert mit seinen Geschichten und Romanen. Wie seine Helden entzieht er sich der anonymen Masse. Seine Romanfiguren werden in der japanischen Gesellschaft, in der angepasstes Verhalten von existentieller Bedeutung ist, als einsame Wölfe gebrandmarkt. Der 30-jährige Toru Okada in "Mister Aufziehvogel" steigt aus einer Anwaltskanzlei aus und gerät bei der Suche nach seinem Kater mitten in Tokio in eine Traumwelt, in der ihn erotische Verlockungen, aber auch bösartige Intrigen erwarten. Der Brunnen, der Toru den Einstieg in die geheimnisvolle Unterwelt gewährt, ist Zugang zu Vergangenem und Verdrängtem.

Und nun: lest los, kommentiert mit und hinterlasst uns auch gerne die Links zu euren Rezensionen da. Wir freuen uns über jeden Austausch, jede Meinung und jeden Mitleser :-)

Startet ganz gut in die Woche und wir lesen uns
Livia

Kommentare:

  1. 1. Abschnitt: Start bis S. 73 (Spoiler erlaubt)

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    1. Livia, ich bin wirklich begeistert! Ich bin eigentlich sofort in der Geschichte gelandet und habe mich schnell mit dem Protagonisten Toru angefreundet. Er ist mir, genau genommen, sogar sehr sympathisch. Ein Mann, der seinen Job in der Anwaltskanzlei aufgibt (ich kann mir irgendwie nichts Langweiligeres vorstellen), um einen Neuanfang zu starten, kann mir nur sympathisch sein.

      Man sollte meinen, dass die Handlung, weil der Gute jetzt ja nur Zuhause ist, langweilig ist, aber ich finde, genau das Gegenteil ist der Fall: es passieren eigentlich viele Dinge, die mich sehr neugierig machen und die ich teilweise echt schräg finde. Eine scheinbar wildfremde Frau, die anruft, um mit Toru Telefonsex zu haben? Himmel! Und dann das mysteriöse Verschwinden des Katers und das mysteriöse Auftauchen und Wiederverschwinden dieser 16-Jährigen? Ist das schon die "kesse 16-Jährige", von der in der Buchbeschreibung die Rede ist? - Ich denke schon. ;) Und dann natürlich noch die geheimnisvolle Wahrsagerin, deren Schwester vom Bruder der Frau vergewaltigt wurde und die scheinbar einen besonderen Hang zu ?roten? Hüten hat? Das ist doch alles echt schräg, nicht? Und ich bin schon sehr gespannt, was Toru noch weiterhin passieren wird!! Ich freue mich total aufs Weiterlesen! :)

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    2. Hallo liebe Janine

      Ich bin so froh, dass ich mich intensiv mit Murakami und seinem Stil auseinandergesetzt und mich vor allem davon gelöst habe, stets den grossen Anspruch bei ihm zu suchen. Das war ja immer mein Problem.

      Auch hier schon auf den ersten Seiten sieht man wieder, was seinen Stil ausmacht: ein wenig spirituell, ein wenig übernatürlich, ein wenig sinnlich und ganz viel Alltag und Figuren mit Ecken und Kanten.
      Und schon auch schräg...dieser Anruf, im Ernst, ich würde wohl nicht mehr ans Telefon gehen. Irgendwie ist das ja auch ziemlich gruselig, findest du nicht auch?

      Etwas ist mir noch aufgefallen - wird aber sicher noch beantwortet - einmal heisst es, dass Torus Frau schwanger war...wurde schon einmal von Kindern geschrieben? Ich denke, dass da noch etwas geschehen ist oder irgendwie auch die Beziehung der Eheleute ein wenig getrübt hat. Oder (was auch sein kann) ich habe einfach etwas überlesen ;-)

      Viel Spass beim Weiterlesen und wir sehen uns bei dir auf dem Blog :-)
      Livia

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    3. Irgendwas stimmt schon wieder nicht mit den Benachrichtigungen von Blogger. Obwohl ich das das Kästchen unten angehakerlt habe, kommt bei mir keine Benachrichtungsmail an ... Naja, muss ich von Zeit zu Zeit halt bei dir vorbeischauen, ob du schon geantwortet hast.

      Figuren mit Ecken und Kanten, genau, das trifft wunderbar auf seine Charaktere zu!

      Ich finde das auch unheimlich, die Frau am Telefon. Aber ob die beiden sich wirklich kennen? Ich glaube nicht. Vielleicht ist sie auch nur eine Stalkerin bzw. weiß so allgemeine Sachen über ihn, wie eben sein Geburtsdatum, seine Adresse, ... Als Frau würde ich, wenn ich so einen Anruf von einem Mann bekomme, sofort auflegen, weil es mich einfach überhaupt nicht interessiert, mit einem wildfremden Mann, oder auch generell, Telefonsex zu haben. Aber als Mann, der schon in einer langjährigen Beziehung steckt? Nutzt der das nicht vielleicht aus, wenn er es angeboten bekommt? Nun gut, wenn die Frau sagt, dass sie sich kennen, dann wahrscheinlich eh nicht. Aber eine ganz Fremde? Ich hätte, erlich gesagt, schon gedacht, dass Murakami seinen Toru etwas länger mit der unbekannten Dame sprechen lässt und nicht so fix wieder auflegen lässt ... Aber die ruft bestimmt nochmal an. :D

      Doch, das ist mir auch aufgefallen. Torus Frau hatte ja diesen exakten Zyklus, der nach den Mondphasen gelaufen sein soll. Und der wurde nur einmal unterbrochen, eben als sie schwanger war. Aber Murakami hat bisher noch nichts von einem Kind oder Kindern geschrieben. Vielleicht hat sie es verloren, eine Fehlgeburt? Vielleicht ist es auch als Baby, bei der Geburt, im Kleinkindesalter verstorben?

      Dir auch viel Spaß beim Weiterlesen!! :-)

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  2. 3. Abschnitt: S. 147 bis inkl. S. 223 (Spoiler erlaubt)

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    1. Diesen Abschnitt habe ich soeben beendet und werde wohl noch heute den nächsten Abschnitt lesen oder zumindest beginnen.

      Was mir besonders gut gefällt, ist die Art und Weise, wie Murakami es schafft, so viele Geschichten ineinander zu verweben. Wir haben den Gegenwartsstrang um Toru Okada, der nichts weiter macht als zuhause zu sitzen, den Haushalt zu machen, zu kochen und einmal einen Abstecher in ein Cafe und zwei Spaziergänge in seinem Quartier zu unternehmen.
      Die Figuren aber, die auftauchen und ihm ihr halbes Leben erzählen, entführen uns immer wieder in die Vergangenheit und ich bin mir sehr sicher, dass diese einzelnen Geschichten irgendwie zusammenhängen. Hast du da schon Ideen?
      Sind vielleicht Verwandtschaftsbeziehungen im Spiel? Oder Liebschaften? Und nicht zu vergessen: wir suchen ja eigentlich immer noch nach einem Kater.

      Das Geschenk/Erbstück, das Toru bekommen hat, wird ihn sicher noch in eine weitere Geschichte entführen. Oder vielleicht ist es ein Hinweis auf etwas? Und ausserdem gibt es jetzt meiner Meinung nach keine Zweifel mehr daran, dass Torus Frau ihn betrügt. Dass er dabei so ruhig bleibt, erstaunt mich nicht mehr gross, nachdem ich in anderen Murakamis bereits davon gelesen habe, wie selbstverständlich es scheinbar für seine Figuren (oder generell in Japan? Da wäre ich überfragt...) ist, einander permanent zu hintergehen. Normalerweise sind es aber vor allem die Männer. Wie sich alles verhält, wenn es um Frauen geht? Wir werden es wahrscheinlich bald erfahren.

      Auf jeden Fall lese ich jetzt gleich weiter und bin schon sehr gespannt.

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    2. Tut mir leid, ich hinke ein wenig hinterher. Die letzten beiden Tage hatte ich mehr zu tun, aber es gibt gute Nachrichten: ich fahre nicht mit nach Deutschland, das heißt, ich werde auf jeden Fall lesen können und auch Internet haben.

      Auch mir gefällt es ungemein, wie Murakami in seinen Gegenwart-Strang die Geschichten anderer Charaktere miteinbaut. Obwohl ich sagen muss, dass die Geschehnisse in der Gegenwart, obwohl Toru fast nur Zuhause ist, ebenfalls sehr spannend für mich sind. Ich bin einfach total interessiert an Toru Okadas Leben. Murakamis Art zu schreiben schafft das, denke ich.

      Glaubst du, dass die Geschichten der Vergangenheit irgendwie zusammenhängen? Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Ich ging eher davon aus, dass der Autor uns eben ein paar interessante Charaktere vorstellen wollte, über die man mehr erfahren möchte. Und mittlerweile sind es ja schon einige Personen, die vorgestellt wurden und die ein höchst interessantes Leben zu haben oder gehabt zu haben scheinen.

      Ach ja, der Kater. Der ist im letzten Abschnitt ein wenig untergegangen. ;)

      Mir hat die laaange Geschichte von Mamiya unheimlich gut gefallen. Also damit meine ich, dass ich, wahrscheinlich genauso wie Toru, wenn der Mann vor mir gesessen hätte, einfach nur durchgehend an seinen Lippen gehangen hätte. Auch die besonders blutige, brutale Szene mit der Häutung Yamamotos habe ich "gut ausgehalten". Wahnsinn, wie ich mir das alles so bildlich vorstellen konnte. Murakami kann schreibt sehr bildhaft.

      Diese leere Schachtel, die Toru da vermacht bekommen hat: keine Ahnung, ob Toru noch dessen die Bedeutung herausfinden wird, derweil kann ich mir noch keinen Reim darauf machen.

      Der Verdacht erhärtet sich, dass Kumiko Toru betrügt. Von wem sollte denn der Duft sein, wenn nicht von einem Liebhaber oder Verehrer? Aber würde die Frau den Duft dann einfach so mit nach Hause bringen bzw. die Geschenkverpackung dann einfach im Hausmüll entsorgen, wo Toru – nun schließlich Hausmann – sie ganz leicht entdecken und misstrauisch werden könnte? So ganz möchte ich es noch nicht glauben, dass sie ihn betrügt, möglicherweise gibt es für all das eine Erklärung und Kumiko erachtet es nicht als so wichtig, ihren Mann darüber zu informieren, weil sie durch das lange Arbeiten häufig einfach hundemüde und schlecht gelaunt ist. Wenn man irgendwie frisch verliebt ist, dann ist man doch irgendwie euphorisch und wirkt glücklicher und zufriedener, oder nicht? Bei Kumiko kann ich da irgendwie nichts ausmachen. Toru hat nun auch einfach viel Zeit, sich die verschiedensten Gedanken zu machen und vielleicht reitet er sich da gedanklich selbst in etwas hinein, was absolut jeder Tatsache entbehrt.

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    3. Alles gut, liebe Janine

      Wir haben ha gar keinen Stress. Und sollten wir das Buch doch im April noch schaffen: um so besser :-)

      Nun aber zu deinen vielen Eindrücken:
      Ich finde es sehr schön, wie du in Worte gefasst hast, was eben genau Torus Alltag so besonders macht: die Sprache, in der alles erzählt ist. Und ich denke, dass genau darin die Meisterleistung Murakamis liegt, unabhängig davon, ob man den Inhalt mag oder nicht.

      Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass du einiges zusammenhängt. Gerade Malta Kanos Geschichte mit Noboru und dem Kater...da fehlen mir noch ein paar Puzzleteile. Auch die von Mamiya erzählten Kriegsgeschehnisse müssen wohl irgendwie mit dem mysteriösen Erbstück zusammenhängen. Oder denkst du nicht?
      Ich war auf jeden Fall auch sehr fasziniert von der Geschichte und frage mich noch, wie genau die dann einzuordnen ist. Vielleicht hast du aber recht und die Geschichten sind nur einzelne Episoden, die dann auftauchen und wieder verschwinden. Bisher hat in jedem Buch, das ich von Murakami gelesen habe ein grosser Teil aus Erzählungen der Protagonisten bestanden und da gab es immer Zusammenhänge. Vielleicht sind die aber viel einfacher, als wir denken.

      Zum letzten Absatz in deinem Kommentar sage ich nichts, sondern beantworte das dann im nächsten Abschnitt unserer Leserunde :-)

      Alles Liebe dir und weiterhin viel Spass beim Lesen
      Livia

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    4. Dass die Kriegsgeschichte von Mamiya mit dem Erbstück von Honda zusammenhängt, das ist sicher der Fall. Aber Kreta Kanos Geschichte und der Kater? Aber wenn du schreibst, dass Murakami das gerne macht: die einzelnen Geschichten miteinander verknüpfen, dann wird sich das hier vielleicht auch noch so herausstellen. Wir werden sehen! :)

      Ich habe den 4. Abschnitt auch schon gelesen und werde dann gleich noch dazu kommentieren.

      Dankeschön!

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  3. 5. Abschnitt: S. 296 bis inkl. S. 358 (Spoiler erlaubt)

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  4. 7. Abschnitt: S. 434 bis inkl. S. 502 (Spoiler erlaubt)

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  5. 9. Abschnitt: S. 578 bis S. 655 (Spoiler erlaubt)

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  6. 11. Abschnitt: S. 712 bis Schluss (Spoiler erlaubt)

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