Leseliste Februar 2015

Hallo ihr Lieben

Ich bin gerade in Nürnberg und gehe jetzt dann eine Orchesterprobe meiner hier in Nürnberg studierenden Freundin hören. Einen Post von Würzburg und auch von der Stadt Nürnberg tippe ich euch in den nächsten Tagen.

Da ich meine Leseliste im Januar so gar nicht erfüllen konnte, wird meine Leseliste im Februar auch nicht zu lang, aber hoffentlich erfüllbar ausfallen:
  1. Die Kunst des Küssens in Manhattan - David Schickler
  2. Kussfest -  Charlotte Hughes, Janet Evanovich
  3. Unheilig - James Becker
  4. Der Zauber des Engels - Rachel Hore
  5. Hummer zum Diner - Helen Fielding
  6. Keine halben Küsse mehr - Lorelei Mathias
  7. Mitten ins Herz - Janet Evanovich
Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend und grüsse euch lieb
Livia

Lese-Statistik Januar 2015 und ein wenig Würzburg


Blick von den Weinbergen auf die Stadt Würzburg
An der Musikhochschule habe ich natürlich ein wenig geübt


Und schon folgt die erste Lesestatistik des Jahres 2015 und ich muss leider sagen, dass ich mein Ziel von zehn Büchern nur zur Hälfte erreicht habe. Das viele Reisen führte zwar zu einigen Lesestunden. Wenn ich dann aber schon bei jemandem zu Hause war, waren mir Plauder- und Filmabende, Ausflüge und meine Übezeit wichtiger, als nur zu lesen.


Die Weinberge der Stadt
Gerade bin ich in Würzburg und die Stadt werde ich erst heute besichtigen, weil heute vielleicht die Sonne endlich einmal ein paar Stunden am Stück scheint. Gestern haben wir uns die Weinberge und die Musikhochschule angeschaut. Von den Weinbergen hat man eine tolle Sicht über die ganze Stadt. Morgen reise ich dann weiter nach Nürnberg und wahrscheinlich wird meine Freundin dort morgen viel zu tun haben, so dass ich euch einen Post über Würzburg tippen und auch ein paar Bilder zeigen kann.

Nun komme ich aber zu den fünf Büchern, die ich im Januar 2015 gelesen habe und ich hoffe natürlich sehr, dass ich die fünf "fehlenden" Bücher einmal nachholen und so mein Ziel von 120 gelesenen Büchern im Jahr 2015 erreichen kann.


Gelesen und auch schon rezensiert habe ich:

A History of Loneliness - John Boyne

Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation

Meine Rezension


Sterbensangst - David Mark

Aector McAvoy ist Polizist. Ein guter Polizist. Und er muss einen Mörder jagen. Seit Wochen versetzt der die abgelegene nordenglische Küstenstadt Hull in Angst und Schrecken. Niemand ahnt, wann er wieder zuschlagen wird, welches Opfer er wählen wird. Aber dann beginnt McAvoy zu verstehen. Erfolgt einem Mann, der eine Mission hat: Er will Gerechtigkeit. Um jeden Preis. McAvoy ist ihm auf der Spur – und riskiert dabei alles: seinen Job, seine Familie, sein Leben…

Meine Rezension


Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Katja K.

Besser als jede Reality-Show: die Memoiren der Gerichtsvollzieherin! Wenn die Kuckuck zweimal klingelt, stecken sie bereits tief in ihren persönlichen Finanzkrisen: der hochverschuldete Promi-Fussballer, die spielsüchtige Baronesse, die Puff-Mutter, die schrille Operndiva und der Spinnenmann... sogar Tote tauchen wieder auf! Tränen, Gezeter und sogar körperliche Attacken sind ebenso vorprogrammiert wie gnadenlos Witziges, Skurriles und haarsträubend Schrilles.

Meine Rezension

Lieber für immer als lebenslänglich - Kristan Higgins

Was kann demütigender sein, als vor dem Traualtar stehen gelassen zu werden?
Zum Beispiel, nur mit Push-up-BH und Bauch-weg-Unterhose bekleidet durchs Toilettenfenster einer Bar fliehen zu müssen und dabei von der Polizei überrascht zu werden. Faith würde vor Scham am liebsten im Boden versinken. Denn der Cop, der sie erwischt hat, ist ausgerechnet Levi Cooper. Der beste Freund ihres Ex, der dabei geholfen hat, ihre Hochzeit zu ruinieren. Allein dafür verdient Levi lebenslänglich, findet Faith. Da braucht er jetzt auch gar nicht den ritterlichen Freund und Helfer zu spielen. Allerdings sind seine grünen Augen geradezu kriminell sexy und seine Küsse verführerischer, als die Polizei erlaubt...

Meine Rezension


Das fremde Mädchen - Katherine Webb


Die prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath – hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine grosse Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird…

Meine Rezension


 

Gelesene Bücher: 5
Gelesene Seiten: 2080
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 67.1 Seiten
Neuzugänge: 3
Aktueller SuB-Stand: 189
 


Blick von den Weinbergen auf die Kirchen von Würzburg

Das fremde Mädchen

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Diana Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.

Das fremde Mädchen - Katherine Webb

Beschreibung des Verlages:
Die prächtigen Häuser von Landsdown Crescent thronen über der englischen Stadt Bath – hier stellt sich Rachel als Gesellschafterin vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan zum ersten Mal. Obwohl ihn dunkle Erinnerungen zu quälen scheinen, zieht er sie in seinen Bann. Einst verlor er seine grosse Liebe Alice unter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit jener jungen Frau, die so plötzlich verschwand und der sie aufs Haar gleicht? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche, die ihr Schicksal bestimmen wird…

Meine Meinung:
Von Katherine Webb habe ich bereits "Das verborgene Lied" gelesen und ich war total begeistert von diesem Buch. Umso höher waren natürlich auch meine Erwartungen an "Das fremde Mädchen" und die wurden zum Glück zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt. Ich liebe einfach diesen sehr feinfühligen und beschreibenden Schreibstil, die sanfte Sprache und die genauen und bunten Bilder, die mich das Buch in einem Fluss lesen und dabei in eine ganz eigene Welt eintauchen liessen. Die Geschichte spielt am Anfang des neunzehnten Jahrhunderts und ist sehr authentisch erzählt. Ich habe mich jedes Mal, wenn ich das Buch aufgeschlagen hatte, immer sofort in eine ganz andere Zeit versetzt gefühlt und dabei gefielen mir vor allem die immer wieder angedeuteten Veränderungen und Umbrüche der Gesellschaft dieser Zeit, die immer wieder vorkommen oder sogar ganze Handlungselemente beeinflussen.

Sprache und Handlung:
Wie schon gesagt gefällt mir der präzise und warmherzig beschreibende Ton von Katherine Webb sehr gut. Sie zeichnet Personen und Orte so klar, als würde sie diese persönlich kennen und immer wieder fasziniert mich dabei die liebevolle Haltung, die ihren Beschreibungen zu Grunde liegen. Auch schwierige Charakterzüge, unangenehme Menschen und sehr schwer zu bewältigende Lebenssituationen werden von ihr genau erfasst und sehr ungeschönt wieder gegeben. Natürlich legt die Handlung dies auch nahe, da wir uns von der Erzähltzeit her in einer Gesellschaft bewegen, in der die Unterschiede zwischen arm und reich sehr gross sind und in der sich viele reiche Haushalte eine riesige Dienerschaft halten, ohne auf deren persönliche Schicksale und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Ganz spannend finde ich die Eingliederung von Rachel und ihrem Mann Richard, die sich immer wieder auf einer Zwischenstufe zwischen Dienerschaft und Teilnehmer der gehobenen Gesellschaft bewegen. Dies wird von Katherine Webb sehr einfühlsam beschrieben und von allen Seiten betrachtet.
Auch gefallen mir die vielen Zeitsprünge und die verschiedenen Handlungsstränge sehr gut. Es entsteht so ein komlexes Handlungsgeflecht voller spannender Wendungen, Überraschungen und ganz vielen verschiedenen kleinen Berichten und Geschichten von Menschen und ihren Familien.
Über Rachel erfährt man am Anfang noch nicht so viel und auch sie muss sich erst an ihre neue Rolle als Ehefrau gewöhnen. Ausserdem merkt sie schon bald, dass sie einen besonderen Draht zu Jonathan zu haben scheint, erfährt aber erst nach und nach, warum das so ist. Neugierig, klug und gelangweilt wie sie ist, versucht sie, der Sache auf den Grund zu gehen und findet so immer mehr überraschende und auch erschreckende Details über eine Frau und ein Leben heraus und stellt dabei ihr eigenes Leben auf den Kopf.

Meine Empfehlung:
Auch dieses Buch der Autorin Katherine Webb empfehle ich sehr gerne weiter. Wer sich für kompliziert verstrickte Liebes- und Lebensgeschichten und eine sehr bunt und wunderschön klar beschreibende Sprache interessiert, der ist mit diesem Buch genau richtig beraten.

Zusätzliche Infos:
Autorin: Katherine Webb
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 640 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Katharina Volk
Verlag: Diana Verlag
ISBN 978-3-453-29165-2

A History of Loneliness

Dieses Rezensionsexemplar habe ich von Lovelybooks zur Verfügung gestellt bekommen und ich durfte damit auch (leider sehr verspätet und immer wieder unterbrochen) an einer Leserunde teilnehmen. Es ist im Verlag Doubleday erschienen.

Beschreibung von Lovelybooks:
Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation. It has taken John Boyne fifteen years and twelve novels to write about his home country of Ireland but he has done so now in his most powerful novel to date, a novel about blind dogma and moral courage, and about the dark places where the two can meet. At once courageous and intensely personal, A History of Loneliness confirms Boyne as one of the most searching chroniclers of his generation.

Meine Meinung:
Leider lese ich so wenige Bücher in englischer Sprache, dass es mir immer wieder schwer fällt, richtig einzutauchen und alles zu verstehe. Genau aus diesem Grund habe ich auch so lange für die Lektüre dieses Buches benötigt. Ausserdem gefällt mir dieses grosse englische Taschenbuchformat einfach nicht. Jede Seite ist so gross, dass ich jeweils nur ganz langsam weiterkomme im Text und dann nerve ich mich natürlich über mich selber. Aber "A History of Loneliness" war doch auch irgendwie anders. Eine sehr verständliche Sprache, klare Worte, Witz, Tragik und so viel Gesellschaftskritik haben mich auf meinem Leseweg begleitet. Ich musste nur wenige Dinge nachschlagen und habe ganz viel verstanden, was ich nie zu verstehen gedacht hätte. Ich kann ehrlich gesagt nicht genau erklären, woran dies liegt. Mein Englisch war nämlich noch nie gut und ist in der letzten Zeit auch sicher nicht besser geworden, weshalb ich wahrscheinlich auch nie eine Rezension in englischer Sprache verfassen werde. Aber ein wichtiger Grund ist sicher, dass die Geschichte von Odran Yates mich tief berührt, bestens unterhalten und immer wieder mit ihrer schlichten Sprache und trotzdem vorhandenen Wortgewaltigkeit überrascht, überzeugt und in ihren Bann gezogen hat.

Sprache und Handlung:
Nicht zu lange Sätze, schlichte Formulierungen und nicht zu ausufernde Beschreibungen machen dieses Buch leicht verständlich. Trotzdem geht eine ganz eigene Schönheit der Sprache mit der Schlichtheit einher. Das muss ja nicht zwingend ein Widerspruch sein, ist es aber sonst leider ziemlich häufig. Hier ist dies aber überhaupt nicht der Fall. Vor allem auch die klugen Dialoge mit ihrem manchmal sanften, manchmal scharfen Witz kriegen ein ganz eigenes Gewicht. Auch erfährt man immer wieder ein wenig etwas über die Innensicht von Odran, was eine besondere Nähe zum Protagonisten schafft.
Die Handlung passt meiner Meinung nach sehr gut zur Sprache, oder umgekehrt. Es geht ja wie bereits der Titel sagt um Einsamkeit in ihren verschiedenen Facetten. Fast schon karge Bilder unterstützen ein beklemmendes Gefühl, welches immer wieder auftaucht, wenn Odran aus seinem Leben erzählt, oder wenn wieder eine Situation eintrifft, die so ganz in ihrer eigenen Parallelwelt zu geschehen scheint. Odran ist nämlich ein ziemlicher Ausseinseiter. Als Priester denkt und handelt er im Verhältnis zu seinen Ordensbrüdern und im Verhältnis zu fast allen Mitmenschen in Irland sehr fortschrittlich, was ihn zu einem Sonderling, aber trotzdem zu einem sehr hoch angesehenen Menschen macht, da er vor allem in der Jugendarbeit und im Umgang mit eher komplizierten "Fällen" sehr initiativ ist und einen kühlen Kopf bewahrt, wo andere verzweifeln.
Ein grosses Thema im Buch sind immer wieder die katholische Kirche und ihre Machenschaften. Es wird aber auch gezeigt, dass einzelne Priester oder andere Ordensleute nicht in einen Topf zu werfen sind mit der mafiösen Institution "Kirche", sondern dass es auch in der katholischen Kirche so gute Menschen gibt, wie Odran.

Die Einsamkeit:
Die eigentliche Protagonistin in diesem Buch ist die Einsamkeit als Gefühl und als Situation. Immer wieder begenen wir ihr auf unterschiedlichste Weise und wir finden sie vor allem auch da, wo wir sie nicht erwarten. Odran, als Priester schon fast zur privaten Einsamkeit verdammt, ist nur das offensichtlichste Beispiel. Aber auch seine viel zu früh an Alzheimer erkrankte Schwester, die nun in ihrer eigenen Welt lebt, oder auch die konservativen irischen Dorfbewohner, die von den Fortschritten der Welt überrollt werden, gehören in diese Kathegorie.
So erstaunt es natürlich nicht, dass "A History of Loneliness" auch ein sehr trauriges und berührendes Buch ist, das nicht ganz leicht zu verdauen war.

Meine Empfehlung:
Dieses Buch eignet sich auch für Leser, die nicht so sicher im Lesen der englischen Sprache sind, die sich aber für grosse und traurige Gefühle und für einen ganz feinen und manchmal scharfzüngigen Humor erwärmen können. Ich empfehle es sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Autor: John Boyne
Flexibler Einband: 384 Seiten
Sprache: Englisch
Verlag: Doubleday
ISBN 9780857520951

Sterbensangst

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ullstein Verlag für dieses spannende Rezensionsexemplar.

Sterbensangst - David Mark

Beschreibung des Verlages:
Aector McAvoy ist Polizist. Ein guter Polizist. Und er muss einen Mörder jagen. Seit Wochen versetzt der die abgelegene nordenglische Küstenstadt Hull in Angst und Schrecken. Niemand ahnt, wann er wieder zuschlagen wird, welches Opfer er wählen wird. Aber dann beginnt McAvoy zu verstehen. Erfolgt einem Mann, der eine Mission hat: Er will Gerechtigkeit. Um jeden Preis. McAvoy ist ihm auf der Spur – und riskiert dabei alles: seinen Job, seine Familie, sein Leben…

Meine Meinung:
Da ich bereits den dritten Band dieser Krimireihe gelesen hatte und davon hin und weg war, forderte ich vor einiger Zeit auch den ersten und zweiten Band beim Verlag an und nun bin ich tatsächlich so begeistert, dass ich es kaum erwarten kann, bis weitere Bände von David Mark erscheinen.
"Sterbensangst" beginnt sehr rätselhaft und erst nach und nach erfährt der Leser mehr über den Polizisten McAvoy, der auch in den Folgebänden die Hauptrolle spielen wird. Da ich den dritten Band bereits gelesen habe, war für mich leider nicht alles ganz so spannend und unbekannt (woran ich ja definitiv selber schuld bin), aber trotzdem war ich total begeistert von der Raffinesse, mit der David Mark uns näher an seinen Protagonisten heran führt.
Dieser erste Fall von Aector McAvoy steht unter einem sehr schlechten Stern. Obwohl alle und alles gegen ihn zu arbeiten scheinen, kämpft er ungebrochen für Gerechtigkeit und gegen einen Killer, der ihm seine persönlichen Schwächen so gnadenlos wie ausgeklügelt vor die Nase hält und bis zum Schluss weiss McAvoy nicht, gegen wen oder was er eigentlich kämpft. Erst langsam zeigt sich ein Muster und verschiedene Teilchen setzen sich zu einem grossen Puzzle zusammen. Doch nicht zuletzt seine Vorgesetzten legen McAvoy teilweise bewusst, aber manchmal auch unbewusst immer wieder neue Steine in den Weg. Zum Glück aber hat er einen untrüglichen Instinkt und sucht so immer wieder nach neuen Wegen, um seine persönlichen und seine beruflichen Ziele zu verfolgen.

Schreibstil und Handlung:
Auch in diesem ersten Band lässt sich David Marks Schreibstil sehr klar erkennen. Dieser ist handlungsbezogen und lässt uns am Alltag der Ermittler teilnehmen. Lange Schilderungen von Ortschaften oder dem Aussehen gewisser Protagonisten findet man in Marks Bücher vergeblich. Vielmehr werden Personen nur stichwortartig charakterisiert. Da gibt es einen einarmigen Mann, der irgendwie immer wieder auftaucht oder zum Beispiel McAvoys kleine und zierliche Frau, die fast schon zerbrechlich wirkt, aber einen starken Willen hat. So wird die Geschichte auf das Wesentliche reduziert, nämlich auf die klar strukturierte und brutale Handlung und die bissigen und teilweise vernichtenden Dialoge, sowie den immer wieder durchscheinenden schwarzen britischen Humor. Der Leser merkt sich Verdächtige, Zeugen und Ermittler dank einfachen Stichworten oder ihren Namen, wenn sie dann genannt werden, und kann sich somit gewisse Abläufe besser vor Augen führen, oder sich selber Gedanken zu jedem auch noch so ausgefallenen Tathergang machen.
Die Handlung ist brutal und die Dialoge sind scharfzüngig und direkt. Wer David Marks Krimis lesen will, darf sich nicht vor genauesten Schilderungen von Morden und Verletzungen fürchten. Auch sexuelle Handlungen jeglicher Art kommen in seinen Büchern vor. Dabei verzichtet er aber auf die ihm sonst eigene Genauigkeit, sondern überlässt auch einiges der Fantasie des Lesers, was ich als Kontrapunkt zu seinem sonstigen Stil sehr zu schätzen weiss.

Meine Empfehlung:
Englischer Humor, scharfzüngig verpackt und mit blutrünstigen Morden gespickt, zeichnet David Marks Krimis aus. Einmal mehr möchte ich anmerken, dass er seine Bilder in den Dienst der Handlung stellt und seine Beschreibungen nicht plakativ, sondern als in ein Gesamtkonzept eingegliederte Bestandteile verwendet.

Zusätzliche Infos:
Autor: David Mark
Taschenbuch: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Peter Friedrich
Verlag: Ullstein Buchverlag
ISBN  13 9783548284330