Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug

Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug - Gilles Legardinier

Beschreibung des Verlages: 
Marie hat von den Männern genug – bis sie die Briefe eines heimlichen Verehrers erhält...Nachdem Marie Lavigne von ihrem langjährigen Freund verlassen und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, ist sie am Boden zerstört. Als ihr Scheusal von Chef sie am nächsten Tag auch noch demütigt, werden Marie zwei Dinge klar: Nicht nur ist die Liebe Quelle allen weiblichen Unglücks, sondern es wird auch höchste Zeit, der Männerwelt an sich abzuschwören. Doch das Leben ist voll Zauber, und Maries wunderbare Freunde lassen sie nicht lange an Bitterkeit festhalten. Und als sie geheimnisvolle Briefe von einem charmanten Verehrer bekommt, gerät ihr Entschluss, der Liebe zu entsagen, bedenklich ins Wanken...

Meine Meinung:
Man braucht hier noch nicht lange mitzulesen, um meine Begeisterung für die Bücher von Gilles Legardinier zu kennen. Ich bin ein riesiger Fan von seinem poetischen Schreibstil, seinen liebevoll gewählten Sujets, Protagonisten und Handlungsorten und dem subtilen und intelligenten Humor seiner Werke.
Wenn ich meine drei bisher von ihm gelesenen Bücher kategorisieren müsste, wäre "Julie weiss, wo die Liebe wohnt", das vielseitigste, "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" das poetischste und "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" das humorvollste seiner Bücher. Ich habe alle drei geliebt und könnte mich nicht entscheiden, welches mir am besten gefallen hat. Bei "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" habe ich aber definitiv am meisten gelacht. Und zwar schallend.

Schreibstil und Handlung:
Die Idee von der verletzten Marie, die sich an ihrem affigen Ex rächen will und dies auf unkonventionelle Weise tut, hat mir sehr gut gefallen. Dank ihrer besten Freundin Emilie gelingen diese Aktionen ziemlich gut oder ihr wird im letzten Moment der Kopf gerettet. So wird Marie nach und nach selbstbewusster und wagt es sogar, gegen ihren Sklaventreiber von Chef aufzubegehren und wird kurzerhand zur Anführerin einer Protestbewegung, die sich gewaschen hat. So stürzt Marie sich in immer neue Abenteuer, bezieht eine traumhafte Wohnung, wird zur Diebin und muss sich vor allem immer wieder fragen, was genau sie im Leben noch erreichen will und was die Liebe eigentlich ist und so zauberhaft macht.
All diese witzigen und klugen Ideen des Autors sind in einer märchenhaft schönen Sprache erzählt, die einfach Lust auf mehr macht und mich das Buch - obwohl ich eigentlich keine Zeit für so ziemlich nichts hatte - fast gar nicht mehr aus der Hand legen liess. Ich war richtig traurig, dass ich mich von Marie verabschieden musste und als dann auch noch das Rätesl um die rätselhaften Briefe gelöst wurde, war die Geschichte für mich einfach nur perfekt.

Meine Empfehlung:
Wie ihr aus meiner Rezension erkennen könnt, kann ich gar nicht anders, als euch dieses Buch von Herzen zu empfehlen. Es eignet sich für triste Stunden, damit die wieder fröhlicher und mit Leben gefüllt werden, für alle, die bereits gute Laune haben und noch besser Laune haben möchten und für Fans von intelligentem Witz, spannenden Handlungen und sympathischen Protagonisten.

Zusätzliche Infos:
Titel: Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug
Originaltitel: Ça peut pas rater
Autor: Gilles Legardinier
Taschenbuch: 448 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Französisch
Übersetzt von: Karin Ehrhardt
Erscheinungstermin: 18. Januar 2016
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48368-6

Kommentare:

  1. Hallo Livia,

    das klingt toll und man kann deine Begeisterung gut nachempfinden. Ich habe mir das Buch während der Leipziger Buchmesse gekauft und hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezi in einem Beitrag dazu verlinkt habe. Falls doch, ändere ich es noch.
    Hier findest du meinen Beitrag: http://buchbria.blogspot.de/2016/03/das-jahr-des-taschenbuchs-jdtb16-marz.html

    Liebe Grüße
    Diana

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    1. Liebe Diena

      Das ist aber nett, natürlich stört mich dies nicht.

      Ganz vielen lieben Dank, vor allem auch für den Link, ich schaue gleich vorbei
      Livia

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