Weihnachtsstimmung

 
Endlich wurde es kalt, der erste richtige Schnee fiel, die Weihnachtsdekorationen in den Städten wurden aufgehängt und sogar ich habe es geschafft, ein wenig zu dekorieren. Freut ihr euch auch schon so lange auf Weihnachten? Ich persönlich beginne jeweils schon im August, mich auf Weihnachten zu freuen (im April konnte ich es zum Glück gerade noch unterdrücken) und mache mir Gedanken zu Geschenken und kleinen Aufmerksamkeiten, die ich meinen lieben Mitmenschen zukommen lassen kann. Dabei denke ich nicht an riesigen Konsumschrott, den man nur schenkt, damit man sich gegenseitig beeindrucken kann, sondern an kleine Dinge, die den Alltag versüssen können und einfach nur Freude bereiten.

Dann gehört für mich ganz viel Licht zur Weihnachtszeit. Gerade jetzt, wo die Tage wirklich langsam
dunkler werden, können so ein paar Kerzen unglaublich viel Magie versprühen (auch wenn meine Wäsche immer noch ab und zu auf dem Balkon an der Sonne trocknet). Vor allem lange Leseabende und Abende, an denen ich mich um meine Masterarbeit kümmern muss oder vielleicht auch einfach nur einen Film schauen will, werden von Kerzenlicht erfüllt. Auch Weihnachtsmärkte, Glühwein und gebrannte Mandeln gehören für mich an Weihnachten einfach dazu.

In diesem Jahr werde ich zudem zum ersten Mal nicht in der Schweiz bei meiner Familie Weihnachten feiern, sondern bei der Familie des Liebsten in Bosnien. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt auf den Winter dort. Denn bis jetzt kenne ich nur den bosnischen Sommer. Ich hoffe auf viel Schnee, Kälte und Besinnlichkeit.

Und auch wenn gewisse Mitmenschen - man nennt sie auch Spassverderber - so gar nichts an Weihnachten finden können, weil sie den Konsumrausch kritisieren, die aufgesetzte Freude, die gespielte Liebe, die übertriebenen Spendenaktionen und so oder so nur in allem das Schlechte sehen, so konzentriere ich mich auf die schönen Seiten von Weihnachten. Die Ruhe, das Licht, das Beisammensein. Ich freue mich darauf, zwischen den Jahren Zeit tanken zu können, mich ein wenig zu entspannen, viel Zeit mit meiner Familie und der Familie des Liebsten verbringen zu können und zu feiern. Unabhängig von Religion und Glauben ist nämlich Weihnachten ein Fest der Liebe, das von allen gefeiert werden darf und auch wenn die Spendenorganisationen dies zu ihrem Zwecke ausnutzen, so finde ich doch nichts Schlechtes dabei, wenn wenigstens einmal im Jahr gespendet oder auch überhaupt nur einmal im Jahr zusammen gegessen, getrunken, gelacht und gefeiert wird und wenn die Zwiste schweigen. Lieber einmal als keinmal.

Und in diesem Sinne noch eine frohe, helle und stressfreie Advents- und Weihnachtszeit euch allen.
Herzlich
Livia

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