Gray - Leonie Swann
Beschreibung des Verlages:
Dr. Augustus Huff, Dozent an der berühmten Universität von Cambridge,
hat plötzlich ein Problem: einer seiner Studenten ist in den Tod
gestürzt. Nur ein tragischer Unfall oder Mord? Augustus vermutet
Letzteres, denn das Opfer war alles andere als ein Engel. Ein Mörder in
diesen ehrwürdigen Hallen – das darf nicht sein, und so macht sich
Augustus, unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen, auf
die Suche nach dem Täter. Der Vogel erweist sich aber als vorlautes
Federvieh, und zuerst stolpert Augustus von einem Fettnäpfchen in das
nächste. Doch schon bald ist es Gray, der die richtigen Fragen stellt,
und Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte
Nuss von einem Fall zu knacken!
Inhalt:
Der Student Elliot hat viele Gesichter, wird von einigen Mitmenschen verachtet und von anderen bewundert. Und plötzlich ist er tot. Unfall? Mord? Selbstmord? Sein Graupapagei Gray wird vorübergehend von seinem Tutor Dr. Augustus Huff übernommen, der sich sicher ist, dass Elliot ermordet worden ist. Gemeinsam mit Gray macht sich Huff ans Ermitteln und lernt gleichzeitig noch die Herausforderungen eines Alltags mit einem so anspruchsvollen und schamlosen Haustier kennen.
Meine Meinung:
Vor einigen Jahren habe ich "Glennkill" und "Garou", die beiden Schafskrimis von Leonie Swann, gelesen. Dies waren ihre ersten Romane und ich will gleich vorwegschicken, dass sie mich noch ein wenig mehr beeindruckt haben, als "Gray", weil sie wirklich aus der Sicht der Schafe erzählen und so herrlich atmosphärisch und düster sind. "Gray" hat mir aber ebenfalls sehr gut gefallen. Der sprachgewandte Papagei Gray und der ein wenig seltsame Professor Dr. Augustus Huff agieren darin als unfreiwilliges - und unfreiwillig komisches - Duo. Die Schwierigkeiten von Huff - als plötzlicher Vogelbesitzer, der sonst schon durch seinen starken Aberglauben und zahlreiche Ticks im Alltag herausgefordert ist, was natürlich absolut nachvollziehbar ist - sorgen für einige sehr komische Situationen und für viel Unterhaltung. Allerdings finde ich, dass Huff seinem Papagei lange nicht gut genug zuhört und dadurch wichtige Hinweise und Aussagen verpasst, die ihn schon viel früher auf eine richtige Spur hätten bringen können. Dies fand ich ein wenig schade und hat dafür gesorgt, dass der Krimi zwar sehr humorvoll, aber über grosse Strecken nicht wirklich spannend daherkommt.
Schreibstil und Aufbau:
Anders als in den Schafskrimis wird die Geschichte aus der menschlichen Perspektive erzählt und wir haben keinen inneren Monolog von Gray. Daran musste ich mich zuerst ein wenig gewöhnen, weil ich von Anfang an das Gefühlt hatte, dass Huff nicht so richtig versteht, was Gray ihm mit seinen dahingeworfenen Worten sagen will. Huff ist dafür sehr stark mit sich und zahlreichen Neurosen und Ticks beschäftigt. Der Aufbau und die humorvolle Erzählweise haben mir aber sehr gut gefallen, obwohl ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Diese kam aber gegen Ende doch noch auf und hat das Buch wunderbar abgerundet.
Meine Empfehlung:
Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich habe eine mir bis dahin unbekannte, äusserst humorvolle Seite der Autorin kennengelernt, die mich beeindruckt hat. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
Zusätzliche Infos:
Titel: Gray
Autorin: Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte
Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München
und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen »Glennkill« und »Garou«
gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen
monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25
Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und
Blauregen in England.
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 21.01.2019
ISBN: 978-3-442-48831-5
Seiten
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Hallo Livia,
AntwortenLöschenbei mir war es anders herum und ich mochte "Gray" lieber :D Lag aber auch vielleicht daran, dass ich das Buch gehört habe und Bjarne Mädel es wirklich toll gesprochen hat. Wenn der/die Sprecher:in gut ist und es versteht, besondere Charaktere einzigartig rüberzubringen, dann kann das schon viel ausmachen.
Liebe Grüße
Julia
Liebe Julia
LöschenOh, das glaube ich, Bjarne Mädel mag ich auch sehr gerne. Allerdings komme ich mit Hörbüchern nicht klar, also wäre das wohl doch keine gute Idee gewesen ;-)
Weisst du noch, welche Bücher du zuerst gelesen hast? Die Schafskrimis sind in meinen Augen einfach noch ein wenig spezieller, düsterer, nachdenklicher. Das hat mir besonders gut gefallen. Aber auch "Gray" hat mich super unterhalten.
Alles Liebe
Livia
Ich habe zuerst die Schafskrimis gelesen und dann Gray gehört.
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