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31 Januar 2018

Rezension: Es war einmal Indianerland

 
Es war einmal Indianerland - Nils Mohl

Erster Band der Stadtrand-Trilogie

Beschreibung des Verlages:
Stell dir vor, du bist 17 und lebst in den Hochhäusern am Stadtrand. Der Sommer ist heiß. Es ist Mittwochnacht, als dir Jackie den Kopf verdreht. Im Freibad. Fuchsrotes Haar. Sandbraune Haut. Stell dir vor, wie dir die Funken aus den Fingern sprühen vor Glück. Und plötzlich fliegt die Welt aus den Angeln: Zöllner erwürgt seine Frau. Edda, die 21-Jährige aus der Videothek, stellt dir nach. Mauser steigt mit Kondor in den Ring. Immer wieder meinst du, diesen Indianer mit der Adlerfederkrone zu sehen. Und dann zieht zum Showdown ein geradezu biblisches Gewitter auf – fühlt es sich so an, erwachsen zu werden?
Kommt am 26. Oktober 2017 in die deutschen Kinos!

Meine Meinung:
Dieses Buch liegt seit 2013 auf meinem SuB. Ich habe es mir direkt nach der Lektüre des Nachfolgebandes "Stadtrandritter" gekauft. Erst beim Durchstöbern der Verlagsseite habe ich bemerkt, dass es ja sogar noch einen dritten Teil der Reihe gibt, den ich mir sicher bei Gelegenheit einmal gönnen werde. Die einzelnen Bände lassen sich aber unabhängig voneinander lesen. Einzelne Personen kommen zwar immer wieder vor oder manchmal nimmt die Handlung auch Bezug auf spätere oder vergangene Ereignisse, dies sorgt beim Lesen aber weder für Verständnisschwierigkeiten, noch für Lücken im Erzählfluss.
In diesem ersten Band der Reihe lernen wir den Protagonisen Mauser kennen und verbringen einen Sommer mit ihm. Einzelne Ereignisse dieses Sommers erleben wir wie in Zeitschleife immer wieder und bei jeder Wiederholung kommen neue Elemente und Details ans Licht, welche die Leerstellen der Erzählung füllen. Diese Erzählweise wird auch im zweiten Band der Reihe angewendet und ich erinnere mich, dass einige Leserinnen und Leser damals bei der Leserunde von Lovelybooks Mühe hatten mit den vielen Zeitsprüngen. Mich selber haben sie aber nicht gestört, sondern eher noch näher an den Protagonisten heran und in seine Welt hinein gelassen.
So nämlich erkennt der Leser nach und nach, welchen täglichen Problemen sich Mauser stellen muss. Nicht nur, dass er sich als Boxer auch gerne einmal einen Kampf unter "Freunden" liefert oder sich nicht wirklich zwischen zwei plötzlich aufgetauchten Frauen entscheiden kann, nein. Er sieht sich nämlich auch noch mit der Ermordung seiner Stiefmutter durch seinen eigenen Vater konfrontiert und mit dem Ferienende, das wie ein Ziel und ein Schlussstrich zugleich drohend in der Luft hängt und stetig näherrückt.

Schreibstil und Handlung:
Wie bereits erwähnt sind die kurzen Sequenzen, die schnellen Wechsel zwischen den Zeiten, sehr einem Film und seinen schnellen Schnitten nachempfunden. Auch der Protagonist Mauser, der ein wenig gefangen scheint in seinem Leben und den vielen Rückblenden, sowie seinen Suche nach einem Platz in der Welt und die beschwerliche Reise des Erwachsenwerdens passen da sehr gut ins Konzept. So auch die Teilung des Buches in zwei gleiche Teile, wobei sich jeweils ein Kapitel des zweiten Teiles auf eines des ersten Teiles bezieht und so weiter. Diese total durchdachte Konstruktion ist gleichzeitig so genial, dass sie auffällt und trotzdem so gut ausgearbeitet, dass sie eigentlich gar nicht konstruiert wirkt.
Von der Handlung her passiert nicht die grosse Masse an Handlung, sondern es geschehen vielmehr kleine Sequenzen, die immer wieder neu beleuchtet, besetzt und betrachtet erzählt werden. Natürlich gibt es spannende Handlungselemente - von denen ich euch jetzt nicht mehr berichten will (ich erinnere da nur an ein Wildschwein, hach, dieses Wildschschwein) - die mich wirklich umgehauen haben und wenn man sich erst einmal mit der ganzen Symbolik befasst hat, dann entdeckt man immer mehr noch kleinere Details, die so unwichtig scheinen und doch so eine grosse Rolle innehaben, dass man gar nicht wirklich über Handlung sprechen kann sondern vielleicht eher über einen Teppich, der immer weitergewebt, mit neuen Farben bestückt und und Glitzerfäden verziert wird.
Und die düstere Grundstimmung, das Warten auf den erlösenden Regen und das drohende und zugleich ersehnte Ferienende erinnert ausserdem an den grandiosen Roman "Misfit", den ich ebenfalls nur empfehlen kann.

Meine Empfehlung:
Wie bereits verraten, kann ich euch dieses Buch nur empfehlen. Lasst euch nicht täuschen von Mauser, geniesst die Hitze und die Spannung, sowie die unendlichen Möglichkeiten, die man - zumindest in Büchern - nur in den Sommerferien hat.

Zusätzliche Infos:
Titel: Es war einmal Indianerland
Autor: Nils Mohl, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hamburg. Für seinen Roman «Es war einmal Indianerland» wurde er u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Paperback: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: rororo rotfuchs
Erscheinungstermin: 01.02.2011
ISBN: 978-3-499-21552-0

27 Januar 2018

Rezension: Stirb, Schätzchen, stirb

Stirb, Schätzchen, stirb - J.D. Robb (Nora Roberts)

Beschreibung des Verlages:
Irgendwann holt Dich die Vergangenheit immer ein …
New York 2059. Eve Dallas erkennt die elegant gekleidete Besucherin in ihrem Büro erst auf den zweiten Blick: Es ist ihre Pflegemutter Trudy Lombard. Einst hat sie nichts unversucht gelassen, die kleine Eve zu quälen, und auch jetzt hat sie nichts Gutes im Sinn. Sie droht, Eves dunkelstes Geheimnis öffentlich zu machen – wenn sie ihr nicht zwei Millionen Dollar gibt. Als Eves geliebter Roarke davon erfährt, lässt er nichts unversucht, diesen Schrecken aus der Vergangenheit zu bannen. Doch dann geschieht ein Mord …
 
Meine Meinung:
"Stirb, Schätzchen, stirb" war mein erstes Buch aus der Reihe um Eve Dallas von J.D. Robb (Nora Roberts. Es ist der 22. Band dieser Reihe, wobei aber alle Bände unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich muss ehrlich sagen, dass ich von Anfang an positiv überrascht und sehr begeistert war vom fesselnden Schreibstil. Auch die Protagonistin Eve hat mich für sich eingenommen. Ihr sehr scharfer Verstand, der ihr erlaubt, um die Ecken zu denken und ihre Emotionen hinten anzustellen, hat mir imponiert. Weil nämlich ihre damalige Pflegemutter und Peinigerin Trudy Lombard ermordet wird, muss sie sich den Schrecken ihrer eigenen Vergangenheit stellen und trotzdem versuchen, nie den Fokus zu verlieren. Schade nur, dass ich weit vor ihr wusste, wie genau sich dieser Mord ereignet hat und wer dafür verwantwortlich ist. Dies war leider ein wenig zu eindeutig vorhersehbar.
 
Schreibstil und Handlung:
In "Stirb, Schätzchen, stirb" geschieht um die Weihnachtszeit herum ein Mord, in dessen Aufklärung und die Lebensgeschichte des Opfers Lieutenant Eve Dallas verwickelt ist. Ihre persönlichen seelischen Verletzungen und heftigen Albträume, sowie die Weihnachtsvorbereitungen, um die sie sich ebenfalls kümmern will und soll, bringen sie an den Rand ihrer Belastbarkeit. Zum Glück hat sie ihren Mann Roarke an ihrer Seite, der ihr beisteht und den Rücken freihält.
Ein wenig zu sehr "Nora Roberts" waren mir die Liebesszenen zwischen Eve und Roarke, die nicht wirklich zur Handlung beitragen, sowie die ergebene Haltung Eve Dallas gegenüber ihrem Mann. Dafür haben einige sehr amüsante Szenen innerhalb des Ermittlungsteams und der Protagonisten dazu beigetragen, dass der Fluss dieser Erzählung nie gestoppt hat. Innerhalb von kurzer Zeit waren die 500 Seiten gelesen und ich bin mir sicher, bald wieder einmal ein Buch aus dieser Reihe zu lesen. 
 
Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch diesen 22. Band der Eve Dallas-Reihe weiter. Die Mischung aus Romantik, Komödie, Krimi und Zukunftsroman ist meiner Meinung nach sehr stimmig konstruiert. Ausserdem bin ich mir sicher, dass die Protagonistin und ihr Ermittlungsteam mich auch in jedem anderen Band der Reihe überzeugen könnten, weshalb ich sicher schon bald weitere Dallas-Bücher lesen möchte. 
 
Zusätzliche Infos:
Titel: Stirb, Schätzchen, stirb
Originaltitel: Memory in Death (Death 22)
Autorin: J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.
Taschenbuch: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Uta Hege
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.09.2012
ISBN: 978-3-442-37046-7 

23 Januar 2018

Rezension: Silbervogel und andere Meistererzählungen

Silbervogel und andere Meistererzählungen - Liam O'Flaherty

Beschreibung des Verlages:
Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Elisabeth Schnack
Ein kräftiger junger Mann liegt mit einer seltsamen Krankheit namens Liebe darnieder. Eine alte Dame muss als Jockey bei einem Pferderennen einspringen. Ein kleiner Junge träumt von seinem ersten Anzug. Das Leben eines Neugeborenen blüht auf, während dasjenige seines Großvaters schwindet. O'Flahertys Erzählungen haben das große Ganze des menschlichen Lebens im Blick genauso wie das unverwechselbare Detail. Zartheit und Heftigkeit, diskretes Pathos und kühler Realismus, skurriler Humor und Mitgefühl mit den Armen und Unterdrückten verbinden sich in O'Flahertys Erzählkunst zu einer unverwechselbar irischen Mischung.
Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass mir Liam O'Flaherty vor der Lektüre dieses Buches noch kein Begriff war. Um so gespannter war ich auf die verschiedenen Erzählungen. Dies konnte ich auch wirklich sein. Wie es der Untertitel schon sagt, sind diese "Meistererzählungen" nämlich nicht etwa beliebige Kurzgeschichten, die sich mal so schnell nebenbei lesen lassen. Vielmehr sind sie Gesellschaftsstudien, die manchmal komplett skurril und fast schon kafkaesk daherkommen und manchmal so berührend und bewegend sind, dass man förmlich eingreifen möchte. Auch sind die Figuren in jeder Erzählung komplett unterschiedlich gestaltet. Manchmal kann man einfach nur über den betrunkenen Anwalt lachen und bemitleidet ihn zugleich und manchmal fühlt man sich fast schon persönlich verbunden mit einem Kalb oder einem Anzug. Dies gelingt dem Autoren stets mit einem Augenzwinkern und die Erzählweise lässt zugleich Mitgefühl mit den Figuren empfinden, als dass sie auch für beste Unterhalgung sorgt.

Schreibstil:
Wie bereits beschrieben haben alle diese Erzählungen nicht nur einen ganz für sich stehenden Inhalt, sondern sie heben sich auch sprachlich sehr voneinander ab. Was bleibt und wohl den Stil von Liam O'Flaherty ausmacht, sind die manchmal fast nüchtern wirkenden Beschreibungen. Durch ihre Distanziertheit und die kunstvoll in die Sätze verflochtenen erzählerischen Details und äusseren Merkmalen von Mensch und Tier, gelingt dem Autoren das Erzeugen einer besonderen Atmosphäre, die uns Leser sowohl zum Zuschauer machen, als auch mitten im Geschehen ansiedeln.
So entsteht ein stetiger Sog aus Spannung, Unterhaltung und dramatischen Entwicklungen, die beim Lesen dafür sorgen, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann, sondern immer zuerst eine ganze Erzählung zu Ende lesen muss. Diese sind zum Glück alle eher kurz gehalten, so dass nach Beendigen der einzelnen Kapitel stets ein wenig Zeit bleibt, um über das Gelesene nachzudenken. 

Meine Empfehlung:
Diese Meistererzählungen machen ihrem Namen alle Ehre. Jede steht für sich und behandelt ein ganz eigenes, sehr menschliches Thema, das zum Nachdenken anregt. Auf jeden Fall lohnt sich die Anschaffung dieser Sammlung allemal, weil man beim Lesen derselben einen Einblick in die Vielseitigkeit von O'Flahertys Schaffen erhält und dabei definitiv Lust auf mehr bekommt.
Zusätzliche Infos: 
Titel: Silbervogel und andere Meistererzählungen
Aus dem Sammelband: "Two Lovely Beasts"
Autor: Liam O'Flaherty; geboren 1896 auf den Aran-Inseln. Studium in Dublin. Er ficht im Ersten Weltkrieg bei den Irish Guards. Beginnt nach der Entlassung ein Wanderleben, bereist alle Erdteile, arbeitet in vielen Berufen. Schreibt Romane und Erzählungen. Man hat ihn als ›irischen Zola‹ bezeichnet. Er starb 1984 in Dublin.
Taschenbuch: 304 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von: Elisabeth Schnack 
Verlag: Diogenes
Erschienen am: 18. März 2008 
ISBN: 978-3-257-23771-9

20 Januar 2018

Mein SuB kommt zu Wort, 20.1.18

"Mein SuB kommt zu Wort"
Für mehr Beiträge: bei Anna vorbeischauen
Guten Abend liebe SuBs und SuB-Menschen

SuBrina und ich haben uns für das Jahr 2018 ganz viel vorgenommen, weshalb die heutige vierte Frage seeeeehr perfekt ist für uns. Schliesslich soll man ja ganz oft von seinen guten Vorsätzen erzählen, damit man dann ein wenig unter sozialem Druck steht und diese dann wirklich umsetzen will. Na gut, wohlauf. Während ich dann mal schaue, was die Küche für das Abendessen hergibt, berichtet euch SuBrina, was bei uns so ansteht. Viel Spass beim Lesen.

Wie groß/dick bist du aktuell (du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ein dickes Hallo und ein herzliches Willkommen im neuen SuBjahr auch von mir. Nach einer kurzen Zählung hat sich ergeben, dass ich aktuell genau 166 Bücher wiege/umfasse/beherberge. Und dies ist perfekt so, der Januar steht ganz im Zeichen der Gewichts- und Umfangsreduktion. Livia macht da gleich mit. Die Pfunde, die sich seit dem letzten Herbst hartnäckig eingenistet haben, wollen wir nämlich beide loswerden. Wir sind also vorerst ein tolles Team. Bis dann jemand von uns wieder die Geduld verliert und zickig wird. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht ich dies sein werde...

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen? Zeige mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Ich darf sehr, sehr stolz auf Livias Neuzugänge-Post aus dem Dezember verweisen. Seither wurde hier nämlich nur gelesen und dies ist auch gut so und soll noch ein Weilchen so bleiben.
 
Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Livia hat vor einigen Tagen "Die Perlenschwester" von Lucinda Riley beendet und auch gleich rezensiert. Dieses Buch hat sie mit gemischten Gefühlen ins Regal gestellt, weil sie mit der Gegenwartsprotagonistin CeCe leider so gar nicht warm wurde. Der Vergangenheitsstrang hat ihr aber sehr gut gefallen. So auch die Tatsache, dass sie dieses Buch mit Janine in einer Blogleserunde lesen durfte.
Neues Jahr, neue Ziele – lieber SuB, welche Ziele hat dein Besitzer für dich in 2018? Gibt es Challenges, die beim Erreichen der Ziele helfen sollen?
Und nun kommen wir endlich zu den Zielen und ich kann wirklich sagen, dass es nicht Livias Ziele, sondern UNSERE Ziele sind. Und dies ist ein tolles Gefühl.
Zuerst einmal soll ich wieder in den zweistelligen Bereich kommen und dies natürlich am liebsten deutlich. Der Platz in den Regalen soll dann für gelesene Bücher genutzt werden können, die sich ja logischwerweise weiterhin anhäufen. Livia will also noch mindestens 67 Bücher lesen. Eine stolze Zahl. Und da sicher Neuzugänge hinzukommen werden, auch noch die unterste Grenze. Insgesamt müsste sie also um die 100 Bücher lesen oder ausmisten und da sie gerne streng mit sich selber ist, will sie nicht mehr als zwölf Buchkäufe und zwölf Rezensionsexemplare zulassen im gesamten Jahr 2018. Ich bezweifle, dass sie dies schaffen wird (und sie wohl auch ein wenig), also drücke ich ganz fest die Daumen, dass sie viel Lesezeit findet.
Zur Unterstützung hat sie sich für "Die grosse Cover-Challenge" von Charleen und die "Bookish Rainbow-Challenge" von Ines entschieden.

Und nun sind wir sehr gespannt auf eure Vorsätze für das Jahr 2018 und wenn ihr Tipps zur Reduktion des SuBs oder tolle Challenges kennt, dann lasst sie uns alle in den Kommentaren da. Wir kommen sehr gerne und garantiert auf einen Gegenbesuch vorbei.

Alles Liebe euch
Livia und SuBrina

17 Januar 2018

Rezension: Die Perlenschwester

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Perlenschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507459.rhd 
Die Perlenschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern

Beschreibung des Verlages:
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d'Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Thailand, wo sie die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes macht. Durch ihn fällt CeCe eine Biographie von Kitty Mercer in die Hände – eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte ... 

Meine Meinung:
Vom traumhaft schönen Cover beeindruckt und voller Freude, erneut ein Buch zusammen mit Janine in einer Blogleserunde zu lesen, bin ich in diesen vierten Band der Reihe gestartet. Das Rezensionsexemplar wurde mir übrigens vom Bloggerportal von Randomhouse gestellt.
Sofort fühlte ich mich wieder in Lucinda Rileys Stil angekommen und ich wollte unbedingt sehr schnell wissen, welche Abenteuer ich mit CeCe erleben würde. Genau darum ist es besonders schade, dass ich mit CeCe leider nicht wirklich warm wurde und dies fast während des ganzen Buches. Zu oberflächlich, naiv und weltfremd wirkte sie auf mich. Ausserdem versteckte sie sich permanent hinter ihrer Legasthenie und nahm diese als Entschuldigung für fehlende Allgemeinbildung, Faulheit und ihren ganzen Charakter. Diese Opferhaltung und die ein wenig zu konstruierte Handlung im Gegenwartsstrang vermiesten mir diesen fast komplett. Eine Ausnahme sind da jedoch der Schluss und die letzten Tage, die CeCe in Australien verbringt. Da hatte ich das Gefühl, sie fassen zu können.
Umso besser waren - einmal mehr - die Geschehnisse in der Vergangenheit erzählt. Mit messerschafem Verstand, intensiven Recherchen und einer grossen Portion Empathie hat es Lucinda Riley da geschafft, Geschichte fassbar zu machen und eine ganz neue Welt, die zur Hälfte aus Fakten, zur Hälfte aus Fiktion besteht, zum Leben zu erwecken.
Bei der Lektüre ist mir übrigens aufgefallen, dass es scheinbar oft diese Figuren sind, mit denen sich die Autorinnen und Autoren am meisten identifizieren können, die dann leider am wenigsten glaubwürdig bei mir ankommen. Liegt dies daran, dass man das, was einem vertraut ist, automatisch am wenigsten detailliert schildert und sich mit Figuren, die man vielleicht weniger mag oder weniger gut verstehen kann, genauer befassen muss?

Schreibstil und Handlung:
Immer wieder ist mir beim Lesen aufgefallen, wie genau und durchdacht Lucinda Rileys Gesamtkozept ist. Die Bücher sind alle perfekt aufeinander abgestimmt, die Figuren interagieren durch alle Bände hindurch in einer nachvollziehbaren Weise miteinander und Charakterzüge werden nach und nach herausgearbeitet, Puzzleteile zusammengefügt. Dies ist es wohl, was - nebem dem grandiosen Schreibstil, den fundierten Recherchen und der grossen Prise Romantik und Unterhaltung - die Faszination dieser Reihe ausmacht: das grosse Ganze, das einfach stimmt und der rote Faden, der sich von der ersten bis zur letzten Seite zieht.
Denn auch wenn CeCe zu unsicher wirkte, mir leider sehr unympathisch war und irgendwie nicht glaubwürdig schien, so sind es vor allem die grandiose Erzählsprache und die in der Vergangenheit spielenden Teile, die mich nicht den Glauben an diese Reihe und ihre Figuren verlieren lässt.
Von der Handlung her befinden wir uns in Australien, einem Ort, den ich leider noch viel zu wenig kenne und an dem es mir für längere Reisen wohl auch zu heiss wäre. Wir wandern mit der jungen Kitty aus, die ihre grosse Liebe in dieser für sie ganz neuen Welt findet, die aber auch sehr viele schwere Schicksalsschläge verkraften muss. Dass die Perlenfischerei dabei eine grosse Rolle spielt, ist kein Geheimnis, wie genau Kitty aber in dieses Metier passt, möchte ich hier noch nicht verraten. Schnell wird aber klar, dass da eine Beziehung zu CeCe bestehen muss und als diese nach einigen Umwegen schliesslich in Down Under landet, entdecken wir mit ihr zusammen die Schönheit und Fasziniation dieses magischen Ortes. CeCe muss über sich herauswachsen und Hilfe suchen und annehmen, was ihr besonders schwer fällt. Mit neuen Freunden und neuen Erkenntnissen über sich selber, kommt sie aber ihren Wurzeln immer näher und muss bald einige schicksalhafte Entscheidungen treffen.

Meine Empfehlung:
Wie ihr seht habe ich diesen vierten Band der Reihe mit gemischten Gefühlen beendet. Während mir CeCe und der ganze Gegenwartsstrang als bisher am schwächsten in dieser ganzen Reihe erschienen, wächst Lucinda Riley in den Vergangenheitssträngen über sich selber hinaus, was zu einem fesselnden und magischen Lesevergnügen führt. Deshalb empfehle ich euch auch diesen Band der Reihe sehr gerne weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Perlenschwester
Originaltitel: The Pearl Sister
Autorin: Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 608 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser 
Verlag: Goldmann
Erschienen: 30.10.2017
ISBN: 978-3-442-31445-4 

16 Januar 2018

Gemeinsam Lesen, 16.1.18

Gemeinsam Lesen ist eine von Asaviel ins Leben gerufene Aktion,
die nun von den Schlunzen fortgeführt wird.
Guten Vormittag ihr Lieben

Es freut mich sehr, dass ich wieder kurz Zeit finde, an der heutigen Aktion "Gemeinsam Lesen" teilzunehmen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "Silbervogel und andere Meistererzählungen" von Liam O'Flaherty (Seite 103) und bin immer noch nicht viel weiter bei "Stirb, Schätzchen, stirb" von J.D. Robb, aka Nora Roberts (Seite 164).

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Der Jahrmarkt war fast zu Ende.
"Trinken Sie erst mal ein Gläschen Wein."


Stirb, Schätzchen, stirb - J.D. Robb (Nora Roberts)

Beschreibung des Verlages:
Irgendwann holt Dich die Vergangenheit immer ein …
New York 2059. Eve Dallas erkennt die elegant gekleidete Besucherin in ihrem Büro erst auf den zweiten Blick: Es ist ihre Pflegemutter Trudy Lombard. Einst hat sie nichts unversucht gelassen, die kleine Eve zu quälen, und auch jetzt hat sie nichts Gutes im Sinn. Sie droht, Eves dunkelstes Geheimnis öffentlich zu machen – wenn sie ihr nicht zwei Millionen Dollar gibt. Als Eves geliebter Roarke davon erfährt, lässt er nichts unversucht, diesen Schrecken aus der Vergangenheit zu bannen. Doch dann geschieht ein Mord …
Silbervogel und andere Meistererzählungen - Liam O'Flaherty
Beschreibung des Verlages:
Aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Elisabeth Schnack
Ein kräftiger junger Mann liegt mit einer seltsamen Krankheit namens Liebe darnieder. Eine alte Dame muss als Jockey bei einem Pferderennen einspringen. Ein kleiner Junge träumt von seinem ersten Anzug. Das Leben eines Neugeborenen blüht auf, während dasjenige seines Großvaters schwindet. O'Flahertys Erzählungen haben das große Ganze des menschlichen Lebens im Blick genauso wie das unverwechselbare Detail. Zartheit und Heftigkeit, diskretes Pathos und kühler Realismus, skurriler Humor und Mitgefühl mit den Armen und Unterdrückten verbinden sich in O'Flahertys Erzählkunst zu einer unverwechselbar irischen Mischung.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Silbervogel und andere Meistererzählungen" hatte ich in den letzten Monaten immer mal wieder in der Hand. Nun möchte ich es im Januar aber definitiv beenden. Die vielen Pausen stören gar nicht, da sich die Kurzgeschichten komplett für sich lesen lassen und so eine willkommene Abwechslung zu anderen Büchern, die ich ja immer dazwischen lese, darstellen. So bleibt auch genügend Zeit, sich gedanklich mit den Geschichten zu befassen, was durchaus nötig ist oder ich zumindest sehr gerne mache.
"Stirb, Schätzchen, stirb" ist nach wie vor fesselnd, liest sich flüssig und nun, wo noch ein Mord geschehen ist, der Eve indirekt oder wahrscheinlich schon eher direkt betrifft, auch total spannend. Was ich ein wenig übertrieben finde, sind die für Nora Roberts typischen (sie kann ihre Identität halt nicht verbergen) erotischen Szenen, die meiner Meinung nach eher ein wenig konstruiert wirken. Sie dienen nicht wirklich der Handlung und passen daher nicht so recht dazu. Nichtsdestotrotz kann ich "Stirb, Schätzchen, stirb" nur loben, da es wirklich einmal eine ganz andere Krimierfahrung erlaubt, tiefe Einblicke in das Leben der Ermittlerin ermöglicht und zudem in der Zukunft spielt.

4.Seid ihr schon einmal in die Versuchung gekommen die letzten Seiten eines Buches als erstes zu lesen?(Angela Busch)
Nicht bewusst. Aber: schon als Kind habe ich in jedem Buch nach hinten geblättert um zu sehen, wie viele Seiten ein Buch hat. Natürlich könnte ich dies auch leicht im Internet feststellen, aber dieser Tick geht nicht mehr weg und ich blättere vor dem Lesen immer ganz nach hinten und schaue mir die letzte Seitenzahl an. Da ist es schon vorgekommen, dass ich versehentlich den letzten Satz (nie aber mehr als diesen Satz) gelesen habe und manchmal ist der letzte Satz schon ziemlich aussagekräftig. Trotzdem hat mich dies nie gestört und ich werde wohl diese Angewohnheit auch nicht mehr ablegen können.

Wie sieht es bei euch aus? Stöbert ihr schon im Buch oder sogar in den letzten Seiten, bevor ihr mit dem Lesen beginnt oder vielleicht auch während der Lektüre?
Lasst mir eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren da. Ich werde wie immer sehr gerne bei einem Gegenbesuch antworten.

Alles Liebe und habt einen schönen Tag
Livia

14 Januar 2018

Lesetipps für den Winter

Lesetipp Winter
Es ist wieder einmal Zeit, ein paar Tipps zu verfassen uznd was käme da gelegener als die Gemeinschaftsaktion von Leni und Tanja? Bei ihnen findet ihr alle weiteren Infos.

Ich möchte mich heute beschränken und zwar auf nur ein Buch, das mich in diesem Winter besonders überzeugen konnte. Nur eines, versprochen :-)

Beim Stöbern in meinen Rezensionen habe ich ein Buch entdeckt, von dem ich hier schon mehrfach geschwärmt habe. Ich wollte euch kein Weihnachtsbuch empfehlen, sondern eines, das sehr gut in die Winterzeit passt. Und zwar genau dieses Buch:
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wintersterne/Isabelle-Broom/Diana/e497069.rhd
Wintersterne - Isabelle Broom
Beschreibung des Verlages:
Eine Reise ins magische, verschneite Prag: Für Megan, Hope und Sophie ist das die perfekte Gelegenheit, um vor ihren Problemen wegzulaufen. Sie lernen sich in einer Hotelbar kennen, und obwohl die drei Frauen völlig unterschiedlich sind, verstehen sie sich auf Anhieb. Gemeinschaftliche Streifzüge durch die winterlich verzauberte Stadt konfrontieren sie mit ihrer Vergangenheit und führen sie zu besonderen Begegnungen. Und vor allem zu sich selbst. 

An diesem Buch hat mir besonders gut gefallen, dass es überhaupt nicht oberflächlich ist, sondern wirklich sehr tiefgründige Themen beinhaltet. Ausserdem fand ich die drei Protagonistinnen wundervoll vielschichtig dargestellt und ich hätte gerne noch ein wenig mehr Zeit mit ihnen verbracht. Und hier kommt ihr direkt zur Rezension.

Ganz liebe Grüsse euch und ich freue mich schon auf eure Tipps, die ihr mir gerne in den Kommentaren verraten dürft :-)
Livia

12 Januar 2018

Rezension: Der Buchliebhaber

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Buchliebhaber/Charlie-Lovett/Goldmann-TB/e523824.rhd 
Der Buchliebhaber - Charlie Lovett

Beschreibung des Verlages:
Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen ...
 
Meine Meinung:
Zuerst einmal möchte ich mich beim Goldmannverlag für das Rezensionsexemplar und bei Svenja für diese tolle Leserunde bedanken. Svenjas Rezension ist übrigens auch schon online.
Ich wollte das Buch "Der Buchliebhaber" unbedingt lesen, weil ich selber - wie wir alle natürlich - die Liebe zu Büchern und die Faszination für spezielle Schätze nachvollziehen kann und unbedingt wissen wollte, wie dies von Charlie Lovett umgesetzt worden war. Dies hat mich dann auch sehr überzeugt. Ausserdem hat mir vor allem der charismatische und ein wenig eigensinnige Protagonist Arthur zugesagt. Seine wissenschaftlichen Recherchen, seine Suche nach einem verschwundenen Manuskript und seine Faszination für den heiligen Gral sind das Herzstück dieses Buches und die ganze Spannung, die aufkommt, hat vor allem mit entscheidenden Erkenntnissen Arthurs oder auch Bethanys zu tun.
Zusammen mit seinen besten Freunden und Bethany, die in vielen Punkten ganz gegenteilige Ansichten als Arthur vertritt, was natürlich zu unterhaltsamen Spannungen und später zur Anziehung führt, werden dann verschiedenen Hinweisen nachgegangen und was dabei herauskommt - oder auch nicht - könnt ihr im Buch selber nachlesen.
 
Schreibstil und Handlung:
Die Sprache von Charlie Lovett hat mich sehr positiv überrascht und zwar dies vor allem aufgrund der Leichtigkeit, mit der er es schafft, verschiedenste Zeitstränge, Figuren und Schauplätze unter einen Hut zu bringen und historische Fakten und Fiktion miteinander zu vermischen. Dies ist meiner Meinung nach eine ganz grosse Leistung und dass dabei so viel Spannung aufkommt, so viel Lust, mitzurätseln und zudem Gefühle, Romantik und auch traurige und emotionale Momente, ist dann noch ein zusätzlicher Pluspunkt.
Wenn es in einem Buch um den heiligen Gral oder andere grosse Rätsel unserer Geschichte geht, gibt es einerseits schon sehr viel Literatur zum Thema, aber andererseit noch keine abschliessenden Antworten auf offene Fragen. Dies kann der Autorin oder dem Autoren die Arbeit ungemein erleichtern oder auch erschweren. Vor allem muss nämlich ein stimmungsvoller und spannender Aufbau zu einem überzeugenden und realistisch anmutenden Ende führen. Sonst lässt das Ende ganz negative Gefühle zurück. Und ich möchte natürlich nichts verraten in Bezug auf das Ende, aber ich kann voller Überzeugung sagen, dass der Schluss perfekt zur Geschichte und den Protagonisten gepasst hat und der Handlungsaufbau in sich stimmig, sehr kurzweilig und gelungen war.
 
Meine Empfehlung:
Ich empfehle "Der Buchliebhaber" sehr gerne weiter und wer es in Büchern spannend, romantisch, historisch und wissenschaftlich mag und dies dann auch noch in einer flüssigen und sehr versändlichen Sprache erzählt, ist mit diesem Buch mit Traumcover bestens veraten.
 
Zusätzliche Infos:
Titel: Der Buchliebhaber
Originaltitel: The Lost Book of the Grail Or, A Visitor's Guide to Barchester Cathedral
Autor: Charlie Lovett hat früher als Antiquar gearbeitet, ist ein begeisterter Büchersammler und gehört dem »Grolier Club« an, Amerikas bedeutendstem Club für Bücherliebhaber. Er lebt mit seiner Frau abwechselnd in Winston Salem, North Carolina, und Kingham im englischen Oxfordshire. Zu seinen Werken zählen die Romane »Das Buch der Fälscher« – ein New-York-Times-Bestseller – und »Jane Austens Geheimnis«. Mehr zum Autor und seinen Büchern unter charlielovett.com 
Taschenbuch, Broschur: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch 
Verlag: Goldmann
Erschienen: 20.11.2017
ISBN: 978-3-442-48711-0  

09 Januar 2018

Gemeinsam lesen, 9.1.18

Gemeinsam Lesen ist eine von Asaviel ins Leben gerufene Aktion,
die nun von den Schlunzen fortgeführt wird.
Hallo ihr Lieben

Endlich bin ich wieder einmal bei der Aktion Gemeinsam Lesen dabei und dies sogar mit gleich drei Büchern. Die letzten paar Wochen hat es einfach nicht in meine Zeitplanung gepasst oder ich konnte mit den Fragen nicht viel anfangen und habe es dann gleich bleiben lassen. Heute passt aber alles und darum geht es jetzt los mit meinen Antworten:

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "Die Perlenschwester" von Lucinda Riley (S. 384), "Der Buchliebhaber" von Charlie Lovett  (S. 228) und "Stirb, Schätzchen, stirb" von J.D. Robb, aka Nora Roberts (S. 94).

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Vielleicht das Beste."
Sein Tisch war mit Notizen und verworfenen Schreibversuchen übersät.
Vergiss es, sagte er sich streng.


https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Perlenschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507459.rhdDie Perlenschwester - Lucinda Riley

Beschreibung des Verlages:
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d'Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Thailand, wo sie die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes macht. Durch ihn fällt CeCe eine Biographie von Kitty Mercer in die Hände – eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte ...

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Buchliebhaber/Charlie-Lovett/Goldmann-TB/e523824.rhdDer Buchliebhaber - Charlie Lovett

Beschreibung des Verlages:
Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen ...

Stirb, Schätzchen, stirb - J.D. Robb (Nora Roberts)

Beschreibung des Verlages:
Irgendwann holt Dich die Vergangenheit immer ein …
New York 2059. Eve Dallas erkennt die elegant gekleidete Besucherin in ihrem Büro erst auf den zweiten Blick: Es ist ihre Pflegemutter Trudy Lombard. Einst hat sie nichts unversucht gelassen, die kleine Eve zu quälen, und auch jetzt hat sie nichts Gutes im Sinn. Sie droht, Eves dunkelstes Geheimnis öffentlich zu machen – wenn sie ihr nicht zwei Millionen Dollar gibt. Als Eves geliebter Roarke davon erfährt, lässt er nichts unversucht, diesen Schrecken aus der Vergangenheit zu bannen. Doch dann geschieht ein Mord …


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Die Perlenschwester" lese ich zusammen mit Janine in einer Blogleserunde (wer noch will, darf gerne teilnehmen oder mitdiskutieren) und kann es jeweils kaum erwarten, wieder zum Buch zu greifen. Leider ist es zwar tatsächlich so, dass ich die Protagonistin des vierten Bandes, CeCe, nicht so gerne mag, wie die vorhergehenden drei der sieben Schwestern, aber die Geschichte in der Vergangenheit ist wieder einmal so toll und fesselnd gestaltet, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Ausserdem sind wir mit CeCe nach Australien gereist und die wundervollen Beschreibungen der Landschaft dort lassen wirklich keine Wünsche offen.
"Der Buchliebhaber" vereint sehr viele verschiedene Themen. Vor allem natürlich die Liebe des Protagonisten Arthur zu den Büchern der Kathedralbibliothek in Barchester. Nicht zuletzt aber auch ganz viele historische Informationen zu diesem beeindruckenden Gebäude und eine spannende Suche nach einem verschollenen Manuskript, sowie den Kampf gegen die einschneidenden Sparmassnahmen des verarmten Kirchenausschusses. Auch dieses Buch lese ich in einer Blogleserunde und zwar zusammen mit Svenja, die mir immer einen Schritt voraus ist und so schön mitzieht. Den Ansporn habe ich zwar nicht nötig weil das Buch so spannend ist, aber schaden kann er ja nie :-)
"Stirb, Schätzchen, stirb" lese ich für die Bookish Rainbow-Challenge von Ines und bin begeistert. Nie hätte ich Nora Roberts so eine andere Seite zugetraut und obwohl dieses Buch der 22. (!!!!) Teil der Reihe ist, liest es sich unabhängig. Klar, die persönliche Geschichte der Kommissarin Eve Dallas sowie vorhergehende Fälle werden ab und an erwähnt, aber trotzdem bin ich nur so durch die Seiten gerast. Spannung, rätselhafte Machenschaften und ein grandioser Schreibstil sorgen für ein erfreuliches Lesevergnügen.

4.Führst du deinen Bücher-Blog immer gleich gerne oder wird es dir manchmal zuviel? (Giselas Bücher)
Meinen Blog führe ich immer gleich gerne, ich mag ihn immer und auch wenn ich manchmal hadere oder mich über etwas, das gerade nicht so klappt, wie ich es möchte, ärgere, so ist und bleibt er mein Baby.
Manchmal habe ich keine Lust, Rezensionen zu tippen, manchmal bin ich mit meinen Bildern nicht zufrieden, manchmal schaffe ich es einfach nicht, einen Post richtig zu formatieren, aber immer bin ich sehr, sehr froh, diesen Blog führen und mich mit euch allen austauschen zu dürfen.

Wie geht es euch mit eurem Blog? Wie innig ist eure Beziehung zu ihm? Schreibt es mir gerne in die Kommentare und ich komme auf jeden Fall auf einen Gegenbesuch vorbei.


Alles Liebe euch und noch einen schönen Abend

Livia

08 Januar 2018

Rezension: Das Weihnachtsdorf

https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Weihnachtsdorf/Petra-Durst-Benning/Blanvalet-Hardcover/e506513.rhd#info
Das Weihnachtsdorf - Petra Durst-Benning

Beschreibung des Verlages:
Eine Weihnachtsgeschichte mit vielen Rezepten und Dekotipps
Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht es für das große Glück?

Meine Meinung:
"Das Weihnachtsdorf" ist der zweite Teil dieser Reihe, kann aber auch unabhängig gelesen werden, wie ich es getan habe :-)
Weil ich unbedingt Weihnachtslektüre lesen wollte und nichts mehr vorrätig hatte, habe ich dieses Buch im Dezember beim Bloggerportal von Randomhouse angefragt und sofort zugestellt bekommen, herzlichen Dank dafür. Und obwohl "Das Weihnachtsdorf" vor Weihnachten bei mir eingetroffen ist, habe ich es erst gestern Abend beenden können. So ist es halt manchmal mit dieser Planung... 
Um mich nach Maierhofen zu versetzen, musste ich nur wenige Seiten lesen. Bis ich alle Personen auseinanderhalten konnte, ging es ein wenig länger. Dies war aber gar nicht tragisch, vielmehr konnte ich es so auch länger geniessen, die Figuren immer besser kennenzulernen. Weihnachtsstimmung kam sofort wieder auf, ich habe mich köstlich amüsiert und zudem mitfühlen können mit denen, die es um die Weihnachtstage herum nicht einfach haben. Was beim Lesen auf jeden Fall auffällt: "Das Weihnachtsdorf" (und wohl die ganz Reihe) stellt starke Frauen und ihre Schicksale in den Mittelpunkt. Gescheiterte Beziehungen, schwierige Wohnortwechsel, Stress bei der Arbeit...die Bewohnerinnen von Maierhofen stehen sich bei, helfen sich gegenseitig, rappeln sich immer wieder auf und finden nicht selten auch noch einen richtigen Partner, der ihnen den Rücken stärkt.
Was ich aber sehr schade finde: "Das Weihnachtsdorf" scheint das einzige Buch der Reihe zu sein, das mit Hardcover produziert wurde. Da macht es doch gar keinen Spass, die Reihe ins Regal zu stellen. Geht es euch auch so? Ich zumindest wollte sofort die anderen bisher erschienenen Bücher bestellen, habe dann aber aus diesem Grund verzichtet. Schade, schade.

Schreibstil und Handlung:
Ein flüssiger, zart dahinfliessender Schreibstil vermittelt eine weihnachtliche Atmosphäre. Darin haben Hektik und Chaos genau so viel Platz, wie Wärmm und Gemeinschaft. So, wie Weihnachten eben oft ist und - sind wir ehrlich - auch irgendwie sein muss. Die Buchstabenspiele rund um die veganen "Vurstwaren" von Edy sorgen ausserdem für zusätzliches Amüsement und eine aufdringliche Reporterin, die es fast schafft, das Fest zu stören, bringt zusätzlichen Witz in die Handlung.
Einsamkeit, Trauer, Überforderung, Beziehungskrisen und (unliebsame) Familienzusammenkünfte sind auch in "Das Weihnachtsdorf" das Salz in der Suppe, das für Spannung, Romantik und passende Stimmung sorgt. Besonders schön dargestellt ist in diesem Buch meiner Meinung nach der Weihnachtsmarkt in Maierhofen und die vielen Vorbereitungen und kulinarischen Genüsse rund ums Weihnachtsfest.
A propos kulinarische Genüsse: wer nach der eigentlichen Geschichte noch weiterblättert, findet als zusätzliche Einstimmung in die Weihnachtszeit (aber nicht nur) zahlreiche Rezepte für Getränke aller Art von Jessy, Genüsse aus der Bäckerei von Magdalena, ein veganes Rezept von Edy, Tipps, damit das Kochen an Weihnachten nicht zum Fiasko wird von Sam und Ideen zum Dekorieren von Haus und Hof von Christine. Dies alles also von fiktiven Figuren aus Maierhofen, die charmant und sehr sympathisch aus dem Nähkästchen plaudern und so dieses schöne weihnachtliche Buch zusätzlich zum Lesegenuss zu einem wertvollen Küchenhelfer machen. Was will man mehr?

Meine Empfehlung:
Sehr gerne empfehle ich euch "Das Weihnachtsdorf" für weihnachtliche oder zumindest winterliche Lesestunden weiter. Wer also auf der Suche nach einer leichten und romantischen Geschichte voller Weihnachtsstimmung und Gaumenfreuden ist, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Zusätzliche Infos:
Titel: Das Weihnachtsdorf
Autorin: Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.
Fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 208 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 26.09.2016
ISBN: 978-3-7645-0598-1

07 Januar 2018

Bookish Rainbow Challenge 2018

Gestern Abend habe ich bei Ines vom Blog The call of Freedom & Love (mehr Infos findet ihr direkt bei ihr) eine kunterbunte Challenge entdeckt, die ich gerne antreten möchte. Mir gefällt dabei vor allem, dass ich überhaupt nicht aufs Genre, sondern nur auf die Buchcover achten muss, was sehr gut zur Challenge von Charleen Die große Cover-Challenge 2018 passt. Bei Ines geht es aber natürlich vor allem um Farben und wer Lust hat, meine Fortschritte zu verfolgen, darf sich gerne zu meiner Challengeseite durchklicken.

Das Wichtigste in Kürze:

REGELN:
• Abgebrochene Bücher gelten nicht.
• Es gelten nur Prints & Ebooks! Keine Mangas, keine Hörbücher, nichts, nada.
• Die Bücher müssen mehr als 200 Seiten haben, sonst zählen sie nicht.
• Rezensionen auf Amazon gelten genauso wie Rezensionen auf Blogs!
• Man kann immer in die Challenge einsteigen.
• Die Challenge geht vom 1.1.2018 bis zum 30.6.2018

FARB-REGELN:
• Die Hauptfarbe, die Ines jeden Monat vorgibt, muss eine Hauptfarbe vom Cover sein. Das heißt, wenn die Hauptfarbe im Januar Rot ist, muss das Cover eindeutig sehr rot sein! (Natürlich sind oft noch andere Farben drauf, aber die Hauptfarbe sollte schon herausstechen!)
• Die Nebenfarbe muss nur als Nebenfarbe auf dem Cover vorhanden sein – z.b. im Schriftzug, im Hintergrund oder Ähnliches.

PUNKTE:
Wenn ihr ein Buch in der Hauptfarbe lest, bekommt ihr zwei Punkte (+ 2)
Wenn ihr ein Buch in der Nebenfarbe lest bekommt ihr einen Punkt. (+ 1)
Wenn ihr ein Buch lest, das beide Farben gleichzeitig hat, bekommt ihr insgesamt 3 Punkte. (+ 3)
Pro geschrieben Rezension zu einem der Bücher bekommt ihr noch einen Punkt zusätzlich (BITTE VERLINKEN!). (+ 1)


Ganz liebe Grüsse an euch alle und habt einen schönen Sonntag
Livia

06 Januar 2018

Rezension: Weihnachten mit dir

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Weihnachten-mit-dir/Debbie-Johnson/Heyne/e524562.rhd
Weihnachten mit dir - Debbie Johnson

Beschreibung des Verlages:
So herzerwärmend wie eine Tasse heiße Schokolade
Becca Fletcher hat Weihnachten schon immer gehasst und sie hat gute Gründe dafür. Trotzdem hat sie es nicht geschafft, ihrer persönlichen Weihnachts-Hölle zu entkommen und ist auf dem Weg zum Comfort Food Café, um dort die Feiertage mit ihrer Schwester Laura und deren Familie zu verbringen. Beccas ahnt nicht, dass Weihnachtswunder tatsächlich geschehen – wenn sie es nur zulassen kann …

Meine Meinung:
Zuerst einmal eine ganz kleine Spoilerwarnung: "Weihnachten mit dir" ist die Fortsetzung von "Frühstück mit Meerblick". Selbstverständlich lassen sich die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen, wer aber nicht wissen möchte, was alles in "Frühstück mit Meerblick" noch geschieht, sollte jetzt nicht unbedingt weiterlesen :-)
Ich wollte nach der positiven Überraschung, die "Frühstück mit Meerblick" mir bereitet hat, unbedingt wissen, welche Herzen noch alles im Comfort Food Café geheilt werden können. Natürlich war mir klar, dass ich endlich die Geschichte der unabhängigen Becca erfahren würde, worauf ich auch schon brannte. Was sich da alles ereignet hat und erzählt wurde, hat meiner Meinung nach sehr gut zusammengepasst und es ist der Autorin gelungen, mit Becca eine Figur zu schaffen, die sich wirklich von Laura, der vorhergehenden Protagonistin, unterscheidet.
Sehr gut gefallen hat mir die Hochzeit, welche geplant und im Comfort Food Café ausgerichtet wird und die vielen kleinen Geschichten, welche sich im und um das Café herum ereignet haben. Es war nur ein wenig schade, dass Becca trotz aller Vergangenheitsbewältigung ein wenig blass blieb. Wo Laura vorher noch sehr facettenreich dargestellt wurde, ihre Geschichte total zu Herzen ging und vor allem auch ihre Arbeit, die Liebe zum Kochen und die Beziehung zu all den lieben Menschen um sie herum wundervoll und sehr authentisch dargestellt waren, kam Becca meiner Meinung nach nicht so gut weg. Obwohl Debbie Johnson in ihrer Einleitung erwähnt hat, Becca besonders zu mögen, habe ich nicht ganz so sehr mit ihr mitfühlen können und fand sie auch als Protagonistin zu flach und vor allem gegen Ende vorhersehbar beschrieben.

Schreibstil und Handlung:
Die herrliche, romantische Sprache von Debbie Johnson versetzte mich sofort wieder ins tröstliche Comfort Food Café, in den Ort Dorset und zu den wundervollen Menschen dort. Obwohl da definitiv mehr Weihnachtsstimmung hätte sein können, beherrschten auch hier wieder Schatten aus der Vergangenheit die Protagonistin. Dies war meiner Meinung nach nicht ganz so tiefgründig, aber trotzdem wunderschön dargestellt und vielleicht hatte ich mir nach dem sehr vielschichtigen Buch "Frühstück mit Meerblick" auch einfach ein wenig mehr berührende und aufwühlende Elemente gewünscht. Sprich: zu viel erwartet.
Wie vorherzusehen ist, taut Becca langsam auf, ihre Geschichte wird spannend erzählt und die Dorfbewohner, allen voran die zauberhafte Edie, welche ich wirklich gerne einmal kennen lernen würde, kümmern sich rührend um sie.
Flüssig, leicht und herzlich warm erzählt uns Johnson diese Geschichte, die zudem auch ein wenig in das aktuelle Leben von Laura einblicken lässt und zeigt, wie tröstlich Familie und Freunde sein können, wenn es im Leben einmal nicht rund läuft. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein weiterer Band aus Dorset geplant ist und wenn auch Laura meine Favoritin bleiben wird, würde es mich doch interessieren, wie es in der Gedankenwelt der anderen Bewohner dieses Küstenstädtchens aussieht.

Meine Empfehlung:
Trotz einiger kleiner Abzüge überzeugt "Weihnachten mit dir" mir einer schönen Wohlfühlgeschichte, den spannendsten und liebenswertesten Dorfbewohnern, die man sich nur vorstellen kann und einer winterlichen, fast schon kitschigen, Wohlfühlgeschichte. Ein schöner Auftakt in jedes Lesejahr.

Zusätzliche Infos:
Titel: Weihnachten mit dir
Originaltitel: Christmas at the Comfort Food Cafe
Autorin: Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Irene Eisenhut 
Taschenbuch, Broschur: 272 Seiten 
Verlag: Heyne
Erschienen: 09.10.2017
ISBN: 978-3-453-58060-2 

Buchige Jahresstatistik 2017

Hallo liebe Buchmenschen

Heute schmeisse ich ein letztes Mal mit alten Zahlen aus dem Jahr 2017 um mich, dann ist dieses ereignisreiche und wunderschöne Jahr wohl definitiv vorbei. Zeit also, noch einmal auf buchige Highlights (und ich warne euch vor, 2017 war ein Jahr voller buchiger Highlights) und meine einzelnen Statistiken zurückzublicken. Ausserdem möchte ich genau die Bücher noch einmal erwähnen, welche mich im Jahr 2017 besonders berührt, beschäftigt und unterhalten haben.

Die (leider ein wenig klägliche) Statistik der gelesenen Bücher 2017:


 
Ganz ehrlich? Ich bin irgendwie enttäuscht. Tatsächlich habe ich mir ein wenig mehr erwartet, also eine grössere Anzahl gelesener Bücher, ein kleinerer SuB usw. Aber dies wird sicher besser im Jahr 2018, wie man sich dies immer so schön sagen kann :-) Übrigens sind es im Jahr 2017 drei gelesene Bücher weniger geworden (66) als im Jahr zuvor (69) und hoffe nun, 2018 wieder ein wenig näher an die Hundertergrenze zu kommen.
Was aber überrascht: nicht im Januar und Februar, wo ich voller guter Vorsätze war, sondern im Juli, dichtgefolgt von Juni und September, meinen zweitarbeitintensivsten Monaten im Jahr, habe ich mehr gelesen (oder einfach dünnere Bücher). Gegen Ende des Jahres war nichts mehr zu machen. Hatte ich mir doch tatsächlich in der Zeit zwischen den Jahren ein wenig mehr Ruhe und Lesezeit erwartet, war da so gar nichts. Dafür ist die Wohnung aufgeräumt und geputzt wie nie, das musste einfach sein. Und bei so einer grossen Fläche und so viel Stauraum sammelt sich ja immer einiges an.


Und hier die hoffentlich sehnlichst erwarteten Lese-Highlights des vergangenen Jahres:


Meine Highlights aus dem Genre "Wohlfühl-Jahreszeiten-Roman" (ja, das Genre gibt es, ist amtlich):
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Fruehstueck-mit-Meerblick/Debbie-Johnson/Heyne/e515363.rhdIm Frühling habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt und zwar war dies Debbie Johnson. Ihr Buch "Frühstück mit Meerblick" wollte ich aufgrund des wunderschönen Covers lesen und habe eine romantische Liebesgeschichte erwartet. Dies war dann auch der Fall, aber noch viel mehr. Trauer, Drama, eine berührende Familiengeschichte und ganz viel Tiefgang einerseits, eine fantastische, sympathische und authentische Protagonistin andererseits. Was will man mehr? 

Im Sommer war ich mit Hermien Stellmacher und "Katzenglück und Dolce Vita" in der Toscana. Dort habe ich Lesestunden mit einem witzigen, tiefgründigen und einfach nur überzeugenden Roman verbracht. Wie es der Titel schon sagt, spielen flauschige Vierbeiner eine grosse Rolle in dieser Geschichte und was man ebenfalls nicht vergessen darf: kulinarische Hochgenüsse (ich sage nur: Spargel mit Spiegelei und Parmesan, danke für den Tipp Hermien) sorgen ebenfalls für Unterhaltung und buchige Gaumenfreuden.
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wintersterne/Isabelle-Broom/Diana/e497069.rhd
Dann hat mich im Herbst ein Buch begleitet, das mich in eine meiner Lieblingsstädte entführt hat und zwar nach Prag. Gleich drei Frauen treffen sich in dieser märchenhaften Stadt an einer Hotelbar. Drei Leben, drei Geschichten prallen aufeinander und drei Herzen hoffen darauf, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Ihr wisst sicher schon, welches Buch ich hier meine und zwar handelt es sich um "Wintersterne" von Isabelle Broom.


Meine Highlights aus dem Genre "Jugendbuch":
Im März wurde es bei mir bunt. Mit "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson habe ich ein poetisches, trauriges, vielschichtiges, zum Nachdenken anregendes, liebevoll geschriebenes Jugendbuch mit zauberhaftem Humor, ganz viel Geschwisterliebe und überhaupt Liebe in jeder Form, mit bunten Farben, Gedanken und einer Sprache, die mit so viel Wucht daherkommt, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte.

Ohne die liebe Brösel wäre ich nie auf mein nächstes Highlight aufmerksam geworden. Sie hat nämlich das Buch "Vierzehn" von Tamara Bach vorgestellt und mich damit neugierig gemacht. Wenn ich das Buch nur mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das "Leerstelle". Und dies ist alles andere als negativ gemeint. Tamara Bach schafft es nämlich - und dies mit nur wenigen Worten - Figuren, Bilder und Schauplätze direkt und in 3D zum Leser zu beamen. So wird eine Geschichte erzählt, die sich immer mehr zu einem Ganzen zusammenfügt und die aus Leerstellen besteht, die sich mit den Gedanken des Lesers und der Protagonistin füllen.

Meine Highlights aus dem Bereich "Hochspannung":
Und hier gibt es zuerst ein Buch aus dem Krimigenre. Dieses Buch ist aber nicht ein Krimi, wie man ihn so auf den ersten Blick erwarten würde. Es ist nämlich ein Regionalrimi mit einem wunderbar kauzigen Kommissar, mit viel Witz, Spannung und Lokalkolorit. Auch Dialekt wurde gesprochen und weil dies der zweite Fall des Kommissars Kluftinger war (was aber bei Krimis ja oft keine grosse Rolle spielt), sind die anderen Fälle auf meine Wunschliste gewandert. Und nun muss ich euch natürlich noch sagen, um welches Buch es sich hier überhaupt handelt und zwar ist dies "Erntedank" von Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Die nächste Empfehlung im Bereich "Hochspannung" ist ein Thriller, der mich mit seinem Titel und Cover für sich eingenommen hat. Mit "In ewiger Schuld" von Harlan Coben habe ich atemlose Lesestunden voller tiefgründiger Spannung, verstrickter Erzählstränge, Psychospielchen und Verfolgungsjagden verbracht. Dieses Buch hat mich bestens unterhalten, mich neugierig auf alle Bücher aus den Genres Krimi/Thriller auf meinem SuB gemacht und so total in Leselaune gebracht.


Meine Higlights aus dem Bereich "Biografie/Lebensgeschichte":
http://www.kiwi-verlag.de/buch/der-laerm-der-zeit/978-3-462-04888-9/Biografien waren schon immer Teil meines Leseverhaltens und im vergangenen Jahr habe ich gleich zwei Bücher aus diesem Bereich gelesen, die mich berührt, beeindruckt und begeistert haben. Zuerst wäre da einmal "Der Lärm der Zeit" des Romanciers Julian Barnes. Mit Respekt und Einfühlvermögen nähert er sich dem Leben und Werk und nicht zuletzt der Person  Dmitri Schostakowitsch und dessen Rolle in Sowejtrussland. Biografische Meilensteine mischen sich überzeugend mit romanesken Elemten und laden zum Mitdenken ein.

Die Autobiografie "Durch Mauern gehen" der beeindruckenden Performance-Künstlerin Marina Abramović ist ein wahrer Lesegenuss. Auf eine Kindheit im kommunistischen Serbien folgen ereignisreiche Jugendjahre an der Seite anderer grosser Künstler und führen Abramović irgendwann hinaus in die grosse, weite Welt. Stets ihren Überzeugungen folgend und stets kompromisslos steht sie im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haaren für sich und ihre Kunst ein. In "Durch Mauern gehen" erzählt Abramović aber nicht nur von ihrer Arbeit, ihren überzeugenden Performances und der Geschichte der Länder, in denen sie leben und arbeiten durfte, vielmehr spielt auch die Liebe in all ihren Facetten, inklusive Schmerz und Verletzungen eine grosse Rolle. Als wäre dies noch nicht genug Stoff für ein grandioses Leseerlebnis, beeindrucken zahlreiche Abbildungen in schwarz-weiss und Farbe nachhaltig.

 

Mein Highlight aus dem Bereich "Abenteuer":
Viele von euch wissen mittlerweile wahrscheinlich schon, wie sehr ich mich im Sommer vor einem Jahr in die grüne Insel Irland verliebt habe. Dies ist nicht nur mir so ergangen. Auch Tony Hawks, der nach einer verlorenen Wette - abgeschlossen im nicht mehr ganz nüchternen Zustand - einen Monat lang mit einem Kühlschrank durch Irland reisen muss. Aus diesem Müssen wird irgendwann ein Wollen, eine ganz grosse Liebe zu diesem wundervollen Land und seinen Bewohnern. "Mit dem Kühlschrank durch Irland" ist eine Liebeserklärung, ein Abenteuerroman, eine Gesellschaftsstudie und vor allem beste Unterhaltung.





Mein Jahreshighlight 2017:
Und natürlich ist es einigen von euch vielleicht bereits klar, aber ich möchte euch mein Jahreshighlight 2017 nicht vorenthalten und setze deshalb zu einem lauten Trommelwirbel an. Am meisten berührt, bewegt, mitgerissen, schockiert und überzeugt hat mich noch ganz kurz vor Jahresende (und ich bin so froh darum): "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky.
http://www.dumont-buchverlag.de/buch/leky-was-man-von-hier-aus-sehen-kann-9783832198398/
In meiner Rezension schreibe ich im Fazit:
"Mariana Leky ist mit "Was man von hier aus sehen kann" ein überragendes Werk gelungen, das heraussticht und sich komplett von der Masse abhebt. Dies gelingt ihm nicht mit schrillen Farben und lauten Worten, sondern mit einer berührenden und mitreissenden Stille und Intensität, einem Schmerz, der so überraschend und überwältigend vom Leser Besitz ergreift, dass man sich weder darauf vorbereiten, noch davon befreien kann, aber auch so vielen zum Weinen schönen, tröstenden Worten und Gesten, dass man sich nach dem Straucheln wieder fängt und das Buch nach dem Lesen der letzten Seite schliesst und von da an immer in seinem Herzen mitträgt."


Meine gelesenen Seiten im 2017:

Nach diesen vielen Empfehlungen (und ich habe noch gesagt, dass es ein Jahr der Highlights war) interessiert es euch vielleicht nun noch, wie viele gelesene Seiten ich im Jahr 2017 zu verbuchen habe. Und ich kann zu meiner Überraschung mitteilen, dass ich wenig mehr als 2'000 Seiten mehr gelesen habe, (nämlich 20'680) als noch ein Jahr vorher (18'668) Also weniger Bücher, mehr Seiten. Passt. Irgendwie.

Neuzugänge, die mich im Jahr 2017 erreicht haben:

Ich wollte meine Neuzugänge drastisch reduzieren. Dies ist mir auch tatsächlich gelungen. Waren es im Jahr 2016 noch 89 Bücher, die bei mir eingezogen sind, durften 2017 "nur" noch 46 Bücher in mein SuB-Regal wandern. In einigen Monaten war ich sehr streng mit mir, in anderen Monat ist es mir leider nicht gelungen. Und von meinem Ziel, im Jahr noch maximal zwölf Buchkäufe und zwölf Rezensionsexemplare zu verbuchen, bin ich damit immer noch weit entfernt.

Für viele von euch vielleicht besonders spannend ist erneut die Verteilung der Neuzugänge in den verschiedenen Kategorien "gekauft", "Rezensionsexemplar", "geschenkt bekommen" und "Treppenhausbücher", also Bücher, die ich irgendwo in Bücherkisten oder Treppenhäusern gratis mitgenommen habe. Vor allem auf die reduzierten Buchkäufe bin ich sehr stolz, da liege ich sogar unter meiner Vorgabe von zwölf Büchern.



Und nun kommen wir noch zum letzten Punkt in meinem heutigen Post und ich bewundere alle, die bis hier durgehalten habe. Ich kann auch schon kaum mehr und bitte euch deshalb, diese letzte Hürde mit mir zu nehmen :-) und zwar geht es um meine:


SuB-Entwicklung im Jahr 2017:

 
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich damals im Mai rigoros auf- und vor allem ausgeräumt und dies war seeeeehr wohltuend für mich und meinen SuB. Bis September ist der SuB dann weiter geschrumpft und nun gegen Ende Jahr wieder gaaaanz wenig angestiegen. Aber im aktuellen Jahr möchte ich weiter reduzieren, mehr lesen, weniger Rezensionsexemplare anfragen und vor allem immer auch wieder ein wenig ausräumen, was ich gar nicht mehr lesen möchte.

Und nun bin ich sehr gespannt auf euer Feedback, eure Reaktionen, eure Statistiken. Lasst mir Links und Inputs gerne in den Kommentaren da, ich würde mich riesig freuen.

Alles Liebe und schlaft gut
Livia