Rezension: Rosenstunden

Rosenstunden - Debbie Macomber

Vorsicht Spoiler, 4. Teil der Rose Harbor-Reihe:

Beschreibung des Verlages:
Alte Leidenschaften, neues Glück ...
Vor neun Monaten gestand Mark Taylor Jo Marie Rose seine Liebe. Und verließ sie und das Städtchen Cedar Cove danach Hals über Kopf. Doch Jo Marie will sich nicht ein weiteres Mal in Trauer um einen Mann verlieren – sie ist fest entschlossen, ihr Glück wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Auch Emily Gaffney, ihr neuester Gast, hat Pläne für die Zukunft: Sie sucht in Cedar Cove nach ihrem Traumhaus – und hat auch schon eines im Auge. Der Besitzer, Nick Schwartz, ist allerdings alles andere als begeistert, als sie ihn kontaktiert. Doch Emily gibt nicht auf, und aus einem holprigen Start wird bald eine enge Freundschaft – oder sogar mehr …

Meine Meinung:
Mit einem lachenden und einem weinenden Augen bin ich ein letztes Mal zu Jo Marie ins Rose Harbor Inn zurückgekehrt. Einerseits habe ich mich natürlich sehr darauf gefreut, die Geschichte von Jo Maire, ihrem Hund Rover und ihrem einladenden B&B zu beenden und nun ja, andererseits war es eben der letzte Band. Dieser begann mit einem Rückblick, der meiner Meinung nach ein wenig zu ausufernd gestaltet war. Schliesslich ist die Geschichte nicht so komplex, als dass wirklich am Anfang eines jeden Buches noch einmal ganz von vorne begonnen werden müsste.
Nachdem dieser Rückblick aber abgehakt ist, kommt Fahrt auf und Emily, eine junge und lebensfrohe Frau, betritt die Bildfläche. Nick Schwartz und sein Hund Elvis, sowie alte Bekannte aus Ceder Cove machen die Runde komplett und dann wiederholt sich das, was wir schon kennen: jemand verliebt sich, jemand ist unglücklich, jemand will heiraten, jemand ist traurig... Mir war das leider ein wenig zu viel Wiederholung und es scheint mir auch so, als wären die Charakterzüge der Figuren sehr ähnlich gewesen. Warum klingt Nick wie Mark? Warum klingt Emily wie Jo Marie?

Schreibstil und Handlung:
Einmal mehr kann ich nur lobende Worte finden für Debbie Macombers Sprache. Sie hat es auch in diesem Band der Reihe geschafft, Emotionen zu wecken und greifbar zu machen und mich mit wenigen Sätzen in ein wundervolles Örtchen entführt, das ich am liebsten sogleich aufsuchen wollte. Ihre Beschreibungen sind sehr lebensecht und dabei werden auch die Themen nicht ausgespart, die einem das Leben manchmal schwer und grau erscheinen lassen.
Ausgerechnet aber in "Rosenstunden" kommt die junge Emily mit einem "Problem" zu Jo Marie, das mir zwar durchaus ernst scheint, dessen Wirkung auf Emilys Mitmenschen hingegen aber ziemlich lächerlich dargestellt und somit das ganze Drama ein wenig zur Farce wird. Das ist total schade, weil die Figuren selber noch so viel mehr zu bieten hätten als die immer gleichen Schicksale und die sich doch sehr stark ähnelnden Charakterzüge. Dies ist mir bisher in keinem der Bände aufgefallen, weil ich da immer eine schöne Verbundenheit der Autorin mit ihren Figuren und ihren ganz persönlichen Schicksalen gespürt habe. Dies fehlte mir im vorliegenden Buch ein wenig, weshalb die Stimmung trotz aller Emotionalität eher oberflächlich blieb und leider nicht mehr Tiefe zugelassen wurde.
Aber: wirklich gelungen ist in diesem Band die Verknüpfung mit den anderen Teilen der Reihe. Einzelne Figuren treten in schlüssigen neuen Rollen wieder auf, andere besuchen Jo Marie erneut und eine Verbindung bleibt noch ein Weilchen im Dunkeln, bis dann an einer Hochzeit klar wird, wie alles zusammenhängt. Für diese Gesamtleistung, so viele Figuren und ihre Geschichten stets auf dem Schirm zu haben und diese dann einander auch noch begegnen zu lassen, ziehe ich den Hut.

Meine Empfehlung:
Zum Glück hat der Schreibstil von "Rosenstunden" kompensiert, was an Handlung nicht mehr vorhanden war und auch wenn dieser letzte Band meiner Meinung nach der schwächste der Reihe ist (und der dritte Band mein Favorit bleibt), empfehle ich euch diesen Reihenabschluss aufgrund des Schreibstils und den schönen Beschreibungen der Figuren und Orte gerne weiter. 

Zusätzliche Infos:
Titel: Rosenstunden
Originaltitel: Sweet Tomorrows (Rose Harbor 5)
Autorin: Debbie Macomber ist mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern eine der erfolgreichsten Autorinnen überhaupt. Wenn sie nicht gerade schreibt, ist sie eine begeisterte Strickerin und verbringt mit Vorliebe viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Port Orchard, Washington, und im Winter in Florida.
Taschenbuch, Klappenbroschur: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Nina Bader
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 17.07.2017
ISBN: ISBN: 978-3-7341-0449-7

Rezension: Die Päpstin

 
Die Päpstin - Donna W. Cross

Beschreibung des Verlages:
Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen. 

Meine Meinung:
Ich kann fast nicht glauben, wie viel Zeit ich benötigt habe, um dieses Buch zu lesen. Und obwohl der Einstieg ohne Probleme geklappt hat und ich den Schreibstil sehr gerne mochte, kam ich kaum voran. Dies liegt sicher auch an den sehr dicht bedruckten Seiten, die meiner Meinung nach das Lesevergnügen stark einschränken, aber auch an den leider immer öfter auftretenden Längen und dem dann sehr plötzlich erzählten Schluss. Somit hat sich ergeben, was sich bei mir fast immer ergibt, wenn ich einen historischen Roman lese, nämlich die Frage, ob diese Bücher denn wirklich immer so ausufernd und künstlich in die Länge gezogen erzählt werden müssen. Ist das nötig? Wird da ein Stil nachempfunden? Verlangen die schon sehr lange zurückliegenden historischen Ereignisse nach einer gewissen Langsamkeit? Ich weiss es nicht.
Was mir aber wirklich sehr gut gefallen hat: dieses Buch hat einen Anhang, der sehr genau aufzeigt, an welche historischen Tatsachen und Vermutungen sich dieses Buch anlehnt, welche Figuren tatsächlich gelebt haben und was wohl eher der Fantasie entspringt, respektive auf einer Legende beruht. Und damit wird dem Leser auch schnell klar, dass Donna W. Cross eine hervorragende Recherchearbeit geleistet und sich wirklich komplet in dieses Buch hineingekniet hat. Dies ist mir persönlich immer sehr sympathisch. Ausserdem liest sich der Schreibstil grundsätzlich sehr flüssig, was den sofortigen Einstieg in die Geschichte sehr erleichtert hat.

Schreibstil und Handlung:
Der Sprachfluss in Donna W. Cross Erzählung und vor allem auch die wundervoll eingeflochtenen "heidnischen" Elemente und Sagen, sowie die Zitate aus verschiedensten tatsächlich existierenden Bücher und natürlich nicht zu vergessen die kunstfertig erzählten inneren Monologe der Protagonistin Johanna machen dieses Buch zu einem wahren Lesegenuss. Schade nur, dass im letzten Viertel sich die Beschreibungen und die Aufzählungen ein wenig verselbstständigen und so Längen entstehen, die mich grosse Pausen haben einlegen lassen.
Von der Handlung her kann ich natürlich nicht sehr viel sagen, weil der grösste Teil dieses Romans auf historischen Tatsachen und Legenden beruht. Es wird im Roman davon ausgegangen, dass es Johanna tatsächlich gegeben hat und dass sie schliesslich als Papst Johannes Anglicus den Papstthron bestieg. Im Anhang wird dann genauer darauf eingegangen, was für die Existenz dieser so spannenden Figur spricht und was eher nicht.
Was aber auf jeden Fall stimmt: immer wieder in der Geschichte hat es Frauen gegeben, die als Männer verkleidet Positionen innegehabt haben, welche damals nur Männern vorbehalten waren und somit stellt Johanna nur ein - wenn auch sehr berühmtes - Beispiel für einen solchen Fall dar.

Meine Empfehlung:
Trotz dem durch die gegen Ende des Buches auftretenden Längen möchte ich "Die Päpstin" sehr gerne weiterempfehlen. Und dies vor allem darum, weil der Schreibstil und die herausragende Recherchearbeit alleine schon für dieses Buch sprechen. Dazu kommen noch die Figur Johanna an sich und die detaillierten Nachweise, welche dafür sorgen, dass die Geschichte wirklich fassbar wird.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Päpstin
Originaltitel: Pope Joan
Autorin: Donna Woolfolk Cross wurde in den vierziger Jahren in New York geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Studium arbeitete sie unter anderem in der Verlagsbranche. Heute lebt sie einige Autostunden nördlich der Großstadt im Bundesstaat New York und lehrt "Writing" am Onondaga College. "Die Päpstin" ist der erste Roman der Autorin, ihre vorausgegangenen Publikationen waren Sachbücher, die sich mit den Themen Gesprächstraining und Kommunikation befassten.
Broschur: 566 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Wolfgang Neuhaus
Verlag: Aufbau Taschenbuch
ISBN: 978-3-7466-1400-7

Mein SuB kommt zu Wort, 20.4.18

Hallo ihr Lieben

Mein SuB beharrt darauf, heute wieder an Annas toller SuB-Aktion teilzunehmen (die arme Anna liegt übrigens krank im Bett, hüpft mal schnell zu ihr auf den Blog und lasst ihr liebe Grüsse da), obwohl der Tag für mich schon sehr lange war. Weil ich aber meine SuBrina im April nicht so gut behandelt habe, gönne ich ihr nun die paar Minuten Aufmerksamkeit.

Und los geht es:

Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Ein dickes Hallo auch noch von mir und ich muss gleich ein ganz kleines Geständnis machen...ich habe zugenommen. Das ist aber natürlich Livias Schuld. Sie hat im April bisher drei Neuzugänge zu verbuchen, aber auch schon drei Bücher gelesen (und so viele begonnen, dass da definitiv noch ein Abbau zu verbuchen sein wird Ende Monat). Aber eines dieser drei gelesenen Bücher war nicht auf dem SuB, sondern auf dem "irgendwann-lesen-und-nicht-wirklich-in-der-Statistik-erfassten-Bücher-Stapel" (und wenn ich das alles richtig gesehen habe, gibt es damit diesen Stapel auch nicht mehr.

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!
Das mache ich sehr gerne. Diese drei Bücher sind bisher im April hier eingezogen:
"Das Gefühl von Sommerblau" und "Stille Wasser" sind Rezensionsexemplare und "Dunkelgrün fast schwarz" hat Livia sich selber gekauft. Bisher sind alle drei Bücher ungelesen, aber dies soll sich bald ändern...mal sehen ;-)

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
Zuletzt hat Livia "Die Päpstin" von Donna Woolfolk Cross gelesen und dieses Buch hat ihr sehr gut gefallen, wenn es ihr manchmal auch ein wenig zu viele Längen beinhaltete. Die Rezension sollte am Wochenende hier online gehen. Schaut also gerne wieder vorbei :-)

Lieber SuB, die Aktion läuft seit 2 Jahren – wie schätzt du die Beziehung zu deinem Besitzer mittlerweile ein? Wie fühlst du dich selbst?
Grundsätzlich haben Livia und ich in diesen zwei Jahren sehr viel erlebt und erreicht (wir sind sogar fast von Anfang an mit dabei, nämlich seit Mai 2016). Darunter auch ein Abbau von fast neunzig Büchern und ganz viele Umräum- und Umstellaktionen. Nur mag Livia mich gerade nicht und ich sie auch nicht. Ich bin zu gross und dick, sie liest zu langsam und zu wenig....das Übliche halt :-) Aber wir schaffen das und werden bis in einem Monat schon wieder ganz herzlich miteinander umgehen.

Und nun freuen wir uns sehr darauf, bald bei euch stöbern zu gehen. Lasst uns gerne einen Kommentar und euren Link zur Aktion da, wir komme auf jeden Fall auf einen Gegenbesuch vorbei.

Alles Liebe
Livia und SuBrina

Blogleserunde mit Janine zu "Mister Aufziehvogel"
























Heute startet die Blogleserunde zu "Mister Aufziehvogel" von Hauki Murakami und ich freue mich schon sehr, sehr, sehr darauf, dieses bunte Buch zusammen mit der lieben Janine zu lesen. Die einzelnen Abschnitte findet ihr abwechslungsweise bei Janine und mir auf dem Blog und wir freuen uns natürlich sehr, wenn ihr ebenfalls mitlesen oder mitdiskutieren wollt. Ein Einstieg ist nämlich jederzeit möglich.

Und in diesen Abschnitten lesen wir:
Allgemeine Informationen/Eindrücke zum Buch/Cover/Titel (keine Spoiler erlaubt) - bei Janine
  1. Abschnitt: Start bis S. 73 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  2. Abschnitt: S.73 bis inkl. S. 146 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  3. Abschnitt: S. 147 bis inkl. S. 223 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  4. Abschnitt: S. 224 bis S. 296 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  5. Abschnitt: S. 296 bis inkl. S. 358 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  6. Abschnitt: S. 359 bis inkl. S. 431 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  7. Abschnitt: S. 434 bis inkl. S. 502 (Spoiler erlaubt) - bei mir
  8. Abschnitt: S. 503 bis inkl. S. 577 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
  9. Abschnitt: S. 578 bis S. 655 (Spoiler erlaubt) - bei mir
10. Abschnitt: S. 655 bis S. 712 (Spoiler erlaubt) - bei Janine
11. Abschnitt: S. 712 bis Schluss (Spoiler erlaubt) - bei mir
Fazit/Rezension/Rezensionslink (keine Spoiler erlaubt) - bei Janine

Darum geht es im Buch (Beschreibung des Verlages):
In Japan nennen ihn konservative Kritiker und Schriftstellerkollegen "batakusai - nach Butter stinkender Wessi", die anderen halten ihn für den Literaturnobelpreisträger der Zukunft. Haruki Murakami polarisiert mit seinen Geschichten und Romanen. Wie seine Helden entzieht er sich der anonymen Masse. Seine Romanfiguren werden in der japanischen Gesellschaft, in der angepasstes Verhalten von existentieller Bedeutung ist, als einsame Wölfe gebrandmarkt. Der 30-jährige Toru Okada in "Mister Aufziehvogel" steigt aus einer Anwaltskanzlei aus und gerät bei der Suche nach seinem Kater mitten in Tokio in eine Traumwelt, in der ihn erotische Verlockungen, aber auch bösartige Intrigen erwarten. Der Brunnen, der Toru den Einstieg in die geheimnisvolle Unterwelt gewährt, ist Zugang zu Vergangenem und Verdrängtem.

Und nun: lest los, kommentiert mit und hinterlasst uns auch gerne die Links zu euren Rezensionen da. Wir freuen uns über jeden Austausch, jede Meinung und jeden Mitleser :-)

Startet ganz gut in die Woche und wir lesen uns
Livia

Ankündigung: Blogleserunde zu "Mister Aufziehvogel" mit Janine

 
Hallo ihr Lieben

Es ist noch nicht so lange her, dass Janine und ich gemeinsam eine Blogleserunde veranstaltet haben (damals zu "Die Perlenschwester" von Lucinda Riley) und es ist auch noch nicht lange her, dass ich ein Buch von Haruki Murakami gelesen habe. Dies alles hält aber Janine und mich überhaupt nicht davon ab, bereits wieder ein Buch zusammen zu lesen und dann auch noch einen Murakami. Und wir würden uns total freuen, wenn sich noch die einen oder anderen Mitleser finden würden. Aber auch alle, welche dieses Buch bereits gelesen haben, sind herzlich dazu eingeladen, unter den jeweiligen Abschnitten zu kommentieren.

Wie in unseren bisherigen Leserunden haben wir das Buch in einigermassen gleich lange Abschnitte eingeteilt, in denen wir nach Belieben spoilern und tratschen dürfen. Und genau da freuen wir uns natürlich, wenn sich ein paar von euch beteiligen möchten.
Wir starten am Montag, 16.4.18 und nehmen uns so viel Zeit, wie dieses Buch dann halt benötigt.

Darum geht es im Buch (Beschreibung des Verlages):
In Japan nennen ihn konservative Kritiker und Schriftstellerkollegen "batakusai - nach Butter stinkender Wessi", die anderen halten ihn für den Literaturnobelpreisträger der Zukunft. Haruki Murakami polarisiert mit seinen Geschichten und Romanen. Wie seine Helden entzieht er sich der anonymen Masse. Seine Romanfiguren werden in der japanischen Gesellschaft, in der angepasstes Verhalten von existentieller Bedeutung ist, als einsame Wölfe gebrandmarkt. Der 30-jährige Toru Okada in "Mister Aufziehvogel" steigt aus einer Anwaltskanzlei aus und gerät bei der Suche nach seinem Kater mitten in Tokio in eine Traumwelt, in der ihn erotische Verlockungen, aber auch bösartige Intrigen erwarten. Der Brunnen, der Toru den Einstieg in die geheimnisvolle Unterwelt gewährt, ist Zugang zu Vergangenem und Verdrängtem.

Und in diese Abschnitte teilen wir ein:
 1. Abschnitt: Start bis S. 73 (Spoiler erlaubt) - Livia
 2. Abschnitt: S.73 bis inkl. S. 146 (Spoiler erlaubt) - Janine
 3. Abschnitt: S. 147 bis inkl. S. 223 (Spoiler erlaubt) - Livia
 4. Abschnitt: S. 224 bis S. 296 (Spoiler erlaubt) - Janine
 5. Abschnitt: S. 296 bis inkl. S. 358 (Spoiler erlaubt) - Livia
 6. Abschnitt: S. 359 bis inkl. S. 431 (Spoiler erlaubt) - Janine
 7. Abschnitt: S. 434 bis inkl. S. 502 (Spoiler erlaubt) - Livia
 8. Abschnitt: S. 503 bis inkl. S. 577 (Spoiler erlaubt) - Janine
  9. Abschnitt:
S. 578 bis S. 655 (Spoiler erlaubt) - Livia
10. Abschnitt:
S. 655 bis S. 712 (Spoiler erlaubt) - Janine
11. Abschnitt:
S. 712 bis Schluss (Spoiler erlaubt) - Livia
Fazit/Rezension/Rezensionslink (keine Spoiler erlaubt) - Janine
   


Wir freuen uns auf einen regen Austausch :-)

Rezension: Gefährliche Geliebte

 
Gefährliche Geliebte - Haruki Marukami

Beschreibung des Verlages:
Hajime lebt so wie Millionen Japaner: in geordneten Verhältnissen, geschäftlich erfolgreich. Er betreibt einen Jazzclub in einem schicken Viertel von Tokio, ist verheirat und hat zwei Töchter. Da tritt eines Abends Shimamoto an die Bar, seine Jugendliebe, mit der er einst ganz in die Welt der Musik versunken ist. Wie eine Halluzination erscheint sie immer ganz geheimnisumwoben an regnerischen Abenden und rührt mit ihrem bezaubernden Lächeln verloren geglaubte Saiten in Hajime an. Langsam zieht sie ihn aus seiner so perfekt erscheinenden Welt, bis er schließlich bereit ist, alles für sie zu opfern.

Meine Meinung:
Nachdem ich mit "Naokos Lächeln" endlich zu Murakami gefunden habe (nachzulesen HIER) liess ich mich gestern wieder auf einen Murakami ein und griff zu "Gefährliche Geliebte". Dieses Buch beendete ich in einem Atemzug dann gestern Abend und möchte nun natürlich noch die Rezension veröffentlichen.
Besonders gut gefallen hat mir bei der Lektüre die ein wenig bedrückende, magische Stimmung, welche der ganzen Geschichte innewohnt. Diese erinnert mich an die "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler. Auch in "Gefährliche Geliebte" verschmelzen Realität und Traum ineinander und es bleibt dabei stets offen, was nun der Protagonist Hajime wirklich erlebt und was er sich nur wünscht und erträumt. Ausserdem spielt die Musik im ganzen Leben des Protagonisten eine grosse Rolle, was mir natürlich sehr gut gefällt und meiner Meinung nach auch gut zur Handung und den Protagonisten passt. Ebenso die mystischen Elemente, wie beispielsweise die regnerischen Abende, an denen Shimamoto auftaucht, sind stimmig eingeflochten und sorgen für diesen ganz speziellen Sog, der diese Geschichte ausmacht.

Schreibstil und Handlung:
Es fällt mir schwer, Worte für den Schreibstil zu finden. Eingefleischte Fans werden wohl sagen "typisch Marukami", aber was heisst das schon? Wie kann man jemandem erklären, was eben diesen typischen Stil ausmacht? Ich denke, dass eine Mischung aus präzisen Beschreibungen, menschlichen Protagonisten mit Ecken und Kanten und ganz normalen Alltagssorgen, übernatürliche, traumhafte Elemente und sehr sinnliche, sowie auch spirituelle Szenen wohl diesen Stil, diese Sprache prägen. Diese ist somit zugleich von überzeugender Schlichtheit, wie auch von faszinierender Schönheit und entführt den Leser in eine ganz eigene Welt.
Und da sind wir auch schon bei der Handlung, die tief in das Nachtleben Tokios blicken lässt, in schummrige Bars, in denen fast schon übernatürliche Cocktails ausgeschenkt werden und in die eine Dame Einzug hält, deren Leben im grossen Dunkeln liegt und die auf seltsame Art und Weise stets von einem zarten Todeshauch umgeben wird und nicht nur damit, sondern auch mit ihrer herben Schönheit und der Erinnerung an eine gemeinsame Vergangenheit das Interesse unseres Protagonisten weckt. Und nicht nur Hajime ist Shimamoto verfallen, auch ich habe die Geschichte um diese spannende und berührende Begegnung gestern in wenigen Stunden verschlungen.

Meine Empfehlung:
Es scheint, als würde ich langsam aber sicher zum Fan werden und ich bin sehr froh, dass ich nicht aufgegeben, sondern weiter nach der Schönheit und dem Sinn in Marukamis Texten gesucht habe. Ich kann euch "Gefährliche Geliebte" nur empfehlen und möchte aber darauf hinweisen, dass ihr euch das Buch bitte in der neuen Übersetzung kaufen solltet, weil die mit Sicherheit noch mehr Marukami beinhalten wird, als meine schon ein wenig ältere und aus dem Englischen übertragene Ausgabe.

Zusätzliche Infos:
Titel: Gefährliche Geliebte (oder in den aktuellen Übersetzungen "Südlich der Grenze, westlich der Sonne")
Originaltitel: Kokkyo no minami Taiyo no Nishi
Autor: Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Japanisch
Übersetzt aus der englischen Ausgabe von: Giovanni Bandini und Ditte Bandini 
Taschenbuch: 220 Seiten
Verlag: btb
ISBN: 3-442-72795-2

Sunshine Blogger Award

Von der lieben Chiara wurde ich zum Sunshine Blogger Award nominiert und weil sie so spannende Fragen stellt, nehme ich ausnahmsweise wieder einmal teil, respektive diesen Award an :-)
Und wie Chiara das schon so schön geschrieben hat, ist der Sunshine Blogger Award für "diejenigen, die kreativ, inspirierend und positiv beim Versprühen ihres Sonnenscheins in der Buchblogger-Community sind", schön, nicht?

Und dies möchte Chiara wissen:

1. Wie steht ihr zu Illustrationen in "normalen" Büchern? Würde euch hier und da ein Bild gefallen, oder eher von eurer eigenen Vorstellung ablenken?
Mir gefallen Fotos/Maps oder eben auch Illustrationen in Büchern immer sehr gut. Vor allem finde ich es besonders schön, wenn die Innenseite der Bücher liebevoll gestaltet ist und ein Bezug zur Geschichte geschaffen wird. Aber auch im Fliesstext stören mich alle möglichen Veranschaulichungen überhaupt nicht.

2. Würdet ihr ein Buch nochmal kaufen, nur weil das Cover nun anders gestaltet ist und es unbedingt euer Bücherregal schmücken soll?
Nein, das würde ich nicht unbedingt machen, sofern es nicht einen besonderen Grund gibt. Wenn aber jemand, den ich kenne, das Buch neu auflegen oder illustrieren würde, wäre das natürlich etwas anders, ansonsten würde ich dies aber nicht machen.

3. Habt ihr einen Lieblingsillustrator/ eine Lieblingsillustratorin?
Leider nein, aber ich kenne mich natürlich auch nicht wirklich aus in der Szene. Aber ich bin offen für jegliche Vorschläge.

4. Werbung: Fotografie oder Illustration? Was spricht euch eher an?
Eigentlich spielt das nicht unbedingt eine Rolle. Wenn etwas intelligent, witzig und überzeugend gestaltet ist, spielt es gar keine Rolle, welches Handwerk dahinter steckt. Mich überzeugt in erster Linie die kreative Idee und dann erst die Umsetzung. Klar, wenn etwas ganz toll umgesetzt ist, um so besser.

5. Zeichnet ihr auch gerne? Oder beschränken sich eure Hobbies eher auf die Kunst-freien Zonen?
Ja, doch, ich zeichne sehr gerne und zwar eigentlich fast ausschliesslich mit Buntstiften, nehme mir aber zu wenig Zeit dafür. Gerade Grusskarten oder so gestalte ich aber in der Regel immer selber und mache das sehr gerne.

6. Was ist die Motivation zum bloggen für euch? Woran erfreut ihr euch am meisten?
Ich blogge hauptsächlich rund ums Thema Buch und Bücher und da gefällt mir der Austausch mit euch allen sehr, sehr gut. Ich bin dankbar für alle Tipps, liebe es, meine Meinungen zu teilen und freue mich natürlich auch über euer Feedback.

7. Seid ihr Zukunftsträumer oder eher Realisten, die für alles einen genauen Plan haben?
Beides. Ich denke, dass ich eher realistisch träume und immer versuche, meine Träume auch Realität werden zu lassen und dabei über mich hinauszuwachsen.

8. Ihr wollt ein Buch schreiben: Würdet ihr das alleine tun wollen, oder holt ihr euch ein Team (weitere Autoren, Illustratioren...) dazu?
Ich grinse mal vielsagend und schweige dazu :-)

9. Was würdet ihr (neben dem Lesen) als eine weitere Leidenschaft von euch bezeichnen?
Natürlich die Musik, ich bin ausgebildete (oder im Juni endlich fertig ausgebildete) Konzertflötistin und seit zwei Jahren auch diplomierte Musikpädagogik, liebe es also ebenfalls, jungen und älteren Menschen die Freude am Instrument und der Musik weiterzugeben. Daneben geniesse ich es, in der Natur vor mich hin zu träumen, Rezepte auszuprobieren und zu versuchen, meine Pflanzen am Leben zu halten :-)

10. Wolltet oder würdet ihr gerne einmal an einen Ort reisen, den ihr nur aus einem Buch kennt? Wer hat es vielleicht sogar schon getan?
Hogwarts? Hallo? Ist ja klar :-)

11. Ihr findet eine Geldbörse auf dem Gehweg. In ihr sind 1000€. Gebt ihr sie komplett ab, nehmt ihr das Geld heraus und gebt sie dann ab, oder behaltet ihr sie?
Ganz ehrlich? Wenn sich ein Besitzer ausfindig machen kann, bringe ich die Geldbörse direkt vorbei. Ich vertraue keinem Amt...sollte also nur Geld in der Börse sein, keine Karten und nichts, was auf den Besitzer schliessen könnte, würde ich das Geld an mich nehmen und spenden.

Ich möchte niemanden "verpflichten", fühlt euch aber gerne alle getaggt und beantwortet ebenfalls Chiaras Fragen. Lasst mir gerne einen Link da, wenn ihr euren Post getippt habt.

Alles Liebe und noch einen schönen Abend
Livia

Rezension: Eine wie Alaska

 
Eine wie Alaska - John Green

Beschreibung des Verlages:
Zweifach nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008.
Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?
Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt Green die zu Tränen rührende Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.

Meine Meinung:
Meine Erfahrung mit "Eine wie Alaska" hat mich einmal mehr darin bestätigt, dass es wirklich keinen Sinn macht, Bücher nach ihrem Klappentext zu kaufen. Meist wird darin ja viel zu sehr gespoilert und mein Lesemonat März spricht ebenfalls dafür, ausschliesslich auf die Buchcover, Verlage und Empfehlunger von Büchermenschen zu vertrauen, weil dieser Lesemonat mich komplett begeistert hat.
Genau so nun eben auch das Buch "Eine wie Alaska", das mir ein Leseerlebnis beschert hat, das ich so nie erwartet hätte, das ich aber geliebt habe. Ich jammere immer darüber, wie wenig Zeit ich zum Lesen habe. Aber bei diesem Buch hat es mich besonders gestört, es nicht einfach in einem Atemzug inhalieren zu können. Ich war so froh, vorher gar nichts vom Inhalt zu wissen, sondern mich einfach einlassen und geniessen zu können. Miles ist ein wundervoller, selbstkritischer und jugendlich neugieriger Protagonist, der sich ganz auf seine Lebenssituation im Internat einlässt, auf neue Freunde, auf neue Gefühle, auf neue Erfahrungen. Und weil er in all diesen Situationen immer so menschlich bleibt und vor allem auch, weil er seine Geschichte so ungeschönt ehrlich aus der Ich-Perspektive erzählt, muss man ihn einfach mögen.

Schreibstil und Handlung:
Vielleicht geht es euch ähnlich, aber ich mag Ich-Erzähler nicht immer. Miles mochte ich aber total gerne, weil nichts an diesem Buch, dieser Sprache, dieser Erzählweise, dieser Handlung oder einfach auch den Figuren irgendwie künstlich wirkte. Alles passte zusammen und so werden der Alltag im Internat, die rege Kultur von Streichen und Gegenstreichen und die vielen anfangs noch zerbrechlichen und später immer stabileren Freundschaften auch zum Alltag für den Leser. Besonders gut haben mir die sehr realistisch dargestellten und liebevoll geformten Figuren gefallen. Das hat meiner Meinung nach einfach perfekt zur Handlung gepasst.
Die war fesselnd, berührend und sehr mitreissend. Innerhalb von wenigen Worten fühlte ich mich jeweils in Miles Leben versetzt und erlebte mit ihm, dem Colonel, Takumi, Lara und Alaska Abenteuer, die wohl in einen Internatsalltag passen und die von Chancen erzählen, von Glück und Pech und von Momenten, in denen man die Kontrolle verliert. Mehr möchte ich dazu aber nicht erzählen, weil jedes weitere Wort ein Spoiler wäre, den ich euch nicht zumuten möchte.

Meine Empfehlung:
"Eine wie Alaska" hat mich überrascht, begeistert und berührt und ich bin froh, dieses Buch endlich gelesen zu haben und weiss, dass ich mir bald weitere Bücher des Autoren gönnen werde. Deshalb freut es mich sehr, dieses mitreissende Jugendbuch empfehlen zu dürfen und freue mich schon auf eure Eindrücke zum Buch.

Zusätzliche Infos:
Titel: Eine wie Alaska
Originaltitel: Looking for Alaska
Autor: John Green, 1977 geboren, lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Indianapolis. Für seine Jugendromane erhielt er großes Lob der Kritik, gewann den Printz Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur und wurde außerdem ausgezeichnet mit der CORINE und dem Deutschen Jugendliteraturpreis. 
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sophie Zeitz 
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: dtv
Erschienen: 19. Auflage, 2015 (2009 Erstauflage)
ISBN: 978-3-423-62403-9

Lese-Statistik März 2018

 
Guten Vormittag ihr Lieben

Der März war buchtechnisch sehr durchwachsen. Las ich am Anfang noch sehr viel, war in der Mitte plötzlich eine kleine Flaute zu verbuchen und gegen Ende wurde es dann erst wieder ein wenig abwechslungsreicher und buchiger. Ausserdem wollte ich ein Buch unbedingt noch beenden, habe es aber einfach nicht mehr geschafft, weil die Ostertage gut gefüllt waren (und ich trotzdem das Gefühl habe, in dieser Zeit nichts erreicht zu haben, aber das ist bei mir normal). Ansonsten gibt es nicht wirklich viel zu berichten, weshalb ich nun gleich zu den nackten Fakten komme. Nur etwas ist meiner Meinung nach erwähnenswert: jedes Buch, das ich im März gelesen habe, hat mich nicht nur überzeugt, sondern begeistert und ich bin froh, so viele wunderschöne und verschiedenartige Bücher weiterempfehlen zu dürfen.

Meine gelesenen Bücher (für mehr Infos: klick aufs Bild):
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-kleine-Teeladen-zum-Glueck/Manuela-Inusa/Blanvalet-Taschenbuch/e508948.rhd#info  https://www.fischerverlage.de/buch/und_es_schmilzt/9783103972825 https://www.droemer-knaur.de/buch/7771480/abgeschnitten https://www.amazon.de/Mann-es-leicht-nahm/dp/3430192811 https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Naokos-Laecheln/Haruki-Murakami/btb-Taschenbuch/e113553.rhd
http://www.aufbau-verlag.de/index.php/vogel-die-am-abend-singen.html

Meine veröffentlichten Rezensionen:
Und es schmilzt - Lize Spit   (512 Seiten)


Zum Schluss noch alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 6
Somit in die Leseeule: 6 Franken
Gelesene Seiten: 2248 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 72.5 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 160
Aktueller SuB: 156
Differenz: - 4

Neuzugänge März 2018

Hallo ihr Lieben

Ich hoffe, dass ihr bis jetzt eine schöne Osterzeit hattet und auch heute noch ein paar freie Minuten und vor allem auch ein wenig Sonne geniessen könnt. Ich war bis gestern Abend bei meinen Eltern und bin dann noch nach Hause gereist, damit ich ganz viel Zeit habe um noch ein paar Dinge abzuarbeiten. Und das mache ich jetzt, indem ich meinen Neuzugängepost und meine Lese-Statistik aus dem März tippe :-)

Im März sind zwei Bücher bei mir eingezogen, die ich euch heute präsentieren möchte:
 
"Der kleine Teeladen zum Glück" von Manuela Inusa war ein Rezensionsexemplar, das ich beim Bloggerportal angefragt und auch bekommen habe und wie ihr meiner Rezension entnehmen könnt, hat mich dieser romantisch-kitschige Reihenauftakt überezeugt.

"Rosenstunden" von Debbie Macomber habe ich mir selber gekauft und sicher erinnert ihr euch an meine Begeistertung für Debbie Macombers Rose Harbor-Reihe und ich freue mich schon sehr darauf, mich ein weiteres - leider wohl letztes - Mal ins Rose Harbor Inn zu begeben. Dies nehme ich wohl schon nächste Woche in Angriff. Schliesslich habe ich mir vorgenommen, neue Bücher jeweils sofort zu lesen, damit sie gar nicht erst richtig lange auf den SuB wandern.

Und hier noch alle Zahlen:
Geschenkt bekommene Bücher: -
Rezensionsexemplare: 1
Gekaufte Bücher: 1
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 2
SuB am Monatsbeginn: 160
Aktueller SuB: 156

Frohe Ostern


Ich wünsche euch und euren Lieben von Herzen ein frohes, entspanntes, glückliches, genussvolles und vor allem friedliches Osterwochenende.

Alles Liebe
Livia

Stabat Mater

Im Sommer vor nun schon mehr als einem Jahr, als die Schule gerade begonnen hatte, sah ich sie. Die Mutter und ihren ganz kleinen Sohn, der wohl gerade erst in den ersten Kindergarten gekommen war. Es war offensichtlich, dass sie in dieser Relation zueinander standen. Sie begleitete ihn den langen Weg der Strasse entlang. Und ich sah die beiden immer öfter zur immer gleichen Zeit. Munter plaudernd, beschwingten Schrittes.

Eines Tages, es war ein strahlend schöner, bereits goldener Herbsttag, kam er mir wieder entgegen. Alleine. Er summte vor sich hin und blickte fröhlich jedem Käfer und Vogel nach. Nichts vom Schmerz seiner Mutter ahnend. Schon von weitem sah ich diese nämlich weiter hinten an der Strasse stehen. Unerschütterlich, wie ein Fels in der Brandung. Aber sie blickte ihm traurig hinterher. Ein erstes Loslassen hatte begonnen. Als ich an ihr vorbeiging, bemerkte ich die Tränen, die ihr über die Wangen liefen. Ihr kleiner Sohn ging gerade zum ersten Mal in seinem Leben diese weite Strecke alleine.

Fast ist mir bei ihrem Anblick das Herz gebrochen. Und ich sah sie noch tief in den Winter und ins nächste Jahr hinein immer wieder dort stehen und ihrem Kind nachblicken. Ich bin mir sicher, dass sie jeden Tag dort stand (ich sah sie nur nicht jeden Tag, weil ich natürlich nicht immer zur gleichen Zeit das Haus verlassen musste). Und wahrscheinlich hat sie sich jeden Tag gesagt, dass dies der letzte Tag sein wird, an dem sie dort stehen wird und stand dann am nächsten Tag doch wieder dort. Wohlwissend, dass ihr Kind den Weg zum Kindergarten bereits selber schaffen könnte, aber noch nicht bereit, ganz loszulassen, ihn mit Blicken beschützend.

Eines Tages stand sie nicht mehr dort. Über Wochen hinweg nicht mehr, sie hatte es geschafft. Sie beide, eigentlich. Und erst da wurde mir wirklich bewusst, welch grossen Schritt sie wohl getan haben musste, welcher Prozess hinter diesem kleinen Abschied stand. Nach Wochen des Stehens und Wartens und Beschützens.

Und egal, ob stimmt, was in der Bibel steht, egal, ob Maria wirklich Höllenqualen am Kreuze ihres Sohnes ausgestanden hat. Heute geht es nicht um das Sterben. Darum, dass jemand rechthaberisch sagt: "ich habe es euch doch gesagt, ich komme wieder". Es geht um keine Religionen, keinen Glauben (obwohl der Karfreitag wohl der emanzipierteste Tag in der christlichen Kirche darstellt, da Maria, die Mutter Gottes, in allen Erzählungen und Evangelien, welche von diesem Tag handeln, nie von der Seite ihres Sohnes Jesus gewichen ist und dies erst noch gemeinsam mit anderen Frauen).
Heute geht es um diese Mütter, die an der Seite ihrer Kindes gestanden haben während ihrer schwärzesten Stunden und ihrer leichtesten Augenblicke. Es geht um Mütter, welche ihre Kinder losgelassen und dann aufgefangen haben. Immer und immer wieder. Und um einige, die dies vielleicht sogar für immer tun mussten.

Es gibt wohl niemanden, der diesen Schmerz besser in Musik gefasst hat, als Giovanni Battista Pergolesi. Und ich teile sonst keine Musik mit euch. Weil wir täglich beschallt werden und weil niemand mehr wirklich zuhört. Aber heute lade ich euch zum Zuhören ein.


Ich weiss nicht, ob du das liest, aber immer, wenn ich mich an dieses Erlebnis erinnere, muss ich an dich denken. Du weisst, dass du gemeint bist.

Rezension: Vögel, die am Abend singen

 
Vögel, die am Abend singen - Darja Donzowa

Beschreibung des Verlages:
„Die russische Miss Marple.“ Brigitte.
Völlig überraschend begegnet Tanja ihrer Jugendliebe Edik. Damals am Moskauer Konservatorium sagte man ihm eine Weltkarriere als Geiger voraus. Heute ist er Friedhofsdirektor. Kurz nach ihrem Zusammentreffen wird er jedoch ermordet. Mit erlaubten und unerlaubten Tricks sucht Tanja nach dem Mörder und gerät in eine Welt geheimnisvoller Leidenschaften.
„Ein sehr unterhaltsamer Krimi.“ Bunte 

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich damals für ganz wenig Geld in einem Freibad gekauft (wenn ich mich richtig erinnere) und zwar deshalb, weil es ein Krimi ist und weil es Figuren beinhaltet, die einiges mit Musik am Hut haben. Dass ich mir ein Buch mitten aus einer Krimireihe gegriffen hatte, konnte ich da noch nicht ahnen, verzichte ich doch grösstenteils auf das Lesen von Inhaltsangaben und dass ich mir schon während der Lektüre am liebsten gleich die ganze Reihe kaufen wollte, das hat mich dann definitiv überrascht. Schliesslich lag dieses Buch nun so lange auf meinem SuB, dass ich mir wirklich nicht mehr sicher sein konnte, ob es denn noch meinem Lesegeschmack entsprechen würde. Und ich kann euch versichern, dass es dies tat. Ich wurde wunderbar unterhalten, habe mitgerätselt und mich zudem mit der sympathischen und nur gaaanz leicht chaotisch-tollpatischen Tanja angefreundet, die charmant und scharfsinnig ermittelt und dabei noch ganz tief in die russische Gesellschaft und Mentalität blicken lässt.
Schreibstil und Handlung:
Die ausgebildete Harfenistin Tanja trifft zufälligen einen ehemaligen Kommilitonen wieder, für den sie damals einiges empfunden hat. Bei dieser Gelegenheit wollen sich die zwei über die vergangenen paar Jahre austauschen, was aber leider nicht wirklich gelingt, weil Eduard (Edik) ermordet wird und da Tanja sich plötzlich als Zeugin in einem Mordfall wiederfindet und dabei von Eduards Frau um einen grossen Gefallen gebeten wird, nimmt sie die Ermittlungen selber in die Hand. Bald erkennt sie, dass nicht nur eine in diesen Fall involvierte Person ein falsches Spiel spielt und verstrickt sich bei ihren Aufklärungen immer tiefer in den Fall.
Mir hat Tanja sehr gut gefallen und vor allem konnte sie ein wirklich spannendes und überzeugendes Bild der russischen Gesellschaft vermitteln und zugleich tief in den alltäglichen Wahnsinn einer Art Patworkfamilie oder in das Chaos einer ganz normalen russischen Polizeiwache blicken lassen. Dabei steht gar nicht unbedingt die Aufklärung des rätselhaften Mordes und den darauf folgenden Ereignissen im Zentrum. Vielmehr werden Tanja und ihr Umfeld auf liebenswürdige Art vorgestellt und bilden so einen Rahmen für die tragischen Einzelschicksale der in das Verbrechen verwickelten Figuren. Diese angenehme Balance und vor allem auch die grosse Portion Humor, welche vor allem auf Tanjas ein wenig naive und sehr chaotische Art, aber auch auf die amüsanten und intelligent konstruierten Verkettungen von Ereignissen basiert machen "Vögel, die am Abend singen" zu einem wahren Lesevergnügen.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle diesen humorvollen russischen Krimi sehr gerne weiter, bin mir aber sicher, dass es sich hier ausnahmsweise definitiv lohnt, die Reihe mit dem ersten Band zu beginnen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Vögel, die am Abend singen
Autorin: Darja Donzowa (eigentlich Agrippina Donzowa) wurde 1952 in Moskau geboren. Sie studierte Journalistik an der Moskauer Lomonossow-Universität, arbeitete zunächst als Übersetzerin und unterrichtete später Französisch und Deutsch. Seit 1998 schreibt sie Kriminalromane, mittlerweile sind es vier Krimi-Reihen. Sie hat bisher 46 Bücher veröffentlicht, von denen insgesamt 72 Millionen Exemplare verkauft wurden. Darja Donzowa wurde dreimal in Russland Schriftstellerin des Jahres. 2002 und 2003 wurde jeweils eines ihrer Bücher als "Bestseller des Jahres" ausgezeichnet. Darja Donzowa moderiert im russischen Radio eine Talkshow und hat im Fernsehen eine Rubrik. Ihre Kriminalromane dienten als Vorlage für Hörspiele und Fernsehserien. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und ihren Hunden in Moskau.
Taschenbuch: 386 Seiten 
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Russisch
Übersetzt von: Hemut Ettinger
Verlag: Aufbau Verlag 
Aktuelle Ausgabe: 27.07.2009 
ISBN: 9783746625065

Rezension: Naokos Lächeln

 
Naokos Lächeln - Haruki Murakami

Beschreibung des Verlages:
Nur eine Liebesgeschichte
Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als die temperamentvolle Midori in sein Leben tritt, die all das ist, was Naoko nicht sein kann, muss Watanabe sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden … 

Meine Meinung:
"Naokos Lächeln" ist mein erstes Buch von Haruki Murakami. Und nachdem ich damals  beim Versuch, "Mister Aufziehvogel" zu lesen, wirklich nicht verstanden habe, was man an Murakami finden kann, habe ich wohl nun endlich die Antwort auf diese Frage gefunden.
Durch das, was ich vor meinem ersten Marukami-Versuch alles über Marukami gehört und gelesen hatte, stellte ich mir immer sehr anspruchsvolle, hochintellektuelle Bücher vor, die den Leser richtig fordern und auch eine grosse Portion Philosophie mit sich bringen. Als ich dann die ersten paar Seiten von "Mister Aufziehvogel" gelesen hatte, war ich total gelangweilt. Mir fehlte der Anspruch, ich wusste nicht, was daran jetzt speziell oder besonders herausfordernd sein sollte und liess das Buch pausieren. In der Zwischenzeit hörte ich von so vielen Menschen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie überhaupt lesen und denen ich deshalb nicht unbedingt wirklich anspruchsvolle Bücher zugetraut hätte, dass Marukami ihr Lieblingsautor sei. Ich verstand die Welt nicht mehr. Wie konnte das alles sein? Ich wagte einen neuen Versuch. Mit "Naokos Lächeln" erging es mir anfangs ähnlich wie mit dem "Aufziehvogel". Ich suchte und suchte. Was sollte da die Idee sein? Der Anspruch? Die Anforderung? Die Philosophie?
Und dann kam der Aha-Moment: ich hörte auf, zu suchen. Und ich fand. Aber überhaupt rein gar nicht das, was ich erwartet hatte. Marukamis Sprache ist nämlich ganz schlicht, ganz einfach und somit sehr leicht verständlich. Da ist aber eine beeindruckende Schönheit in dieser Einfachheit und eine flüchtige und unfassbar zerbrechliche Poesie. Da sind in der Handlung Liebe, Freundschaft, Verlust, Angst und der Schritt ins Erwachsenenleben, das Erwachsenwerden an sich, Musik, das Studentenleben und die vielen sehr intimen Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten, vor allem auch in die alltäglichsten Dinge des Lebens, welche diesen Stil einzigartig machen. Und plötzlich flog ich nur so durch die Seiten. Und trotz einiger Längen wurde mir plötzlich klar, was man an diesem Stil finden kann, an diesem Aufbau einer Handlung, an diesen so aussergewöhnlichen Figuren mit Ecken und Kanten und einer eigentlich so tragischen Geschichte, die aber trotzdem Hoffnung macht. 

Schreibstil und Handlung:
Dieses Buch ist nicht laut, schrill und herausfordernd. Es ist leise, sinnlich und ich fühlte mich sehr wohl mit diesem Stil, den ich erst nach einigen Seiten nachvollziehen und akzeptieren konnte. Unglaublich, wie lange ich im Dunkeln getappt, wie sehr ich von anderen Meinungen und Beschreibungen und Empfehlungen in eine ganz schräge Richtung gelenkt worden bin. Versteht mich nicht falsch, keinesfalls ist dieses Buch oberflächlich oder simpel, ganz im Gegenteil: es ist von einer zarten Leichtigkeit, beinhaltet aber eine berührende und tragische Handlung, ganz viel Liebe, Sehnsucht und Schmerz und einfach so unendlich viel Menschlichkeit, Alltag und Alltäglichkeit, dass man sich immer wieder darin finden und verlieben muss. Aber es ist weder kompliziert, noch in irgendeiner Form schwer verständlich. Auf jeden Fall wird der Leser dennoch gefordert und zwar auf einer emotionalen Ebene, die tiefberührend wirkt. Genau diese Balance zwischen menschlichen Abgründen, die aber schimmernd leicht und trotzdem auf eine ganz schwer zu beschreibende Art eindringlich erzählt und äusserst detailliert geschildert werden, machen die hohe Kunst Murakamis aus, der sein Handwerk zweifelsohne perfekt beherrscht und dessen Sprache und Themenwahl sich auch deutlich von der Masse abheben.

Meine Empfehlung:
Ihr seht, da bahnt sich eine Liebesgeschichte an. Passend zum Buch, passend zum Thema war sie kompliziert und führte mich erst über Umwegen dazu, mich noch einmal auf einer ganz neuen Ebene auf ein Buch, eine Sprache, auf Murakami einzulassen. Und ich wurde überzeugt und in eine spirituelle Welt entführt, die bittersüssen Schmerz, Enttäuschungen, ganz viel Liebe, Freundschaft und die leise Ahnung einer übersinnlichen Wahrheit für mich beinhaltete und genau davon werde ich in weiteren Büchern von Murakami sicher noch einiges antreffen und freue mich schon sehr darauf. 

Zusätzliche Infos:
Titel: Naokos Lächeln
Originaltitel: Noruwei no mori
Autor: Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.
Taschenbuch, Broschur: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Japanisch
Übersetzt von: Ursula Gräfe
Verlag: btb
Erschienen: 01.02.2003
ISBN: 978-3-442-73050-6 

Kurzrezension: Der Mann, der es leicht nahm

Der Mann, der es leicht nahm - Peter Ustinov

»Sir Peter, wir lieben Dich!« DIE WELT 
Acht Kurzgeschichten, in denen wir unter anderem skandalumwitterten Avantgardekomponisten, der russischen Seele, gewieften Fälschern und einem Schweizer auf dem Mond begegnen. Ein intensiver Einblick in die liebevolle und ironische Weltsicht des Sir Peter – entwaffnend, charmant und voller Lebenstiefe.
»Ustinov besitzt die seltenste der Gaben eines Satirikers – diejenige, Spott zur Zeichnung eines Charakters und zum Ausdruck von Mitgefühl einzusetzen.« TIMES LITERARY SUPPLEMENT Aus dem Englischen von Hans M. Herzog.

Meine Meinung:
"Der Mann, der es leicht nahm", liegt schon ziemlich lange auf meinem SuB und ich weiss gar nicht mehr, wie genau dieses Buch zu mir gefunden hat. Auf jeden Fall aber bin ich sehr froh, es gelesen zu haben. Die acht Kurzgeschichten, die beweisen, wie sehr Sir Peter Ustinov die Welt und ihre Bewohner kennt, machen definitiv Lust auf mehr. Ob nun also ein Stierkampf, ein Schweizer auf dem Mond, ein russischer Komponist oder ein Kriegshistoriker ins Zentrum seiner Erzählungen gerückt werden, er skizziert sowohl Menschen als auch Umstände, historische Hintergründe und kulturelle Eigenschaften sehr detailliert, gekonnt und mit einer Prise Humor und Charme gewürzt. Das ist auch der Grund, weshalb die einzelnen Kurzgeschichten äusserst unterhaltsam und kurzweilig daherkommen und trotzdem einen gewissen Anspruch an den Leser hat. Ausserdem sind die Geschichten natürlich von der Länge her perfekt, um sie unterwegs oder neben anderen Büchern her so lesen, was ich auch gemacht habe. 

Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch "Der Mann, der es leicht nahm" sehr gerne weiter. Vor allem der Schreibstil, die interessanten und durchdachten Ideen, die grosse Portion Humor und die toll recherchierten Hingergründe sprechen für sich.

Zusätzliche Infos:
Titel: Der Mann, der es leicht nahm
Autor: Sir Peter Ustinov, geboren am 16. April 1921 in London, ist Dramatiker, Romancier, Schauspieler, Unicef-Botschafter, Mitglied der Academie des Beaux Arts und Träger des Deutschen Kulturpreises 1994. Bei ECON und Marion von Schröder liegen, zumeist in Neuübersetzungen, neben seinen Erinnerungen "Ich und ich" und mehreren Bänden mit Erzählungen, Aphorismen und Kolumnen - zuletzt "Peter Ustinov" geflügelte Worte" - die Romane "Der Alte Mann und Mr. Smith", "Krumnagel" und "Der verlierer" vor. 
Seiten: 246 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Hans M. Herzog 
Verlag: Econ (1993)
ISBN-10: 3430192811
ISBN-13: 978-3430192811

Mein SuB kommt zu Wort, 20.3.18

"Mein SuB kommt zu Wort"
Endlich ist wieder der 20. des Monats und Anna zitiert unsere SuBs an die Tastatur. Da ich noch einiges zu erledigen habe, bevor ich zum Unterrichten fahre, überlasse ich sofort SuBrina das Feld. Viel Spass mit ihren Antworten und habt einen guten Tag :-)

Wie groß/dick bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Hallo ihr Lieben, hier kommt die schlanke SuBrina :-) Ich wiege aktuell 158 Bücher und nähere mich unserem gemeinsamen Wohlfühlgewicht Buch für Buch an. Da Livia aktuell zwei Bücher parallel liest und diese fast beendet hat und da keine weiteren Neuzugänge erwartet werden, wird diese Zahl wohl noch weiter sinken.
Wir sind uns übrigens sehr einig, dass wir zurück in den zweistelligen Bereich wollen. Aber wir sind uns nicht einig, wie sehr. Livia würde mich gerne konstant auf 20 - 30 Bücher reduzieren, ich finde 80 - 90 Bücher perfekt. Was denkt ihr?

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeige mir deine drei neuesten Schätze!
In diesem Jahr sind erst zwei Bücher hier eingezogen und zwar "Und es schmilzt" im Februar und "Der kleine Teeladen zum Glück" im März. Beide Bücher sind schon gelesen und rezensiert (klickt auf die Links). Beide Bücher waren auf ihre ganz eigene Art sehr begeisternd und während Livia sich mit dem Teeladen in eine Wohlfühloase gelesen hat, wurde es bei "Und es schmilzt" ziemlich ungemütlich und berührend. Kennt ihr die Bücher?

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil gelesen? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Reziexemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat Livia eine kleine Meisterleistung geschafft und im Rahmen ihres 29. gemütlichen Lese-Miteinanders (und der anschliessenden privaten Lesenacht) "Abgeschnitten" von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos begonnen und auch gleich ausgelesen. Am Sonntag wurde das Buch dann rezensiert und die Rezension findet ihr HIER. Das Buch lag schon länger hier und wird wieder zurück zu seinem Besitzer wandern. Livia hat es sich nämlich nur ausgeliehen, dies aber vor ein paar Jahren...

Welches Buch hat dein Besitzer direkt zum Erscheinen gekauft, oder gar vorbestellt und liegt nun immer noch bei dir?
Gar keines. Und da sind wir echt stolz. Was wirklich neu ist und sofort ein *habenwill* auslöst, wird auch direkt gelesen. Es gibt noch ein paar ganz wenige Bücher auf dem SuB (die lassen sich ohne Witz an einer Hand abzählen), die Livia gekauft hat, weil sie diese unbedingt lesen wollte. Das sind aber alles Bücher, die auch schon beim Kauf nicht mehr aktuell waren.
Und ab jetzt wird so oder so nur noch gekauft, was auch direkt gelesen wird. Da kenne ich keine Gnade.

Und wie sieht es bei euch aus? Wie geht der Abbau voran? Habt ihr eure Schätze und Besitzer unter Kontrolle?

Alles Liebe euch
SuBrina (und Livia grüsst ganz lieb, sie hilft dann, die Kommentare zu beantworten)

Rezension: Abgeschnitten

 
Abgeschnitten - Sebastian Fitzek/Michael Tsokos

Beschreibung des Verlages:
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …

Meine Meinung:
Wer hier gestern vorbeigeschaut hat, ist vielleicht bei der Aktion gemütliches Lese-Miteinander gelandet, die ich vor ein paar Jahren ins Leben gerufen und gestern zum 29. Mal durchgeführt habe. Da habe ich im Verlaufe des Abends den Thriller "Abgeschnitten" begonnen und den nach dem gemütlichen Abend noch beendet, weil ich vor Angst nicht schlafen konnte einfach noch nicht müde war. Bis kurz vor 4.00 Uhr morgens las ich also in diesem Buch und möchte nun meine Eindrücke sofort veröffentlichen.
Mir hat das Buch grundsätzlich sehr gut gefallen, es beinhaltete ein paar Schreckmomente (vor allem am Anfang) und es geht manchmal auch ziemlich deftig zu und her. Ausserdem kommen Spannung und gerichtsmedizinische Details nicht zu kurz, was mir sehr gut gefallen hat. Sehr positiv ist mir auch der Schreibstil aufgefallen, der diese Geschichte zwar nüchtern erzählt, trotzdem aber ganz genaue, gruselige, detaillierte Beschreibungen liefert und die Handlung und die unterschiedlichen Empfinden der Figuren gut fassbar macht. 
Nur wirkte dann für mich doch alles ein wenig zu konstruiert, was leider der sonst sehr durchdachten Geschichte eine unglaubwürdige Note verliehen hat. Besonders gut gefallen hat mir dann aber die gesellschaftskritische Seite, die sowohl vor und nach der eigentlichen Handlung mit eindeutigen und originalen Zeitungsberichten über die Veruteilung verschiedener Verbrecher untermahlt wird. Dabei geht es vor allem darum, dass in Deutschland (und in der Schweiz ist es ja leider genau so schlimm), Sexualstraftäter oder auch Mörder viel sanfter angefasst werden, als Menschen, die beispielsweise Steuern hinterzogen haben. Diese kritischen Stimmen, die auch in der Handlung einen wichtigen Part ausmachten, fand ich sehr passend und auch sinnvoll eingebaut.

Schreibstil und Handlung:
Die Sprache empfand ich als sehr passend zur Handlung. Meiner Meinung nach wurde da ein äusserst einheitlicher Sprachfluss geschaffen, was sicher nicht immer ganz einfach ist, wenn zwei Autoren am Werk sind. Aber es scheint, als würden Fitzek/Tsokos im Team sehr gut funktionieren. Wie bereits geschrieben beschreibt die Sprache sehr detailliert und nahezu nüchtern, schafft es aber, die Emotionen der Figuren treffend und fassbar zu beschreiben und so für den Leser nachvollziebar zu machen.
Die Geschichte beginnt handlungstechnisch total vielversprechend. Auch fand ich die Idee sehr gelungen, Linda einzubauen, also eine Figur, die weder mit Gerichtsmedizin noch mit den sonst beteiligten Figuren etwas am Hut hat. Auch die Idee, dass der Gerichtsmediziner Herzmann von unterwegs aus und unter Zeitdruck telefonische Anweisungen zum Obduzieren geben muss, hat mich begeistert. Zudem sind die Szenenwechsel zwischen den einzelnen Handlungsorten spannend und passend gestaltet. Was mir wirklich nicht gefallen hat, war die ein wenig unnötige Handlung um den Exfreund von Linda, auf die ich nicht näher eingehen kann, ohne zu spoilern und die doch ein wenig zu konstruierten Verstrickungen, die sich am Ende ergeben haben.

Meine Empfehlung:
Ihr seht ich möchte euch dieses Buch trotz der gegen Ende ein wenig zu konstruierten Handlung sehr gerne empfehlen. Dies liegt vor allem daran, dass mich die Sprache und die Grundidee überzeugt haben und ich die gesellschaftskritischen Ankänge als passend und sinnvoll empfunden habe. 

Zusätzliche Infos:
Titel: Abgeschnitten
Autoren: Michael Tsokos, 1967 geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Institut für Rechtsmedizin der Charité. Seine Bücher über spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin sind allesamt Bestseller.
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.
Taschenbuch: 400 Seiten
Sprache: Deutsch 
Verlag: Knaur
Erschienen: 01.10.2013
ISBN: 978-3-426-51091-9

29. Gemütliches Lese-Miteinander

Hallo ihr Lieben

Bald ist es so weit. Heute Abend um 18.00 Uhr startet mein 29. gemütliches Lese-Miteinander und ich freue mich schon sehr darauf. Besonders natürlich, weil sich schon so viele von euch angemeldet haben.
Deshalb bereite ich nun alles vor, damit dann so viel wie möglich reibungslos klappt.

Das heutige Thema lautet "parallel" und da werden wir es mit ganz vielen Parallelen zu tun haben. Parallel zur Buchmesse in Leipzig lesen wir heute nämlich als kleine Alternative gegen den Frust an, nicht bei der Messe sein zu können :-)
Wer ist mit von der Partie? Lasst mir gleich unter diesem Post den Link zu eurem Beitrag da. Ich freue mich auf euch.


Wer liest mit?


Was geschieht heute?
  • 18.00 Uhr: Start, Vorstellungsrunde
  • 19.30 Uhr: 1. Update
  • 21.00 Uhr: 2. Update
  • 22.00 Uhr: 3. Update
  • 23.00 Uhr: voraussichtlich letztes Update, Fazit


18.00 Uhr

Endlich können wir starten und es freut mich sehr, dass schon einige ihre Posts veröffentlicht haben und vermute sogar, dass sich im Verlaufe des Abends noch ein paar Teilnehmer mehr anmelden werden, was mich natürlich total glücklich macht.
Wir lesen heute parallel zur Buchmesse Leipzig und vielleicht lesen wir auch ein paar Bücher parallel und snacken parallel zum Lesen und deshalb kann das heutige Thema beliebig ausgelegt werden :-)

Wie immer geht es mit einer kleinen Vorstellungsrunde los und ich freue mich schon auf die Bücher, mit denen ihr heute dabei seid. Und los:

1. Welches Buch/welche Bücher liest du heute und auf welcher Seite startest du?
2. Wo liest du heute Abend? Zeigst du uns vielleicht deinen Leseplatz?
3. Hast du dir schon ein leckeres Abendessen einverleibt, oder snackst du nachher noch etwas?
 
1. Ich lese heute zwei, respektive wahrscheinlich drei Bücher parallel und zwar:
Naokos Lächeln - Haruki Murakami (Start auf Seite 200)
Der Mann, der es leicht nahm - Peter Ustinov (Start auf Seite 29)
Abgeschnitten - Sebastian Fitzek/Michael Tsokos (Start ganz vorne) 

2. Ich werde zuerst wohl ein wenig im Wohnzimmer lesen und mich dann später in mein gemütliches Bett zurückziehen. Eigentlich wollte ich ja auf dem Balkon lesen, gestern war es da nämlich soooo schön sonnig und warm. Heute regnet und windet es aber ziemlich heftig. Mal sehen :-)

3. Jein...ich habe eine Pizza vorbereitet und ganz nach meinen Wünschen belegt und werde die wohl nachher langsam mal in den Ofen schieben. Eventuell gibt es nachher noch ein paar Nüsse und Rosinen im Schokoladenmantel oder Curry-Cashews zum Snacken, ganz nach Lust und Laune, der Abend wird ja noch lange :-)

Aktuell trinke ich ausserdem Kaffe und später wechsle ich dann zu Tee und vielleicht auch einem guten Glas Wein. Mal sehen. 



19.30 Uhr

Und nun sind schon die ersten neunzig Minuten um, in denen ich nicht wirklich zum Lesen kam, sondern vor allem bei euch gestöbert, gegessen, die Küche gemacht und dann meine in der Maschine vergessene Wäsche geholt habe (die hänge ich gleich noch auf, bevor ich weiterlesen kann). Ein paar Seiten in "Abgeschnitten" sind es aber doch geworden und das Buch ist so grandios fesselnd, das ich erstens nur so durch die Seiten fliege, mich zweitens total grusele und drittens heute wohl in keinem anderen Buch mehr lesen werde (es sei denn, die Angst wird zu gross). Ich lese also aktuell gleich drei Bücher und dies führt zu meiner nächsten Frage:

4. Mehrere Bücher parallel lesen, liegt dir das oder eher nicht? Und warum?

4. Tatsächlich lese ich gerne und oft parallel. Warum das so ist, kann ich gar nicht genau sagen. Eines der Bücher beinhaltet dann aber meistens Kurzgeschichten (wie aktuell "Der Mann, der es leicht nahm"), von denen ich wirklich eine nach der anderen lese. Die anderen Bücher (zwei bis drei, meistens nicht mehr) behandeln ganz unterschiedliche Themen, spielen in ganz anderen Genres und sorgen so dafür, dass ich kein Chaos in meinem Kopf bekomme. Ich mag diese Abwechslung sehr gerne und denke auch, dass es mir keine Mühen bereitet, die Geschichten auseinander zu halten und mich auf jedes der Bücher auch voll und ganz zu konzentrieren. Es gibt aber auch Phasen, in denen ich nur ein Buch auf einmal lese und das passt dann auch ganz gut.



21.00 Uhr

Wow, wir sind wirklich eine schön grosse Runde, das merkt man sehr gut beim Kommentieren, es bleibt kaum Zeit zum Lesen (ok, meine Wäsche musste ich auch noch aufhängen). Aber so soll es ja auch sein, die Gemütlichkeit steht im Vordergrund und nun bin ich wieder total gefangen in meinem Buch und hoffe, heute noch ein ordentliches Stück zu schaffen. In der nächsten Frage geht es übrigens um eure tollsten und verrücktesten Dinge, die ihr schon lesend ausgeführt habt. Ich bin gespannt auf eure Antworten.
 
5. Lesen und...? Welches war die verrückteste Aktion, die du lesend ausgeführt hast?

5. Ich muss gestehen, dass ich eher langweilig bin. Da ich ca. zweimal im Jahr bade (weil es mir oft einfach zu öde ist) und dabei nicht lese, sondern mir Serien anschaue, kann ich euch nicht davon berichten, wie ich es schaffe, Bücher über dem Wasser zu balancieren. Aber ich putze meine Zähne, koche oder esse, wenn ich lese. Auch schon habe ich mir lesend die Beine rasiert oder gehe manchmal lesend zur Bushaltestelle und zurück. Sonst fällt mir da nicht wirklich etwas ein.



22.00 Uhr

Hall ihr Lieben, es sind ja schon wieder ein paar eingestiegen, wie toll. Möchtet ihr den Abend übrigens gerne bis Mitternacht verlängern? Wer wäre dabei?
Ich habe die ersten 120 Seiten von "Abgeschnitten" nur so inhaliert. Und dies, obwohl ich ganz viel bei euch unterwegs bin und normalerweise ein eher durchschnittliches Lesetempo habe. Vielleicht bleibe ich für heute gleich bei dem Buch, mal sehen.
 
6. Sind in deinem Buch/deinen Büchern Parallelen zwischen dir und den Protagonisten anzutreffen?

6. Erkenne ich Protagonisten zu dem Gerichtsmediziner Professor Herzfeld (aus "Abgeschnitten"), der gerade erfahren hat, dass seine Tochter entführt worden ist und nun um ihr Leben bangt? Vielleicht vor allem die Tatsache, dass Professor Herzfeld versucht, die Ruhe zu bewahren und besonnen zu handeln. Das gelingt mir nämlich auch in Extremsituationen ziemlich gut.
Und sehe ich Parallelen zum musik- und literaturliebenden Toru aus "Naokos Lächeln"? Na klar, nur habe ich keine Mühen, mich zwischen zwei Frauen (resp. Männern) zu entscheiden und bin zwar auch ein eher nachdenklicher Mensch, denke aber, dass ich mir nicht so oft selber im Weg stehe, wie Toru. 



23.00 Uhr

Zuerst einmal: das Lese-Miteinander wird definitiv bis Mitternacht verlägert, wer also kann und mag, ist herzlich eingeladen, noch ein wenig länger zu lesen.
Dann: ich habe in der letzten Stunde so viele Kommentare getippt und gelesen und mir ausserdem eine weitere Frage ausgedacht, dass ich gar nicht sooo sehr zum Lesen gekommen bin. Aber ich habe eine weitere Kurzgeschichte von "Der Mann, der es leicht nahm" geschafft und kurz bei "Abgeschnitten" pausiert. Da werde ich nun aber wieder weiterlesen.
Wie kommt ihr voran?

7. Nun haben wir so viel darüber gesprochen, was man alles parallel anstellen und erleben kann und mich würde nun interessieren, welches heute am Leseabend teilnehmende Buch du gerne parallel zu deinem aktuellen Buch/deinen aktuellen Büchern lesen würdest, wenn du dich für nur ein einziges entscheiden müsstest. Und warum?

7. Wenn ich ganz spontan ein Buch wählen müsste, das mich zusätzlich zu meinen aktuellen Büchern durch meinen Leseabend begleiten würde, dann würde ich "Zeiten voller Hoffnung" wählen, das Martina aktuell liest. Die Wahl war sehr einfach für mich. Erstens spricht mich das Buch besonders an aufgrund des Covers, andererseits kann ich blind auf jeden Lesetipp von Martina vertrauen und ausserdem ist es so, dass dieses Buch vom Genre her komplett anders ist, als alles, was ich aktuell lese. Also würde das sehr gut passen.



24.00 Uhr

Das 29. gemütliche Lese-Miteinander geht in diesen Minuten zu Ende und es hat mir sehr grosse Freude bereitet. So viele haben mitgelesen, es wurde eifrig diskutiert und sicher konnte auch das eine oder andere Buch auf eine Wunschliste wandern.
Vielen Dank euch für eure rege Teilnahme, die vielen Kommentare und euer Durchhaltevermögen und ich hoffe sehr, dass wir bald wieder einmal gemeinsam lesen können.
 
Und nun folgt ein kurzes persönliches Fazit von euch allen und ich freue mich natürlich über jegliche Rückmeldungen, Vorschläge, Wünsche und konstruktive Kritik, die du anbringen kannst :-)

Ich selber habe knapp 180 Seiten gelesen, was ganz in Ordnung ist. In erster Linie war ich aber begeistert von euren vielen Inputs und Buchtipps. Lieben Dank auch dafür.
 
Ich drehe nun noch eine letzte Runde und lese dann im Bett weiter.
Alles Liebe, habt noch einen schönen Abend und schlaft gut
Livia