Neuzugänge Mai 2016

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Gute Nach-Mitternacht ihr Lieben :-)

Bei mir sind im Mai noch einmal ein paar ganz grosse Gefühle eingezogen. Meine Neuzugänge möchte ich euch jetzt gleich einmal vorstellen und ich hoffe, dass ihr mir vielleicht ein paar Lesetipps geben könnt. Ein Klick aufs Bild führt zur Beschreibung des Verlages.

1. Kristan Higgins - Fast perfekt ist gut genug
Dieses Rezensionsexemplar habe ich bei Blogg dein Buch gewonnen. Ich bewerbe mich dort ab und zu für ein Buch, vergesse dann aber immer, dass ich mich überhaupt beworben habe, weil es ja manchmal ziemlich lange Laufzeiten der Anmeldungen gibt, und dann bin ich jeweils total überrascht, wenn plötzlich ein Buch bei mir ankommt. Ja, ich weiss, gefährlich, gefährlich...

2. Musik als Klangrede, Wege zu einem neuen Musikverständnis. Essays und Vorträge - Harnoncourt, Nikolaus
Wie ihr ja alle wisst, studiere ich Musik und da ich an meinem Abschlussrezital Ende Juni gerne ein paar Zitate zu den Stücken in die Moderation einbauen möchte, muss und darf ich mich natürlich mit Literatur zum Thema befassen und habe mir darum das berühmte Buch mit Essays und Vorträgen von einem der berühmtesten - und leider vor Kurzem verstorbenen - Dirigenten der Gegenwart gegönnt.

3. Meinen Hass bekommt ihr nicht -Antoine Leiris
Über den Autor dieses Buches habe ich einen Beitrag im deutschen Fernsehen gesehen. Antoine Leiris war bei Markus Lanz im Studio und die Geschichte dieses Mannes hat mich so berührt, dass ich das Buch sofort beim Bloggerportal anfordern musste. Innerhalb einer Zugfahrt habe ich das Buch gelesen und war begeistert, berührt, ergriffen, erschüttert und voller Hoffnung, wie ihr hier in meiner Rezension nachlesen könnt.

4. Märchenzauber - Mila Brenner
Um die Boulder-Reihe von Mila Brenner bin ich schon lange herumgeschlichen. Die Bücher haben so ein tolles Cover und ich habe bis jetzt nur Gutes davon gehört. Dann habe ich bei der Blogtour zu Milas aktuellstem Band der Reihe ein eBook nach Wahl gewonnen und habe mich natürlich für den ersten Band der Reihe entschieden. Ich freue mich sehr über diesen Gewinn und bin schon ganz gespannt auf das Buch.

5. Der Sommer der Sternschnuppen - Mary Simses
Wie habe ich "Der Sommer der Blaubeeren" geliebt! Und deshalb war mir klar, dass ich "Der Sommer der Sternschnuppen" noch vor dem Erscheinungstermin beim Bloggerportal anfordern musste. Als das Buch bei mir angekommen war, habe ich nicht schlecht gestaunt, dass im Paket noch ein wunderschönes Notizbuch mit dem gleichen Coverbild war. Dieses Notizbuch könnt ihr auf dem Bild ebenfalls erkennen und ich benutze es jetzt als Blogplaner, weil es einfach perfekt zu mir passt.

Meine Neuzugänge in Zahlen:
Geschenkte Bücher: 1
Rezensionsexemplare: 3
Gekaufte Bücher: 1
Gesamte Neuzugänge: 5
SuB am Monatsbeginn: 220
Aktueller SuB: 220
Differenz: + - 0 

Kommentare:

  1. Nochmal hallo! :)

    Das sind aber auch ganz tolle Neuzugänge, Livia! Was für eine schöne Überraschung von Blanvalet, dass sie dir gleich noch ein gleichaussehendes Notizbuch beigelegt haben. ;)
    Aber am interessantesten finde ich gerade "Meinen Hass bekommt ihr nicht". Die Terroranschläge in Paris habe ich natürlich am Rande mitbekommen, weil dauernd und überall davon berichtet und geredet worden ist, aber aktiv verfolgt habe ich das Ganze nicht. Ich denke mir ... es passieren tagtäglich überall auf der Welt sekündlich irgendwelche fürchterlichen Verbrechen, Morde, Kriege, Vergewaltigungen, Menschen sind obdachlos, Kinder verhungern oder verdursten, weil sie keine Nahrung und kein Wasser zur Verfügung haben, uns so weiter. - Aber davon wird nicht so ausführlich berichtet oder hingeschaut. Wen interessiert es denn schon, wenn man irgendwo einen obdachlosen Menschen in einer Ecke kauern sieht, der stinkt, friert, hungert, weil er kein Zuhause hat? Wieviele Obdachlose sterben jährlich in einem Land aus genau diesen Gründen? Wieviele Leute gehen dran vorbei und schauen demonstrativ in eine andere Richtung? - Ist das keine Katastrophe, über die man berichten und gegen die etwas getan werden sollte? Das ist eben so ein Grund, warum ich Nachrichten nicht mehr aktuell verfolge. Die Medien wollen den Leuten zeigen, wo sie hinzuschauen haben und wohin nicht, und das macht mich persönlich sehr traurig.
    Aber was ich eigentlich zu diesem Buch sagen wollte: Ich finde die Aussage des Mannes "Meinen Hass bekommt ihr nicht" sehr reif und mutig und deswegen bewundernswert. Mich macht es neugierig auf den Mann, der diese Aussagen von sich gegeben hat.

    Alles Liebe ♥

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    1. Liebe Janine

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Ich sehe das ähnlich wie du, was die täglichen Ereignisse im Weltgeschehen anbelangt. Natürlich wird der mediale Fokus immer nur auf das "Aktuellste" und "Brisanteste" gerichtet und dabei geht oft vergessen, welche Katastrophen im Alltag untergehen, welche Ereignisse wir aus den Augen verlieren, nur weil wir nicht mehr täglich daran erinnert werden.

      Trotzdem muss ich dir widersprechen, was die historische Bedeutung der Ereignisse in Paris anbelangt. Wenn eine Gruppe von Menschen entscheidet, eine andere Gruppe von Menschen für ihr Unglück verantwortlich zu machen (wenn auch teilweise zu Recht) und wenn diese erste Gruppe von Menschen dies mitteilt, indem sie die Mitglieder der in ihren Augen "verantwortlichen" Gruppe systematisch auslöscht, sind wir in einer Liga der Brutalität angelangt, die alles andere übersteigt. Es geht dabei nicht um Schicksal und Pech oder Menschen, die durch alle Maschen des sozialen Netzes gefallen sind. Es geht auch nicht um Menschen, die von anderen Menschen ausgebeutet werden und dabei im wahrsten Sinne des Wortes zugrunde gehen. Es geht um eine eigentlich kleine Gruppe von Menschen, die einen ganzen Kontinenten bedrohen und gefährden. Es geht um uns alle, die gezielt Opfer ihrer Angriffe werden und nicht als "Kollateralschaden eines Systems" gehandhabt werden oder anfallen, sondern in ernster Gefahr sind und in Gefahr gebracht werden.

      Ausserdem finde ich die Information, dass du die Nachrichten nicht mehr aktuell verfolgst, ziemlich bedenklich. Damit schiebst du die Verantwortung für deinen Medienkonsum an die Medien selbst ab. In der heutigen Zeit ist es jedoch dem Knsumenten selber überlassen, welche Medien er wie und wann konsumiert und somit kann eine nahezu lückenlose Versorgung mit objektiven Informationen fast immer und überall erreicht werden. Das Stichwort hierzu, Informationskompetenz, wird in fast jeder Ausbildung angesprochen und gelehrt und thematisiert das Beschaffen, Prüfen und Einordnen von Informationen im Alltag und ins Alltagsgeschehen.

      Ich sehe es als junge Frau in der heutigen Zeit als meine Pflicht an, mich am Alltagsgeschehen auf der ganzen Welt so viel wie möglich zu beteiligen und mein Leben so zu führen, dass ich Leid nach bestem Wissen und Gewissen verringern oder gar verhindern kann.
      Kennst du diese Gefühle gar nicht? Siehst du es komplett anders?

      Vielen Dank auf jeden Fall für deine Anregungen und man liest sich wieder :-)
      Livia

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    2. Naja, ob die Medien immer so objektiv berichten ... darüber kann man streiten. Mir kam das oft so vor, als würden die Nachrichten gezielt Berichte schreiben, um die Menschen in eine bestimmte Richtung denken zu lassen und da kann man meiner Meinung nach dann nur mehr von Manipulation sprechen.

      Aber es bleibt jedem selbst überlassen, was er tut und was er nicht tut. Ich finde es ganz und gar nicht bedenklich, über all die Katastrophen und Dinge, die in der Welt schief laufen, zu lesen oder mir das im Fernsehen anzusehen, das weiß ich leider Gottes auch so - ohne Medienkonsum. Und nur, weil ich die Medien konsumiere, heißt das nicht, dass ich automatisch mein Leben nach bestem Wissen und Gewissen führe, um Leid zu verringern oder zu verhindern. Die für mich wichtigen Informationen, so sehe ich das, erreichen mich sowieso auf irgendeine Art und Weise. Und um Leid zu verringern oder zu verhindern, denke ich, muss ich nur Mitgefühl und Liebe zu geben haben, dann sagt mir meine Intuition auch, was ich in welchen Situationen zu tun habe, da brauch ich keine Zeitung für, ich kann selbst denken und fühlen. ;)
      Mir geht es wunderbar gut ohne den Medien. Ich sehe es nicht als Pflicht an, mich am Alltagsgeschehen von anderen Ländern und Menschen zu beteiligen - das betrifft mich nicht und ändern kann ich dadurch auch nichts. Der einzige Unterschied zu den Menschen, die all diese Katastrophen, die tausende Kilometer weit weg passieren, verfolgen, und mir, ist, dass in mir keine Angst durch die Berichte produziert worden ist.

      Ich hoffe, du verstehst auch ein bisschen meinen Standpunkt und wir haben nun nicht aneinander vorbeigeredet/geschrieben. ;)

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    3. *Ich finde es ganz und gar nicht bedenklich, NICHT über all die Katastrophen ...

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    4. Huch, ein komplexes Thema :-)

      Nein, das stimmt, die Medien berichten nicht grundsätzlich objektiv, da habe ich mich vielleicht ein wenig falsch ausgedrückt. Ich meinte damit, dass der denkende und nicht einfach nur konsumierende Mensch sich die Infos dort holen kann, wo sie so objektiv wie möglich sind oder dass man durch die Kombination verschiedener Quellen zu objektiveren Informationen kommt. Dass man also zum Beispiel verschiedene Quellen hinzuzieht um sich zu informieren, dass man sich nicht nur die aktuellen Nachrichten ansieht, sondern die historischen Ereignisse in einen Kontext dazu bringt, dass man bereits vorhandes Wissen mit Informationssendungen und Dokumentationen ergänzt und sich so nach und nach ein umfassenderes Bild über aktuelle und vergangene Ereignisse macht. Natürlich wird man im Verlauf der Recherchen Medien finden, die objektiver sind und solche, die es nicht sind. Je mehr Meinungen und "seriöse" Quellen man hinzuzieht und je mehr man von seinem Wissen und Intellekt gebraucht macht, desto objektiver wird die Information. Das meinte ich damit. Blosser Konsum ist aber selbstverständlich nie objektiv, da gehe ich ganz mit dir.

      Ich verstehe deinen Standpunkt auch, kann ihn aber nicht mit deinem vorhergehenden Kommentar in Einklang bringen. Dort hatte ich den Eindruck, als würde es dir sehr wohl etwas ausmachen und dich sehr wohl beschäftigen, wie es anderen Menschen geht, weil du vom Leid der hungernden Kinder und der Obdachlosen geschrieben hast. Nun aber sprichst du - vereinfacht gesagt - davon, dass es dich eigentlich nicht interessiert, was in anderen Menschen und Ländern vor sich geht. Ich überspitze jetzt natürlich, aber das lese ich so grundsätzlich heraus.

      Dies kann ich so nicht nachvollziehen, wie auch die Ablehnung gegenüber aller Medien. Es ist eine Lebensphilosophie, die mir komplett fern liegt und die ich - ohne dich beleidigen oder dir zu nahe treten zu wollen - als ignorant bezeichne, da ich es nicht verstehen kann, wie eine junge, intelligente Person sich nicht informieren und engagieren und stetig weiterbilden mag. Gerade als Bloggerin hast du vielleicht eine Stimme mehr. Du bist Teil eines Mediums und auch wenn du nur einige hundert Menschen erreichst, so kannst du doch etwas bewegen und hast - so sehe ich das zumindest - auch eine Verantwortung, eine Pflicht. Du bist jung, gebildet, du bist die Zukunft, deine Ideen werden die Menschen nach uns vorwärts bringen, dein Leben wird ein Vorbild für andere sein. Vielleicht wirst du Kinder haben, welche Werte wirst du ihnen mitgeben? Wie willst du sie auf diese Welt vorbereiten, wenn sie nicht über ihre eigene Nasenspitze hinaus sehen wollen und können? Verstehst du ein wenig, worauf ich hinaus will? Ich bin eine sehr interessierte Person, informiere mich über das aktuelle Weltgeschehen, Politik, Geschichte, Gesellschaft und werde dadurch überhaupt nicht verängstigt, im Gegenteil. Mir macht Angst, was mir unbekannt ist (wie vielen Menschen, weshalb auch viele Menschen zu Fremdenfeindlichkeit neigen, das Unbekannte macht Angst und das ist nur natürlich) und deshalb versuche ich, mich andauernd mit Wissen und Informationen zu füttern und füttern zu lassen. Es gibt für mich nichts Beschämenderes, als in ein Land zu reisen, über das ich nichts weiss. Nichts Peinlicheres, als wenn ich den Namen eines ausländischen Mitmenschen aus purer Ignoranz falsch ausspreche, nur weil ich mich nicht informiert oder erkundigt habe, wie ein Name oder Ort in der Landessprache lautet.
      Meiner Meinung nach geht es mich etwas an, was tausende Kilometer entfernt passiert. Weil mein Lebensstil oder der Lebensstil meiner Mitmenschen dafür verantwortlich sein kann und kleine Änderungen das Leben so vieler Menschen verbessern (oder leider auch verschlechtern) können. Es geht mich genau so an, wie das Leid des Obdachlosen, den ich an jeder Strassenecke antreffen kann, wie du so schön schreibst.
      Aber da sind wir wohl grundverschieden und es macht keinen Sinn, darüber zu diskutieren, da wir einfach ganz andere Ansichten haben :-)

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    5. Der Kommentar war zu lang, hier kommt die Fortsetzung :-)

      Was ich aber wirklich noch sagen möchte um wieder eine Brücke zu schlagen zum ursprünglichen Thema :-) ich bin der Meinung, dass die Ereignisse in Paris ganz etwas anderes sind, als das Leid von Obdachlosen oder verhungernden Kindern und zwar aus den in meiner ersten Antwort an dich genannten Gründe und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, die dies so sieht. Und das ist genau auch der Grund, weshalb Antoine Leiris mit seinem Buch und seiner starken Botschaft so bewegt hat und immer noch bewegt. Weil es uns alle etwas angeht, weil es uns alle berühren kann und weil wir alle immer wieder lernen können und manchmal auch müssen, zu verzeihen und weiter zu leben.

      Ganz liebe Grüsse und eine gute Nacht dir und korrigiere mich bitte, wenn ich dich komplett falsch verstanden habe
      Livia

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    6. Ja, das ist wirklich ein komplexes Thema, da hast du recht.

      Also nein, so habe ich das nicht gemeint. Es geht mir sogar sehr nahe, dass ich weiß, dass es so viele leidende Menschen und Tiere auf dieser Welt gibt. Mit meinem Kommentar "Ich sehe es nicht als Pflicht an, mich am Alltagsgeschehen von anderen Ländern und Menschen zu beteiligen - das betrifft mich nicht und ändern kann ich dadurch auch nichts." heißt das für mich nicht, dass ich ignorant bin, sondern dass mir diese Berichterstattung einfach zu viel ist: zu viel Angst, zu viel Unwahrheit. Ich habe es eh schon einmal geschrieben: meine Informationen, die für mich wichtig sind, bekomme ich auf alternativen Wegen. Und mir ist sehr bewusst, was auf dieser Welt vor sich geht bzw. was alles falsch läuft und deswegen finde ich diese Berichte zu einem großen Teil sogar überflüssig. Ich bin gebildet - nur auf einer anderen Ebene. Ich weiß von all dem Terror und dem Hass und dem Mist, was die Politik hervorbringt, auch ohne Zeitung. Und es ist sowieso immer irgendwie dasselbe, nur andere Länder, Städte oder Menschen betreffend.

      Und auch, wenn du sagst, dass du mich nicht beleidigen willst, wenn du schreibst, dass du es ignorant findest, wenn ich Zeitungen und Nachrichten meide, so muss ich leider sagen, dass mich das schon sehr verletzt, denn damit zeigst du mir, dass du Menschen, die in der Hinsicht anders denken, nicht akzeptierst. Und alles, was ich wollte, ist meine Meinung und meinen Standpunkt dazu zu äußern. Ohne Wertung, nicht mehr und nicht weniger.

      Für mich ist es zum Beispiel nicht vorstellbar, mich einen großen Teil meiner Zeit von einer Zeitung zur nächsten zu lesen und Berichte zu vergleichen, um mir eine objektive Meinung über diese oder jene Katastrophe bilden zu können bzw. einen Schuldigen zu finden. Für mich persönlich ergibt das keinen Sinn: was habe ich davon, wenn ich weiß, dass irgendjemand auf der Welt für irgendeine schlimme Katastrophe auf der Welt, die 2000 km von mir entfernt passiert ist, verantwortlich war? Bin ich dadurch nun weiser und gebildeter? Macht mich das zu einem besseren, wertvolleren Menschen? Kann ich durch dieses Wissen irgendetwas an der Situation, die ja eigentlich schon in der Vergangenheit liegt, verändern? Nein, kann ich nicht. Ich brauche das nicht, um mich mit anderen Menschen darüber unterhalten zu können. Für mich ist es vergeudete Lebenszeit, mich mit diesen angstproduzierenden Nachrichten zu beschäftigen. Ich habe ein eigenes Leben, das ich gerne JETZT leben und genießen würde und dabei würde ich gerne so gut wie möglich handeln, damit ich meiner Umwelt (Mensch, Tier, Natur) keinen Schaden zufüge. Das ist mir wichtig. Im JETZT das beste aus allem zu machen und mich nicht mit Dingen zu beschäftigen, die in der Vergangenheit passiert sind. Das ist für mich Engagement - nicht Zeitunglesen.

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    7. Wenn ich jemals Kinder haben sollte, werde ich meinen Kinder ihre eigenen Werte entwickeln lassen und ihnen nicht meine eigenen "aufdrücken". Jeder Mensch ist ein Individuum und sieht die Welt mit seinen eigenen Augen, hat eigene intensive oder weniger intensive Gefühle zu gewissen Dingen und jeder Mensch, ganz egal wie jung oder alt, sollte sich selbst in die Richtung entwickeln dürfen, die er für richtig hält. Alles, was ich für meine Kinder tun kann, ist, ihnen das vorzuleben, was mich glücklich macht, um sie zu ermutigen, auch das zu tun, was sie glücklich macht und so gut wie möglich unterstützend für sie da zu sein. Es bedarf keinen herkömmlichen Medien, um sich all dem, was vor sich geht, bewusst zu sein.
      Ja, ich bin Bloggerin und vielleicht hast du es auf meinem Blog ja schon mal mitbekommen: ich finde, dass ich sehr viel über Liebe, Verzeihen, Annehmen und Akzeptanz schreibe. Mehr als andere Blogger. In Büchern versuche ich auch immer wieder genau diese Themen herauszugreifen und sie in meine Rezension miteinzubauen. Die Resonanz auf derartige Rezensionen ist leider sehr gering, aber was soll ich machen? Deswegen werde ich nicht damit aufhören. Auch auf FB bin ich auf einigen Seiten, die bewusste Meldungen posten, aktiv und schreibe und poste und like. Es ist nicht so, dass ich nichts tue. Ich tue vielleicht mehr als so manch anderer. Aber in jedem Fall tu ich genau so viel, wie ich in meiner jetzigen Situation kann - nach bestem Wissen und Gewissen.

      Du hast keine Angst, wenn du liest, dass irgendwo in einer Großstadt eine Bombe hochgegangen ist? Verängstigt dich das kein bisschen, wenn du weißt, das könnte auch dich treffen, wenn du zufällig mal in einer Großstadt auf hochfrequentierten öffentlichen Plätzen unterwegs bist? Also ich finde dieses Wissen schon beängstigend. Ich weiß das alles sowieso und brauche mir nicht zusätzlich eine Zeitung mit allen genauen Details reinziehen.

      Wie gesagt, ich interessiere mich für das Buch von Antoine Leiris auch sehr. Aber nicht wegen der Katastrophe, wegen der er die Mutter seiner Kinder verloren hat, denn so etwas gibt es dauernd und überall auf der Welt, nur in anderen Konstellationen, sondern mehr wegen dem Thema Verzeihen. Durch Verzeihen kann man sich selbst von dem Schmerz erlösen, der einen zerfrisst, wenn einem so etwas widerfährt. Und so etwas fehlt mir in den herkömmlichen Berichten: dort wird nur nüchtern berichtet und was löst das in den Menschen aus? Angst und Hass (auf?). In dem Buch von Antoine Leiris geht es um ein wirklich wichtiges Thema im Leben, das die Welt zu einem besseren Ort machen kann. Aktuell lese ich auch ein Buch, in dem es um Verzeihen geht (Ho'oponopono - Das hawaiianische Vergebungsritual) - mit derartiger Literatur beschäftige ich mich lieber als mit Zeitungen, ist in meinen Augen sinnvoller.

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    8. Liebe Janine

      Es ist zwar spannend, wir werden uns aber scheinbar nie finden :-)

      Sorry, dann habe ich bezgl. perönlicher Betroffenheit falsch verstanden. Und ich wollte und will dich wirklich nicht verletzen, ich versuche nur, meine Sicht darzustellen und zu vertehen, was genau dich bewegt. Das ist mir nämlich immer noch nicht wirklich klar, resp. kann ich deine Haltung nicht ganz nachvollziehen.

      Wenn ich deine weitere ausführliche Antwort lese, sehe ich immer mehr Widersprüche zu deiner ursprünglichen Aussage. Auch scheint es mir, als würdest du "Medien" ganz anders definieren als ich. Ich finde es sehr schwierig, mich verständlich und nachvollziehbar auszudrücken, weil du so anders zu sein scheinst, wie ich selber bin. Evtl. gehen wir auch tatsächlich von verschiedenen Begrifflichkeiten aus, was das Ganze nicht einfacher macht. Ich möchte auf zwei von dir genannten Punkte eingehen, die vielleicht verdeutlichen können, was ich meine.

      Der erste Punkt ist die von dir und mir erwähnte Angst. Einerseits schreibst du im vorhergehenden Kommentar, dass du keine Angst haben willst und deswegen keine Medien konsumierst, andererseits schreibst du, dass du so oder so Angst hast. Dies ist in meinen Augen ein Widerspruch und untermauert deine Argumentation keineswegs. Aber darauf will ich gar nicht hinaus.
      Du schreibst von Angst vor Bombenattentaten. Diese Angst ist immer wieder ein Thema bei mir, wenn ich Urlaub machen will. Statistisch gesehen ist es aber viel gefährlicher, bei einem Autounfall ums Leben zu kommen. Natürlich ist dir diese Argumentation bereits bekannt und Rationalität ist bekanntlicherweise kein schlüssiges Mittel gegen die uns Menschen immer wieder heimsuchende Angst.

      Im von dir erwähnten Fall nun halt Angst vor Anschlägen. Ich persönlich kann aber meine Angst stark durch Information eingrenzen. Wer hat wann was genau getan, was ist überhaupt geschehen. Und wo. Und zwar keineswegs nur in Bezug auf Terroranschläge, im Gegenteil. Ich bin zwar der Meinung, dass es zwar Medien gibt, die sogar bei diesen statistisch klar nachweisbaren oder ähnlichen genau messbaren Ereignissen schummeln oder manipulieren. Grundsätzlich wird hier aber auf Genauigkeit grossen Wert gelegt. Dein Kommentar suggeriert aber, als würdest du nur von Newsmedien sprechen. Es gibt ja aber noch so viele andere spannende Medien im Print- und Onlinebereich und auch von denen habe ich die ganze Zeit geschrieben. Ich liebe es nämlich, toll recherchierte Artikel zu spannenden Themen (mich interessieren beispielsweise neue wissenschaftliche Erkenntnisse in allen Bereichen oder Portraits, Konzertberichte, Literaturbesprechungen usw.) zu lesen. Oder spannende Erfahrungsberichte aus ganz anderen Lebenssituationen und -sichten geschrieben. Auch Strassenmagazine lese ich sehr gerne und verbringe beispielsweise keinen Österreichurlaub ohne den spannenden, unterhaltsamen und sozialkritischen "Augustin" oder ohne "Biber", das du sicher auch kennst:-)

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    9. Wie kannst du auf all diese Dinge verzichten, wie kann dich all dies nicht interessieren oder längerfristig fesseln? Das verstehe ich nicht und kann es genau so wenig nachvollziehen, wie wenn jemand gar keine Bücher liest und dies bewegt mich, dir zu schreiben. Ich interessiere mich für deine Beweggründe. Ich finde es nämlich immer schade, wenn jemandem so eine ganze Welt verschlossen bleibt. Und genau so habe ich nämlich meine Angst vor so vielem anderen Dingen als Terror ablegen oder kontrollieren lernen können. Meine Angst, alleine zu reisen, meine Angst vor Infektionskrankheiten (zumindest nahezu) usw.

      Dafür bin ich sehr, sehr vielen Medien dankbar und freue mich immer, wenn ich Dinge über unseren Organismus, die Entstehung der Welt, unentdeckte Tierarten, unsere Geschichte und, und, und erfahre, die ich noch nicht wusste und dies bereichert mein Leben und macht es spannend. Und genau weil ich dieses Hintergrundwissen habe, kann ich eher abschätzen wie realistisch beispielsweise angstmachende Parolen gewisser Politiker sind, was bei welchen Entscheiden das fatalistischste Szenario ist und was hingegen total utopisch ist. Ich kann für mein Leben wichtige Entscheidungen aufgrund meines Bauchgefühls und aufgrund meines Hintergrundwissens fällen, was praktisch ist und Zeit spart und - nicht wie von dir vermutet - Zeit verschwendet. Zumindest für mich nicht.

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    10. Der zweite Punkt, auf den ich näher eingehen möchte ist etwas, mit dem ich überhaupt nicht einverstanden bin :-)
      Ich halte es sehr mit der indianischen Ansicht, dass man sein Leben nicht nur für sich selber und das nahe Umfeld, sondern für die nächsten sieben Generationen führen soll. Dies ist auch der Grund, weshalb ich nicht im JETZT leben, sondern meine Zukunft und die Zukunft der nächsten Generationen so positiv wie möglich beeinflussen musst. Und nun kommt der Punkt, mit dem ich nicht einverstanden bin, ja, bei dem ich vermute, dass du leider falsch liegst. Es IST wichtig, sich mit historischen Ereignissen, mit unserer Geschichte beschäftigen. Es IST wichtig, so viel wie möglich über unsere Vergangenheit zu wissen und es IST wichtig, seinen Kindern diese Werte und alles alte und gesammelte Wissen weiter zu geben, weil dies nichts damit zu tun hat, ihnen eine Meinung aufzudrücken, nein, weil dies die einzige Möglichkeit ist, dass sie sich eine eigene Meinung bilden können.
      Und warum unsere Geschichte so wichtig ist? Unsere Geschichte beeinflusst das Jetzt und das Jetzt beeinflusst die Zukunft. Wenn wir über unsere Nasenspitze hinaus denken wollen, dürfen wir nicht vergessen, was in unserer Vergangenheit geschehen ist, woraus wir bestehen, was uns ausmacht. Wenn man einem Menschen seine Geschichte nimmt, kann man seine ganze Existenz zerstören. Warum wohl wurden und werden in fast allen Kriegen zuerst die Bibliotheken, die grossen Universitäten und ganz früher die Klöster zerstört? Weil dort die Gelehrten Menschen waren, weil dort die Geschichte und das Wissen waren, weil eine Nation, ein Volk nur dank und durch seine Geschichte besteht.
      Meiner Meinung nach befinden wir uns in Europa aktuell in einer kritischen Phase in unserem Jahrhundert: die letzten Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges sterben. Alles Wissen über die Ereignisse ist dann nur noch in Bild-, Ton- und Schriftmaterial gespeichert und wird nach und nach an Bezug zur Menschheit verlieren, respektive umgekehrt. Wir werden dies vielleicht noch nicht spüren. Aber was wäre die Generation nach uns, ohne das Wissen um diesen düsteren Teil der Geschichte? Wie könnten die zukünftigen Kinder präventiv wirken? Wie früh genug handeln, ohne dieses Wissen? Der zweite Weltkrieg ist nur ein sehr grosses Beispiel. Aber jedes Ereignis der Geschichte lässt uns Lehren ziehen, Erkenntnisse gewinnen, wenn wir dies zulassen. Siehst du das so anders?

      Ganz zum Schluss möchte ich dir noch eine Frage stellen, die mich total unter den Nägeln juckt: wo holst du deine Informationen, wenn nicht aus den Medien? Und ich meine jetzt nicht die Schlagzeilen, die einem so oder so immer um die Ohren gehauen werden. Ich meine Hintergrundinformationen und Meinungen. Für eine Antwort wäre ich dir sehr dankbar.

      Alles, alles Liebe
      Livia

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    11. Liebe Livia,

      bitte verzeih mir, dass ich nicht sofort geantwortet habe, aber mich hat unser Austausch etwas aufgewühlt und ich musste zwei Nächte drüber schlafen, um wieder runterzukommen und distanzierter betrachten zu können.

      Also, ich hole mir nirgendwo aktiv Hintergrundinformationen oder verfolge irgendein Medium aktiv. Informationen, die für mich wichtig sind, erhalte ich durch "Zufall", nebenbei, aus den unterschiedlichsten Quellen: Gespräche, denen ich lausche oder bzw. aber hauptsächlich aus dem Internet von den verschiedensten Seiten, auf denen ich zufällig lande. Meinungen hole ich mir nirgends, die bilde ich mir selber. Völlig egal, wer, wo, was genau sagt oder schreibt, ich hinterfrage alles und nehme nichts einfach so an, ohne sicher sein zu können, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht.

      Was ich noch sagen wollte - und dafür bin ich für diesen Gedankenaustausch hier mit dir sehr dankbar: mir ist dadurch bewusst geworden, dass jeder Mensch seine eigenen Vorstellungen von gut und wichtig und richtig hat, dass jeder Mensch die Welt mit anderen Augen sieht und mit anderen Gefühlen wahrnimmt, was auch vollkommen logisch ist, wir haben schließlich alle unterschiedliche Erfahrungen gemacht, sind in einer anderen Umgebung mit anderen Eltern aufgewachsen, wir sind andere Wege gegangen und haben andere Dinge erlebt, manch einer hat noch nie eine Krise gehabt, andere haben schon viele Hürden überwunden und wieder andere stecken mittendrin in ihrer eigenen Hölle und versuchen daraus etwas zu lernen ... all das prägt und lässt und wachsen und reifen - oder auch nicht, je nachdem, wie wir uns verhalten.
      Aber ich schweife ab, ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass es aus ebendiesen unterschiedlichen Leben, die die Menschen führen, gar nicht recht ist, zu be- oder verurteilen, wie wir die Dinge wahrnehmen.

      Ich hoffe, dass sich zwischen uns nun keine "Mauer" aufgebaut hat, nur weil wir in mancherlei Hinsicht einfach eine andere Vorstellung von "Gut und Richtig" haben. Wir führen beide einen Buchblog und teilen die Liebe zur Literatur, das dürfen wir nicht vergessen. :-)

      Ich wünsche dir einen guten Start ins Wochenende,
      alles Liebe! ♥
      Janine

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    12. Liebe Janine

      Entschuldige bitte, ich habe gar nicht gesehen, dass du mir noch geantwortet hast.

      Gleich vorweg: nein, da sind keine Mauern, ich werde dich nach wie vor als Bloggerin sehr schätzen und deine Ansichten weiterhin akzeptieren und respektieren. Ich bin allerdings ein wenig enttäuscht, weil ich wirklich geglaubt hatte, dass wir auf gleicher Wellenlänge sind und ich finde es nur schade, dass du so gar nicht in diesen Richtungen und Gebieten kulturell, gesellschaftlich und historisch interessiert und gebildet bist, wie ich, sondern ganz andere Interessen hast. Aber das kann ich nicht ändern :-)

      Meinungen bilde ich mir - obwohl dein Kommentar mir etwas anderes zu unterstellen scheint, ich weiss nicht, ob du das absichtlich machst, oder ob du wirklich immer nur versehentlich Aussagen machst, die andere irgendwie herabsetzen, respektive dich als etwas Besseres darstellen wollen - ebenfalls selber. Ich informiere mich aber im Vergleich zu dir mithilfe verschiedenster Medien, Lexikas, Wissen, das erreicht, Ergebnisse, die erzielt worden sind, usw. Es wundert mich allerdings schon, dass du Medien gegenüber so skeptisch bist, alles was du aufschnappst aber aufnimmst. Aber lassen wir das, ich habe wirklich keine Energie mehr, diese lächerliche Diskussion weiterzuführen.

      Ja, du hast recht, wir nehmen alle unterschiedlich wahr, uns sind unterschiedliche Dinge wichtig und das das ist gut so und soll auch so bleiben. Nur etwas lass ich dir nicht durchgehen ;-)
      Ich akzeptiere deine Negation der Wichtigkeit und Auswirkung historischer Ereignisse für und auf unser Jetzt und somit die Notwendigkeit, sich damit zu befassen, sofern man wirklich differenziert über Situationen und Ereignisse Bescheid wissen, darüber urteilen oder sie einschätzen will, nicht. Was auch immer du sagst oder glaubst, denkst, weisst oder für wichtig hältst, dies kannst du nicht abstreiten, da wird dir jeder Mensch, den du fragst, widersprechen.

      Ich wünsche dir weiterhin alles Liebe und Gute, wie ich dies immer getan habe und bin nach wie vor gespannt auf jeden Post, jede Rezension, jeden Gedanken von dir
      Livia

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  2. Hallo ♥
    Das sind sehr schöne Neuzugänge. Gelesen habe ich auch davon leider noch keines.
    "Meinen Hass bekommt ihr nicht" klingt sehr interessant, da schaue ich mir gleich mal deine Rezension an. :) "Der Sommer der Blaubeeren" steht noch ungelesen bei mir im Regal. Ich fand das Cover damals so schön und auch ihr neues Buch sieht ja wirklich wieder sehr hübsch aus. Das Buch muss ich jetzt im Sommer endlich mal lesen :)
    Wünsche dir einen schönen Tag! ♥
    Liebe Grüße
    Jacky ♥
    Mein Blog

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    1. Liebe Jacky

      Schau dir "Der Sommer der Blaubeeren" auf jeden Fall ganz bald einmal genauer an. Es ist wirklich ein wunderbares Buch.

      Alles Liebe
      Livia

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    2. Guten Morgen ♥
      Das mache ich. Danke für den Tipp :)
      Liebe Grüße
      Jacky ♥

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