Rezension: Hectors Reise

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück - François Lelord

Beschreibung des Verlages:
Es war einmal ein junger Psychiater, der Hector hiess. Er trug eine kleine, intellektuelle Brille und verstand es, den Leuten mit nachdenklicher Miene und echtem Interesse zuzuhören. Hector war ein ziemlich guter Psychiater. Und trotzdem war er mit sich nicht zufrieden. Weil er ganz deutlich sah, dass er die Leute nicht glücklich machen konnte. Kurz entschlossen begibt sich Hector auf eine Weltreise, in der Hoffnung, das Geheimnis des Glücks zu entdecken. Und allen, denen er begegnet, stellt er die gleiche Frage, die bei Männern meist Belustigung, bei Frauen eher Tränen hervorruft: Sind Sie glücklich? – Warum träumen wir so oft von einem glücklicheren Leben? Liegt das Glück im beruflichen Erfolg oder im privaten? Hängt es von den Umständen ab oder von unserer Sichtweise? Am Ende seiner Abenteuer weiss Hector 23 Antworten – und dass nichts einfacher ist als wahres Glück.

Meine Meinung:
Dieses Buch lag schon wirklich lange auf meinem SuB und ich wollte es auch schon einige Mal lesen. Nur ist leider immer irgendwie wieder etwas dazwischen gekommen und so haben mich Rezensionsexemplare, Leserundenbücher und nicht zuletzt auch die fehlende Zeit immer wieder davon abgehalten, das Buch zu lesen. Endlich, endlich ist es geschafft und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht. Gerade wenn man sich so lange auf ein Buch freut kann es ja schnell sein, dass man plötzlich viel zu hohe Erwartungen hat. Ich hatte sicher hohe Erwartungen, aber das Buch war auch einfach absolut toll. Die charmante Erzählweise und der ganz eigene Stil des Autors (und sieht er auf dem Autorenfoto nicht total sympathisch aus?) haben mich begeistert und ich habe Hector sehr gerne auf seiner Reise begeleitet.

Schreibstil und Handlung: 
Wenn ich den Schreibstil dieses Buches charakterisieren müsste, würde ich ihn "typisch französisch" nennen. Beim Lesen kam bei mir ein ähnliches Gefühl auf wie bei "Julie weiss, wo die Liebe wohnt" von Gilles Legardinier und dieses Gefühl kann ich so gar nicht wirklich beschreiben. Es war ein Wohlbefinden und eine Wohltat, die mich durch das ganze Buch hindurch begleitet haben und dieser wirklich einfach nur wohltuende, charmante und absolut sypathische Schreibstil hat mich mit Hector reisen und nachdenken lassen. Der Autor hat so als Erzähler immer wieder einen Bezug zwischen seinem Protagonisten und dem Leser geschaffen, auf bestimmte Details hingewiesen und den Leser so sicher und umsorgt durch sein Buch und die turbulente Handlung geführt. Diese Handlung ist definitiv auch ein Grund, "Hectors Reise" zu lesen. Seine Reise führt ihn nämlich in verschiedenste Kulturen und zu ganz unterschiedlichen Menschen. Sie bringt ihn in brenzlige Situationen und lässt ihn rauschende Feste, berührende Gespräche und ganz viele Liebe erfahren. Ausserdem ist sie durchdacht und zielgerichtet sowie ziemlich unvorhersehbar.

Hector:
Hector ist meiner Meinung nach ein äusserst spannender Protagonist. Er ist zugleich unglaublich naiv und trotzdem sehr gebildet. Mit seiner fast kindlichen Sicht auf die Welt entdeckt und erforscht er die Menschen, ihr Leben und das Glück und er ist manchmal der Letzte im Bunde, der versteht, was in gewissen Situationen wirklich passiert. Auch ist er sehr feinsinnig und macht manchmal ganz erstaunliche Beobachtungen dank denen er die Menschen um ihn herum mit wenigen Worten genau erfasst und beschreibt.

Zusätzliche Infos:
Titel: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
François LelordOriginaltitel: Le voyage d'Hector ou la recherche du bonheur
Autor: François Lelord, geboren 1953, studierte Medizin und Psychologie und wurde Psychiater, schloss jedoch seine Praxis, um zu reisen und sich und seinen Lesern die wirklich grossen Fragen des Lebens zu beantworten. Er lebt mit seiner Frau in Paris und Thailand. 2004 eroberte er sich mit seinem Bestseller »Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück« nicht nur in Deutschland ein Millionenpublikum. Vier weitere »Hector«-Bücher und zahlreiche andere Publikationen folgten, zuletzt der Roman »Die kleine Souvenirverkäuferin«.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Französisch
Übersetzt von: Ralf Pannowitsch
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 01.11.2006
ISBN: 978-3-492-24828-0

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