Die Akte

Die Akte, John Grisham

Klappentext:
Zwei Richter des Obersten Bundesgerichtes werden ermordet. Während CIA und FBI im Dunkeln tappen, entflammt ein politischer Skandal, der selbst die Watergate-Affäre in den Schatten stellt. Da beginnt die junge Studentin Darby Shaw auf eigene Faust zu recherchieren. Tagelang vergräbt sie sich in den Dateien der Juristischen Fakultät und schafft schliesslich in akribischer Kleinarbeit das scheinbar Unmögliche: Sie findet den Zusammenhang zwischen den Mordfällen und einem brisanten Geheimnis. Doch die Akte, die Darby zusammenstellt, gerät in die falschen Hände - und aus der Jägerin wird die Gejagte...

Inhalt:
Die junge, überaus attraktive Darby Shaw steht auf Rang zwei in der Rangliste der Jurastudenten und wenn sie ihr Studium so erfolgreich beendet, wie sie es angefangen hat, winkt ihr eine rosige Zukunft in einer der besten Anwaltskanzleien der Stadt und mit einem fantastischen Gehalt. Jeder Mann träumt davon, sie näher kennen zu lernen. Doch ausgerechnet ihr Verfassungsrechtprofessor, Thomas Callahan hat es ihr angetan. Und nicht nur das, sie führt seit einiger Zeit eine ernsthafte Beziehung mit ihm. Doch dann geschehen die fürchterlichen Morde und schon bald machen sich verschiedenste Verschwörungstheorien in der Presse und den Geheimdiensten breit. Doch so richtig Sinn gibt die ganze Geschichte nicht. Und auch wenn man davon ausgeht, dass jemandem das Gericht so ganz und gar nicht passt und dieser die Richter systematisch "auswechseln" will, so fehlen doch noch hieb- und stichfeste Beweggründe, welche die gesamten Hintergründe der Geschichte erklären. Darby Shaw beginnt, sich für den Fall zu interessieren und besorgt sich sämtliche Unterlagen, die dazu passen könnten. Ihr gelingt es schliesslich tatsächlich, ein Dossier zusammenzustellen, welches eine mögliche Erklärung darstellt. Doch wenn diese Erklärung wirklich stimmen sollte, hätten einige Bosse in der Wirtschaft und Politik nichts mehr zu lachen. Ausgerechnet ihr Geliebter Thomas Callahan bringt das Dossier unter die Leute und es verbreitet sich zwar streng geheim, aber sehr schnell weiter. Und ausgerechnet Thomas Callahan wird bei einem Autobombenanschlag getötet, der eigentlich Darby Shaw gegolten hat. Und von da an weiss man, dass das Dossier die Wahrheit beinhalten muss, wenn schon jemand dafür tötet und Darby Shaw ist gezwungen, unterzutauchen.

Meine Meinung:
Ein extrem komplexer und durchdachter Plot erklärt sich dem Leser nach und nach. Anfangs ist nicht klar, was überhaupt in dem sagenhaften Dossier steht und wer "die Guten" und "die Bösen" sind. Damit spielt der Autor und hält den Leser geschicht bei der Stange. Obwohl das Buch schon eher alt ist und nicht auf blutige und sexistische Art und Weise erzählt wird (wie das heute in vielen guten und vor allem schlechten Krimis und Thriller der Fall ist), kann die Erzählweise mit dem heutigen Tempo gut mithalten. Es wird einfach ein sehr grosses Augenmerk auf die Ermittlungen der Geheimdienste und verschiedensten Beteiligten geworfen und die Flucht und Fluchten von Darby werden genauestens dokumentiert.
Ich mochte den Schreibstil und die Geschichte sehr. Vor allem, weil sie für ich Sinn macht und auf erschreckende Weise aufzeigt, was alles geschehen kann, wenn sich einige reiche und zu allem bereite Menschen zusammentun.
Wer lange aber nie langweilige Ermittlungen mit viel Tiefgang und einer schnellen Erzählsprache mag, wird an diesem Buch seine helle Freude haben. Ich empfehle es sehr gerne weiter und freue mich auf ein weiteres Buch von John Grisham, welches auf meinem SuB liegt.

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