Viktors Liebe

Viktors Liebe, Franziska Stalmann

Klappentext:
Diesen Auftrag will sie nicht: Sie soll Viktor Svobodas Frau finden, nach der die Polizei vergeblich gesucht hat. Aber als er einen Selbstmordversuch unternimmt, kümmert sich Anna doch um ihn und seinen hoffnungslosen Fall. Sie fährt ins Ostseestädtchen Gradow, wo Viktors Frau bis zur Wende gelebt hat, und findet tatsächlich eine Spur - und bald darauf die erste Tote. Die Frau, die ihr den Hinweis gegeben hat, wird erwürgt, und die Polizei übernimmt. Aber Anna bleibt, nicht nur Viktors wegen, der ihr nachgereist ist, sondern auch, weil sie sich in eine leidenschaftliche Liebe verstrickt hat. Die Leiche von Viktors Frau wird im Wald gefunden - doch noch drei Menschen sterben, bevor Anna den Knoten aus Liebe, Untreue, Hass und Verirrung löst, der vor langer Zeit geschnürt wurde ...

Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover täuscht, dieses Buch ist alles andere als idyllisch oder bunt. Ziemlich düster entwickelt sich eine Grausamkeit nach der anderen an der rauhen See. In dem Moment, in dem man glaubt, die Auflösung des ganzen Knotens gefunden zu haben, wird wieder eine Leiche gefunden, und wieder und wieder. Die sympathische Ermittlerin, welche eigentlich das Ermittlungsbüro gar nicht so sehr mag und es nur führt, weil sie es von ihrem Mann geerbt hat, verstrickt sich selber in die Geschichte und verliert Herz und Kopf. Beängstigende Parallelen zu der lange vermissten Frau Svoboda, viel zu viele seltsame Zeugen, die dann meistens doch nichts gesehen haben wollen, sorgen für ein beklemmendes Lesegefühl. Jeder deckt jeden und obwohl alle viel mehr wissen, als sie sagen wollen oder sagen können, gelingt es Anna, sich nach und nach in die ganze alte Geschichte einzuarbeiten.

Wirklich sehr lesenswert und auf eine ganz spezielle Art fesselnd und zugleich berührend. Kein herkömmlicher Krimi voller Blut und Verstümmelungen sondern vielmehr ein intelligent konstruierter Aufdeckungsroman mit viel Liebesanteil.

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