Hübsch in alle Ewigkeit

Hübsch in alle Ewigkeit, Emma Flint

Klappentext:
Was wäre, wenn man immer zwanzig bliebe? Leni und Vivian wissen es und sind begeistert. Denn ihr liebster Zeitvertreib sind Mode, Make-up und wilde Partys. Was man halt mit zwanzig macht. Da sie ohnehin nachtaktiv sind, fällt es glücklicherweise nicht auf, dass sie tot sind, beziehungsweise untot. Für ihre ewige Vampir-Jugendlichkeit muss Leni jedoch einen Preis bezahlen. Sie ist mit einer Achtzigerjahre-Dauerwell-Frisur geschlagen. Noch schlimmer aber ist ihre normalsterbliche Erzfeindin Sandra, die dem Geheimnis der beiden Freundinnen gefährlich nahe kommt.

Inhalt:
Wie meistens an einem Samstagabend sind Leni und Vivian so richtig am Feiern. Doch als Leni ein Gespräch mit Tobias Backer, dem Schwarm aller Mädchen beginnt, und sich die beiden näher kommen, will die gelangweilte Vivian die Party verlassen. Leni lässt ihre Freundin entgegen aller Gewohnheiten alleine per Anhalter nach Hause gehen. Als sie sich von "dem Backes", wie Tobias Backer von allen genannt wird, nach Hause fahren lässt, sieht sie unterwegs Vivians Tasche liegen, verlässt das Auto und macht sich im unheimlichen Park auf die Suche nach ihrer Freundin. Sie findet Vivian schliesslich ganz bleich aber seltsam entspannt im Park und gemeinsam versuchen die beiden Freundinnen, die rätselhafte Gründe für Vivians Verschwinden zu finden. Eine Nachricht von Vivians Vampirpaten klärt die Sache auf und als sich Leni auch noch in einem Vampir verwandeln lässt, geht das ganze Chaos erst los. Sie beide werden in die Geheimnisse des Vampirlebens eingeweiht und mit den seltsamen Gesetzen, welchen sie sich nun zu unterwerfen haben, vertraut gemacht. Das Vampirleben ist nicht immer nur gemütlich. Alle drei Jahre müssen die jungen Frauen den Wohnsitz wechseln und andere Identitäten annehmen. Ausserdem geben sie ihr ganzes Geld für Kosmetik und Parties aus und müssen beim Finanzamt antanzen, wo sie schon bald über die unsauberen Spielchen der blutsaugenden Politiker stossen. Alles in allem sehr lösbare Probleme. Wenn sich Leni nur nicht so Hals über Kopf in einen Sterblichen verlieben würde und wenn es nur nicht so strenge Gesetze im Umgang mit der Liebe und Beziehungen gäbe.

Meine Meinung:
Ich habe noch nie ein Vampirbuch gelesen und hatte dies eigentlich auch nicht vor. Aber irgendwie habe ich beim - wohl überstürzten - Kauf des Buches den Klappentext nicht gelesen und mir das Cover nicht sehr genau angesehen. Meine Erwartungen waren also nicht besonders hoch.
Es finden sich im ganzen Buch sehr witzige Szenen und kurzweilige Beschreibungen. Die ganze Geschichte wirkt jedoch sehr konstruiert und gewisse Dialoge sind an Einfältigkeit nicht zu überbieten. Die Vampire werden aber ziemlich genau beschrieben und ihre Eigenschaften wie ihre besonderen Kräfte (Verwandlung, Gedankenlesen, usw.), der ausgesprochene Sexualtrieb, der Bluthunger und die Angst vor Sonnenlicht decken sich mit den vielen existierenden Mythen. Auch finde ich die vielen Möglichkeiten des Stillens des Bluthungers sehr witzig und einfallsreich geschildert. Die ganze Story, die sich mehr und mehr zu einem Detektivspiel entwickelt hat mir sehr gut gefallen und ich denke, dass das Buch als eine kurzweilige Unterhaltungslektüre für zwischendurch problemlos gelesen werden kann. Was sich allerdings bei der Lektüre als sehr störend herausgestellt hat, waren die vielen Druckfehler und Wortwiederholungen, die sofort ins Auge gefallen sind.


Fazit:
Eine unterhaltsame Lektüre, welche ich aber nicht zwingend weiter empfehlen würde und wohl nicht mehr von mir gelesen wird.

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