Bücher-Adventskalender 2011, Buch 16

Die Violine von Auschwitz, Maria Ångels Anglada

Bei einem Gastspiel in Krakau lernt der Pariser Musiker Climent die polnische Geigerin Regina kennen, die ihn mit ihrem virtuosen Spiel und dem vollen Klang ihrer Geige tief beeindruckt. Sein Interesse für diese besondere Violine führt ihn auf die Spur einer Geschichte, die im nationalsozialistischen Deutschland ihren Anfang nimmt. Es ist die Geschichte des jüdischen Geigenbauers Daniel, der in einem Nebenlager von Auschwitz interniert ist. Eines Tages bekommt er vom Kommandanten des Lagers den Auftrag, eine Geige in bester italienischer Tradition anzufertigen. Was Daniel aber erst später durch Zufall erfährt: Der Auftrag beruht auf einer infamen Wette des Kommandanten mit dem skrupellosen Lagerarzt: Gelingt Daniel der Bau der Geige, erhält der Kommandant eine Kiste Wein; wenn er scheitert, bekommt der Arzt Daniel als Objekt für seine teuflischen Unterkühlungsexperimente. Inmitten des Grauens erschafft Daniel schließlich ein Instrument von seltener Schönheit.

Quelle: http://www.perlentaucher.de/buch/34278.html

Dieses Buch erschüttert und berührt. Es zeigt die Zustände im Konzentrationslager und den täglichen Kampf der darin gefangenen Menschen ums Überleben auf. Trotzdem werden auch in diesen Zeiten Freundschaften geschlossen und die Musik ist ein seltenes Geschenk. Wenn sie aber einmal erklingt oder wenn einmal musiziert werden darf, berührt dies und macht Mut. Dieser Mut und die Hoffnung werden aber täglich auf die Probe gestellt. Freundschaften und Familien werden während den hoffnungslosen Stunden zerstört und verraten und der Traum von der ewigen Liebe oder von Freiheit wirkt manchmal schon wie eine Ironie des Schicksals. Und trotzdem gibt es Leute, die nie aufgeben, die einander gegnseitig stützen und Mut machen, vertrauen und sich opfern.

Ein sehr tiefgründiges Buch über die Macht der Freundschaft und der Hoffnung.

Kommentare:

  1. Es gehört viel Stärke dazu, sich jetzt in der Vorweihnachtszeit mit einem KZ-Thema zu befassen. Für deine Stärke bewundere ich dich, aber ich würde mir sowas never antun.

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  2. @Svenja
    Liebe Svenja
    Ich verstehe, was du meinst und ich kann das sehr gut nachfühlen. Ich denke einfach, dass genau solche Geschichten (welche ja in erster Linie nicht mit einem KZ sondern mit Hoffnung, Liebe, Freundschaft und Mut zu tun haben) in der Weihnachtszeit beachtet werden sollten. Wir haben sonst schon genug perversen Kommerz um uns herum.

    In diesem Sinne von Herzen alles Liebe und viele Mitmenschen mit ansteckender Fröhlichkeit :D
    Eponine

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