Schwesterherz, zweiter Teil

"Andrina", quiekte sie freudig, "Andrina, unglaublich. Mein Gott, ich freue mich ja so, dich zu sehen. Wie geht es dir?"
Jacqueline vergass für einen Moment ihre sonst so stolze Beherrschung, rannte auf ihre Schwester zu und warf sich ihr in die Arme. Dann erst bemerkte sie den Alkoholgeruch.
"Hast du getrunken?", fragte sie entsetzt.
"Hallo Jackie, was hat dich nach Berlin verschlagen?", meldete sich Andrina erstaunt zu Wort.
"Ich muss eine Weiterbildung besuchen, Hotelmanagement. Ach, du weisst schon, ich habe ja das alte Restaurant übernommen. Deine Haare sind schwarz. Warum hast du sie gefärbt?"
Sie betrachtete Andrina von der Seite und plötzlich hellte sich ihr Gesicht noch mehr auf und mit sich vor Freude überschlagender Stimme schnatterte sie einfach weiter.
"Weisst du was? Ich wohne bei dir. Wir haben uns lange nicht gesehen und es gibt sicher einiges zu erzählen, findest du nicht? Aber Andrina, du riechst wirklich nach Alkohol!"


Fortsetzung folgt. Ich werde Absatz um Absatz hier veröffentlichen. Dass die Geschichte in so viele Absätze gegliedert ist, hat einen ganz einfachen Grund. Ich habe diesen Text während meiner vierstündigen Deutschmatura geschrieben und musste dabei einige Dinge beachten. Unter anderem sollten die Innensichten der drei Hauptpersonen (die dritte Person folgt noch) sowie verschiedene Schauplätze und Situationen beschrieben werden. Natürlich schmücke ich die Geschichte an dieser Stelle ein wenig aus, die ursprügliche Form soll aber gewahrt werden.

Ganz liebe Grüsse
Eponine

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen