Von Kleinen und Grossen

Es gibt sie in verschiedensten Formen und Grössen. Was sie absondern ist wandelbar aber meistens undurchsichtig und zähflüssig. Häufig stinkt es zum Himmel, manchmal zieht es uns mit seinem betörenden Duft in den Bann.
Sie selber sind nicht immer nur schön anzuschauen.
Die Kleinen sind häufig kaum sicht- und vor allem nicht unbedingt fühlbar. Sie müssen ihre geringe Grösse und den unscheinbaren Einfluss mit Quantität überbrücken, wobei die Qualität häufig verloren geht oder nicht wahrgenommen wird, falls sie doch einmal vorhanden ist. Und es kann tatsächlich sein, dass sie Qualitäten haben.
Die, welche sich ein wenig dicker fühlen, halten sich für unschlagbar, sind sie doch präsent und nicht zu übersehen. Dennoch ist das, was sie häufig von sich geben, genau so klebrig, wie das der Kleinsten.
Dann gibt es noch die Langen, welche eine wunderbare Reichweite haben, sich jedoch häufig sehr ungeschickt anstellen, weil sie sich mit ihrer Grösse selber im Wege stehen und darum mehr Zeit aufbringen müssen, ihre Stolperfehler wieder auszubügeln.
Natürlich gibt es auch nahezu perfekt geformte, welche sich tatsächlich um die Bedürfnisse des Gegenübers kümmern und auch die eigenen Wünsche dabei nicht vergessen. Diese sind sogar in der Lage, eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden.
Zum Schluss muss ich noch die Grossen erwähnen, die sowohl dick und eingebildet wie lang und einflussreich sind und für viele Mitmenschen nur noch einen Albtraum darstellen. Ihr Eindringen ins Geschehen hat häufig ein Blutbad und üble Erinnerungen zur Folge. Wenn sie dann tatsächlich einmal etwas Grossartiges zu unternehmen glauben, hinterlassen sie meistens nur Schmerz und Leid, wenn sie sich dann wieder dünn machen.
Die Hauptbeschäftigung der Grossen liegt darin, gross zu sein und gross zu bleiben.
Wen ich meine?
Politiker natürlich, was denn sonst?

Nachdenkliche Grüsse

Eponine

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